Ende der Diskussion.

Muss gestehen, dass mich derzeit nur wenig so kopfschüttelnd und ratlos zurücklässt, wie online geführte Diskussionen – wobei die Bezeichnung „Diskussion“ eigentlich nicht zutreffend ist, denn die wäre laut Wikipadia folgendes:

„Eine Diskussion ist ein Gespräch (auch Dialog) zwischen zwei oder mehreren Personen (Diskutanten), in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.“ Quelle: wikipedia

Diskussionen 2.0 haben eher was von einem Gladiatorenkampf. Es wird geätzt, gelästert und beleidigt. Ziel: Recht haben und keinen Millimeter vom eigenen Standpunkt abweichen. Akzeptanz? Fehlanzeige. Verständnis? Eher friert die Hölle zu. Höfliches Nachhaken? Ist als Kriegserklärung zu werten. Den eigenen Horizont erweitern? Unnötig – man ist allwissend. Und dabei ist es schon erstaunlich, wie schnell sich manche Menschen persönlich angegriffen fühlen, nur weil sie irgendwas lesen, was ihnen nicht in den Kram passt. Witzigerweise sind das oft diejenigen, die für  sich Toleranz einfordern und die kurz darauf alles durch den Fleischwolf drehen, was dem eigenen Konzept zuwiderläuft. Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, sich anderslautende Meinungen einfach nur mal anzuhören und drei oder fünf Sekunden darüber nachzudenken – ohne gleich reflexartig draufzuhauen oder aus dem Hinterhalt zu schießen.

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Magic Goals für Spatzenmenschen.

Überraschung: 2017 steht vor der Tür! Das weiß ich sehr genau, weil ich Menschen folge, die sich Organisation und Life-Coaching auf die Fahnen geschrieben haben und weil ich darüber hinaus auf Facebook einige Male zu oft entsprechende Posts gelikt habe, so dass mir nun ständig Blogeinträge oder Werbeeinblendungen für Kalender, Organizer oder „Plane dein neues (bestes) Jahr und dein Leben“-Workbooks und ähnliches um die Ohren fliegen. Nebenbei bemerkt sind diese Werbeeinblendungen gut. Passgenau. So passgenau, dass ich gar nicht wissen will, was FB noch über mich weiß, aber das ist jetzt nicht das Thema. Nach zwei Werbeinblendungen war mir klar: ich brauche einen Organizer. Nach einem Dutzend Werbeeinblendungen und dem Konsum meiner favorisierten Blogs umd Instagramaccounts wusste ich: einer reicht nicht, ich brauche zwei Organizer. Mindestens. Am liebsten sogar für jeden Lebensbereich einen, andererseits hätte ich dann zu viel Organizer für zu wenig noch zur Verfügung stehende Zeit. Auch blöd.

Außerdem brauche ich Ziele! Viele Ziele! Warum? Weil ich es nötig habe und weil ich nie wieder in einem Workbook schon auf den ersten Seiten ins Straucheln geraten möchte. Nämlich bei den Fragen, wie die bisherigen Ziele aussahen und was ich gerne sonst noch in 2016 erreicht hätte. Nachdem sich diese Fragen einige Tage fröhlich in mein Hirn frästen, wurde mir nämlich klar, dass ich keine konkreten Ziele hatte – nur Wünsche. Und dass diese Wünsche im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung nichts taugen. Gar nichts. Ich bin da einfach zu schlicht gestrickt und das fängt schon damit an, dass mich die Tatsache nervt, dass Ziele heute nicht mehr Ziele heißen. Sondern Magic Goals. Klar, das klingt gehaltvoller und nach mehr Sternenstaub und Feenglitzer.

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