Ally Jahre wieder…

Klingt, als hätte ich ein bisschen zu viel Glühwein intus – was selbstverständlich nicht der Fall ist, ich bin doch nicht lebensmüde! Nachdem ich fleißig diese auf ein bewussteres Leben ausgerichteten Seiten gelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass ich ab sofort nur noch von Luft und Liebe [beides natürlich so rein wie frisch gefallener Schnee!] leben werde, weil mich alles andere über kurz oder lang erst schleichend vergiften und anschließend umbringen wird. Das ist jetzt aber nicht das Thema, weil zu giftbratzig und hirnanregend für diese von Glitzer, Flausch und Liebe durchdrungene Jahreszeit, also wenden wir uns mal flugs weihnachtlichem Gedöns zu – ihr könnt das Hirn wieder auf Standby schicken.

Nachdem ich in den vorigen Jahren – ja, Plural! – trotz Glühwein und Lebkuchen so gar nicht in Weihnachtsstimmung war, hat mich in diesem Jahr irgendwas schwer christmasfiziert. Ich nehme an, das geht auf das Konto von Frau Hummel, dieser Apfenzglitzchenfee. Oder auf das von Ally McBeal. Von der und ihren Mitstreitern, allen voran Vonda Shepard, gibt es nämlich die CD „A very Ally Christmas“ , die ich irgendwann mal günstig bei den amazonen runtergeladen und anschließend ignoriert habe, weil ich ja nie in Weihnachtsstimmung war und auch nichts daran ändern wollte. In diesem Jahr läuft die Ally-Musik allerdings rauf und runter. Ich beobachte das – also mich und mein Verhalten – höchst interessiert und milde verwundert, aber letztendlich kann man ja auch nicht nur Disturbed oder Slipknot hören und ein bisschen Robert Downey Jr. [River, Chances oder Every breath you take] ist durchaus eine nette Abwechslung. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen, denn nun wünsche ich mir Weihnachtsfilme [nämlich die hier] und Weihnachtsbücher – und ich bekomme sie, weil ich mir das Zeug ganz einfach selber schenke. Wer wartet denn mit 44 noch auf den Weihnachtsmann?!

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Unfair. Der Klamotten-Post, der sich selbst schrieb.

Dies ist der klassische Fall eines Posts, der beim Schreiben ein komplettes Eigenleben entwickelt hat. Das passiert mir recht selten, aber es passiert. Eigentlich wollte ich ja darüber schreiben, dass ich vor einiger Zeit Secondhandshops für mich entdeckt habe – als Käuferin. Und dass ich mir nun quasi die andere Seite angeschaut habe – nämlich die der Verkäuferin. Ich habe, wie geplant, die Gründe aufgeführt, die meine naserümpfende Abneigung gegenüber Secondhandklamotten Stück für Stück aufgeweicht haben – nämlich u.a. die folgenden:

  • Die Billigfähnchen sind nicht billig und irgendjemand muss dafür zahlen.
  • Die Herstellungsbedingungen schädigen die Umwelt.Und die Gifte bleiben nicht vor Ort, sondern landen gelegentlich auch in unserem Kleiderschrank.
  • Und zu guter Letzt freut sich natürlich auch der Geldbeutel.

Doch dann entglitt mir der Post. Zack… weg war er. Und das lag an den oben erwähnten Billigfähnchen! Ich will nun ganz gewiss nicht für H&M, C&A, Tchibo & Co in die Bresche springen – obwohl sich in meinem Schrank diverse Kleidungsstücke dieser Hersteller finden. Allerdings ist es leider viel zu kurz gegriffen, lediglich die Hersteller der Billigklamotten an den Pranger zu stellen, denn die anderen sind auch nicht besser – mögen die Namen auch noch so edel klingen und einem die Preise die Tränen in die Augen treiben. Weil ich nicht unfair sein wollte, habe ich diesbezüglich ein klein wenig recherchiert und schon nahm der Post, der sich fortan quasi von alleine schrieb, seinen Lauf. Shit happens, da müsst ihr jetzt durch.

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Ich werde ernährungswahnsinnig…

Mit schrägen Ernährungsspleens kenne ich mich aus, nicht wenige davon habe ich selbst ausprobiert. Ich habe [wie hier bereits erwähnt] Obst-, Gemüse- und Fastentage gemacht, bis zum Mittagessen nur Obst gegessen oder auf Lauchsuppe (das ultimative Geheimrezept der Französinnen) und Dinner Cancelling gesetzt. Ich habe das Frühstück gestrichen, entweder Low Fat oder Low Carb oder beides gleichzeitig betrieben, diverse Smoothies ausprobiert, Kombucha und Gerstengras in mich reingeschüttet und mich erst vegetarisch und dann vegan ernährt. Und warum all das? Um was für meine Gesundheit zu tun. Und für meine Figur, denn ich hätte Konfektionsgröße 38/40 gerne in Größe 36/38 geschrumpft. Nun ja. Es hat nicht sollen sein – zumindest das mit Größe 36 nicht. Derzeit esse ich intuitiv – also einfach so aus mir heraus, ohne dass mir das jemand beibringen muss.

Gäbe es allerdings nicht gerade ein ähnliches Ernährungskonzept, in dem eben dafür plädiert wird, intuitiv zu essen, wüsste ich nicht, ob ich „einfach nur so essen könnte“, wie ich es tue. Denn mal abgesehen von der seelischen Komponente stellt sich die Frage, ob überhaupt noch irgendwer isst, um einfach nur satt zu werden? Das Essen ist ja schon lange nicht mehr „einfach nur Essen“ – mit den richtigen Lebensmitteln bleiben wir gesund, jung und schön. Umkehrschluss: Wer die falschen Lebensmittel wählt und der Ernährung nicht die entsprechende Priorität einräumt, wird fett, krank und hässlich – selbst verbockt. Da kann einem das Essen kurzfristig doch schon mal im Hals steckenbleiben…  „Ich werde ernährungswahnsinnig…“ weiterlesen

Fast Fashion:Warum ich meine Lieblingsjeans manchmal hasse.

Ich liebe Jeans. Vor allem die im Used-Look. Und ein Blick auf Instagram und ähnliche Inspirationsplattformen legt derzeit nahe, dass frau ohne zerfetzte Jeans in dieser Saison wohl ihre Modedaseinsberechtigung verloren hat. Gut, zerstören kann ich meine Jeans alleine, aber ein Leben ohne sie ist für mich schlichtweg nicht vorstellbar. Nachdem ich mich vor einiger Zeit allerdings intensiver mit ihrer Herstellung befasste, erhielt meine Jeansliebe einen gewaltigen Dämpfer. So gewaltig, dass ich keine Lust hatte, mir neue Jeans zu kaufen und zum Glück war das auch nicht nötig. Faire oder umweltvertägliche Herstellung? Und im Himmel ist Jahrmarkt. Da macht es leider auch keinen Unterschied, ob ihr zum 10€-Wegwerfartikel oder der edlen Labeljeans greift- in den Drecktümpeln hinter den Fabriken vereinen sich die Farb- und Giftstoffe von „billig“ und „edel“ und ich muss zugeben, dass mich das am meisten ärgert. Natürlich würde ich für eine tolle und verträglich hergestellte Jeans auch mehr zahlen – aber eben deshalb, weil sie fair hergestellt wird und nicht, weil man sie irgendwelchen VIPs überstreift und die Welt mit Werbekampagnen überrollt.

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Workout| Fit wie ein Gummiball, durchgeknallt wie eine Heuschrecke.

Oder: Wie ich die Fußball-EM überlebe, ohne hinterher selbst wie ein Fußball auszusehen. 😉 Ich hasse Fitnessstudios, möchte aber gerne so aussehen, als würde ich regelmäßig ein Studio besuchen… äh… und dort dann natürlich auch trainieren und nicht nur einen Smoothie schlürfen. Nun walke ich zwar mehrmals wöchentlich 60 Minuten, aber das reicht mir nicht. Und Yoga im Sinne von Yoga – also kein schweißtreibendes Workout à la Jillian Michaels [und die ist noch harmlos], dem durch ein bisschen Stretching und ein nettes Namasté am Ende der Stunde ein Yoga-Mäntelchen übergeworfen wird – ist auch nicht genug. Ich spüre zwar hinterher, dass ich was getan habe, aber das kardiovaskuläre Training fehlt. Fakt ist: Es gibt (für mich) kein All-in-One-Workout, es muss ein Bewegungsmix sein. 

Also was tun? Rumjammern und die Ungerechtigkeit des Alterns [also die Erschlaffung des Bindegewebes bei gleichzeitiger und sehr willkürlicher Aufpolsterung mit Eigenfett] beklagen? Oder doch ins Fitnessstudio gehen, obwohl ich das hasse? Ach nee, alles blöd. Dann lieber ein eigenes Fitnessstudio einrichten. Zu Hause. In einer kleinen Wohnung. Also demzufolge mit beschränkten Mitteln – räumlich und finanziell, sonst wäre es ja keine kleine Wohnung in der Stadt, sondern ein Haus an der Côte d’Azur oder ein Chalet in Kitzbühel. Sogar meine Bücherregale und das Schuhregal sind heftig überfüllt, vom Rest der Wohnung möchte ich gar nicht erst reden. Da ist kein Platz für tolle Trainingsgeräte! Wo ist die Tine Wittler der „Miniatur-Fitnessbuden @home“, wenn man sie braucht?! Nicht da. Na gut, also selbst ist die Frau…

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Food| Über Matcha und andere Superfoods…

Trendwellen schwappen ja erst eine Weile durch die Gegend, ehe sie mich erfassen – wenn sie mich denn überhaupt erfassen. An Matcha kommt allerdings kaum jemand vorbei, der sich für Schönheit, Gesundheit und Detox [so man denn daran glauben möchte] interessiert . Außerdem soll der Tee beim Abnehmen helfen, da er aufgrund der enthaltenen Catechine angeblich den Fettabbau unterstützt.  Darf man der Yellow Press glauben, schwören Stars wie Mila Kunis oder Liv Tyler auf das grüne Zeug – was für mich allerdings ehrlich gesagt keine Werbung ist. Im Gegenteil: Schon mal von einem Hollywood-Sternchen gehört, das durch seinen gesunden Lebenswandel und sein liebevolles Verhältnis zu seinem eigenen Körper in die Schlagzeilen geriet? Eben. Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Damen Kunis und Tyler ohne Matcha nun gleich zum Moby Dick werden würden. Warum habe ich das Matcha-Zeug dann gekauft? Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Ich wollte mir und meiner Gesundheit einfach mal wieder was richtig Gutes gönnen und es kam mir ein bisschen zu profan vor, einfach nur Äpfel und grünen Salat zu essen. Das ist nicht Gesundheit 2.0, sondern… äh… Steinzeit?! Völlige Lifestyle-Verweigerung?! Da kann ich ebenso gut in Fake-Chucks (10€, Deichmann), meiner 10 Jahre alten Yogahose (vom Kaffeeröster, hält besser als das fünfmal so teure Markenteil) und meiner Etro-Tasche, an der noch das Ubup-Schildchen (Secondhand) baumelt, in der Bar vom Waldorf Astoria aufschlagen und ein Dosenbier ordern.

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mit-teilens-wert #4 Über Halbwissen, Aluminium und andere „böse“ Inhaltsstoffe…

Ich tue es manchmal, obwohl ich es eigentlich besser weiß. Ich führe mir eine vermeintlich seriöse Doku oder einen ebensolchen Bericht zu Gemüte, in dem eine neue Sau durchs Beauty-Dorf getrieben wird und bin empört. Und trage anschließend meinerseits in Form von Blogbeiträgen dazu bei, diese Sau noch weiter und noch schneller durchs Dorf zu treiben. Manchmal muss ich mich auch schwer zusammenreißen, um nicht missionierend und vermeintlich besserwissend in den Kommentaren durch die Blogosphäre zu ziehen, weil „der Rest der Unwissenden“ ja wohl offenbar noch nicht weiß, wie schädlich und böse bestimme Dinge sind! Aber ich weiß es jetzt! Weil ich ja diese Doku gesehen/diesen Bericht gelesen habe und voll informiert bin…

Wenn uns das Halbwissen um die Ohren fliegt…

 

Was kommt dabei raus? Nichts Gutes. Weil andere nämlich ebenso verfahren und prompt wächst diese gigantische Blase aus Halbwissen noch weiter an, bis sie uns schließlich um die Ohren fliegt und wir das Gefühl haben, nicht mal mehr atmen zu dürfen, weil uns selbst das töten wird. Nicht zu atmen ist allerdings auch keine Alternative. Was nun? Erstmal wieder durchatmen. Und sich dann einiges bewusst machen.

  • Nicht jeder, der schreiben kann, hat auch wirklich Ahnung von dem, worüber er da schreibt. Und gut gemeint (beste Absicht) ist nicht immer gut gemacht.
  • Einmal gewonnene Erkentnisse sind nicht für die Ewigkeit in Stein gemeißelt. Vielleicht ist die Welt irgendwann doch wieder eine Scheibe und wir fallen alle runter.
  • Es gibt keine allgemeingültige Wahrheit. Weder in Blogs noch in irgendwelchen anderen Medien. Denn:

 

Autoren, egal ob Blogger oder Journalisten, sind keine allwissenden Heiligen, sondern Multiplikatoren von Informationen, die durch die eigenen Erfahrungswelten eingefärbt sind.(Quelle: Konsumkaiser)

 

Eines meiner Lieblingszitate, denn so ist es: Multiplikatoren von Informationen – und mitunter eben blöderweise auch Multiplikatoren von Halbwissen oder völlig verqueren Ansichten (und da nehme ich mich nicht von aus), die gelegentlich allerdings sehr glaubwürdig rübergebracht werden. Was auch immer da jedoch verbreitet wird- es wird nicht zwangsläufig richtig, nur weil’s einem mehrmals täglich in verschiedenen Darreichungsformen auf drölfzig Blogs serviert wird. Fakt ist: Niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und es ist illusorisch zu glauben, dass ihr nur „diese eine“ Seite ansurfen müsst, auf der euch dann „die eine Wahrheit“ (die es eh nicht gibt) auf dem Silbertablett serviert wird.

Inhaltsstoffe: Was nun? Böse oder mehr davon?

 

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Ausrangiert: Drei, zwei, eins – deins.

Neulich haben wir gemeinsam den Kleiderschrank entrümpelt und möglicherweise kommen bei der #Schrankmonster-Aktion von Ela noch weitere Fehlgriffe zutage. Somit stellt sich nun logischerweise die Frage: Wohin mit den ausrangierten Sachen? Wegwerfen ist bei einigen Stücken einfach keine Option. Eigentlich hätte ich mich jetzt dem Flohmarkt widmen wollen. Nur… wer stellt sich schon bei diesem Wetter auf den Flohmarkt? Ich nicht. Gebe aber zu, dass mir auch die knallharte Feilscherei („Ich gebe dir 50 Cent für die Hose“ „50 Cent? Für die Hose, an der noch das Etikett hängt? Ach nein. Lass mal. Ich schenk sie dir!“) den Spaß ein wenig verleidet hat und ziehe daher bequemere und wärmere Varianten vor. Und da gibt es einige: Secondhand-Boutiquen (und das auch in der Onlinevariante) oder Swap-Partys. Und natürlich freuen sich auch diverse karitative Organisationen über Sach- und Kleiderspenden. Ich habe da mal ein paar Links zusammengesammelt.

Beginnen wir mit der Secondhand-Boutique. 

 

 

Dort lässt es sich nämlich nicht nicht nur wunderbar einkaufen, sondern auch ebenso gut verkaufen, da man die ausrangierten Sachen in Kommission geben kann. Normalerweise und wenn der Laden nicht aus allen Nähten platzt. Das klappt allerdings nur bei aktueller Saisonware, denn wer möchte sich den Laden schon im Frühling mit Winterjacken vollknallen? Auch klar: Je hochwertiger die Stücke, desto eher werden sie einem aus der Hand gerissen und abhängig von der Boutique kann es auch gut sein, dass generell nur Designer-Teile abgenommen werden. Doch egal ob Chanel oder C&A: Mit Sachen, die nicht mindestens gut bis hervorragend erhalten sind, kann man sich den Weg sparen – das gilt zumindest in den Boutiquen, in denen ich auch selbst stöbern würde. Ich mag diese Variante, um meine ausrangierten Stücke loszuwerden, allerdings gibt es neben all den Vorzügen einen Wermutstropfen…

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mit-teilens-wert #3 Frühling, Sonne, Sonnenschutz…

Wie haltet ihr es mit dem Sonnenschutz? Ich habe es da ein wenig schleifen lassen – so ich mich nicht explizit in die Sonne gesetzt habe oder zum Sport draußen war – und gehöre absolut nicht zu denen, die ohne SPF 50 nicht mal zum Bäcker gehen. Blöderweise bin ich aber auch ein Sonnenbrillenhasser, weil ich den Menschen in die Augen sehen möchte. Und mag es auch noch so sehr angesagt sein: ich bin definitiv kein Freund von all diesen Sonnenbrillenträgern, die mich eher an Puck die Stubenfliege erinnern. Nur was habe ich jetzt davon? Einen Pigmentfleck unterhalb des rechten Auges. Das ist wirklich blöd, aber nicht zu ändern – also schon zu ändern, aber ich lasse ihn in Frieden. Weil er mich fortan daran erinnert, ein bisschen mehr auf meinen Sonnenschutz zu achten.

Leider reicht es nämlich nicht, auf eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor zurückzugreifen, weil sich kein Mensch genügend dieser Tages- oder BB-Creme ins Gesicht schmiert. Denn das sind 2mg pro cm² Haut! Wesentlich mehr als das,  was ich bisher verwendete. Habe mich daher also in eigenem Interesse mal ein wenig ins Thema eingelesen und dabei einiges gefunden, was ich für mit-teilens-wert halte. Leider ist kein Post darunter, der mir das Gefühl von Sonnencreme auf der Haut schmackhaft macht, das hasse ich nämlich wie die Pest. Also benehme ich mich vielleicht einfach weiterhin wie eine alternde Filmdiva, die die pralle Sonne meidet – das ist bisher nämlich mein favorisierter Sonnenschutz. 😉

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Yoga ist gefährlich? Unachtsamkeit auch.

Yoga kann – Überraschung! – auch unerwünschte Nebenwirkungen nach sich ziehen. Da ist die Rede von „die dunkle Seite von Yoga“, von „Om und Aua“ oder davon, wie Yoga den Körper ruinieren kann. Ins Rollen kam die Sache vor einigen Jahren durch William J. Broad (52, Wissenschaftsjournalist der „New York Times“) und sein Buch „The Science of Yoga“. Broad erlitt beim Yoga einen Bandscheibenvorfall, stieg noch tiefer in die Materie ein und kam zu der Erkenntnis, dass Yoga gefährlich ist. Es drohen Nervenblockaden, Gelenkverletzungen, Rippenbrüche und sogar Schlaganfälle. Im ersten Moment war ich verwirrt und dachte aufgrund meiner schmerzenden Schulter sofort daran, zum Pilates zu wechseln. Nach der ersten Schrecksekunde schaltete ich mein Hirn wieder ein.

Was ist Yoga eigentlich… nicht? 

Radeln ist auch gefährlich. Und das Schwimmen erst! Lebensgefährlich! Besonders für so bleierne Enten wie mich. Es ist sogar gefährlich, die Straße zu überqueren – vor allem dann, wenn einem niemand beigebracht hat, welche Risiken im Straßenverkehr lauern. Zeit, sich mal wieder ins Bewusstsein zu rufen, was Yoga überhaupt ist. Denn das kann man angesichts der Bilderflut, die vor allem junge, hippe und sehr gelenkige Menschen zeigt, ja leicht vergessen. Oder fragen wir uns doch lieber besser gleich, was Yoga nicht ist: Yoga ist kein Wettbewerb. Es geht nicht um „höher, schneller, weiter“ oder darum, so schnell wie möglich Knackpo und Bikinifigur zu bekommen, wenngleich das angenehme Nebenerscheinungen sein mögen. Yoga ist eine Lehre in Achtsamkeit – auch in körperlicher. Oder um es mit den Worten der Yogalehrerin Maya Fiennes aus ihrem Buch Yoga for Real Life! zu sagen:

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Interessante Secondhandshops im Netz

Wie steht ihr zu Secondhandkleidung? Bisher hatte ich damit ehrlich gesagt meine Probleme. Denn wer von uns kann schon wie Carrie in  Sex and the City sagen: „Die Tasche ist Vintage, von Chanel.“ Glamour war so ziemlich das Letzte, was ich mit Secondhandware in Verbindung brachte. Und dann kam eine Tasche, in die ich mich auf den ersten Blick verliebte. Blöderweise stammte die aber aus einem Secondhandshop. Wie von selbst fielen auch gleich noch drei Kleider in den Warenkorb. Und als ich die Sachen zu Hause akribisch untersuchte, warf ich meine Vorurteile über Bord. Secondhand und ich, das war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. Aber manche Sachen brauchen eben etwas länger.  Reden wir mal über Marken und Preise. Obwohl ich das normalerweise nicht mache und ein Label, so es denn überhaupt vorhanden ist, gerne so trage, dass man es nicht sieht. Aber ohne das Wissen um Labels und deren reguläre Preise ergibt das weniger Sinn. Erbeutet habe ich:

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Bookcrossing & Co. Neues Leben für alte Bücher.

Unweigerlich stellt sich jedem Bücherwurm irgendwann mal die Frage: „Wohin eigentlich mit all den ausgelesenen Büchern?“ Denn mal ehrlich, natürlich gibt es Bücher, die ich mehrmals lese und die ich nie wieder missen möchte, aber es gibt halt auch die anderen und derer nicht wenige.  Ein weiteres Problem, welches sich Viellesern wie mir stellt, ist das unstillbare Lesebedürfnis, das leider nicht mit dem Kontostand harmoniert. Erste Option für mich war bislang immer der Marketplace der amazonen, denn hier kann ich einerseits Büchern zu einem neuen Zuhause verhelfen und mir andererseits mehr oder weniger günstig neue beschaffen. Es gibt da allerdings noch ein paar andere Möglichkeiten, um die Buchproblematik anzugehen und zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen…

 

Bücher verreisen jetzt alleine…

 

… und zwischendurch freuen sie sich über ein neues Zuhause. Möglich macht das Bookcrossing. Buch einfach online registrieren und so eine Bookcrossing-ID für den entsprechenden Schmöker bekommen und das gute Stück hinterher buchstäblich in die Freiheit entlassen – also im Bus oder in einem Café liegenlassen und die Reiseroute des Buches online verfolgen, so die Mitmenschen das Konzept von Bookcrossing kapieren und mitmachen. Und natürlich lassen sich hiermit auch „ausgesetzte“ Bücher finden, die ein neues Zuhause suchen. 😉

Info: www.bookcrossing.de

Bücherei mal anders…

 

Eine spannende Ideen sind auch die öffentlichen Bücherschränke, zu betrachten wie eine Art Leihbücherei, in der kostenlos Bücher ausgeliehen oder getauscht werden können. Vom Prinzip her funktionieren so auch die Giveboxen – in ihnen findet man allerdings weitaus mehr als nur Bücher. Wer schauen möchte, ob sich ein „öffentlicher Bücherschrank“ oder eine „kleine Bibliothek“  in der Nähe befinden oder selbst so was ins Leben rufen möchte, kann das z.B. hier tun:

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How to| Sale? Shoppen mit Köpfchen.

Nachdem ich mir ernsthaft Gedanken darüber gemacht habe, warum ich im Sale manchmal fühle, als hätte man mich einer Lobotomie unterzogen, komme ich heute zu dem Ergebnis: Ich kann überhaupt nichts dafür. Ha! Der Grund, so bescheinigt es die Evolutionsbiologie, liegt darin, dass der Mensch nun mal aufs Zusammenraffen von Zeug ausgelegt ist. Gut, früher waren es Mammuts und Beeren, heute sind es eben Schuhe und Taschen, wobei – das gebe ich ja zu – unsere Vorfahren überlebensorientierter agierten. Allerdings ist der Mensch, was manche Entwicklungsbereiche angeht, seinen Vorfahren nicht annähernd so überlegen, wie er es wohl gerne wäre. Der männliche Konsument zeigt sich beispielsweise vor allem dann spendabel, wenn die Frauen rar sind – so das Ergebnis einer Studie der University of Minnesota. Damit nicht genug: Je höher der Testosteronspiegel des Mannes ist, desto leichter kann ihm eine leichtbekleidete Werbeschönheit einen… na sagen wir… einen einfachen, gewöhnlichen, leicht angeschrumpelten Apfel für 10 Euro oder ähnlich überteuerte Dinge unterjubeln. [1] 

Natürlich hat es auch einen Grund, dass im Kiosk die Häschen-Hochglanzmagazine mit den unfassbar intelligenten Interviews und die nicht so glanzvollen Billigheftchen liebevoll aufgefächert werden, um die nackten Tatsachen gut sichtbar zu präsentieren. Denn was verlockt die Herren zum Kauf von Knabberzeug oder Zigaretten? Dreimal dürft ihr raten und ich sage euch: An den Interviews liegt’s nicht. Und wenn wir schon so steinzeitlich unterwegs sind, dann gibt es gleich den ersten Tipp für smarte Schnäppchenjägerinnen:

Shoppen mit Eisprung: Die eher praktisch und sportlich veranlagte Frau, die mit tiefen Ausschnitten, rasanten Rocksäumen und Genickbrecher-Heels nichts anfangen kann, sollte niemals, wirklich niemals!, an ihren fruchtbaren Tagen einkaufen gehen. Denn dann greift sie häufig und entgegen ihrer sonstigen Gewohnheit zu so femininer Kleidung, dass sie sich hinterher völlig entgeistert fragt, wie das Zeug in ihren Schrank kommt.

 

Tja… im Zweifelsfall die Hormone fragen – die wissen das und die Wissenschaft hat’s belegt. Dummerweise sind wir nicht nur durch unsere Wurzeln potenzielle Shopaholics. Natürlich werden wir auch gezielt manipuliert – was, sind wir mal ehrlich, bei einem Steinzeitmenschen nicht allzu schwer ist. Beispiele gefällig?

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