Beauty| Ewige Jugend? Ist doch alles Banane.

Sagt euch Masako Mizutani was? Nein? Dann werdet ihr eines Tages vermutlich ganz schön alt aussehen. Die 47-jährige Japanerin kennt nämlich offensichtlich das Geheimnis ewiger Jugend – wenn ihre Fotos tatsächlich nicht bearbeitet wurden, woran ich manchmal meine Zweifel habe. Masako, neben der ihre 20-jährige Tochter beinahe alt aussieht [ja, so ist das, da habe ich Schusselkopf mich ausnahmsweise mal nicht vertan], gilt in Japan als „Die Frau der ewigen Jugend“. Und sie verrät uns netterweise ihre Schönheitsgeheimnisse:

  • gesunde Ernährung
  • viel Wasser (2l/Tag)
  • viel Schlaf

Und nun beißen wir erstmal alle gemeinsam in die Tischkante.

Besser? Schön. Gute Gene hat sie auch noch, die Frau Mizutani, es ist nicht zum Aushalten. Und darüber hinaus widmet sie sich 5 Stunden am Tag der Hautpflege, was die Frage aufwirft, wie das mit „viel Schlaf“ harmoniert? Haben japanische Tage auch nur 24 Stunden? Eigentlich wollte ich schon genervt wegklicken, da stieß ich auf Masakos ultimatives Schönheitsrezept. Sie schwört auf…

„Beauty| Ewige Jugend? Ist doch alles Banane.“ weiterlesen

Beauty| Das ist doch die Wasserhärte!

Habe vor einiger Zeit entsetzt festgestellt, dass man mir beinahe alles verkaufen kann. Gesunde Chips, fliegende Pferde oder aktuell: Shampoo mit Magnet-Technologie. Und was kann das Zaubermittelchen? Das im Wasser enthaltene Kupfer neutralisieren, heißt es, und das wäre wünschenswert, weil Kupfer die Haare mit der Zeit brüchig und porös macht. So habe ich es gelesen – in einer Zeitschrift. Gut. Es kam, wie es kommen muss: Das Shampoo ist weder besser noch schlechter als andere. Nebenbei bemerkt bescherte mir dieser Kupferbericht jedoch ein Aha-Erlebnis. Denn hätte ich, manchmal Mrs Arroganz in Person, je damit gerechnet, aus einer Frauenzeitschrift nochmal wirklich interessanten Input mitnehmen zu können? Nein.

 

Reden wir mal über Wasserhärte…

 

Und nun kommt, neben dem Kupfer, die Härte – nämlich die Wasserhärte. Dass es unterschiedliche Härtegrade gibt, war mir schon bewusst, aber ich habe ehrlich gesagt nie drüber nachgedacht. Es sei denn, die Kaffeemaschine wollte schon wieder entkalkt werden und beim Blick in den Wasserkocher drängt sich auch die Frage auf, wie unsere Rohre wohl aussehen mögen und ehrlich gesagt möchte ich das lieber nicht wissen. Was die Verbindung  von Haaren und Kalk angeht, habe ich lediglich irritiert festgestellt, dass meine Haare an der Nord- oder Ostee sehr viel weicher, fluffiger, weniger frizzig und auch glänzender sind. Dafür habe ich zu Hause mehr Haare auf’m Kopp, also mehr Volumen, und die Haare sind giffiger, aber auch spröder und superfrizzig. Und warum ist das so?

„Beauty| Das ist doch die Wasserhärte!“ weiterlesen

Beauty| Hautsache: Reden wir über Silikone, Parabene, Tenside und (Natur)Kosmetik

Ich schmiere mich täglich mit Silikon und Erdöl ein. Und nutze für die Haarwäsche ein Tensid, das auch in Putzmitteln enthalten ist. Was die berechtigte Frage aufwirft, ob ich vielleicht ein wenig verwirrt bin?  Tja, hätte ich in einem Moment der Langeweile doch lieber Schokolade gegessen, anstatt meine neue Bodylotion genauer unter die Lupe zu nehmen und mich mit den Inhaltsstoffen (INCI) zu beschäftigen. Anschließend wusste ich nämlich etwas, was man nur wissen will, wenn man sofort handlungsbereit ist.

Die erste Frage, die sich beim Überfliegen der Inhaltsstoffe stellt: Was hat Silikon (in diesem Fall: Dimethicone) in meiner Bodylotion zu suchen? Nächste Frage: Steckt das nur dort drin oder lasse ich – mal abgesehen vom Shampoo – noch mehr Silikon an meinen Körper? Ernüchternde Feststellung:  Das Zeug steck überall drin. Vor allem in Cremes und Lotions, die die Haut schöner, reiner, feinporiger und glatter machen sollen.

 

INCI – Der kleine Chemiebaukasten

Ich bin verwirrt und gebe zu, dass ich bei meiner Kosmetik voll auf den „guten Namen des Herstellers“ setzte. Auch winkte ich Cremes von Herstellern, die sich plakativ und sehr werbewirksam „Natur“ auf die Fahnen schreiben, nahezu ohne Blick auf die Inhaltsstoffe durch. Okay, das ist naiv, aber an irgendwas muss man ja glauben.  Allerdings wäre ich auch im Traum nicht auf die Idee gekommen,  dass irgendwer Silikon in Cremes und Bodylotions mischt.

Zugegeben: Es ist nicht leicht, diese viel zu klein gedruckten Angaben zu verstehen, die unter INCI = International Nomenclature of Cosmetics Ingredients [übersetzt: Internationale Namensbezeichnung für kosmetische Zutaten] geführt werden. Und wer von euch kann mit diesen verklausulierten Bezeichnung von Silikon was anfangen? Silikonöl oder Silikonwachs wird u.a. nämlich gerne wie folgt bezeichnet:

 

Dimethicone, Polysiloxane, Cyclomethicone, Methicone, Dimethiconol, Stearyl Dimethicone, Cetyl Dimethicone.

 

Alles klar? Generell gilt: Augen auf bei fachchinesischen Unverständlichkeiten mit der Wortendung „-cone“ oder „-xane„.

„Beauty| Hautsache: Reden wir über Silikone, Parabene, Tenside und (Natur)Kosmetik“ weiterlesen

Kolumne| Wer schön sein will…

Wochenende. Es ist früh, sehr früh. Da jagst du keinen Hund vor die Tür. Unerklärlicherweise stecke ich jedoch voller Tatendrang, so dass die Zeit irgendwie sinnvoll rumgebracht werden will. Was tun? Ah ja… da war doch was. Ich hätte gerne wieder ein wenig mehr von dem Gesicht zurück, das mir vor 20 Jahren nicht gefallen hat. Weil ich damals ja noch nicht wusste, was danach kommt und dass es nur noch bergab geht.  Vielleicht kann ich mein altes neues Gesicht aus der Reserve locken, indem ich an diesem noch jungen Wintermorgen ein wenig auf „Julie & Julia“ mache. In leicht abgewandelter Form natürlich. Also: Mir „Kosmetik aus der Küche“ auf irgendwelche Körperpartien schmieren, schauen, ob ich hinterher schöner bin oder nur klüger und meine Erkenntnisse nachfolgend verbloggen.

Flitze also in Erwartung der Schönheit, die da kommen wird, in die Küche und suche mir meine Beautyhelfer zusammen: Apfelessig, Öl und Kaffeesatz. Essig ist der ultimative Glanzbooster für stumpfes Haar – sagen zumindest Ines de la Fressange, Diane Irons und Frauke Ludowig in ihrem jeweiligen Buch. Daraus folgt: Ich brauche Essig. Denn ich habe Haare. Und die sind stumpf. Der Winter hat sie getötet. Wobei es ja nicht mal so ist, dass ich meinen Haaren keine Aufmerksamkeit schenken würde. Im Gegenteil. Was Shampoos und Haarkuren angeht, bin ich Jäger und Sammler. Nenne derzeit 14 verschiedene Shampooflaschen in unterschiedlichen Benutzungsstadien mein Eigen. Dazu vier Haarkuren und zwei Haaröle. Und trotzdem – oder gerade deswegen? – habe ich stumpfe Haare. Das ist doch Essig, weswegen ich mich für ebendiesen entscheide. Nämlich im von Diane  Irons vorgeschlagenen Mischungsverhältnis von ½ Tasse Apfelessig zu 1 Tasse Wasser.  Mische meine streng riechende Haarspülung zusammen und sehe mich im Geiste mit meiner unglaublich glänzenden Mähne bereits als das neue Pantene-Testimonial. Hach… natürliche Schönheitspflege ist schon toll…

Multitaskingmotor anwerfen und noch schnell einen Esslöffel Olivenöl nehmen. Das Öl gedenke ich während der Prozedur im Bad ordentlich durch die Zähne zu ziehen. Das nennt sich Ölkur oder Ölziehen und stammt wahlweise von sibirischen Schamanen oder Ayurveda-Anhängern.  Auf nüchternen Magen – Kaffee zählt bei mir nicht, wie die Schamanen das halten, weiß ich nicht – für wenigstens eine Vierteltunde durchgeführt, soll es den Entgiftungsprozess des Körpers unterstützen, indem es Giftstoffe im Öl bindet, weswegen es tunlichst vermieden werden sollte, das giftige Öl versehentlich zu schlucken. Das kann böse enden. Sehr böse… prognonstizieren Hardcore-Naturheilkundler. Ich denke, dass man die Kirche im Dorf lassen sollte, da ich trotz einiger Giftölunfälle noch immer dumme Witze reißen kann… oder gerade deswegen? Egal. Was ich definitiv bestätigen kann, ist die leicht zahnaufhellende Wirkung der Ölkur, die sich bereits nach einer Anwendung bemerkbar macht, aber leider nur bis zum nächsten Kaffee anhält.

„Kolumne| Wer schön sein will…“ weiterlesen

Beauty| Die Handcremefalle. Eingeschmiert und ausgetrocknet.

An meinen Händen beobachte ich ein Phänomen, das ich „Großzügig eingeschmiert und doch ausgetrocknet“ nenne.  Die Hände sind knochentrocken. Ich creme sie ein und bin für eine halbe Stunde zufrieden. Dann spannt die Haut wieder. Mehr als zuvor. Und ich creme weiter und weiter und weiter. Aber nichts hilft richtig. Im Gegenteil.

Je mehr ich creme, desto schlimmer fühlt sich die Haut an…

 

Die einzig bleibende Erinnerung, die manche Cremes hinterlassen, sind juckende Pickelchen auf den Händen. Wenn’s ganz blöd läuft oder ich meine frisch eingeschmierten Hände versehentlich dem Sonnenlicht ausgesetzt habe. Aus Frust habe ich diesen Cremekreislauf kürzlich unterbrochen. Wenn eh keine Creme richtig hilft, creme ich halt nicht. Da der Zustand meiner Hände jedoch unerträglich reibeisenmäßig wurde, rieb ich die nassen Hände am Wochenende mangels Alternativen mit reinem Olivenöl ein. Das Resultat? Olivenöl steckt jede Handcreme in die Tasche.

Der Glycerin-Kreislauf…

Was hat das Öl, was die Handcreme nicht hat? Es hat vor allem etwas nicht. Werfe ich mal einen Blick die Inhaltsstoffe meiner Handcremes, fällt mir nämlich folgendes auf:

Überall ist Glycerin drin – das ist einer der Inhaltsstoffe, die an vorderster Stelle geführt werden. So weit kein Problem, dachte ich, weil Glycerin als guter Feuchtigkeitsspender gilt.  Das stimmt jedoch nur,  wenn nicht zu viel davon in der Creme enthalten ist. Anderenfalls trocknet es die Haut nämlich aus. [1,2] Und führt zu ebenjenem Effekt, den ich bei meinen Handcremes spüre: 

  • Meine Hände sind trocken, also creme ich sie mit Handcreme ein.
  • Die Haut fühlt sich besser an und ist vermeintlich bestens gepflegt, weil frisch eingecremt.
  • Kurz darauf spannt die Haut schon wieder. Was mache ich? Greife aufgrund meiner knochentrockenen Hände erneut zur Creme und schmiere weiter, womit der Kreislauf nur verstärkt wird.

 

Dummerweise hat der vermeintliche Feuchtigkeitsspender nämlich die Angewohnheit, Wasser an sich zu binden. Auch Hautfeuchtigkeit. Und während ich fleißig Cremeschicht um Cremeschicht auflege, zieht mir die Creme die letzte Feuchtigkeit aus der Haut – so die vereinfachte Wiedergabe dessen, was ich an verschiedenen Stellen gelesen habe. Es gibt sogar Fachleute, die die feuchtigkeitsspendende und feuchtigkeitsbewahrende Wirkung des Glycerins gänzlich anzweifeln, weil es sich lediglich als Film auf die Oberhaut legt, in tieferen Hautschichten also gar nicht wirkt. [3]

Dass es wohl auch ohne Glycerin geht, zeigen diverse Rezepturen für selbstangerührte Cremes, die sehr oft ohne diesen mit Fingerspitzengefühl zu dosierenden Feuchtigkeitsspender auskommen und stattdessen auf verschiedene Öle, Bienenwachs oder Sheabutter setzen.

  „Beauty| Die Handcremefalle. Eingeschmiert und ausgetrocknet.“ weiterlesen

Beauty | Traubenkernöl fürs Gesicht

Wenn man unzufrieden ist, geht man manchmal interessante Wege. Bei mir war es vor anderthalb Jahren ein Pflegenotstand im Gesicht, der mich massiv nervte. Wie konnte es sein, dass komplette Pflegeserien für Misch- und fettige Haut versagen und nichts von dem eintrat, was versprochen wurde? Die Haut war fahl, müde und verlieh mir ein absolut urlaubsreifes Aussehen. Die Poren waren so groß wie eh und je und hinsichtlich des Glanzfaktors in der T-Zone zückte ich nach zwei bis drei Stunden erstmals die Puderdose. Ungeschminkt aus dem Haus gehen? Nicht mit dem Teint. Kurz und gut:  Ich sah in den Spiegel und konnte mich selbst nicht mehr leiden. Also dachte ich nach und vergaß kurz darauf alles, was ich bisher über Gesichtspflege zu wissen glaubte. Und stampfte eine neue Theorie aus dem Boden.

Wenn ich fettige Gesichtshaut mit aller Macht entfette, revanchiert sie sich, indem sie nur noch mehr nachfettet. Und wenn ich die großporige Haut mit Silikon verstopfe, steckt das, was die Poren verstopft, vollends fest und macht sie nur noch größer. Also gehe ich mal einen ganz anderen Weg.

„Beauty | Traubenkernöl fürs Gesicht“ weiterlesen