10 Dinge, die dir zeigen, dass du alt wirst…

Seit einigen Monaten bin ich nun 44 und so langsam wird mir klar, dass die Zeit rennt! Nur noch sechs Jahre, um mich durch so witzige Büchlein wie „Endlich 40! Was Sie immer schon tun wollten“ zu arbeiten, die mich mit kleinen Weisheiten oder einem Zitat wie diesem erfreuen:

„Wer als Vierzigjähriger dieselben Ansichten wie ein Zwanzigjähriger vertritt, muss über Jahre hinweg verblödet sein. Er figuriert nicht als Prophet, sondern als unbelehrbares Balg, viel verdroschen und kein bisschen weise.“ (Robert Louis Stevenson)


Nun liegt das Büchlein ja seit vier Jahren hier rum, aber ich habe mich von der 40 partout nicht angesprochen gefühlt, denn alt sind immer nur die anderen. Theoretisch. Praktisch bemerke ich allerdings, dass ich scheinbar doch nicht in den ewigen Jungbrunnen gefallen bin…

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Meine Seele hat ein Sparkonto.

Habt ihr manchmal das Gefühl, dass euch alles zu viel wird und dass die nächste Aufgabe – möge sie auch noch so winzig sein – euer Kartenhaus zusammenstürzen lassen könnte? Nein? Dann gratuliere ich euch von Herzen. Klickt ausnahmsweise mal weiter, dieser Text ist nichts für euch. 😉

Und wie sieht’s mit dem Rest von euch aus? Engagiert ihr euch für irgendwas? Vielleicht für die Umwelt, artgerechte Tierhaltung, Kaffeebauern in Lateinamerika oder eure Gemeinde? Und setzt ihr euch in ähnlichem Maß für euch selbst ein und gönnt euch hin und wieder was Gutes?  Ich rede von diesen typischen Belohnungen, die uns am Laufen halten. Wie die aussehen, wissen wir ja, weil uns  oft genug vorgebetet wird. Ihr könnt…

  • ein Bad nehmen (am besten die Kerzenlicht-Rosenblatt-Nummer und das Buch nicht vergessen!),
  • euch einen Wellnesstag in einem luxuriösen Spa gönnen,
  • neue Unterwäsche (nee, keine Feinripp-Slips) kaufen,
  • oder gleich einen ganzen Shoppingmarathon absolvieren
  • und zum Schluss beim Lieblingsitaliener aufschlagen.

Kurz: Je mehr die Kreditkarte glüht, desto besser. Richtig? Denkste. Und ich hätte nicht gedacht, dass ich als kleines Konsummonster das jemals schreiben würde, zumal ich selbst lange Zeit die „Kauf dich glücklich“-Strategie verfolgt habe. Allerdings musste ich irgendwann einsehen, dass das so nicht funktioniert. Bei mir. Oder nur kurzfristig. Weil es eben nur in hübsche Tüten gepackte Trostpflaster sind – allerdings sehr niedliche mit Blümchen und Comicfiguren, denen man nur schwer widerstehen kann. Problem erkannt und behoben? Wäre zu einfach. Ich wusste zwar, was nicht hilft, aber was hilft, wusste ich eben auch nicht.

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Der Zeitgeist und ich.

ZeitZOder: Was das Leben mit einer Speisekarte zu tun hat. Der Zeitgeist und ich, wir sind ja nicht die engsten Freunde. Er findet mich bockig, vorsintflutlich und steinalt. Ich finde ihn laut, nervig, oberflächlich und sehr, sehr anstrengend. Wir sprechen einfach zwei verschiedene Sprachen. Und während ich einfach nur ein bisschen dieses und jenes tun möchte, schüttet er überall „Brillant Powder superstrong“ drauf. Besonders schlimm ist es, wenn er mal wieder  zu viel auf Instagram oder in einschlägigen Lifestyleblogs unterwegs war. Denn dann legt er richtig los und das klingt dann ungefähr so…

  • Essen: Wie jetzt, du willst einfach nur was kochen?! Warum sammelst du dein Essen nicht gleich im Wald und garst es über einer Feuerstelle?! Streng dich gefälligst an und kreiere ein mehrgängiges Menü, bei dem Nigella Lawson und Jamie Oliver mit den Ohren schlackern und dir spontan eine Zusammenarbeit für ihr nächstes Kochbuch anbieten. Und was die Tisch-Dekoration angeht: Da sind aus Mammutzahn geschnitzte Miniaturen und aus Elfenhaar geklöppelte Spitzendeckchen wohl das Minimum dessen, was man in einem zivilisierten Haushalt erwarten kann.
  • Sport: Du möchtest zum Runterkommen ein bisschen Sport machen, weil du dich dann besser fühlst? Oder was für deine Gesundheit tun?! Spiel doch gleich mit Murmeln! Hör mal gut zu: Wenn wir Sport machen, dann trainieren wir für den nächsten Marathon oder für die Tour de France. In der entsprechenden Sportswear natürlich. Und wir praktizieren nicht einfach Yoga – selbstverständlich ebenfalls in der entsprechenden Sportswear mit Wellnessfaktor, die idealerweise ein Topmodel entworfen hat – sondern wir wollen so biegsam und gelenkig werden, dass ein Schlangenmensch daneben wie ein hüftsteifer, von Arthritis geplagter Greis wirkt. Ach ja: Wenn wir Sport machen, dann schwitzen und keuchen wir auch nicht. Wir sehen blendend aus, wie eben frisch aus der Deowerbung gehüpft. Und das Letzte, was man über dich sagt, ehe man dich nach deinem Zusammenbruch ins Sauerstoffzelt legt, ist: „Huch, aber eben sah sie doch noch total relaxt aus, wie konnte das passieren?“
  • Einrichtung: Wann hast du dir eigentlich zum letzten Mal Gedanken über die Einrichtung deiner Wohnung gemacht?! Sieht es bei dir zuhause etwa so zauberhaft aus, dass die Lifestyleredakteurinnen der großen Magazine weinend zusammenbrechen und sofort bei dir einziehen wollen? Oder provozieren deine Bilder auf Instagram eine Flut von Kommentaren à la: „Oh ist das schön bei euch! Woher hast du die Kissen? Und die Couch? Und diese Vasen?! Und deinen exzellenten Geschmack? Wo kann ich das kaufen?!“ Nein?! Na siehste. Also geh zurück auf den Flohmarkt und kauf stylishes Dekozeugs. Alte Bananenkisten, die du weiß lackierst und als Beistelltischchen deklarierst. Oder ramponierte Milchkannen, die du  zur Vase umfunktionierst. Und Strandgut und im Wald rumliegendes Zeug, das nimmst du mit,  bürstest es ab, lackierst es bei Bedarf und dann arrangierst du es in Grüppchen in der Wohnung. Vier Muscheln auf der Anrichte, drei Steine auf dem Fensterbrett, ein Glas mit Federn auf dem Tisch – das ist total individuell und das hat sonst niemand. Wenn du mal die entsprechenden Magazine, Blogs und Instagram-Accounts anschauen würdest, dann wüsstest du das. Ach ja: Behalte bloß für dich, dass du deine Kissen, Obstschalen und sonstiges Chichi nicht im Rahmen deiner Weltreisen auf versteckten Märkten entdeckt hast, die in keinem Reiseführer stehen. Muss ja niemand wissen, dass das Zeug vom Möbelschweden oder aus’m Dänischen Bettenlager stammt und du ihm nur den letzten Schliff verpasst hast.

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Bin dann mal weg. Meine Vergangenheit umschreiben.

Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele Psychoratgeber ich im Lauf meines Lebens gelesen habe, weil ich die Dinge ja unbedingt selbst lösen möchte. Vor allem die unlösbaren, alles andere wäre zu einfach. Nun erwischte mich neulich in einer seelisch eher instabilen Phase [Überraschung, ich bin nicht immer gut drauf, sondern ziehe mir an manchen Tagen auch einfach mal die Decke über den Kopf und lese von morgens bis abends Harry Potter] eine Passage in einem Buch, die mich sprachlos machte. Da wurde tatsächlich angeraten, das eigene Leben doch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten! Einfach so! Weil man die Dinge immer anders betrachten kann, wenn man das möchte.

Erste Reaktion meinerseits: Ein rechtschaffen empörtes „Hallo?! Tickst du noch ganz richtig?! Du hast leicht reden. Du hast ja wohl überhaupt keine Ahnung von meinem Leben!“ Dann krabbelte ich aus meinem Loch und sah durchaus ein, dass in der Idee mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Denn wenn Woody Allen, Polanski, Tarantino oder das Team vom ZDF-Sonntagabendfilm ein vorgegebenes Thema umsetzen würden, kämen mit Sicherheit gänzlich andere Filme raus. Und hätte man Walt Disney, Picasso oder Warhol aufgefordert, eine Maus zu zeichnen, gäbe es wohl auch drei sehr verschiedene Mäusevariationen.

 

Alles nur eine Frage der Sichtweise? Fragen wir mal Diane, Jackie und Marilyn…

Plötzlich kam mir das in den Sinn, was ich in der Biografie „Die Frau, die ich sein wollte“ von Diane von Fürstenberg gelesen hatte, als sie über ihre Kindheit und ihre Mutter schrieb:

„Wenn ich etwas sagte, das nicht ihre Zustimmung fand oder nicht ihren Erwartungen entsprach, sah sie mich finster an oder kniff mich. Ich musste mich dann mit dem Gesicht zur Wand in die Ecke stellen. Manchmal ging ich alleine in die Ecke, weil ich wusste, dass ich etwas Unrechtes getan hatte.“ [1]

Auch sonst scheint Mutter von Fürstenberg ein Vorläufer der „Tigermom“ gewesen zu sein. Diane musste, noch ehe sie lesen konnte, die Fabeln von La Fontaine aus dem 17. Jahrhundert auswendig lernen und aufzusagen. Und kaum, dass sie schreiben gelernt hatte, orthografisch und grammatikalisch korrekte Briefe verfassen. Zum Austreiben der Schüchternheit wurde Diane bei jeder Familienfeier gezwungen, eine Rede zu halten. Und die Furcht vor der Dunkelheit trieb „Tigermom“ ihrem Sprössling aus, indem sie Diane in die dunkle Abstellkammer sperrte und vor der Tür wartete – damit ihre Tochter lernen konnte, dass es dort nichts gab, wovor sie sich hätte fürchten müssen. Das musste ich erstmal sacken lassen und ich weiß nicht, wie viele Blogs ich hätte schreiben müssen, um das zu verarbeiten, was da für von Fürstenberg an der Tagesordnung war. Doch was sagt die Modeschöpferin über ihre Mutter?

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10 Dinge, die ich mal machen könnte…

Kennt ihr diese Listen à la „10 Dinge, die man bis zu seinem 40. Geburtstag gemacht haben soll“ oder diese Bucket-Lists „10/30/200/1000 Dinge, die man in seinem Leben gemacht haben sollte“? Finde ich blöd. Und weil man ja öfter mal über seinen Schatten springen soll oder es eben mit genau den Dingen versuchen soll, die einem bisher weniger zusagten, erstelle ich jetzt so eine Liste. Aber eine, die ich mag. Logisch, weil ich ja per se erstmal nichts mache, von dem ich schon vorher weiß, dass es blöd wird, so blöd bin nicht mal ich.

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Eat Pray Om. Oder: Die Zähmung der Giftkröte.

Es gibt Aufgaben, die mich immer wieder aufs Neue fordern. Eine davon ist die, mit mir selbst im Reinen zu sein. Klingt jetzt ein bisschen sehr Eat-Pray-Love-mäßig und jeder hat da sicher seine eigene Definition, aber für mich bedeutet „Mir mir im Reinen sein“: Mich so anzunehmen, wie ich bin [und nicht schöner, klüger, erfolgreicher, schlanker oder was weiß ich sein zu wollen*] und nicht länger damit zu hadern, dass es [hier bitte Ungeplantes/Schicksalsschläge nach Wahl, gerne auch in der Mehrzahl, einfügen] nun ausgerechnet so gekommen ist und nicht anders.

Es ist wie es ist…

 

Es ist wie es ist –  und es liegt an mir, das Beste aus dem zu machen, was ist. Für das, was passiert ist, trage ich vielleicht nicht immer die Verantwortung, aber ich trage die Verantwortung dafür, wie ich damit umgehe. Kluge Menschen wissen das gleich – ich habe mir vorher ein paar Umwege gegönnt. Mit Schuldzuweisungen Flipper gespielt, den Kopf in den Sand gesteckt, rumgestänkert oder rumgejammert, so dass ich ein Musterbeispiel für Einsteins Definition einer Wahnsinnigen abgab:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. “ 

Irgendwann machte es dann endlich mal Klick. In meiner grenzenlosen Naivität hatte ich allerdings angenommen, dass dieses In-sich-Ruhen ein Zustand ist, den man sich einmal erarbeitet, um dann zeitlebens auf einer Wolke der Glückseligkeit durchs Leben zu schweben. Darum war ich auch schwer begeistert, als ich zwischenzeitlich eine Phase hatte, in der ich wie ein tiefenentspanntes Glücksbärchi auf Drog… äh… Johanniskraut durch die Gegend schwirrte. Selbstverständlich – und ein bisschen größenwahnsinnig – ging ich davon aus, dass ich in diesem Punkt alles gelernt hatte, was es zu lernen gab. Nun ja.

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Leben| Superwoman 2.0

Es ist schon eine Weile her, aber vielleicht erinnert ihr euch noch an die Laienmodels, die damals mit großem Tamtam in der Brigitte eingeführt wurden? Damit wollte man den Leserinnen einen Gefallen zu tun. Der nächste Gefallen, den man den Leserinnen tat, war der, die Models wieder rauszuwerfen, weil die Leserinnen plötzlich doch lieber echte Models sehen wollten. Wie man’s macht, ist es verkehrt. Und obwohl wir alle wissen, dass Vergleiche der Anfang vom Untergang sind, können wir’s offensichtlich doch nicht lassen und ich gestehe, dass es mich manchmal auch überkommt.

Vergleiche – der Anfang vom Untergang…

Als bisweilen recht komplexbeladenes Wesen habe ich mit diesen ätherischen Modelwesen kein Problem, weil es mir unnetterweise gelingt, sie auf das zu reduzieren, was sie in diesem Falle sind: Mittel zum Zweck. Nämlich: Kleiderständer mit nichts auf den Knochen, was von der käuflich zu erwerbenden Couture ablenken könnte. Mit den „realen Frauen“ verhält es sich allerdings anders, zumal die „Models von nebenan“ gar nicht so laienhaft aussahen. Und darüber hinaus wurden die Frauen von einem Heer von Stylisten getunt und nett in ein Bild gesetzt, das hinterher auch noch optimiert wurde. Da ist nichts mehr normal. Ist aber auch gut so, denn wenn ich eine Zeitschrift kaufe, möchte ich darin keine Bilder sehen, die aus Omas Familienalbum stammen könnten. Wo bleibt da die Inspiration?

Vergleiche ich auch? Klare Antwort: jein.

Potenziell problematisch war allerdings, dass die fürs Shooting getunten Ladys bezüglich Job & Lifestyle auch nicht so normal waren. Und genau damit kam die Leserin nicht klar – so damals das Feedback der „echt“ normalen Frauen. Wobei sich solche Wunderwesen ja nicht nur in Zeitschriften tummeln, sondern zunehmend auch in diversen Blogs und Onlinemagazinen. Alleine Instagram ist voll davon. In Ermangelung anderer weltbewegender Dinge, über die nachzudenken ich gewillt bin, frage ich mich da natürlich ebenfalls, ob ich auch so eine bin. Eine von diesen normalen Frauen, die sich von diesen „Superfrauen“ unter Druck setzen lässt? Und die ehrliche Antwort lautet: jein. Das hängt von der Tagesform an. Und davon, ob ich gerade ein interessantes Projekt in der Pipeline habe oder nicht. An meinen schlechten Tagen nerven mich diese Superladys, weil sie mich mit unausgesprochenen Vorwürfen bombardieren. ‚Warum hast du nicht mehr aus deinem Leben gemacht?‚oder ‚Warum vergleichst du dich überhaupt mit anderen?! Was deine Persönlichkeitsentwicklung angeht, stehst du doch wirklich noch in der Tiefgarage…‘

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Alt? Sind immer nur die anderen…

Habe neulich ein knapp 15 Jahre altes Foto verschickt. Das passt schon, dachte ich. So sehr habe ich mich ja nicht verändert, nur die Haare sind ein bisschen kürzer und widerborstiger. Und kaum, dass ich das Foto abgeschickt hatte, schüttelte ich über mich selbst den Kopf. Ein 15 Jahre altes Foto? Ernsthaft? Was ist denn da in mich gefahren?! Okay, ich konnte so schnell kein aktuelles, wenigstens semi-professionelles Foto aus dem Hut zaubern. Nur die üblichen, mit dem Smartphone geschossenen Selfies mit dem blöden Kleiderschrank im Nacken, weil es hier in der Wohnung halt einfach kaum einen Platz gibt, der für Shootings taugt. Aber 15 Jahre?

Alter ist, was du draus machst…

Mit meiner sehr optimistischen Alterswahrnehmung befinde ich mich in guter Gesellschaft. Nehmen wir Madonna, die nicht nur jünger aussieht, sondern sich auch so fühlt und sich überhaupt nicht darum schert, was Frauen „ab einem bestimmten Alter“ zu tun und zu lassen haben: „Ich halte mich nicht an die Regeln. Das habe ich nie, und ich werde damit auch nicht anfangen.“ Besser ist das, denn dieses gelebte Statement hält jung und wer käme schon darauf, dass Frau Ciccone mittlerweile 57 Jahre alt ist? Klar gelten im Showbiz andere Regeln, doch fühlen sich Menschen mit zunehmendem Alter erstaunlicherweise tatsächlich jünger. Eine großangelegte Längsschnittstudie, durchgeführt vom Max-Planck-Institut und der Universität Michigan, brachte zutage, dass sich die betagten Teilnehmer im Schnitt 13 Jahre jünger fühlten. Selbst der Blick in den Spiegel konnte daran nichts ändern, wenngleich er für einen kleinen Dämpfer von drei Jahren sorgte – aus den gefühlten 13 also nur noch 10 Jahre machte. Interessant hierbei übrigens der geschlechtsabhängige Unterschied. Die Männer hielten sich im Schnitt für 4 Jahre jünger. [1] 

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Gegenwärtig unaufmerksam. #Meditation für Dummies.

Dieses „lebe im Hier und Jetzt“ nervt mich ja schon ein bisschen, suggeriert es doch irgendwie, dass wir alle nur kleine Alltagsroboter sind, die stumpf und stupide ihren täglichen Verrichtungen nachgehen. Stellt sich die Frage:  Wie aufmerksam geht ihr eigentlich durchs Leben? Bislang hielt ich mich für einen relativ aufmerksamen Menschen, wobei das natürlich auch immer eine Frage der Sichtweise ist. Manch einer hält sich für total entspannt. Und erwähnt dann ganz nebenbei, dass er streng makrobiotisch lebt, Alkohol meidet, täglich zwei Studen auf dem Meditionskissen und zwei auf der Yogamatte zubringt und kurz nach dem Sandmännchen ins Bett geht. Das ist sicher total entspannt. Verglichen mit einem tibetanischen Mönch. Ich hielt mich, wie eingangs erwähnt, für relativ aufmerksam. Verglichen mit meinem Mann. Der mich gerne mal fragt: „Warum hast du mir das nicht gesagt?“, woraufhin meine Antwort stets lautet: „Habe ich doch. Vor zwei Minuten.“ Tja. Ein Hängebauchschwein  wirkt neben einem Elefanten auch beinahe zart. Neben einem Schmetterling eher nicht.

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