Wie mein Kleiderschrank in die Öko-Test kam.

Fans der Shopaholic-Reihe um Becky Bloomwood erinnern sich vielleicht an den grünen Schal? Das Markenzeichen von Becky, die eigentlich bei einem Modemagazin arbeiten möchte, stattdessen aber eine Kolumne in einem Finanzmagazin bekommt und sich dort als „Die Frau mit dem grünen Schal“ einen Namen macht? Als Finanzexpertin bin ich zwar beinahe ebenso nicht halbwegs so qualifiziert wie Becky, mein Markenzeichen kristallisiert sich trotz ausbleibender Kolumne allerdings schon mal heraus. Und leider ist es kein grüner Schal. Sondern mein oller Kleiderschrank. „Wie mein Kleiderschrank in die Öko-Test kam.“ weiterlesen

Leben| Superwoman 2.0

Es ist schon eine Weile her, aber vielleicht erinnert ihr euch noch an die Laienmodels, die damals mit großem Tamtam in der Brigitte eingeführt wurden? Damit wollte man den Leserinnen einen Gefallen zu tun. Der nächste Gefallen, den man den Leserinnen tat, war der, die Models wieder rauszuwerfen, weil die Leserinnen plötzlich doch lieber echte Models sehen wollten. Wie man’s macht, ist es verkehrt. Und obwohl wir alle wissen, dass Vergleiche der Anfang vom Untergang sind, können wir’s offensichtlich doch nicht lassen und ich gestehe, dass es mich manchmal auch überkommt.

Vergleiche – der Anfang vom Untergang…

Als bisweilen recht komplexbeladenes Wesen habe ich mit diesen ätherischen Modelwesen kein Problem, weil es mir unnetterweise gelingt, sie auf das zu reduzieren, was sie in diesem Falle sind: Mittel zum Zweck. Nämlich: Kleiderständer mit nichts auf den Knochen, was von der käuflich zu erwerbenden Couture ablenken könnte. Mit den „realen Frauen“ verhält es sich allerdings anders, zumal die „Models von nebenan“ gar nicht so laienhaft aussahen. Und darüber hinaus wurden die Frauen von einem Heer von Stylisten getunt und nett in ein Bild gesetzt, das hinterher auch noch optimiert wurde. Da ist nichts mehr normal. Ist aber auch gut so, denn wenn ich eine Zeitschrift kaufe, möchte ich darin keine Bilder sehen, die aus Omas Familienalbum stammen könnten. Wo bleibt da die Inspiration?

Vergleiche ich auch? Klare Antwort: jein.

Potenziell problematisch war allerdings, dass die fürs Shooting getunten Ladys bezüglich Job & Lifestyle auch nicht so normal waren. Und genau damit kam die Leserin nicht klar – so damals das Feedback der „echt“ normalen Frauen. Wobei sich solche Wunderwesen ja nicht nur in Zeitschriften tummeln, sondern zunehmend auch in diversen Blogs und Onlinemagazinen. Alleine Instagram ist voll davon. In Ermangelung anderer weltbewegender Dinge, über die nachzudenken ich gewillt bin, frage ich mich da natürlich ebenfalls, ob ich auch so eine bin. Eine von diesen normalen Frauen, die sich von diesen „Superfrauen“ unter Druck setzen lässt? Und die ehrliche Antwort lautet: jein. Das hängt von der Tagesform an. Und davon, ob ich gerade ein interessantes Projekt in der Pipeline habe oder nicht. An meinen schlechten Tagen nerven mich diese Superladys, weil sie mich mit unausgesprochenen Vorwürfen bombardieren. ‚Warum hast du nicht mehr aus deinem Leben gemacht?‚oder ‚Warum vergleichst du dich überhaupt mit anderen?! Was deine Persönlichkeitsentwicklung angeht, stehst du doch wirklich noch in der Tiefgarage…‘

„Leben| Superwoman 2.0“ weiterlesen