Sick and tired…

#kannSpurenvonIronieenthalten

#LesenaufeigeneGefahr

Liebe kann man nicht erzwingen, Sympathie auch nicht. Und darum muss ich leider Konsequenzen ziehen, auch wenn das im Sinne des Netzwerkens mal wieder äußerst unklug ist. Aber wenn mir irgendwas überwiegend schlechte Laune macht, dann hat es in meinem Leben einfach nichts verloren. Die Rede ist von Facebook. Werde schon beim Einloggen grantig, weil mir das Design nicht gefällt – damit könnte ich mich allerdings noch arrangieren. Nicht arrangieren  mag ich mich hingegen mit dem, was in verschiedenen Kommentarsträngen abgeht und darüber hinaus heißt es für mein Seelenleben leider einen Tacken zu oft: Only bad news are good news!

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Chakka, ich bin ein Einhorn!

Mit all der Konsequenz, die ein inkonsequenter Mensch besitzt, habe ich vor einiger Zeit den Frauenzeitschriften abgeschworen [Rückfälle bisher: drei, allerdings habe ich online drei Ausgaben der emotion gekauft, das zählt eigentlich anders]. Seither lese ich meine Bücherregale leer und schränke parallel dazu meinen Social-Media-Konsum erheblich ein und das ist auch besser so, denn sobald ich meine zwischen die Buchdeckel gepresste Welt verlasse, bekomme ich die Krise. Offenbar schlägt die Welt, die wir uns selbst geschaffen haben, mittlerweile vielen von uns so dermaßen aufs Gemüt, dass es an jeder Ecke Lebensweisheiten to go gibt.

Im Supermarkt leuchtet es auf dem knalloragenfarbenen Cosmopolitan-Cover: „Aufregend anders. Was unperfekte Frauen so unwiderstehlich macht.“ Und daneben rotzt die emotion: „Wir sind unperfekt – na und?“ Stellt sich mir allerdings die Frage: Wie unperfekt ist denn unperfekt… für die Cosmopolitan und die emotion? Vermutlich rangiert das bei denen eher in der Kategorie „Julia Roberts oder Megan Fox zeigen sich ungeschminkt auf Instagram!“ … woohoo… so was von unperfekt aber auch. Da kann ich doch gleich mal entspannt durchatmen. Online schießen ebenfalls überall kleine Motivationsgurus aus dem Boden, die uns für umme erklären, wie der Hase läuft. Vor allem der „Chakka, you go girl!“-Bereich ist überrepräsentiert und ich vermute, dass fleißige Heinzelmännchen über Nacht sämtliche Lebenshilferatgeber durch den Fleischwolf gedreht und die Häppchen anschließend feinsäuberlich eingescannt haben, so dass nun die mehr oder weniger verhackstückten Weisheiten fröhlich durchs Netz poltern, um in diversen Onlinemagazinen und sozialen Netzwerken wieder aufzuploppen. Dort werden sie dann wiedergekäut und wiedergekäut und wiedergekäut, immer schön gemäß dem Motto: A Sprüchlein a day keeps the Stimmungstief away – und nun krieg deinen Arsch hoch, du Schluffi und mach dir ja keinen Stress, während du die Weltherrschaft anpeilst, darunter läuft’s nicht.

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Vorweihnachtsolympiade? Ohne mich.

Ginge es nach meinem Adventskalender, wäre bei mir heute schon Heiligabend. Habe mir nämlich einen Kosmetik-Adventskalender gegönnt, um meinen November ein wenig aufzuhübschen. Das hat der November bitter nötig, weil das bei mir so ein Monat ist, dem ich dringend auf die Sprünge helfen muss, um seelisch nicht völlig abzukippen. Mit besagtem Kalender und der Grundeinstellung „Tu nur das, was in diesem Monat wirklich nötig ist, blende den Rest aus und lies dich stattdessen ins Nirwana!“ , klappte das überwiegend gut. Von kleinen Durchhängern mal abgesehen. Manchmal bin ich schon sehr dankbar dafür, dass ich mich selbst doch so relativ leicht übertölpeln kann –  wenn ich das möchte. Und dass der Konsumjunkie in mir dem Rest von mir gelegentlich einfach nur mal was mit der Glitzerkeule über den Schädel ziehen kann, damit Ruhe ist – für ein paar Tage.

Und damit meine Stimmung, die ich so mühsam unter Missachtung aller Adventskalenderregeln über den November gerettet habe, im Dezember nicht gleich wieder kippt, bin ich auch weiterhin recht nett zu mir. Läuft unter gesunder Egoismus und dazu gehört, dass ich mich der Vorweihnachtsolympiade und all ihren Wettkampfdisziplinen verweigere – obwohl ich die Vorweihnachtszeit sehr gerne mag. Aber das soll eben so bleiben…

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#Erfolgs-Coaching für Dummies. 5 Tipps für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Oder: Ja! Auch du kannst es schaffen!!!

#kannSpurenvonIronieenthalten

#mussabernicht

In den letzten Monaten [okay, gelogen… es waren Jahre, aber wer gibt denn das freiwillig zu?!] habe ich mich ein wenig mit Menschen beschäftigt, die anderen Menschen erklären, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen oder lang gehegte Träume in die Tat umsetzen können. Das geschieht oft auf schneeweißen Webseiten, auf denen einem beim Lesen im Sekundentakt rosafarben unterlegte Aufforderungen [„Werde auch du Teil unserer tollen Community!“, „Fordere dein E-Book an, gratis!!!“, „Du willst erfolgreich sein? Dann lass dich von mir dabei unterstützen – abonniere meinen Newsletter!“ etc.] um die Ohren plopppen und es ist auch ein dankbares und lukratives Betätigungsfeld, weil nur wenige von uns ihr Potenzial voll ausschöpfen. Und wer möchte schon freiwillig unter seinen Möglichkeiten leben? Zumal es ja auch gar nicht mehr so leicht ist, einfach unter seinen Möglichkeiten zu leben, wenn einem von allen Seiten „verwirkliche dich selbst“-Tipps entgegengeschleudert werden und „das Netz“  einem die entsprechenden Erfolgsstorys rund um die Uhr frei Haus liefert. Sagt doch mal: Seid ihr zufrieden mit eurem Leben? So richtig? Also ich meine: Steht ihr wirklich jeden Morgen singend und tanzend auf, weil ihr es gar nicht fassen könnt, wie wundervoll und großartig euer Leben ist?! Nein?! Na das muss doch aber nicht sein. Ist heute schließlich einfacher denn je, dem Leben die entscheidende Wendung zu geben. Ihr könntet beispielsweise:

  • Als  digitaler Nomade ein erfolgreiches Onlinebusiness aufziehen, das sich damit beschäftigt, anderen zu verraten, wie sie ein gigantisch gut laufendes Onlinebusiness aufziehen, das monatlich ein fünfstelliges Einkommen generiert, so dass der Mac wahlweise in der Südsee, an der Ostsee oder in der heimsichen Badewanne angeworfen wird. [Macht einen atemlos, nicht wahr? Und das liegt sicher nicht nur an dieser Mordschachtelsatzkonstruktion, an der ich lange gefeilt habe!]
  • Als Mompreneur arbeiten und… ähm… selbst gefilzte Eierwärmer bei Etsy oder Dawanda verkaufen oder – siehe oben – ein total erfolgreiches Onlinebusiness aus dem Boden stampfen.
  • In drei Wochen 100 kg abnehmen – ohne Diät oder sonstigen Verzicht. Der Clou: Ihr esst nur noch dann, wenn ihr Hunger habt und hört auf euren Körper, ich habe das hier schon mal beschrieben – gratis – und sorgt für ausreichend Schlaf.
  • Oder wolltet ihr nicht schon immer ein eigenes Café oder ein Yoga-Studio eröffnen? Einen Blumenladen?!
  • Euch im kreativen Bereich selbst verwirklichen?  Oder anderen dabei helfen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen?

 

Na bitte, geht doch. Und nachdem wir dieses zarte Wunschpflänzchen ans Tageslicht gezerrt haben, wird es Zeit, den Hintern hochzubekommen. Und da, das muss ich jetzt einfach mal so sagen, habt ihr großes Glück, dass ihr mich habt. Denn ich werde euch dabei helfen, diesen Wunsch mit Leben zu füllen. Auch gratis.

Es ist nun zwar nicht so, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, denn wenn ich das getan hätte, hätte ich ja finanziell ausgesorgt und  würde meine Blogposts nicht am Wohnzimmertisch sitzend schreiben, sondern aus einer sanft schaukelnden Hängematte heraus und meine einzige Sorge wäre die, dass mir keine Kokosnuss auf den Kopf knallt. So ist es nicht und das Ding mit der Kokosnuss ist mein kleinstes Problem, viel problematischer ist die Tatsache, dass ich alles gratis verschleudere. Allerdings habe ich diverse Bücher und Blogposts zum Thema gelesen, so dass ich euch guten Gewissens – kostenlos [ich will nicht immer gratis sagen] und total uneigennützig! – an meinem Wissen teilhaben lassen kann, indem ich das gequirlte Blabla mal für euch aufbereite. Also… fertig für den Erfolg? Here we go.

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5 Tipps für erfolgreiche Blogposts + Erfolgsbooster # Dummies

#kann Spuren von Ironie enthalten

#muss aber nicht

Oder: So schnell wird aus SchreibLust der reine SchreibFrust und das meine ich – im Gegensatz zu meinen sonstigen Frotzeleien – wirklich ernst. Habe mich ja neulich selbst beweihräuchert und auch ein Ranking thematisiert, das ich schlichtweg nicht verstehe und ehrlich gesagt auch gar nicht mehr verstehen will! Und weil ich mich mit diesem Blog ja aus Gag selbst ins Ranking eingetragen habe, gab’s auch prompt die erste, der dann monatlich eintrudelnden E-Mails mit Optimierungsvorschlägen. Habe für einen Moment ernsthaft überlegt, das Bloggen gleich wieder sein zu lassen und dieses Blog abzuschießen, denn das optimierte Bloggen hat mit meiner Auffassung vom Bloggen in etwa so viel gemeinsam, wie ein Schwein mit einem Schmetterling. Oder Konservenfraß mit Sternefutter. Gut, werfen wir zuerst mal einen Blick auf die erfolgreichsten Posts des letzten Monats. Das wären…

… laut Analyse…

… und laut meiner eigenen Blogstatistik …

 

5 Tipps für erfolgreiche Blogposts…

Und nun zum Report, der Tipps enthält, um die Reichweite zu steigern, den Content zu optimieren und die Marken­wirkung des Blogs zu verbessern. Und um das für euch noch wertvoller zu machen [ihr wisst ja, Mehrwert ist das Zauberwort für fantastischen Content!], habe ich noch weitere Vorschläge eingepflegt und nicht nur stumpfsinnig den Report hier reingeklöppelt. Orientiert euch also an folgenden Hinweisen, wenn euer Blog durch die Decke gehen soll – aber heult hinterher bloß nicht rum, dass das Bloggen vorher mehr Spaß gemacht hat und dass euch nun die Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Das Leben (eines Erfolgsbloggers) ist schließlich kein Ponyhof.

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Verflixte Tage drehen. Oder: Turn shit into gold.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#mussabernicht

Ich bin ja eine belesene Frau – magazintechnisch gesehen. Und so weiß ich selbstverständlich, was ich tun muss, um Stroh in Gold zu verwandeln – also einen bescheidenen Tag in einen guten zu drehen. Oder um es mal ganz plakativ mit den Worten von Familientherapeutin Virginia Satir auf den Punkt zu bringen: „Turn shit into gold“. Schauen wir uns mal die Ausgangsbasis an. Einen Grottentag, den ich in einen wunderbaren Tag zu verwandeln habe…

  • Werde nachts aus Gründen, die ich hier zum Schutz der Privatsphäre anderweitig Beteiligter nicht nennen kann, mehrmals aus dem Halbschlaf gerissen. Das ist nie eine Basis für einen guten Tag. Nie.
  • Wache daher morgens um 6:45 Uhr äußerst ungnädig gestimmt auf.  Da war doch was… Ein Stimmchen in meinem Kopf, das verdammt nach dem Junior klingt, flüstert: „Der QR-Code von meinem Ticket für die Hinfahrt an die Ostsee wird nicht erkannt. Bist du sicher, dass du beim Umbuchen alles richtig gemacht hast?“ Shit. Stehe senkrecht im Bett. So schnell war ich schon lange nicht mehr wach.

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Heute hauen wir mal auf die Ka… äh… *zensiert*… den Putz.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#danke,ichbrauchekeineHilfe, ichkannmirmeinGrabselbstschaufeln.

[Anmerkung: GK = Großkotzpunkte]

Ich wurde mal von einer Kundin, studierte Germanistin übrigens, [GK+3] dafür gelobt, dass meine Texte so schön rund und in sich geschlossen wären. Hat mich natürlich einerseits sehr gefreut. Andererseits: Ich kann halt nicht anders. Das ist ein Automatismus und demzufolge ist das für mich nichts Besonderes, sondern eine Selbstverständlichkeit. [GK+2] Bis heute. Aber ab sofort gehe ich andere Wege und das fängt mit diesem Post an: Nix mit rund und in sich geschlossen, das wird geistiges Froschhüpfen par excellence werden und wenn ich  mit euch fertig bin, werdet ihr euch fragen: Und was genau wollte sie mit diesem Text sagen? Tja…das weiß ich momentan auch noch nicht so genau, ich fasele einfach mal ein bisschen vor mich hin.

Soll nochmal einer sagen, dass alte Esel nichts Neues lernen oder dass sich Menschen nicht ändern können. Ich kann. Also ich bin willens, der erste Esel zu sein, der… ähm… über sich hinauswächst und der Welt plötzlich erfolgreich suggeriert, dass er gar kein Esel ist. Sondern ein Löwe. Oder eine Glitzerfee. Oder der erste Esel, der eine diplomatische Laufbahn einschlägt. So in der Art. Kluge Leser ahnen natürlich, dass dies Anspielungen auf die Selbstvermarktung und das Netzwerken sind – in beiden Bereichen bin ich ausgesprochen talentfrei. Ich habe es sehr viel mehr mit dem Schreiben – wurde mir von verschiedenen Seiten [ohne Aufforderung meinerseits oder Fishing for compliments] bestätigt [GK+1] und nun habe ich es auch schriftlich. Weil mein Blog nämlich ein „Top 10“-Blog ist!!! [GK+10]

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Kolumne| Mein Leben ist (k)eine einzige Party.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#mussabernicht

Manchmal sitze ich frühmorgens in meinem fair produzierten Negligé aus Bio-Baumwolle [eigener Anbau, selbst gefertigt!] auf dem Balkon, nippe an meinem grünen Smoothie [alles eigene Ernte!] und bin dankbar dafür, dass ich ich bin und dass ich so ein fantastisches Leben leben darf. Okay. Das war ein bisschen gelogen.

Ich trinke Kaffee von Ald… Feinkost Albrecht, trage ein Shirt und mein liebstes schluffiharemshosenähnliches Teil von Hermès…äh… H&M und frage mich gelegentlich in den nicht so dankbaren Momenten, warum ich offensichtlich nicht das Beste aus mir und meinem Leben raushole. Denn wenn ich das täte, wäre ich ja wohl im Dauerpartymodus oder wenigstens… hm… Bundeskanzlerin? Vorsitzende eines Pharmakonzerns? Spielerfrau? Oder Paragraphenreiterin, die Mecklenburg-Vorpommern ein Seilbahngesetzt aufs Auge drückt? Wie es geht, das Beste aus sich und seinem Leben rauzuholen, weiß doch jeder Depp – zumindest jeder Depp, der sich einschlägige Lektüre in Form von Büchern (z.B. „Goddess Attitude“) und Blogs oder lustigen Motivationssprüchlein auf Instagram gönnt. Eigentlich ist nämlich alles total easy und das Leben eine große Party.

Die Essenz meiner „feel good“-Leküre: Stress mit Mann, Kind(ern), Haustieren oder Nachbarn (und deren Kindern und Haustieren) existiert nicht und wenn, bekommst du überhaupt nichts davon mit, weil du von deinen eigenen good vibrations dauerzugedröhnt bist. Krankheiten, finanzielle Sorgen oder andere Probleme suchen dich oder deine Angehörigen aufgrund deiner good vibrations auch nicht heim – es sei denn, du hast einen Fehler in deinem (Denk)System, das ist dann aber wirklich dein Problem. Denn wie bitte? Im Job oder im Privatleben hakt’s? Schuld eigene. Es ist dein Leben, also mach was draus und schaffe dir gefälligst das Umfeld, in dem du so richtig strahlen kannst. Wer dein Strahlen dimmt, wird gnadenlos rausgekickt – dein Leben, deine Regeln, da kannst du keine Miesmacher brauchen. Fühlt sich das zwischendurch vielleicht ein bisschen einsam an, weil du ja alle Störenfriede entsorgt hast? No problem, wenn du richtig gepolt bist, ziehst du bald (wie bald, weiß aber keiner, stell dich auf eine längere Durststrecke ein) die Menschen an, die auch so dauerglückszugedröhnt sind wie du, denn das ist ein universelles Gesetz.

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#So wirst du erfolgreich. Instagram für Dummies.

#kannSpurenvonIronieenthalten

Früher, also vor ca. sechs Monaten, dachte ich, dass es kaum etwas Frustrierenderes geben könne, als via Blog oder Instagram diese High-Fashion-Frauen anzuschauen, die immer „das Richtige“ tragen und – das muss ich neidlos anerkennen – darin auch eine richtig tolle Figur machen.  Dann landete ich bei den Design-Terroristas die sich dem Thema „Wohninspirationen“ verschrieben haben und musste erkennen, dass ich weitaus mehr Problemzonen habe als Kopf (innen), Bauch (außen) und Oberschenkel (auch außen). Ich würde sogar sagen, dass meine Oberschenkel in akzeptablerem Zustand sind als die Küche oder das Bad. Ach was: die komplette Wohnung ist Schrott! (Ja, Wohnung. Kein Haus und kein Loft. Damit fängt’s doch schon mal an…) Nun kann ich verschiedene Körperpartien mit entsprechender Kleidung hübsch einpacken. Was mache ich aber mit der Wohnung?! Ein Couchüberwurf ist nicht das Äquivalent zur Strickjacke und ich bin auch nicht Christo. Was nun? Klare Sache: Ehe ich überhaupt irgendwen zu mir nach Hause einlade, wird mein potenzieller Gast folgende Fragen beantworten müssen:

 

1.Hast du jemals Wohnblogs/entsprechende Instagramfeeds konsumiert?

Ja[ ] Nein [ ]

2.Gaubst du, dass es in der Durchschnittswohnung so auszusehen hat, wie in Blogs/auf Instagram dargestellt?

Ja[ ] Nein[ ] Vielleicht[ ]

 

Lautet die Antwort nicht zweimal NEIN, lautet meine Antwort leider: „Gut. Wir treffen uns im Dönerladen umme Ecke.“ Vorher muss ich allerdings noch mal schnell schauen, was man derzeit so trägt, wenn man eine derartige Location aufsucht. Dönerläden sind ja bei den Fashionistas auf Instagram echt unterrepräsentiert. Sollten auch mal ein paar  PR-Sample raushauen, damit das besser läuft. Oder das Fleisch gegen Tofu austauschen und das Getränkerepertoire um grünen Tee und Smoothies erweitern, um eine neue Zielgruppe anzusprechen.

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#Bloggen für Dummies: 10 beliebte Blog-Kommentare und ihre Übersetzung.

#Text kann eine größere Portion Ironie enthalten.
#oder sogar Spuren von Satire.

 

Es ist ja so eine Sache mit den Worten. Schon Mark Twain sagte: „Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.“ Wohl dem, der mit Worten umzugehen vermag und auch mal in der Lage ist, ihre wahre Bedeutung zu entschlüsseln. Denn zwischen Schein und Sein liegt oft… gemein. 😉

 

  • Situation A: Ihr kennt blumige Beschreibungen in Reisekatalogen, die einem vor Ort die Kinnlade runterklappen lassen? Der „aufstrebende Ferienort“ besteht aus 10 halbfertigen Bettenhochburgen in der Pampa, einer Kneipe, einem Souvenirshop und der „unaufdringliche Service“ im Hotel wirft euch die Brötchen im Vorübergehen auf den Teller und säbelt euch mit Blicken in feine Scheibchen, wenn ihr euch erdreistet zu fragen, warum das Frühstückbüffet um 9 Uhr schon ratzekahl ist.

 

  • Situation B: der klassische Post-Shopping-Kater. Neue Hose oder neues Shirt erbeutet – beides zwar nicht schlecht, sonst wäre es ja im Laden geblieben, aber irgendwas stimmt da trotzdem nicht. Also stellt ihr Fragen. Etwa: „Sag mal Mausefürzchen, sehe ich in dem Shirt irgendwie schwanger aus? Das trägt im Profil schon auf, oder?“ Schweigen. „Ach was mein Zuckerschnäuzchen. Du hast einfach eine weibliche Figur und das liebe ich an dir.“ Funktioniert selbstverständlich auch andersrum. „Zuckerschnäuzchen, findest du, dass meine Haare dünner geworden sind?“ Schweigen. „Dünner? Nein, ist mir nicht aufgefallen. Aber sag mal, wie findest du die Frisur von Pep Guardiola? Die würde dir sicher richtig gut stehen. Du bist der Typ dafür.“ 

 

Das hat rein gar nichts mit einer faustdicken Lüge zu tun!

 

Es ist mehr der alltägliche und sehr  kreative Umgang mit der Wahrheit durch die großzügige Verwendung von sozialem Schmierstoff [auch bekannt als: der gemeine Schleim] und das Zurechtbiegen bzw. Ignorieren von potenziellen Problembären. 

 

Das ist im wahren Leben so – und es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass es auch in der Bloggerwelt gilt. Also, theoretisch, nicht wahr? Praktisch wäre es natürlich ein Skandal. Aber spielen wir das doch mal weiter durch und schauen, wie zurechtgebogene und mit gemeinem Schleim behandelte Kommentare aussehen könnten. Vielleicht wie folgt…