Über ein Rattenrennen, das niemand gewinnen kann, der damit kein Geld verdient.

Je mehr ich mich mit Medien befasse, deren Zielgruppe Frauen meines Alters sind, desto öfter werde ich mit folgender Überlegung konfrontiert: „Was machen lassen“ oder nicht? Und gemeint sind logischerweise nicht längst fällige Renovierungsarbeiten Küche oder Bad betreffend, sondern Restaurierungsarbeiten am eigenen Gesicht. Denn was auch immer ich lese: die Botschaft lautet nie, dass ich gut genug bin – im Gegenteil. Je älter ich werde, desto dringender, so wird mir suggeriert, muss ich was an mir und mit mir machen, um nicht vollends zu verfallen. Manche arbeiten da ganz klar mit der unmissverständlichen Ansage „Lifting, Botox, oder…? Was Beauty-Docs ihren Freunden raten“ (da sind sie wieder, die Freunde). Andere setzten – vorerst – auf die Kraft von Seren und Cremes oder Liftingfluids und lassen Damen (zwischen 53- 73 Jahre) zu Wort kommen, die wunderschöne Sachen sagen. Etwa: „Jahre zählen weniger als die Körpersprache“ oder „Forever young ist für mich nicht erstrebenswert. Ich finde, dass Frauen in jedem Alter schön sind und Schönheit nicht von straffen Gesichtskonturen oder von einem schlanken Körper abhängig ist“. Anderswo lassen mich Frauen, die natürlich altern wollen, an ihren Schönheitsgeheimnissen teilhaben. Hoch im Kurs stehen: vegane Ernährung oder Clean Eating sowie Verzicht auf Zucker, Kohlenhydrate, Weizen und Gluten (obwohl es da keine Unverträglichkeit gibt). Ich würde mich nicht wundern, wenn mir plötzlich eine erzählt, dass sie vor 10 Jahren das Lachen eingestellt hat, weil das Lachfalten macht.  Und irgendwann stellen wir vielleicht noch das Denken ein, damit das Hirn nicht verschleißt. Mannmannmann…

Auch nicht wirklich hilfreich ist es, wenn Medien angesichts einer Frau, die mit Mitte 40 noch faltenfrei ist – siehe Anastasia Zampounidis, die übrigens vor Jahren Zucker von ihrem Speiseplan gestrichen hat – schier hyperventilieren. Ja, Frau Zampounidis sieht toll aus. Aber Entschuldigung?! WIE sollen wir mit 47 Jahren und einem halbwegs intelligenten Lebenswandel denn aussehen? Wie ein Shar Pei?! Muss gestehen, dass das alles nicht spurlos an mir vorübergeht und ich beim Blick auf Frau Zampounidis sogar schon überlegt habe, ob ich nicht mal konsequent auf Zucker verzichten sollte. Bisher kam mir aber immer irgendwas dazwischen – im Zweifelsfall ein Schokoriegel oder eine Marmeladenbrot.

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Von Models, Gigi Hadid und der angesagten Währung namens Follower.

Was haben die Kassiererinnen beim Möbelschweden und Models gemeinsam? Beiden geht es an den Kragen. Das Einkaufserlebnis im gelb-blauen Möbelhaus wird ja seit geraumer Zeit um eine weitere Facette ergänzt, denn nun können die Kunden beim Zusammenwürfeln des Hot Dogs nicht nur testen, ob ihnen möglicherweise eine Tätigkeit in der Systemgastronomie zusagt, mittlerweile lässt sich anhand des eigenhändigen Einscannens von Duftkerzen und Billy-Regalen auch überprüfen, ob die Arbeit an der Kasse eine Option wäre. Die Frau an der Kasse indes wird somit überflüssig.

Und nun geht’s auch noch den Models an den Kragen! Bisher waren die ja durchaus nötig, um Posts/Artikel ansprechend bebildern zu können, denn wir wissen: Im Netz ist ohne Bild nix los. Doch nun graben ihnen die Laien das Wasser ab. Und während die Laienmodels von der Brigitte so schnell in der Versenkung verschwanden, wie sie aufgetaucht sind, schreiben ihre Onlineschwestern eine Erfolgsgeschichte, die sogar die schreibende Zunft beeinflusst. Denn nie war es leichter, neue Beiträge zu erstellen, ohne sich über die begleitenden Fotos groß den Kopf zerbrechen zu müssen. Einfach ein wenig auf Instagram rumsurfen, sich interessante Bilder angesagter Fashionistas borgen und dann lediglich noch ein bisschen Text klöppeln – fertig. Wichtig: Das Copyright zwar ungebedingt angeben, verlinkt wird aber lediglich innerhalb der eigene Seite, damit die Leser nicht abspringen. Sollen Neugierige halt selbst die Suchmaschine betätigen.

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Queen of the Presswursthöschen…

Spanx, Shapewear, Presswurstunterwäsche – da hat jeder eine Meinung zu. Ich auch. Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich fröhlich rumkrakehlte, dass mir diese Presswurstwäsche nicht ins Haus kommt, weil ich von dieser  Schummelei nichts halte. Interessante Aussage von jemandem, der sich die Haare färbt und sich in Nudetönen schminkt, damit er wie ungeschminkt aussieht. Und somit seinen Teil dazu beiträgt, dass die Mode- und Schönheitsindustrie Quadrillionen mit uns verdient, weil wir uns ja zeigen wollen, wie wir sind – halt nur in optimierter Form.

Woher der Sinneswandel? Wurde mir frei Haus geliefert. Gemeinsam mit einem knielangen, auf Figur geschnittenen schwarzen Jersey-Tunikakleid. Was für ein fieses Teil! Das verzeiht nicht nur gar nichts, sondern ist gewissermaßen die Heidi Klum in meinem Kleiderschrank – der Stoff gewordene Makeldetektor, der sofort Alarm schlägt. Es ist grausam. Ein BH-Träger, der einschneidet? Oder ein noch nicht endgültig verstoffwechseltes Mittagessen? Spot an und Aufmerksamkeit, wem keine Aufmerksamkeit gebührt! Naheliegender Gedanke? Natürlich nicht „Schick das Teil zurück!“. Sondern „Hm… wenn du das – oder besser gesagt: dich – ein bisschen optimieren könntest, so hier und da… dann würde das viel viel besser aussehen.“ Tja… wie war das? Von wegen, ich verbiege mich doch nicht, um in meine Klamotten zu passen und die ideale Klamotte schmeichelt mir?!? Goodbye Stolz  – hello Presswursthöschen.

Presswurst? Nö. Nur Wasser und Sport…

Die normale Frau spricht natürlich nicht über ihre geheime Affäre mit Presswurst &Co. Und die Promi-Frau setzt nochmal eins drauf und erzählt stattdessen was von  guten Genen, hartem Training, einem waaaaaahnsinnig tollen Couturier und einem guten Draht zur Schwerkraft und so. Aber ich bin halt nicht normal. Also Zeit fürs Outing. Und somit bekenne ich: Ich trage gelegentlich eine Shapewearehose oder ein Shapewearkleidchen und ich gebe beides nicht mehr her! Nie wieder! Die Hose ist superbequem und im Gegensatz zu allen Horrorstorys, die da kursieren, kann ich in dem Teil atmen, essen und mich auf bequem auf der Couch rumlümmeln. Im Kleidchen ebenso. Ich liebe meine Formwunder, weil sie mich in manchen Situationen einfach besser aussehen lassen, ich mich „gut eingepackt fühle“ und die Laune an diesen blöden „Ich fühle mich wie ein gestrandeter Wal“-Tagen vom Keller in den 1.Stock steigt. Allerdings versuche ich auch nicht, mich einige Konfektionsgrößen kleiner zu quetschen und aus der 38/40 eine 32/34 zu machen. Schon möglich, dass einem das die Luft abschnürt. Ich trage mit meinen Presswurstklamotten eine optimierte 38/40 und das ist absolut in Ordnung so. Vor allem bekomme ich halt auch keinen Nervenzusammenbruch, wenn ich die Teile  ausziehe, da Wunsch und Wirklichkeit eben nicht sooo weit auseinander liegen. 😉

 

Die Preisfrage

Die Preise der formenden Teile variieren beträchtlich. Hatte mich im vergangenen Jahr auf der Suche nach einem hochgeschnittenen Höschenmodell mit angesetztem Bein durch verschiedene Shops geklickt und bin dabei auf eine Bandbreite von ca. 9 – 50 € gestoßen. Dem Preis geschuldet ist meine Zauberunterbüx nicht das Original, sondern die günstige Variante von C&A, von der ich eigentlich nicht allzu viel erwartet hatte. Was soll man schon von einem 12€-Teil erwarten?! Aber siehe da: Passform perfekt und Formstabilität und Langlebigkeit mehr als zufriedenstellend. Ich bin wirklich begeistert – wenn ich nicht überlege, wie die Hose wohl hergestellt sein worden mag.

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Food| Wer is(s)t eigentlich noch normal?

Mal angenommen, ich habe ein Glas vor mir, in das ich Wasser aus einer Karaffe gießen möchte. Ich möchte viel Wasser ins Glas gießen. Nämlich mehr Wasser, als das Glas fassen kann. Wie trickse ich das blöde Glas  also aus?!

  • Ich überliste das Glas, indem ich das Wasser zur Hälfte mit Apfelessig verdünne oder Zitronensaft und Cayenne Pfeffer reinschütte.
  • Ich putze das Glas feinsäuberlich mit Glasreiniger, nehme  anschließend die Karaffe, mit der ich dreimal gegen den Uhrzeigersinn um den Tisch renne – und fülle dann das Glas, während ich magische Beschwörungsformeln murmele.
  • Ich nehme kein normales Wasser. Nur das, was in einer regnerischen Vollmondnacht von den Blättern eines Ausbacher Rotapfelbaums tropft – weil davon am meisten ins Glas passt.

Gebe zu, dass der Vergleich zwischen Körper und Glas hinkt, aber ihr versteht sicher, worauf ich hinauswill. Nachdem ich in den vergangenen 20 Jahren diverse Ernährungskonzepte ausprobiert habe, geht mir nämlich das Licht auf, dass sich mein Körper doch nicht in dem Maß für blöd verkaufen lässt, wie es mir lieb ist. Es ist ihm egal, ob ich morgens wie ein König frühstücke und das Dinner cancele oder mich mit Lebensmitteln vollstopfe, die Stoffwechsel und Fettverbrauch ankurbeln sollen. Und es scheint, als läge der Mann an meiner Seite – der in seinem Leben noch nie ein Diätbuch oder einen „Achtung! Neue Wunderdiät! Essen Sie dreimal so viel wie zuvor, aber die richtigen Lebensmittel, und werden Sie so schlank, dass Sie sich in Luft auflösen!!!“-Artikel gelesen hat, gar nicht so falsch.

Eigentlich alles ganz easy: Iss nur, wenn du Hunger hast…

 

Er sagt nämlich sinngemäß: „Iss nur so viel, wie dein Körper benötigt – anderenfalls musst du den mit der Nahrung zugeführten Energieüberschuss mit Sport abarbeiten oder du setzt Fett an.“ Als jahrelang von Frauenzeitschriften geprägtes Etwas kann ich da natürlich nur entgegnen: „Totaler Schwachsinn! Du hast doch überhaupt keine Ahnung. Wenn das so einfach ist, warum gibt es dann so viele Diätbücher, Diätfarmen, Abnehmpillen, Fett-weg-Cremes und Superfoods?“ Dazu sagt er nie was. Aber er rollt mit den Augen…

Iss nur so viel, wie du benötigst, eigentlich ganz einfach. Gäbe es da nicht ein klitzekleines Problem: Meine Seele benötigt gelegentlich völlig andere Dinge als mein Körper! Sie schreit eigentlich auch so gut wie nie nach Gemüse oder Obst. Eher nach Schokolade und Pommes. Und über die Menge, die meine Seele verdrücken kann, will ich gar nicht reden. Meine Seele hat sehr viel Hunger. Wenn sie wütend oder frustriert ist, traurig, einsam, genervt oder ihr eine Regenwolke auf den Kopf gefallen ist oder was weiß ich. Es ist also nicht ganz so einfach, nur dann zu essen, wenn man Hunger hat. Und es war ein nicht so leichter Weg, wirklich nur noch dann zu essen, wenn der Hunger nicht seelengesteuert ist. Manchmal führt mich meine Seele immer  noch aufs Glatteis, aber seltener als zuvor. Und wenn ihr der Sinn mal nach Apfeltaschen (Plural), Schokolade oder Currywurst mit Pommes steht, dann bekommt sie das halt mal und der Kopf („Aber das ist total ungesund! Denk an deinen Cholesterinspiegel!!!“) hat Pause.

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Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…

Dass der britische Starkoch Jamie Oliver (41) ein Herz für Kinder hat und sehr kreativ ist, lässt sich nicht leugnen. Denn im August kann der 4-fache Vater erneut unter Beweis stellen, dass er und seine Frau Jools (41) ein Faible für eine… na nennen wir es mal unkonventionelle Namensgebung haben. Mit ihnen freuen sich nämlich Poppy Honey Rosie (14), Daisy Boo Pamela (12), Petal Blossom Rainbow (6) und Buddy Bear Maurice (5) auf den Familienzuwachs. [Edit 24.8: Der Familienzuwachs ist mittlerweile auch da und hört auf den kreativen Namen River Rocket.]  Wer Jamie nun allerdings aufgrund dessen bei den überkandidelten Promis verorten möchte, liegt falsch. Denn der Mann hat eine Mission und so schreibt er auf seiner Seite Jamie’s Food Revolution:

„Access to good, fresh, nutritious food is every child’s human right, but currently we’re failing our children. Millions of kids are eating too much of the wrong food, while millions more don’t get enough of the good stuff to let them grow and thrive. We need to unite as one strong, single voice to force governments and businesses to create a healthier, happier world for the future. “

Davon sind wir noch weit entfernt. Denn in Entwicklungsländern leiden 162 Millionen Kleinkinder an chronischer Unterernährung, während andererseits laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 41 Millionen Kinder fettleibig sind. Aus diesem Grund rührt Jamie nicht nur alljährlich kräftig die Werbetrommel für den von im initiierten Food Revolution Day, der das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung schärfen soll. Er legt auch anderweitig soziales Engagement an den Tag.   „Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…“ weiterlesen

SocialMedia| Manche leben, andere folgen nur…

Offenbar habe ich mir in den letzten Wochen zu wenig Hirnfutter gegönnt, denn als mir die aktuelle myself (Juli 2016) in die Hände fiel, kam ich gewaltig ins Grübeln. Gebe zu, dass es durchaus ein bisschen tragisch ist, dass der Sohn über Emilia Galotti und anderen Trauerspielen… ähm… Klassikern brütet, während mein Hirn schon bei Frauenzeitschriften  raucht, aber darüber zerbreche ich mir dann morgen den Kopf. Grübelauslöser war der Artikel „…und das soll Arbeit sein?“, in dem es um Instagram geht. Genauer gesagt: Um Frauen, die ihr makelloses Leben inszenieren und zu einflussreichen Werbebotschaftern (Influencern) werden. Zu diesen Influencern gehört beispielsweise Nicole Warne, die hauptberuflich ihre Social-Media-Kanäle pflegt und Markenbotschafterin für namhafte Unternehmen (u.a. Chanel, L’Oréal) ist. Nicole, deren druchkomponierter Account Bilder zeigt, die es ohne Überarbeitung mühelos in jedes Hochglanzmagazin schaffen würden, hat noch einen Job. Im Artikel heißt es:

 

 „Ihr Job ist, das Leben zu führen, von dem ihre Follower träumen.“ 

 

Und das bringt mich ins Grübeln. Warum soll ein fremder Mensch das Leben führen, von dem ICH träume? Was habe ICH davon, außer ein paar schönen Bildchen, die mich mal kurz meinen Alltag vergessen lassen, der durchaus ein bisschen mehr Glitzer und Feenstaub vertragen könnte? Ich mag und nutze Instagram und lasse mich gerne mal inspirieren. Und überlege dabei tatsächlich, ob dieses oder jenes was für mich wäre – dann muss ich allerdings den Allerwertesten auch in Bewegung setzen und das klappt mal mehr und mal weniger gut. Was bei mir leider(?) gar nicht funktioniert ist der Gedanke: Ich kaufe jetzt alles, was meine Social-Media-Ikone trägt, dann bin ich ein bisschen so wie sie. Nein. Bin ich nicht und da mache ich mir auch nichts vor. Ich bin weiterhin ich – dann aber vielleicht mit einer neuen Creme oder einem Paar (oder ein paar mehr) Schuhe(n), in denen ich durch mein altes Leben latsche und dabei ständig mein Smarthpone in der Hand halte. Weil ich ja schauen muss, vor welcher Sonnenaufgangskulisse (Indien? Hawaii? Fehmarn?) mein kleiner, (m)ein ideales Leben lebender  Influencer seine Yogaübungen macht und auf welcher Dachterrasse er seinen Cocktail schlürft. Blöderweise muss ich mich aber auch still nach innen freuen, weil es hier nämlich niemanden gibt, mit dem ich über das reden kann, was mein Lebensstellvertreter erlebt. Meine Umgebung möchte nämlich über den Brexit reden oder über den nächsten Urlaub (nicht Indien oder Hawaii, eher Fehmarn, wenn überhaupt), über Erziehung oder über verstopfte Straßen und Bekloppte, die sich bei Hitze nicht mehr an die StVO halten können. Pfft. Sehr unglamourös.

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Beauty| Ewige Jugend? Ist doch alles Banane.

Sagt euch Masako Mizutani was? Nein? Dann werdet ihr eines Tages vermutlich ganz schön alt aussehen. Die 47-jährige Japanerin kennt nämlich offensichtlich das Geheimnis ewiger Jugend – wenn ihre Fotos tatsächlich nicht bearbeitet wurden, woran ich manchmal meine Zweifel habe. Masako, neben der ihre 20-jährige Tochter beinahe alt aussieht [ja, so ist das, da habe ich Schusselkopf mich ausnahmsweise mal nicht vertan], gilt in Japan als „Die Frau der ewigen Jugend“. Und sie verrät uns netterweise ihre Schönheitsgeheimnisse:

  • gesunde Ernährung
  • viel Wasser (2l/Tag)
  • viel Schlaf

Und nun beißen wir erstmal alle gemeinsam in die Tischkante.

Besser? Schön. Gute Gene hat sie auch noch, die Frau Mizutani, es ist nicht zum Aushalten. Und darüber hinaus widmet sie sich 5 Stunden am Tag der Hautpflege, was die Frage aufwirft, wie das mit „viel Schlaf“ harmoniert? Haben japanische Tage auch nur 24 Stunden? Eigentlich wollte ich schon genervt wegklicken, da stieß ich auf Masakos ultimatives Schönheitsrezept. Sie schwört auf…

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How to| Stöckeltraining mit Camilla und dem Schuhgott, der was gegen kleine Frauen hat.

Es gibt Dinge, die schlichtweg rätselhaft sind. Meine Lesegewohnheiten etwa. Sind bisweilen sehr seicht und erschließen sich ehrlich gesagt nicht mal mir selbst – ich hinterfrage das aber auch nicht mehr und nehme es, wie es kommt. Und so griff ich logischerweise zu, als mir vor einiger Zeit auf dem Grabbeltisch ein Buch in die Hände hüpfte, das von Englands Fashion-Expertin stammt, die angeblich glamourös wie Kylie Minogue oder Gisele Bündchen und stilsicher wie Carrie Bradshaw ist. Und wenn das Buch dann auch noch ein paar Worte von Manolo Blahnik zum Thema „Wie finde ich den passenden Schuh“ enthält… ja dann greife ich doch zu. Ehrlich gesagt hegte ich ja auch die Hoffnung, dass dem Buch vielleicht ein Gutschein für ein Paar Manolos beiliegt, aber dem war leider nicht so. 😉

Okay, wenden wir uns dem zu, was im Buch enthalten ist und das sind Tipps, wie frau in Heels nicht nur eine gute Figur macht, sondern auch laufen kann. Das geht mir nämlich völlig ab und seit dem letzten Verstauchungsdrama habe ich ehrlich gesagt auch keine Absätze mehr getragen. Fange also quasi wieder bei null an.

1. Was vom Schuhgott…

Den Anfang des Stöckeltrainings machen dummerweise ein Paar Manolos, denn diesen Schuhen kann, was Aerodynamik, Ästehtik und Bequemlichkeit angeht, sonst niemand das Wasser reichen – so Morton, die es wissen muss. Weil sie in Heels quasi joggen geht und mit Sicherheit mehr Modelle auspobiert hat, als ich das bis zum Rest meines Lebens tun werde. Die Worte vom Schuhgott himself finde ich allerdings nicht besonders hilfreich.

Merke: Wer in High Heels läuft, muss das nicht perfekt tun. Gerade das Chaotische und Unsichere hat für ihn Charme und Camilla Morton verzauberte ihn, als sie in ihren Heels stolpernd und wackelnd herumeierte.

Hm… sie verzauberte ihn, weil sie nicht in der Lage war, gescheit gradeaus zu gehen? Bei aller Liebe, aber was raucht der denn?! Nebenbei gesagt ist mir der Maestro nach einem Interview im Stern ohnehin ein bisschen… nun ja … unsympathisch. Tut mir ja auch leid, aber wie soll ich [1,62m klein] jemanden mögen, der auf die Feststellung, dass seine Schuhe „Kleine Frauen größer machen“ folgendes angwortet:

Uuh, nein, das finde ich schrecklich ordinär. Wenn kleine Frauen hochhackige Schuhe tragen, womöglich noch Plateauschuhe – ein Albtraum! Ich sehe meine Schuhe an großen, dunkelhaarigen Frauen wie Claudia Cardinale.“ [1]

Sehr selbstlos dass er sie trotzdem an Zwergenfrauen verkauft, seine Schuhe. Wenngleich für mich gilt: Lieber Herr B., kannst deine Schuhe behalten. Nach dem Kommentar erst recht, passt mir aber auch besser ins Budget. Ist allerdings schon sinnvoll, einen Schuh zu wählen, bei dem Absatzhöhe und die Absatzform mit den Proportionen der Trägerin harmonieren [sprich: Fußballerwaden und Stiletto sind eher ungünstig und ein Kopf größer als die Bordsteinkante – so wie ich – und Wolkenkratzerheels… das kann auch eher lächerlich aussehen], weil eben nur Kylie oder Carrie alles machen dürfen, ohne den Clown zu geben. Aber deswegen alle zu kurz geratenen Stöckelmäuse vor den Kopf stoßen? Schlechter Stil. Dennoch gibt’s noch einen Styling-Tipp von Manolo, der für mich allerdings unter Allgemeinwissen läuft: Zwei schwarze Kleider und mindestens 20 Paar Heels (natürlich seine, nehme ich an) à mindestens 9cm – mehr braucht frau nicht, um gut auszusehen. Gut, wenden wir uns den hilfreichen Tipps von Camilla zu, die meines Wissens nach kein Problem mit kleinen Frauen hat…

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Food| Über Matcha und andere Superfoods…

Trendwellen schwappen ja erst eine Weile durch die Gegend, ehe sie mich erfassen – wenn sie mich denn überhaupt erfassen. An Matcha kommt allerdings kaum jemand vorbei, der sich für Schönheit, Gesundheit und Detox [so man denn daran glauben möchte] interessiert . Außerdem soll der Tee beim Abnehmen helfen, da er aufgrund der enthaltenen Catechine angeblich den Fettabbau unterstützt.  Darf man der Yellow Press glauben, schwören Stars wie Mila Kunis oder Liv Tyler auf das grüne Zeug – was für mich allerdings ehrlich gesagt keine Werbung ist. Im Gegenteil: Schon mal von einem Hollywood-Sternchen gehört, das durch seinen gesunden Lebenswandel und sein liebevolles Verhältnis zu seinem eigenen Körper in die Schlagzeilen geriet? Eben. Und ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die Damen Kunis und Tyler ohne Matcha nun gleich zum Moby Dick werden würden. Warum habe ich das Matcha-Zeug dann gekauft? Ganz ehrlich? Ich habe keine Ahnung. Ich wollte mir und meiner Gesundheit einfach mal wieder was richtig Gutes gönnen und es kam mir ein bisschen zu profan vor, einfach nur Äpfel und grünen Salat zu essen. Das ist nicht Gesundheit 2.0, sondern… äh… Steinzeit?! Völlige Lifestyle-Verweigerung?! Da kann ich ebenso gut in Fake-Chucks (10€, Deichmann), meiner 10 Jahre alten Yogahose (vom Kaffeeröster, hält besser als das fünfmal so teure Markenteil) und meiner Etro-Tasche, an der noch das Ubup-Schildchen (Secondhand) baumelt, in der Bar vom Waldorf Astoria aufschlagen und ein Dosenbier ordern.

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Alt? Sind immer nur die anderen…

Habe neulich ein knapp 15 Jahre altes Foto verschickt. Das passt schon, dachte ich. So sehr habe ich mich ja nicht verändert, nur die Haare sind ein bisschen kürzer und widerborstiger. Und kaum, dass ich das Foto abgeschickt hatte, schüttelte ich über mich selbst den Kopf. Ein 15 Jahre altes Foto? Ernsthaft? Was ist denn da in mich gefahren?! Okay, ich konnte so schnell kein aktuelles, wenigstens semi-professionelles Foto aus dem Hut zaubern. Nur die üblichen, mit dem Smartphone geschossenen Selfies mit dem blöden Kleiderschrank im Nacken, weil es hier in der Wohnung halt einfach kaum einen Platz gibt, der für Shootings taugt. Aber 15 Jahre?

Alter ist, was du draus machst…

Mit meiner sehr optimistischen Alterswahrnehmung befinde ich mich in guter Gesellschaft. Nehmen wir Madonna, die nicht nur jünger aussieht, sondern sich auch so fühlt und sich überhaupt nicht darum schert, was Frauen „ab einem bestimmten Alter“ zu tun und zu lassen haben: „Ich halte mich nicht an die Regeln. Das habe ich nie, und ich werde damit auch nicht anfangen.“ Besser ist das, denn dieses gelebte Statement hält jung und wer käme schon darauf, dass Frau Ciccone mittlerweile 57 Jahre alt ist? Klar gelten im Showbiz andere Regeln, doch fühlen sich Menschen mit zunehmendem Alter erstaunlicherweise tatsächlich jünger. Eine großangelegte Längsschnittstudie, durchgeführt vom Max-Planck-Institut und der Universität Michigan, brachte zutage, dass sich die betagten Teilnehmer im Schnitt 13 Jahre jünger fühlten. Selbst der Blick in den Spiegel konnte daran nichts ändern, wenngleich er für einen kleinen Dämpfer von drei Jahren sorgte – aus den gefühlten 13 also nur noch 10 Jahre machte. Interessant hierbei übrigens der geschlechtsabhängige Unterschied. Die Männer hielten sich im Schnitt für 4 Jahre jünger. [1] 

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