Das Ja-Experiment…

Wie ein kleines Wort dein Leben ändern kann!“ und wie dich ein eigentlich amüsantes Buch in einer Tour darüber nachdenken lassen kann, was für eine blöde und durch und durch langweilige Kuh du doch bist. Preisfrage: Wovon könnte ein Buch handeln, das den Namen Das Ja Experiment trägt? Ja, da gerät das Hirn ins Rotieren, denn das ist eine wirklich schwere Frage, ich weiß.

Das Ja-Experiment ist ein typischer Fall von „instagramamademebuyit“, denn ohne Instagram hätte ich nicht gewusst, dass Shonda Rhimes [Schöpferin von Grey’s Anatomy, Private Practice oder Scandal] ein Buch geschrieben hat. Wäre mir ehrlich gesagt  auch egal gewesen, denn ich habe keine dieser Serien länger als ein paar Folgen angeschaut – wenn überhaupt. Mit Arztserien kann man mich jagen, da kollabiert der latent in mir schlummernde Hypochonder und alpträumt von Excalibur-großen Eiszapfen, die ihn heimtückisch erdolchen oder von todbringenden Krabbelviechern, die sich durch den Verzehr einer exotischen Frucht [Mango, Banane?] häuslich in seinem Inneren einrichten, ihn langsam von innen her aushöhlen und irgendwann,wenn nur noch eine Hülle übrig ist… na lassen wir das. Ihr seht also, dass es in unserer aller Interesse ist, dass ich keine Arztserien anschaue und nun lasst euch den Obstsalat schmecken.

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Gelesen| Der Berliner Stil: (k)ein Verriss. Oder: Sind wir nicht irgendwie alle Französinnen?

#kannSpurenvonIronieenthalten

Und: Warum ich keine echte Berlinerin bin. [Oh mein Gott, ich habe es wirklich nicht gewusst!!!] Irgendwann ist immer das erste Mal und nun hat es tatsächlich ein Buch geschafft, mit einem Satz bei mir untendurch zu sein. In „Der Berliner Stil“ heißt es in der Einführung „Die neue Berlinerin“:

Die meisten Berliner sind „Zugezogene“. So wie ich […]

Ach ja? Ist das so? Und nun soll ich mir  *arroganter Großstadtzickenmodus an* von einer Zugezogenen [sorry, ich habe das nicht ins Spiel gebracht, hätte ich von mir aus auch nie getan!] erklären lassen, wie „wir Berliner“ modisch ticken? Es ist mir wohl bewusst, dass es an Majestätsbeleidigung grenzt, das zu schreiben, weil die Autorin eine große Nummer ist und Berlin kennt wie kaum eine andere. Aber ich darf ja wohl ein bisschen biestig werden, wenn ich erfahre, dass ich Frau Taschens Style Guide zufolge keine echte Berlinerin bin, [und glaubt mir: nach 44 Jahren, in denen ich mich für eine gebürtige Berlinerin hielt, ist das ein echter Schock! Gut möglich, dass ich ein sehr persönliches Buch schreiben muss, um dieses Trauma zu verarbeiten!] , denn merke: „Die Berlinerin geht ungeschminkt, sie trägt allenfalls roten Lippenstift. Ihr Blond kommt aus der Sprühflasche…[…]“

Arschkarte. Ich bin nicht blond und ich besitze keinen Lippenstift. Auch keinen roten. Nur Lipgloss. Und ich benutze immer BB-Creme, Mascara und Kajal, wenn ich aus dem Haus gehe. Schon habe ich eigentlich keine Lust mehr, das Buch zu lesen. Tue ich aber trotzdem, weil ich es bezahlt habe [warum eigentlich?! Andere bekommen Rezensionsexemplare!]  und wenigstens mal einen Blick reinwerfen möchte und weil es ja leider auch stimmt. Denn: Gebürtige Berliner sind in der Minderheit und jeder zweite wurde woanders geboren. Und so viele tolle Rezensionen auf amazon und in diversen Blogs können ja auch nicht irren. Oder?

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Gelesen| Neuland, zweiter Versuch – Ildikó verzeih mir!

Anfang des Jahres habe ich mir „Neuland“ von Ildikó von Kürhty gegönnt und die anschließende Rezension ziemlich biestig mit „Wenn Garfield eine Gazelle sein möchte“ betitelt, weil ich das Buch einfach nur dämlich fand. Tja. Würde ich so nicht noch mal schreiben. Warum? Weil die Lebenssituation, in der ich das Buch erneut gelesen habe, eine andere ist. Damals hatte ein enges Familienmitglied gerade einen Schlaganfall erlitten, der dummerweise auch noch zu spät als solcher erkannt wurde, und es stand in den Sternen, wie es danach weitergehen würde. Es waren für alle Beteiligten bescheidene Monate. Sehr bescheidene Monate. Und als hübsche Dreingabe hatte ich mir tags vor dem Schlaganfall auch noch heftig den Fuß verstaucht, vermute ich mal, hatte aufgrund der Situation allerdings weder die Zeit noch den Nerv, um zum Arzt zu humpeln, was rückblickend betrachtet sicher eine eher blöde Entscheidung war. Aber shit happens. Merke: Über Pseudoproblemchen [„Meine Haare sitzen nicht, mimimi…“, „Meine Ü40er-Oberschenkel sehen so Ü40 aus“, „Ich wäre ja lieber Usain Bolt als Garfield – fressen möchte ich aber weiterhin wie Bud Spencer“ oder „Wie kann ich zum ätherisch-erleuchteten Elfchen werde, ohne was an mir zu verändern?“] liest es sich halt besser in Situationen, die nicht von echten Problemen überschattet werden. Das sagte sogar die Autorin selbst und zwar am 16.02.16 bei Thadeusz [Klick zur Talkshow]:

„So einen Selbstoptimierungsparcours, wie ich ihn gemacht habe, den kann man sich ja nur leisten, wenn man keine existenziellen Nöte auszustehen hat. Wenn man selbst oder Geliebte schwer erkrankt sind oder man nicht weiß, wovon man leben soll, dann braucht man sich das Buch nicht zu kaufen. Das wäre dann zynisch.“  [Min. 19:23].

Wahre Worte, die ich bestätigen kann. Es liegt also an euch, ob ihr bereit für dieses Buch seid oder nicht, das war mir vor dem ersten Lesen allerdings nicht klar. Das erklärt aber mit Blick auf die Rezensionen auch, warum „Neuland“ so dermaßen polarisiert. Also: Wenn ihr gerade keine echten Probleme habt und es euch gelingt, das Weltgeschehen mal für einen Moment auszublenden und ihr noch ein recht kurzweiliges Buch für den Sommerurlaub sucht, dann begleitet einfach Ildikó von Kürthy auf ihrem Weg der sehr speziellen Selbstverwirklichung.

„Kommt da noch was, oder war es das jetzt? Das Begleitbuch für alle, die Sehnsucht haben, aber nicht genau wissen, wonach. Die Hälfte des Lebens ist vorbei, und es ist noch nicht zu spät. Aber wofür eigentlich: Selbstverwirklichung, Gelassenheit, Idealgewicht? Ist jetzt die Zeit für einen Neuanfang, für ein großes, vielleicht letztes Abenteuer? Oder doch nur für eine Probestunde Pilates und einen anderen Nagellack? […] Neuland ist ein einzigartiger Selbstversuch, bewegend und komisch. Ein Mutmacher für alle, die ihr Leben verändern wollen. Und ein Versprechen: Nachher ist nichts mehr so, wie es mal war.“ (Klappentext)

Ich habe Tränen gelacht, immer wieder mit dem Kopf genickt, weil sie mir aus der Seele schreibt, fühlte mich das eine oder andere Mal böse ertappt und habe eine Passage nach der nächsten mit Klebezetteln markiert, um sie hier zu verbloggen – bis mir auffiel, dass ich dann fast ein Dreiviertel des Buches hätte abtippen können, was natürlich nicht im Sinne der Autorin wäre. Darum hier eine sehr subjektive Auswahl meiner Lieblingspassagen, die morgen schon wieder anders aussehen könnte.

Über das kurzfristige Ergrauen zu Recherchezwecken: Grau zu werden ist nicht nur eine Frage der Farbe. Es ist eine Frage der Haltung, der Persönlichkeit, und es ist ein ziemlich schwerer Abschied davon, jünger auszusehen, als man ist, so als gäbe es eine unaussgeprochene Verpflichtung, jünger auszusehen, als man ist. Nicht färben ist ein bisschen wie nicht trinken, wie nicht abnehmen wollen oder nicht bei Facebook sein. die einen reagieren mit Mitleid, die anderen mit Bewunderung – irritiert sind alle. Denn wer aus der Reihe tanzt, führt allen anderen allzu deutlich vor Augen, dass sie in der Reihe tanzen. Und das mögen Leute nicht, sich sich als Individuen sehen und auf keinen Fall normal sein wollen. (S.86)

Über das Entschlacken und die Idee, sich neu zu erfinden: „In der Werbung für den Lanserhof heißt es: „Hier können Sie sich neu erfinden“. Ein wohlklingender Quatsch, an den ich hatte glauben wollen. Verreisen, entschlacken und dann im Gepäck ein neues Ich mitbringen wie ein hübsches Souvenir? Man kann sich nicht selbst hinter sich lassen. Dein Ego trottet dir hinterher wie ein getreuer Köter, der sich selbst mit gezielten Tritten und bösen Beschimpfungen nicht abschütteln lässt. Niemand kann so tun, als hätte es ihn bisher noch nicht gegeben. Du kannst fasten, meditieren oder einen Ponyhof in Patagonien eröffnen: Von sich selbst kann sich keiner trennen. (S.125)

Über den Zumba-Kurs, der das brasilianische Feuer  erwecken soll: „Ich war ich, auch wenn ich mir mich anders vorgestellt hatte. Irgendwie geschmeidiger, biegsamer, energiegeladener und von heißblütiger Ausstrahlung. Ich fühlte mich doch gerade so bauchfrei. Was ich jedoch sah bei meinem kurzen Spiegelblick zwischen zwei holprigen Drehungen, war eine verschwitzte, westeuropäische Frau im Oversized-Shirt. In meinen Augen funkelte keine Latina-Glut, sondern ich sah den gehetzten Ausdruck eines Kaninchens kurz vor der Überquerung einer sechsspurigen Autobahn. (S. 127)

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Food| Wer is(s)t eigentlich noch normal?

Mal angenommen, ich habe ein Glas vor mir, in das ich Wasser aus einer Karaffe gießen möchte. Ich möchte viel Wasser ins Glas gießen. Nämlich mehr Wasser, als das Glas fassen kann. Wie trickse ich das blöde Glas  also aus?!

  • Ich überliste das Glas, indem ich das Wasser zur Hälfte mit Apfelessig verdünne oder Zitronensaft und Cayenne Pfeffer reinschütte.
  • Ich putze das Glas feinsäuberlich mit Glasreiniger, nehme  anschließend die Karaffe, mit der ich dreimal gegen den Uhrzeigersinn um den Tisch renne – und fülle dann das Glas, während ich magische Beschwörungsformeln murmele.
  • Ich nehme kein normales Wasser. Nur das, was in einer regnerischen Vollmondnacht von den Blättern eines Ausbacher Rotapfelbaums tropft – weil davon am meisten ins Glas passt.

Gebe zu, dass der Vergleich zwischen Körper und Glas hinkt, aber ihr versteht sicher, worauf ich hinauswill. Nachdem ich in den vergangenen 20 Jahren diverse Ernährungskonzepte ausprobiert habe, geht mir nämlich das Licht auf, dass sich mein Körper doch nicht in dem Maß für blöd verkaufen lässt, wie es mir lieb ist. Es ist ihm egal, ob ich morgens wie ein König frühstücke und das Dinner cancele oder mich mit Lebensmitteln vollstopfe, die Stoffwechsel und Fettverbrauch ankurbeln sollen. Und es scheint, als läge der Mann an meiner Seite – der in seinem Leben noch nie ein Diätbuch oder einen „Achtung! Neue Wunderdiät! Essen Sie dreimal so viel wie zuvor, aber die richtigen Lebensmittel, und werden Sie so schlank, dass Sie sich in Luft auflösen!!!“-Artikel gelesen hat, gar nicht so falsch.

Eigentlich alles ganz easy: Iss nur, wenn du Hunger hast…

 

Er sagt nämlich sinngemäß: „Iss nur so viel, wie dein Körper benötigt – anderenfalls musst du den mit der Nahrung zugeführten Energieüberschuss mit Sport abarbeiten oder du setzt Fett an.“ Als jahrelang von Frauenzeitschriften geprägtes Etwas kann ich da natürlich nur entgegnen: „Totaler Schwachsinn! Du hast doch überhaupt keine Ahnung. Wenn das so einfach ist, warum gibt es dann so viele Diätbücher, Diätfarmen, Abnehmpillen, Fett-weg-Cremes und Superfoods?“ Dazu sagt er nie was. Aber er rollt mit den Augen…

Iss nur so viel, wie du benötigst, eigentlich ganz einfach. Gäbe es da nicht ein klitzekleines Problem: Meine Seele benötigt gelegentlich völlig andere Dinge als mein Körper! Sie schreit eigentlich auch so gut wie nie nach Gemüse oder Obst. Eher nach Schokolade und Pommes. Und über die Menge, die meine Seele verdrücken kann, will ich gar nicht reden. Meine Seele hat sehr viel Hunger. Wenn sie wütend oder frustriert ist, traurig, einsam, genervt oder ihr eine Regenwolke auf den Kopf gefallen ist oder was weiß ich. Es ist also nicht ganz so einfach, nur dann zu essen, wenn man Hunger hat. Und es war ein nicht so leichter Weg, wirklich nur noch dann zu essen, wenn der Hunger nicht seelengesteuert ist. Manchmal führt mich meine Seele immer  noch aufs Glatteis, aber seltener als zuvor. Und wenn ihr der Sinn mal nach Apfeltaschen (Plural), Schokolade oder Currywurst mit Pommes steht, dann bekommt sie das halt mal und der Kopf („Aber das ist total ungesund! Denk an deinen Cholesterinspiegel!!!“) hat Pause.

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Bin dann mal weg. Meine Vergangenheit umschreiben.

Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie viele Psychoratgeber ich im Lauf meines Lebens gelesen habe, weil ich die Dinge ja unbedingt selbst lösen möchte. Vor allem die unlösbaren, alles andere wäre zu einfach. Nun erwischte mich neulich in einer seelisch eher instabilen Phase [Überraschung, ich bin nicht immer gut drauf, sondern ziehe mir an manchen Tagen auch einfach mal die Decke über den Kopf und lese von morgens bis abends Harry Potter] eine Passage in einem Buch, die mich sprachlos machte. Da wurde tatsächlich angeraten, das eigene Leben doch mal aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten! Einfach so! Weil man die Dinge immer anders betrachten kann, wenn man das möchte.

Erste Reaktion meinerseits: Ein rechtschaffen empörtes „Hallo?! Tickst du noch ganz richtig?! Du hast leicht reden. Du hast ja wohl überhaupt keine Ahnung von meinem Leben!“ Dann krabbelte ich aus meinem Loch und sah durchaus ein, dass in der Idee mehr als ein Körnchen Wahrheit steckt. Denn wenn Woody Allen, Polanski, Tarantino oder das Team vom ZDF-Sonntagabendfilm ein vorgegebenes Thema umsetzen würden, kämen mit Sicherheit gänzlich andere Filme raus. Und hätte man Walt Disney, Picasso oder Warhol aufgefordert, eine Maus zu zeichnen, gäbe es wohl auch drei sehr verschiedene Mäusevariationen.

Alles nur eine Frage der Sichtweise? Fragen wir mal Diane, Jackie und Marilyn…

Plötzlich kam mir das in den Sinn, was ich in der Biografie „Die Frau, die ich sein wollte“ von Diane von Fürstenberg gelesen hatte, als sie über ihre Kindheit und ihre Mutter schrieb:

„Wenn ich etwas sagte, das nicht ihre Zustimmung fand oder nicht ihren Erwartungen entsprach, sah sie mich finster an oder kniff mich. Ich musste mich dann mit dem Gesicht zur Wand in die Ecke stellen. Manchmal ging ich alleine in die Ecke, weil ich wusste, dass ich etwas Unrechtes getan hatte.“ [1]

Auch sonst scheint Mutter von Fürstenberg ein Vorläufer der „Tigermom“ gewesen zu sein. Diane musste, noch ehe sie lesen konnte, die Fabeln von La Fontaine aus dem 17. Jahrhundert auswendig lernen und aufzusagen. Und kaum, dass sie schreiben gelernt hatte, orthografisch und grammatikalisch korrekte Briefe verfassen. Zum Austreiben der Schüchternheit wurde Diane bei jeder Familienfeier gezwungen, eine Rede zu halten. Und die Furcht vor der Dunkelheit trieb „Tigermom“ ihrem Sprössling aus, indem sie Diane in die dunkle Abstellkammer sperrte und vor der Tür wartete – damit ihre Tochter lernen konnte, dass es dort nichts gab, wovor sie sich hätte fürchten müssen. Das musste ich erstmal sacken lassen und ich weiß nicht, wie viele Blogs ich hätte schreiben müssen, um das zu verarbeiten, was da für von Fürstenberg an der Tagesordnung war. Doch was sagt die Modeschöpferin über ihre Mutter?

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Gelesen|Pariser Chic von Ines de la Fressange. Und: Was hat es mit diesem „Je ne sais quoi“ auf sich?

Was fällt mir zu Ines de la Fressange ein? Ganz einfach: Wow, was für eine tolle und faszinierende Frau. Kein „Schau! Mal! Wie sexy und verführerisch ich bin“-Hascherl, das den Ausschnitt noch ein bisschen weiter runter und den Rocksaum noch ein bisschen weiter hoch zieht und sein American-Soap-Darstellerinnen-Mähnchen schüttelt und dabei versucht, total lässig und unverkrampft zu wirken. Die Fressange ist lässig und unverkrampft und strahlt genau das aus. Für mich gehört die mittlerweile 58-jährige zu den Frauen, die mir zeigen, dass eine phänomenale Wow-Ausstrahlung kein Vorrecht von 20-jährigen Styling-Klons ist – wenn frau gut auf sich achtet und mit sich im Reinen ist. Einen Sympathiebonus bekommt die Fressange von mir für ihre Aussage, dass sie den Alterungsprozess dadurch meistert, dass sie weniger in den Spiegel schaut. [1] Sehr sympathisch. Geht mir genau so – auf einem anderen Niveau. Ich bin also ein Fressange-Fan und musste mir logischerweise ihr Buch zulegen.

Das Buch: Da Ines de la Fressange für viele als der Inbegriff „der Pariserin“ gilt, ist es nur folgerichtig, dass sie einen Stil-Ratgeber namens „Pariser Chic – Der Style-Guide verfasst hat. Der Ratgeber umfasst 240 Seiten und gliedert sich in vier Kategorien:

  • Was trägt die Pariserin
  • Wie pflegt sich die Pariserin
  • Chez moi
  • Ines‘ Paris

Ich mag das Buch so gerne, dass ich es immer wieder zur Hand nehme. Es ist witzig illustriert, die Texte sind locker-flockig geschrieben und es ist mit tollen Fotos aufgelockert, so dass ich mich während des Schmökerns gleich ein wenig stylisher fühle. Klar auch, dass Ines de la Fressange das Rad nicht neu erfindet, sondern auf altbewährte Styling-Tipps setzt, den ich hier mal in eigenen Worten wiedergebe.

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Die unschönen Seiten der Schönheit und hässliche Vergleiche.

Heute habe ich zum ersten Mal seit langer Zeit (also seit einigen Wochen) gedacht: „Alter Schwede, siehst du gut aus!“ Ich war sogar ein bisschen verliebt in mich und das kommt wirklich selten vor. Also eigentlich so gut wie nie. Blöderweise war das, was ich da anhimmelte, ein Selfie. Und zwar ein Selfie, das ich zuvor gnadenlos durch YouCam gejagt habe – eine App, die schöner macht. Tja. Blöd gelaufen. Und nun? Verkehre ich eben nur noch online, weil ich da nämlich… ähem… so schön bin, dass ich auf Instagram bestimmt wieder dubiose Privatnachrichten bekomme. Das hat ja stark nachgelassen, seitdem ich nur noch Blümchen, Kaffeetassen, Graffitis oder Warnemünde-Throwbacks poste. Theoretisch sollte ich die App also wohl vom Smartphone werfen, allerdings bringe ich das nicht übers Herz. Weil sie mich an bösen Tagen aufrichtet. An Tagen, an denen ich mich nicht schön fühle, es aber unbedingt sein möchte.

 

Die Sache mit der Eigen- und der Fremdwahrnehmung…

 

Erinnert ihr euch noch an den rührseligen Dove-Werbeclip  Real Beauty Sketches, für den ausgerechnet ein Mann verantwortlich ist, der uns Frauen zeigt, wie schön wir sind? Okay, der Clip drückt arg auf die Tränendrüse, am Ende bleibt dennoch eine Frage: Warum klaffen zwischen Eigen- und Fremdwahrnehmung so große Lücken? Ich würde mich selbst ja gerne davon aussnehmen, aber siehe oben. Es ist mir leider nicht möglich. Tatsächlich habe ich immer mal wieder Phasen, in denen ich denke: „Hey, du siehst eigentlich ganz okay aus (für dein Alter. Könnte schlimmer sein).“ Und kaum denke ich das, kommt mir garantiert irgendeine Super-Beauty unter und ich möchte mir die Decke über den Kopf ziehen – obwohl ich seit jeher der Meinung bin, dass äußere Schönheit alleine schnell langweilig wird, wenn die Füllung nicht stimmt.

 

Vergleiche: Wenn sich der Autopilot einschaltet…

 

Da ist es wieder… dieses Vergleichs-Ding. Mit klarem Verstand käme ich niemals auf die Idee, mich mit anderen Frauen zu vergleichen – schon gar nicht mit denen, die nur halb so alt sind wie ich und Modelmaße haben. Ich weiß sehr wohl, dass der Vergleich der erste Schritt ins Unglück oder in einen monströsen Frustfressanfall ist. Aber dummerweise macht der Verstand ja auch nicht immer das, wofür ich ihn angeheuert habe und damit stehe ich nicht alleine da. Wenn wir alle so kluge Wesen wären, würden ganze Berufszweige mit einem Schlag überflüssig werden. Mein Verstand zumindest klinkt sich öfter mal aus und lässt dann direkt den Autopiloten machen. Und dann kann ich eigentlich nur beten, dass keine Schokolade im Haus ist oder dass das „Internet kaputt ist“, so dass mir die Frustshopperei verwehrt bleibt. Zur Ehrenrettung meines Unterbewusstseins muss ich erwähnen, dass es ja nicht absichtlich gegen mich arbeitet. Es kommt halt einfach nur nicht mehr mit dem klar, womit es ständig konfrontiert wird. Habe vor einiger Zeit das Buch Wir Schönheits-Junkies: Plädoyer für eine gelassene Weiblichkeit gelesen und darin wird recht schonungslos dargelegt, warum es uns Frauen [unbewusst?!] immer schwerer fällt, uns selbst so zu akzeptieren, wie wir sind und genau darum fällt ein Clip wie der obige auf fruchtbaren Boden.

 

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Gelesen| How to be Parisian oder: Neverending PMS

Erwähnte ich schon mal, dass ich ein frankophiles Stück bin? Ja, ich glaube schon. Und ich kann förmlich spüren, wie einige von euch genervt mit den Augen rollen. 😉  Nun, einem Buch meiner „Die Französinnen sind die Überfrauen“-Reihe habe ich mich noch gar nicht gewidmet. Aus Gründen. Das hole ich hiermit der Vollständigkeit halber nach und es geschehen noch Zeichen und Wunder, denn dieses Buch …ähm… na lest selbst.

Als ich „How To Be Parisian“ zum ersten Mal las – oder eher: überflog, weil es ja nicht wirklich textlastig ist – fand ich es nett, allerdings war ich ein bisschen überrascht, weil ich wohl unterschwellig einen weiteren Style-Guide erwartet habe. Das ist „How To Be Parisian“ allerdings definitiv nicht. Das Buch ist nicht wirklich gehaltvoll, aber im Stil eines Frauenmagazins hübsch aufgemacht und schön anzuschauen. Die vier Autorinnen streifen alle Lebensbereiche und die kurzen Textbeiträge sind angenehm zu lesen und könnten so auch in einer Frauenzeitschrift oder in einem Blog stehen. Sprich: Kurzweilige Unterhaltung für die Kaffeepause – nett zu lesen, aber weder tiefschürfend noch gehaltvoll.

Und plötzlich wirkt es nur noch zickig…

Als ich einige Wochen später allerdings erneut zum Buch griff, um mir die Pause zu versüßen, stieß es mir plötzlich übel auf, weil meine Stimmung nun offenbar nicht mehr „How To Be Parisian“-kompatibel war. Plötzlich fiel mir auf, dass die Autorinnen – hoffentlich unbeabsichtigt oder kokettieren sie damit? – ja irgendwie ein Bild von der Pariserin zeichnen, das schlichtweg unsympathisch ist. Nämlich…

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Lieblingsbücher: Prädikat #lesensWert

Leseverrückt? Sehr schön. Dann bekommt ihr jetzt ein paar Leseempfehlungen aus verschiedenen Bereichen, die ich eigentlich jedem aufs Auge drücke, der nicht rechtzeitig das Weite sucht. Und dazu gibt’s noch einen DVD-Tipp, der für alle interessant ist, die mal hinter die Kulissen der Vouge schauen möchten und die sich dafür interessieren, was es mit der legendären September Issue auf sich hat. Dieser Post erschien – wenn auch nicht in einem Stück – bereits imWeibsWort und wird jetzt hier nochmal zusammengefasst. Möge was Interessantes für euch dabei sein.

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Gelesen| Paris in Style

Obwohl ja oft und gerne über den Stil „der“ Pariserinnen geredet und gerätselt oder von ihm geschwärmt wird, gibt es doch erstaunlich wenig Ratgeber, die sich mit dem Thema befassen. Oder habe ich da nur noch nie richtig hingeschaut? Bislang fiel mir lediglich der „Pariser Chic“ von Ines de la Fressange in die Hände. „How to be Parisian“ ist zwar sehr französich, aber eben kein Fashionguide. Natürlich musste ich da nicht lange überlegen, ob ich mir „Paris in Style – Der persönliche Fashionguide“ zulege. Ich weiß nicht genau, woran es liegt, aber der französische Look – wobei mir schon klar ist, dass sich diese Verallgemeinerung eigentlich verbietet! – fasziniert mich. Das hebt sich für mich halt schon deutlich vom bemühten Perfect-Style der Amerikanerinnen ab. Oder dem Sophisticated-Look der Italienerinnen und dem… ähm… was für einen Stil haben die deutschen Frauen eigentlich? Bin da aber zugegebenermaßen auch nicht ganz objektiv, weil man mich, wie bereits erwähnt, mit nahezu allem ködern kann, was mit einer Kombination aus „Paris“ und „Style“ beworben wird.

Aber zurück zum Fashionguide…

Der wurde von Isabelle Thomas und Frédérique Veysset geschrieben. Thomas, ehemals Modejournalistin und –redakteurin arbeitet heute als Personal Stylist und Veysset ist Modefotografin, woraus folgt, dass da zwei Profis am Werk sind und man einiges vom Buch erwarten darf. Der Fashionguide hat 192 Seiten und gliedert sich in folgende Kapitel:

  • Einleitung: Was ist das Besondere des French Style?
  • Finden Sie Ihren Stil
  • Muss man jeder Mode folgen? Oder muss die Mode uns folgen?
  • Was man uns Frauen weismachen will – Klischees, denen man noch immer Glauben schenkt
  • À la vie à la mode – Freunde, auf die man zählen kann
  • So ändern Sie Ihre Silhouette – Details, die Ihr Aussehen aufpeppen
  • Günstig und gut gestylt – Verleihen Sie Klamotten von der Stange das gewisse Etwas
  • Eine Geschmacksfrage – Manches hat einen schlechten Ruf und doch…
  • Eine Jeans für jeden Tag – Von Montag bis Sonntag gut gekleidet
  • Die Tasche fürs Leben – der man auch mal untreu sein kann
  • Das kleine Schwarze – Sein guter Ruf eilt ihm voraus
  • Willkommen im Land der Bourgeoisie – Die Garderobe der französischen Oberschicht
  • Im Kleiderschrank der Anderen – Was sich Brauchbares in fremden Kleiderschränken finden lässt
  • Schick aus zweiter Hand – Zweite Hand und Vintage-Look
  • Kann ich das noch tragen? Altersbeschränkungen
  • Anhang: Die besten Adressen in Paris (Shopping, Restaurants)

 

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Neuland: Wenn Garfield eine Gazelle sein möchte.

Diese Rezension hat mittlerweile ein Update erhalten: Neuland, zweiter Versuch – Ildikó verzeih mir! Bitte auch die unbedingt lesen!
Auf dieses Buch hatte ich mich richtig gefreut: Neuland. Von Ildikó von Kürthy. Zum einen mag ich die Schreibe der Autorin, zum anderen kommt so ein Buch zum Jahresanfang gerade recht. Wobei mich ein Klappentext wie dieser ganzjährig anspricht:
„Kommt da noch was, oder war es das jetzt? Das Begleitbuch für alle, die Sehnsucht haben, aber nicht genau wissen, wonach. Die Hälfte des Lebens ist vorbei, und es ist noch nicht zu spät. Aber wofür eigentlich: Selbstverwirklichung, Gelassenheit, Idealgewicht? Ist jetzt die Zeit für einen Neuanfang, für ein großes, vielleicht letztes Abenteuer? Oder doch nur für eine Probestunde Pilates und einen anderen Nagellack? […] Neuland ist ein einzigartiger Selbstversuch, bewegend und komisch. Ein Mutmacher für alle, die ihr Leben verändern wollen. Und ein Versprechen: Nachher ist nichts mehr so, wie es mal war.“ (Klappentext)

Klingt gut, oder? Genau so, als könnte es einem den richtigen Kick geben. Zumal der Januar bei mir ja immer so ein mit hochtrabenden Plänen durchzogener Monat ist. Ich weiß nämlich, dass ich ab jetzt alles besser und ganz anders – eben besser – machen will. Nur wie ich das anstelle, das weiß ich nicht und da kommt mir dieser Selbstversuch einer meiner Lieblingsautorinnen gerade recht. Machen wir’s kurz: Nach dem Überfliegen von Neuland bin ich nicht schlauer als zuvor. Aber, so viel Selbstkritik muss sein, wer bei Ildikó von Kürthy wirklich Tiefschürfendes und etwas ganz Neues erwartet, der bekommt genau den Dämpfer, den er verdient. Da könnte ich auch gleich in die Autolackiererei gehen und eine hübsche Ganzkörpertönung in einem zarten Karamellton ordern.

 

Wie Bridget auf dem Selbstfindungstrip

Aufgebaut ist das Ganze im Tagebuchstil, der mich an Bridget Jones erinnert. Liegt vielleicht daran, dass das jeweilige Tages-Intro eben sehr dem von Bridget (Gewicht, Stimmung etc.) ähnelt. Dieser tagebuchartige Aufbau ist natürlich zugleich die Steilvorlage dafür, dass von Kürthy das tut, was sie immer tut: Sie kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen, wie in all ihren Romanen. Das ist phasenweise witzig zu lesen, nervt aber irgendwann, weil ich immer wieder überlegen muss, wovon nun eigentlich eingangs die Rede war.

Auch verpufft die Idee der ganzen Selbstversuche irgendwie. Da wird zwar einiges ausprobiert, das allerdings, ohne für mich als Leserin wirklich einen Mehrwert zu bieten. Scheint mir eher so, als wäre von Kürthy mit dem Gedanken an die Dinge rangegangen, das alles irgendwie durchziehen, um es hinterher – getreu der bereits gefassten Vorurteile – im Buch durch den Kakao ziehen zu können  – Ausnahmekapitel gibt es allerdings. Vielleicht bin ich momentan auch nicht in der richtigen Stimmung für das Buch, weil mich die Verquickung von Oberflächlichkeiten und potenziell Tiefschürfendem in dieser Darreichungsform einfach nicht anspricht.Von Kürthy schreibt:

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Food| Meerrettich-Shake, der Virenschreck

Aus gegebenem Anlass möchte ich euch meinen derzeitigen Lieblingsshake vorstellen. Lecker, würzig und gesund, denn er hat es wirklich in sich. Und das Beste: Erkältungserreger mögen ihn nicht. Ich würde sogar behaupten, dass sie ihn wie die Pest hassen, weil er Meerrettich und Kurkuma enthält. Die Meerrettichwurzel hat es wirklich in sich und wurde bereits von den Kräuterheilkundigen des Mittelalters geschätzt. Kein Wunder: Meerrettich wirkt nämlich u.a. antibakteriell, antimikrobiell, antioxidativ, antiviral und mild antibiotisch.[1] Auch Kurkuma rückt zunehmend in den Fokus naturheilkundlich Interessierter. Diverse Studien listen an die 70 Krankheiten von A-Z auf, bei denen der Einsatz von Kurkuma präventiv oder therapeutisch denkbar wäre, womit dieser Wunderknolle ein Spitzenplatz in der Liste der „Superfoods“ gebührt. Aber genug der Vorrede und hin zum Shake. 😉
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Gelesen| Warum Französinnen länger jung aussehen…

Ich gehöre rätselhafterweise zu denen, die sich  mit beinahe allem ködern lassen, was unter „die Französinnen“ vermarktet wird. Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich  – neben einer kitschigen Eiffelturm-Tasse und einer grauenhaften Paris-Smartphonehülle auch das Buch „Warum französische Frauen nicht dick werden: Das Geheimnis genussvollen Essens“ mein Eigen nenne. Ihr wisst schon, das Buch, in dem sich sehr viel um Lauch dreht. Der gemeine Lauch ist nämlich der Grund, warum französische Frauen ihre Idealfigur halten. Frau Guiliano stellt in ihrem Buch gewissermaßen die Lauch-Trennkost vor. Weil sich „die Französinnen“ [ich liebe diese Verallgemeinerungen, ihr nicht auch?] nämlich erst ein Lauchsüppchen köcheln, dann aber den Lauch rausfiltern und mehrmals täglich nur die Brühe trinken. Den kalten Lauch gibt’s dann zum Abendessen. Mit Essig oder Zitronensaft beträufelt. Und wer es richtig krachen lassen möchte, gibt ein halbes Tröpfchen Olivenöl dazu.

Gebe zu, dass diese Lauch-Trennkost in einem Buch über genussvolles Essen ein Warnsignal hätte sein können, welches weniger frankophil veranlagte Menschen wohl eher zu den Büchern anderer Autoren greifen ließe. Mich aber nicht, weil ich zwar nicht sagen würde, dass Guilianos Lauchsuppen-Buch nun zu denen gehört, welche frau unbedingt gelesen haben muss, aber wenn einem der Sinn nach leichter, französisch angehauchter Lektüre steht, dann ist das durchaus ein netter Zeitvertreib. Klar also, dass ich ich mir auch das neue Werk von Frau Guiliano namens „Warum französische Frauen jünger aussehen: Attraktiv in jedem Alter“ schnappen musste. Ich weiß nicht so genau, was ich von dem Buch erwartet hatte. Der Heilige Gral würde mir sicher nicht entgegenhüpfen, aber zumindest ein paar vergnügliche Lesemomente sollten drin sein und idealerweise auch ein paar Erkenntnisse, die ich vorher noch nicht hatte.

Das Buch beginnt mit einem großartigen Zitat der unnachahmlichen Coco Chanel…

Nach vierzig ist niemand mehr jung, aber man kann in jedem Alter unwiderstehlich sein.

Coco Chanel (1883 – 1971)

Dem folgt die Ouvertüre…

 

… die sich mit der richtigen Haltung für die zweite Lebenshälfte beschäftigt. Es ist gut, so heißt es, einen Plan zu haben, eine Strategie, die auf Selbsterkenntnis, gesundem Menschenverstand und Lebenslust basiert und hierzu ist es sinnvoller, den Lack von innen nach außen aufzutragen. Auch der ewige Jugendwahn wird thematisiert – mit dem Verweis, dass der in Frankreich nicht so ausgeprägt ist wie anderenorts. Französinnen wissen auch mit 40 oder 50, dass sie attraktive und begehrenswerte Frauen sind und ebendies strahlen sie aus. Das klingt alles sehr interessant und in der Hoffnung, dass ein wenig des französischen Lebensgefühls auf  mich überspringen möge, widme ich mich den ersten Kapiteln… und schon fühle ich mich gar nicht französisch, sondern zickig und zickiger.

 

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Gelesen| Maya Fiennes: Yoga for Real Life!

Ich bin ein Fan von äußerer und innerer Schönheit bin. Oder um es mal rustikaler zu formulieren: Was hilft eine mit Perlen bestickte Stuhlhusse aus edelstem Stoff, wenn der Stuhl darunter morsch ist? Mir nicht viel und darum möchte ich euch heute meine Mindstyle-Bibel „Yoga for Real Life – für jeden!“vorstellen, die mir gewissermaßen dabei hilft, mein Innenleben zu restaurieren. Betitelt habe ich es zwar als Review, aber aufgrund meiner definitiv nicht vorhandenen Objektivität ist es wohl doch eher eine Buchempfehlung. 😉 Ich selbst bin vor gut 5 Jahren auf Maya Fiennes gestoßen, als ich… na ja… nennen wir es mal „seelisch absolut aus dem Gleichgewicht geraten war“.

Zum Buch

Das Buch gliedert sich in die folgenden 7 Kapitel, die sich den jeweiligen Energiezentren (Chakren) des Körpers widmen, von denen es auch sieben gibt:

 

  • Sei ganz hier: jetzt!
  • Entgiften & Entstressen
  • Ja! Ich schaff das!
  • Liebe & Beziehungen
  • Jungendlichkeit bewahren
  • Kinder
  • Freunde finden

 

Die Namensgebung der Kapitel  zeigt schon, dass sich „Yoga for Real Life“ an alle Yogainteressierten richtet und nicht nur an die, die glühwürmchengleich erleuchtet sind, nach anderthalb Tassen Yogitee high werden und stundenlanges Verknoten im Lotussitz als die höchste Form des Glücks empfinden.

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