Hier keine Werbung.

Kurze Version: So interessant ich Werbung in der Theorie finde, so schließe ich sie in der Praxis derzeit für mich und dieses Blog aus. Weil ich daran zweifele, dass ich diesen Drahtseilakt hinbekomme, ohne dabei meine Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen (meine Maßstäbe an mich sind da ziemlich hoch). Und bei meiner Glaubwürdigkeit hört der Spaß für mich auf –  die ist nämlich unbezahlbar.

Dieses Blog ist und bleibt daher bis auf weiteres ein rein privates Blog auf dem es – wie gehabt – weder Werbung noch Sponsoring gibt. 

Ausführliche Version: 

#wem der Schuh passt, der möge ihn sich anziehen

Oder: Warum ich mein Blog nicht monetarisieren werde, obwohl ich das vorhatte. Es sah so gut aus und da rede ich nicht vom Blog-Design, sondern von der Tatsache, dass ich endlich bereit war, mich mehr in den Mittelpunkt zu stellen – was unvermeidbar ist, wenn man ein erfolgreicher Blogger sein möchte, der nach Höherem strebt. Ich habe tapfer meinen inneren Zweifler niedergekämpft, der immer öfter gefragt hat: „Bist du sicher, dass du wirklich so viel Mehr- u. Unterhaltungswert bietest, dass du nicht nur dein Blog, sondern auch diverse Social-Media-Kanäle bespielen kannst und musst?“ Pah, habe ich gedacht, wenn andere das können, dann kann ich das auch, denn schreiben kann ich. Und schreiben will ich. Wenn ich nicht schreibe, dann werde ich krank und unglücklich, also verbinde ich doch das Angenehme mit dem Angenehmen.

Denn was liegt für jemanden, der auch beruflich schreibt, näher, als mit dem Gedanken zu liebäugeln, das Blog ein wenig zu monetarisieren? Machen doch viele so – auch die, die nebenbei einen Job haben, der die Miete zahlt. Tja, das Fazit meines neunmonatigen Testlaufs in Richtung professionelleres Bloggen: Es ist mir auch im zweiten Anlauf misslungen, das Blog aus der Hobby-Schiene zu schieben, denn ich stehe einfach nicht dahinter. Oder nicht genug, um mehr als mal einen Affilate-Link in die Rezension o.ä. zu setzen und selbst da überlege ich mehrmals, ob das wirklich sein muss und für wen ich das tue.

Deprimiert mich alles ein bisschen, denn ich war ich wirklich fest davon überzeugt, dass ich den Bogen jetzt raushabe und über meinen eigenen Schatten springen kann. Ich habe gelernt, dass das Klappern zum (Blogger)Handwerk gehört und tatsächlich Spaß an Instagram und  Pinterest gefunden (beides möchte ich derzeit nicht missen). Ich habe endlich auch einen Account bei google+ eingerichtet (den ich gerade wieder auf Eis lege) und ich habe sogar mit Facebook Frieden geschlossen. Dachte ich. „Hier keine Werbung.“ weiterlesen

Was indische Flohsamen und Facebook miteinander tun haben. Und warum ich auf manche Menschen ein bisschen spinnert wirke.

„Warum bist du denn jetzt doch auf Facebook?“, wurde ich neulich mit hochgezogenen Augenbrauen gefragt. Und diese Frage hat durchaus ihre Berechtigung, weil ich ja vorher nie müde wurde, lang und breit zu erklären, wie blöd ich Facebook finde – was zu dem Zeitpunkt, als ich das gesagt habe, auch absolut zutreffend war. Eine Woche, nachdem ich meine letzte „Facebook ist blöd und dieses Social-Media-Gedöns nervt mich“-Schimpfkanonade losgelassen hatte, saß ich jedoch in dem Café, in dem ich am liebsten einmal wöchentlich sitze, weil mir dort fast immer Ideen kommen, die ich hinterher sofort umsetzen möchte. Und als ich neulich über meinem Cappuccino brütete, sagte mir ein Stimmchen: „Du brauchst eine Facebook-Seite.“ Und weil mein Stimmchen das extrem bestimmt sagte, erwiderte ich folgerichtig: „Okay, ich setz mich ran.“ [Warum sagt mir mein Stimmchen eigentlich nie, dass ich das Badezimmer putzen oder mehr Sport treiben und nur nur Salat essen soll?! Wir müssen mal dringend miteinander reden, so geht das nicht!] Fremde Menschen mag so ein Verhalten verwirren und ich versteh das auch – für mich ist das allerdings völlig logisch. Ich fasele ja auch von ausgewogener Ernährung und krakehle rum, dass ich keine Nahrungsergänzungsmittel mehr nehme – und esse dann zwecks stimmungsaufhellender Wirkung Currywurst mit Pommes oder schütte morgens ein Gebräu aus Heilerde und indischen Flohsamen in mich rein, weil das Zeug immer wieder als Geheimtipp für einen flachen Bauch durchs Netz geistert.

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Facebook und ich. Oder: Liebe auf den ersten Blick gibt’s doch nur bei Rosamunde Pilcher.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Da ich die Meisterin der konsequenten Inkonsequenz bin, gibt es hierauf nur eine Antwort und die lautet: nichts. Also habe ich mir meine Schwimmflügelchen umgeschnallt, um mich nun erneut ins Facebook-Gewässer zu wagen. Nicht ganz freiwillig. Aber mit google + verhält es sich ein wenig so, wie mit dem kleinen Spielplatz bei uns ums Eck: es ist nie jemand da.  Und ein wenig größenwahnsinnig durch die Tatsache geworden, dass ich google + verstehe (bilde ich mir zumindest ein, in der Realität wird das wahrscheinlich ganz anders sein!), ging ich selbstverständlich davon aus, mir nun endlich auch Facebook locker erschließen zu können. Das war ein Irrtum.

FB lässt sich definitiv nicht intuitiv bedienen und das ist blöd, weil die spannenden Sachen  – siehe Einleitung – eben dort stattfinden. Wen auch immer ich bei google + suche… er ist nicht mehr da, sondern (wieder) bei FB. Bis auf wenige Ausnahmen. Auch die interessanten Zeitschriften- u. Magazinableger finde ich eher auf FB. Und wenn sie auf google + sind, ist der Austausch in den Kommentare nicht so rege und darauf kommt es mir auch an, denn sonst könnte ich ja die Printersion lesen. Hm… sollte Facebook nicht eigentlich schon längst tot sein? Sieht nicht so aus. Also gut. Bitteschön. Dann probiere ich es halt ein allerletztes Mal mit FB. Die Chance, dass es nun klappt, ist relativ gut, denn die erste, stets nach 60 – 180 Minuten auftauchende „Was soll der ganze Mist? Ich raff das nicht und ich will das auch nicht“-Krise, in deren Folge ich den Account stets wieder deaktiviert habe, ist umschifft. Ich bin seit genau 24 Stunden FB-Nutzer, schau’n mer mal, wie sich das entwickelt.

Multitasking? Träumt weiter…

Gab allerdings prompt die erste Schlappe zu verzeichnen, denn beim lässigen Jonglieren mit allen zeitgleich geöffneten Social-Media-Kanäle habe ich grandios versagt.  Nicht umsonst kommen kluge Menschen von der Idee des „genialen Multitaskings“ langsam wieder ab. Die Challenge, wie es neudeutsch heißt, bestand darin, zeitgleich folgenes zu tun…

  • Facebook: selbst posten, News sichten, evtl. liken und kommentieren
  • google+: selbst posten, News sichten, evtl. plussen (nicht kommentieren)
  • Instagram: selbst posten, neue Bilder sichten, evtl. herzen, unbedingt kommentieren
  • Blog: zwei halb fertige Beiträge bearbeiten, Kommentare freigeschalten und beantworten, neue Beiträge sichten, evtl. liken  und kommentieren
  • Mails: checken, beantworten, Postfach aufräumen (wie können sich nur so dermaßen viele Mails ansammeln?! Googlemail ist mir unheimlich!)
  • Den Rest des Alltags im Blick haben: ohne Worte. Essen, kochen, Haushalt, Sohn rechtzeitig wecken? Reden wir nicht drüber. Ich habe um 10:30 Uhr einen phänomenalen Anschiss kassiert, weil ich um 9 Uhr hätte reagieren müssen. Also offline. Und eben während des Schreibens habe ich mich bestimmt 10 Minuten lang gewundert, was hier so intensiv – und gar nicht mal so übel – nach Essen riecht. Tja. Das war das Essen auf meinem Herd…

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Heute hauen wir mal auf die Ka… äh… *zensiert*… den Putz.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#danke,ichbrauchekeineHilfe, ichkannmirmeinGrabselbstschaufeln.

[Anmerkung: GK = Großkotzpunkte]

Ich wurde mal von einer Kundin, studierte Germanistin übrigens, [GK+3] dafür gelobt, dass meine Texte so schön rund und in sich geschlossen wären. Hat mich natürlich einerseits sehr gefreut. Andererseits: Ich kann halt nicht anders. Das ist ein Automatismus und demzufolge ist das für mich nichts Besonderes, sondern eine Selbstverständlichkeit. [GK+2] Bis heute. Aber ab sofort gehe ich andere Wege und das fängt mit diesem Post an: Nix mit rund und in sich geschlossen, das wird geistiges Froschhüpfen par excellence werden und wenn ich  mit euch fertig bin, werdet ihr euch fragen: Und was genau wollte sie mit diesem Text sagen? Tja…das weiß ich momentan auch noch nicht so genau, ich fasele einfach mal ein bisschen vor mich hin.

Soll nochmal einer sagen, dass alte Esel nichts Neues lernen oder dass sich Menschen nicht ändern können. Ich kann. Also ich bin willens, der erste Esel zu sein, der… ähm… über sich hinauswächst und der Welt plötzlich erfolgreich suggeriert, dass er gar kein Esel ist. Sondern ein Löwe. Oder eine Glitzerfee. Oder der erste Esel, der eine diplomatische Laufbahn einschlägt. So in der Art. Kluge Leser ahnen natürlich, dass dies Anspielungen auf die Selbstvermarktung und das Netzwerken sind – in beiden Bereichen bin ich ausgesprochen talentfrei. Ich habe es sehr viel mehr mit dem Schreiben – wurde mir von verschiedenen Seiten [ohne Aufforderung meinerseits oder Fishing for compliments] bestätigt [GK+1] und nun habe ich es auch schriftlich. Weil mein Blog nämlich ein „Top 10“-Blog ist!!! [GK+10]

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Sommerpausenabgesang. Gibt ja keinen Sommer. Und: I survived eine Woche ohne Internet.

Okay, eigentlich waren es nur sechs Tage, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein – andere halten es schließlich gerade mal sechs Minuten ohne Netz aus. Und wenn ich schon dabei bin: Eigentlich hätte dies eine brillante Kolumne über meinen heroischen Onlineverzicht ähm… ups… über mein Digital Detox, wie man das ja heute voll hip nennt, werden sollen. Besser als alle Kolumnen, die ich je geschrieben habe und besser als die hier. Hat aber leider nicht geklappt. Denn das wäre ein so kurzer Text geworden, dass selbst Twitter beleidigt gewesen wäre. Wollt ihr’s lesen? Okay. Passt auf einen Bierdeckel:

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Post-Umzugskater und ein bisschen Wehmut.

Das Bloggen machte mal richtig Spaß. Wer der Meinung war, schreiben zu können und/oder sich schreibenderweise Luft machen zu wollen oder whatever, eröffnete ein Blog und ließ die Welt an seinen Gedanken, seinen DIY-Projekten oder seinen Kochrezepten teilhaben. Die Bloggerei steckte noch in den Kinderschuhen und es ging weder um Klickzahlen noch um Vermarktung oder das Design. Nur ums Schreiben und den Spaß an der Sache. Meine ersten Gehversuche machte ich damals bei myblog. Ich schrieb lediglich privates Zeug in Tagebuchform und war erstaunt, wie schnell ich damals Gleichgesinnte fand und ich finde es faszinierend, dass noch immer Blogger meiner ersten Onlinestunden unterwegs sind – mittlerweile auch auf Instagram [herzlichen Gruß an dieser Stelle an Frau Vau, Nila und Herrn Berlin]. Ich hüpfte zu WordPress und später zu Blogger und nun wieder zu WordPress. Währenddessen wurde die Blogosphäre reifer und änderte ihr Gesicht. Ein bisschen Hyaluron hier, ein bisschen Botox dort.

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