Informations-Detox. Oder: Drama! Ich habe den Valentinstag verschlafen.

Lebe nun seit sechs Wochen ohne Instagram und seit einer Woche ohne FB. Seit drei Wochen gilt der erste Blick am Morgen nicht mehr diversen Nachrichten-Apps [da schaue ich erst im Lauf des Tages vorbei], sondern der Kaffeemaschine. Katastrophenberichterstatter meide ich grundsätzlich und der Fernseher bleibt aus – Ausnahme: Fußball, Handball [Bundesliga und Champions League] und die Tagesschau sowie ausgewählte DVDs. Meine Seele hat seither 10 kg abgenommen und schläft zum ersten Mal seit langer Zeit wieder durch. Wenn nicht gerade Vollmond ist oder ich ins Grübeln gerate und mir meine Zukunft in Fifty Shades of Black ausmale.

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Come to the dark side…

In der Onlinewelt des schönen Scheins kocht sie immer mal wieder hoch, die Frage nach der Authentizität. Einerseits verständlich und ich habe mir selbst schon meine Gedanken zum Thema gemacht. Andererseits ist es auch ein bisschen absurd. Wenn ich eine Zeitschrift oder ein Magazin lese, ist es mir wurscht, ob der Schreiberling Staubmäuse unter der Couch hat oder ein schwieriges Verhältnis zu seinen Eltern. Ich will einfach nur unterhalten oder informiert werden – und zwar gut, sonst bin ich weg. Im Falle meiner Friseurin ist es mir sogar schnurzpiepegal, ob und wie authentisch sie ist. Sie macht einen guten Job und ist mir sympathisch – mehr muss ich nicht wissen. Mehr will ich nicht wissen. Weil es mich nichts angeht.

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Sick and tired…

#kannSpurenvonIronieenthalten

#LesenaufeigeneGefahr

Liebe kann man nicht erzwingen, Sympathie auch nicht. Und darum muss ich leider Konsequenzen ziehen, auch wenn das im Sinne des Netzwerkens mal wieder äußerst unklug ist. Aber wenn mir irgendwas überwiegend schlechte Laune macht, dann hat es in meinem Leben einfach nichts verloren. Die Rede ist von Facebook. Werde schon beim Einloggen grantig, weil mir das Design nicht gefällt – damit könnte ich mich allerdings noch arrangieren. Nicht arrangieren  mag ich mich hingegen mit dem, was in verschiedenen Kommentarsträngen abgeht und darüber hinaus heißt es für mein Seelenleben leider einen Tacken zu oft: Only bad news are good news!

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Optimize yourself – aber dabei bitte immer schön lässig bleiben…

#kann Ironie enthalten

#muss aber nicht

Um meinen Horizont zu erweitern und mitzubekommen, wohin der Zeitgeist-Hase läuft, halte ich mich diesbezüglich auf dem Laufenden. Allerdings stresst mich das mittlerweile gewaltig, vor allem online ist es die Pest. Denn  wohin ich auch schaue: Ich habe ständig das Gefühl, dass das Leben zunehmend zum Projekt wird, bei dem es immer nur Optimierungsbedarf gibt. Zurücklehnen und das Erreichte würdigen? Klar. Abends bei einem Gläschen Wein oder einem schönen Bad – und tags darauf geht’s dann munter weiter. Da verkniffene Klassenstreber allerdings out sind, muss das alles total unangestrengt, lässig und easy peasy wirken  – und hier kommt die richtige Motivation ins Spiel, denn selbstverständlich stresst uns dieser Zwang zur Optimierung überhaupt nicht, da wir ja auch von Natur aus dafür brennen, die beste Version von uns selbst zu werden. Das wurde uns Frauen quasi in die Wiege gelegt – denn anderenfalls wären wir ja als Kuh zur Welt gekommen, die tagein und tagaus wiederkäuend auf der Weide steht und auf Persönlichkeitsentwicklung schei… äh… pfeift. Wissta Bescheid. Und so ist wohl auch die Urmutter aller Lügen nach Schatz, es ist nicht das, wonach es aussieht entstanden, nämlich: Ach, das ist alles total einfach – ich tue nur das, wofür ich brenne und schon läuft alles wie von selbst, ich muss mich gar nicht anstrengen… 

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Einfach mal die Klappe halten?

Als ich neulich in meinem liebsten Café saß, musste ich leider feststellen, dass ich nicht alleine dort war. Die Rede ist nicht von anderen Gästen, sondern von dem Zeug, das ich allen Ernstes mitgeschleppt hatte. Und so habe ich mich nicht über den leckeren Cappuccino und die tolle Aussicht gefreut, sondern u.a. an die Mail an den Steuerberater gedacht, die ich dringend schreiben muss – seit 5 Wochen – und an einigen anderen Kram. Doch am meisten Raum nahm der Gedanke an eine Unterhaltung ein, die neulich online begonnen hatte und offline weitergeführt wurde. Es ging darum, dass ich meinen Stil und meinen Lifestyle nicht nur durch meine Kleidung, meinen Ernährungsstil oder meine Kosmetikprodukte zeige, sondern auch durch meine Haltung. Und Haltung zeigt man ja immer – sogar dann, wenn man keine Haltung zeigt – und besonders dann, wenn man den Mund aufmacht…

Warum kann ich nicht einfach mal meine Klappe halten?

 

Und genau das ist mein Problem, denn ich kann hin und wieder einfach nicht meine Klappe halten und schlage mich dabei scheinbar mit Themen rum, die für andere keine sind. Das nervt mich. Wie kann es sein, dass ich schon so lange an mir arbeite, dabei aber offenbar noch keinen Schritt weiter bin? Wo ist sie, die Erleuchtung, die sich nach jahrelanger Home-Yoga-Praxis endlich mal einstellen sollte? Außerdem bin ich Stier, Aszendent Waage [der Aszendent soll sehr viel aussagekräftiger sein, habe ich irgendwo gelesen] und habe zur einen Hälfte ein Gemisch aus schwäbischen [die haben ja teilweise diese stoische Ruhe weg] und österreichischen [sehr charmant!] Genen in mir – warum also bin ich nicht tolerant, gelassen und weise? Warum bin ich nicht so ein kleines Sonnensch(w)einchen, sondern die Kackbratze, die ich bin? Warum kann ich über Dinge, die mich irritieren, nicht einfach hinwegsehen und meine Klappe halten, ohne das on- oder offline in irgendeiner Form thematisieren zu müssen? Andere können das doch auch…

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Wer beschützt mich eigentlich vor Influencern?

StandBin neulich auf Facebook über ein Video gestolpert. Über ein „schockierendes Video“, das sich „der hässlichen Wahrheit widmet, die in Frauenzeitschriften steckt [youtube-Klick]“ Weil die Dinger nämlich voller Werbung sind [ach… tatsächlich?! Um das nicht zu realisieren, müsste ich aber schon blind und blöd sein, vor allem bei der Vogue oder der Elle, da tarnt sich die Werbung ja nicht mal, sondern springt einem direkt ins Gesicht…]. Außerdem vermitteln diese Heftchen ein falsches Frauenbild und setzen uns dadurch unter Druck. Im Video heißt es außerdem „Over a third of women who read this are over 40. Guess how many pictures of women over 40 I could find? ZERO.“Ja, ist mir auch schon aufgefallen, dass die Models in den Heften recht jung [und sehr, sehr schlank] sind. Und? Es zwingt mich doch niemand dazu, diese Magazine zu kaufen. Schon gar nicht, wenn ich mich hinterher schlecht fühle – denn genau das wird auch angeführt, dass sich viele Frauen nach dem Konsum einer solchen Zeitschrift schlecht fühlen würden. Nun überlege ich ernsthaft, was mit mir nicht normal ist, denn ich kann durchaus hin und wieder zur Entspannung die Printausgabe der Elle oder der Vogue oder ähnlichen Kram lesen, ohne mich hinterher schlecht zu fühlen. Es sei denn, ich habe gerade einen ganz miesen Tag, dann kann schon mal ein Blogpost dabei rausspringen. Etwa der hier: Superwoman 2.0.

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Was ich schreiben kann und was nicht. Und was das über mich aussagt.

Es gibt Tage, da überfällt mich schon morgens beim Blick in Feed- u. Newsreader eine latente Übelkeit. Mein Facebook-Newsfeed scheint ein Best-of von „Suchphrasen aus der Hölle“ zu sein. zu sein, aber nein! Das sind ja gar keine Suchphrasen, sondern die Schlagzeilen des Tages aller relevanten Frauemmagazine, die in meinem Newsfeed aufploppen und die den Anschein erwecken, als kreisten die Gedanken der Leserinnen vorrangig um zwei Dinge: um den Bauch und um Männer. Genauer gesagt: um den schlanken Frauenbauch speziell und eine tolle Figur überhaupt und um das, was Männer an uns Frauen toll finden. Das liest sich dann so [und nein, das sind nicht gesammelte Schlagzeilen der letzten Woche, sondern die beliebiger 24 Stunden aus verschiedenen Magazinen]…

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Hier keine Werbung.

Kurze Version: So interessant ich Werbung in der Theorie finde, so schließe ich sie in der Praxis derzeit für mich und dieses Blog aus. Weil ich daran zweifele, dass ich diesen Drahtseilakt hinbekomme, ohne dabei meine Glaubwürdigkeit aufs Spiel zu setzen (meine Maßstäbe an mich sind da ziemlich hoch). Und bei meiner Glaubwürdigkeit hört der Spaß für mich auf –  die ist nämlich unbezahlbar.

Dieses Blog ist und bleibt daher bis auf weiteres ein rein privates Blog auf dem es – wie gehabt – weder Werbung noch Sponsoring gibt. 

Ausführliche Version: 

#wem der Schuh passt, der möge ihn sich anziehen

Oder: Warum ich mein Blog nicht monetarisieren werde, obwohl ich das vorhatte. Es sah so gut aus und da rede ich nicht vom Blog-Design, sondern von der Tatsache, dass ich endlich bereit war, mich mehr in den Mittelpunkt zu stellen – was unvermeidbar ist, wenn man ein erfolgreicher Blogger sein möchte, der nach Höherem strebt. Ich habe tapfer meinen inneren Zweifler niedergekämpft, der immer öfter gefragt hat: „Bist du sicher, dass du wirklich so viel Mehr- u. Unterhaltungswert bietest, dass du nicht nur dein Blog, sondern auch diverse Social-Media-Kanäle bespielen kannst und musst?“ Pah, habe ich gedacht, wenn andere das können, dann kann ich das auch, denn schreiben kann ich. Und schreiben will ich. Wenn ich nicht schreibe, dann werde ich krank und unglücklich, also verbinde ich doch das Angenehme mit dem Angenehmen.

Denn was liegt für jemanden, der auch beruflich schreibt, näher, als mit dem Gedanken zu liebäugeln, das Blog ein wenig zu monetarisieren? Machen doch viele so – auch die, die nebenbei einen Job haben, der die Miete zahlt. Tja, das Fazit meines neunmonatigen Testlaufs in Richtung professionelleres Bloggen: Es ist mir auch im zweiten Anlauf misslungen, das Blog aus der Hobby-Schiene zu schieben, denn ich stehe einfach nicht dahinter. Oder nicht genug, um mehr als mal einen Affilate-Link in die Rezension o.ä. zu setzen und selbst da überlege ich mehrmals, ob das wirklich sein muss und für wen ich das tue.

Deprimiert mich alles ein bisschen, denn ich war ich wirklich fest davon überzeugt, dass ich den Bogen jetzt raushabe und über meinen eigenen Schatten springen kann. Ich habe gelernt, dass das Klappern zum (Blogger)Handwerk gehört und tatsächlich Spaß an Instagram und  Pinterest gefunden (beides möchte ich derzeit nicht missen). Ich habe endlich auch einen Account bei google+ eingerichtet (den ich gerade wieder auf Eis lege) und ich habe sogar mit Facebook Frieden geschlossen. Dachte ich. „Hier keine Werbung.“ weiterlesen

5 Tipps für erfolgreiche Blogposts + Erfolgsbooster # Dummies

#kann Spuren von Ironie enthalten

#muss aber nicht

Oder: So schnell wird aus SchreibLust der reine SchreibFrust und das meine ich – im Gegensatz zu meinen sonstigen Frotzeleien – wirklich ernst. Habe mich ja neulich selbst beweihräuchert und auch ein Ranking thematisiert, das ich schlichtweg nicht verstehe und ehrlich gesagt auch gar nicht mehr verstehen will! Und weil ich mich mit diesem Blog ja aus Gag selbst ins Ranking eingetragen habe, gab’s auch prompt die erste, der dann monatlich eintrudelnden E-Mails mit Optimierungsvorschlägen. Habe für einen Moment ernsthaft überlegt, das Bloggen gleich wieder sein zu lassen und dieses Blog abzuschießen, denn das optimierte Bloggen hat mit meiner Auffassung vom Bloggen in etwa so viel gemeinsam, wie ein Schwein mit einem Schmetterling. Oder Konservenfraß mit Sternefutter. Gut, werfen wir zuerst mal einen Blick auf die erfolgreichsten Posts des letzten Monats. Das wären…

… laut Analyse…

… und laut meiner eigenen Blogstatistik …

 

5 Tipps für erfolgreiche Blogposts…

Und nun zum Report, der Tipps enthält, um die Reichweite zu steigern, den Content zu optimieren und die Marken­wirkung des Blogs zu verbessern. Und um das für euch noch wertvoller zu machen [ihr wisst ja, Mehrwert ist das Zauberwort für fantastischen Content!], habe ich noch weitere Vorschläge eingepflegt und nicht nur stumpfsinnig den Report hier reingeklöppelt. Orientiert euch also an folgenden Hinweisen, wenn euer Blog durch die Decke gehen soll – aber heult hinterher bloß nicht rum, dass das Bloggen vorher mehr Spaß gemacht hat und dass euch nun die Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Das Leben (eines Erfolgsbloggers) ist schließlich kein Ponyhof.

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Facebook und ich. Oder: Liebe auf den ersten Blick gibt’s doch nur bei Rosamunde Pilcher.

Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Da ich die Meisterin der konsequenten Inkonsequenz bin, gibt es hierauf nur eine Antwort und die lautet: nichts. Also habe ich mir meine Schwimmflügelchen umgeschnallt, um mich nun erneut ins Facebook-Gewässer zu wagen. Nicht ganz freiwillig. Aber mit google + verhält es sich ein wenig so, wie mit dem kleinen Spielplatz bei uns ums Eck: es ist nie jemand da.  Und ein wenig größenwahnsinnig durch die Tatsache geworden, dass ich google + verstehe (bilde ich mir zumindest ein, in der Realität wird das wahrscheinlich ganz anders sein!), ging ich selbstverständlich davon aus, mir nun endlich auch Facebook locker erschließen zu können. Das war ein Irrtum.

FB lässt sich definitiv nicht intuitiv bedienen und das ist blöd, weil die spannenden Sachen  – siehe Einleitung – eben dort stattfinden. Wen auch immer ich bei google + suche… er ist nicht mehr da, sondern (wieder) bei FB. Bis auf wenige Ausnahmen. Auch die interessanten Zeitschriften- u. Magazinableger finde ich eher auf FB. Und wenn sie auf google + sind, ist der Austausch in den Kommentare nicht so rege und darauf kommt es mir auch an, denn sonst könnte ich ja die Printersion lesen. Hm… sollte Facebook nicht eigentlich schon längst tot sein? Sieht nicht so aus. Also gut. Bitteschön. Dann probiere ich es halt ein allerletztes Mal mit FB. Die Chance, dass es nun klappt, ist relativ gut, denn die erste, stets nach 60 – 180 Minuten auftauchende „Was soll der ganze Mist? Ich raff das nicht und ich will das auch nicht“-Krise, in deren Folge ich den Account stets wieder deaktiviert habe, ist umschifft. Ich bin seit genau 24 Stunden FB-Nutzer, schau’n mer mal, wie sich das entwickelt.

Multitasking? Träumt weiter…

Gab allerdings prompt die erste Schlappe zu verzeichnen, denn beim lässigen Jonglieren mit allen zeitgleich geöffneten Social-Media-Kanäle habe ich grandios versagt.  Nicht umsonst kommen kluge Menschen von der Idee des „genialen Multitaskings“ langsam wieder ab. Die Challenge, wie es neudeutsch heißt, bestand darin, zeitgleich folgenes zu tun…

  • Facebook: selbst posten, News sichten, evtl. liken und kommentieren
  • google+: selbst posten, News sichten, evtl. plussen (nicht kommentieren)
  • Instagram: selbst posten, neue Bilder sichten, evtl. herzen, unbedingt kommentieren
  • Blog: zwei halb fertige Beiträge bearbeiten, Kommentare freigeschalten und beantworten, neue Beiträge sichten, evtl. liken  und kommentieren
  • Mails: checken, beantworten, Postfach aufräumen (wie können sich nur so dermaßen viele Mails ansammeln?! Googlemail ist mir unheimlich!)
  • Den Rest des Alltags im Blick haben: ohne Worte. Essen, kochen, Haushalt, Sohn rechtzeitig wecken? Reden wir nicht drüber. Ich habe um 10:30 Uhr einen phänomenalen Anschiss kassiert, weil ich um 9 Uhr hätte reagieren müssen. Also offline. Und eben während des Schreibens habe ich mich bestimmt 10 Minuten lang gewundert, was hier so intensiv – und gar nicht mal so übel – nach Essen riecht. Tja. Das war das Essen auf meinem Herd…

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Heute hauen wir mal auf die Ka… äh… *zensiert*… den Putz.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#danke,ichbrauchekeineHilfe, ichkannmirmeinGrabselbstschaufeln.

[Anmerkung: GK = Großkotzpunkte]

Ich wurde mal von einer Kundin, studierte Germanistin übrigens, [GK+3] dafür gelobt, dass meine Texte so schön rund und in sich geschlossen wären. Hat mich natürlich einerseits sehr gefreut. Andererseits: Ich kann halt nicht anders. Das ist ein Automatismus und demzufolge ist das für mich nichts Besonderes, sondern eine Selbstverständlichkeit. [GK+2] Bis heute. Aber ab sofort gehe ich andere Wege und das fängt mit diesem Post an: Nix mit rund und in sich geschlossen, das wird geistiges Froschhüpfen par excellence werden und wenn ich  mit euch fertig bin, werdet ihr euch fragen: Und was genau wollte sie mit diesem Text sagen? Tja…das weiß ich momentan auch noch nicht so genau, ich fasele einfach mal ein bisschen vor mich hin.

Soll nochmal einer sagen, dass alte Esel nichts Neues lernen oder dass sich Menschen nicht ändern können. Ich kann. Also ich bin willens, der erste Esel zu sein, der… ähm… über sich hinauswächst und der Welt plötzlich erfolgreich suggeriert, dass er gar kein Esel ist. Sondern ein Löwe. Oder eine Glitzerfee. Oder der erste Esel, der eine diplomatische Laufbahn einschlägt. So in der Art. Kluge Leser ahnen natürlich, dass dies Anspielungen auf die Selbstvermarktung und das Netzwerken sind – in beiden Bereichen bin ich ausgesprochen talentfrei. Ich habe es sehr viel mehr mit dem Schreiben – wurde mir von verschiedenen Seiten [ohne Aufforderung meinerseits oder Fishing for compliments] bestätigt [GK+1] und nun habe ich es auch schriftlich. Weil mein Blog nämlich ein „Top 10“-Blog ist!!! [GK+10]

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Von Models, Gigi Hadid und der angesagten Währung namens Follower.

Was haben die Kassiererinnen beim Möbelschweden und Models gemeinsam? Beiden geht es an den Kragen. Das Einkaufserlebnis im gelb-blauen Möbelhaus wird ja seit geraumer Zeit um eine weitere Facette ergänzt, denn nun können die Kunden beim Zusammenwürfeln des Hot Dogs nicht nur testen, ob ihnen möglicherweise eine Tätigkeit in der Systemgastronomie zusagt, mittlerweile lässt sich anhand des eigenhändigen Einscannens von Duftkerzen und Billy-Regalen auch überprüfen, ob die Arbeit an der Kasse eine Option wäre. Die Frau an der Kasse indes wird somit überflüssig.

Und nun geht’s auch noch den Models an den Kragen! Bisher waren die ja durchaus nötig, um Posts/Artikel ansprechend bebildern zu können, denn wir wissen: Im Netz ist ohne Bild nix los. Doch nun graben ihnen die Laien das Wasser ab. Und während die Laienmodels von der Brigitte so schnell in der Versenkung verschwanden, wie sie aufgetaucht sind, schreiben ihre Onlineschwestern eine Erfolgsgeschichte, die sogar die schreibende Zunft beeinflusst. Denn nie war es leichter, neue Beiträge zu erstellen, ohne sich über die begleitenden Fotos groß den Kopf zerbrechen zu müssen. Einfach ein wenig auf Instagram rumsurfen, sich interessante Bilder angesagter Fashionistas borgen und dann lediglich noch ein bisschen Text klöppeln – fertig. Wichtig: Das Copyright zwar ungebedingt angeben, verlinkt wird aber lediglich innerhalb der eigene Seite, damit die Leser nicht abspringen. Sollen Neugierige halt selbst die Suchmaschine betätigen.

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10 Dinge, die erfolgreiche Blogger anders machen…

Ich möchte mit Spaß bloggen, ohne mir über diese ganzen Ge- und Verbote, was erfolgreiche Blogger zu tun und zu lassen haben, Gedanken zu machen. Aber so ganz entkomme ich diesen Dos und Don’ts nicht, denn alle Naselang wird selbst da, wo ich nicht gleich damit gerechnet hätte, über irgendwelche Konferenzen oder Workshops und die daraus gezogenen Erkenntnisse berichtet. Oder über den Postaufbau, die richtige Überschrift oder die Zielgruppe sinniert. Sobald ich das lese, geht in meinem Kopf der Naidoo-Alarm los: Dieser Weg ist steinig und schwer. Und ich verrate euch auch, warum das so ist – was im Umkehrschluss natürlich bedeutet: Wenn ihr die Bloggerei anders angeht als ich, könnt ihr echt erfolgreich werden. 😉

 

  • Der Erfolgskiller schlechthin: Ich habe keine Lust, allzu sehr im Mittelpunkt zu stehen. In meinen alten Blogs gab überhaupt keine Bilder von mir, maximal ein kleines auf der „About“-Seite. Dank Instagram bin ich immerhin schon notgedrungen über meinen Schatten gesprungen, weil ich ja einsehe, dass Leser gerne ein Bild von der Person haben möchten, deren Texte sie sich ständig reinziehen. Das geht mir nicht anders. Wenn beispielsweise jemand über Sport und gesunde Ernährung bloggt, interessiert es mich schon, ob die Person wenigstens halbwegs so aussieht, als würde sie ihre eigenen Tipps leben. Nichtsdestotrotz bin ich – und man mag es aufgrund meiner Schreibe kaum glauben – ein eher introvertierter Mensch. Also eigentlich sogar sehr introvertiert. Ein Einsiedlerkrebs. Wird mir manchmal als Arroganz ausgelegt, dass ich mich nirgendwo anschließe und immer mein eigenes Ding mache (ob gut oder schlecht, das steht auf einem anderen Blatt), aber nee… ich bin nicht arrogant. Ich brauche nur sehr viel weniger Menschen um mich rum als andere Menschen. Und Events und Veranstaltungen sind keine Belohnung, sondern eine Strafe. Und noch weniger muss ich im Mittelpunkt stehen. Was ungünstig ist. Denn was sagte Julia Keith (Beautyjagd) in der Allegra 1/16 im Artikel über die Bloggerwelt: „Bloggerin zu sein, erfordert auch die Bereitschaft, eine Art Popstar zu sein.“ Und wenn ich mir „große Bloggerinnen“ anschaue, also die, die eine monatliche Klickrate haben, von der andere nur träumen können und deren Kollektionen sofort ausverkauft sind, kaum dass sie sie bewerben, dann glaube ich, dass an dem Popstar-Ding was dran ist. Ob nun Star oder nicht – erfolgreiche Blogger in spe sollten wohl wenigstens so von sich überzeugt sein, dass sie gar nicht daran zweifeln, in den Mittelpunkt zu gehören und nicht mal im Traum daran denken, sich freiwillig in die letzte Reihe zu setzen.

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Social Media|Bin ich jetzt berühmt und verdiene mir eine goldene Nase? Oder muss ich dafür Social Model werden?

Neulich durfte ich erfahren, dass es überhaupt nichts bringt, folgendes ins Impressum zu schreiben: Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Hm. Das ist schade, weil ich das ja nicht zum Spaß reingeschrieben habe, sondern weil ich nicht möchte, dass man mir unaufgefordert etwas zuschickt. Darauf reagiere ich sogar höchst allergisch. Ich weiß jetzt auch nicht, was man von mir erwartet, wenn man  mir aufgrund dieses Posts Zeug zuschickt [in diesem Fall Vitamin E und Magnesium. Warum? Kann ich ohne Laboruntersuchung ja wohl schlecht testen und beurteilen, es sei denn, ich beschränke mich auf die Form und das Aussehen der Kapseln, was hirnverbrannt wäre], das ich nicht haben möchte. Ich tue einfach mal so, als hätte ich nichts bekommen. Und kleiner Tipp am Rande: Hier gibt es ein Kontaktformular. Das kann man nutzen.

Gut, mein Ruhm für einen Tag ist auch schon wieder verpufft. Der Kleinbloggeralltag hat mich wieder und so habe ich auch genug Zeit, um mal zu überlegen, wie es wohl wäre, ein großer Blogger zu sein. Ziemlich furchteinflößend, glaube ich. Muss man ja auch lernen, so im Mittelpunkt zu stehen. Es wundert mich immer noch, dass es überhaupt jemanden interessiert, was ich zu schreiben habe und die Frage, warum ich so ein übergroßes Sendungsbewusstsein habe, konnte ich mir auch noch nicht zufriedenstellend beantworten. Die Antwort lautet immer nur: Ich schreib halt gerne. Und solange ich gerne schreibe und es jemand lesen möchte, mache ich halt weiter.  Punkt.

 

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Post-Umzugskater und ein bisschen Wehmut.

Das Bloggen machte mal richtig Spaß. Wer der Meinung war, schreiben zu können und/oder sich schreibenderweise Luft machen zu wollen oder whatever, eröffnete ein Blog und ließ die Welt an seinen Gedanken, seinen DIY-Projekten oder seinen Kochrezepten teilhaben. Die Bloggerei steckte noch in den Kinderschuhen und es ging weder um Klickzahlen noch um Vermarktung oder das Design. Nur ums Schreiben und den Spaß an der Sache. Meine ersten Gehversuche machte ich damals bei myblog. Ich schrieb lediglich privates Zeug in Tagebuchform und war erstaunt, wie schnell ich damals Gleichgesinnte fand und ich finde es faszinierend, dass noch immer Blogger meiner ersten Onlinestunden unterwegs sind – mittlerweile auch auf Instagram [herzlichen Gruß an dieser Stelle an Frau Vau, Nila und Herrn Berlin]. Ich hüpfte zu WordPress und später zu Blogger und nun wieder zu WordPress. Währenddessen wurde die Blogosphäre reifer und änderte ihr Gesicht. Ein bisschen Hyaluron hier, ein bisschen Botox dort.

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