Ende der Diskussion.

Muss gestehen, dass mich derzeit nur wenig so kopfschüttelnd und ratlos zurücklässt, wie online geführte Diskussionen – wobei die Bezeichnung „Diskussion“ eigentlich nicht zutreffend ist, denn die wäre laut Wikipadia folgendes:

„Eine Diskussion ist ein Gespräch (auch Dialog) zwischen zwei oder mehreren Personen (Diskutanten), in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.“ Quelle: wikipedia

Diskussionen 2.0 haben eher was von einem Gladiatorenkampf. Es wird geätzt, gelästert und beleidigt. Ziel: Recht haben und keinen Millimeter vom eigenen Standpunkt abweichen. Akzeptanz? Fehlanzeige. Verständnis? Eher friert die Hölle zu. Höfliches Nachhaken? Ist als Kriegserklärung zu werten. Den eigenen Horizont erweitern? Unnötig – man ist allwissend. Und dabei ist es schon erstaunlich, wie schnell sich manche Menschen persönlich angegriffen fühlen, nur weil sie irgendwas lesen, was ihnen nicht in den Kram passt. Witzigerweise sind das oft diejenigen, die für  sich Toleranz einfordern und die kurz darauf alles durch den Fleischwolf drehen, was dem eigenen Konzept zuwiderläuft. Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, sich anderslautende Meinungen einfach nur mal anzuhören und drei oder fünf Sekunden darüber nachzudenken – ohne gleich reflexartig draufzuhauen oder aus dem Hinterhalt zu schießen.

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Informations-Detox. Oder: Drama! Ich habe den Valentinstag verschlafen.

Lebe nun seit sechs Wochen ohne Instagram und seit einer Woche ohne FB. Seit drei Wochen gilt der erste Blick am Morgen nicht mehr diversen Nachrichten-Apps [da schaue ich erst im Lauf des Tages vorbei], sondern der Kaffeemaschine. Katastrophenberichterstatter meide ich grundsätzlich und der Fernseher bleibt aus – Ausnahme: Fußball, Handball [Bundesliga und Champions League] und die Tagesschau sowie ausgewählte DVDs. Meine Seele hat seither 10 kg abgenommen und schläft zum ersten Mal seit langer Zeit wieder durch. Wenn nicht gerade Vollmond ist oder ich ins Grübeln gerate und mir meine Zukunft in Fifty Shades of Black ausmale.

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Come to the dark side…

In der Onlinewelt des schönen Scheins kocht sie immer mal wieder hoch, die Frage nach der Authentizität. Einerseits verständlich und ich habe mir selbst schon meine Gedanken zum Thema gemacht. Andererseits ist es auch ein bisschen absurd. Wenn ich eine Zeitschrift oder ein Magazin lese, ist es mir wurscht, ob der Schreiberling Staubmäuse unter der Couch hat oder ein schwieriges Verhältnis zu seinen Eltern. Ich will einfach nur unterhalten oder informiert werden – und zwar gut, sonst bin ich weg. Im Falle meiner Friseurin ist es mir sogar schnurzpiepegal, ob und wie authentisch sie ist. Sie macht einen guten Job und ist mir sympathisch – mehr muss ich nicht wissen. Mehr will ich nicht wissen. Weil es mich nichts angeht.

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