Sehenswert: Hach-mach-Weihnachtskitsch

Schäme mich ein bisschen dafür, dass es hier im Blog so unweihnachtlich zugeht. Keine Verlosungen und keine Geschenke, um euch dafür zu belohnen, dass ihr es schon so lange mit mir aushaltet. Kein Adventskalender, keine Rezepte, keine Bastel-, Deko- oder Geschenktipps… es ist ein Jammer. Sogar die vorweihnachtlichen Worte fehlen mir, weshalb ich mir mal die einer lieben Mitbloggerin ausleihe. Wisst ihr eigentlich, was es mit der Zeit des Apfenzglitzchen auf sich hat?

Es ist eine Zeit, die sich durch ein wenig Geheimniskrämerei, vergnügtes Werkeln, Backen und Basteln und ganz viel Vorfreude auszeichnet. Und vielleicht auch durch die Empfänglichkeit für alles Wohlige und Märchenhafte.“ [Quelle und Copyright: Frau Hummel]

Ich hätte es, wie gesagt, nicht schöner beschreiben können, weswegen ich das auch gar nicht erst versucht habe. Was das Wohlige und Märchenhafte angeht: dafür bin ich ja das ganze Jahr über empfänglich [ich sage nur: Harry Potter!], in der Vorweihnachtszeit allerdings noch ein bisschen mehr. Und darum verrate ich euch heute, was für mich unbedingt zum Apfenzglitzchen gehört, nämlich: meine liebsten Weihnachtsfilme*. Für die werfe ich sogar den Fernseher an und das will was heißen, denn würde ich den nicht benötigen, um meine Yoga-DVDs anzuschauen, könnte ich ihn fast abschaffen. Also, bereit für ein bisschen Hachmachweihnachtskitsch? Here we go…

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Vorweihnachtsolympiade? Ohne mich.

Ginge es nach meinem Adventskalender, wäre bei mir heute schon Heiligabend. Habe mir nämlich einen Kosmetik-Adventskalender gegönnt, um meinen November ein wenig aufzuhübschen. Das hat der November bitter nötig, weil das bei mir so ein Monat ist, dem ich dringend auf die Sprünge helfen muss, um seelisch nicht völlig abzukippen. Mit besagtem Kalender und der Grundeinstellung „Tu nur das, was in diesem Monat wirklich nötig ist, blende den Rest aus und lies dich stattdessen ins Nirwana!“ , klappte das überwiegend gut. Von kleinen Durchhängern mal abgesehen. Manchmal bin ich schon sehr dankbar dafür, dass ich mich selbst doch so relativ leicht übertölpeln kann –  wenn ich das möchte. Und dass der Konsumjunkie in mir dem Rest von mir gelegentlich einfach nur mal was mit der Glitzerkeule über den Schädel ziehen kann, damit Ruhe ist – für ein paar Tage.

Und damit meine Stimmung, die ich so mühsam unter Missachtung aller Adventskalenderregeln über den November gerettet habe, im Dezember nicht gleich wieder kippt, bin ich auch weiterhin recht nett zu mir. Läuft unter gesunder Egoismus und dazu gehört, dass ich mich der Vorweihnachtsolympiade und all ihren Wettkampfdisziplinen verweigere – obwohl ich die Vorweihnachtszeit sehr gerne mag. Aber das soll eben so bleiben…

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10 Dinge, die Postboten magisch anlocken…

Ihr erwartet Post? Beispielsweise… hm…einen tollen Nagellack, eine neue Wundercreme, das ultimative Supershampoo – also theoretisch –  oder ein Buch und seid schon ganz hibbelig und mit der Geduld am Ende? Dann verrate ich euch, wie ihr gemäß Murphy’s Law ein wenig schneller im Besitz eurer neuen Schätze seid. Wenn ich in meinem Leben nämlich eines gelernt habe, dann folgendes: Egal, wie sehnsüchtig ich den Post- und Paketboten auch erwarte, er klingelt immer in genau diesem einen, in genau diesem winzigkleinen Moment, in dem ich mich eigentlich außerstande sehe, die Tür zu öffnen, weil es gerade absolut überhaupt gar nicht passt oder ich mich am liebsten vor mir selbst verstecken würde…

5 Dinge, die mir Herbstlaune machen

Schluss mit gen Sonne gehaltenen Melonenschnitzen und lackierten Zehennägeln auf Instagram – es ist Zeit für Kürbiseintopf und Kuschelsocken. Und für Posts, die Sommerliebhabern und Herbsthassern mit Sicherheit nicht so gut schmecken werden, wie mir mein Eintopf. Aber wenn ich im Sommer diese Wetterlobhuddeleien über mich ergehen lassen muss – obwohl ich bei 30 Grad längst die Faxen dicke habe und bei derartigen Backofentemperaturen von einigem rede, nur nicht von „super Wetter“! – dann müsst ihr auch mal meine Herbstliebe aushalten, die… äh… genau einen Post dauert. Nämlich diesen hier. Ich verrate euch mal, was ich am Herbst mag.

 

5 Dinge, die mir Herbstlaune machen

 

1. Endlich kann ich das grünblättrige Kaninchenfutter mal beiseite lassen und auf schöne Eintöpfe umsteigen. Noch besser als Eintöpfe schmecken Aufläufe! Am besten mit Pasta und weiteren Zutaten, die eigentlich zweitrangig sind, wenn nur genug Pasta im und Käse auf’m Auflauf sind. Wer jetzt Angst um seine Figur hat, kann aufatmen: Kohlenhydrate helfen nämlich sogar beim Abnehmen. Hättet ihr nicht gedacht, nicht wahr? Ich auch nicht. Der ernährungstechnisch halbwegs aufbeklärte Mensch hat ja mittlerweile kapiert, dass Kohlenhydrate Teufelszeug sind, das uns von Twiggy zu Bud Spencer macht. Da kommt mir die Entwarnung also sehr gelegen – im nächsten Frühjahr wird sich dann zeigen, ob die Kohlenhydrate wirklich beim Abnehmen geholfen haben, oder ob ihr mich Bud nennen dürft. „5 Dinge, die mir Herbstlaune machen“ weiterlesen

5 Dinge, die ich als introvertierter Mensch nicht mehr hören möchte.

Ich schreibe selten über meine Introversion, weil ich keinen Sinn darin sehe, das groß zu thematisieren – die Welt wird sich für mich nicht ändern, also muss ich mich irgendwie mit mir arrangieren. Und wenn ich schon darüber schreibe, würde ich ja lieber was sagen à la: Nimm dich so an, wie du bist – du bist absolut in Ordnung so, weil es nun mal introvertierte und extrovertierte (extravertierte) Menschen gibt.

Aber kann man das überhaupt guten Gewissens einfach so schreiben? Das Problem ist ja, dass es keine zweite Chance für den ersten Eindruck gibt. Und dass wir es mittlerweile perfektioniert haben, alles schnell zu scannen und infolgedessen zu entscheiden, wem oder was wir noch mehr Aufmerksamkeit schenken. Doch was mache ich als introvertierter Mensch, wenn ich die Chance habe, einen ersten Eindruck zu hinterlassen? Ich halte mich – wie üblich in ungewohnten Situationen – immer im Hintergrund und schaue mir die Sache erstmal an, gerne auch ein bisschen länger und manchmal eventuell zu lange. Das hinterlässt welchen Eindruck? Im besten Fall gar keinen. Im schlimmsten Fall werde ich irgendwo in die Schuladen „langweilig“ bis „desinteressiert“ oder sehr oft in die Schublade „arrogant“ gepackt. Und ist die Schublade erstmal zu, ist es verdammt schwer, da wieder rauszukommen. Also hadere ich ein wenig mit meiner Introversion und das liegt nicht an der Introversion selbst, sondern daran, dass ich mich in einer extrovertierten Welt behaupten soll. Ebenso gut könnte man sich einen Fisch schnappen und ihm sagen: „Du wohnst ab sofort in dieser Hütte am Strand und wage es ja nicht, hier rumzuzicken und dich blöd anzustellen – es liegt lediglich an dir, was du daraus machst.“ Ja. Natürlich. Und im Himmel ist Jahrmarkt und wenn das Pferd sich nur ein bisschen mehr Mühe gibt, dann können wir demnächst  die Bäume hochreiten. Aber manchmal … also hin und wieder … an einem schlechten Tag, der unter der unheilvollen „Vollmond trifft auf PMS“-Kombination steht, da platzt mir der Kragen. Weil mir mal wieder jemand in mich reinredet, der überhaupt keine Ahnung davon hat, wie introvertierte Menschen ticken…

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#Erfolgs-Coaching für Dummies. 5 Tipps für ein glückliches und erfolgreiches Leben. Oder: Ja! Auch du kannst es schaffen!!!

#kannSpurenvonIronieenthalten

#mussabernicht

In den letzten Monaten [okay, gelogen… es waren Jahre, aber wer gibt denn das freiwillig zu?!] habe ich mich ein wenig mit Menschen beschäftigt, die anderen Menschen erklären, wie sie ihr Leben in den Griff bekommen oder lang gehegte Träume in die Tat umsetzen können. Das geschieht oft auf schneeweißen Webseiten, auf denen einem beim Lesen im Sekundentakt rosafarben unterlegte Aufforderungen [„Werde auch du Teil unserer tollen Community!“, „Fordere dein E-Book an, gratis!!!“, „Du willst erfolgreich sein? Dann lass dich von mir dabei unterstützen – abonniere meinen Newsletter!“ etc.] um die Ohren plopppen und es ist auch ein dankbares und lukratives Betätigungsfeld, weil nur wenige von uns ihr Potenzial voll ausschöpfen. Und wer möchte schon freiwillig unter seinen Möglichkeiten leben? Zumal es ja auch gar nicht mehr so leicht ist, einfach unter seinen Möglichkeiten zu leben, wenn einem von allen Seiten „verwirkliche dich selbst“-Tipps entgegengeschleudert werden und „das Netz“  einem die entsprechenden Erfolgsstorys rund um die Uhr frei Haus liefert. Sagt doch mal: Seid ihr zufrieden mit eurem Leben? So richtig? Also ich meine: Steht ihr wirklich jeden Morgen singend und tanzend auf, weil ihr es gar nicht fassen könnt, wie wundervoll und großartig euer Leben ist?! Nein?! Na das muss doch aber nicht sein. Ist heute schließlich einfacher denn je, dem Leben die entscheidende Wendung zu geben. Ihr könntet beispielsweise:

  • Als  digitaler Nomade ein erfolgreiches Onlinebusiness aufziehen, das sich damit beschäftigt, anderen zu verraten, wie sie ein gigantisch gut laufendes Onlinebusiness aufziehen, das monatlich ein fünfstelliges Einkommen generiert, so dass der Mac wahlweise in der Südsee, an der Ostsee oder in der heimsichen Badewanne angeworfen wird. [Macht einen atemlos, nicht wahr? Und das liegt sicher nicht nur an dieser Mordschachtelsatzkonstruktion, an der ich lange gefeilt habe!]
  • Als Mompreneur arbeiten und… ähm… selbst gefilzte Eierwärmer bei Etsy oder Dawanda verkaufen oder – siehe oben – ein total erfolgreiches Onlinebusiness aus dem Boden stampfen.
  • In drei Wochen 100 kg abnehmen – ohne Diät oder sonstigen Verzicht. Der Clou: Ihr esst nur noch dann, wenn ihr Hunger habt und hört auf euren Körper, ich habe das hier schon mal beschrieben – gratis – und sorgt für ausreichend Schlaf.
  • Oder wolltet ihr nicht schon immer ein eigenes Café oder ein Yoga-Studio eröffnen? Einen Blumenladen?!
  • Euch im kreativen Bereich selbst verwirklichen?  Oder anderen dabei helfen, ihr Potenzial voll auszuschöpfen?

 

Na bitte, geht doch. Und nachdem wir dieses zarte Wunschpflänzchen ans Tageslicht gezerrt haben, wird es Zeit, den Hintern hochzubekommen. Und da, das muss ich jetzt einfach mal so sagen, habt ihr großes Glück, dass ihr mich habt. Denn ich werde euch dabei helfen, diesen Wunsch mit Leben zu füllen. Auch gratis.

Es ist nun zwar nicht so, dass ich die Weisheit mit Löffeln gefressen habe, denn wenn ich das getan hätte, hätte ich ja finanziell ausgesorgt und  würde meine Blogposts nicht am Wohnzimmertisch sitzend schreiben, sondern aus einer sanft schaukelnden Hängematte heraus und meine einzige Sorge wäre die, dass mir keine Kokosnuss auf den Kopf knallt. So ist es nicht und das Ding mit der Kokosnuss ist mein kleinstes Problem, viel problematischer ist die Tatsache, dass ich alles gratis verschleudere. Allerdings habe ich diverse Bücher und Blogposts zum Thema gelesen, so dass ich euch guten Gewissens – kostenlos [ich will nicht immer gratis sagen] und total uneigennützig! – an meinem Wissen teilhaben lassen kann, indem ich das gequirlte Blabla mal für euch aufbereite. Also… fertig für den Erfolg? Here we go.

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Verflixte Tage drehen. Oder: Turn shit into gold.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#mussabernicht

Ich bin ja eine belesene Frau – magazintechnisch gesehen. Und so weiß ich selbstverständlich, was ich tun muss, um Stroh in Gold zu verwandeln – also einen bescheidenen Tag in einen guten zu drehen. Oder um es mal ganz plakativ mit den Worten von Familientherapeutin Virginia Satir auf den Punkt zu bringen: „Turn shit into gold“. Schauen wir uns mal die Ausgangsbasis an. Einen Grottentag, den ich in einen wunderbaren Tag zu verwandeln habe…

  • Werde nachts aus Gründen, die ich hier zum Schutz der Privatsphäre anderweitig Beteiligter nicht nennen kann, mehrmals aus dem Halbschlaf gerissen. Das ist nie eine Basis für einen guten Tag. Nie.
  • Wache daher morgens um 6:45 Uhr äußerst ungnädig gestimmt auf.  Da war doch was… Ein Stimmchen in meinem Kopf, das verdammt nach dem Junior klingt, flüstert: „Der QR-Code von meinem Ticket für die Hinfahrt an die Ostsee wird nicht erkannt. Bist du sicher, dass du beim Umbuchen alles richtig gemacht hast?“ Shit. Stehe senkrecht im Bett. So schnell war ich schon lange nicht mehr wach.

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10 Dinge, die dir zeigen, dass du alt wirst…

Seit einigen Monaten bin ich nun 44 und so langsam wird mir klar, dass die Zeit rennt! Nur noch sechs Jahre, um mich durch so witzige Büchlein wie „Endlich 40! Was Sie immer schon tun wollten“ zu arbeiten, die mich mit kleinen Weisheiten oder einem Zitat wie diesem erfreuen:

„Wer als Vierzigjähriger dieselben Ansichten wie ein Zwanzigjähriger vertritt, muss über Jahre hinweg verblödet sein. Er figuriert nicht als Prophet, sondern als unbelehrbares Balg, viel verdroschen und kein bisschen weise.“ (Robert Louis Stevenson)


Nun liegt das Büchlein ja seit vier Jahren hier rum, aber ich habe mich von der 40 partout nicht angesprochen gefühlt, denn alt sind immer nur die anderen. Theoretisch. Praktisch bemerke ich allerdings, dass ich scheinbar doch nicht in den ewigen Jungbrunnen gefallen bin…

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#Bloggen für Dummies: 10 beliebte Blog-Kommentare und ihre Übersetzung.

#Text kann eine größere Portion Ironie enthalten.
#oder sogar Spuren von Satire.

 

Es ist ja so eine Sache mit den Worten. Schon Mark Twain sagte: „Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.“ Wohl dem, der mit Worten umzugehen vermag und auch mal in der Lage ist, ihre wahre Bedeutung zu entschlüsseln. Denn zwischen Schein und Sein liegt oft… gemein. 😉

 

  • Situation A: Ihr kennt blumige Beschreibungen in Reisekatalogen, die einem vor Ort die Kinnlade runterklappen lassen? Der „aufstrebende Ferienort“ besteht aus 10 halbfertigen Bettenhochburgen in der Pampa, einer Kneipe, einem Souvenirshop und der „unaufdringliche Service“ im Hotel wirft euch die Brötchen im Vorübergehen auf den Teller und säbelt euch mit Blicken in feine Scheibchen, wenn ihr euch erdreistet zu fragen, warum das Frühstückbüffet um 9 Uhr schon ratzekahl ist.

 

  • Situation B: der klassische Post-Shopping-Kater. Neue Hose oder neues Shirt erbeutet – beides zwar nicht schlecht, sonst wäre es ja im Laden geblieben, aber irgendwas stimmt da trotzdem nicht. Also stellt ihr Fragen. Etwa: „Sag mal Mausefürzchen, sehe ich in dem Shirt irgendwie schwanger aus? Das trägt im Profil schon auf, oder?“ Schweigen. „Ach was mein Zuckerschnäuzchen. Du hast einfach eine weibliche Figur und das liebe ich an dir.“ Funktioniert selbstverständlich auch andersrum. „Zuckerschnäuzchen, findest du, dass meine Haare dünner geworden sind?“ Schweigen. „Dünner? Nein, ist mir nicht aufgefallen. Aber sag mal, wie findest du die Frisur von Pep Guardiola? Die würde dir sicher richtig gut stehen. Du bist der Typ dafür.“ 

 

Das hat rein gar nichts mit einer faustdicken Lüge zu tun!

 

Es ist mehr der alltägliche und sehr  kreative Umgang mit der Wahrheit durch die großzügige Verwendung von sozialem Schmierstoff [auch bekannt als: der gemeine Schleim] und das Zurechtbiegen bzw. Ignorieren von potenziellen Problembären. 

 

Das ist im wahren Leben so – und es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass es auch in der Bloggerwelt gilt. Also, theoretisch, nicht wahr? Praktisch wäre es natürlich ein Skandal. Aber spielen wir das doch mal weiter durch und schauen, wie zurechtgebogene und mit gemeinem Schleim behandelte Kommentare aussehen könnten. Vielleicht wie folgt…

10 Dinge, die ich mal machen könnte…

Kennt ihr diese Listen à la „10 Dinge, die man bis zu seinem 40. Geburtstag gemacht haben soll“ oder diese Bucket-Lists „10/30/200/1000 Dinge, die man in seinem Leben gemacht haben sollte“? Finde ich blöd. Und weil man ja öfter mal über seinen Schatten springen soll oder es eben mit genau den Dingen versuchen soll, die einem bisher weniger zusagten, erstelle ich jetzt so eine Liste. Aber eine, die ich mag. Logisch, weil ich ja per se erstmal nichts mache, von dem ich schon vorher weiß, dass es blöd wird, so blöd bin nicht mal ich.

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Ich bin ja gar nicht naturschön! Aber ich kann tricksen…

In Wirklichkeit bereitet mir beim Aussehen überhaupt keine Arbeit. Graue Haare habe ich mit 43 noch nicht. Ich weiß, das ist sensationell und ich kann es selbst kaum fassen! Ebenso wenig bereitet es mir Probleme, seit ca. 16 Jahren annähernd meine Figur zu halten. Ich kann ja essen, was ich will und ich nehme nicht zu. Gute Gene, 2 Liter Wasser am Tag, viel Bewegung … ihr kennt die Geschichten. Bla, bla, blaaa.

Gut, das ist die offizielle Version. Inoffiziell bin ich in Wochen, in denen Bewegung und Ernährung zu kurz kommen und engere Klamotten angesagt sind, die Queen of the Presswursthöschen. Denn Fakt ist: Ich habe was von einem kleinen Gärtchen. Werde ich gehegt und gepflegt (von innen – mit Licht, Luft und Liebe – und von außen), ist alles super. Wenn nicht, dann ähnele ich einem dieser Naturgärten, die die „Ich schneide die Rasenkante mit der Nagelscheren“-Fraktion (Die gibt es wirklich! Ich habe es gesehen!) in den Wahnsinn treiben. Ich liebe Naturgärten – finde ich viel schöner als englischen Rasen – aber ich bin mir nicht sicher, ob ich selbst einer sein möchte. Und darum trickse ich und stehe auch dazu. 😉

1. Frische-Kick mit Trockenshampoo: Um Trockenshampoo habe ich ja lange einen großen Bogen gemacht. Das war für mich alter Muff, der mich an meine Oma erinnert hat. Außerdem fand ich die Vorstellung, die Haare nicht zu waschen, sondern Trockenshampoo auf den fettigen Haaransatz zu nebeln, ziemlich… nun ja… unappetitlich. Und dann schwappte diese „ich nehme auch ein Trockenshampoo“-Welle durch die Blogosphäre und ich stieß durch diese wunderbare Bloggerin (die mittlerweile nur noch auf Instagram zu finden ist) auf die Produkte von Lee Stafford. Nein, wir schauen lieber nicht bei Codecheck, was die zu den Shampoos und Haarkuren von Stafford sagen. Aber ich sage euch, dass ich den Geruch der Produkte phänomenal finde. Ich bin ein bisschen süchtig danach. Shampoo und Kur nehme ich mittlerweile nicht mehr, aber beim Trockenshampoo Lee Stafford Dry Shampoo Original blieb ich kleben. Gibt’s sogar für dunkles Haar und das werde ich demnächst ausprobieren. Das Trockenshampoo nehme ich übrigens nicht nur, wenn ich die Haarwäsche auf den zweiten Tag (länger halte ich’s derzeit beim besten Willen nicht aus) schieben möchte, sondern ich sprühe es gelegentlich sogar ins frisch gewaschene Haar. Warum? Weil es die Haare griffiger macht und schönes Ansatzvolumen verleiht. Die Haare lassen sich danach einfach besser stylen. Und der Geruch… wenn es nicht so abwegig wäre, würde ich das Zeug wohl auch als Deo oder Parfüm benutzen. 😉 „Ich bin ja gar nicht naturschön! Aber ich kann tricksen…“ weiterlesen

10 Dinge, die mein Smartphone mit mir macht…

Nach zwei Jahren als Smartphone-Nutzer ist es mal Zeit, eine kleine Bilanz zu ziehen. Brauche ich das Ding überhaupt? Immerhin habe ich vorher jahrelang ohne gelebt und mich heftig dagegen gesträubt, so ein Teil in mein Leben zu lassen. Fakt ist: Ich möchte dieses Multitaskingwunder, das im Dezember 2014 von mir Besitz ergriff… äh… das im Dezember 2014 in meinen Besitz gelangte, nicht mehr missen. Aber: Es verändert mich auch. Also genauer gesagt: Mich und mein Onlineverhalten.

1. Ich sage noch schneller als bisher „Ich googele mal kurz“. Klar, muss ja nun nicht mehr mühsam den Laptop hochfahren. Ich warte auf den Tag, an dem ich das eigenständige Denken sowie Überlegungen jeglicher Art einstelle und auf wie auch immer geartete Fragen antworte: „Moment. Ich frage mal mein Smartphone.“ Denn mein Smartphone ist wie Chuck Norris – es kann alles, es weiß alles. Und es sucht nie, sondern es findet. Und wenn es – wie der große Chuck – die Niagara Fälle löst, die Formel 1 ausrechnet, die 100m in einer Sekunde läuft, weil es eine Abkürzung kennt oder Zwiebeln zum Weinen bringt und Bücher so lange anstarrt, bis sie ihm freiwillig verraten, was es wissen will, dann habe ich definitiv das coolste Smartphone der Welt und dann werde ich es Chuckie nennen und… na lassen wir das.

2. Ich speichere mir beim Surfen ständig kleine Inspirations- und Motivationsbildchen ab. Und bin der festen Überzeugung, dass ich mir all das später wieder und wieder anschauen werde und so zu einem durchweg positiven, hammermäßig motivierten und inspirierten Strahlewesen werde. Ich glaube sogar zu wissen, dass es all die Jahre immer wieder in verschiedenen Bereichen gehakt hat, weil mir ebendiese Inspirations- und Motivationsbildchen gefehlt haben! Das konnte ja nichts werden! Nun ja… Fakt ist: Ich schaue mir von dem superinspirierenden Motivationskram hinterher kaum mehr was an – abgespeichert und aus dem Sinn.

 

3. Ich lese anders. „Textwüsten“, wie ich sie bisweilen selbst gerne fabriziere [Liebe Smartphoneleser, bitte verzeiht mir! Ich hatte ja keine Ahnung, wie beschissen sich meine Texte auf so nem Winzdisplay lesen lassen und was ich euch damit antue! Es tut mir leid! Und ihr seid Helden, dass ihr euch das angetan habt…] schrecken mich ab und wenn ich sie überhaupt lese, tendiere ich dazu, sie eher grob zu überfliegen. Sehr grob. Unstrukturierte Texte ohne Absatz oder irgendwas ziehe ich mir eigentlich nur noch höchst selten rein.

 

4. Ich kommentiere anders. Und zwar weniger wortreich, weil das Tippen auf dem Smartphone echt mühsam und die Autokorrektur ein Mistbiest ist.  Manchmal kommentiere ich auch gar nicht, weil ein kurzer Kommentar mehr als unangemessen wäre und ich meinen Senf dann lieber später via Laptop dazugeben möchte. Dumm nur, dass ich das dann meist vergesse, weil schon wieder so viel neue Blogeinträge aus dem Feedreader ploppen, dass ich mit dem Lesen der aktuellen Post kaum hinterherkomme – geschweige denn mit dem Kommentieren der alten.

 

5. Der letzte Blick am Abend und der erste am Morgen gebühren meinem Smartphone, mit dem ich eine Online-Runde [Instagram, Blogs, Mails, Feeds etc.] mache. Könnte ja sein, dass ich innerhalb der letzten Stunden was wahnsinnig Wichtiges verpasst habe – möglicherweise dreht sich die Welt jetzt andersrum oder der Himmel geht eine Kooperation mit einem italienischen Modehaus ein und nun heißen die Wattewölkchen nicht mehr Wattewölkchen, sondern… äh… „Flausch! by Donnerteller Versace“.  Bis jetzt ist innerhalb von nur wenigen Stunden zwar noch nichts derart Spektakuläres passiert, aber weiß man das vorher?! Na eben…

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