#Nostalgieflash. Früher war alles besser. Oder?

Glaube, es liegt derzeit was in der Luft und das nennt sich L’Eau de Nostalgica oder so ähnlich. Erst lief in den letzten Wochen im Radio in Dauerschleife „Stressed out“ von den Twenty One Pilots, woraufhin ich bei jedem „Wish we could turn back time, to the good old days“, einen Nostalgieflash bekam. Obwohl ich definitiv nicht zu denen gehöre, die gerne seufzen: „Früher war alles besser“. Dann war dem Flow-Magazin ein Erinnerungsbüchlein beigelegt, in dem man auf 30 Seiten anhand von Fragen und Anregungen (wie „Zähle 5 Lieblingsgerichte deiner Kindheit auf“ oder „Ob Pippi Langstrumpf, Fünf Freunde oder das Sams: Welche Bücher hast du als Kind gelesen? Welche Filme gesehen? Und was waren in deiner Kindheit und Jugend deine Lieblingsserien?“) in der Vergangenheit schwelgen kann. Und auch beim Konsumkaiser gab’s neulich eine Reise in die 8oer (Stu-Stu-Studio Line… erinnert ihr euch noch?) Nun mal Butter bei die Fische. Wann habt ihr denn das letzte Mal:

  • ein paar Monchichis geknuddelt,
  • den Walkman geschnappt und eine Cassette eingeworfen,
  • abends einen Film aus der Videothek geholt,
  • oder in einem Poesiealbum geblättert?

Na? Lange her, nicht wahr? Stellt sich die Frage, ob das so tragisch ist. Denn was genau war an diesem Kram eigentlich so toll?! Lassen wir das Zeug doch mal Revue passieren…

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#Bloggen für Dummies: 10 beliebte Blog-Kommentare und ihre Übersetzung.

#Text kann eine größere Portion Ironie enthalten.
#oder sogar Spuren von Satire.

 

Es ist ja so eine Sache mit den Worten. Schon Mark Twain sagte: „Der Unterschied zwischen dem richtigen Wort und dem beinahe richtigen ist derselbe Unterschied wie zwischen dem Blitz und einem Glühwürmchen.“ Wohl dem, der mit Worten umzugehen vermag und auch mal in der Lage ist, ihre wahre Bedeutung zu entschlüsseln. Denn zwischen Schein und Sein liegt oft… gemein. 😉

 

  • Situation A: Ihr kennt blumige Beschreibungen in Reisekatalogen, die einem vor Ort die Kinnlade runterklappen lassen? Der „aufstrebende Ferienort“ besteht aus 10 halbfertigen Bettenhochburgen in der Pampa, einer Kneipe, einem Souvenirshop und der „unaufdringliche Service“ im Hotel wirft euch die Brötchen im Vorübergehen auf den Teller und säbelt euch mit Blicken in feine Scheibchen, wenn ihr euch erdreistet zu fragen, warum das Frühstückbüffet um 9 Uhr schon ratzekahl ist.

 

  • Situation B: der klassische Post-Shopping-Kater. Neue Hose oder neues Shirt erbeutet – beides zwar nicht schlecht, sonst wäre es ja im Laden geblieben, aber irgendwas stimmt da trotzdem nicht. Also stellt ihr Fragen. Etwa: „Sag mal Mausefürzchen, sehe ich in dem Shirt irgendwie schwanger aus? Das trägt im Profil schon auf, oder?“ Schweigen. „Ach was mein Zuckerschnäuzchen. Du hast einfach eine weibliche Figur und das liebe ich an dir.“ Funktioniert selbstverständlich auch andersrum. „Zuckerschnäuzchen, findest du, dass meine Haare dünner geworden sind?“ Schweigen. „Dünner? Nein, ist mir nicht aufgefallen. Aber sag mal, wie findest du die Frisur von Pep Guardiola? Die würde dir sicher richtig gut stehen. Du bist der Typ dafür.“ 

 

Das hat rein gar nichts mit einer faustdicken Lüge zu tun!

 

Es ist mehr der alltägliche und sehr  kreative Umgang mit der Wahrheit durch die großzügige Verwendung von sozialem Schmierstoff [auch bekannt als: der gemeine Schleim] und das Zurechtbiegen bzw. Ignorieren von potenziellen Problembären. 

 

Das ist im wahren Leben so – und es liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass es auch in der Bloggerwelt gilt. Also, theoretisch, nicht wahr? Praktisch wäre es natürlich ein Skandal. Aber spielen wir das doch mal weiter durch und schauen, wie zurechtgebogene und mit gemeinem Schleim behandelte Kommentare aussehen könnten. Vielleicht wie folgt…