Es lebe die Drama Queen.

#kann_Spuren_von_Ironie_enthalten

#muss_aber_nicht

Vor einiger Zeit kam mir ein Artikel unter, der mich wie ein HB-Männchen hochgehen ließ. Glückliche und zufriedene Menschen wären langweilig, hieß es. Das hat mich so auf die Palme gebracht, dass mich erst der Schock darüber, dass ich schon so alt bin, dass ich das HB-Männchen noch im Kino gesehen habe, wieder runterpurzeln ließ. Pah, was für ein Blödsinn… würde ich jetzt gerne schreiben. Allerdings steckt da vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit drin. Dachte ich zumindest neulich, als ich es mit einem dieser genügsamen, sich selbst genügenden Menschen zu tun hatte. Die Art von Mensch, die ich eigentlich selbst irgendwann mal werden wollte.

Jemand, der unnötigem Konsum ebenso entsagt wie unnötigen Gedanken. Und der total abgeklärt und so was von gechillt sowie maximal minimalistisch in seiner schneeweißen Butze lebt. Jemand, der von jetzt auf gleich seine gesamte Habe in zwei winzige Köfferchen packen und ins neue Domizil umziehen könnte – die schuhkartongroße Höhle auf dem Berg der Erleuchteten, garantiert WLAN-frei und der nächste Laden drei Tagesreisen entfernt. Die personifizierte Gelassenheit, die für alles und jeden Verständnis hat – vor allem für sich selbst. Ja, so ein Mensch wollte ich werden und ich habe es in den vergangenen drei Monaten wirklich versucht. Nur: warum eigentlich? Was genau ist daran so erstrebenswert? „Es lebe die Drama Queen.“ weiterlesen

The Blue Sky Tag

Ihr merkt, dass es hier momentan ein bisschen ruhiger ist. Und das, obwohl ich weltbewegenden Kram zu erzählen hätte. Kleiner Scherz. Kostprobe gefällig? Nach 7 Jahren hat mein Sleek & Curl von Remington gestern das Zeitliche gesegnet und das ist wirklich tragisch. Endlich haben die Haare eine fürs Curlen sinnvolle Länge bis knapp über die Schulter erreicht, sodass es nicht mehr nach „explodiertes Sofakissen“ aussieht und dann das. Was noch? Die Waschmaschine macht neuerdings nach jedem Waschgang ein Pfützchen. Indiskutabel. Das Teil ist gerade mal 4 Jahre alt. Vier! Tja… weltbewegende Probleme, ich sag’s ja. „The Blue Sky Tag“ weiterlesen

Ende der Diskussion.

Muss gestehen, dass mich derzeit nur wenig so kopfschüttelnd und ratlos zurücklässt, wie online geführte Diskussionen – wobei die Bezeichnung „Diskussion“ eigentlich nicht zutreffend ist, denn die wäre laut Wikipadia folgendes:

„Eine Diskussion ist ein Gespräch (auch Dialog) zwischen zwei oder mehreren Personen (Diskutanten), in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.“ Quelle: wikipedia

Diskussionen 2.0 haben eher was von einem Gladiatorenkampf. Es wird geätzt, gelästert und beleidigt. Ziel: Recht haben und keinen Millimeter vom eigenen Standpunkt abweichen. Akzeptanz? Fehlanzeige. Verständnis? Eher friert die Hölle zu. Höfliches Nachhaken? Ist als Kriegserklärung zu werten. Den eigenen Horizont erweitern? Unnötig – man ist allwissend. Und dabei ist es schon erstaunlich, wie schnell sich manche Menschen persönlich angegriffen fühlen, nur weil sie irgendwas lesen, was ihnen nicht in den Kram passt. Witzigerweise sind das oft diejenigen, die für  sich Toleranz einfordern und die kurz darauf alles durch den Fleischwolf drehen, was dem eigenen Konzept zuwiderläuft. Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, sich anderslautende Meinungen einfach nur mal anzuhören und drei oder fünf Sekunden darüber nachzudenken – ohne gleich reflexartig draufzuhauen oder aus dem Hinterhalt zu schießen.

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