Magic Goals für Spatzenmenschen.

Überraschung: 2017 steht vor der Tür! Das weiß ich sehr genau, weil ich Menschen folge, die sich Organisation und Life-Coaching auf die Fahnen geschrieben haben und weil ich darüber hinaus auf Facebook einige Male zu oft entsprechende Posts gelikt habe, so dass mir nun ständig Blogeinträge oder Werbeeinblendungen für Kalender, Organizer oder „Plane dein neues (bestes) Jahr und dein Leben“-Workbooks und ähnliches um die Ohren fliegen. Nebenbei bemerkt sind diese Werbeeinblendungen gut. Passgenau. So passgenau, dass ich gar nicht wissen will, was FB noch über mich weiß, aber das ist jetzt nicht das Thema. Nach zwei Werbeinblendungen war mir klar: ich brauche einen Organizer. Nach einem Dutzend Werbeeinblendungen und dem Konsum meiner favorisierten Blogs umd Instagramaccounts wusste ich: einer reicht nicht, ich brauche zwei Organizer. Mindestens. Am liebsten sogar für jeden Lebensbereich einen, andererseits hätte ich dann zu viel Organizer für zu wenig noch zur Verfügung stehende Zeit. Auch blöd.

Außerdem brauche ich Ziele! Viele Ziele! Warum? Weil ich es nötig habe und weil ich nie wieder in einem Workbook schon auf den ersten Seiten ins Straucheln geraten möchte. Nämlich bei den Fragen, wie die bisherigen Ziele aussahen und was ich gerne sonst noch in 2016 erreicht hätte. Nachdem sich diese Fragen einige Tage fröhlich in mein Hirn frästen, wurde mir nämlich klar, dass ich keine konkreten Ziele hatte – nur Wünsche. Und dass diese Wünsche im Sinne der persönlichen Weiterentwicklung nichts taugen. Gar nichts. Ich bin da einfach zu schlicht gestrickt und das fängt schon damit an, dass mich die Tatsache nervt, dass Ziele heute nicht mehr Ziele heißen. Sondern Magic Goals. Klar, das klingt gehaltvoller und nach mehr Sternenstaub und Feenglitzer.

„Magic Goals für Spatzenmenschen.“ weiterlesen

Ally Jahre wieder…

Klingt, als hätte ich ein bisschen zu viel Glühwein intus – was selbstverständlich nicht der Fall ist, ich bin doch nicht lebensmüde! Nachdem ich fleißig diese auf ein bewussteres Leben ausgerichteten Seiten gelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass ich ab sofort nur noch von Luft und Liebe [beides natürlich so rein wie frisch gefallener Schnee!] leben werde, weil mich alles andere über kurz oder lang erst schleichend vergiften und anschließend umbringen wird. Das ist jetzt aber nicht das Thema, weil zu giftbratzig und hirnanregend für diese von Glitzer, Flausch und Liebe durchdrungene Jahreszeit, also wenden wir uns mal flugs weihnachtlichem Gedöns zu – ihr könnt das Hirn wieder auf Standby schicken.

Nachdem ich in den vorigen Jahren – ja, Plural! – trotz Glühwein und Lebkuchen so gar nicht in Weihnachtsstimmung war, hat mich in diesem Jahr irgendwas schwer christmasfiziert. Ich nehme an, das geht auf das Konto von Frau Hummel, dieser Apfenzglitzchenfee. Oder auf das von Ally McBeal. Von der und ihren Mitstreitern, allen voran Vonda Shepard, gibt es nämlich die CD „A very Ally Christmas“ , die ich irgendwann mal günstig bei den amazonen runtergeladen und anschließend ignoriert habe, weil ich ja nie in Weihnachtsstimmung war und auch nichts daran ändern wollte. In diesem Jahr läuft die Ally-Musik allerdings rauf und runter. Ich beobachte das – also mich und mein Verhalten – höchst interessiert und milde verwundert, aber letztendlich kann man ja auch nicht nur Disturbed oder Slipknot hören und ein bisschen Robert Downey Jr. [River, Chances oder Every breath you take] ist durchaus eine nette Abwechslung. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen, denn nun wünsche ich mir Weihnachtsfilme [nämlich die hier] und Weihnachtsbücher – und ich bekomme sie, weil ich mir das Zeug ganz einfach selber schenke. Wer wartet denn mit 44 noch auf den Weihnachtsmann?!

„Ally Jahre wieder…“ weiterlesen

Sehenswert: Hach-mach-Weihnachtskitsch

Schäme mich ein bisschen dafür, dass es hier im Blog so unweihnachtlich zugeht. Keine Verlosungen und keine Geschenke, um euch dafür zu belohnen, dass ihr es schon so lange mit mir aushaltet. Kein Adventskalender, keine Rezepte, keine Bastel-, Deko- oder Geschenktipps… es ist ein Jammer. Sogar die vorweihnachtlichen Worte fehlen mir, weshalb ich mir mal die einer lieben Mitbloggerin ausleihe. Wisst ihr eigentlich, was es mit der Zeit des Apfenzglitzchen auf sich hat?

Es ist eine Zeit, die sich durch ein wenig Geheimniskrämerei, vergnügtes Werkeln, Backen und Basteln und ganz viel Vorfreude auszeichnet. Und vielleicht auch durch die Empfänglichkeit für alles Wohlige und Märchenhafte.“ [Quelle und Copyright: Frau Hummel]

Ich hätte es, wie gesagt, nicht schöner beschreiben können, weswegen ich das auch gar nicht erst versucht habe. Was das Wohlige und Märchenhafte angeht: dafür bin ich ja das ganze Jahr über empfänglich [ich sage nur: Harry Potter!], in der Vorweihnachtszeit allerdings noch ein bisschen mehr. Und darum verrate ich euch heute, was für mich unbedingt zum Apfenzglitzchen gehört, nämlich: meine liebsten Weihnachtsfilme*. Für die werfe ich sogar den Fernseher an und das will was heißen, denn würde ich den nicht benötigen, um meine Yoga-DVDs anzuschauen, könnte ich ihn fast abschaffen. Also, bereit für ein bisschen Hachmachweihnachtskitsch? Here we go…

„Sehenswert: Hach-mach-Weihnachtskitsch“ weiterlesen

Chakka, ich bin ein Einhorn!

Mit all der Konsequenz, die ein inkonsequenter Mensch besitzt, habe ich vor einiger Zeit den Frauenzeitschriften abgeschworen [Rückfälle bisher: drei, allerdings habe ich online drei Ausgaben der emotion gekauft, das zählt eigentlich anders]. Seither lese ich meine Bücherregale leer und schränke parallel dazu meinen Social-Media-Konsum erheblich ein und das ist auch besser so, denn sobald ich meine zwischen die Buchdeckel gepresste Welt verlasse, bekomme ich die Krise. Offenbar schlägt die Welt, die wir uns selbst geschaffen haben, mittlerweile vielen von uns so dermaßen aufs Gemüt, dass es an jeder Ecke Lebensweisheiten to go gibt.

Im Supermarkt leuchtet es auf dem knalloragenfarbenen Cosmopolitan-Cover: „Aufregend anders. Was unperfekte Frauen so unwiderstehlich macht.“ Und daneben rotzt die emotion: „Wir sind unperfekt – na und?“ Stellt sich mir allerdings die Frage: Wie unperfekt ist denn unperfekt… für die Cosmopolitan und die emotion? Vermutlich rangiert das bei denen eher in der Kategorie „Julia Roberts oder Megan Fox zeigen sich ungeschminkt auf Instagram!“ … woohoo… so was von unperfekt aber auch. Da kann ich doch gleich mal entspannt durchatmen. Online schießen ebenfalls überall kleine Motivationsgurus aus dem Boden, die uns für umme erklären, wie der Hase läuft. Vor allem der „Chakka, you go girl!“-Bereich ist überrepräsentiert und ich vermute, dass fleißige Heinzelmännchen über Nacht sämtliche Lebenshilferatgeber durch den Fleischwolf gedreht und die Häppchen anschließend feinsäuberlich eingescannt haben, so dass nun die mehr oder weniger verhackstückten Weisheiten fröhlich durchs Netz poltern, um in diversen Onlinemagazinen und sozialen Netzwerken wieder aufzuploppen. Dort werden sie dann wiedergekäut und wiedergekäut und wiedergekäut, immer schön gemäß dem Motto: A Sprüchlein a day keeps the Stimmungstief away – und nun krieg deinen Arsch hoch, du Schluffi und mach dir ja keinen Stress, während du die Weltherrschaft anpeilst, darunter läuft’s nicht.

„Chakka, ich bin ein Einhorn!“ weiterlesen

Vorweihnachtsolympiade? Ohne mich.

Ginge es nach meinem Adventskalender, wäre bei mir heute schon Heiligabend. Habe mir nämlich einen Kosmetik-Adventskalender gegönnt, um meinen November ein wenig aufzuhübschen. Das hat der November bitter nötig, weil das bei mir so ein Monat ist, dem ich dringend auf die Sprünge helfen muss, um seelisch nicht völlig abzukippen. Mit besagtem Kalender und der Grundeinstellung „Tu nur das, was in diesem Monat wirklich nötig ist, blende den Rest aus und lies dich stattdessen ins Nirwana!“ , klappte das überwiegend gut. Von kleinen Durchhängern mal abgesehen. Manchmal bin ich schon sehr dankbar dafür, dass ich mich selbst doch so relativ leicht übertölpeln kann –  wenn ich das möchte. Und dass der Konsumjunkie in mir dem Rest von mir gelegentlich einfach nur mal was mit der Glitzerkeule über den Schädel ziehen kann, damit Ruhe ist – für ein paar Tage.

Und damit meine Stimmung, die ich so mühsam unter Missachtung aller Adventskalenderregeln über den November gerettet habe, im Dezember nicht gleich wieder kippt, bin ich auch weiterhin recht nett zu mir. Läuft unter gesunder Egoismus und dazu gehört, dass ich mich der Vorweihnachtsolympiade und all ihren Wettkampfdisziplinen verweigere – obwohl ich die Vorweihnachtszeit sehr gerne mag. Aber das soll eben so bleiben…

„Vorweihnachtsolympiade? Ohne mich.“ weiterlesen

Online-Yoga: Wenn dem Schweinehund die Ausreden ausgehen.

Bei diesem Wetter gebärdet sich mein Schweinehund wie ein Wahnsinniger, es ist die Pest. Er will essen und faullenzen. Oder faullenzen und essen. Erschwerend kommt hinzu, dass mein Yoga plötzlich „kaputt“ war, was zuerst mal daran lag, dass ständig irgendwas bei mir kaputt oder am Aufmucken war. Während diverser Rekonvaleszenzphasen das Sprunggelenk oder die Schulter betreffend, war dann einfach nicht an meine üblichen Yoga-DVDs zu denken. Da sitzt man nämlich nicht nur rum, um „Ommm“ zu chanten. Machte mich also notgedrungen auf die Suche nach Yoga-Workouts, die meinem körperlichen Zustand angemessen waren. Und schwupps… wäre mir die Lust am Yoga fast vergangen. Nie konnte ich die, die Yoga zu abgehoben und „esomäßig“ fanden, besser verstehen als in den letzten Monaten.

Überraschung: Yoga ist ja nicht gleich Yoga…

Yoga ist nicht gleich Yoga – schon klar. Es gibt so viele Yogastile, dass nicht mal gescheite Zahlen darüber existieren, wie viele es sind. Oder wie es Yoga-Koryphäe Anna Trökes in einem Interview formuliert: „Es gibt so viele […] Yogastile, wie es Menschen gibt.“ Nun haben trotzdem alle Yogastile dasselbe Ziel:

Die Einheit zu erreichen von Atem und Bewegung, von Körper und Geist, von uns als Individuum und dem großen Ganzen.“ (Maya Fiennes)

Unfair. Der Klamotten-Post, der sich selbst schrieb.

Dies ist der klassische Fall eines Posts, der beim Schreiben ein komplettes Eigenleben entwickelt hat. Das passiert mir recht selten, aber es passiert. Eigentlich wollte ich ja darüber schreiben, dass ich vor einiger Zeit Secondhandshops für mich entdeckt habe – als Käuferin. Und dass ich mir nun quasi die andere Seite angeschaut habe – nämlich die der Verkäuferin. Ich habe, wie geplant, die Gründe aufgeführt, die meine naserümpfende Abneigung gegenüber Secondhandklamotten Stück für Stück aufgeweicht haben – nämlich u.a. die folgenden:

  • Die Billigfähnchen sind nicht billig und irgendjemand muss dafür zahlen.
  • Die Herstellungsbedingungen schädigen die Umwelt.Und die Gifte bleiben nicht vor Ort, sondern landen gelegentlich auch in unserem Kleiderschrank.
  • Und zu guter Letzt freut sich natürlich auch der Geldbeutel.

Doch dann entglitt mir der Post. Zack… weg war er. Und das lag an den oben erwähnten Billigfähnchen! Ich will nun ganz gewiss nicht für H&M, C&A, Tchibo & Co in die Bresche springen – obwohl sich in meinem Schrank diverse Kleidungsstücke dieser Hersteller finden. Allerdings ist es leider viel zu kurz gegriffen, lediglich die Hersteller der Billigklamotten an den Pranger zu stellen, denn die anderen sind auch nicht besser – mögen die Namen auch noch so edel klingen und einem die Preise die Tränen in die Augen treiben. Weil ich nicht unfair sein wollte, habe ich diesbezüglich ein klein wenig recherchiert und schon nahm der Post, der sich fortan quasi von alleine schrieb, seinen Lauf. Shit happens, da müsst ihr jetzt durch.

„Unfair. Der Klamotten-Post, der sich selbst schrieb.“ weiterlesen

Mit Glamour gegen den Weltuntergang.

Manchmal möchte ich über meine eigene Dummheit weinen. Als ich neulich schrieb, dass ich anfange das zu meiden, was mir schlechte Laune macht, hatte ich vergessen, dass ich im Oktober ein Mini-Abo der Glamour bestellt hatte. Drei Ausgaben der Glamour für 4,90€ – da machste nichts falsch, dachte ich. Auweia… wie kann man in diesem Alter nur so dämlich sein? Die erste Glamour kam an diesem unschönen Samstagmorgen an und beim ersten Blick aufs Cover zeigte sich: Hey, die Laune ist ja noch nicht ganz unten… es geht noch tiefer. Erstaunlicherweise entpuppte sich nicht die Coverstory „Bin ich zu jung für Botox & Co“ als Stimmungskiller, sondern: „Wir sind noch zu retten! Warum die Welt besser ist, als wir denken“

„Mit Glamour gegen den Weltuntergang.“ weiterlesen

Optimize yourself – aber dabei bitte immer schön lässig bleiben…

#kann Ironie enthalten

#muss aber nicht

Um meinen Horizont zu erweitern und mitzubekommen, wohin der Zeitgeist-Hase läuft, halte ich mich diesbezüglich auf dem Laufenden. Allerdings stresst mich das mittlerweile gewaltig, vor allem online ist es die Pest. Denn  wohin ich auch schaue: Ich habe ständig das Gefühl, dass das Leben zunehmend zum Projekt wird, bei dem es immer nur Optimierungsbedarf gibt. Zurücklehnen und das Erreichte würdigen? Klar. Abends bei einem Gläschen Wein oder einem schönen Bad – und tags darauf geht’s dann munter weiter. Da verkniffene Klassenstreber allerdings out sind, muss das alles total unangestrengt, lässig und easy peasy wirken  – und hier kommt die richtige Motivation ins Spiel, denn selbstverständlich stresst uns dieser Zwang zur Optimierung überhaupt nicht, da wir ja auch von Natur aus dafür brennen, die beste Version von uns selbst zu werden. Das wurde uns Frauen quasi in die Wiege gelegt – denn anderenfalls wären wir ja als Kuh zur Welt gekommen, die tagein und tagaus wiederkäuend auf der Weide steht und auf Persönlichkeitsentwicklung schei… äh… pfeift. Wissta Bescheid. Und so ist wohl auch die Urmutter aller Lügen nach Schatz, es ist nicht das, wonach es aussieht entstanden, nämlich: Ach, das ist alles total einfach – ich tue nur das, wofür ich brenne und schon läuft alles wie von selbst, ich muss mich gar nicht anstrengen… 

„Optimize yourself – aber dabei bitte immer schön lässig bleiben…“ weiterlesen

HalloSpleen

Rund um Halloween darf es gruseliger werden – leider kann ich nicht so richtig gruselig. Nur ein bisschen. Und deswegen widme ich mich Spleens, die ja durchaus gruselige Ausmaße annehmen können. Interessante Einblicke ins spleenige Verhalten eurer Mitmenschen gewährt euch übrigens auch Spleen24. Schon ein kurzer Ausflug dorthin zeigt euch: Ihr seid nicht allein, womit auch immer, und es gibt immer jemanden, der noch ausgetickter ist. Wunderbar, oder? Fühle ich mich doch gleich besser, zumal ich ja auch nicht alle naselang einen Ally Mc Beal-Marathon absolvieren kann, weil Spleens selten charmanter und sympathischer rübergebracht wurden, als von John Cage und Ally und ich mich „in Anwesenheit“ der beiden schlagartig ein bisschen normaler fühle. Doch so zauberhaft die beiden sind, sie sind eben nur fiktiv.

Und da ist es sehr befreiend zu erfahren, dass es echte Menschen gibt, die nie die Wurstzipfel essen können. Oder welche, die schon lange vor der Haustür den Schlüssel aus der Tasche holen [ich auch!] und solche, die beim Anblick von Polizisten nervös werden [moi]. Es gibt sogar Menschen, die immer mit Anlauf ins Bett springen, damit ihnen das Monster unter dem Bett nicht in die Knöchel beißen kann und daneben nehmen sich meine Macken doch vergleichsweise harmlos aus, finde ich …. „HalloSpleen“ weiterlesen

Ich werde ernährungswahnsinnig…

Mit schrägen Ernährungsspleens kenne ich mich aus, nicht wenige davon habe ich selbst ausprobiert. Ich habe [wie hier bereits erwähnt] Obst-, Gemüse- und Fastentage gemacht, bis zum Mittagessen nur Obst gegessen oder auf Lauchsuppe (das ultimative Geheimrezept der Französinnen) und Dinner Cancelling gesetzt. Ich habe das Frühstück gestrichen, entweder Low Fat oder Low Carb oder beides gleichzeitig betrieben, diverse Smoothies ausprobiert, Kombucha und Gerstengras in mich reingeschüttet und mich erst vegetarisch und dann vegan ernährt. Und warum all das? Um was für meine Gesundheit zu tun. Und für meine Figur, denn ich hätte Konfektionsgröße 38/40 gerne in Größe 36/38 geschrumpft. Nun ja. Es hat nicht sollen sein – zumindest das mit Größe 36 nicht. Derzeit esse ich intuitiv – also einfach so aus mir heraus, ohne dass mir das jemand beibringen muss.

Gäbe es allerdings nicht gerade ein ähnliches Ernährungskonzept, in dem eben dafür plädiert wird, intuitiv zu essen, wüsste ich nicht, ob ich „einfach nur so essen könnte“, wie ich es tue. Denn mal abgesehen von der seelischen Komponente stellt sich die Frage, ob überhaupt noch irgendwer isst, um einfach nur satt zu werden? Das Essen ist ja schon lange nicht mehr „einfach nur Essen“ – mit den richtigen Lebensmitteln bleiben wir gesund, jung und schön. Umkehrschluss: Wer die falschen Lebensmittel wählt und der Ernährung nicht die entsprechende Priorität einräumt, wird fett, krank und hässlich – selbst verbockt. Da kann einem das Essen kurzfristig doch schon mal im Hals steckenbleiben…  „Ich werde ernährungswahnsinnig…“ weiterlesen

10 Dinge, die Postboten magisch anlocken…

Ihr erwartet Post? Beispielsweise… hm…einen tollen Nagellack, eine neue Wundercreme, das ultimative Supershampoo – also theoretisch –  oder ein Buch und seid schon ganz hibbelig und mit der Geduld am Ende? Dann verrate ich euch, wie ihr gemäß Murphy’s Law ein wenig schneller im Besitz eurer neuen Schätze seid. Wenn ich in meinem Leben nämlich eines gelernt habe, dann folgendes: Egal, wie sehnsüchtig ich den Post- und Paketboten auch erwarte, er klingelt immer in genau diesem einen, in genau diesem winzigkleinen Moment, in dem ich mich eigentlich außerstande sehe, die Tür zu öffnen, weil es gerade absolut überhaupt gar nicht passt oder ich mich am liebsten vor mir selbst verstecken würde…

Einfach mal die Klappe halten?

Als ich neulich in meinem liebsten Café saß, musste ich leider feststellen, dass ich nicht alleine dort war. Die Rede ist nicht von anderen Gästen, sondern von dem Zeug, das ich allen Ernstes mitgeschleppt hatte. Und so habe ich mich nicht über den leckeren Cappuccino und die tolle Aussicht gefreut, sondern u.a. an die Mail an den Steuerberater gedacht, die ich dringend schreiben muss – seit 5 Wochen – und an einigen anderen Kram. Doch am meisten Raum nahm der Gedanke an eine Unterhaltung ein, die neulich online begonnen hatte und offline weitergeführt wurde. Es ging darum, dass ich meinen Stil und meinen Lifestyle nicht nur durch meine Kleidung, meinen Ernährungsstil oder meine Kosmetikprodukte zeige, sondern auch durch meine Haltung. Und Haltung zeigt man ja immer – sogar dann, wenn man keine Haltung zeigt – und besonders dann, wenn man den Mund aufmacht…

Warum kann ich nicht einfach mal meine Klappe halten?

 

Und genau das ist mein Problem, denn ich kann hin und wieder einfach nicht meine Klappe halten und schlage mich dabei scheinbar mit Themen rum, die für andere keine sind. Das nervt mich. Wie kann es sein, dass ich schon so lange an mir arbeite, dabei aber offenbar noch keinen Schritt weiter bin? Wo ist sie, die Erleuchtung, die sich nach jahrelanger Home-Yoga-Praxis endlich mal einstellen sollte? Außerdem bin ich Stier, Aszendent Waage [der Aszendent soll sehr viel aussagekräftiger sein, habe ich irgendwo gelesen] und habe zur einen Hälfte ein Gemisch aus schwäbischen [die haben ja teilweise diese stoische Ruhe weg] und österreichischen [sehr charmant!] Genen in mir – warum also bin ich nicht tolerant, gelassen und weise? Warum bin ich nicht so ein kleines Sonnensch(w)einchen, sondern die Kackbratze, die ich bin? Warum kann ich über Dinge, die mich irritieren, nicht einfach hinwegsehen und meine Klappe halten, ohne das on- oder offline in irgendeiner Form thematisieren zu müssen? Andere können das doch auch…

„Einfach mal die Klappe halten?“ weiterlesen

Grenzwertig. Im Land der Lügen…

Dachtet ihr, es geht um die Bloggerwelt? Falsch gedacht. Ich habe vor einiger Zeit [okay… es war im April und ich wollte das schon längst verbloggen, aber dann kam mir mein „ich blogge nur leichte Kost“-Flash dazwischen… nun ja…] die Dokumentation Im Land der Lügen gesehen. Sehr sehenswert. Worum geht’s? Um unsere Gesundheit und letztendlich um den flapsigen Spruch „Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast“…

„Grenzwertig. Im Land der Lügen…“ weiterlesen

Kolumne| Lifestyle-Kollaps

Ich bin weit davon entfernt, ein minimalistisches Leben zu führen oder vor jedem Kauf genau zu überlegen, ob ich dieses und jenes nun „brauche“ oder nicht. Abhängig von meiner Seelenverfassung, dem Hormon- und Mondstand und dem Preis ist auch ein simples „ich will es“ ein vollwertiges Kaufargument. Momentan will ich allerdings nichts mehr und vor allem will ich nichts mehr kaufen. Grund für diesen kontofreundlichen Sinneswandel ist die Tatsache, dass ich in den letzten Wochen und Monaten surfenderweise einfach zu oft im Lifestyle-Bereich unterwegs war und das blieb nicht ohne Folgen. Aus ersten Lifestyle-Unverträglichkeitsanzeichen [hochgezogene Augenbrauen, Stirnrunzeln, Kopf auf Tisch knallen] wurden handfestere [das Schreiben ironischer Posts, die nur zum Teil den Weg an die Öffentlichkeit fanden, weil ich mir keinen Bodyguard leisten kann]. Mittlerweile leide ich an einer ausgewachsenen Social-Media-bedingten Lifestyle-Allergie und zittere schon beim Gedanken daran, Instagram oder verschiedene Lifestyle-Medien überhaupt aufzurufen, weil ich nicht weiß, was das mit mir anstellen wird.

Ich bin, wie eingangs erwähnt und man kann es bei so einem Text auch nicht oft genug sagen, dem Konsum durchaus nicht abgeneigt. Doch seit wann ist „Lifestyle“ lediglich ein Synonym für ein gigantisches Online-Kaufhaus, in dem ich rund um die Uhr Zeugs bestellen kann und soll ? Wenn ich all das kaufen würde, was mir da täglich auf allen Kanälen unter die Nase gehalten wird, wäre ich bis ins nächste Leben verschuldet und müsste mir ein paar großzügig unterkellerte Häuser bauen, weil das Zeug ja irgendwo untergebracht werden möchte. Und wenn ich von dem in den Lifestyle-Medien vorgestellten Zeug nichts kaufen möchte, weil ich derzeit gut versorgt bin oder einfach kein Geld für Shoppingexzesse habe … was bleibt dann inhaltlich noch übrig? Manchmal sehr wenig bis nichts [es gibt allerdings wirklich lobenswerte Ausnahmen!]. Außerdem zeigt das Bombardement an zeitgemäßer Lifestyle-Dokumentation in Echtzeit erste Folgen. Mein Hirn zersetzt sich langsam angesichts dessen, was „Leben“ darstellen soll, dabei aber eher eine sorgsam durchdesignte Magazin-Mischung aus „Fit for Fun trifft auf Flow und Happinez“ ist.   „Kolumne| Lifestyle-Kollaps“ weiterlesen