Cellulite, starke Frauen und eine Schönheit mit tiefbraunen Augen.

Eigentlich wollte ich dringend noch was über Schröpfgläser und das Cellulite-Körperöl von dm schreiben. Beides habe ich nämlich aufgrund eines Berichts ausprobiert, infolgedessen während der Fußball-EM vier Wochen fröhlich vor mich hin geschröpft und die Silikonpötte anschießend ins Langzeit-Beautyprogramm aufgenommen. Die Sache mit dem Post entfiel mir dann allerdings – bis ich gestern in der ELLE über einen sensationellen Anti-Cellulite-Tipp von Kim Kardashian stolperte. Die reibt sich nämlich vor dem Workout mit Öl ein, weil das für straffe und faltenfreie Haut sorgen soll, sagt sie. So, so. Das sorgt also für straffe und faltenfreie Haut. Na ich denke, dass wir da nochmal drüber reden sollten, wenn auch Ihr Östrogenspiegel sinkt und Sie die Fünfzig überschritten haben, liebe Frau Kardashian. Oder die Sechzig.  Wenn Ihre Haut dann dank vor dem Workout einmassiertem Öl immer noch so straff und faltenfrei wie mit Mitte 30 ist, werden Frauen in aller Welt Sie lieben und Ihnen ein Denkmal setzen. Versprochen. Im Gegenzug werden die Beautydocs aller Länder Sie hassen, aber irgendwas ist ja immer, weil: Everybody’s darling, everybody’s Depp.

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Von Models, Gigi Hadid und der angesagten Währung namens Follower.

Was haben die Kassiererinnen beim Möbelschweden und Models gemeinsam? Beiden geht es an den Kragen. Das Einkaufserlebnis im gelb-blauen Möbelhaus wird ja seit geraumer Zeit um eine weitere Facette ergänzt, denn nun können die Kunden beim Zusammenwürfeln des Hot Dogs nicht nur testen, ob ihnen möglicherweise eine Tätigkeit in der Systemgastronomie zusagt, mittlerweile lässt sich anhand des eigenhändigen Einscannens von Duftkerzen und Billy-Regalen auch überprüfen, ob die Arbeit an der Kasse eine Option wäre. Die Frau an der Kasse indes wird somit überflüssig.

Und nun geht’s auch noch den Models an den Kragen! Bisher waren die ja durchaus nötig, um Posts/Artikel ansprechend bebildern zu können, denn wir wissen: Im Netz ist ohne Bild nix los. Doch nun graben ihnen die Laien das Wasser ab. Und während die Laienmodels von der Brigitte so schnell in der Versenkung verschwanden, wie sie aufgetaucht sind, schreiben ihre Onlineschwestern eine Erfolgsgeschichte, die sogar die schreibende Zunft beeinflusst. Denn nie war es leichter, neue Beiträge zu erstellen, ohne sich über die begleitenden Fotos groß den Kopf zerbrechen zu müssen. Einfach ein wenig auf Instagram rumsurfen, sich interessante Bilder angesagter Fashionistas borgen und dann lediglich noch ein bisschen Text klöppeln – fertig. Wichtig: Das Copyright zwar ungebedingt angeben, verlinkt wird aber lediglich innerhalb der eigene Seite, damit die Leser nicht abspringen. Sollen Neugierige halt selbst die Suchmaschine betätigen.

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Queen of the Presswursthöschen…

Spanx, Shapewear, Presswurstunterwäsche – da hat jeder eine Meinung zu. Ich auch. Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich fröhlich rumkrakehlte, dass mir diese Presswurstwäsche nicht ins Haus kommt, weil ich von dieser  Schummelei nichts halte. Interessante Aussage von jemandem, der sich die Haare färbt und sich in Nudetönen schminkt, damit er wie ungeschminkt aussieht. Und somit seinen Teil dazu beiträgt, dass die Mode- und Schönheitsindustrie Quadrillionen mit uns verdient, weil wir uns ja zeigen wollen, wie wir sind – halt nur in optimierter Form.

Woher der Sinneswandel? Wurde mir frei Haus geliefert. Gemeinsam mit einem knielangen, auf Figur geschnittenen schwarzen Jersey-Tunikakleid. Was für ein fieses Teil! Das verzeiht nicht nur gar nichts, sondern ist gewissermaßen die Heidi Klum in meinem Kleiderschrank – der Stoff gewordene Makeldetektor, der sofort Alarm schlägt. Es ist grausam. Ein BH-Träger, der einschneidet? Oder ein noch nicht endgültig verstoffwechseltes Mittagessen? Spot an und Aufmerksamkeit, wem keine Aufmerksamkeit gebührt! Naheliegender Gedanke? Natürlich nicht „Schick das Teil zurück!“. Sondern „Hm… wenn du das – oder besser gesagt: dich – ein bisschen optimieren könntest, so hier und da… dann würde das viel viel besser aussehen.“ Tja… wie war das? Von wegen, ich verbiege mich doch nicht, um in meine Klamotten zu passen und die ideale Klamotte schmeichelt mir?!? Goodbye Stolz  – hello Presswursthöschen.

Presswurst? Nö. Nur Wasser und Sport…

Die normale Frau spricht natürlich nicht über ihre geheime Affäre mit Presswurst &Co. Und die Promi-Frau setzt nochmal eins drauf und erzählt stattdessen was von  guten Genen, hartem Training, einem waaaaaahnsinnig tollen Couturier und einem guten Draht zur Schwerkraft und so. Aber ich bin halt nicht normal. Also Zeit fürs Outing. Und somit bekenne ich: Ich trage gelegentlich eine Shapewearehose oder ein Shapewearkleidchen und ich gebe beides nicht mehr her! Nie wieder! Die Hose ist superbequem und im Gegensatz zu allen Horrorstorys, die da kursieren, kann ich in dem Teil atmen, essen und mich auf bequem auf der Couch rumlümmeln. Im Kleidchen ebenso. Ich liebe meine Formwunder, weil sie mich in manchen Situationen einfach besser aussehen lassen, ich mich „gut eingepackt fühle“ und die Laune an diesen blöden „Ich fühle mich wie ein gestrandeter Wal“-Tagen vom Keller in den 1.Stock steigt. Allerdings versuche ich auch nicht, mich einige Konfektionsgrößen kleiner zu quetschen und aus der 38/40 eine 32/34 zu machen. Schon möglich, dass einem das die Luft abschnürt. Ich trage mit meinen Presswurstklamotten eine optimierte 38/40 und das ist absolut in Ordnung so. Vor allem bekomme ich halt auch keinen Nervenzusammenbruch, wenn ich die Teile  ausziehe, da Wunsch und Wirklichkeit eben nicht sooo weit auseinander liegen. 😉

 

Die Preisfrage

Die Preise der formenden Teile variieren beträchtlich. Hatte mich im vergangenen Jahr auf der Suche nach einem hochgeschnittenen Höschenmodell mit angesetztem Bein durch verschiedene Shops geklickt und bin dabei auf eine Bandbreite von ca. 9 – 50 € gestoßen. Dem Preis geschuldet ist meine Zauberunterbüx nicht das Original, sondern die günstige Variante von C&A, von der ich eigentlich nicht allzu viel erwartet hatte. Was soll man schon von einem 12€-Teil erwarten?! Aber siehe da: Passform perfekt und Formstabilität und Langlebigkeit mehr als zufriedenstellend. Ich bin wirklich begeistert – wenn ich nicht überlege, wie die Hose wohl hergestellt sein worden mag.

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Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…

Dass der britische Starkoch Jamie Oliver (41) ein Herz für Kinder hat und sehr kreativ ist, lässt sich nicht leugnen. Denn im August kann der 4-fache Vater erneut unter Beweis stellen, dass er und seine Frau Jools (41) ein Faible für eine… na nennen wir es mal unkonventionelle Namensgebung haben. Mit ihnen freuen sich nämlich Poppy Honey Rosie (14), Daisy Boo Pamela (12), Petal Blossom Rainbow (6) und Buddy Bear Maurice (5) auf den Familienzuwachs. [Edit 24.8: Der Familienzuwachs ist mittlerweile auch da und hört auf den kreativen Namen River Rocket.]  Wer Jamie nun allerdings aufgrund dessen bei den überkandidelten Promis verorten möchte, liegt falsch. Denn der Mann hat eine Mission und so schreibt er auf seiner Seite Jamie’s Food Revolution:

„Access to good, fresh, nutritious food is every child’s human right, but currently we’re failing our children. Millions of kids are eating too much of the wrong food, while millions more don’t get enough of the good stuff to let them grow and thrive. We need to unite as one strong, single voice to force governments and businesses to create a healthier, happier world for the future. “

Davon sind wir noch weit entfernt. Denn in Entwicklungsländern leiden 162 Millionen Kleinkinder an chronischer Unterernährung, während andererseits laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 41 Millionen Kinder fettleibig sind. Aus diesem Grund rührt Jamie nicht nur alljährlich kräftig die Werbetrommel für den von im initiierten Food Revolution Day, der das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung schärfen soll. Er legt auch anderweitig soziales Engagement an den Tag.   „Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…“ weiterlesen

Beauty| Ewige Jugend? Ist doch alles Banane.

Sagt euch Masako Mizutani was? Nein? Dann werdet ihr eines Tages vermutlich ganz schön alt aussehen. Die 47-jährige Japanerin kennt nämlich offensichtlich das Geheimnis ewiger Jugend – wenn ihre Fotos tatsächlich nicht bearbeitet wurden, woran ich manchmal meine Zweifel habe. Masako, neben der ihre 20-jährige Tochter beinahe alt aussieht [ja, so ist das, da habe ich Schusselkopf mich ausnahmsweise mal nicht vertan], gilt in Japan als „Die Frau der ewigen Jugend“. Und sie verrät uns netterweise ihre Schönheitsgeheimnisse:

  • gesunde Ernährung
  • viel Wasser (2l/Tag)
  • viel Schlaf

Und nun beißen wir erstmal alle gemeinsam in die Tischkante.

Besser? Schön. Gute Gene hat sie auch noch, die Frau Mizutani, es ist nicht zum Aushalten. Und darüber hinaus widmet sie sich 5 Stunden am Tag der Hautpflege, was die Frage aufwirft, wie das mit „viel Schlaf“ harmoniert? Haben japanische Tage auch nur 24 Stunden? Eigentlich wollte ich schon genervt wegklicken, da stieß ich auf Masakos ultimatives Schönheitsrezept. Sie schwört auf…

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How to| Stöckeltraining mit Camilla und dem Schuhgott, der was gegen kleine Frauen hat.

Es gibt Dinge, die schlichtweg rätselhaft sind. Meine Lesegewohnheiten etwa. Sind bisweilen sehr seicht und erschließen sich ehrlich gesagt nicht mal mir selbst – ich hinterfrage das aber auch nicht mehr und nehme es, wie es kommt. Und so griff ich logischerweise zu, als mir vor einiger Zeit auf dem Grabbeltisch ein Buch in die Hände hüpfte, das von Englands Fashion-Expertin stammt, die angeblich glamourös wie Kylie Minogue oder Gisele Bündchen und stilsicher wie Carrie Bradshaw ist. Und wenn das Buch dann auch noch ein paar Worte von Manolo Blahnik zum Thema „Wie finde ich den passenden Schuh“ enthält… ja dann greife ich doch zu. Ehrlich gesagt hegte ich ja auch die Hoffnung, dass dem Buch vielleicht ein Gutschein für ein Paar Manolos beiliegt, aber dem war leider nicht so. 😉

Okay, wenden wir uns dem zu, was im Buch enthalten ist und das sind Tipps, wie frau in Heels nicht nur eine gute Figur macht, sondern auch laufen kann. Das geht mir nämlich völlig ab und seit dem letzten Verstauchungsdrama habe ich ehrlich gesagt auch keine Absätze mehr getragen. Fange also quasi wieder bei null an.

1. Was vom Schuhgott…

Den Anfang des Stöckeltrainings machen dummerweise ein Paar Manolos, denn diesen Schuhen kann, was Aerodynamik, Ästehtik und Bequemlichkeit angeht, sonst niemand das Wasser reichen – so Morton, die es wissen muss. Weil sie in Heels quasi joggen geht und mit Sicherheit mehr Modelle auspobiert hat, als ich das bis zum Rest meines Lebens tun werde. Die Worte vom Schuhgott himself finde ich allerdings nicht besonders hilfreich.

Merke: Wer in High Heels läuft, muss das nicht perfekt tun. Gerade das Chaotische und Unsichere hat für ihn Charme und Camilla Morton verzauberte ihn, als sie in ihren Heels stolpernd und wackelnd herumeierte.

Hm… sie verzauberte ihn, weil sie nicht in der Lage war, gescheit gradeaus zu gehen? Bei aller Liebe, aber was raucht der denn?! Nebenbei gesagt ist mir der Maestro nach einem Interview im Stern ohnehin ein bisschen… nun ja … unsympathisch. Tut mir ja auch leid, aber wie soll ich [1,62m klein] jemanden mögen, der auf die Feststellung, dass seine Schuhe „Kleine Frauen größer machen“ folgendes angwortet:

Uuh, nein, das finde ich schrecklich ordinär. Wenn kleine Frauen hochhackige Schuhe tragen, womöglich noch Plateauschuhe – ein Albtraum! Ich sehe meine Schuhe an großen, dunkelhaarigen Frauen wie Claudia Cardinale.“ [1]

Sehr selbstlos dass er sie trotzdem an Zwergenfrauen verkauft, seine Schuhe. Wenngleich für mich gilt: Lieber Herr B., kannst deine Schuhe behalten. Nach dem Kommentar erst recht, passt mir aber auch besser ins Budget. Ist allerdings schon sinnvoll, einen Schuh zu wählen, bei dem Absatzhöhe und die Absatzform mit den Proportionen der Trägerin harmonieren [sprich: Fußballerwaden und Stiletto sind eher ungünstig und ein Kopf größer als die Bordsteinkante – so wie ich – und Wolkenkratzerheels… das kann auch eher lächerlich aussehen], weil eben nur Kylie oder Carrie alles machen dürfen, ohne den Clown zu geben. Aber deswegen alle zu kurz geratenen Stöckelmäuse vor den Kopf stoßen? Schlechter Stil. Dennoch gibt’s noch einen Styling-Tipp von Manolo, der für mich allerdings unter Allgemeinwissen läuft: Zwei schwarze Kleider und mindestens 20 Paar Heels (natürlich seine, nehme ich an) à mindestens 9cm – mehr braucht frau nicht, um gut auszusehen. Gut, wenden wir uns den hilfreichen Tipps von Camilla zu, die meines Wissens nach kein Problem mit kleinen Frauen hat…

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Kolumne| Die ungeschminkte Wahrheit

In schöner Regelmäßigkeit kommen mir Schlagzeilen à la „Gammel-Britney ist zurück“ oder ähnliches unter. Untermalt mit passenden Beweisfotos. Das schwere Vergehen von Flodderqueen Spears in diesem Fall: Sie gönnte sich nach ihrer Tanzstunde kein Style-Upgrade, sondern schlumpfte ungeschminkt, ohne Heels und im Schluffi-Look aus dem Studio. Drama, Drama, Drama! Schweres Vergehen, für das sie natürlich sofort von den Hütern des guten Stils festgenommen wird. Damit der Rest von uns nicht aus allen Wolken fällt. Denn…

Oh! Mein! Gott!

Ist es wirklich wahr?! Die Spears hat nach einem Workout so gar nichts von dem Püppchen, als das sie durch ihre Clips tänzelt?! Und sie verfügt noch nicht mal über den Anstand, das abzustylen… äh…  abzustreiten? Un-fass-bar. Sieht sie außerhalb des Rampenlichts möglicherweise generell eher wie ein normaler Mensch aus, der sich nicht  24/7 Gedanken um sein Outfit macht und der ohne die helfenden Hände von Hair- und Make-up-Artists vielleicht ein bisschen überfordert ist? Ist ja eine Sache, sich für sich selbst zu kleiden und eine komplett andere, permanent die Illusionen am Leben halten, die man selbst schuf. Die Geister, die ich rief und so.

Wer Illusionen zerstört, wird bestraft…

Ich glaube ja, dass das wirklich „schwerwiegende“ Vergehen hier ein anderes ist. Die Promis, die im falschen Moment abgelichtet werden und dabei ihr ungeschminktes Gesicht oder einen cellulitischen Oberschenkel zeigen, lassen eine sorgsam von den Medien und der Schönheitsindustrie geschürte Illusion zerplatzen. Die Illusion von der perfekten Superfrau, die nichts weiter ist als: eine perfekte Illusion. Eine Mischung aus Sharon Stone oder Megan Fox, Jenna Jameson und Françoise Barré-Sinoussi  – Zusammensetzung der jeweiligen Bestandteile und Facetten je nach Vorliebe und persönlicher Präferenz. Die personifizierte Stepford-Frau, die rund um die Uhr und in jeder Lebenslage so aussieht, als könnte sie alle männlichen Wesen für einen Moment veela-gleich verzaubern. Oder wenigstens sofort ihren Dienst als Edelprostituierte antreten – mittlerweile hat da ja styletechnisch schon eine gewisse Verschiebung  Richtung Porno-Style stattgefunden.