Von Models, Gigi Hadid und der angesagten Währung namens Follower.

Was haben die Kassiererinnen beim Möbelschweden und Models gemeinsam? Beiden geht es an den Kragen. Das Einkaufserlebnis im gelb-blauen Möbelhaus wird ja seit geraumer Zeit um eine weitere Facette ergänzt, denn nun können die Kunden beim Zusammenwürfeln des Hot Dogs nicht nur testen, ob ihnen möglicherweise eine Tätigkeit in der Systemgastronomie zusagt, mittlerweile lässt sich anhand des eigenhändigen Einscannens von Duftkerzen und Billy-Regalen auch überprüfen, ob die Arbeit an der Kasse eine Option wäre. Die Frau an der Kasse indes wird somit überflüssig.

Und nun geht’s auch noch den Models an den Kragen! Bisher waren die ja durchaus nötig, um Posts/Artikel ansprechend bebildern zu können, denn wir wissen: Im Netz ist ohne Bild nix los. Doch nun graben ihnen die Laien das Wasser ab. Und während die Laienmodels von der Brigitte so schnell in der Versenkung verschwanden, wie sie aufgetaucht sind, schreiben ihre Onlineschwestern eine Erfolgsgeschichte, die sogar die schreibende Zunft beeinflusst. Denn nie war es leichter, neue Beiträge zu erstellen, ohne sich über die begleitenden Fotos groß den Kopf zerbrechen zu müssen. Einfach ein wenig auf Instagram rumsurfen, sich interessante Bilder angesagter Fashionistas borgen und dann lediglich noch ein bisschen Text klöppeln – fertig. Wichtig: Das Copyright zwar ungebedingt angeben, verlinkt wird aber lediglich innerhalb der eigene Seite, damit die Leser nicht abspringen. Sollen Neugierige halt selbst die Suchmaschine betätigen.

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Queen of the Presswursthöschen…

Spanx, Shapewear, Presswurstunterwäsche – da hat jeder eine Meinung zu. Ich auch. Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich fröhlich rumkrakehlte, dass mir diese Presswurstwäsche nicht ins Haus kommt, weil ich von dieser  Schummelei nichts halte. Interessante Aussage von jemandem, der sich die Haare färbt und sich in Nudetönen schminkt, damit er wie ungeschminkt aussieht. Und somit seinen Teil dazu beiträgt, dass die Mode- und Schönheitsindustrie Quadrillionen mit uns verdient, weil wir uns ja zeigen wollen, wie wir sind – halt nur in optimierter Form.

Woher der Sinneswandel? Wurde mir frei Haus geliefert. Gemeinsam mit einem knielangen, auf Figur geschnittenen schwarzen Jersey-Tunikakleid. Was für ein fieses Teil! Das verzeiht nicht nur gar nichts, sondern ist gewissermaßen die Heidi Klum in meinem Kleiderschrank – der Stoff gewordene Makeldetektor, der sofort Alarm schlägt. Es ist grausam. Ein BH-Träger, der einschneidet? Oder ein noch nicht endgültig verstoffwechseltes Mittagessen? Spot an und Aufmerksamkeit, wem keine Aufmerksamkeit gebührt! Naheliegender Gedanke? Natürlich nicht „Schick das Teil zurück!“. Sondern „Hm… wenn du das – oder besser gesagt: dich – ein bisschen optimieren könntest, so hier und da… dann würde das viel viel besser aussehen.“ Tja… wie war das? Von wegen, ich verbiege mich doch nicht, um in meine Klamotten zu passen und die ideale Klamotte schmeichelt mir?!? Goodbye Stolz  – hello Presswursthöschen.

Presswurst? Nö. Nur Wasser und Sport…

Die normale Frau spricht natürlich nicht über ihre geheime Affäre mit Presswurst &Co. Und die Promi-Frau setzt nochmal eins drauf und erzählt stattdessen was von  guten Genen, hartem Training, einem waaaaaahnsinnig tollen Couturier und einem guten Draht zur Schwerkraft und so. Aber ich bin halt nicht normal. Also Zeit fürs Outing. Und somit bekenne ich: Ich trage gelegentlich eine Shapewearehose oder ein Shapewearkleidchen und ich gebe beides nicht mehr her! Nie wieder! Die Hose ist superbequem und im Gegensatz zu allen Horrorstorys, die da kursieren, kann ich in dem Teil atmen, essen und mich auf bequem auf der Couch rumlümmeln. Im Kleidchen ebenso. Ich liebe meine Formwunder, weil sie mich in manchen Situationen einfach besser aussehen lassen, ich mich „gut eingepackt fühle“ und die Laune an diesen blöden „Ich fühle mich wie ein gestrandeter Wal“-Tagen vom Keller in den 1.Stock steigt. Allerdings versuche ich auch nicht, mich einige Konfektionsgrößen kleiner zu quetschen und aus der 38/40 eine 32/34 zu machen. Schon möglich, dass einem das die Luft abschnürt. Ich trage mit meinen Presswurstklamotten eine optimierte 38/40 und das ist absolut in Ordnung so. Vor allem bekomme ich halt auch keinen Nervenzusammenbruch, wenn ich die Teile  ausziehe, da Wunsch und Wirklichkeit eben nicht sooo weit auseinander liegen. 😉

Die Preisfrage

Die Preise der formenden Teile variieren beträchtlich. Hatte mich im vergangenen Jahr auf der Suche nach einem hochgeschnittenen Höschenmodell mit angesetztem Bein durch verschiedene Shops geklickt und bin dabei auf eine Bandbreite von ca. 9 – 50 € gestoßen. Dem Preis geschuldet ist meine Zauberunterbüx nicht das Original, sondern die günstige Variante von C&A, von der ich eigentlich nicht allzu viel erwartet hatte. Was soll man schon von einem 12€-Teil erwarten?! Aber siehe da: Passform perfekt und Formstabilität und Langlebigkeit mehr als zufriedenstellend. Ich bin wirklich begeistert – wenn ich nicht überlege, wie die Hose wohl hergestellt sein worden mag.

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Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…

Dass der britische Starkoch Jamie Oliver (41) ein Herz für Kinder hat und sehr kreativ ist, lässt sich nicht leugnen. Denn im August kann der 4-fache Vater erneut unter Beweis stellen, dass er und seine Frau Jools (41) ein Faible für eine… na nennen wir es mal unkonventionelle Namensgebung haben. Mit ihnen freuen sich nämlich Poppy Honey Rosie (14), Daisy Boo Pamela (12), Petal Blossom Rainbow (6) und Buddy Bear Maurice (5) auf den Familienzuwachs. [Edit 24.8: Der Familienzuwachs ist mittlerweile auch da und hört auf den kreativen Namen River Rocket.]  Wer Jamie nun allerdings aufgrund dessen bei den überkandidelten Promis verorten möchte, liegt falsch. Denn der Mann hat eine Mission und so schreibt er auf seiner Seite Jamie’s Food Revolution:

„Access to good, fresh, nutritious food is every child’s human right, but currently we’re failing our children. Millions of kids are eating too much of the wrong food, while millions more don’t get enough of the good stuff to let them grow and thrive. We need to unite as one strong, single voice to force governments and businesses to create a healthier, happier world for the future. “

Davon sind wir noch weit entfernt. Denn in Entwicklungsländern leiden 162 Millionen Kleinkinder an chronischer Unterernährung, während andererseits laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 41 Millionen Kinder fettleibig sind. Aus diesem Grund rührt Jamie nicht nur alljährlich kräftig die Werbetrommel für den von im initiierten Food Revolution Day, der das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung schärfen soll. Er legt auch anderweitig soziales Engagement an den Tag.   „Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…“ weiterlesen