Ally Jahre wieder…

Klingt, als hätte ich ein bisschen zu viel Glühwein intus – was selbstverständlich nicht der Fall ist, ich bin doch nicht lebensmüde! Nachdem ich fleißig diese auf ein bewussteres Leben ausgerichteten Seiten gelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass ich ab sofort nur noch von Luft und Liebe [beides natürlich so rein wie frisch gefallener Schnee!] leben werde, weil mich alles andere über kurz oder lang erst schleichend vergiften und anschließend umbringen wird. Das ist jetzt aber nicht das Thema, weil zu giftbratzig und hirnanregend für diese von Glitzer, Flausch und Liebe durchdrungene Jahreszeit, also wenden wir uns mal flugs weihnachtlichem Gedöns zu – ihr könnt das Hirn wieder auf Standby schicken.

Nachdem ich in den vorigen Jahren – ja, Plural! – trotz Glühwein und Lebkuchen so gar nicht in Weihnachtsstimmung war, hat mich in diesem Jahr irgendwas schwer christmasfiziert. Ich nehme an, das geht auf das Konto von Frau Hummel, dieser Apfenzglitzchenfee. Oder auf das von Ally McBeal. Von der und ihren Mitstreitern, allen voran Vonda Shepard, gibt es nämlich die CD „A very Ally Christmas“ , die ich irgendwann mal günstig bei den amazonen runtergeladen und anschließend ignoriert habe, weil ich ja nie in Weihnachtsstimmung war und auch nichts daran ändern wollte. In diesem Jahr läuft die Ally-Musik allerdings rauf und runter. Ich beobachte das – also mich und mein Verhalten – höchst interessiert und milde verwundert, aber letztendlich kann man ja auch nicht nur Disturbed oder Slipknot hören und ein bisschen Robert Downey Jr. [River, Chances oder Every breath you take] ist durchaus eine nette Abwechslung. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen, denn nun wünsche ich mir Weihnachtsfilme [nämlich die hier] und Weihnachtsbücher – und ich bekomme sie, weil ich mir das Zeug ganz einfach selber schenke. Wer wartet denn mit 44 noch auf den Weihnachtsmann?!

„Ally Jahre wieder…“ weiterlesen

Sehenswert: Hach-mach-Weihnachtskitsch

Schäme mich ein bisschen dafür, dass es hier im Blog so unweihnachtlich zugeht. Keine Verlosungen und keine Geschenke, um euch dafür zu belohnen, dass ihr es schon so lange mit mir aushaltet. Kein Adventskalender, keine Rezepte, keine Bastel-, Deko- oder Geschenktipps… es ist ein Jammer. Sogar die vorweihnachtlichen Worte fehlen mir, weshalb ich mir mal die einer lieben Mitbloggerin ausleihe. Wisst ihr eigentlich, was es mit der Zeit des Apfenzglitzchen auf sich hat?

Es ist eine Zeit, die sich durch ein wenig Geheimniskrämerei, vergnügtes Werkeln, Backen und Basteln und ganz viel Vorfreude auszeichnet. Und vielleicht auch durch die Empfänglichkeit für alles Wohlige und Märchenhafte.“ [Quelle und Copyright: Frau Hummel]

Ich hätte es, wie gesagt, nicht schöner beschreiben können, weswegen ich das auch gar nicht erst versucht habe. Was das Wohlige und Märchenhafte angeht: dafür bin ich ja das ganze Jahr über empfänglich [ich sage nur: Harry Potter!], in der Vorweihnachtszeit allerdings noch ein bisschen mehr. Und darum verrate ich euch heute, was für mich unbedingt zum Apfenzglitzchen gehört, nämlich: meine liebsten Weihnachtsfilme*. Für die werfe ich sogar den Fernseher an und das will was heißen, denn würde ich den nicht benötigen, um meine Yoga-DVDs anzuschauen, könnte ich ihn fast abschaffen. Also, bereit für ein bisschen Hachmachweihnachtskitsch? Here we go…

„Sehenswert: Hach-mach-Weihnachtskitsch“ weiterlesen

Gelesen| Der Berliner Stil: (k)ein Verriss. Oder: Sind wir nicht irgendwie alle Französinnen?

#kannSpurenvonIronieenthalten

Und: Warum ich keine echte Berlinerin bin. [Oh mein Gott, ich habe es wirklich nicht gewusst!!!] Irgendwann ist immer das erste Mal und nun hat es tatsächlich ein Buch geschafft, mit einem Satz bei mir untendurch zu sein. In „Der Berliner Stil“ heißt es in der Einführung „Die neue Berlinerin“:

Die meisten Berliner sind „Zugezogene“. So wie ich […]

Ach ja? Ist das so? Und nun soll ich mir  *arroganter Großstadtzickenmodus an* von einer Zugezogenen [sorry, ich habe das nicht ins Spiel gebracht, hätte ich von mir aus auch nie getan!] erklären lassen, wie „wir Berliner“ modisch ticken? Es ist mir wohl bewusst, dass es an Majestätsbeleidigung grenzt, das zu schreiben, weil die Autorin eine große Nummer ist und Berlin kennt wie kaum eine andere. Aber ich darf ja wohl ein bisschen biestig werden, wenn ich erfahre, dass ich Frau Taschens Style Guide zufolge keine echte Berlinerin bin, [und glaubt mir: nach 44 Jahren, in denen ich mich für eine gebürtige Berlinerin hielt, ist das ein echter Schock! Gut möglich, dass ich ein sehr persönliches Buch schreiben muss, um dieses Trauma zu verarbeiten!] , denn merke: „Die Berlinerin geht ungeschminkt, sie trägt allenfalls roten Lippenstift. Ihr Blond kommt aus der Sprühflasche…[…]“

Arschkarte. Ich bin nicht blond und ich besitze keinen Lippenstift. Auch keinen roten. Nur Lipgloss. Und ich benutze immer BB-Creme, Mascara und Kajal, wenn ich aus dem Haus gehe. Schon habe ich eigentlich keine Lust mehr, das Buch zu lesen. Tue ich aber trotzdem, weil ich es bezahlt habe [warum eigentlich?! Andere bekommen Rezensionsexemplare!]  und wenigstens mal einen Blick reinwerfen möchte und weil es ja leider auch stimmt. Denn: Gebürtige Berliner sind in der Minderheit und jeder zweite wurde woanders geboren. Und so viele tolle Rezensionen auf amazon und in diversen Blogs können ja auch nicht irren. Oder?

„Gelesen| Der Berliner Stil: (k)ein Verriss. Oder: Sind wir nicht irgendwie alle Französinnen?“ weiterlesen