Beauty| Was Truman und die Joneses mit meinem High Droxy Gesichtsserum zu tun haben…

Ursprünglich sollte dies ein Text über Kosmetik werden. Darüber, dass hier vor ein paar Wochen das teuerste Gesichtsserum einzog, das ich mir je gegönnt habe. Doch dann kam es, wie es immer kommt: Die Autorin kam mal wieder vom Hölzchen aufs Stöckchen…
Erinnert ihr euch noch an das Leben ohne Internet? Das war die Zeit, in der lediglich Zeitschriften und das Fernsehen in schöner Regelmäßigkeit mein „Haben-will“-Zentrum befeuerten. Alternativ fiel mir gelegentlich eine besonders interessante Verpackung auf und hin und wieder landete – Verpackungsopfer, das ich nun mal bin – irgendwas in meinem Einkaufskorb, von dem ich vorher noch nicht mal wusste, dass es das gibt. Geschweige denn, dass ich es haben will – von brauchen möchte ich gar nicht reden. Und dann kam… tadaa….

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Beauty| Ewige Jugend? Ist doch alles Banane.

Sagt euch Masako Mizutani was? Nein? Dann werdet ihr eines Tages vermutlich ganz schön alt aussehen. Die 47-jährige Japanerin kennt nämlich offensichtlich das Geheimnis ewiger Jugend – wenn ihre Fotos tatsächlich nicht bearbeitet wurden, woran ich manchmal meine Zweifel habe. Masako, neben der ihre 20-jährige Tochter beinahe alt aussieht [ja, so ist das, da habe ich Schusselkopf mich ausnahmsweise mal nicht vertan], gilt in Japan als „Die Frau der ewigen Jugend“. Und sie verrät uns netterweise ihre Schönheitsgeheimnisse:

  • gesunde Ernährung
  • viel Wasser (2l/Tag)
  • viel Schlaf

Und nun beißen wir erstmal alle gemeinsam in die Tischkante.

Besser? Schön. Gute Gene hat sie auch noch, die Frau Mizutani, es ist nicht zum Aushalten. Und darüber hinaus widmet sie sich 5 Stunden am Tag der Hautpflege, was die Frage aufwirft, wie das mit „viel Schlaf“ harmoniert? Haben japanische Tage auch nur 24 Stunden? Eigentlich wollte ich schon genervt wegklicken, da stieß ich auf Masakos ultimatives Schönheitsrezept. Sie schwört auf…

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Ich bin ja gar nicht naturschön! Aber ich kann tricksen…

In Wirklichkeit bereitet mir beim Aussehen überhaupt keine Arbeit. Graue Haare habe ich mit 43 noch nicht. Ich weiß, das ist sensationell und ich kann es selbst kaum fassen! Ebenso wenig bereitet es mir Probleme, seit ca. 16 Jahren annähernd meine Figur zu halten. Ich kann ja essen, was ich will und ich nehme nicht zu. Gute Gene, 2 Liter Wasser am Tag, viel Bewegung … ihr kennt die Geschichten. Bla, bla, blaaa.

Gut, das ist die offizielle Version. Inoffiziell bin ich in Wochen, in denen Bewegung und Ernährung zu kurz kommen und engere Klamotten angesagt sind, die Queen of the Presswursthöschen. Denn Fakt ist: Ich habe was von einem kleinen Gärtchen. Werde ich gehegt und gepflegt (von innen – mit Licht, Luft und Liebe – und von außen), ist alles super. Wenn nicht, dann ähnele ich einem dieser Naturgärten, die die „Ich schneide die Rasenkante mit der Nagelscheren“-Fraktion (Die gibt es wirklich! Ich habe es gesehen!) in den Wahnsinn treiben. Ich liebe Naturgärten – finde ich viel schöner als englischen Rasen – aber ich bin mir nicht sicher, ob ich selbst einer sein möchte. Und darum trickse ich und stehe auch dazu. 😉

1. Frische-Kick mit Trockenshampoo: Um Trockenshampoo habe ich ja lange einen großen Bogen gemacht. Das war für mich alter Muff, der mich an meine Oma erinnert hat. Außerdem fand ich die Vorstellung, die Haare nicht zu waschen, sondern Trockenshampoo auf den fettigen Haaransatz zu nebeln, ziemlich… nun ja… unappetitlich. Und dann schwappte diese „ich nehme auch ein Trockenshampoo“-Welle durch die Blogosphäre und ich stieß durch diese wunderbare Bloggerin (die mittlerweile nur noch auf Instagram zu finden ist) auf die Produkte von Lee Stafford. Nein, wir schauen lieber nicht bei Codecheck, was die zu den Shampoos und Haarkuren von Stafford sagen. Aber ich sage euch, dass ich den Geruch der Produkte phänomenal finde. Ich bin ein bisschen süchtig danach. Shampoo und Kur nehme ich mittlerweile nicht mehr, aber beim Trockenshampoo Lee Stafford Dry Shampoo Original blieb ich kleben. Gibt’s sogar für dunkles Haar und das werde ich demnächst ausprobieren. Das Trockenshampoo nehme ich übrigens nicht nur, wenn ich die Haarwäsche auf den zweiten Tag (länger halte ich’s derzeit beim besten Willen nicht aus) schieben möchte, sondern ich sprühe es gelegentlich sogar ins frisch gewaschene Haar. Warum? Weil es die Haare griffiger macht und schönes Ansatzvolumen verleiht. Die Haare lassen sich danach einfach besser stylen. Und der Geruch… wenn es nicht so abwegig wäre, würde ich das Zeug wohl auch als Deo oder Parfüm benutzen. 😉 „Ich bin ja gar nicht naturschön! Aber ich kann tricksen…“ weiterlesen

Beauty| Auswaschbare Haartönungen im Test

Heute gibt’s einen Post, der schon länger in der Pipeline schlummert, weil er Vorbereitungszeit erforderte. Es geht nämlich um Haartönungen. Und da ich die alle eigenhändig.. äh… eigenhaarig getestet habe, musste dieser Post gewissermaßen reifen. 😉 Im Fokus steht vor allem die Frage, ob eine Haartönung auch mal die Haarfarbe ersetzen kann. Antwort: Ja, das kann sie – bis zu einem gewissen Grad und abhängig davon, welches eure Grundhaarfarbe ist, welche Tönung ihr nehmt und wie eure Haare die Tönung annehmen.

 Eine Haartönung gegen das Grauen – Brünette ausnahmsweise mal bevorzugt

Ich bin seit jeher eine Tönungsliebhaberin und habe das Zeug schon vor 20 Jahren gerne mal zur Farbauffrischung genutzt – allerdings wurden die einfachen Tönungen (= die, bei denen wirklich nichts zusammengemischt werden muss!) irgendwann aus den Regalen der Drogeriemärkte geräumt. Intensivtönungen und Haarfarben gab’s weiterhin en masse, einfache Tönungen nur mit sehr viel Glück. Finde ich echt ärgerlich, denn:

  • Tönungen (nicht Intensivtönungen!) sind frei von Amoniak und Oxydantien. Sie dringen nicht ins Haar ein, sondern legen sich farbgebend ums Haar. 
  • Das ist -weil weniger Chemie! –  nicht nur schonender für die Haare, sondern lässt sie auch glänzen.
  • Und sorgt außerdem für eine Farbauffrischung oder schöne Farbreflexe.
  • Farbveränderungen zu einem dunkleren Ton hin sind natürlich auch möglich – wenn’s heller werden soll, muss leider Farbe ran.

Kleiner Wermutstropfen: Da sich die Tönungen nur ums Haar legen, halten sie natürlich auch nicht so lang wie eine Haarfarbe – trotzdem eignen sich wunderbar,  um die  nächste Färbung ein bisschen rauszuzögern. Zumindest einige davon. Und genau darauf kommt’s mir mittlerweile an – bis ich bereit bin, mich mit dem abzufinden, was die Natur da auf meinem Kopf für mich vorgesehen hat. Graue Haare können nämlich schon toll aussehen, aber ganz so eilig hab ich’s halt doch nicht damit. Und darum töne ich überwiegend, zwischendurch gibt es mal eine Intensivtönung und maximal alle Vierteljahre eine Färbung.

Schwarzkopf, Basler und La Biosthetique – 3 auswaschbare Tönungen im Test

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mit-teilens-wert #4 Über Halbwissen, Aluminium und andere „böse“ Inhaltsstoffe…

Ich tue es manchmal, obwohl ich es eigentlich besser weiß. Ich führe mir eine vermeintlich seriöse Doku oder einen ebensolchen Bericht zu Gemüte, in dem eine neue Sau durchs Beauty-Dorf getrieben wird und bin empört. Und trage anschließend meinerseits in Form von Blogbeiträgen dazu bei, diese Sau noch weiter und noch schneller durchs Dorf zu treiben. Manchmal muss ich mich auch schwer zusammenreißen, um nicht missionierend und vermeintlich besserwissend in den Kommentaren durch die Blogosphäre zu ziehen, weil „der Rest der Unwissenden“ ja wohl offenbar noch nicht weiß, wie schädlich und böse bestimme Dinge sind! Aber ich weiß es jetzt! Weil ich ja diese Doku gesehen/diesen Bericht gelesen habe und voll informiert bin…

Wenn uns das Halbwissen um die Ohren fliegt…

 

Was kommt dabei raus? Nichts Gutes. Weil andere nämlich ebenso verfahren und prompt wächst diese gigantische Blase aus Halbwissen noch weiter an, bis sie uns schließlich um die Ohren fliegt und wir das Gefühl haben, nicht mal mehr atmen zu dürfen, weil uns selbst das töten wird. Nicht zu atmen ist allerdings auch keine Alternative. Was nun? Erstmal wieder durchatmen. Und sich dann einiges bewusst machen.

  • Nicht jeder, der schreiben kann, hat auch wirklich Ahnung von dem, worüber er da schreibt. Und gut gemeint (beste Absicht) ist nicht immer gut gemacht.
  • Einmal gewonnene Erkentnisse sind nicht für die Ewigkeit in Stein gemeißelt. Vielleicht ist die Welt irgendwann doch wieder eine Scheibe und wir fallen alle runter.
  • Es gibt keine allgemeingültige Wahrheit. Weder in Blogs noch in irgendwelchen anderen Medien. Denn:

 

Autoren, egal ob Blogger oder Journalisten, sind keine allwissenden Heiligen, sondern Multiplikatoren von Informationen, die durch die eigenen Erfahrungswelten eingefärbt sind.(Quelle: Konsumkaiser)

 

Eines meiner Lieblingszitate, denn so ist es: Multiplikatoren von Informationen – und mitunter eben blöderweise auch Multiplikatoren von Halbwissen oder völlig verqueren Ansichten (und da nehme ich mich nicht von aus), die gelegentlich allerdings sehr glaubwürdig rübergebracht werden. Was auch immer da jedoch verbreitet wird- es wird nicht zwangsläufig richtig, nur weil’s einem mehrmals täglich in verschiedenen Darreichungsformen auf drölfzig Blogs serviert wird. Fakt ist: Niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen und es ist illusorisch zu glauben, dass ihr nur „diese eine“ Seite ansurfen müsst, auf der euch dann „die eine Wahrheit“ (die es eh nicht gibt) auf dem Silbertablett serviert wird.

Inhaltsstoffe: Was nun? Böse oder mehr davon?

 

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mit-teilens-wert #3 Frühling, Sonne, Sonnenschutz…

Wie haltet ihr es mit dem Sonnenschutz? Ich habe es da ein wenig schleifen lassen – so ich mich nicht explizit in die Sonne gesetzt habe oder zum Sport draußen war – und gehöre absolut nicht zu denen, die ohne SPF 50 nicht mal zum Bäcker gehen. Blöderweise bin ich aber auch ein Sonnenbrillenhasser, weil ich den Menschen in die Augen sehen möchte. Und mag es auch noch so sehr angesagt sein: ich bin definitiv kein Freund von all diesen Sonnenbrillenträgern, die mich eher an Puck die Stubenfliege erinnern. Nur was habe ich jetzt davon? Einen Pigmentfleck unterhalb des rechten Auges. Das ist wirklich blöd, aber nicht zu ändern – also schon zu ändern, aber ich lasse ihn in Frieden. Weil er mich fortan daran erinnert, ein bisschen mehr auf meinen Sonnenschutz zu achten.

Leider reicht es nämlich nicht, auf eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor zurückzugreifen, weil sich kein Mensch genügend dieser Tages- oder BB-Creme ins Gesicht schmiert. Denn das sind 2mg pro cm² Haut! Wesentlich mehr als das,  was ich bisher verwendete. Habe mich daher also in eigenem Interesse mal ein wenig ins Thema eingelesen und dabei einiges gefunden, was ich für mit-teilens-wert halte. Leider ist kein Post darunter, der mir das Gefühl von Sonnencreme auf der Haut schmackhaft macht, das hasse ich nämlich wie die Pest. Also benehme ich mich vielleicht einfach weiterhin wie eine alternde Filmdiva, die die pralle Sonne meidet – das ist bisher nämlich mein favorisierter Sonnenschutz. 😉

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Rahua: Ich kann zaubern und Hypes in Flops verwandeln.

Natürliche Haarpflege liegt im Trend und wer zugibt, dass er noch Silikon an seine Haare lässt, könnte ebenso gut gestehen, dass er zum Frühstück ein halbes Schwein frisst. Roh. Nun, ich lasse gelegentlich in kleiner Dosis Silikon an meine Haare, weil ich sie sonst nicht handlen kann. Und ja, ich habe es wirklich ohne versucht und einen desaströsen Ausflug durchs haarige Reich der Naturkosmetik hinter mir. Übrigens inklusive einer Naturhaarfärbung und ich sage mit einer für mich völlig untypischen Konsequenz: nie wieder lasse ich so ein Zeug an meine Haare. Nie wieder. Die restlichen Pflegeprodukte verschiedenster Preisklassen waren bei meinen(!) Haaren auch für die Tonne, während andere voll des Lobes sind. So ist das halt: Es lässt sich einfach nichts verallgemeinern – nicht mal die Wirkung eines Shampoos.

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Beauty| Das ist doch die Wasserhärte!

Habe vor einiger Zeit entsetzt festgestellt, dass man mir beinahe alles verkaufen kann. Gesunde Chips, fliegende Pferde oder aktuell: Shampoo mit Magnet-Technologie. Und was kann das Zaubermittelchen? Das im Wasser enthaltene Kupfer neutralisieren, heißt es, und das wäre wünschenswert, weil Kupfer die Haare mit der Zeit brüchig und porös macht. So habe ich es gelesen – in einer Zeitschrift. Gut. Es kam, wie es kommen muss: Das Shampoo ist weder besser noch schlechter als andere. Nebenbei bemerkt bescherte mir dieser Kupferbericht jedoch ein Aha-Erlebnis. Denn hätte ich, manchmal Mrs Arroganz in Person, je damit gerechnet, aus einer Frauenzeitschrift nochmal wirklich interessanten Input mitnehmen zu können? Nein.

 

Reden wir mal über Wasserhärte…

 

Und nun kommt, neben dem Kupfer, die Härte – nämlich die Wasserhärte. Dass es unterschiedliche Härtegrade gibt, war mir schon bewusst, aber ich habe ehrlich gesagt nie drüber nachgedacht. Es sei denn, die Kaffeemaschine wollte schon wieder entkalkt werden und beim Blick in den Wasserkocher drängt sich auch die Frage auf, wie unsere Rohre wohl aussehen mögen und ehrlich gesagt möchte ich das lieber nicht wissen. Was die Verbindung  von Haaren und Kalk angeht, habe ich lediglich irritiert festgestellt, dass meine Haare an der Nord- oder Ostee sehr viel weicher, fluffiger, weniger frizzig und auch glänzender sind. Dafür habe ich zu Hause mehr Haare auf’m Kopp, also mehr Volumen, und die Haare sind giffiger, aber auch spröder und superfrizzig. Und warum ist das so?

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Beauty| Hautsache: Reden wir über Silikone, Parabene, Tenside und (Natur)Kosmetik

Ich schmiere mich täglich mit Silikon und Erdöl ein. Und nutze für die Haarwäsche ein Tensid, das auch in Putzmitteln enthalten ist. Was die berechtigte Frage aufwirft, ob ich vielleicht ein wenig verwirrt bin?  Tja, hätte ich in einem Moment der Langeweile doch lieber Schokolade gegessen, anstatt meine neue Bodylotion genauer unter die Lupe zu nehmen und mich mit den Inhaltsstoffen (INCI) zu beschäftigen. Anschließend wusste ich nämlich etwas, was man nur wissen will, wenn man sofort handlungsbereit ist.

Die erste Frage, die sich beim Überfliegen der Inhaltsstoffe stellt: Was hat Silikon (in diesem Fall: Dimethicone) in meiner Bodylotion zu suchen? Nächste Frage: Steckt das nur dort drin oder lasse ich – mal abgesehen vom Shampoo – noch mehr Silikon an meinen Körper? Ernüchternde Feststellung:  Das Zeug steck überall drin. Vor allem in Cremes und Lotions, die die Haut schöner, reiner, feinporiger und glatter machen sollen.

 

INCI – Der kleine Chemiebaukasten

Ich bin verwirrt und gebe zu, dass ich bei meiner Kosmetik voll auf den „guten Namen des Herstellers“ setzte. Auch winkte ich Cremes von Herstellern, die sich plakativ und sehr werbewirksam „Natur“ auf die Fahnen schreiben, nahezu ohne Blick auf die Inhaltsstoffe durch. Okay, das ist naiv, aber an irgendwas muss man ja glauben.  Allerdings wäre ich auch im Traum nicht auf die Idee gekommen,  dass irgendwer Silikon in Cremes und Bodylotions mischt.

Zugegeben: Es ist nicht leicht, diese viel zu klein gedruckten Angaben zu verstehen, die unter INCI = International Nomenclature of Cosmetics Ingredients [übersetzt: Internationale Namensbezeichnung für kosmetische Zutaten] geführt werden. Und wer von euch kann mit diesen verklausulierten Bezeichnung von Silikon was anfangen? Silikonöl oder Silikonwachs wird u.a. nämlich gerne wie folgt bezeichnet:

 

Dimethicone, Polysiloxane, Cyclomethicone, Methicone, Dimethiconol, Stearyl Dimethicone, Cetyl Dimethicone.

 

Alles klar? Generell gilt: Augen auf bei fachchinesischen Unverständlichkeiten mit der Wortendung „-cone“ oder „-xane„.

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Olaplex? Nö. Keraphlex. Haarpflege ohne Silikone.

Werfen wir doch mal ein wenig mit Superlativen um uns und reden von einem „Beauty-Meilenstein“, der „hoch gelobt“ oder „in aller Munde“ [„auf jedem Kopf“ wäre treffender] ist und die Haarpflege und vor allem das Färben revolutioniert. Die Rede ist von dem Must-have für die Haare: Olaplex. Gwyneth, J.Lo und andere Stars schwören darauf – beziehungsweise der Coiffeur ihres Vertrauens – und in den USA ist es das große Ding. Riesengroß. Logisch, dass ich das auch haben wollte. Wie wohl jede Frau, die diese wahnsinnig tollen Vorher-Nachher-Bilder gesehen hat und mit dem ihr gegebenen Stroh nicht so ganz glücklich ist.

Nun ist es schön und gut, an Wunder zu glauben. Das tue ich auch, keine Frage, und ich stehe auch dazu. Parallel dazu halte ich es in Fällen wie diesen jedoch für ratsam, auch ein wenig in die Breite zu gehen. Bei der Recherche. Und auch mal in Langhaarforen u.ä. nach Erfahrungsberichten zu schauen. Da finden sich zwar immer noch sehr viele begeisterte Stimmen, aber auch viele, bei denen das versprochene Haarwunder ausblieb.  Auch irritiert mich, dass auf der Facebookseite des Herstellers zwar tolle Nachher-Bildchen gezeigt werden – aber welche Mähne sieht nicht toll aus, wenn sie von Meisterhand gestriegelt, glattgebügelt oder ums Glätteisen gezwirbelt wird? Na eben. Mit Olaplex behandeltes Haar in ungestyltem Zustand hätte mich ehrlich gesagt ein bisschen mehr überzeugt – angefixt war ich allerdings trotzdem. Nur wollte ich mir keinen neuen Friseur suchen müssen, meiner hat dieses Must-have nämlich nicht im Repertoire. Also was tun? Weitersuchen und etwas finden, was mir noch besser in den Kram passt. Gefunden habe ich: Keraphlex.

 

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Beauty| Die Handcremefalle. Eingeschmiert und ausgetrocknet.

An meinen Händen beobachte ich ein Phänomen, das ich „Großzügig eingeschmiert und doch ausgetrocknet“ nenne.  Die Hände sind knochentrocken. Ich creme sie ein und bin für eine halbe Stunde zufrieden. Dann spannt die Haut wieder. Mehr als zuvor. Und ich creme weiter und weiter und weiter. Aber nichts hilft richtig. Im Gegenteil.

Je mehr ich creme, desto schlimmer fühlt sich die Haut an…

 

Die einzig bleibende Erinnerung, die manche Cremes hinterlassen, sind juckende Pickelchen auf den Händen. Wenn’s ganz blöd läuft oder ich meine frisch eingeschmierten Hände versehentlich dem Sonnenlicht ausgesetzt habe. Aus Frust habe ich diesen Cremekreislauf kürzlich unterbrochen. Wenn eh keine Creme richtig hilft, creme ich halt nicht. Da der Zustand meiner Hände jedoch unerträglich reibeisenmäßig wurde, rieb ich die nassen Hände am Wochenende mangels Alternativen mit reinem Olivenöl ein. Das Resultat? Olivenöl steckt jede Handcreme in die Tasche.

Der Glycerin-Kreislauf…

Was hat das Öl, was die Handcreme nicht hat? Es hat vor allem etwas nicht. Werfe ich mal einen Blick die Inhaltsstoffe meiner Handcremes, fällt mir nämlich folgendes auf:

Überall ist Glycerin drin – das ist einer der Inhaltsstoffe, die an vorderster Stelle geführt werden. So weit kein Problem, dachte ich, weil Glycerin als guter Feuchtigkeitsspender gilt.  Das stimmt jedoch nur,  wenn nicht zu viel davon in der Creme enthalten ist. Anderenfalls trocknet es die Haut nämlich aus. [1,2] Und führt zu ebenjenem Effekt, den ich bei meinen Handcremes spüre: 

  • Meine Hände sind trocken, also creme ich sie mit Handcreme ein.
  • Die Haut fühlt sich besser an und ist vermeintlich bestens gepflegt, weil frisch eingecremt.
  • Kurz darauf spannt die Haut schon wieder. Was mache ich? Greife aufgrund meiner knochentrockenen Hände erneut zur Creme und schmiere weiter, womit der Kreislauf nur verstärkt wird.

 

Dummerweise hat der vermeintliche Feuchtigkeitsspender nämlich die Angewohnheit, Wasser an sich zu binden. Auch Hautfeuchtigkeit. Und während ich fleißig Cremeschicht um Cremeschicht auflege, zieht mir die Creme die letzte Feuchtigkeit aus der Haut – so die vereinfachte Wiedergabe dessen, was ich an verschiedenen Stellen gelesen habe. Es gibt sogar Fachleute, die die feuchtigkeitsspendende und feuchtigkeitsbewahrende Wirkung des Glycerins gänzlich anzweifeln, weil es sich lediglich als Film auf die Oberhaut legt, in tieferen Hautschichten also gar nicht wirkt. [3]

Dass es wohl auch ohne Glycerin geht, zeigen diverse Rezepturen für selbstangerührte Cremes, die sehr oft ohne diesen mit Fingerspitzengefühl zu dosierenden Feuchtigkeitsspender auskommen und stattdessen auf verschiedene Öle, Bienenwachs oder Sheabutter setzen.

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Beauty | Traubenkernöl fürs Gesicht

Wenn man unzufrieden ist, geht man manchmal interessante Wege. Bei mir war es vor anderthalb Jahren ein Pflegenotstand im Gesicht, der mich massiv nervte. Wie konnte es sein, dass komplette Pflegeserien für Misch- und fettige Haut versagen und nichts von dem eintrat, was versprochen wurde? Die Haut war fahl, müde und verlieh mir ein absolut urlaubsreifes Aussehen. Die Poren waren so groß wie eh und je und hinsichtlich des Glanzfaktors in der T-Zone zückte ich nach zwei bis drei Stunden erstmals die Puderdose. Ungeschminkt aus dem Haus gehen? Nicht mit dem Teint. Kurz und gut:  Ich sah in den Spiegel und konnte mich selbst nicht mehr leiden. Also dachte ich nach und vergaß kurz darauf alles, was ich bisher über Gesichtspflege zu wissen glaubte. Und stampfte eine neue Theorie aus dem Boden.

Wenn ich fettige Gesichtshaut mit aller Macht entfette, revanchiert sie sich, indem sie nur noch mehr nachfettet. Und wenn ich die großporige Haut mit Silikon verstopfe, steckt das, was die Poren verstopft, vollends fest und macht sie nur noch größer. Also gehe ich mal einen ganz anderen Weg.

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