Eat Pray Om. Oder: Die Zähmung der Giftkröte.

Es gibt Aufgaben, die mich immer wieder aufs Neue fordern. Eine davon ist die, mit mir selbst im Reinen zu sein. Klingt jetzt ein bisschen sehr Eat-Pray-Love-mäßig und jeder hat da sicher seine eigene Definition, aber für mich bedeutet „Mir mir im Reinen sein“: Mich so anzunehmen, wie ich bin [und nicht schöner, klüger, erfolgreicher, schlanker oder was weiß ich sein zu wollen*] und nicht länger damit zu hadern, dass es [hier bitte Ungeplantes/Schicksalsschläge nach Wahl, gerne auch in der Mehrzahl, einfügen] nun ausgerechnet so gekommen ist und nicht anders.

Es ist wie es ist…

 

Es ist wie es ist –  und es liegt an mir, das Beste aus dem zu machen, was ist. Für das, was passiert ist, trage ich vielleicht nicht immer die Verantwortung, aber ich trage die Verantwortung dafür, wie ich damit umgehe. Kluge Menschen wissen das gleich – ich habe mir vorher ein paar Umwege gegönnt. Mit Schuldzuweisungen Flipper gespielt, den Kopf in den Sand gesteckt, rumgestänkert oder rumgejammert, so dass ich ein Musterbeispiel für Einsteins Definition einer Wahnsinnigen abgab:

„Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten. “ 

Irgendwann machte es dann endlich mal Klick. In meiner grenzenlosen Naivität hatte ich allerdings angenommen, dass dieses In-sich-Ruhen ein Zustand ist, den man sich einmal erarbeitet, um dann zeitlebens auf einer Wolke der Glückseligkeit durchs Leben zu schweben. Darum war ich auch schwer begeistert, als ich zwischenzeitlich eine Phase hatte, in der ich wie ein tiefenentspanntes Glücksbärchi auf Drog… äh… Johanniskraut durch die Gegend schwirrte. Selbstverständlich – und ein bisschen größenwahnsinnig – ging ich davon aus, dass ich in diesem Punkt alles gelernt hatte, was es zu lernen gab. Nun ja.

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