Na wenn das kein kluger Schachzug war…

Mit Rosen fing es an. Genauer gesagt mit einem zauberhaften, mit Rosen bedruckten Stoff, den ich irgendwo online entdeckt habe. Der Stoff war so schön, dass ich total vergaß, dass ich Rosen eigentlich gar nicht besonders mag. Weder in Schnittform noch sonst irgendwie. Eigentlich finde ich Rosen sogar ziemlich doof. Aber dieser mit Rosen bedruckte Stoff… hach… wun-der-schön! Ratzfatz wurde ich zur kleinen Agnes aus „Ich – einfach unverbesserlich“ [ihr wisst schon… es ist so flauschig, ich werde wahnsinnig] und wenn es erstmal mal so weit gekommen ist, ist eigentlich Hopfen und Malz verloren. Ich denke dann zwar schon noch, aber nur noch in eine Richtung. Und die lautet in diesem Fall …

Ich muss ihn haben. Ich will ihn haben, ich brauche ihn. 
Denn wenn ich nicht sofort diesen wunderschönen Rosenstoff bekomme, 
werde ich  nie wieder froh.

Stellt sich die Frage: Was fange ich eigentlich an mit diesem Stoff? Ha, ich weiß. Ich nähe mir was. Egal was. Verdammt. Ich kann gar nicht nähen. Aber ich will den Rosenstoff. Wer sagt denn überhaupt, dass ich nicht nähen kann? Vielleicht habe ich’s ja über Nacht gelernt? Ich versuche es. Ich besorge mir den Stoff und näh mir ein Kissen. Ein wunderschönes Rosenkissen. Müsste ich hinbekommen. Kann doch nicht so schwer sein, so ein dämliches Kissen zu nähen. Nur … was fange ich eigentlich mit dem Rosenkissen an, wenn es fertig ist? Eigentlich passt das hier gar nicht rein. Nirgendwo. Höchstens dorthin, wo es keiner sieht.

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