Tod dem Happy End…

Was Filme und Bücher angeht, fahre ich ja seit Jahren eine bewährte Strategie: Ich. Will. (M)Ein. Happy End. Alles andere ist nicht akzeptabel. Punkt. Und bis es zum Happy End kommt, soll möglichst nicht allzu viel gelitten werden. Oder anders: Wenn der Spannung halber schon gelitten werden muss, was ja sogar ich einsehe, dann wähle ich lieber Nancy Meyers als Quentin Tarantino [den ich ehrlich gesagt ohnehin nie wähle, weil ich alleine aufgrund der Kurzbeschreibungen seiner Filme daran zweifele, dass der Mann überhaupt weiß, dass es so was wie ein Happy End gibt. Den würde ich gerne mal mit einem Schmonzettenmarathon foltern].

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Informations-Detox. Oder: Drama! Ich habe den Valentinstag verschlafen.

Lebe nun seit sechs Wochen ohne Instagram und seit einer Woche ohne FB. Seit drei Wochen gilt der erste Blick am Morgen nicht mehr diversen Nachrichten-Apps [da schaue ich erst im Lauf des Tages vorbei], sondern der Kaffeemaschine. Katastrophenberichterstatter meide ich grundsätzlich und der Fernseher bleibt aus – Ausnahme: Fußball, Handball [Bundesliga und Champions League] und die Tagesschau sowie ausgewählte DVDs. Meine Seele hat seither 10 kg abgenommen und schläft zum ersten Mal seit langer Zeit wieder durch. Wenn nicht gerade Vollmond ist oder ich ins Grübeln gerate und mir meine Zukunft in Fifty Shades of Black ausmale.

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Ich hasse dieses Altersmimimi…

Es gibt Menschen, die felsenfest davon überzeugt sind, dass es ab Vierzig nur noch bergab geht und die förmlich auf die ersten Wehwehchen warten, aus denen dann zwangsläufig ernsthafte Gebrechen werden, weil es nun mal nicht anders geht. Gut. Bitteschön. Wenn’s Spaß macht… Aber ich sag’s ganz ehrlich: Mich macht der Umgang mit solchen Menschen krank. Meine Mundwinkel schlackern um die Knöchel und ich werde hochgradig aggressiv. Sobald das Gespräch auf dieses Altersmimimi kommt, schalte ich auf Durchzug und höre einfach nicht mehr richtig zu. Unhöflich? Ja, natürlich. Na und? Ist nicht weniger unhöflich, mir die Laune zu versauen.

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Ally Jahre wieder…

Klingt, als hätte ich ein bisschen zu viel Glühwein intus – was selbstverständlich nicht der Fall ist, ich bin doch nicht lebensmüde! Nachdem ich fleißig diese auf ein bewussteres Leben ausgerichteten Seiten gelesen habe, bin ich zu der Überzeugung gelangt bin, dass ich ab sofort nur noch von Luft und Liebe [beides natürlich so rein wie frisch gefallener Schnee!] leben werde, weil mich alles andere über kurz oder lang erst schleichend vergiften und anschließend umbringen wird. Das ist jetzt aber nicht das Thema, weil zu giftbratzig und hirnanregend für diese von Glitzer, Flausch und Liebe durchdrungene Jahreszeit, also wenden wir uns mal flugs weihnachtlichem Gedöns zu – ihr könnt das Hirn wieder auf Standby schicken.

Nachdem ich in den vorigen Jahren – ja, Plural! – trotz Glühwein und Lebkuchen so gar nicht in Weihnachtsstimmung war, hat mich in diesem Jahr irgendwas schwer christmasfiziert. Ich nehme an, das geht auf das Konto von Frau Hummel, dieser Apfenzglitzchenfee. Oder auf das von Ally McBeal. Von der und ihren Mitstreitern, allen voran Vonda Shepard, gibt es nämlich die CD „A very Ally Christmas“ , die ich irgendwann mal günstig bei den amazonen runtergeladen und anschließend ignoriert habe, weil ich ja nie in Weihnachtsstimmung war und auch nichts daran ändern wollte. In diesem Jahr läuft die Ally-Musik allerdings rauf und runter. Ich beobachte das – also mich und mein Verhalten – höchst interessiert und milde verwundert, aber letztendlich kann man ja auch nicht nur Disturbed oder Slipknot hören und ein bisschen Robert Downey Jr. [River, Chances oder Every breath you take] ist durchaus eine nette Abwechslung. Das bleibt allerdings nicht ohne Folgen, denn nun wünsche ich mir Weihnachtsfilme [nämlich die hier] und Weihnachtsbücher – und ich bekomme sie, weil ich mir das Zeug ganz einfach selber schenke. Wer wartet denn mit 44 noch auf den Weihnachtsmann?!

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Vorweihnachtsolympiade? Ohne mich.

Ginge es nach meinem Adventskalender, wäre bei mir heute schon Heiligabend. Habe mir nämlich einen Kosmetik-Adventskalender gegönnt, um meinen November ein wenig aufzuhübschen. Das hat der November bitter nötig, weil das bei mir so ein Monat ist, dem ich dringend auf die Sprünge helfen muss, um seelisch nicht völlig abzukippen. Mit besagtem Kalender und der Grundeinstellung „Tu nur das, was in diesem Monat wirklich nötig ist, blende den Rest aus und lies dich stattdessen ins Nirwana!“ , klappte das überwiegend gut. Von kleinen Durchhängern mal abgesehen. Manchmal bin ich schon sehr dankbar dafür, dass ich mich selbst doch so relativ leicht übertölpeln kann –  wenn ich das möchte. Und dass der Konsumjunkie in mir dem Rest von mir gelegentlich einfach nur mal was mit der Glitzerkeule über den Schädel ziehen kann, damit Ruhe ist – für ein paar Tage.

Und damit meine Stimmung, die ich so mühsam unter Missachtung aller Adventskalenderregeln über den November gerettet habe, im Dezember nicht gleich wieder kippt, bin ich auch weiterhin recht nett zu mir. Läuft unter gesunder Egoismus und dazu gehört, dass ich mich der Vorweihnachtsolympiade und all ihren Wettkampfdisziplinen verweigere – obwohl ich die Vorweihnachtszeit sehr gerne mag. Aber das soll eben so bleiben…

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HalloSpleen

Rund um Halloween darf es gruseliger werden – leider kann ich nicht so richtig gruselig. Nur ein bisschen. Und deswegen widme ich mich Spleens, die ja durchaus gruselige Ausmaße annehmen können. Interessante Einblicke ins spleenige Verhalten eurer Mitmenschen gewährt euch übrigens auch Spleen24. Schon ein kurzer Ausflug dorthin zeigt euch: Ihr seid nicht allein, womit auch immer, und es gibt immer jemanden, der noch ausgetickter ist. Wunderbar, oder? Fühle ich mich doch gleich besser, zumal ich ja auch nicht alle naselang einen Ally Mc Beal-Marathon absolvieren kann, weil Spleens selten charmanter und sympathischer rübergebracht wurden, als von John Cage und Ally und ich mich „in Anwesenheit“ der beiden schlagartig ein bisschen normaler fühle. Doch so zauberhaft die beiden sind, sie sind eben nur fiktiv.

Und da ist es sehr befreiend zu erfahren, dass es echte Menschen gibt, die nie die Wurstzipfel essen können. Oder welche, die schon lange vor der Haustür den Schlüssel aus der Tasche holen [ich auch!] und solche, die beim Anblick von Polizisten nervös werden [moi]. Es gibt sogar Menschen, die immer mit Anlauf ins Bett springen, damit ihnen das Monster unter dem Bett nicht in die Knöchel beißen kann und daneben nehmen sich meine Macken doch vergleichsweise harmlos aus, finde ich …. „HalloSpleen“ weiterlesen

10 Dinge, die Postboten magisch anlocken…

Ihr erwartet Post? Beispielsweise… hm…einen tollen Nagellack, eine neue Wundercreme, das ultimative Supershampoo – also theoretisch –  oder ein Buch und seid schon ganz hibbelig und mit der Geduld am Ende? Dann verrate ich euch, wie ihr gemäß Murphy’s Law ein wenig schneller im Besitz eurer neuen Schätze seid. Wenn ich in meinem Leben nämlich eines gelernt habe, dann folgendes: Egal, wie sehnsüchtig ich den Post- und Paketboten auch erwarte, er klingelt immer in genau diesem einen, in genau diesem winzigkleinen Moment, in dem ich mich eigentlich außerstande sehe, die Tür zu öffnen, weil es gerade absolut überhaupt gar nicht passt oder ich mich am liebsten vor mir selbst verstecken würde…

Einfach mal die Klappe halten?

Als ich neulich in meinem liebsten Café saß, musste ich leider feststellen, dass ich nicht alleine dort war. Die Rede ist nicht von anderen Gästen, sondern von dem Zeug, das ich allen Ernstes mitgeschleppt hatte. Und so habe ich mich nicht über den leckeren Cappuccino und die tolle Aussicht gefreut, sondern u.a. an die Mail an den Steuerberater gedacht, die ich dringend schreiben muss – seit 5 Wochen – und an einigen anderen Kram. Doch am meisten Raum nahm der Gedanke an eine Unterhaltung ein, die neulich online begonnen hatte und offline weitergeführt wurde. Es ging darum, dass ich meinen Stil und meinen Lifestyle nicht nur durch meine Kleidung, meinen Ernährungsstil oder meine Kosmetikprodukte zeige, sondern auch durch meine Haltung. Und Haltung zeigt man ja immer – sogar dann, wenn man keine Haltung zeigt – und besonders dann, wenn man den Mund aufmacht…

Warum kann ich nicht einfach mal meine Klappe halten?

 

Und genau das ist mein Problem, denn ich kann hin und wieder einfach nicht meine Klappe halten und schlage mich dabei scheinbar mit Themen rum, die für andere keine sind. Das nervt mich. Wie kann es sein, dass ich schon so lange an mir arbeite, dabei aber offenbar noch keinen Schritt weiter bin? Wo ist sie, die Erleuchtung, die sich nach jahrelanger Home-Yoga-Praxis endlich mal einstellen sollte? Außerdem bin ich Stier, Aszendent Waage [der Aszendent soll sehr viel aussagekräftiger sein, habe ich irgendwo gelesen] und habe zur einen Hälfte ein Gemisch aus schwäbischen [die haben ja teilweise diese stoische Ruhe weg] und österreichischen [sehr charmant!] Genen in mir – warum also bin ich nicht tolerant, gelassen und weise? Warum bin ich nicht so ein kleines Sonnensch(w)einchen, sondern die Kackbratze, die ich bin? Warum kann ich über Dinge, die mich irritieren, nicht einfach hinwegsehen und meine Klappe halten, ohne das on- oder offline in irgendeiner Form thematisieren zu müssen? Andere können das doch auch…

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Was ich schreiben kann und was nicht. Und was das über mich aussagt.

Es gibt Tage, da überfällt mich schon morgens beim Blick in Feed- u. Newsreader eine latente Übelkeit. Mein Facebook-Newsfeed scheint ein Best-of von „Suchphrasen aus der Hölle“ zu sein. zu sein, aber nein! Das sind ja gar keine Suchphrasen, sondern die Schlagzeilen des Tages aller relevanten Frauemmagazine, die in meinem Newsfeed aufploppen und die den Anschein erwecken, als kreisten die Gedanken der Leserinnen vorrangig um zwei Dinge: um den Bauch und um Männer. Genauer gesagt: um den schlanken Frauenbauch speziell und eine tolle Figur überhaupt und um das, was Männer an uns Frauen toll finden. Das liest sich dann so [und nein, das sind nicht gesammelte Schlagzeilen der letzten Woche, sondern die beliebiger 24 Stunden aus verschiedenen Magazinen]…

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#Nostalgieflash. Früher war alles besser. Oder?

Glaube, es liegt derzeit was in der Luft und das nennt sich L’Eau de Nostalgica oder so ähnlich. Erst lief in den letzten Wochen im Radio in Dauerschleife „Stressed out“ von den Twenty One Pilots, woraufhin ich bei jedem „Wish we could turn back time, to the good old days“, einen Nostalgieflash bekam. Obwohl ich definitiv nicht zu denen gehöre, die gerne seufzen: „Früher war alles besser“. Dann war dem Flow-Magazin ein Erinnerungsbüchlein beigelegt, in dem man auf 30 Seiten anhand von Fragen und Anregungen (wie „Zähle 5 Lieblingsgerichte deiner Kindheit auf“ oder „Ob Pippi Langstrumpf, Fünf Freunde oder das Sams: Welche Bücher hast du als Kind gelesen? Welche Filme gesehen? Und was waren in deiner Kindheit und Jugend deine Lieblingsserien?“) in der Vergangenheit schwelgen kann. Und auch beim Konsumkaiser gab’s neulich eine Reise in die 8oer (Stu-Stu-Studio Line… erinnert ihr euch noch?) Nun mal Butter bei die Fische. Wann habt ihr denn das letzte Mal:

  • ein paar Monchichis geknuddelt,
  • den Walkman geschnappt und eine Cassette eingeworfen,
  • abends einen Film aus der Videothek geholt,
  • oder in einem Poesiealbum geblättert?

Na? Lange her, nicht wahr? Stellt sich die Frage, ob das so tragisch ist. Denn was genau war an diesem Kram eigentlich so toll?! Lassen wir das Zeug doch mal Revue passieren…

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5 Dinge, die mir Herbstlaune machen

Schluss mit gen Sonne gehaltenen Melonenschnitzen und lackierten Zehennägeln auf Instagram – es ist Zeit für Kürbiseintopf und Kuschelsocken. Und für Posts, die Sommerliebhabern und Herbsthassern mit Sicherheit nicht so gut schmecken werden, wie mir mein Eintopf. Aber wenn ich im Sommer diese Wetterlobhuddeleien über mich ergehen lassen muss – obwohl ich bei 30 Grad längst die Faxen dicke habe und bei derartigen Backofentemperaturen von einigem rede, nur nicht von „super Wetter“! – dann müsst ihr auch mal meine Herbstliebe aushalten, die… äh… genau einen Post dauert. Nämlich diesen hier. Ich verrate euch mal, was ich am Herbst mag.

 

5 Dinge, die mir Herbstlaune machen

 

1. Endlich kann ich das grünblättrige Kaninchenfutter mal beiseite lassen und auf schöne Eintöpfe umsteigen. Noch besser als Eintöpfe schmecken Aufläufe! Am besten mit Pasta und weiteren Zutaten, die eigentlich zweitrangig sind, wenn nur genug Pasta im und Käse auf’m Auflauf sind. Wer jetzt Angst um seine Figur hat, kann aufatmen: Kohlenhydrate helfen nämlich sogar beim Abnehmen. Hättet ihr nicht gedacht, nicht wahr? Ich auch nicht. Der ernährungstechnisch halbwegs aufbeklärte Mensch hat ja mittlerweile kapiert, dass Kohlenhydrate Teufelszeug sind, das uns von Twiggy zu Bud Spencer macht. Da kommt mir die Entwarnung also sehr gelegen – im nächsten Frühjahr wird sich dann zeigen, ob die Kohlenhydrate wirklich beim Abnehmen geholfen haben, oder ob ihr mich Bud nennen dürft. „5 Dinge, die mir Herbstlaune machen“ weiterlesen

Verflixte Tage drehen. Oder: Turn shit into gold.

#kannSpurenvonIronieenthalten

#mussabernicht

Ich bin ja eine belesene Frau – magazintechnisch gesehen. Und so weiß ich selbstverständlich, was ich tun muss, um Stroh in Gold zu verwandeln – also einen bescheidenen Tag in einen guten zu drehen. Oder um es mal ganz plakativ mit den Worten von Familientherapeutin Virginia Satir auf den Punkt zu bringen: „Turn shit into gold“. Schauen wir uns mal die Ausgangsbasis an. Einen Grottentag, den ich in einen wunderbaren Tag zu verwandeln habe…

  • Werde nachts aus Gründen, die ich hier zum Schutz der Privatsphäre anderweitig Beteiligter nicht nennen kann, mehrmals aus dem Halbschlaf gerissen. Das ist nie eine Basis für einen guten Tag. Nie.
  • Wache daher morgens um 6:45 Uhr äußerst ungnädig gestimmt auf.  Da war doch was… Ein Stimmchen in meinem Kopf, das verdammt nach dem Junior klingt, flüstert: „Der QR-Code von meinem Ticket für die Hinfahrt an die Ostsee wird nicht erkannt. Bist du sicher, dass du beim Umbuchen alles richtig gemacht hast?“ Shit. Stehe senkrecht im Bett. So schnell war ich schon lange nicht mehr wach.

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10 Dinge, die dir zeigen, dass du alt wirst…

Seit einigen Monaten bin ich nun 44 und so langsam wird mir klar, dass die Zeit rennt! Nur noch sechs Jahre, um mich durch so witzige Büchlein wie „Endlich 40! Was Sie immer schon tun wollten“ zu arbeiten, die mich mit kleinen Weisheiten oder einem Zitat wie diesem erfreuen:

„Wer als Vierzigjähriger dieselben Ansichten wie ein Zwanzigjähriger vertritt, muss über Jahre hinweg verblödet sein. Er figuriert nicht als Prophet, sondern als unbelehrbares Balg, viel verdroschen und kein bisschen weise.“ (Robert Louis Stevenson)


Nun liegt das Büchlein ja seit vier Jahren hier rum, aber ich habe mich von der 40 partout nicht angesprochen gefühlt, denn alt sind immer nur die anderen. Theoretisch. Praktisch bemerke ich allerdings, dass ich scheinbar doch nicht in den ewigen Jungbrunnen gefallen bin…

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10 Dinge, die ich mal machen könnte…

Kennt ihr diese Listen à la „10 Dinge, die man bis zu seinem 40. Geburtstag gemacht haben soll“ oder diese Bucket-Lists „10/30/200/1000 Dinge, die man in seinem Leben gemacht haben sollte“? Finde ich blöd. Und weil man ja öfter mal über seinen Schatten springen soll oder es eben mit genau den Dingen versuchen soll, die einem bisher weniger zusagten, erstelle ich jetzt so eine Liste. Aber eine, die ich mag. Logisch, weil ich ja per se erstmal nichts mache, von dem ich schon vorher weiß, dass es blöd wird, so blöd bin nicht mal ich.

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Leben| Über das Bewahren der alltäglichen Leichtigkeit

aIch weiß nicht mehr, wann es anfing. Aber seit einigen Jahren denke ich beim Anschauen der Nachrichten oder beim Überfliegen der Zeitung regelmäßig: „In was für einer kranken Welt leben wir eigentlich?“ Ich denke das, wenn mir mal wieder bewusst wird, dass wir uns so benehmen, als wären wir die „Wanderheuschrecken“ aus Independence Day. Wir lassen es zu, dass Regenwälder gerodet werden, damit man uns „billiges“ Palmöl in Pizza, Creme und Lippenstifte manscht. Oder dass übermüdete und unter“bezahlte“ Näherinnen, die unsere Klamotten fertigen, von Fabriktrümmern begraben werden. Dass Menschen verdursten, weil sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Und Kinder auf der Suche nach einem sicheren Ort im Mittelmeer ertrinken. Oder dass irgendwo auf dieser Welt Menschen gequält und vertrieben werden, weil es irgendwem in den Kram passt, während wir uns zurücklehnen, weil es ja sooo weit weg ist und uns nicht betrifft. Bis es uns dann eben doch betrifft.

Ich darf erst glücklich sein, wenn alles perfekt ist…

Die Masse an üblen Nachrichten, die täglich  auf einen einprasselt,  bleibt natürlich nicht folgenlos. Und so habe ich mir eine Zeit lang eingeredet, dass ich erst dann glücklich sein darf, wenn alles gut ist. Und mit alles ich meine alles: mein Leben, das Leben derjenigen, die ich mag und das Leben derjenigen, denen man Nachrichten und anschließende Brennpunkte widmet. Irgendwann  ging mir das Licht auf, dass ich da ziemlich lange warten kann. Weil ja immer irgendwas ist. Bei irgendwem und irgendwo. Da wurde ich zickig, missgünstig und ein bisschen unleidlich. Und unglücklich sowieso – weil ich ja nicht glücklich sein durfte oder konnte, wenn es irgendwem auf dieser Welt schlecht geht.

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