Es lebe die Drama Queen.

#kann_Spuren_von_Ironie_enthalten

#muss_aber_nicht

Vor einiger Zeit kam mir ein Artikel unter, der mich wie ein HB-Männchen hochgehen ließ. Glückliche und zufriedene Menschen wären langweilig, hieß es. Das hat mich so auf die Palme gebracht, dass mich erst der Schock darüber, dass ich schon so alt bin, dass ich das HB-Männchen noch im Kino gesehen habe, wieder runterpurzeln ließ. Pah, was für ein Blödsinn… würde ich jetzt gerne schreiben. Allerdings steckt da vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit drin. Dachte ich zumindest neulich, als ich es mit einem dieser genügsamen, sich selbst genügenden Menschen zu tun hatte. Die Art von Mensch, die ich eigentlich selbst irgendwann mal werden wollte.

Jemand, der unnötigem Konsum ebenso entsagt wie unnötigen Gedanken. Und der total abgeklärt und so was von gechillt sowie maximal minimalistisch in seiner schneeweißen Butze lebt. Jemand, der von jetzt auf gleich seine gesamte Habe in zwei winzige Köfferchen packen und ins neue Domizil umziehen könnte – die schuhkartongroße Höhle auf dem Berg der Erleuchteten, garantiert WLAN-frei und der nächste Laden drei Tagesreisen entfernt. Die personifizierte Gelassenheit, die für alles und jeden Verständnis hat – vor allem für sich selbst. Ja, so ein Mensch wollte ich werden und ich habe es in den vergangenen drei Monaten wirklich versucht. Nur: warum eigentlich? Was genau ist daran so erstrebenswert?

Rhetorische Frage: Wäre „Vom Winde verweht“ wohl der Bestseller geworden, der er ist, wenn sich die Story nicht um Scarlett O’Hara, sondern um Melanie Hamilton drehen würde? Die stets gute, ach so liebevolle und alles verstehende Melanie? Schnarch. Wohl kaum. Oder schreiben wir doch mal eine andere Geschichte um. Nämlich die der vier liebenswert-überspannten, manchmal ein wenig anstrengenden Single-Ladys aus Sex and the City. Die über 6 Staffeln auf der Suche nach dem Einen sind und dabei zwischen Cocktails und Designerklamotten Themen erörtern, die an Political Correctness so nah dran sind wie ein Kartoffelkäfer an der Weltherrschaft.

Befreit von Dramen und Kataströphchen, dafür angereichert mit Glück und Zufriedenheit, bliebe von der ursprünglichen Story nämlich nicht mehr viel übrig. Auf den Yogamatten und Meditationskissen sowie in den „Erwecke deine innere Göttin o.ä.“-Workshops dieser Welt hätten Carrie, Samantha, Miranda und Charlotte hart an sich gearbeitet. Sehr hart. Dafür wären sie nun ganz. Ganz heil, ganz in Balance und ganz bei sich. Sich selbst genug. Und anstatt anderswo nach Liebe, Bestätigung und Anerkennung zu suchen, wären sie randvoll mit Selbstliebe und Kräutertee. Frei von oberflächlichen Bedürfnissen und Wünschen, deren Befriedigung ja doch nur der notdürftigen Verpflasterung seelischer Wunden oder der Betäubung irgendwelcher Ängste dient. Hach ja.

Ich verdeutliche das mal an Carrie – also an ihrer neuen und verbesserten Version. Der Gesundheit zuliebe hätte die neue Carrie Zigaretten gegen Möhrensticks oder selbst geschmurgelte Grünkohlchips getauscht. Und Kaffee und Cocktails gegen lauwarmes Ingerwasser. Shoppingexzesse gehörten der Vergangenheit an, denn die neue Carrie hätte sehr wohl erkannt, dass sie mit ihrem preisverdächtigen Klamottenfundus sechs Staffeln einer Serie ausstatten könnte. Ganz bei sich und ganz mit sich im Reinen läse die neue Carrie nun auch nicht mehr noch bei jedem Einzeiler zwischen den Zeilen, um hinterher tagelang darüber nachzudenken oder es gar kolumnenfüllend auszuwalzen. Stattdessen würde sie ganz pragmatisch und frei nach Fried feststellen: Es ist wie es ist. Und wenn es nicht(s) ist, dann soll es auch nicht sein. Alternativ: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Oder: Jedes Ende ist ein neuer Anfang. Blablabla. Schnarch.

Eine Story wie ein Schuss aus dem Betäubungsgewehr. Schickt einen zuverlässiger ins Reich der Träume als eine Kopfnuss von Wladimir Klitschko. Tragisch, was mit einem Zuviel an Glück und Zufriedenheit aus meiner liebsten Serienheldin hätte werden können. Auch tragisch, dass mir neulich auf meinem Meditationskissen klar wurde, dass ich nie diese tiefenentspannte Person sein werde, die ich doch eigentlich sein wollte. Nein, ich werde nie eine Melanie Hamilton sein, denn manchmal geht mir schlicht jedes Verständnis ab. Wenn mich jemand anrempelt, sich dreist vordrängelt oder mich anderweitig erzürnt, was manchmal recht schnell geht, werde ich nie denken: Ach je, du Arme, du hast sicher gerade private Probleme und benimmst dich darum wie eine Operndiva, der seit Wochen ein Furz quersitzt. Klar, das verstehe ich. Gelassenheit sei mit dir, Schwester. Nö. So nicht. Was ist verkehrt an einem „Geht’s noch?“ oder einem „Hast du einen an der Waffel, du dumme Nuss?“ in gedachter, gemurmelter oder gefluchter Form?

Das heißt nicht, dass ich wie ein Elefant durch den Porzellanladen walze und meine Launen nun jedem ungefiltert an den Kopf knalle, weil ich nun mal so bin und mich authentisch geben möchte. Aber ich möchte auch mal ungerecht, zickig und grantig sein dürfen und mich in verschiedene Dinge reinsteigern, wenn mir danach ist – wenigstens für 5 Minuten oder ein Glas Wein. Und nicht allem gelassen und gleichmütig gegenüberstehen oder ein Leben wie ein nie enden wollender Kalenderspruch führen [Wenn es das Richtige ist wird es geschehen. Wenn nicht war es nie das Richtige]. Oder ständig zuerst vor der eigenen Haustür kehren [„Bevor du andere geradebiegst, musst du dich selbst geradebiegen.“ Buddha] und meine Gedanken zügeln [„Etwas zu begehren oder zu wünschen, was nicht hier ist, bedeutet Leiden.“ Samarpan].

Gelegentlich bin ich einfach eine kleine Drama Queen und das ist in Ordnung so. Und mal ehrlich: Was wäre das für ein Leben, wenn es nur noch Melanie Hamiltons gäbe, die stets so unfassbar besonnen, vorausschauend und so wahnsinnig verständnis- und liebevoll handeln würden? Wie viele Geschichten wären nie erzählt, wie viele Bücher nie geschrieben und wie viele Filme nie gedreht worden? Wäre doch verdammt schade drum… 😉

[Beitragsbild: gratisography]

52 Kommentare zu „Es lebe die Drama Queen.

  1. Da gibts schon noch viel dazwischen – zwischen Melanie Hamilton und Carrie – und das bedeutet durchaus, dass beide für sich weiser werden könnten. Jede in eine andere Richtung.
    Drama Queens finde ich nervig und kindisch und nehme ich daher nicht ernst.
    Temporäre Drama-Queens finde ich normal. Jede ärgert sich mal, jede ist mal nicht „bei sich“, jede hat nicht immer für alles Verständnis.
    Um mal auch einen alten Spruch zu sagen: wer immer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht…!
    Aber wenn Du so sehr den Wunsch nach mehr Gelassenheit hast, wie Du öfters schreibst, dann ist da wohl was dran. Und die Verwirklichung könnte durchaus interessant sein. Ich finde nämlich Entspanntsein ist sehr spannend.
    Einen schönen Sonntag wünscht Dir sehr herzlich, Sieglinde.

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    1. Aber natürlich gibt es unendlich viele Grauabstufungen dazwischen – nichts auf dieser Welt ist nur schwarz oder weiß. Allerdings habe ich diesen Text bewusst als Kolumne verschlagwortet, sprich: ausgewogene und alles berücksichtigende Sichtweise ist heute aus. 😉

      Entspanntsein ist definitiv sehr entspannend, da stimme ich dir zu. Aber ich denke, es kommt wie immer und überall auf das richtige Maß an und das zu finden – wobei auch immer – ist die Kunst.

      Schönen Sonntag dir!

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      1. „Entspanntsein ist definitiv sehr entspannend, da stimme ich dir zu.“ – nein, das meinte ich nicht liebe Anna.
        Ich schrieb:
        „Ich finde nämlich Entspanntsein ist sehr spannend.“
        Das Spannende am Entspanntsein ist, dass man dabei offen für seine Umgebung sein kann und vieles beobachten, fühlen, erleben kann, ohne gleich in Wertungen oder Verwerfungen zu verfallen. Das lässt meiner Meinung nach viel mehr Handlungsmöglichkeiten zu. Der Tunnelblick verschwindet weitgehend und die eigenen Grenzen können sich erweitern.
        Das ist auch für mich der Unterschied zu Gleichgültigkeit, was unten Fran zu Frage macht.

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        1. Da stimme ich dir absolut zu. Vielleicht ein Denkfehler meinerseits, dass ich das nicht glech mit dem Entspanntsein in Verbindung gebracht habe. Wahrnehmen, ohne gleich zu werten und zu (ver)urteilen, finde ich in der Tat sehr spannend und ich schüttele manchmal über mich selbst den Kopf, wenn ich überlege, wie voreingenommen ich diesbezüglich noch vor nicht allzu langer Zeit unterwegs war. Nichtsdestotrotz kommt es bei mir stark auf den Menschen/die Situation an. Manches will ich einfach (noch) nicht verstehen. 😉

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  2. Gähn…. das wäre aber sowas von langweilig 😀
    Nee ich geh da mit dir, ich bin auch mitunter gerne Drama Queen und es tut in dem Moment verdammt gut 🙂
    Auch wenn ich hinterher dann vielleicht denke, naja hätt auch was weniger sein können und bissel Gelassener, aber nee nee egal manchmal muss die Zicke die Dramalady einfach an die Luft, ich glaub sonst platzt man *lach….

    LG Aurelia

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    1. Es fühlt sich für den Moment genau richtig an, oder? Also, wenn es angebracht ist (und was angebracht ist, entscheide ich 😎 ). Möchte mich allerdings von den von Sieglinde erwähnten Drama Queens distanzieren, die nun ständig aus einer Mücke einen Elefanten machen. Um die mache ich einen großen Bogen, so leidensfähig bin ich nicht. 😉

      Lieben Gruß!

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  3. Hm. Wo endet Gelassenheit und wo beginnt Gleichgültigkeit? Wird die Welt besser, wenn wir alle gelassen sind? Oder führt die große Gelassenheit irgendwann zu absoluter Gleichgültigkeit? Bedeutet Gelassenheit, nicht mehr einzutreten für Dinge, die einem wichtig sind, weil man dann als verständnislos gilt? Keine Ahnung. Gelassenheit ist manchmal wichtig. Wenn sie in Sachen Emotionslosigkeit abdriftet, dann ist das ein Zuviel an Gelassenheit.

    Dass eine Serie von SATC davon lebt, dass die handelnden Personen eben nicht jederzeit tiefenentspannt sind, ist klar. Unterhaltung erfordert genau das Gegenteil von Entspanntheit. Da du aber nicht primär deine Umwelt unterhalten willst, sondern glücklich leben, darfst du dir deine eigenen Prioritäten in Sachen Entspannung selbst setzen 🙂 Tu ich auch. Und das Ergebnis ist, dass ich dort, wo es mir gut tut, entspannt zu sein versuche. Klappt nicht immer. Aber ich arbeite dran. Wäre ich allerdings ständig und ohne Pause tiefenentspannt, würde ich mich mit mir selbst langweilen. Ab und zu brauche ich durchaus das Gefühl, dass ich noch lebe *grins*
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Hach… dein erster Absatz… lass dich dafür mal herzen ( ❤ ) und du weißt, dass ich diesbezüglich sehr zurückhaltend bin. Ich herze nicht jede(n). *g* Ich herze mich damit übrigens auch von einer Antwort frei, denn die würde einen eigenen Post ergeben.

      Den Rest unterschreibe ich auch. Ich bin in vielen Bereichen entspannter geworden, in manchen sogar tiefenentspannt. Aber ständig und ohne Pause tiefenentspannt sein? Boah… nee danke. Und dein "Ab und zu brauche ich durchaus das Gefühl, dass ich noch lebe" trifft es voll auf den Punkt. Was sagt das über uns aus? Ach… schietegal. 😉

      LIeben Gruß!

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      1. Danke fürs Herzen. Und ja, ich weiß das zu schätzen 🙂 Die Antwort ist wohl ungefähr 42. Oder so. Ich hab sie nicht. Und ich glaube, kein Mensch hat sie. Sonst wäre die Welt irgendwie… besser?

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        1. Ja, davon gehe ich auch aus. Dass die Antwort 42 ist. *g* Und dass die Welt irgendwie besser wäre, wenn wir alle total bewusst und situationsadäquat handeln und (ein Großteil von uns) nicht zu oft den verbockten Teenager/das Kind oder die Drama Queen geben würden. 😉

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  4. Ähemm…who to f… is Melanie Hamilton?? Ich gestehe: Keine Ahnung. Muss man das wissen? Hab ich was verpasst?
    Aber zum Thema. Ich sag mal so: Ich bin nicht dafür bekannt, dass ich meine Meinung für mich behalte. Meistens jedenfalls. Wenn mir was so richtig gegen den Strich geht, dann lasse ich das auch raus. Oft ziemlich ungefiltert sogar. Ich kann da auch mal recht direkt werden. Zumal bei gewissen Themen. Aber andrerseits soll sich doch einer vordrängeln- mir doch egal. Wirklich. Das lohnt einfach nicht. Ich freu mir dann höchstens ein Loch innen Bauch, wenn ich mich z.B. an der nächsten Kasse anstelle und tatsächlich VOR dem Drängler drankomme. Äääätsch. Schadenfreude ist Blutwurst!
    Was du allerdings im zweiten Absatz beschreibst, das wäre mir sehr recht. Nicht, dass ich erleuchtet wäre. Gott bewahre. Und schneeweiss muss meine Butze auch nicht sein. Aber minimalistisch auf jeden Fall. Soweit als möglich (und da sind wir schon bei der Tatsache, dass Minimalismus jeder für sich selber definiert (und das auch darf).) In zwei Köfferchen wird meine Habe niemals passen. In einen (grossen) Wohnwagen dereinst dann hoffentlich schon. Und gelassen? Ja, gelassen bin ich, hab ja lange genug daran gearbeitet…..
    Wenn allerdings einer so Leben möchte wie die Damen von SATC, dann soll er das tun. Ich bin mir zwar nicht ganz sicher, ob das schlussendlich wirklich befriedigend ist. Aber das wiederum kratzt mich nicht, denn ich muss ja nicht.
    Jeder also in der Art und Weise, wie es ihm behagt! Und am besten wird wahrscheinlich sowieso ein bisschen von allem sein. Eine ausgewogene Mischung. Tage, an denen man sich schleifen lässt, gefolgt von Tagen, an denen man das, was man sich vornimmt, gebacken kriegt. Die Dinge einfach geschehen lassen und nicht(s) verbissen hinbiegen wollen. Ich fahre sehr gut mit dieser Einstellung, sie entspannt wahnsinnig!
    Dass glückliche und zufriedene Menschen Langweiler sind, DAS würde ich nun beileibe nicht unterschreiben.
    Frohen Sonntag weiterhin!
    …und so n’bisschen was Wahres ist schon dran an diesen Sprüchen, nüchwahr?? ;oD

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    1. Tja siehste… Melanie ist dir kein Begriff, aber Scarlett O’Hara kennste, oder? ODER?! „Vom Winde verweht“? (Buch ist sehr viel besser als der Film, finde ich.)

      Ich will keinen Wohnwagen, ich will einen Bus. Also keinen Reisebus (wobei… da passen mehr Bücher und Klamotten rein), sondern einen Bulli. Und einen Teil der Klamotten könnte man ja auch in Kartons verpacken und von Ort zu Ort schicken… 😎 (Scherz) Stimmt schon, das Anhäufen von zu viel Kram ist sinnlos und ich bin auch fleißig am Aussortieren. Andererseits – und ich schäme mich fast, ausgerechnet dir das zu sagen – macht unnützes Zeug auch einfach mal Spaß. Aber da kommt es, wie du ja schreibst, auf die richtige Mischung an. 😉

      Was die Langweiler angeht: Eine Drama Queen, die ständig in die immergleichen Kämpfe verstrickt ist und sich da keinen Millimeter weiterentwickelt, wird mit der Zeit auch langweilig. Aber vielleicht hat sie mehr zu erzählen – auch wenn es irgendwann keiner mehr hören möchte. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Achsoooo….you. Kenn ich. Ist lang, lang her, dass ich den Film gesehen hab (und ich kann mich auch nicht mehr genau an die Handlung erinnern!), aber ich HAB ihn gesehen. Puuuhhhh. Ich leb also doch nicht hinter dem Mond, *ggg*!
        Und hey- stell dir bitte nicht vor, dass es bei mir KEIN unnützes Zeug gibt! Zumindest nicht in dem Sinne, dass ich alles, was ich um mich hab, Tag für Tag benutze. Fast alles, okay, benutze ich. Aber es gibt auch Dinge, die hab ich einfach lieb, weil sie mich an jemanden erinnern. Oder weil ich sie selbst gemacht hab. Etcpepe. Und weil ich halt auch ein Ästhet bin, dürfen die sein und bleiben! Dieses „Ich hab nur 100 Dinge“- Ding find ich sowieso irgendwie seltsam.
        Diese Dauerschleifen-Dramaqueens finde ich nicht nur langweilig, sie gehen mir gehörig auf den Nerv, weil die sich so unsäglich wichtig nehmen selber. Auf eine ganz doofe Art und Weise. Aber so ab und zu mal rumzuzicken, das darf sich doch jeder mal gestatten. Schliesslich haben unsere Nerven nicht jeden Tag die gleiche Spannkraft, und oft wird die ganz schön auf die Probe gestellt im Alltag….. ;oD
        So, ich setz mich jetzt mit einer Tasse Tee und Kuchen auf die besonnte Terrasse, geniesse die 22-24 Gräder und gönne meinen Nerven eine ordentliche Chilling-Runde! Ciao-ciao!

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        1. Es gibt unnützes Zeug bei dir?!? Hach…sehr sympathisch. Mal wieder. 😉

          Das hast du treffend formuliert. Menschen (nicht nur Drama Queens), die sich selbst so furchtbar wichtig nehmen, gehen mir auf die Nerven. Die meide ich, wann immer es möglich ist…wobei sie ja großartige Lerngeschenke sind. 😎

          Genieß die Sonne!

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      2. Glaube mir, du brauchst keinen Bus. Wir standen vor vielen Jahren (beim ersten Jahrhunderthochwasser dieses Jahrhunderts) tatsächlich mal vor der Frage, was wir retten, wenn der Deich bricht. Wir überlegten. Und überlegten. Und packten dann die Kinder, einige Ordner mit Papieren und die Fotoalben ein. Leichtes Gepäck also. Alles andere ist ersetzbar. Auch Bücher. Also keine Sorge: Man kann mit verdammt wenig weiterleben 🙂 Mir reicht diese Erkenntnis. Ich muss jetzt nicht dringend alles von mir werfen. Ich weiß, dass ich es kann, wenn ich es muss.

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        1. Meine Lieblingsjeans hätte ich ja schon mitgenommen, so viel Oberflächlichkeit muss sein. Aber ja, ich denke auch, dass du im Ernstfall mit sehr viel weniger leben kannst, als du es je für nötig gehalten hast. Nur warum soll ich den Ernstfall, der hoffentlich nicht eintreten wird, schon vorher simulieren? Das überlasse ich dann doch den Hardcore-Minimalisten.

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  5. Richtig langweilig in „vom Winde verweht “ fand ich Melanies Ehemann und konnte nicht verstehen, was Scarlett an dem fand. Melanie hatte da durchaus ihre Facetten. Und als Rhett Scarlett zurück ließ, hatte er durchaus meine Sympathien. Ich hab eher mit ihm, als mit ihr gefiebert. :-; Aber das wahre Drama des Buches war ja eh der Bürgerkrieg.
    Bücher und Filme leben sicher von einer gewissen (überzogenen ) Dramatik. Und Dramaqueens brauchen Publikum.
    Glückliche Menschen als Langeweiler zu bezeichnen, geht mir gegen den Strich. Zumal kein Mensch rund um die Uhr immer und zu jeder Zeit glücklich sein wird.
    Dafür bietet das wahre Leben auch seine Dramen (ich denke da an Krankheit, Verlust von Angehörigen etc. selbst erfahren letztes Jahr). Das Leben hat eben seine Facetten. Und ich die meinen. :-;
    Im Buch und Film darf es gerne mehr und in die Vollen gehen. Da fühle ich mich dann auch von Dramaqueens gut unterhalten.
    Gruß Claudia

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    1. In der Tat. Ashley ist eine grauenhafte Schlaftablette und was an dem so toll sein soll, habe ich nie verstanden- aber ich finde auch Johnny in Dirty Dancing oder Richard Gere (wie hieß er im Film?!? Egal) in Pretty Woman furchtbar. Habe mich übrigens auch bald auf die Seite von Rhett geschlagen. 😉

      Und wer glückliche Menschen als Langweiler bezeichnet, ist vielleicht selbst ein bisschen….hm… weniger glücklich oder musste sich irgendeinen Text aus den Rippen leiern, weil die Deadline vor der Tür stand. 😎

      Schönen Sonntag dir!

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  6. Ich wollte auch gerade schreiben „Who the f… is Melanie Hamilton???“ , da sah ich, dass Frau Hummel schon gefragt hat. Aber ich muss zur meiner Schande gestehen (ICH! Die hoffnunglose Romantikerin und Liebesfilm-Junkie), ich habe den Film „Vom Winde verweht“ noch nie gesehen. Wollte ich immer mal nachholen,aber kam nie dazu. Vielleicht mache ich das in den nächsten Tagen mal:)

    Ok, ich hab gegoogelt und weiß jetzt wer sie ist. Ja, klingt langweilig, aber ich habe in meinem Freundeskreis schon auch gerne solche Menschen, NUR Drama-Queens und Zicken wären mir zu anstrengend. Die gesunde Mischung ist immer gut. Bin selbst ein harmoniesüchtiger, pflegeleichter und anpassungsfähiger Mensch, aber niemals langweilig, damit datt ma klaar iss!:)

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  7. Ich gehe da konform mit dem Kommentar von Sieglinde Graf. Es gibt soviel dazwischen und es ist durchaus lohnenswert, wenn man sich nicht jeden Gedanken glaubt, mehr entspannen kann, andere Sichtweisen einnimmt. Macht das einen dann aber gleichgültiger? Mitnichten. Man ist dann fokussierter, klarer. So erlebe ich es jedenfalls in den Bereichen, in denen es schon richtig gut klappt. Eine eigene Meinung hat man trotzdem noch und man hat auch nicht für alles Verständnis im Sinne von „Mitleid“ haben. Ich kann so Leute, die im Mitleid schwimmen, nicht ausstehen, ich gebe es zu. Das soll nicht heissen, dass ich Empathie nicht wertschätze – aber dieses mitleidige „Ach die Arme hat Dich geschubst? Die hat bestimmt Hämorriden/Stress/Kummer, Du darfst ihr nicht böse sein“ kann ich nicht leiden. Das ist für mich Verleugnung von Tatsachen aka schönreden.

    Gelassenheit und Gleichgültigkeit sind so weit voneinander entfernt wie die Erde vom Mars. Nur leider verwechseln Menschen das bisweilen und gerade in entsprechend angehauchten Kreisen (die ganze Selbstfindungszene usw.) verwechseln das viele ständig. Das sind auch oft jene, die irgendwann durchdrehen und um sich prügeln – ist doch klar, wenn man immer nur versucht erleuchtet durch die Gegend zu wackeln und dabei jedes Fitzelchen Wut unterdrückt.

    Selbstredend ist das nicht immer und überall so. Es gibt Leute, die beherrschen das ganze sehr viel besser als andere, aber das ist halt das normale Mensch-Sein.

    Und warum solltest Du nicht auf Deine für Dich stimmige Weise gelassener werden ohne dabei zur Langweilerin zu verkommen? Vielleicht ist zwischen der Langeweile und dem HB-Männchen einfach soviel Luft nach oben, dass noch jede Menge anderer Varianten möglich sind.

    Und ich gebe zu, Carrie hat mich oft auch genervt mit ihrer Kleinmädchen-Art, die sie an den Tag legte. Trotzdem mag ich sie, weil sie eben auch noch andere Facetten hat, die es Spaß gemacht hat anzuschauen.

    Lieben Gruss und einen schönen Restsonntag,
    Clara

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    1. Muss gerade ein bisschen lachen, denn das sollte eigentlich nur ein kurzweiliger, unterhaltsamer Text werden. Nicht mehr, nicht weniger. 😉

      Carrie geht mir mittlerweile ziemlich auf die Nerven -vor allem im 2. Film finde ich sie ganz übel. Gehöre mittlerweile der Samantha-Fraktion an, im 2. Film ist die allerdings auch übel drauf. :/

      Schönen Rest-Sonntag wünsche ich dir!

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    2. Clara, ich erlebe genau das ständig: Menschen, die „gelassen“ mit „gleichgültig“ übersetzen. Frei nach dem Motto: „Mich geht das nix an, ich bin erleuchtet“. Und das wiederum setzt meiner Gelassenheit dann ganz schön zu 😉

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      1. @Fran: „Und das wiederum setzt meiner Gelassenheit dann ganz schön zu“ – ich muss jetzt auch lachen. Ja,, so geht es mir auch. Und wie!

        @Anna: Da siehste mal, Du kannst keinen fluffigen Text schreiben, ohne dass wir ihn hier nicht trotzdem noch auseinander nehmen :-)) Carrie im zweiten Film – das war doch eher eine Modenschau, oder? Na, egal. Ich mag Miranda. Schon immer und von Anfang an. Hab einen schönen Wochenenanfang (also so den Rest davon!) 😉

        Liebe Grüsse
        Clara

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        1. In der Tat und das ist (manchmal) echt tragisch. Meine Leserinnen sind einfach zu intelligent, als dass ich sie mal eben mit einem fluffig-flauschigen Post abspeisen könnte. Aber insgeheim bin ich froh, dass es so ist. Wenn ich nicht gerade nur Grütze im Hirn habe. 😉

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  8. so – nun bin auch ich zurück aus´m garten…..
    🙂
    alle einseitigen menschen sind langweilig – ewige drama-queens, fische ala melanie hamilton, schlichte & heitere heidis. wie immer – balance. und vielleicht noch gutes timing. perfektion allerdings ist was für die datas dieser welt – und sogar der hatte irgendwann zweifel!
    ansonsten versuche ich sooft wie möglich superzufrieden und ausgeglichen zu sein – weil das leben sorgt schon dafür dass es nicht zu langweilig wird und schmeisst mit schöner regelmässigkeit mit mist.
    einen gemütlichen sonntagabend für dich! xxxxx

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    1. Hoffe, wir „kennen“ uns durchs Bloggen mittlerweile wenigstens so gut, dass du trotz dieses Posts nicht davon ausgehst, dass ich nun 24/7 Drama Queen bin. 😉 Normalerweise versuche ich auch, zufrieden und ausgeglichen (mag ich lieber als entspannt) zu leben. Denn wie du sagst, das Leben schmeißt schon regelmäßig mit Mist und sorgt für Dramen ganz anderer Art.

      Schönen Wochenstart wünsche ich dir!

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  9. Ich wäre gerne ein wenig mehr Melanie Hamilton, das muss ich jetzt mal zugeben. Einfach gelassener sein und mich nicht über so viele Dinge zu ärgern und aufzuregen, das wäre schön. Manchmal gelingt es mir, aber leider nicht so oft und in den Situationen, wie ich es gerne hätte. Und dann ärgere ich mich hinterher über mich selbst, weil ich es einfach nicht schaffe, über manchen Dingen zu stehen. Der Witz dabei ist, dass ich immer wieder die gleichen Fehler mache…Ich bewundere Menschen, die in sich ruhen. Die haben es auch in der Gesellschaft deutlich leichter als die Aufreger.

    Manchmal versuche ich es innerlich mit einem „Ich vergebe dir!“ und gelegentlich hilft es auch. Dann lächele ich vor mich hin und freue mich, dass ich jetzt mal gerade nicht ausgerastet bin, sondern cool reagiert habe. *grins*

    Doch ich glaube, das sind wirklich Momentaufnahmen und entspricht vielleicht nicht unbedingt meinem Naturell und deshalb ist es auch so schwer, sich zu ändern.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Okay, das würde mich auch nerven. Arbeite seit Jahren daran, nicht immer nur einseitig zu reagieren, wenn bestimmte Knöpfchen gedrückt werden. Es ist eine Sache, ob ich mich in ein „Dramachen“ reinsteigern möchte, weil mir halt gerade danach ist oder ob ich nicht anders kann. Und ich finde es gelegentlich viel besser, unvorhersehbar zu reagieren und mal auf den Tisch zu hauen und dann wieder total gelassen zu sein. Ich will meine Reaktionen im Griff haben – nicht umgekehrt. Schwieriges Thema, lebenslanges Lernen. 😉

      Lieben Gruß!

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    1. Stark verkürzt hätte ich natürlich auch einfach schreiben können: die Mischung macht’s. Aber das wäre der kürzeste u. ödeste Post, den ich je geschrieben hätte. 😉

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  10. Stelle mir das anstrengend vor, immer ein und denselben Gemütszustand zu haben. Vor allem für die Menschen in meinem Umfeld! 😀 Mich würde das nerven, wenn jemand nur Gelassenheit zur Schau stellt. Launen zu haben ist okay, damit kann man gut leben. Vor allem, ohne sich zu arg, verbiegen zu müssen.

    Liebe Grüße 🙂

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    1. Ich stelle mir das nicht nur anstrengend, sondern auch irgendwie… krank vor. Vielleicht war das letzte Zen-Buch (das dritte) doch zu viel und ich muss erstmal entgiften. 😉

      Lieben Gruß!

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  11. Drama Queens halte ich IRL nicht aus. Ich denke dann immer nur „Mädel, bekommt Dein Leben endlich mal in den Griff oder nimm Dich selbst nicht so ernst“.

    Entspannte Menschen wirken deshalb auf andere leicht langweilig, wie sie zu wenig Reibungsfläche bieten. Meistens bin ich ein ein langweiliger Mensch. Und ab und ab gibt mal Hizzy Fits, die ihresgleichen suchen. Von einem kannst Du morgen lesen. Aber ganz langweilig geschrieben. Im Netz bin ich nämlich noch lieber langweilig als IRL.
    Entspannte Grüße
    Ines

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    1. Ach, ich weiß gar nicht, ob entspannte Menschen wirklich langweilig wirken oder gar sind. Es hängt halt davon ab, was du machst oder wofür du dich interessierst und was du infolgedessen zu erzählen hast. Entspanntsein ist ja nicht gleichbedeutend mit phlegmatisch in der Ecke hängen und den Allerwertesten nicht hochbekommen. IRL mag ich so manch moderate (!) Drama Queen (wenn es die überhaupt gibt) durchaus… für eine Zeit. Aber wenn da wirklich null Weiterentwicklung stattfindet (Carrie aus SatC ist da ein schönes Beispiel), dann wird es mir irgendwann auch zu blöde. Baustellen, die ich nicht in den Griff bekomme, habe ich selbst – da muss ich mich nicht mit den Baustellen anderer befassen. 😉

      Morgenmuffeligen Gruß! 😉

      P.S: Und ich bin gespannt, was du morgen berichten wirst.

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  12. …ich (Banause) musste jetzt erstmal ganz unentspannt googlen, wer Melanie Hamilton ist. *hust*
    Zum Thema Entspannung kann ich derzeit nichts beitragen. Ich bin die personifizierte Unentspanntheit – aus (dir ja bekannten) Gründen. :p
    Aber ich finds schön, wieder von dir zu lesen. ❤
    (Angebot aus der letzten Mail steht noch. ;-))

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    1. Tja, hab ich’s nicht geschrieben? Kaum einer weiß, wer Melanie Hamilton ist und wenn ich „Vom Winde verweht“ weggelassen hätte, wäre es zappenduster gewesen. Passiert mit Scarlett nicht. 😉

      (Danke. Wirklich und ehrlich. Ich behalte das mal als Joker in der Hinterhand. Wo kann man sich schon mal ungestört ausheulen? Ich kann das nicht mal vor mir selbst, weil ich da eher wie Ines mit mir rede. *g* Also: Mädel, bekommt Dein Leben endlich mal in den Griff oder nimm Dich selbst nicht so ernst“. 😎 )

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      1. Ja, „Vom Winde verweht“ war ein Begriff. Aber bei dem Namen „Melanie Hamilton“ dachte ich ernsthaft an irgendein Popsternchen. 😂

        (Öchz. Diesem fiese Stimme im Hinterkopf. Im Transaktionsmodell nach Berne nennt man das übrigens das „kritische Eltern-Ich“, das da mit einem redet. – Das macht eine gescheite Kommunikation gleich zunichte, weil sich das Gegenüber – in dem Falle du selbst – nur angegriffen und herabgewertet fühlen kann (Grundmuster dahinter: „Ich bin ok – du bist nicht ok“).
        Anders gesagt: Sei nett zu dir und tu, was dir in dem Moment Erleichterung verschafft. ❤ Manchmal hilft ausschütten einfach.)

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        1. Ähnlich geht’s mir bei diversen „Promis“, die auf Fernsehzeitschriften oder Werbeplakaten abgebildet sind. Selbst wenn sie nicht bis zur Unkenntlichkeit gephotoshoppt wurden, überlege ich andauernd, ob ich diese Person kennen sollte. Wahrscheinlich schon… und trotzdem habe ich keine Ahnung, wen ich da vor mir habe… 😉

          (Ist mir wohlbekannt, das kritische Eltern-Ich. Habe diesbezüglich… ähem… im Lauf der Jahre einiges gelesen, ehe ich dann mal kurz in Richtung Zen geschlittert bin. *g* Jetzt denke ich mir halt, ich bleibe einfach so scheiße, wie ich bin und akzeptiere, dass meine Seele halt gelegentlich gerne mal gerne Achterbahn fährt, ich mag Achterbahnen ja auch. Und irgendwie haben wir doch fast alle unsere Themen u. Dämonen, die uns zeitlebens begleiten und wenn ein Thema durch ist, kommt ein anderes. Manchmal sitzt du am Ruder und manchmal die Dämonen. Ich glaube, das nennt sich Leben. 😉 Aber freu dich nicht zu früh, vielleicht heule ich mich irgendwann doch mal so richtig schön selbstmitleidig aus… ähem… aber hinterher muss ich dann den Kontakt abbrechen, weil es mir peinlich ist, was ich so alles erzählt habe. 😎

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  13. „Das Leben ist der Urlaub vom Tod“. Das ist leider nicht von mir, stimmt aber trotzdem! Sind wir vielleicht hier, um unsere Seele baumeln zu lassen? Allein die Vorstellung – uäh. Nein, meine Seele lass‘ ich nicht baumeln! Und „Ruhe gibt’s genug nach dem Tod“ (Grönemeyer-auch wenn ich ihn doof finde, da hat er recht. Und: musste jetzt leider schon wieder das Tabu-Thema Nr. 1 bedienen)
    Was mich echt mal interessieren würde: warum ist es eigentlich so erstrebenswert, auf Teufel-komm-raus tiefenentspannt zu sein? Ist einfach so ne Überlegung… Pffff! Wer legt denn fest, wie wir zu sein haben? Ich möchte auf gar keinen Fall eine Melanie Hamilton sein, allein schon, weil ich dann mit so nem Schnarchzapfen von Ashley verheiratet sein müsste – fast so schlimm wie meine Seele baumeln zu sehen.
    Wolfgang Borchert (auch tot) (nicht, dass ich mich hier als die große Literarin ausgeben will, ich lese ja kaum… also, „richtige“ Literatur nicht…) hat gesagt „Berauscht Euch! Nur berauscht lässt sich das Leben leben, Berauscht von Licht und Dunkelsein, Sauft doch das Leben – das Leben selbst ist Wein!“ BÄM!
    Oh Gott, jetzt hab ich mich wieder in Rage geschrieben, total unentspannt… Sorry, nein, ich habe nichts gegen entspannte Menschen, überhaupt nicht (naja, ok, manchmal gehen sie mir gewaltig auf den Keks, aber ich lasse das nicht so raushängen…). Lasst uns bitte alle so sein, wie wir sein wollen/können.
    Ach ja, und Carrie… was ich nie leiden konnte, war ihr dämliches, pseudo-sexy-ständig-mit-der-Zunge-über-die-Lippen-fahren beim Schreiben einer neuen Kolummne… ja, okay. Auch Carrie darf so sein, wie sie ist. Hab noch nie behauptet, besonders konsequent zu sein… aber das ist ein anderes Thema…
    Habe grade das Gefühl, komplett am Thema vorbei geschlittert zu sein… sende das aber trotzdem (mein Gott, es ist ein Roman geworden!) Ups. Liebe Grüße, Maren

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    1. Unrecht hat er nicht, der Borchert. Ich denke manchmal auch, dass sich das Leben berauscht wahrscheinlich besser ertragen lässt oder ertragen lassen würde. Was tragisch ist, da ich ja kaum bis gar nicht trinke. Vertrage ja nix. 3 Mon Cherie und ich habe genug. Schlimm ist das. Andererseits kann ich auch nüchtern Blödsinn quatschen, für den andere eine Menge Alkohol brauchen und mich immer mal wieder in meine Traum/Fantasiewelt zurückziehen. Wenigstens etwas.

      Stelle bei deinem Kommentar gerade fest, dass ich offenbar ein Wortfetischist bin, der sich an den Begrifflichkeiten stört. Entspannung ist für mich irgendwie negativ belegt. Krank, aber das ist so. Ausgeglichen gefällt mir. Oder irgendwas mit Balance (außer Work-Life-Balance, blödes Märchen). Und ich finde es auch erstrebenswert, bewusst zu leben. Sprich: Selbst wenn ich im Moment vielleicht nicht anders handeln kann, habe ich wenigstens eine Ahnung, warum ich das tue, was ich tue – ich möchte kein ferngesteuerter Roboter sein. Aber Entspannung? Nein. Vielleicht habe ich diesbezüglich in den letzten Wochen auch einfach zu viel Zeug (Achstamkeit, Meditation, Minimalismus etc.) gelesen und in „der Szene“ geht es ja auch extrem humorbefreit zu, das schlägt mir immer auf den Magen und die Laune. Gibt Situationen, die ernst sind. Lebensgefährlich. (M)ein Kind möchte bei Rot über die Straße rennen oder es geht anderweitig um Leben und Tod. Aber sonst finde ich die Ernsthaftigkeit u. Verbissenheit, mit der da blog- u. zeitschriftenfüllend Pillepalle ausgewalzt wird, höchst befremdlich. Und mich nervt auch diese Ausschließlichkeit. Warum denn immer nur entweder oder? Warum immer 100%? Das nervt mich und das macht mich auch aggressiv. Ich suche mir seit jeher von (fast) allem die Puzzleteilchen zusammen, die ich in mein Leben integrieren möchte und mein Leben ist kein schneeweißer Knast, designed by Ike*a, sondern eher… ein rumpeliges Tischchen auf dem Basar mit viel buntem Geschirr und manches davon hat einen Sprung. So wie meine Lieblingskaffeetasse. Hat auch einen Sprung. Aber sie passt zu mir. 😉

      [*gnihihi* Ging auch am Thema vorbei, wa? Egal. Such dir das raus, womit du was anfangen kannst… 😛 ]

      Lieben Gruß!

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  14. He woher weisst Du dass ich grade wieder Satc schaue? Habs ewig nicht gesehen 🙂 Hab grad noch so richtig Verständnis für Carrie, lol.
    Drama Queens mag ich im richtigen Leben nicht ganz so gern, meist belächel ich das sogar ein wenig wenn ich ehrlich bin. Ich habe gern unkomplizierte Menschen um mich rum, aber wie man weiß, das Leben ist kein Ponyhof!
    Liebe Grüße, Tina ❤

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    1. Wirst lachen, ich habe SatC auch gerade wieder ausgebuddelt und nachdem ich die Serie (gut, nicht alle Folgen u. die 5. Staffel mag ich eh nicht so) einmal durchhatte, hänge ich jetzt bei zwei, drei bestimmten Folgen aus der 2. u. 3. Staffel fest. Gehirnwäsche (und nee, ich verrate dir nicht, welche Folgen das sind).

      Vielleicht muss ich das mit den Drama Queens ein wenig einschränken. Ich mag sie ganz gerne – bin auch selbst gelegentlich eine – aber ich rede von denen, denen wohl bewusst ist, dass sie da manchmal ein bisschen überreagieren. Die, die sich wirklich völlig lernresistent von einem Drama ins nächste stürzen, permanent sehenden Auges gegen die Wand laufen oder ständig aus einer Mücke einen Elefanten machen, die mag ich auch nicht. Die finde ich einfach nur blöde und anstregend. Das Leben ist ja kein Film. 😉

      ❤ lichen Gruß!

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  15. Nein, nein, Borchert meint auch nicht Alkohol oder Drogen, oh Gott, da haben er und ich uns aber missverständlich ausgedrückt! Das Leben selbst ist das Berauschende, und aus diesem Grund machen mich ja tiefenentspannte menschen auch (insgeheim) aggressiv, sehe das genau wie Du, eben WEIL sie sich (scheinbar) nicht am Leben berauschen… liebe tiefenentspannte Menschen, das ist NIX Persönliches. Ich habe nur manchmal den Eindruck, dass sie nicht so… lebendig und echt sind, if you know what I mean. Achtsamkeit ist auch so ein Wort, bei dem ich mich fast übergeben muss. Ich kenne Menschen aus der „Achtsamkeits“-Szene, die haben so was ganz schlimm Überhebliches – wenn amn die nach der Uhrzeit fragt, schauen sie dich mit so einem Lächeln an und sagen sowas wie „Du, das musst du für dich alleine rausfinden… geh einfach in dich“ oder so. Ashley würde da gut dazu passen. Nein, im schneeweißen Knast will ich auch nicht leben, da gefällt mir das rumpelige Tischchen viel besser! xxx Maren

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    1. Ach das Leben selbst ist berauschend?! Ohne Hilfsmittel?! Wir reden von diesem Leben?! Ähm… okay… *hier bitte viele Lachsmileys einblenden, liege gerade unter dem Tisch vor lachen* Sorry, da wollte ich wohl nur verstehen, was ich verstehen will. Oder ich stand mal wieder extrem auf dem Schlauch. Das ist Programm, darum habe ich mir auch ein T-Shirt mit dem Print „Blackout No.3“ gekauft. Weiß meine Umgebung doch gleich, woran sie bei mir ist, wenngleich No.3 sehr schmeichelhaft ist. 😎 Je mehr ich allerdings über deinen Kommentar nachdenke (und das mit dem Denken klappt gerade ziemlich gut), desto mehr stelle ich fest, dass du sehr schön das auf den Punkt bringst, was mich nervt. Nur über das berauschende Leben muss ich nachdenken. Nicht falsch verstehen: ich bin dankbar für dieses Leben und ich freue mich wirklich über Kleinigkeiten [ich hatte das schon mal verbloggt], vielleicht sogar zu sehr. Aber derzeit liegt der Rauschfaktor eher bei alkoholfreiem Bier. Abgestanden. Die Idee, sich am Leben zu berauschen, gefällt mir allerdings extrem gut. Mal schauen, wie sich da was in die Praxis umsetzten lässt… 😉

      Herzlichen Gruß und schöne Feiertage für dich!

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  16. Scarlett O’Hara und Melanie?….
    Beiden haben was an sich. Und darum bin ich persönlich für die richtige Mischung.
    Was wäre das Leben langweilig wenn ich nur eine verständnisvolle gelassene Melanie wäre. Himmel, wäre das schnarch….. Die Frau sagt doch zu Allem und Jeden „Ja und Amen“. Hat fast keine eigene Meinung, nur um es Allen recht zu machen. Im Grunde muss dieses Wesen Magenschmerzen mal 10 haben. Weil sie ja jedes Ärgernis „hinunterschluckt“.
    Und Scarlett. Ok, diese Person geht schon mehr in meine Richtung. Und doch ist sie mir zuuuu viel Dramaqueen. Macht aus einer Mücke einen Elefanten. Lässt jede kleinste Regung mit einem donnernden Ausbruch aus sich raus. Solche Personen sind dann wieder zu unberechenbar.
    Ich nehme die Mischung. Manchmal braucht man eben eine Dramaqueen. Manchmal hat man halt so eine Phase, in der alles „Bäh“ und „Wäh“ und überhaupt benennenswert ist. Und dann ist es für Körper und Seele unheimlich tiefenentspannt, wenn diese Gelassenheitsphase -> ja fast schon tiefenentspannte Phase kommt, in der einem so einiges beim Allerwertesten vorbei geht, das einem noch Wochen vorher auf die Palme brachte.
    Eben, wie alles im Leben -> eine gute Mischung.
    Carrie finde ich genial. Wobei ein bisschen Samantha wäre auch nicht zu verachten *zwinker*
    Auch für mich hat Gelassenheit nichts mit Gleichgültigkeit zu tun.
    Gelassenheit ist, dass man Dinge und Ereignisse zwar auf sich zukommen lässt, sie annimmt und auch seine Gedanken darüber macht, aber trotzdem den nötigen Abstand hat, um es „tiefer“ gehen zu lassen.
    Gleichgültigkeit hat für mich etwas mit Respektlosigkeit zu tun. Manchmal auch mit Dummheit und Ignoranz.
    Hab einen wunderschönen Tag liebe Anna
    Lg
    Nila

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    1. Ich weiß nicht, ob ein Melanie-ähnliches Wesen unbedingt Magenschmerzen haben muss. Es gibt ja auch diese Märtyrer, die vermeintlich keine eigenen Bedürfnisse haben und dann, eines Tages, wenn du nicht damit rechnest, wird dir mit einem „ich habe so viel für dich getan/ deinetwegen auf so viel verzichtet“ o.ä. für all die erbrachten „Leistungen“ eine Rechnung präsentiert. Und wenn du diese Art von Melanie dann darauf hinweist, dass du ja gar nicht darum gebeten hast, dass sie dieses und jenes tut, wird sie doch eine waschechte Drama Queen. Zauberei… 😎

      Samantha ist für mich von der Art her mittlerweile die weitaus interessanteste der vier Frauen (wobei mir Miranda oder Charlotte noch nie viel Identifikationspotenzial geboten haben) und das liegt tatsächlich nicht (!) daran, dass sie mehr Kerben in den Bettpfosten geritzt hat als alle anderen zusammen. 😉

      Gelassenheit und Gleichgültigkeit haben tatsächlich nichts miteinander zu tun. Mein Problem sind eher gleichgültige Menschen, die sich das Gelassenheitsmäntelchen umhängen. Menschen, die in ihrer „Filter-Bubble“ leben und alles ausblenden, was ihnen nicht in den Kram passt und sobald du irgendwas thematisierst, was außerhalb ihrer Blase existiert, bist DU dann die Drama Queen. 🙄

      Lieben Gruß und schöne Feiertage für dich!

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      1. Hmm, ich kenne solche Gutmenschen. Ich sage immer Samaritermenschen dazu. Die sich aufopfernd um Andere kümmern, Die immer zur Stelle sind. Und die es dir Jahre später noch um die Ohren knallen, wie oft sie sich doch nur um dich gekümmert haben und jetzt endlich die nötige Dankbarkeit einfordern. (zum brechen bäääh) Aber ich weiß auch, dass die eine oder andere (Melanie)Person Chi Gong oder Shihazu geht, weil sie sonst nicht mit manchen Situationen fertig wird. Wie ich oben schon beschrieben habe, zwecks Magenschmerzen.
        Ich persönlich mag solchen aalglatten Menschen nicht.
        Meine Lieblingscharaktere in SATC ist und war schon immer Samantha. Ihre Lebenseinstellung (manchmal Scheissmicheinstellung) ist für mich persönlich bewundernswert. Sie kann sich total abgrenzen und nur auf sich selber konzentrieren. Und hat trotzdem das Herz noch am rechten Fleck.
        Ich wünsche dir ein wunderschönes Osterfest
        Ganz liebe Grüße
        Nila

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        1. Ja, diese Samaritermenschen kenne ich auch. Und zwar besser, als es mir lieb ist. Aber stimmt natürlich, es gibt auch die, die alles in sich reinfressen. Wie ich oben schon schrieb: die Welt ist nicht nur schwarz oder weiß und es gibt so unendlich viele Graustufen. 😉

          Schöne (F)Eiertage für dich! 😉

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  17. Danke für die erfrischende Sicht auf „meditative“ Erwartungen. Außerdem ruhen die meisten (meditierenden) Menschen sowieso nicht den ganzen Tag in ihrer Buddha-Natur und wie schon Shunryu Suzuki sagt, sollte man dabei bedenken… „Sei besser nicht so überzeugt davon, dass du Erleuchtung erlangen willst. Von dem Punkt, von dem du auf die Sache anschaust, wird es eine furchtbar langweilige Angelegenheit werden.“ (In Anlehnung an deine Erkenntnis). LG TK

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    1. Ein Mensch, der den ganzen Tag in seiner „Buddha-Natur“ ruht, wäre mir unheimlich. Vielleicht deshalb, weil ich nie so sein werde. Bin und bleibe ein kleiner Hitzkopf, aber solange ich das Herz auf dem richtigen Fleck habe, kann ich gut damit leben. 😉

      LG Anna

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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