Ende der Diskussion.

Muss gestehen, dass mich derzeit nur wenig so kopfschüttelnd und ratlos zurücklässt, wie online geführte Diskussionen – wobei die Bezeichnung „Diskussion“ eigentlich nicht zutreffend ist, denn die wäre laut Wikipadia folgendes:

„Eine Diskussion ist ein Gespräch (auch Dialog) zwischen zwei oder mehreren Personen (Diskutanten), in dem ein bestimmtes Thema untersucht (diskutiert) wird, wobei jede Seite ihre Argumente vorträgt. Als solche ist sie Teil zwischenmenschlicher Kommunikation.“ Quelle: wikipedia

Diskussionen 2.0 haben eher was von einem Gladiatorenkampf. Es wird geätzt, gelästert und beleidigt. Ziel: Recht haben und keinen Millimeter vom eigenen Standpunkt abweichen. Akzeptanz? Fehlanzeige. Verständnis? Eher friert die Hölle zu. Höfliches Nachhaken? Ist als Kriegserklärung zu werten. Den eigenen Horizont erweitern? Unnötig – man ist allwissend. Und dabei ist es schon erstaunlich, wie schnell sich manche Menschen persönlich angegriffen fühlen, nur weil sie irgendwas lesen, was ihnen nicht in den Kram passt. Witzigerweise sind das oft diejenigen, die für  sich Toleranz einfordern und die kurz darauf alles durch den Fleischwolf drehen, was dem eigenen Konzept zuwiderläuft. Es scheint ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, sich anderslautende Meinungen einfach nur mal anzuhören und drei oder fünf Sekunden darüber nachzudenken – ohne gleich reflexartig draufzuhauen oder aus dem Hinterhalt zu schießen.

Gerne bilden sich auch Grüppchen, die dann gnadenlos aufeinander losgehen. Und dabei tut jedes Grüppchen so, als hätte es die einzige Wahrheit für sich gepachtet, womit wir dann schon mal mindestens zwei Wahrheiten hätten. Besonders explosives Gebiet  – neben all den anderen Mienenfeldern, die sich einladend auftun – sind Lebensentwürfe. Und wer glaubt, dass Frauen „das friedliche Geschlecht“ sind, sollte sich einfach mal den Spaß machen, diesbezüglich ein paar Kommentare in verschiedenen Online-Magazinen oder Foren zu lesen. Oder noch besser: Einfach ein paar Frauen mit unterschiedlichen Lebensentwürfen für einige Stunden gemeinsam in einen Raum sperren. Wären getreu dem Klischee:

  • Verheiratete Hardcore-Vollzeitmamis oder „Familienmanagerinnen“.
  • Frauen – jeweils mit und ohne Kind(er)/Mann  – mit „typischen (= schlecht bezahlten) Frauenjobs“ .
  • Ein paar „Karrierefrauen“ – jeweils mit und ohne Kind(er)/Mann, aber bei Bedarf unbedingt mit dem nötigen Kleingeld für eine Nanny und die Nutzung anderweitiger Dienstleistungen.

Dieses handverlesene Frauengrüppchen darf nun bei Kaffee und Gebäck ein wenig plaudern. Über Gott und die Welt, das Leben und den Job und die Perspektiven und so… In einer Folge von Sex and the City philosopiert Carrie über ebendieses Thema und in „Das Recht auf Schuhe“ heißt es:

Die Lebensentscheidungen der anderen wurden nicht mehr gefeiert, sondern beurteilt. Ist das Akzeptieren wirklich eine so kindische Vorstellung oder haben wir es ursprünglich richtig gemacht? Ab wann hatten wir nicht mehr die Freiheit, du und ich zu sein?“

Ab wann hatten wir nicht mehr die Freiheit, du und ich zu sein… das frage ich mich auch. Und warum müssen wir uns [zumindest gefühlt und besonders online?] so oft für unsere Entscheidungen rechtfertigen – vor allem, wenn sie rückblickend betrachtet vielleicht doch nicht so toll waren und wir das doch eigentlich hätten besser wissen müssen? Hätten wir es besser wissen müssen? Vielleicht. Ich hänge mich jetzt aber einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass nur wenige von uns morgens aufwachen und sich sagen: „Heute habe ich mal Bock darauf, ein paar richtig schlechte Entscheidungen zu treffen, die dafür sorgen, dass mir noch Jahre später Knüppel zwischen die Beine fliegen.“ Also, unmöglich ist es nicht, aber wahrscheinlicher ist es wohl, dass die damals getroffenen Entscheidungen die besten zu sein schienen. Oder dass das damalige Handlungsrepertoire einfach nichts anderes zuließ. Und möglicherweise hat das Leben die wohldurchdachten Pläne auch einfach nur amüsiert gemustert und gedacht, vergiss deine Pläne und zeig doch mal, wie flexibel du bist.

Klugscheißerei und Besserwisserei helfen da auch nicht weiter. Oder um mal ein indianisches Sprichwort zu bemühen, das Shoeholic Carrie sicher gefallen würde:

Urteile nie über einen anderen, bevor Du nicht einen Mond lang in seinen Mokassins gelaufen bist. 

Mittlerweile meide ich derartige Diskussionen von vornherein und das nicht nur, weil ich Diskussionen generell ermüdend finde. Ich erreiche nämlich zuverlässig und recht schnell den Punkt, an dem ich mir am liebsten einen Strick nehmen möchte und mich frage, wie ich mein eigenes Leben nur so dermaßen verkacken konnte – denn irgendwas läuft ja immer komplett falsch, es hängt halt nur davon ab, wen man fragt.

Wirklich absurd ist allerdings nicht die Diskussion selbst, sondern die Tatsache, dass meine Krise durch die Kommentare von Menschen ausgelöst wird, die ich – hoffentlich! – nie persönlich treffen werde. Erstaunt mich selbst immer wieder und ich arbeite gerade sehr daran, mir diesbezüglich ein dickeres Fell zuzulegen und mich nur noch dort rumzutreiben, wo ich mir hinterher keine Baldrian-Infusion legen muss. Bleibt außerdem die Erkenntnis, dass es müßig ist, über bestimmte Dinge zu diskutieren – und Lebensentwürfe gehören definitiv dazu. Passende Lebensentwürfe gibt’s nicht von der Stange, die sind eine mühsam angepasste Maßanfertigung und letztendlich ist genau das stimmig, was passt – und zwar (zu) denen, die es betrifft. Ende der Diskussion.

Leben und leben lassen. Eigentlich ganz leicht. Wenn es doch nur nicht so verdammt schwer wäre… 😉

 [Beitragsbild: privat]

65 Kommentare zu „Ende der Diskussion.

  1. Liebe Anna, da sagst Du was Wahres.Wieso ist das nur so schwer? Ich finde es absolut meinen Horizont erweiternd wenn ich andere Sichtweisen betrachte und zulasse. Im Gegenteil, ich steh sogar drauf. Sonst wären wir alle gleich. Puh was für eine grausige Vorstellung. Alle eine Meinung. Basta! 🙂
    Anna ich glaub Du brauchst ein wenig Einhornglitzerstaub zu Trost. :))
    Ich drück Dich mal ganz lieb, Tina

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    1. Ich erweitere auch gerne meinen Horizont und nichts macht mich fuchsiger als diese Klugschei**er, die der Meinung sind, die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Von oben herab belehren lasse ich mich allerdings auch ungerne, der Ton macht die Musik. Möglicherweise bin ich ein bisschen schwierig. 😉

      Und stimmt, Einhornglitzerstaub nehme ich gerne. Tut mir auch ein bisschen leid, dass die kurzweiligen Gute-Laune-Posts gerade aus sind. Hoffentlich kommen sie bald wieder.

      Schönen Abend wünsche ich dir. ❤

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  2. Her mit dem Baldrian, allein der Gedanke an diese Diskussionen hebt meinen Stresspegel enorm. Ob Mami Wars oder der Kampf um das richtige Essverhalten, was darf man in welchem Alter nicht oder muss man unbedingt. Immer wieder erstaunlich welche, ich nenn es mal profanen Themen auch überhaupt zu solchen Dingen führen. Für mich wär ja immer leben und leben lassen die Devise.
    Aber davon kann ich bei einer Diskussion dann auch immer niemand überzeugen 😉
    Liebe Grüsse Ela

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    1. Da sagst du was. Die einfachsten Themen werden mit einem Fanatismus diskutiert, dass es mich nicht wundert, dass uns anderenorts alles um die Ohren fliegt. Wie willst du verschiedene Weltanschauungen unter einen Hut bringen, wenn du schon Veganer, Vegetarier und wurstersatzessende Möchtegernvegetarier (so was wie mich) nicht in einem Raum lassen kannst? Oder sich Yogis (wir sind ja so friedfertig und erleuchtet) gegenseitig beharken von wegen „die Postion ist aber nicht korrekt“ und „mein Yogastil/Yogaguru ist besser als deiner“. Blablabla. Sagte ich, dass ich Diskussionen meide? *g*

      Lieben Gruß!

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    2. Wo treibst Du Dich denn rum? Ela. Das Leben wird einfacher, wenn man solche Leute meidet oder einfach nur lächelt.
      Ich denke immer an den Schuh des Manitu. „ja leck mich doch am arsch!“ „ja, wie denn“….
      LG Sunny

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      1. Sunny, genauso isses. Lächeln und nicken und denken: „Leck mich doch am Arsch.“ Das Leben ist viel zu kurz, um auf jede Provokation anzuspringen.

        Lieben Gruß!

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  3. Oh, wo hast du dich denn rumgetrieben? Du hast übrigens die Impfbefürworter und die Impfgegner vergessen, da geht es ab! Ich habe schon sehr früh gelernt, dass ich zwar Kinder und Mann habe, meinen Lebensentwurf aber nicht zur Diskussion stelle – was glaubst du, was meine lieblichen Kollegen damals beim hippen Online-Dienst von einem solchen Lebensentwurf hielten *grins*. Genau, gar nix. Und das haben sie mir in stundenlangen Vorlesungen klar gemacht 🙂
    Diskutieren finde ich schon mit meinem Chef echt schwierig, weil der immer Recht hat. Aber gegen eine Frau ist der ein Waisenkind. Männer sind da irgendwie anders gestrickt. Ich behaupte mal, dass die mit unterschiedlichen Lebensentwürfen besser klar kommen, weil sie ihren eigenen Entwurf meist absolut ok finden. Frauen dagegen scheinen sich ständig zu fragen, ob sie irgendwo falsch abgebogen sind. Männer ziehen diese Möglichkeit gar nicht in Betracht -hieße das doch, dass sie keine Karten lesen können 😉 Vielleicht sind sie auch schlicht und ergreifend toleranter oder haben keine Zeit für solchen Blödsinn.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Die leidige Impfdiskussion habe ich ne Zeit lang täglich live miterlebt, beim Kinderarzt sitzt du ja diesbezüglich an der Quelle. *g* Und sobald irgendwer mal wieder dieses „Impfungen sind böse“-Ding rausgezerrt und medienwirksam verwurschtet hatte, konntest du davon ausgehen, ein paar lange und harte Tage in der Praxis zu haben – und diese Praxis lag in einer stinknormalen Gegend und nicht in so einem „Latte Macchiato“-Bezirk. 😉
      ,
      Bin geneigt, dir zuzustimmen. Diskussionen mit Frauen können echt schwierig sein, allerdings gibt es auch Männer, die absolut unfehlbar sind und die immer Recht haben. Immer. Diskussionen mit denen sind verschenkte Zeit, wobei ich ja nicht mehr diskutiere. Ich höre zu, filtere mir das raus, worüber ich evtl. nachdenken möchte und denke sonst mir meinen Teil. Und Menschen, mit denen ich da nirgendwo auf einen Nenner komme, meide ich… so es mir möglich ist. Ich meine, ich kann ein Thema ausklammern, vielleicht auch zwei oder drei, aber irgendwann isses dann auch gut, da rede ich doch lieber mit mir selbst. Macht mehr Spaß. 😉

      Lieben Gruß!

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  4. Liebe Anna, Ich bin auch für leben und leben lassen. Man weiß doch gar nicht, wie jemand zu seinem Lebensentwurft gekommen ist. Wichtig ist ja, dass man sich wohl fühlt damit, wie es ist. Oder versucht, etwas zu ändern, wenn das nicht so sein sollte. Es ist doch interessant, wenn jemand ganz andere Ziele und ein anderes Leben hat, als man selber. Vielleicht inspieriert einen das ja? Oder man findet sein eigenes Leben für sich besser? Das wäre doch eigentlich auch was! Auf jeden Fall sollte man aber niemandem seine eigene Art aufzwingen wollen. Wie heißt es doch noch so schön? Jeder ist seines Glückes Schmied!
    Grüßle
    Ursel

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    1. Leben und leben lassen ist für mich die Basis. Und dazu gehört für mich, dass ich nicht gleich alles be- und verurteile, sondern mir die Sache erstmal anschaue. Dadurch lerne ich halt auch eine Menge über mich selbst. Einigem stehe ich neutral gegenüber, darum muss ich mich nicht kümmern. Aber interessant wird es bei allem, von dem ich mich sponatan angezogen oder abgestoßen fühle – da schaue ich immer genauer hin und habe es noch nie bereut. Und meinen immergleichen Dunstkreis finde ich auch nur bedingt inspirierend. Ist vielleicht beruhigend zu sehen, dass andere ähnlich ticken und bei Vergleichen schneidest du auch nicht so schlecht ab, aber Inspiration geht echt anders. 😉

      Lieben Gruß!

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  5. Wo liest du denn immer Anna? Okay, vielleicht überlese ich einfach auch viel zu viel … und mir wird Oberflächlichkeit nachgesagt, das auch, von sehr netten Menschen. Irgendwo hatte ich vor kurzem folgendes gelesen „wir hören nicht mehr zu, um zu verstehen, sondern um zu antworten“ Joa, dachte ich da.

    Liebe Grüße ❤

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    1. Ich glaube, wir verkehren online einfach in unterschiedlichen Kreisen. Ich treibe mich ja nicht nur in der Bloggerweilt der Ü30er rum, sondern lande auch beruflich bedingt hier und dort. Kein Wunder, dass ich mittlerweile wieder verstärkt zu Zeitschriften greife. 😉

      @“wir hören nicht mehr zu, um zu verstehen, sondern um zu antworten“: wie wahr, wie wahr… leider.

      ❤ lichen Gruß!

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  6. Da ich ein sehr amikaler offener Mensch bin, liebe ich auch eine gepflegte Diskussionskultur bzw. Erfahrungsaustausch. Leider findet man diesen in den Weiten des WWW genauso selten, wie eine Birne unter einem Apfelbaum.
    Ich hatte auch vor Monaten mit einem Artikel meinem Ärger Luft gemacht. Durch eine einzige Frage in einem zuständigen Forum wird man gleich verbal „niedergemetzelt“ als ob man der ärgste Verbrecher wäre.
    Wie schon oben erwähnt stehe ich auch hinter dem Satz „Leben und leben lassen“….
    Nun ja. -> Aus Fehlern lernt man. Ich werde mich hüten in Zukunft das eine oder andere Forum mit meinen „unwissenden“ Fragen zu belästigen.
    Wobei, wie alles im Leben-> im Internet wird kein Wert auf die Netiquette gelegt und verbal darauf losgeschlagen. Ich würde gerne mit diesen Menschen unter 4 Augen diskutieren. (traut sich dann eh keiner 😉 ).
    Ich muss auch Fran Recht geben. Mit Männern lässt sich viel einfach und leichter sprechen, als mit Frauen. (Männer sind da „angenehmer“ und teilweise auch humorvoller)
    Naja, was solls Anna. Akzeptieren, dass es auch solch eine Sorte von Menschen gibt und weter gehts…….:)
    Liebe Grüße
    .

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    1. Erfahrungsaustausch – genau den schätze ich auch. Denke ja manchmal sehr verquer und sehe den Wald vor lauter Bäumen nicht, da ist ein Blick von außen gelegentlich ganz hilfreich. Aber nur, wenn es eben nicht den oben beschriebenen Ablauf nimmt. Oder alternativ: jeder steigert sich in seine eigene Leidensgeschichte und es artet in einen Wettlauf aus, wen es nun am härtesten getroffen hat.

      Finde es auch ein bisschen befremdlich, dass da jede Mitmenschlichkeit flöten geht und das erstaunlicherweise völlig unabhängig vom Bildungsgrad. Da kannst du dir noch so viele Diplome an die Wand klatschen und die Karriereleiter sehr weit hochgestiegen sein… Arschloch bleibt Arschloch – nur trägt der eine Empathiekrüppel dann eben ne Rolex anstelle der billigen Uhr vom Kaffeeröster. Aber Stil, das wissen wir ja, kann man sich nicht kaufen und das ist eben nicht nur ne Frage der Klamotten. 😉

      Lieben Gruß!

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  7. Ich frag mich allerdings auch, wo Du immer rumliest… Schon bei FB hatte ich das Gefühl, auf einem ganz anderen FB zu sein als Du. Nie schau ich mir solche Diskussionen an. Das Schema hast Du ja trefflich beschrieben. Da brauchts dann für mich keine weiteren „Lesungen“ mehr. Wie Du schon sagst: Ende der (Online-)Diskussion.
    Herzliche Grüße von Sieglinde

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    1. *g* Zumindest online bin ich weit gereist. Bleibt mir ja auch nichts anderes übrig. Wobei ich nach ca. 10 Jahren intensiven Onlinelebens (beruflich u. privat) feststelle: ich bin müde und ich kann (wenn ich es mir leisten kann) auch erstaunlich gut offline leben. Ist ein bisschen so, als hättest du zu viel Fastfood gegessen. Vielleicht fehlt mir derzeit aber auch einfach nur ein dickes Fell, kann auch sein. 😉

      Lieben Gruß!

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  8. noch ´ne weisheit: wir können andere menschen nicht ändern, nur uns selbst. in diesem falle: du kannst nicht ändern wie andere über dich urteilen – aber du kannst deinen standpunkt dazu, deine rezeption ändern!!!
    fängt mit der bahnwärterinnen-weisheit nr.1 an: NIEMALS RECHTFERTIGEN! NIIEE!!!!
    story: als ich noch in B mit dem BW auf „wichtige“ veranstaltungen gegangen bin…. treffen ein paar, die männer kennen sich beruflich. die andere frau – ganz offensichtlich sehr „karrierebewusst“ – fragt mich nach dem bekanntmachen: und was machen sie so? (auftritt agent provokateur beate): „ich bin hausfrau.“ – „aha – dann haben sie kinder!“(debiles grinsen) – ich – entspannt lächelnd: „nein!“ ………schweigen, das sorgfältig geschminkte gesicht hat eine art erdrutsch zu verkraften….. ich lache mich innerlich halbtot 😀

    der beste weg sich scheisse zu fühlen ist, sich an anderen zu messen. wir sind nun mal individuen. und jeder muss seine eigene version des glückes finden. ist leider schwieriger als eine vorgefertigte schablone zu benutzen. aber unendlich erfüllender 🙂
    und irgendjemand meckert eh immer….
    xxxxx

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    1. Das stimmt. Die Menschen kannst du eh nicht ändern. Also nimm sie so, wie sie sind… oder lass sie einfach ziehen. Auch richtig: Es muss mir schei**egal sein, was andere über mich denken. Nun ja. Das klappt immer besser, aber manchmal erwischt es mich doch auf dem falschen Fuß. Diese blöden Tage, an denen ich mich frage, warum ich immer versuche, das Beste in den (meisten) Menschen zu sehen und ihre Beweggründe irgendwie nachzuvollziehen, während anderswo arrogante Vollpfosten… äh… na lassen wir das.

      Die Hausfrau könnte ich glatt toppen, aber ich habe gerade keine Lust, über diesen grandiosen Tiefpunkt nachzudenken, geschweige denn, ihn zu thematisieren. *g* In solchen Momenten lernst du allerdings fürs Leben. Wie jemand hinter all den Masken aus tollen Worten und Designerteilchen tickt,erlebst du dann, wenn du mitbekommst, wie diese Person mit einfachsten Dienstleistern umgeht. Mit denen, die die Drecksarbeit machen. Sehr lehrreich… 😉

      *gnihihihi* Ich überlege gerade, wie das im Umkehrschluss aussehen würde. „Der beste weg, sich scheisse zu fühlen ist, sich an anderen zu messen“ – dann sollte ich vielleicht einfach auf eine einsame Insel ohne WLAN ziehen und mir einreden, dass ich eine Königin bin? Ich spiele das im Geiste mal durch. Vielleicht ist das was für mich… 😎

      Lieben Gruß!

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        1. Das Vergleichen war (denke ich) ausnahmsweise mal nicht das Problem. Mir liegen die Intoleranz und diese Selbstgerechtigkeit quer, mit der manche Menschen auf einem abartig hohen Ross sitzen. 😉

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          1. ignorieren. aber ich weis das fällt schwer. mir geht da auch immer das messer in der tasche auf. *man gebe mir kaffee um zu ändern was sich ändern lässt – und wein um den rest zu ertragen** 😉
            versuche es so zu sehen – wenn du dir deine laune verderben lässt von arroganten besserwissern (hätte beinahe besser*wessis* geschrieben) dann haben die „punkte gemacht“. das willst du ja nicht – oder? also guck auf deinen eigenen score und sieh zu dass der gut dasteht – sprich: sorge dafür dass es dir gut geht durch das ignorieren oder in die müllschublade sortieren des negativen inputs. das übt sich. ich übe jeden tag 😉
            xxxxx

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            1. Pfft. Ich bin Wessi. *g* Wollen wir die „Ost gegen West“-Ätzerei eröffnen? Oder „Stadt gegen Land“? Oder trinken wir einfach nen Kaffee zusammen oder noch besser: Wein. 😉

              Jep, das ist der Punkt, an dem es manchmal hakt. Meine Entscheidung, ob ich mich von irgendwem/irgendwas runterziehen lasse (Schicksalschläge u.ä. mal ausgenommen) oder bereit bin, über Gebühr darüber nachzudenken. Und das Leben ist diesbezüglich voller Lerngeschenke. Ein riesengroßes Tiffany – nur mit hässlichen Verpackungen und ranzigem Inhalt. Aber wenn ich das nicht hinter mir lasse, bekomme ich nie so tolle Accessoires, wie Tina sie hat. 😉

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      1. Schaust du Mr.Selfride (keine Ahnung, welche Staffel, sind aber alle sehenswert.) Da heißt es: „Nichts rechtfertigen, nichts erklären. Damit bin ich bisher immer gut gefahren.“ Wie wahr! Habe ein bisschen geweint, dass mir so ein Spruch erst mit 44 untergekommen ist. Und dazu noch ein bisschen Rambo: „It’s not my business“. Männer können so tolle Lebenslehrer sein… na gut… Heinrich VIII vielleicht nicht…. *g*

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  9. Ach ja diese ewigen tiefschlag Diskussionen, mitunter falle ich auch noch drauf rein und ärgere mich dann den Scheiß überhaupt verfolgt zu haben. Aber ich bin ja lernfähig und setze immer öfter die Sonnenbrille auf bei solchen Diskussionen, dann seh ich die nämlich nicht 😎
    Und was die Hausfrau angeht, tja mittlerweile geniesse ich es die raushängen zu lassen besonders bei so Stressbolzigen Zicken 😁 Gibt nix besseres als den Neid auf meine viele Freizeit in deren Gesicht zu sehen und genüßlich in deren Wunden zu bohren was ich alles tun und lassen kann wann ich will, weil ich Zeit im Überfluß habe 😆 Und auf die Frage wie ich das denn mit meiner Rente mache wenn ich immer noch nicht arbeiten gehe, Antworte ich : “ die versauf ich dafür reichts und für den Rest nehm ich die von meinem Schatz! ‚

    Ärger dich nicht Anna, du kriegst das auch noch hin diese Diskussionen elegant zu überlesen 😊
    Liebe Grüße
    Aurelia

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    1. Werde ich wohl lernen müssen, derartige „Diskussionen“ zu überlesen. Auch wenn ich das nicht möchte, weil es dazu führt, dass ich nur noch selten über meinen Tellerrand blicke. Sinn ist es (für mich) ja eigentlich nicht, sich nur dort rumzutreiben, wo dir alle sagen, wie toll du bist und dass sie dich verstehen. Wie willst du dann dazulernen und deinen Horizont erweitern? Aber vielleicht habe ich da auch irgendwo einen Denkfehler. Wäre nicht das erste Mal. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Ach was keinen Denkfehler, nur das abschalten und nicht zu dicht an dich ranlassen ist noch nicht so gut trainiert 😊 Denn klar will man ja auch über den Tellerrand schauen und sich vielseitig umschauen und lesen. Wär ja sonst wie in ner Einöde 😮 dazu bietet das I-Net viel zu viele Interessante Sachen die einen ungemein inspirieren, nur eben muss man aufpassen und nicht alles zu dicht ranlassen. Aber wie gesagt ich kann das auch nur mal mehr mal weniger gut 😊
        Ist aber ja noch kein Meister vom Himmel gefallen 😎

        Lg Aurelia

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        1. Aaah… die Teflonbeschichtung für die Seele! Verstehe. Ja, das gefällt mir sehr viel besser. Wenn ich eine Bratpfanne wäre, würde ich mich ja direkt in den Müll werfen und ne neue kaufen, aber so einfach ist das leider nicht. 😉 Also gut: Teflonbeschichtung auflegen. Klingt besser als „sich ein dickeres Fell zulegen“. 😉

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          1. Hallo Teflonpfanne 😂👍 der gefällt mir, nu haste glaub ich verstanden wie ich das meinte, herrje ich bin aber auch immer wat kompliziert beim schreiben tztztz… 😆

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  10. Liebe Anna,

    das hast du wirklich schön geschrieben und ich bin da ganz bei dir. Warum das vor allem Online so ist, ist eben so das es halt doch anonym ist, man sitzt dem anderen nicht gegenüber und muss ihm in die Augenschauen. Das es natürlich viel einfacher macht den anderen Anzugreifen zu diskreditieren und zu mobben.

    Ich gehe solchen Diskussionen auch aus dem Weg, weil es eben meist Leute sind die für sich all das Recht pachten aber dem anderen nicht zu gestehen und man mit denen einfach auf keinen Grünen zwei kommt. Und ja, wer bin ich denn über andere zu urteilen? Lebe ich ihr Leben? Nein, sie meins aber eben auch nicht. Und das indianische Sprichwort ist einfach toll.

    Ich bin der Meinung ein richtig und falsch gibt es nicht. Nicht vorher nicht nachher. Wie haben nur einen Bruchteil einer Sekunde für eine Entscheidung, gut, manchmal länger als das aber unser Geist ist so begrenzt das wir nicht die vollen Ausmasse vorhersehen können. Vielleicht die unmittelbare Reaktion aber mehr auch nicht und im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen , das war ne falsche Entscheidung. Woher wollen wir das wissen? Wir können nun mal nicht mehr an den Ausgangspunkt und ganz neutral noch mal anders entscheiden und dann gucken wie es raus kommt. Das einzige was wir wissen können ist, das es sicher anders gekommen wäre, aber ob es besser oder schlechter gewesen wäre, das bleibt nun mal im dunkeln.

    Ich denke für viele ist es schwierig einfach nur ihre Meinung zu vertreten ohne gleich den anderen in diese Schublade stecken zu wollen, was natürlich schade ist, stellt euch nur mal vor wie langweilig das wäre?! Ich bin ein mensch der gerne über alles philosophier, aber ich hab natürlich schnell raus gefunden das man mit einem offenen Geist und Denken, also flexibel ist und auch mal andere Gedanken zulässt, oft aneckt, manchmal schon zum Freak degradiert wird oder zu einem Arsch. Dennoch werd ich mir meine Offenheit bewahren auch wenn es meistens die unbequemere Situation ist und man nicht viele Menschen findet die eben auch so offen und flexibel sind.

    Oh, jetzt hab och mich doch etwas mehr ausgelasen, sorry *gg* Merkt man wohl das es mir auch so geht wie dir, und ich mich aufrege *hust*

    In dem Sinne, viel spass bei der nächsten Diskussionsrunde haha
    Alexandra

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    1. Das stimmt. Online vergisst es sich einfach leichter, dass ein Mensch dahintersteckt, dem (dessen Lebenskonzept) du gerade die Existenzberechtigung absprichst. Vielleicht wäre es leichter, andere Meinungen einfach mal zu akzeptieren, wenn man sich nicht immer gleich persönlich angegriffen/sich abgewertet fühlen würde. Und ich weiß ja, dass ich nicht viel weiß, aber wenn ich mal mein Schubladendenken bemühe (was ich möglichst selten tue), dann läuft es für mich schon darauf hinaus, dass sich die schwächsten Menschen an das starrste/stärkste Regelwerk klammern. Irgendwas muss dich ja aufrecht halten und dir bei der Einteilung in „richtig/falsch“ und „gut/böse“ helfen. Und es sind diese Engstirnigkeit und diese Intoleranz, die ich echt ermüdend finde – wobei das ja noch mal Stoff für weitere Posts wäre… wenn ich mich denn damit befassen wollte. Was nicht der Fall ist. 😉

      Und die nächste Diskussionsrund wird ohne mich stattfinden – ich arbeite stattdessen an meiner Teflonbeschichtung und ziehe mir ein paar Filme mit Happy End rein. 😎

      Lieben Gruß!

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  11. Hm… davon kann ich ein Lied singen. Denn ich habe mich mit beiden Kindern in einer Krabbelgruppe getummelt. Bei meiner Tochter waren das für uns, bis auf eine Frau, alles die ersten Kinder und wir waren Hausfrauen. Ja und dann haben einige von uns wieder angefangen, stundenweise zu arbeiten. Was soll ich dir dazu sagen, die Diskussionen von damals waren teilweise echt nervig. Anstatt das einfach so zu akzeptieren, WARUM manche Frauen wieder arbeiten gingen, wurde bekrittelt und diskutiert. Wenn jemand als Grund nannte, das er Geld verdienen MUSSTE, dann war das in Ordnung. Aber wehe (so wie bei mir), du hast geäußert, dass du wieder arbeiten MÖCHTEST, weil dir das Hausfrauendasein allein nicht reicht, dann gingen die Diskussionen erst richtig los. Das hat extrem genervt.
    Aber das war das reale Leben und zwar nicht immer verständlich, aber da face to face gesprochen wurde, hielt sich das alles im Rahmen.
    In der großen weiten Welt des Internets hingegen kann ich ja raushauen, was ich will. Schön anonym oder man versteckt sich hinter einem Fake-Namen. Und ich denke, dass da bei vielen die Hemmungen fallen.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Ach, und noch was:

      Sei froh, dass du diese Menschen, die in ihren Kommentaren so einen Müll von sich geben und dich damit in eine Krise stürzen, wahrscheinlich niemals treffen wirst. Dann würde wahrscheinlich auch kein Baldrian mehr helfen. 🙂

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      1. Krabbelgruppen und ähnliches habe ich damals gemieden und ich würde es wieder so machen. 😉 Habe es vorgezogen, mein Kind ohne Anleitung krabbeln zu lassen und auf den Austausch war ich jetzt auch nicht sonderlich scharf. Was vielleicht daran lag, dass ich eh immer so eine „Freak-Mutter“ war. *g* Wenn du etwa inmitten der allgemeinen Fläschchenrunde mit Babytee, Fencheltee oder Saft einfach nur klares Wasser aus der Tasche ziehst, wirst du wie ein Schwerverbrecher angeschaut. Und mit der Antwort „Tee ist nur Wasser mit Schadstoffen“ machst du dir keine Freunde – dabei stammt die Feststellung nicht mal von mir, sondern von meinem alten Chef und der war ein verdammt guter Kinderarzt, aber was weiß der schon. Oder diese dauerrauchenden Eltern, die während des Elternabends ein Fass aufmachen von wegen „Die Tafel darf aber nur gewischt werden, wenn keine Schüler im Raum sind, mein Kind hat Asthma“ boah… da verstehst du, warum „Die Müttermafia“ von Kerstin Gier so ein Erfolg wurde. *g* Stimmt schon, es wurde irgendwie alles vom Fläschchen bis zum Erziehungsstil über den Wiedereinsteig bekrittelt – und das wirklich nur von den Müttern, mit den Vätern gab es nie derartige „Gespräche“ – und manchmal fragst du dich, ob Elternschaft irgendwie aufs Hirn schlägt. Wobei der schärfste Gegenwind bei mir eher aus der Familie kam, von daher konnte ich den „echten“ Kritikern lange nicht aus dem Weg gehen, bis ich’s dann eben doch konnte. Vielleicht erwischt mit diese Onlinepöbelei deshalb manchmal auf dem falschen Fuß. 😉

        Lieben Gruß!

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  12. Liebe Anna, ich kann das gut nachvollziehen, was Du da schreibst. Eigentlich hast Du schon alles ausgesprochen, was mir dazu durch den Kopf geht.

    Heute bin ich in die Kommentarspalte bei GMX geraten und war so angewidert von diesen hasserfüllten Kreaturen dort, die wohl nur dazu leben, andere zu verurteilen und abzuwerten. Gruselig.

    Was Lebensentwürfe anbelangt, so habe ich da schon einges an Bösartigkeiten einstecken müssen, allerdings im privaten Bereich. Und ja, genau da waren es vorallem Frauen, die dermaßen verurteilend und abwertend waren. Das Interessante war, vor meinem 35. Lebensjahr haben sie mich gedrängt, ich solle doch bitteschön endlich heiraten und vorallem Kinder kriegen! Das sei so normal! Als ich das nicht tat, bin ich dermaßen oft zur Angriffsfläche geworden, das war schon mies. Nach meinem 35. Lebensjahr kippte der Tenor und dann hiess es, ich dürfe nun keine Kinder mehr kriegen dazu sei ich zu alt. Jetzt mit fast 40 darf ich natürlich ans Kinder kriegen nicht mal mehr denken, is klar, nä?

    Und weisst Du, was ich denke? Das müssen Menschen sein, die dermaßen Angst vor allem haben, was anders ist als das, was sie als normal empfinden, dass sie wie verrückt um sich beissen. Man muss sich von solchen Leuten fern halten und darf – und ich weiss wie schwer das ist – sich dieses Gerede nicht zu Herzen nehmen. Wenn die erstmal in deinem Kopf sitzen, dann Amen.

    Also lieber noch eine Runde schöner DVDs einlegen (oder was immer gerade Du magst) oder sonstwas schönes machen und auf die Besserwisser pfeiffen.

    Sei lieb gegrüsst
    Clara

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    1. Brrr… GMX & Co meide ich bewusst. Unter aller Kanone, was da abläuft. Spiegel u. Zeit funktionieren für mich mittlerweile aber auch fast nur noch ohne Kommentare und faszinierend sind Online-Magazine/Foren, die sich an Frauen richten. Lese in verschiedenen Büchern immer wieder, wie wichtig so eine tolle Frauengruppe wäre, um „auftanken zu können“. Hm.

      Denke, dass hinter dieser vehementen Ablehnung vor allem auch eine Unzufriedenheit mit dem eigenen Leben steckt, die dir selbst vielleicht nicht mal bewusst ist. Wenn da irgendjemand sein Leben – oder von mir aus seinen Traum lebt – dann kann mir das doch herzlich egal sein – im Idealfall inspiriert mich das sogar. Ich muss auch nicht verstehen, warum jemand dieses oder jenes tut (solange es mich nicht betrifft) oder gar so leben wollen, Aber ich kann es doch einfach akzeptieren. Ohne ständig dagegen zu ätzen. Na gut.. manche Dinge werde ich nie verstehen und mittlerweile will ich das auch gar nicht mehr. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. „…manche Dinge werde ich nie verstehen und mittlerweile will ich das auch gar nicht mehr“ – guuute Entscheidung!

        Tolle Frauengruppen zum auftanken – es wäre schön, wenn es das gäbe. Ich habe das leider noch nicht erlebt. In der Hochsensiblen-Gruppe haben sich die Damen beinahe geprügelt (echt wahr) und in der spirituellen Gruppe haben sich die Damen ebenfalls über jeden Sch… in die Haare gekriegt. Wie im Kindergarten.

        Ich sag es mal so – mit Sicherheit gibt es auch tolle Frauen, die das nicht nötig haben und wir sollten unseren Blick dorthin richten und die anderen ihrer Wege ziehen lassen. Beschäftigen wir uns mit dem, was uns gut tut und nährt und lassen das andere auf Seite (damit meine ich nicht ernste Probleme dieser Welt!).

        Lieben Gruss
        Clara

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        1. Die Frauen in der Hochsensiblen-Gruppe haben sich beinahe geprügelt? Gab es eine versteckte Kamera?! Das würde ich zu gerne sehen. 😀

          Es gibt tolle Frauen, definitiv. Online „kenne“ ich beispielsweise einige, die ich wirklich inspirierend finde und bei denen ich denke, davon würdest du dir gerne mal ne Scheibe abschneiden. Sonst befürchte ich fast, dass ich vielleicht auch einfach zu kompliziert bin oder falsch ticke. Schon klar, dass dieses „Sex and the City“-Ding eine nette Story ist, die nicht mal ansatzweise in den Alltag übertragbar ist. Aber ich kann mittlerweile auch zu gut mit mir alleine sein, als dass ich mich krampfhaft verbiegen würde, um irgendwo Anschluss zu finden/ zu bekommen. Wäre ich ein Mann, wäre ich ein einsamer Wolf. *g* So bin ich eine maulfaule oder arrogante Zicke. 😉

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          1. Frauengruppen sind wichtig? Hilfe, nein auf keinen Fall 😱
            dann doch lieber als arrogante Zicke abgestempelt werden oder auch wunderlich 😎
            aber die Fast Prügelei hätt ich auch zu gern gesehen 😆

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  13. Ich bin komplett bei Dir! Leben und leben lassen!
    Allerdings hat mich die Erfahrung gelehrt, dass von 100 Menschen, die diese Anschauung in der Theorie (oder auch in Kommentaren unter Artikeln zum Thema) teilen, in der Praxis dann doch nur noch ca. 50% dabei bleiben …
    Aber Menschen sind halt wie sie sind.

    Lieben Gruß
    Gunda

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    1. Wann passen Theorie und Praxis schon zusammen? In der Theorie kaufe ich keine Lebenshilferatgeber und halte Schnulzenfilme mit Happy End für Verblödung. In der Praxis horte ich beides und freue mich über/für jeden Topf, der den passenden Deckel gefunden hat. 😉

      Lieben Gruß!

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  14. Ein toller Post! Da sind wir genau einer Meinung und deshalb kann ich nicht mitdiskutieren… Also gebe ich dafür, allwissentlich, wie ich nun einmal bin ;-), meinen Senf dazu: Es heißt im Original: „Don’t judge a man until you’ve walked two moons in his moccasins“ . Dies weiß ich deshalb so genau, weil ich dieses Sprichwort bei meinem ,,About me“ und in mindestens zwei meiner Psycho-Beiträge auch verwurstelt habe. Und auch da gibt´s nix zu diskutieren! 😉 Alles Liebe , Liebe Seelenverwandte, Nessy

    http://www.salutarystyle.com

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    1. Danke dir. Und ehrlich, ich bin froh, dass wir darüber nicht diskutieren müssen, das finde ich extrem ermüdend u. unbefriedigend. 😉

      Entweder liege ich mit jemandem auf einer Wellenlänge- dann muss ich nicht (groß) diskutieren. Oder aber wir liegen meilenweit auseinander, dann helfen Diskussionen auch nicht weiter. Nö, da ziehe lieber meines Weges, um mich amüsanteren Dingen zuzuwenden. 😉

      Lieben Gruß!

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    1. Na und ob ich diese Diskussionen kenne. *g* Und je nach (Ess)Laune kann ich alle Positionen vertreten. 😎

      Weise Menschen schweigen im richtigen Moment- wie wahr, wie wahr. 😉

      Lieben Gruß!

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  15. Hallo Anna.
    Ich hoffe, es geht Dir gut und Du hast Dich wieder beruhigen können…

    Ja, ich war lange still. Weil mich diese Diskussionen, Besserwissereien, blindes Folgen und hochjubeln einzelner Damen ächt ankotzten…..aber….

    Ich liebe Diskussionen. Ich pflege gern meine Streitkultur. Ich sage zu gern meine Meinung. Ich kann das sanft machen. Ich kann es aber auch in die Welt herausschreien, voller Wut. Dann passiert es natürlich, dass jemand mir mit dem Lineal auf die Finger haut.
    Na und?
    Dann überdenke ich meinen Ausbruch. Entweder revidiere ich, relativiere es oder vertrete es noch vehementer.
    Oder halte meinen Mund…..

    Gerade die Auswüchse, die sich im Netz ihren Weg suchen, finde ich hoch interessant.
    So böse, hinterhältig und fies geht es doch selten zu im echten Leben. Wer traut sich, sich so von seiner ureigensten Seite zu zeigen? Genau! Die wenigsten.
    Eigentlich komme ich jedoch nur deswegen zurück…. Damit die ganzen Gemeinheiten, die Wichtigtuer und Oberschlauen nicht allein unter sich herumzicken.
    Ich will meinen Platz in einer der ersten Reihen, wenn die „Weisen“ auf die Minenfelder gehen und ihnen zuschauen.
    Und ja…. irgendwie will ich mich auch darüber ärgern…… Dabei sind „Lebensentwürfe“ ein superschönes Thema!
    Die geben so richtig viel her, um sich gegenseitig das Leben schwer zu machen.
    Weil eben niemand sich die Mühe macht, einen „Monat in den Mokassin eines anderen herumzulaufen“. Oder auch nur darüber nachzudenken, wie es dazu gekommen sein könnte.

    „Ist die Welt nicht witzig?“
    um es mit Jack Sparrow zu sagen…. ja, das ist sie.

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    1. Sparrow ist der Größte. Ich liebe, liebe, liebe ihn. Glaube ich. 😉

      Klar habe ich mich wieder beruhigen können. Und natürlich wird offline nur selten mit so harten Bandagen gekämpft wie online – wobei du auch offline echte Arschgeigen triffst, denen du nur noch die Rote Karte zeigen kannst. Ich versteh das schon, dass du den Besserwissern und Wichtigtuern nicht das Feld überlassen willst. Ging mir phasenweise auch so und das war die Zeit, in der viele der garstig-ironischen Posts entstanden sind, wobei ich da schon diverse Themen habe unter den Tisch fallen lassen, weil ich nun nicht mit jedem heißen Eisen jonglieren muss. Allerdings: Ich kann durchaus damit leben, nicht von allen gemocht zu werden, aber ich muss auch nicht ständig barfuß über glühende Kohlen laufen. Und ganz ehrlich… ich kann und will nicht alle Schlachten schlagen. Es gibt Dinge, die auszufechten sich lohnt und andere… drauf ge…pfiffen. Und ich bin ehrlich froh, dass ich nicht mehr jeden Fehdehandschuh aufgreifen muss, der mir zugeworfen wird. Nicken, winken und Arschloch denken – viel besser. 😉

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      1. Das ist ja grad das Schöne. Wir haben die Wahl, auf was wir uns stürzen. Wir können uns aber auch zurücklehnen und es einfach genießen, dass sich andere gegenseitig an die Kehle springen und dabei zuschauen….

        Nicken, winken und Arschloch denken…. muss man immer öfter. Finde ich….. das liegt aber bestimmt – nicht nur – an meiner wachsenden Altersweisheit … muhahahahah….

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        1. So isset. Bring Cocktails und Popcon mit, setzt dich entspannt an den Rand und lass die kleinen Wadenbeißer aufeinander los. Kleine Kläffer, großes Kino.

          Nicken, winken und Arschloch denken ist (m)ein wichtiges Mantra. Ich habe bzgl. des Winkens immer eine Mischung aus Queen Elizabeth, Hape Kerkeling u. meinem tiefenentspannten Nachbarn im Kopf und muss mich manchmal heftig zusammenreißen, um nicht tatsächlich huldvoll zu winken. *g* Mit Altersweisheit hat das nüscht zu tun. Ich habe lange und hart daran gearbeitet, meine Persönlichkeit zu entkorksen und langsam trägt das erste Früchte. Her mit den Cocktails. 😎

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  16. Wenn du wüsstest, wie unendlich hilfreich dieser dein Beitrag gerade für mich ist. Ich danke dir, Liebes! ❤

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  17. Hahaha, was ein toller Bericht! Habe den Blog gerade erst entdeckt. Finde ich super geschrieben und als Außenstehende doch irgendwie amüsant. Aber stimmt schon, manche Menschen haben die Weisheit für sich gepachtet. Ich gebe ja zu, nicht alle Lebensmodelle finde ich auch gut (ich denke da auch manchmal etwas weiter als 1-2 Jahre und beziehe auch einen „Worst Case“ mit in meine Überlung ein). Aber ich hatte auch mal eine Freundin, die mal eben so Freundschaften gekündigt hat, wenn von einer anderen Seite kritische Äußerungen kamen. Da hat man echt aufpassen müssen, was man wie sagt. Ist mir mittlerweile zu anstrengend, wer dummes tut oder einfach nur nicht alle Eventualitäten berücksichtigt, dem darf man das auch sagen, was er/sie daraus macht kann mir aber dann wieder egal sein. Vielleicht sehe ich auch nicht alle Seiten. Deshalb aber mit jemanden zu streiten oder gar nicht mehr zu reden ist doch dumm. Da verstehe ich auch total wenn du keine LUst mehr auf „Diskussionen“ hast.

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    1. Ich gehe jetzt mal in mich und überlege, wie ich jemals auch nur eine Entscheidung treffen soll, wenn ich alle Eventualitäten berücksichtigen möchte. 😉

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      1. Ja, das ist wirklich nicht so einfach. Und meistens macht es mehr Probleme als es löst (spreche da aus Erfahrung). Aber ab und an kann es auch nützlich sein, mal eine kritische Stimme zu hören, die versucht, einen auf etwas aufmerksam zu machen, das man selber nicht bedacht hat (auch das kenne ich auch Erfahrung). 😉

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