Wunder dauern etwas länger…

#kann_Spuren_von_Giftbratzigkeit_enthalten

Oder: Meditation für Dummies. Die Meditation ist ein schönes Beispiel für verschiedene Dinge in meinem Leben, deren Sinn sich mir nicht sofort erschließt. Meditation und ich? Niemals. Ist mir viel zu abgehoben und eher was für abgedrehte Eso-Spinner oder spaßbefreite Gesundheitsapostel auf dem Weg zur Erleuchtung.  Und überhaupt… was soll es bringen, blöde auf dem Hintern rumzusitzen?! Schwachsinn.

Dann aber kam mir im Dezember auf Facebook die „5 Minuten Meditation“ unter und irgendwie dachte ich mir, probier es halt mal aus. 5 Minuten am Tag hast du übrig und hinterher kannst du wenigstens mitreden. Vielleicht ist an diesem Meditations-Ding ja doch was dran? Aus 4 Wochen wurden 12 Wochen. Und aus den täglichen 5 Minuten eine halbe Stunde. Kurz und gut: ich bin angefixt und schwer begeistert.

Sonnensch(w)ein im Giftbratzenmodus…

Bitte: Verschont mich jetzt mit Sprüchen à la „Beim Yoga oder während der Meditation schlafe ich immer ein, darum ist das nichts für mich …*grinsgrinshihi*…“, weil mir das zeigt, dass ihr schlichtweg keinen Bock darauf habt, euch mit diesem Thema auseinanderzusetzen – was ja auch absolut in Ordnung ist, aber dann muss man halt auch nicht überall mitquatschen. Solltet ihr euch allerdings bereits mit diesem Thema auseinandergesetzt haben, ist so ein Spruch ziemlich dämlich. Weil ihr dann ja eigentlich wissen müsstet, dass es durchaus  verschiedene Yoga-Stile und unterschiedliche Meditationsarten gibt und dass es demzufolge extrem wahrscheinlich ist, auch eine Yoga- oder Meditationsvariante zu finden, die das Einschlafen unmöglich macht. Beispielsweise die Schüttelmeditation oder irgendeine andere der sechs bekanntesten Meditationsarten – was nebenbei bemerkt eben auch heißt, dass es sogar noch mehr Meditationsvarianten gibt… aber das nur am Rande, weil ich gerade im genervten Klugscheißermodus unterwegs bin. *grinsgrinshihi*

Gut. Ihr seht also, dass ein paar Wochen fleißigen Meditierens aus einer blöden Giftbratze kein Sonnensch(w)einchen machen. Was natürlich auch daran liegt, dass ich erst seit drei Wochen so richtig dabei bin. So richtig meint: mindestens 30 Minuten am Tag sind Pflicht und zweimal 30 Minuten sind die Kür und ich liebe die Kür! Falls ihr euch nun fragt, woher ich diese Stunde nehme: Habe vorher summa summarum täglich 1-2 Stunden in die Pflege [also Posts erstellen und anderweitig kommentieren] diverser Social-Media-Accounts investiert und das fällt ja nun weg, weil ich nur noch blogge. Was gut ist, weil es sich für mich sehr viel besser anfühlt. Denn… eine halbe Stunde Social Media: billiger Hamburger. Eine halbe Stunde Meditation: extrem leckerer Salat mit Hähnchenbruststreifen.

Gründe, um nicht zu meditieren: findet man sicher, wenn man sie unbedingt finden möchte. Ich möchte aber nicht und finde lieber Gründe dafür.

Gründe, die so sehr dafür sprechen, dass mir wirklich die Ausreden ausgegangen sind: 

  • Kost‘ nüscht.
  • Kleiderordnung? Gibt es nicht.
  • Spezielles/teures Zubehör? Nicht erforderlich.
  • Besondere Voraussetzungen? Nein. Wer aufrecht sitzen und dabei atmen kann, kann meditieren. Ist nur eine Frage des Wollens.
  • Komplizierte Planungen? Nö. Hinsetzen und atmen – ist weder organisatorisch noch logistisch eine besondere Herausforderung. Bekomme sogar ich hin, was dem Ding quasi das Gütesiegel „Von Planungschaoten getestet und für gut befunden“ verleiht.
  • Der Schweinehund ist sooo groß? Ja und? Auf dem Hintern sitzen wird er ja wohl können, der Schweinehund.
  • Keine Zeit? Netter Versuch. Am Anfang reichen – siehe oben –  5 Minuten. Und nach insgesamt 25 Stunden sollen sich erste Veränderungen zeigen, heißt es in unten verlinkter Info-Grafik.

Meditier(e)t und ihr werdet unsterblich…

Außerdem soll Meditation ja ein echter Gesundheits-Booster sein. Verspricht zumindest diese Info-Grafik, die ich jetzt einfach mal unkommentiert stehen lasse. Glaube nämlich nichts, bis ich es nicht am eigenen Leib erfahren habe. Wenn ich aber plötzlich zum Dalai Lama werde, der im Körper von Megan Fox steckt, dann werde ich das selbstverständlich entsprechend belobhuddeln. Logisch, weil das an ein Wunder grenzen würde, womit die Post-Lobhuddelei absolut angemessen wäre. Aber wie gesagt: gesundheitsgelobhuddelt wird erst hinterher und nicht schon vorher. Denn unter uns: ich mag das nicht, wenn man gesundheitsorakelnd tätig wird und vollmundig tolle Versprechungen drischt, bei denen es sich dann lediglich um den gequirlten Mist von recht fragwürdigen (Gesundheits)Seiten (Link zur VZ HH) handelt, von denen es leider erstaunlich viele gibt, wie diese Übersicht zeigt (Link zum ABC der unseriösen Quellen auf  medium.com). Als Blogger habe ich ja irgendwie auch eine Verantwortung meinen Lesern gegenüber und sollte daher wenigstens grob überprüfen, woher die Infos stammen, die ich bloggenderweise verwurste oder auf welche Quellen ich verlinke. Finde ich. Aber ich schweife ab… zurück zur Meditation. [Mehr zum Thema Verantwortung gegenüber den Bloglesern gibt’s bei Fran.]

Aha…Bekenntnisse eines Meditations-Newbies

Während meiner täglichen 5 Minuten habe ich ehrlich gesagt… also… es war unspektakulär. Keine Geigen, keine Glöckchen, keine Erleuchtung, einfach nur sitzen und aus. War ein bisschen enttäuscht, aber dickköpfig genug, um diese 4 Wochen durchzuziehehn. Nur gut, dass ich ohnehin keine großen Erwartungen hatte. Irgendwann wurden aus den veranschlagten 5 Minuten plötzlich 10 Minuten und eines Tages habe ich verdutzt registriert, dass ich meine tägliche Meditationszeit ohne bewusstes Zutun einfach so auf 20 Minuten raufgeschraubt habe. Seit drei Wochen setze ich mir nun eine feste Zeit von 30 Minuten. Es gilt wie gehabt: keine Geigen, keine Glöckchen, keine Erleuchtung. An manchen Tagen gelingt es gut, an anderen schaue ich alle 10 Minuten auf die Uhr und möchte am liebsten aufspringen. Allerdings fühle ich mich nach diesen 30 Minuten immer besser als vorher. Immer. Ruhig, klar und sehr gelassen. Der Kopf ist nicht auf diese gruselige „ich habe nur Watte im Hirn“-Art leer, sondern irgendwie so, als hätte ich das Oberstübchen mal grob durchgeputzt, den Kram in die Regale gestellt und unnützes Zeug entsorgt. Kurz und gut: Es ist ein wirklich erstrebenswerter Zustand, den ich ohne jegliche Hilfsmittel erreiche. Ich muss mich einfach nur 30 Minuten auf den Hintern setzen.

Letzte Woche hatte ich mein persönliches Aha-Erlebnis. War wieder einer dieser Tage, an denen ich dazu neige, aus einer Mücke einen Elefanten zu machen [großartigen Post dazu findet ihr hier: klick] und… ich muss es leider so sagen… das heulende Elend war. Mir zur Verfügung stehende Handlungsvarianten waren:

  • Schokolade essen
  • Chips essen
  • Pizza essen
  • IRGENDWAS essen
  • Wein trinken
  • Streit vom Zaun brechen – egal mit wem
  • irgendwas löschen, was ich hinterher bereue [ja, ich bin ein bisschen masochistisch, na und? Nobody is perfect]
  • wenigstens 10 Minuten auf den Hintern setzen und meditieren

Habe mich – welch unglaubliche Überraschung in so einem Post – fürs Meditieren entschieden. Nach 25 Minuten erklang ein Glöckchen und es erschien eine in eine Glitzerwolke gehüllte Fee, die sanft flüsterte… na gut, es war ein bisschen anders. Kein Glöckchen, keine Fee, dafür sah ich gestochen scharf, was genau mich da so dermaßen runtergezogen hatte und zum Wurm werden ließ. Werde das hier nicht weiter ausführen, aber es gehört ins Reich der unausgesprochenen Erwartungen und der Projektionen und hat nichts, aber auch gar nichts mit der Wirklichkeit zu tun. Und davon lasse ich mich so dermaßen runterziehen? Schön blöd. So kann man wertvolle Lebenszeit auch verschwenden.

Nachdem ich das für mich so extrem zufriedenstellend aufgedröselt hatte, gab es abends ein Glas Wein und ein paar Chips. Shit happens. Schon klar, dass ich dringend an meinem Belohnungsprogramm arbeiten und es einem Update unterziehen muss. Aber ich zweifele nicht daran, dass ich das schaffen werde. Möge die Macht der Meditation mit mir sein… 😉

Mehr zur Meditation u.a. hier: 

 

Steine.jpg

P.S: Werde euch zu gegebenem Anlass selbstverständlich darüber in Kenntnis setzen, ob ich weiterhin auf dem Hintern sitze und ob mich der Dalai Lama mittlerweile um eine Audienz gebeten hat, weil ich so ein erleuchtetes Dingelchen bin.

P.P.S: Lesetipps habe ich (noch) nicht wirklich für euch. Was einfach daran liegt, dass ich entgegen meiner Gewohnheiten „einfach mal mache“ und vorher nicht zig Bücher über das Machen lese, ehe ich dann irgendwann den Hinter hochbekomme – oder in diesem Fall eben runter. Recht gut gefällt mir „Einfach meditieren“ von Clark Strand. Stand jahrelang ganz hinten in meinem Bücherregal, ehe ich neulich mal reingeschaut habe… manche Dinge brauchen eben etwas länger. Das Buch kommt angenehm undogmatisch und sehr menschlich rüber. Sehr sympathisch, wie Strand beschreibt, dass er sich während einer Meditationsklausur wie der perfekte Musterschüler in die Lotoshaltung zwang und am dritten Tag mit schmerzverzerrtem Gesicht kapitulierte. Da er die einwöchige Meditationsklausur in dieser Haltung nicht würde durchstehen können, ließ er den Lehrer wissen, dass er ab sofort eine bequemere Haltung einnehmen müsste. Antwort des Lehrers: „Ich habe mich schon gefragt, wann Sie endlich darauf kommen würden, dass es hier nicht um die perfekte Haltung geht. Wir machen hier ja keinen Benimmkurs.“ Kurz und gut: Das Buch läuft unter „Setz dich aufrecht hin, mach dir keine Gedanken und fang einfach an.“ Genau mein Ding.

Habe mir auf Empfehlung der Emotion auch „Meditation für Skeptiker“ bestellt und befürchte nach erstem Reinlesen, dass das Buch und ich keine Freunde werden. Mannmannmann… ist das dröge geschrieben. Hätte ich dieses Buch vor meinen ersten Meditationsversuchen in der Hand gehabt, wäre ich niemals auf den Geschmack gekommen. Also: nicht lesen, einfach machen. 😉

[Beitragsbilder: stocksnap.io/Jeremy Thomas und privat]

41 Kommentare zu „Wunder dauern etwas länger…

  1. Einfach machen – das gilt ja nicht nur für Meditation. Also haben wir doch schon mit Dir zusammen ein wenig Erleuchtung erhalten – einfach so.
    Wenn der Einstieg wirklich über einen Impuls bei FB war, dann hatte sich Dein Ausflug dorthin gelohnt. Aber noch lohnender ist wohl das Social Media mit Dir – genannt Meditation. Ich finde es toll, wie es bei Dir wirkt.
    Herzliche Grüße – und Danke fürs die Blogpausen-Ende – von Sieglinde

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    1. *räusper* Stimmt, das gilt nicht nur für die Meditation. Und neben „Du darfst nicht alles glauben, was du denkst“ ist dieser „Just do it“-Slogan von Nike genau das, was ich mir auf 1000 Klebezettel geschrieben und überall hin gepappt habe. Auf dass ich es endlich mal verinnerlichen möge. Wahrscheinlich mag ich die Meditation (oder das, was ich dafür halte) auch deshalb so gerne, weil du übst, einfach zu machen und weniger zu denken/grübeln/überlegen. 😉

      Lieben Gruß!

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    1. Was du praktisch tun musst? Dich hinsetzen und dann… bleibst du einfach sitzen. 😉 Schau mal auf Kaerlighed.de (tolles Blog!) oder auf yogaeasy vorbei, die haben gute Posts zum Thema.

      Lieben Gruß!

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          1. Aha!?!?? Ich bin verwundert. Einfach hinsetzen also – auch ohne diese komplizierte Beinhaltung, die ich noch nie hinbekommen habe?? – Ich werde das mal ausprobieren. War bisher nämlich auch der festen Überzeugung, dass Meditation und ich never ever zusammenpassen. Aber wenn Du das ebenfalls dachtest und es nun doch kannst … hm …

            Was Dir Dein Walken ist mir übrigens mein Zumba – hilft auch in 90% aller Fälle. 😉

            LG
            Gunda

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            1. Gunda und Ela, ich habe euch unten nochmal was was zum Thema verlinkt. 😉

              Gunda, ich sitze auch beim Yoga nur im Schneidersitz – meine Knie sollen ja noch ein paar Jahre halten – und das hat der Sache bisher keinen Abbruch getan. Finde es generell sehr abstoßend, wenn da dogmatisch auf der „einen“ richtigen Haltung oder „der einzig wahren Methode“ (die es ja eh nicht gibt) rumgeritten wird. Wer außer mir selbst will mir denn vorschreiben, was für MEINEN Körper am besten ist? Nee, da werde ich zickig, wenn mir da jemand reinquatschen möchte. 😉

              Walken und Stepper. Walken ohne Musik und Stepper mit Wumms. Für jede Körper- u. Seelenlage die richtige Art der Bewegung und dann klappt das auch mit’m Rest. 😉

              Lieben Gruß!

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  2. Guten Morgen, du hast mir gerade gehörig die Bahnfahrt versüßt 😊
    Vielen Dank dafür. Liebe Grüße Anne

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  3. Selbst meditiere ich nicht, oder doch, ein bisschen beim Kochen und Backen. 🙂
    Menschen die meditieren mag ich sehr, die fahren meist nicht so schnell aus der Haut, haben eine angenehme Art für mich.

    Liebe Grüße ❤

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    1. Beim Kochen und Backen? Das gilt auch als Meditation, wenn du „in den Flow kommst“, habe ich mal irgendwo gelesen. Wobei ich nicht weiß, was Meditationshardliner dazu sagen würden, aber wen interessiert das schon…

      *hüstel* Und unter uns: Ich meditieren noch nicht so lange, als dass ich nicht mehr aus der Haut fahren würde. Gestern bin ich abgegagen wie ein Zäpfchen, das du aus der Verpackung drückst… aber ich finde sehr viel schneller in meine Haut zurück als vorher. 😎

      Herzlichen Gruß! ❤

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  4. Klasse Anna, dass du so einen großen Gefallen am „Meditieren“ gefunden hast.Egal wie man es dreht und wendet, Meditation wirkt sich mit Sicherheit positiv auf Körper und Seele aus.
    Gerade in meiner jetzigen Fastenzeit MUSS ich mir auch so ein Ventil suchen. Etwas, dass mich nicht gleich bei der kleinsten Gelegenheit hoch gehen und zerplatzen lässt wie eine Feuerwerksrakete. Das mir einen Weg zeigt, wie ich mein Gemüt herunterfahren kann, bzw. den Umgang mit Dingen, die mich so ärgern, dass ich Magenschmerzen davon bekomme.
    Darum beneide ich dich, dass du dich einfach 5-30 Minuten hinsetzen kannst und meditierst. So ohne Anleitung.
    Weißt du was ich meine?
    Ich habe dies auch schon ausprobiert. Einfach ruhig hinsetzen, probieren ruhig durchzuatmen und mal in mich zu gehen. Mit dem Ergebnis, dass immer wieder die Tages ToDO-Liste in meinem Hirn zu rattern beginnt.
    Ich persönlich benötige für den Anfang eine gute Anleitung. Eine Stimme samt leiser Musik, die mir zeigt, wie ich abschalte bzw. in meine Meditation hinein komme.
    Bin seit ein paar Tagen auf Youtube am suche. Und ehrlich gesagt ist dies schwerer als ich mir vorgestellt habe.
    Wünsche dir weiterhin viel Freude an der Meditation ❤
    Liebe Grüße
    Nila

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    1. Auf die Seele wirkt sich das auf jeden Fall positiv aus. Und ich hoffe, dass ich damit jetzt mal ein Werkzeug habe, um bestimmte Zustände… ähem… positiv beeinflussen zu können. Bin ja ein schlimmer Psycho, der irgendwie immer mit angezogener Handbremse unterwegs ist und dabei Vollgas geben will. Wie jemand, der gerade das Radfahren lernt und dann, wenn es gut läuft, erstaunt registriert, dass es gut läuft… und auf die Schnauze fällt, weil er vor Schreck den Lenker loslässt. IRL saufe ich sogar ab, wenn mir beim Schwimmen bewusst wird, dass ich keinen Boden mehr unter den Füßen habe. Wie gesagt, ich bin ein Psycho und sehr daran interessiert, dass mein Kopf mal das macht, was ich für richtig halte. 😉

      An der Meditation habe ich mich ja immer mal wieder versucht, aber das war bisher nie was und ich konnte „da oben“ nicht mal für 5 Minuten für Ruhe sorgen. Allerdings fiel mir irgendwann auf, dass ich während der Walkingrunde (dauert eine Stunde) auch in den Flow komme, wenn ich weder Musik höre noch rede und dass ich mich seelisch wirklich mies fühle, wenn ich nicht regelmäßig walke. Ich muss das jeden 2-3 Tag machen, sonst geht gar nichts. Und das mit der sitzenden Meditation… hm… vielleicht „kommt sie einfach zum richtigen Zeitpunkt zu dir“, wenn sie denn kommen soll? Habe mich im Dezember dazu gezwungen, weil ich irgendwas für mich tun musste. Seele platt, Körper zickig (weil Schulterproblem und Sprunggelenk blöde) – also kein richtiges Workout möglich, Wetter scheiße (also draußen walken ohnehin blöde) und da blieben irgendwie nur Meditation oder futtern und im Selbstmitleid versinken. Habe mich für die Meditation entschieden und das war gut so. 😉

      Würde dir gerne einen Youtube-Tipp geben, aber da fällt mir nüscht ein – wobei… gibt’s da was bei Happy and Fit Yoga? Vielleicht von/mit Amiena Zylla? Die finde ich wirklich klasse. Alternativ schau mal, ob du hier das findest, was du suchst: https://weibandthecity.com/2016/11/15/online-yoga-wenn-dem-schweinehund-die-ausreden-ausgehen/

      Lieben Gruß und auf dass du die richtige Meditationsart für dich findest! ❤

      P.s: Richtig Dampf ablassen kann ich aber immer noch am besten, wenn ich ins Schwitzen komme. Stunde auf dem Stepper wirkt besser als jedes Türenknallen. 😉

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  5. Nach dieser Beschreibung klingt Mediatation ganz einfach. Ganz im Gegensatz zu Yoga, das, zumindest für mich, sehr anstrengend und oft auch unmöglich ist, auch weil ich viel zu ungelenk bin.

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  6. bin schwer beeindruckt!!
    und freue mir ein loch in den pelz für dich!
    ich glaube ich habe unbewusst schon als kind meditiert – als überlebensstrategie. kochen & backen finde ich ebenso wie loveT. sehr meditativ, ausserdem wandern/bergsteigen/skilaufen………. da komme ich auch schnell in einen „flow“ und der kopf wird auf angenehme weise leer. gut ist dafür mind. ein mitwanderer als unaufdringliches backup – sonst wache ich am ende in rom oder moskau wieder auf 😉
    ich hab halt kein sitzfleisch (nichtmal wortwörtliches). aber wenn „haltung“ egal ist dann meditiere ich eben weiterhin in bewegung………. 🙂
    weitermachen! xxxxxx

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    1. Ich habe als Kind stundenlang in so einer Fensternische in meinem Zimmer gesessen und Löcher in die Luft gestarrt. Alternativ bin ich auf den Kleiderschrank geklettert und habe da vor mich hin geträumt. War immer sehr befreiend. 😉

      Beim Walken komme ich auch wunderbar in den Flow und gelegentlich beim Abwaschen. Oder manchmal beim Schreiben. Auf jeden Fall bin ich hinterher immer völlig erstaunt, was ich da fabriziert habe oder wo ich gerade bin. Alternativ: dass sich die 7km wie von selbst gelaufen haben. Ich mag den Flow und werde echt zickig, wenn mir was dazwischenknallt. Und letztendlich isses ja auch wurscht, welchen Namen man dem Kind gibt. Es macht Spaß und tut dir gut (und schadet niemandem)? Dann ist es gut. Ganz einfach. 😉

      Lieben Gruß!

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  7. Ah – dann meditiere ich also beim bügeln, da komme ich regelmäßig in den Flow und ich mag das Gefühl und man sieht hinterher wirklich klarer. Und jetzt weiß ich endlich auch, warum ich einfach nicht vor dem Fernseher oder mit Musik bügeln kann. Ich brauche dann Stille um mich – echt jetzt!
    Ps: Schön, dass du wieder bloggst.

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    1. Glaube, dass es für jeden die „richtige“ Art der Meditation gibt und eigentlich muss man das ja auch gar nicht so nennen. Aber dass du beim Bügeln in den Flow kommst… wow… da werde ich fast neidisch. Glaube, es war Christine Kaufmann, die mal in irgendeinem Buch schrieb, dass Hausarbeit für sie wie Meditation wäre. Du glaubst nicht, was ich darum geben würde, wenn das bei mir auch so wäre… 😉

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    2. kenne ich, bügelmeditation hat auch noch die vorteile von warm, sauber und riecht gut. allerdings bekomme ich jedes mal einen herzkasper, wenn mich jemand unsanft aus der meditation reisst und unangemeldet das zimmer betritt. ich arbeite noch an einer lösung…

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  8. DAS ist jetzt ein Thema, zu dem ich nicht viel beitragen kann. Hab noch nie in diesem Sinne meditiert, werde ich wohl auch nie. Es macht mich einfach irgendwie total nicht an. Zumindest die Variante, wie du sie beschreibst. Aber mein Hirn- und Seelenreinigungswaschgang findet dann statt, wenn ich auf’m Pony durch den Wald wackle. Hab mich oft dabei ertappt, dass ich plötzlich dachte: „Nanü, wie bist du denn jetzt bis hierhin gekommen??“ Hatte völlig abgeschaltet, und da mir das Reiten ungefähr so in Fleisch und Blut übergegangen ist wie das Atmen oder sonst was ganz Alltägliches und mir somit keinen Gedanken mehr abverlangt, was grad zu tun ist, kann ich nirgendwo mehr abschalten als auf meinen Indinanermopeds. Oder bei der Stallarbeit. Also einfach in und mit der Natur. Das kam nicht plötzlich, das war schon immer so. Als Kind sass ich stundenlang im riesigen, alten Boskoopbaum vor dem Haus und hab gelesen. Auch heute sitze ich gern Ewigkeiten auf der Weide oder auf dem Heuboden und beobachte. Alles, was da so ist. Und sinniere.
    Dabei kann es passieren, dass plötzlich Gedankenfetzen von meinen kleinen Grauen Besitz ergreifen. Sich immer tiefer in mein Denkerstübchen reinfressen. Und Gestalt annehmen. A post is born!
    Yep, ich sollte mich mal wieder auf den Heuboden setzen. Genau.
    Drüüücker!!

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    1. Ha, du meditierst doch auch – in der Luxusvariante. Das Fußvolk setzt sich einfach auf den Hintern und du zuckelst mit dem Pony durch den Wald. So ist’s richtig. 😉 Und das hast du schön beschrieben: Seelenreinigunswaschgang. Habe ich am Meer manchmal. Da kann ich stundenlang aufs Meer starren und fühle mich hinterher wie neu geboren. Funktioniert aber NUR, wenn ich nicht reden muss. Also muss ich wahlweise alleine unterwegs sein. Oder mit jemandem, der schweigen kann. Ich mag Menschen, mit denen ich gemeinsam schweigen kann, unheimlich gerne. Seltene Spezies. Da bist du mit deinen Ponys besser dran. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Oh! Der HerrHummel ist diplomierter Schweiger. Wir schweigen uns sehr oft an. Menschen, die uns nicht kennen denken dann bestimmt immer, dass wir Krach haben. Iss aber nicht so. Wir müssen beide den ganzen Tag im Job viel quatschen, da sind wir beide sehr froh, wenn wir abends mal die Klappe halten können. Doch, wir sind beide äusserst leise in unserer Freizeit und zuhause, und wir verstehen uns bestens dabei! ;oD
        Wollen wir beide mal ’ne Runde zusammen schweigen?? *gg*

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  9. hm was sag ich jetzt dazu… Ich freu mich für Dich. Denn ich freu mich immer wenn jemand was für sich gefunden hat, was ihm gut tut. Ich will das auch! Aber was ist flow und wann hab ich das? Meditieren? einfach sitzen und was genau machen? Nix? Kann man nix denken? Man denkt doch immer was oder? Du siehst ich bin ratlos. Ich denke es zählt nicht, dass ich mental von meiner Arbeit an der Anmeldung so erschöpft bin, dass ich tatsächlich dann da sitze und nix mache. Aber flow? Ich muss mal Deine links bemühen, denn fünf Minuten hab ich auf jeden Fall auch Zeit.
    Liebe Grüße Tina

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    1. Dann freu ich mich, dass du dich freust. 😉 Und nein, man kann nicht nichts denken und das finde ich total schade. Aber… hm… stell dir deine Gedanken vor wie einen Radiosender, den irgendwer total laut eingestellt hat. Musik, die du nicht leiden kannst. Irgendwann gelingt es dir, die nervige Musik nicht mehr wahrzunehmen und das Radio leiser zu stellen. So was in der Art. Ein Profi würde das sicher besser beschreiben. 😉

      Flow? Ich würde mal wetten, dass du den beim Aussuchen deiner Accessoires hast. Oder während du in London durch die Geschäfte bummelst. 😉

      Lieben Gruß!

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  10. Freut mich für Dich Anna, dass Du da was hilfreiches für Dich entdeckt hast!
    Und „einfach machen“ ist eine Wunderwaffe, das merke ich immer wieder. Ich will das auf vieles ausdehnen mit der Zeit, denn die Denkerei und zuviel Informiererei tötet mir zu oft die wirklich kreativen Prozesse ab.

    Ich wünsche Dir weiterhin so gute Erfolge 🙂

    Lieben Gruss
    Clara

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    1. „Einfach machen“ ist in der Tat die Wunderwaffe. Womit ich nicht sagen will, dass es einfach ist. Im Gegenteil. Aber letztendlich ist es unnütz, überall ein ein total kompliziertes Gedankenkonstrukt rumzuspinnen. Und wenn mir die Meditation bisher was bringt, dann diese Erkenntnis, die tatsächlich dazu führt, dass ich weniger denke… alleine schon deshalb, weil mir am Tag halt einfach eine Denkstunde fehlt. 😎

      Lieben Gruß!

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  11. Ey, ich schlief tatsächlich beim Meditieren nach dem Yoga gern mal ein *entrüstet guck*. Das lag aber wirklich nur daran, dass ich total entspannt war. Das machte die Yoga-Stunden ganz sicher nicht schlechter. Ich fand sie auf jeden Fall gut. Sollte ich wieder mal in Angriff nehmen. Denn bisher war für mich Laufen die totale Entspannung. Einfach immer geradeaus, immer im gleichen Tempo und irgendwann ist der Kopf sooooo schön leer, dass man noch Stunden weiterlaufen kann und dabei messerscharf denken. Wenn man will. Oder man lässt es und flowt weiter. Ich habe es so sehr geliebt. Mal gucken, ob das auch auf dem Fahrrad geht…
    Meditieren – hm, ich weiß nicht. Dazu muss man still sitzen. Geht auch liegen? Wobei – dann schlaf ich garantiert ein. Und dann schimpfst du wieder *grins*
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Danach einschlafen zählt nicht. Und dass dir das Laufen fehlen wird, glaube ich dir. Weiß allerdings nicht, ob ich dir auf dem Rad nen Flow wünschen soll. Radelst du auf’m Deich lang? 😎

      Vielleicht sollten wir mal ein herausforderndes u. dabei meditatives Workout für Sprunggelenkkrüppel entwerfen? Meditation wird aber separat durchgeführt… dabei wird nicht geschlafen. Nur vorher oder hinterher. 😉

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    1. Herr Berlin, wenn Sie das sagen, dann möchte ich Ihnen da nicht widersprechen. Wenn es Ihnen guttut, dann ist es gut für Sie. Oder so ähnlich. 😉

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  12. Ich mache mich mal ein wenig unbeliebt. Meditation, wenn nicht als Wellnessentspannungsmethode eingesetzt , ist harte Arbeit. Ich meditiere seit Jahren regelmäßig täglich und finde es immer noch immer und immer wieder schwierig, das Geschnatter im Kopf zu beherrrschen oder zum Beispiel die Absicht zu erkennen, die jeder Handlung vorausgeht. Allein die Konzentration zu entwickeln um meditieren zu können gelingt mir oft nicht. Dann sitze ich da und denke alles mögliche, bin danach zwar durchaus ruhiger, aber mit Meditation hatte das nicht viel zu tun. Nichts für ungut, ich will niemanden ärgern. Vielleicht nehme ich die Dinge zu ernst. Ich hoffe, ihr nehmt mit den kleinen Kommentar nicht übel…..
    Gruß Sandra

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    1. Keine Sorge, du machst dich nicht unbeliebt. Recht hast du. 😉

      Ich nenne es Meditation, weil es das nun mal ist oder werden soll. Käme aber nicht auf die Idee, nach 3 Wochen zu behaupten, dass ich wirklich meditieren „kann“. Das wäre ja, als würde ich einen Wochenendkurs machen und mich hinterher Yogalehrer nennen. 😉

      Ich werde aber auf jeden Fall weiter dranbleiben und schauen, wie sich das entwickelt. Und vielleicht hatte ich in dem Moment auch einen besonders hellen Moment. 😉

      Liebe Grüße!

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  13. Uff… ich muss gestehen, dass ich diesmal relativ früh ausgestiegen bin… gnihihi… der einzige Grund zu Meditieren wäre für mich, dass ich in der Zeit nichts essen kann.. aber ich würde wahrscheinlich dauernd drüber nachdenken und dann noch mehr Hunger bekommen als ich sowieso schon habe. Ich versuche nämlich grade, mit Hilfe von Spocht (höhö,, ich und Fitnessstudio!! ) und weniger Essen wieder in die Klamotten vom letzten Jahr zu passen.. 😉

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    1. In der Zeit kannst du tatsächlich nichts essen. *grübel* Und ich frage mich gerade, warum zum Henker ich diese Stunde ausgerechnet in mein Essenszeitfenster lege?! Ich muss in mich gehen. 😎

      Du… gehst… ins… Fitnessstudio?! Dass ich das noch lesen darf. *g* Viel Erfolg wünsche ich dir! 😉

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