Das Ja-Experiment…

Wie ein kleines Wort dein Leben ändern kann!“ und wie dich ein eigentlich amüsantes Buch in einer Tour darüber nachdenken lassen kann, was für eine blöde und durch und durch langweilige Kuh du doch bist. Preisfrage: Wovon könnte ein Buch handeln, das den Namen Das Ja Experiment trägt? Ja, da gerät das Hirn ins Rotieren, denn das ist eine wirklich schwere Frage, ich weiß.

Das Ja-Experiment ist ein typischer Fall von „instagramamademebuyit“, denn ohne Instagram hätte ich nicht gewusst, dass Shonda Rhimes [Schöpferin von Grey’s Anatomy, Private Practice oder Scandal] ein Buch geschrieben hat. Wäre mir ehrlich gesagt  auch egal gewesen, denn ich habe keine dieser Serien länger als ein paar Folgen angeschaut – wenn überhaupt. Mit Arztserien kann man mich jagen, da kollabiert der latent in mir schlummernde Hypochonder und alpträumt von Excalibur-großen Eiszapfen, die ihn heimtückisch erdolchen oder von todbringenden Krabbelviechern, die sich durch den Verzehr einer exotischen Frucht [Mango, Banane?] häuslich in seinem Inneren einrichten, ihn langsam von innen her aushöhlen und irgendwann,wenn nur noch eine Hülle übrig ist… na lassen wir das. Ihr seht also, dass es in unserer aller Interesse ist, dass ich keine Arztserien anschaue und nun lasst euch den Obstsalat schmecken.

Das Buch von Gruselserienschreiberin Rhimes hat im Gegensatz zu den von ihr verzapften Serien allerdings nicht nur laut nach mir geschrieen, sondern mich frontal angesprungen und sich an meinem Hals festgeklammert, denn Shonda ist nicht nur „Hollywoods bekannteste Drehbuchautorin u. Produzentin“ [heißt es im Klappentext], sondern auch ein introvertiertes Stück, das sich fast immer hinter einem schnellen Nein verschanzt. Nun aber möchte sie sich selbst austricksen, indem sie ein Jahr lang zu (fast) allem Ja sagt und – Überraschung! – genau das beschreibt sie im Ja-Experiment und irgendwie hat sie das Buch auch für mich geschrieben. Denn ziehen wir „Hollywoods bekannteste Drehbuchautorin u. Produzentin“ mal ab, ist Shonda quasi meine Schwester im Geiste, wobei es mir lieber wäre, wenn die Parallelen zwischen uns beim Drehbuchschreiben liegen würden.

Habe das Ja Experiment bisher zwar nur bis zur Hälfte gelesen, aber es ist amüsant. Und es wäre definitiv noch wesentlich amüsanter, wenn ich mich nicht andauernd ertappt fühlen würde. Etwa hier:

„Ich fühle mich inmitten von Büchern wohler als in ungewohnten Situationen. Ich bin völlig zufrieden damit, in meiner Gedankenwelt zu leben.“

Oder hier:

„Ich hätte die Absage schonend formuliert. Respektvoll. Elegant. Ich hätte mir eine kreative Ausrede einfallen lassen und zum Ausdruck gebracht, wie geehrt ich mich fühle und wie sehr ich bedaure, nicht kommen zu können. Die Ausrede wäre gut gewesen, sie wäre brillant gewesen.“

Andere lachen vielleicht darüber – ich nicht, denn ich schreibe stattdessen die Absage. Oder eher: ich schrieb sie bisher, denn jetzt will ich ja ab sofort mit Freuden Ja sagen. Also abhängig davon, wer fragt und wozu ich genötigt werden soll und… ähem… ja lassen wir das. Gebe zu, dass sich mein Ja-Experiment natürlich auch auf einem ganz anderen Level bewegt als das von Shonda, denn ich muss mir keine Gedanken darüber machen, ob ich zu einem Treffen mit den Obamas und Snoop Dogg gehe, aber wer muss das schon? Und vor allem: Wer will Snoop Dogg treffen, wenn er auf Disturbed steht? Na eben.

Sage also seit Weihnachten öfter zu als ab und das hat mir bisher zwei Familientreffen, zwei Restaurantbesuche, ein Handballspiel, anderen Schnullifax sowie zwei Tage ohne Smartphone eingebracht. Eine ziemlich nette Bilanz – abgesehen von der Sache mit dem Smartphone, die ist frustrierend. Da der Sohn seine smarte Kommunikationszentrale zu Silvester geschreddert hatte und ohne WhatsApp quasi am Rande eines Nervenzusammenbruchs stand [heute wird ja nicht mehr telefoniert und auf gar keinen Fall gesimst oder gemailt] und ich ohnehin weniger online sein wollte, habe ich ihm fast einfach so mein Smarthpone geliehen. Also… zuerst habe ich Nein gesagt und dann fiel mir tags darauf ein, dass ich ja öfter Ja sagen wollte. Tja…

Netter Zug von mir, nicht wahr? War in der Tat für einen halben Tag sehr stolz über diese selbstlose Leihgabe. Und dann explodierte die Bombe. Fragt sich außer mir noch jemand, was um Himmels willen mit mir nicht stimmt, wenn ich meinem 17-jährigen Sohn zwei Tage lang mein Smartphone leihen kann?! Warum ist da nichts drauf, was mir unangenehm sein könnte oder woraus sich ein Strick drehen ließe?* Wie konnte ich bloß so dermaßen langweilig werden?! Andererseits: Warum wundert mich das? Sehen wir den Tatsachen doch mal ins Gesicht: Wenn es anders wäre, wäre das Ja-Experiment für mich ja keine Herauforderung, sondern ein Schlafmittel. Na schau’n mer mal, was das neue Ja(hr) aus mir macht. Ich bin gespannt und prophezeie euch, dass ihr hier noch einiges von Shonda lesen werdet… 😉

shonda

Habe mir das Experiment anfangs ein bisschen versüßen müssen, ehe aus dem Ja zu Pralinchen ein Ja zu Gemüse wurde. Und wenn ihr euch nun fragt, ob ihr angesichts dieses eher nicht gestochen scharfen Bildes was auf’m Auge habt: nein, habt ihr nicht. Das ist Kunst (verschwommener Effekt). Und eine ungeputzte Linse.

*Die Nummer mit den peinlichen Selfies haben wir übrigens schon durch, die waren nicht auf dem Smartphone, sondern auf der Speicherkarte der Kamera. Und zwar auf DER Speicherkarte, die der Sohn eines unschönen Morgens quasi im Vorbeigehen einsackte, um seine Kamera für den Fotokurs aufzurüsten. Das ging so dermaßen schnell, dass mein morgenmuffeliges und mit Koffein unterversorgtes Hirn erst Alarm schlug, als Sohn und Karte bereits zur Tür raus und auf dem Weg zur Schule waren, aber da war es dann leider auch schon  zu spät. Dafür hatte ich ein neues Mantra für diesen Tag: Oh. Mein. Gott. 

[Beitragsbild: gratisography.com]

43 Kommentare zu „Das Ja-Experiment…

  1. Das Ja-Experiment ist ja mal ganz was Anderes bei Frauen. Sonst habe ich immer erlebt und auch in Seminaren („sag nicht ja, wenn du nein sagen willst….“) selbst meinen Teilnehmerinnen beigebracht viel öfters Nein zu sagen. Denn das Ja ging ihnen fast automatisch über die Lippen…
    Auch wenn sie es nicht wollten.
    Dass Du nun seit gut 2 Wochen Ja sagst und schon so eine stattliche Zahl von – ich nenne es nun mal einfach so – Ereignissen gut überstanden hast, finde ich frappierend.
    Bin gespannt auf weitere Berichte über diesen Dauerversuch für 2017…
    Herzliche Grüße schickt Dir Sieglinde

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    1. Muss gerade so lachen. Nee, das Ja geht mir schon lange nicht mehr automatisch über die Lippen. Ich habe das Neinsagen vor ca. 20 Jahren gelernt. Lernen müssen, weil es anders (für mich) nicht mehr ging. Aber irgendwie habe ich mittlerweile das Jasagen verlernt und das macht auf Dauer halt auch nicht glücklich. Obwohl ich durchaus dankbar bin, dass ich gut Nein sagen kann. 😉

      Vielleicht sollte ich doch Coach werden… 😎

      Liebe Grüße!

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  2. Das klingt ja interessant 🤔 kommt auf die Lesen Liste.
    Fühlte mich auch gleich ertappt beim ersten Zitat 😁
    aber ich weiß nicht ob ich wirklich öfter ja sagen möchte, mir ist mein langweiliges ich zur Zeit sehr recht 😎
    Viel Ruhe und Zeit nur für mich, ausser Freitags da geh ich zum Sport
    und da sind Menschen 😱 😆

    Bin ja gespannt wie es dir mit dem mehr ja sagen so gehen wird 😊

    Liebe Grüße Aurelia

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    1. Na wirklich begeistert bin ich auch nicht bei jedem (angemessenen) Ja. Andererseits hat mich die Neinsagerei in Kombination mit meinem Intro-Sturschädel in eine Situation gebracht, die so auch nicht mehr glücklich macht. Nicht unglücklich, aber eben auch nicht glücklich. Wie das halt so ist, wenn du dich in deiner Komfortzone einbetonierst. 😉

      Lieben Gruß!

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  3. Also bei mir ist es auch so, dass ich eher mal übe Nein zu sagen. Ich meine da jetzt nicht Familientreffen und Einladungen, die sind für mich eh Willkommen. Nein diese Dinge die man macht und denkt man möchte sie eigentlich nicht machen.
    Bin gespannt Anna wohin Dich das noch führt 🙂
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

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    1. Na zu allem werde ich auch nicht Ja sagen. Bisschen Lebenserfahrung hat man ja mittlerweile auch und es gibt einfach Dinge, von denen ich vorher weiß, dass sie nichts für mich sind. Das soll ja auch keine reine Qual werden, sondern mich weiterbringen. Hoffe ich. 😛

      Lieben Gruß!

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  4. Außer Firmengeheimnissen habe ich auch nicht viel zu verstecken. Aber das merkt man ja erst, wenn mal jemand gucken geht :).

    Nachdem Ela das Buch im Blog vorgestellt hat, habe ich eine Leseprobe gelesen. Der Schreibstil nervte mich so, dass ich Nein dazu gesagt habe. Ich fühlte mich gehetzt beim Lesen.

    Trotzdem bewundere ich Deinen Mut für die Jas. Weiter so ein bisschen?

    LG Ines

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    1. Durch das Vorwort musste ich mich auch kämpfen – der Schreibstil hat mich so genervt, dass das Buch kurz vor dem Abschuss stand. Es wird aber besser. Würde mich das Thema allerdings nicht persönlich ansprechen, dann wüsste ich nicht, ob ich das Buch weitergelesen hätte. 😉

      Am Ja bleibe ich allerdings dran – mit kleinen Einschränkungen. *g* Denn ich habe zwar keine Ahnung, wohin es mit mir im Laufe meines Lebens noch gehen wird, aber dass ich kein „einfacher Ja-Sager“ werde, da gebe ich dir Brief und Siegel drauf. razz:

      Lieben Gruß!

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  5. Toll geschrieben, danke für Deinen unterhaltsamen Artikel! Ich Mag Greys Anatomy zugegeben doch ganz gerne, auch wenn ich Dir beipflichte, dass es manchmal doch etwas ,,zu“ … ist! Dafür bin ich nicht so der ,,Sex and the city“ Typ! Außerdem glaube ich, ich müßte mal ein ,,Nein“ Experiment machen… Viel zu selten sag ich ,,nein!“ Aber so sind die Menschen verschieden und das ist gut so! Sonst hätte man sich ja nix zzu erzählen Alles Liebe, Nessy!

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    1. Danke. Und siehste, ich bin der „Sex and the City“-Typ. Oder Ally McBeal. Lediglich bei Private Practice bin ich aufgrund der Darsteller mal kurz drangeblieben, ehe ich dann wieder… na siehe oben. Hypochonder. 😉

      Lieben Gruß!

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  6. Eigentlich bekommen doch gerade Frauen den Tipp, öfter mal NEIN zu sagen. Aber JA zu sagen, soll doch viel gesünder sein. Weil eben positiv und so… Aber ganz ehrlich? Mein Smartphone hätte ich niemals hergegeben, alle guten Vorsätze zum Ja-Sagen hin oder her. Respekt, das nenne ich mal Mutterliebe! Der Sohn hat es hoffentlich entsprechend gedankt 😉 .

    Ich lasse mich ja gerne von irgendwelchen Ideen inspirieren, aber dieses Experiment käme für mich auf gar keinen Fall in Frage.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Glaube, das hängt weder vom Ja noch vom Nein ab, ob es gesund ist. Sondern einfach nur davon, wie sehr es dir entspricht und/oder wie sehr du dich dafür verbiegen musst. Ich habe mich früher so sehr verbogen, dass ich das Nein lernen musste – kurz vor der Selbstaufgabe setzt immer noch mal der letzte Funke Überlebenswillen ein. Mittlerweile habe ich mir allerdings eine ziemlich uneinnehmbare Nein-Festung gebaut. Das alte Problem: halbe Sachen sind meine Sache nicht… aber ich arbeite dran. 😉

      Lieben Gruß!

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  7. sehr interessanter selbstversuch!!
    balance ist ja alles im leben – und die dosis macht das gift. auch bei den eigenen entscheidungen. so es denn die eigenen sind 🙂
    ich hätte gar kein smartphone zu verleihen. und auf dem kamerachip ist auch so gar nix „verwertbares“ – aber mir sind auch nur sehr wenige dinge wirklich peinlich…..

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    1. Ganz genau! Die Dosis macht das Gift und Balance ist alles. Nebenbei bemerkt bin ich gestern ständig aus meiner liebsten Balance-Übungsreihe gekippt. Also wirklich seitlich gekippt. Und das passt auch zur derzeitigen Stimmung. :/

      Beneide ich dich wirklich drum, dass dir nur sehr wenige Dinge wirklich peinlich sind. Ist bei mir leider anders – wobei es schon sehr viel besser geworden ist. Aber eben nicht gut genug. Andererseits…gemessen an dem, was ich abzutragen/neu zu lernen hatte, bin ich schon verdammt gut… wenn ich dann wieder in Balance bin und nicht gegen den Tisch krache. 😎

      Lieben Gruß!

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  8. Oh Gott, habe von dem Buch auch gelesen und mir das selbe gedacht, wie du. Man sollte es mal ausprobieren… habe dann in der U-Bahn zig Situationen durchgespielt, an denen ein „Ja“ fatal wäre und mich dann doch gegen das Buch entschieden 😀 Nach dem Lesen dieses Artikels bin ich aber wieder unschlüssig, vielleicht sollte ich es auch mal ausprobieren und es so handhaben, wie du: einfach öfter mal Ja sagen. LG Meike

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    1. Wenn du da eine gute Balance zwischen Ja und Nein hast, ist das Buch nicht wirklich erhellend – es sei denn, du bist ein großer Fan von Shonda. 😉 Außerdem fallen mir da auch spontan diverse Situationen ein, in denen ich – Experiment hin oder her – einfach nicht Ja sagen werde. Mut und Blödheit sind zwei Paar Schuhe. Aber wenn man introvertiert ist (so wie Shonda) und sich durch sein ständiges Nein in diverse Sackgassen manövriert hat und damit auch nicht mehr glücklich ist, dann kann das Lesen schon Spaß machen. Also zwischen den schmerzhaften Stellen. 😉

      Lieben Gruß!

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  9. Ich weiß nicht. Das Buch ist vielleicht ganz interessant vom Anhaltspunkt her. Die Balance macht es wohl aus – wie Beate schon sagte. Mein Handy hätte ich auch nicht aus der Hand gegeben 🙂

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ich muss dir gestehen,dass mich das Buch weitaus weniger angesprochen hätte, wenn ich nicht ständig ein Nein aus der Hüfte schießen würde. 😉

      Was die Sache mit dem Handy angeht: Ich würde es wieder tun. Wahrscheinlich. 😉

      Lieben Gruß!

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  10. Genialer Text! Ich lag beim Lesen fast vor Lachen auf dem Boden! Shonda Rhimes, die war mir ein Begriff, weil ich früher diese ganzen Arztserien in Dauerschleife geschaut habe. Seit ich das nicht mehr tue, bin ich übrigens viel weniger hypochondrisch, woran das wohl liegen mag? 😀

    Ich schließe mich den „Nein-Sagen-Überinnen“ (was für eine Wortkreation!) mal an. Ich sage auch viel zu schnell Ja und ärgere mich danach schwarz und grün über mich selber. Wobei ich mir auch vorstellen kann, dass es mit Deinem „Zu schnell Nein sagen“ in etwas das Gleiche nur in Grün sozusagen ist. Eine gute Mitte muss halt her *seufz*

    Und zum Thema „Wann bin ich so langweilig geworden“ kann ich nur sagen, dass ich für mich sehr viel entspannter lebe, seit ich mein Langweilerinnen-Dasein friste.

    Deine Experiment-Ergebnisse hören sich – bis vielleicht auf das verliehene Smartphone – positiv an. Also bist Du ja auf einem guten Weg. Ich bin gespannt, wie es damit weiter geht 🙂

    Lieben Gruss
    Clara

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    1. Danke für das Kompliment! 🙂 Und ich musste so lachen… ja, mir ging es auch schlagartig besser, als ich Grey’s nicht mehr geschaut habe. *g* Wobei es schade ist, waren/sind halt tolle Darsteller dabei und würden sie im Büro arbeiten, würde ich mir das wohl anschauen. Aber so? Nee, nicht für mich.

      Jep, mein schnelles Nein ist quasi die andere Seite der Ja-Sager-Medaille. Vielleicht bräuchte mein (!) Ja-Experiment noch einen extrem sperrigen Untertitel. Etwa: Die Kunst, situationsadäquat zu antworten. Oder irgendwas in die Richtung. Und die passende Antwort liegt tendenziell eher dort, wo es wehtut, das geht mir gerade extrem auf die Nerven, weil meine Pseudoschmerzmittel dank des neuen Ernährungsspleens ja wegfallen. Kein Glas Wein am Abend, keine Chips, nur blöder Tee. War gestern so grantig, dass ich um 22 Uhr ins Bett gegangen und „die Drei ???“ gehört habe. Hallo Langweiler. 😛

      Lieben Gruß!

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      1. Zitat: Die Kunst, situationsadäquat zu antworten.

        *seufz* Genau DAS trifft für mich den Nagel auf den Kopf. Ich arbeite dran :))
        Oh ja, ohne die kleinen Weichmacher aka „Pseudoschmerzmittel“ ist es wirklich manchmal hart. Ich musste diese kleinen Trösterlein ja wirklich bis auf ein ganz klitzekleines Minimum abschaffen, weil das gewichtstechnisch gar nicht geht, aber wie oft ich stattdessen lieber in den Tisch gebissen hätte und das nicht vor Hunger oder Appetit, kann ich schon gar nicht mehr zählen.

        Hab einen schönen Tag :))

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  11. Das mit dem Handy hätte ich auch sein können – inklusive der Tatsache, dass nix Peinliches drauf zu finden ist 🙂 Ich bin eigentlich ganz gut ausbalanciert im Ja- oder Nein-Sagen. Nur dass ich zu oft ja sage, wo ein nein besser gewesen wäre und umgekehrt *grins*
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Du hättest das auch getan? Schockiert mich, was für selbstlose Mütter wir doch sind. So hätte ich mich gar nicht eingeschätzt und dich… äh… doch, dich selbstverständlich schon. 😛

      Das nennst du ausbalanciert? *g* Ich überdenke jetzt meine Definition von ausbalanciert….

      Lieben Gruß!

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  12. *Kreisch* du hast dein Smartphone deinem Sohn geliehen? Alle Achtung! Nö das würde ich wirklich nur im äußerten Notfall eines meiner Kinder geben. Erstens bin ich dann nicht mehr erreichbar und zweitens bekomme ich es total verstellt wieder zurück 😉
    Hmm, die Sache mit dem „Ja-Sagen“. Dieses Buch wäre für mich persönlich fatal. Ich arbeite schon Jahre dran, dass ich mal öfters auf den Tisch haue und NEIN sage. Ich lasse mich immer viel zu oft zu einem JA breitschlagen, dass ich eigentlich gar nicht will. So saß ich schon in mancher Veranstaltung, die ich eigentlich nie besuchen wollte und langweilte mich zu Tode….- naja anderes Thema.
    Wünsche dir noch einen wunderschönen Tag
    Lg
    Nila

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    1. Mein Blog sagt zu deinen Kommentaren auch immer Nein. Alle landen sie im Spam, alle. *kopfschüttel*

      Auf den Tisch hauen? Kann ich [die Tische vom Möbelschweden sind auch nicht mehr das, was sie mal waren…], aber es gibt da logischerweise schon Abstufungen. Allerdings: Wenn ich z.B. den Sinn mancher Dinge/Veranstaltungen oder was auch immer einfach nicht sehe, dann…ähm… läuft da gar nichts. Es sei denn, ich werde gefesselt und dorthin gezerrt. 😉

      Lieben Gruß! ❤

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  13. Mir gefällt die Idee des Buches gut. Ich selbst bin eine die gerne auf Einladungen und Vorschläge mit einem Ja antwortet. Aber ich kenne viele Menschen die, so wie du, sofort ein Nein hören lassen. Wie automatisch 🙂 Und es kostet so viel Überzeugungskraft sie umzustimmen, da wäre das Buch vielleicht eine große Hilfe!

    Liebe Grüße ❤

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    1. Wie automatisch – genau das ist es. Und ich muss so lachen, denn ja… es kostet bisweilen echt viel Überzeugungskraft, aus dem Nein ein Ja zu machen. Bin fast ein wenig dankbar, dass ich ein „abschreckendes Vorbild“ vor Augen habe, das mir immer wieder überdeutlich zeigt, wo man landen kann, wenn man ständig nur Nein sagt. Ein Leben in einer Streichholzschachtel. Sehr einsam und sehr klein. Nichts, was ich mir für mich wünsche. 😉

      Herzlichen Gruß! ❤

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  14. Neneneeeeee. Jetzt hab ich mir über lange Zeit und mit ganz viel Mühe und Not endlich, endlich angewöhnt, des öfteren mal laut und energisch „NEIN!“ zu sagen…da werde ich mich abersowasvon hüten, diesen Erfolg zu riskieren mit solch einem Experiment, *ggg*! Allerdings riskiert man mit dem Nein-Sagen auch seine Stellung im Lemmings-Rudel, ne? Da wirst du dann ziemlich schnell als ziemlich schräg abgetan, wenn du nicht brav mitschwimmst und das tust, was „man“ eben so von einem erwartet….. Nunja. Stiere haben einen dicken „Grind“ (also Schädel!), die können was ab. Und wenn mein Seelenheil davon abhängt und doch offensichtlich profitiert von der Neinsagerei, dann kann das so verkehrt nicht sein.
    Dicken Drüüüücker!
    …ach, und PS: Mein Handy ist auch langweilig. So-so-sooooo langweilig! Alleine schon, weil es noch nicht mal ein Smartphone ist, sondern ein pupsnormales, klitzekleines (weils in die Reithosen-Tasche passen muss!) und unsäglich popliges Natel. Also eigentlich gar kein richtiges. Für heutige Begriffe, zumindest. Es kann nur telefonieren, simsen und Fotos machen (die allerdings von Klasse Qualität!) Was bin ich doch für ein Neandertaler…ne-ne-neeeee!! ;oD

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    1. Frau Hummel, ich hatte ja noch nie wirklich eine Stellung im Rudel der Lemminge. Früher wollte ich die gerne haben, aber da durfte ich nie mitspielen. Und irgendwann habe ich dann das Nein für mich entdeckt und das hat mich im privaten Bereich eher zum schwarzen Schaf gemacht. Nix Lemming. Beruflich habe ich mich mit dem Nein allerdings sehr viel schwerer getan, aber das ist ne ganz andere Geschichte. 😉

      Ha, ich habe auch nur ein ganz popeliges Smarthpone, das eigentlich nur fürs Nötigste taugt. Aber dafür, dass ich meinen alten Klepper (mit dem ich nicht mal Fotos machen konnte!) erst behalten wollte, ist das ein echtes Hightech-Teil. 😉

      Herzlichen Gruß!

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      1. Naja, man ist ja, ob man will oder nicht, oft von Lemmingen umgeben! Menschen, die einem dem andern hinterherrennen, weil „man“ halt einfach dazugehören möchte! Und man hat mit ihnen tagtäglich zu tun, da hat man oft keinen oder wenig Einfluss drauf. (Job z.B.!). Und wenn du da dann „NEIN“ sagst, hast du deinen Stempel weg.
        Natürlich will ich auch nicht zu den Lemmingen gehören, wollte ich nie, so ist das ja nicht! Und ich bin, eigentlich schon seit Kindheit an, immer dadurch aufgefallen, dass ich sehr oft alleine unterwegs war oder meine Zeit bei den Tieren verbrachte. Ich lebte in meiner eigenen kleinen Welt. Hatte kaum Freunde oder wenn, dann waren das meistens die Aussenseiter. Die, die sonst keiner so recht mochte.
        Und auch heute ist es noch so, dass ich immer wieder anecke mit meinen Meinungen oder meiner Art zu leben. Aber weisste was? Das bestätigt mich eigentlich nur darin! ;oD
        Früher habe ich oft einfach „JA“ gesagt dem Frieden zuliebe. Oft im Job, manchmal auch in der Familie. Das hat meiner Seele nicht gutgetan, weil ich immer fühlte, dass es falsch ist. Aber deine eigene Persönlichkeit muss ziemlich gefestigt sein, um sich zu trauen, klipp und klar „NEIN“ zu sagen. Gottseidank traue ich mich heute!
        Lieben Gruss zurück!

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        1. Ich könnte jetzt eine ellenlange Antwort schreiben. In der stünde aber nichts anderes als: Frau Hummel, ich unterschreibe das. Wahrscheinlich verstehen wir uns deshalb so gut, weil wir da ganz ähnlich ticken. 😛

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    1. Jetzt musste ich lachen. Gabriele, ich habe heute Morgen dein Interview bei Texterella gelesen. Glaub mir: ich habe das Ja sehr nötiger als du. 😛 Aber es fühlt sich gut an, dass ich nicht die einzige Neinsagerin bin. 😉

      Lieben Gruß!

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  15. Schon interessant. Die einen lernen öfter NEIN zu sagen, die anderen lernen öfter JA zu sagen. Ich hab das NEIN sagen durch meine erste Erkrankung gelernt. Leider so gut, dass sich davon doch desöfteren einige Leute vor den Kopf gestoßen fühlten. Was ich nämlich nicht gut gelernt habe, sind charmante Absagen. Meine klingen oft ziemlich barsch. Als ich dann meine gesunden Jahre hatte, musste ich tatsächlich lernen, öfter wieder JA zu sagen. Das ist wie mit dem Wunschgewicht, zunehmen ist nämlich genauso schwer wie abnehmen..
    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Charmante Absagen beherrsche ich auch weniger gut – wobei es in den letzten Jahren besser wurde. Das liegt aber auch daran, dass charmante Absagen in der ersten Zeit des Neinsagens schlicht nicht angezeigt waren und ich den „harten Kern“ mehr oder weniger so heftig vor den Kopf stoßen musste, dass der Kontakt entweder ganz abgerissen ist oder zeitweise lange auf Eis lag. War eigentlich nicht meine Absicht, weil ich gerne gut mit Menschen auskomme, aber wenn ich Nein sage, dann meine ich Nein und reagiere hochgradig allergisch, wenn bei jedem Treffen versucht wird, mir vielleicht doch noch ein Ja aus den Rippen zu leiern und das in eine Art Gehirnwäsche oder Erpressung ausartet. Und wenn mir dann noch aus einem Nein zur Sache ein Strick à la „du magst mich als Person nicht“ gedreht wird, gehe ich bewusst auf Konfrontationskurs. Leider ohne Rücksicht auf Verluste. Das ist weder klug noch diplomatisch und du gewinnst auch keinen Beliebtheitspreis (ich sag nur: „arrogante“ Introvertierte). Andererseits: was willst du mit Menschen, die dich nur mögen, wenn du nach ihrer Pfeife tanzt? Mittlerweile geht mir ein Nein allerdings sehr viel leichter über die Lippen als ein Ja… auch kein Zustand…

      Lieben Gruß
      Anna

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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