Zum Glück hatte Marilyn kein Internet.

Schrieb ich neulich noch, dass mein Alter für mich selten ein Thema ist, weil ich schlichtweg nicht ständig darüber nachdenke, muss ich das nun ein wenig korrigieren. Fühle mich nämlich gelegentlich doch wie ein aus der Zeit gefallenes Fossil. Alle, die keinen Bock auf Text haben, folgen jetzt einfach mal diesem Link, der wunderbar die heutige Art der Selbstdarstellung aufs Korn nimmt: Schatz ich hab ein Bild von deiner Oma gefunden – 2016 u. 2090. Der Rest kann weiterlesen. Ich bewundere Audrey Hepburn, Grace Kelly oder Jane Russell und ich liebe Marilyn Monroe. Ich möchte nun nicht zum platinblonden Männertraum werden, aber Marilyn inspiriert mich aus verschiedenen Gründen in vielerlei Hinsicht.

Stellt sich die Frage: Würde ich Marilyn auch bewundern, wenn sie mich auf Instagram, Snapchat, youtube und auf ihrem Blog an ihrem Leben hätte teilhaben lassen? Morgens ein #nomakeup-Schmollmund, dann ein #healthybreakfast. Im Lauf des Tages ein paar #fromwhereistand-Posts mit Blick hinter die Kulissen und ein paar #meandmyfriends-Bildchen mit den berühmten Kollegen. Auch immer  mit dabei: das #yummy #healthyfood vom #lunch und abends natürlich ein vermutlich etwas alkohollastiges #Duckface und das #cozy-Gedöns auf Satin. Dazu gäbe es intime Details, gerne auch mit entsprechenden Bildern garniert, denn Marilyn hätte viel zu erzählen gehabt. Und viel zu zeigen. Selbstverständlich hätte sie auch den einen oder anderen Seelenstriptease hingelegt, denn die seelenkatergebeutelte Marilyn hätte vermutlich und verständlicherweise auch immer mal wieder ihre traumatische Pflegefamilien-Vergangenheit thematisiert. Oder darüber sinniert, wie frustrierend es für sie war, permanent das „blonde Dummchen“ geben zu müssen, weil das nun mal der Kunstfigur entsprach, die sich so gut verkaufte. Vielleicht hätte Marilyn uns zwischendurch auch immer mal wieder ein paar Produkte ans Herz gelegt, etwa #chanelno5, ihre neuen #valentinoshoes oder ihre eigene Schmuckkollektion.

Ich bin froh und dankbar, dass weder Marilyn noch andere Ikonen dieser Zeit zum gläsernen Social-Media-Clown werden konnten. Denn so ist es mir möglich, sie weiterhin bewundern und respektieren zu können. Und genau das ist bei diesen gläsernen Social-Media-Menschen mit Drang nach Höherem schlicht nicht mehr drin. In ihrem Wahn, die bisherigen Fans bei Laune zu halten und fortlaufend neue zu horten, haben sie was von einem Hirsch, der dem gerade auf die Pirsch gehenden Jäger mitten vor die Flinte springt und röhrt: „Hallo mein Schatz, du möchtest mich erlegen? Aber gerne doch. Soll ich mich hinlegen oder ist’s dir im Stehen lieber?“

Finde es ehrlich gesagt nicht besonders reizvoll, in einer Tour mit unverpackten Geschenken zugeschüttet zu werden und darum ist dieser Informations-Overkill auf verschiedensten Kanälen einfach nur noch lästig und unnötig. Warum jede Banalität mit der Öffentlichkeit teilen und intimste Details mit chirugischer Präzision aufbereiten? Wer braucht das? Wo ist da noch Raum für Phantasie? Keinen Deut sympathischer ist es, andere für ein paar Klicks, Likes oder die Quote in die Pfanne zu hauen.  Auch wenn das mittlerweile gang und gäbe ist – das Fernsehen macht’s ja schließlich mit einem Dauerfeuerwerk des nie enden wollenden Schwachsinns vor. Ich sage nur: Dschungelcamp (10.Staffel), Germany’s next Topmodel (12.Staffel), Bauer sucht Frau (13.Staffel) oder Big Brother (12 Staffeln). Es ist zum Heulen. Und natürlich nicht zu vergessen die vermeintlich charmanteste und menschlichste aller Lästertanten, die … ähm… der sich seit 2012 in der nun 6. Staffel durch die Shopping-Malls des Landes lästert: Gudio Maria Kretschmer. Lästern mit… Stil?

Ich versteh es nicht. Mag ja sein, dass das zu Anfang recht witzig oder unterhaltsam ist. Jeder muss irgendwann mal Dampf ablassen und ich selbst zündele auch ab und an mit Ironie. Aber dauerhaft? Warum sollte ich  mich über ein Stirnrunzeln hinaus mit Menschen beschäftigen, die sich grundsätzlich nur mit der verbalen Kettensäge durchs Gehölz kämpfen? Und wo um Himmels willen ist der Spaßfaktor, wenn andere für die Quote niedergemacht werden? Bin ich wirklich so ein armseliges Würstchen, dass ich Menschen ständig zum Wurm machen muss oder Gefallen daran finde mitzuerleben, wie andere verbal in die Tonne getreten oder mit Insekten überschüttet werden? Geschmack ist wie Arsch auf Eimer- es passt oder es passt nicht. Für mich passt diese Form der Unterhaltung nicht. Sie macht mich krank. Was vielleicht tatsächlich daran liegt, dass ich, wie eingangs erwähnt, ein aus der Zeit gefallenes Fossil bin. Ein Fossil, das sich in nächster Zeit mal wieder verstärkt echten Büchern widmen wird und das nicht nur, weil es mir bei diesem Fernsehprogramm zu mühsam ist, die wenigen Nadeln im Heuhaufen zu suchen.

Übrigens: Marilyn schrieb tatsächlich – allerdings waren ihre Texte lange Zeit nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Zumindest nicht, bis 2010 „Tapfer lieben“ (Fragments) veröffentlicht wurde, in dem sich einige ihrer persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe befinden. Die persönlichen Aufzeichnungen wurden  ausgerechnet dort „gefunden“, wo sich Marilyn sicher fühlte – im Appartment von Lee Strasberg, der nicht nur ihr Schauspiellehrer, sondern zugleich auch ein Freund und Mentor war. Strasbergs dritte Frau Anna – nicht persönlich mit Marilyn bekannt- gab in einem Interview zu Protokoll: „Marilyn hat Lee alles hinterlassen, weil sie ihm vertraut hat.“ Und Anna Strasberg war es, die Marilyns Aufzeichnungen für die Öffentlichkeit zugänglich machte. „Aus großer Liebe für Lee und großem Respekt für Marilyn heraus“, so ihre Begründung.

Das Buch habe ich mir bestellt – alleine schon wegen des Covers. Über das Vorwort hinaus habe ich allerdings noch nichts gelesen, weil es sich anfühlt, als würde ich in einem fremden Tagebuch blättern. Vielleicht schaue ich irgendwann  mal rein. Vielleicht auch nicht…

marilyncover

 

[Beitragsbild: gratisography, Buchcover: „Tapfer lieben“ (Fischer Verlag)]

47 Kommentare zu „Zum Glück hatte Marilyn kein Internet.

  1. Ich zähle mich auch zu dem“ aus der Zeit gefallene Fossil“. Dschungelcamp und co ist mir ein Graus. Da lese ich lieber ein gutes Buch und lasse mein Kopfkino laufen. …und Marilyn Monroe ist und bleibt eine Ikone der wir Frauen viel zu verdanken haben. Ich denke, hätte es all diese Frauen nicht gegeben, würde das heutige Frauenbild sicherlich anders aussehen…
    Liebe Grüsse
    Veronica

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    1. Da bin ich ganz bei dir. Gutes Buch und Kopfkino. Oder aber einen guten Film, der noch Raum für Phantasie lässt. Alles andere ist mir zu plump.

      Und die Schauspielerinnen damals… Marilyn Monroe, Audrey Hepburn, Grace Kelly, Jane Russell oder auch Sophia Loren u. Brigitte Bardot, jede auf ihre Art eine tolle u. inspirierende Frau. Aber wie gesagt… vielleicht ist es gut, dass sie nie die Chance hatten, sich so dermaßen zum Clown zu machen. 😉

      Lieben Gruß!

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  2. „weil es sich anfühlt, als würde ich in einem fremden Tagebuch blättern. Vielleicht schaue ich irgendwann mal rein. Vielleicht auch nicht…“
    Dieses Gefühl teile ich voll. Wenn es Raum für Fantasie und Geheimnisse geben soll, dann muss man diesen auch freihalten.
    Aber hab‘ auf jeden Fall viel Freude an dem nixenhaften Cover!
    Herzliche Grüße von Sieglinde, die ja nun tatsächlich ein aus der Zeit gefallenes Fossil ist …

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    1. Das hast du schön gesagt und es ist so wahr: Der Raum für Phantasie u. Geheimnisse muss freigehalten werden. Wo bleibt denn sonst der Zauber? 😉

      Lieben Gruß, du aus der Zeit gefallenes Fossil. 😉

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  3. Moin Anna,
    da wäre der Mythos doch gar nicht erst entstanden wenn die damals schon Internet und Social Media gehabt hätten 😊
    Das hast du wirklich schön zusammen gefasst.
    Hast du bei den heutigen Sternchen auch nur einen dabei den du so bewunderst wie Marilyn? Bestimmt nicht ich nämlich auch nicht, alle die mir in den Kopf kommen sind bei den Damen schon jenseits der 50, also schon Stars gewesen vor dem Internet und von denen die da heute grad so 20+ sind hab ich nicht mal einen Namen oder ein Gesicht dazu 😎 Ich würd ja sagen Pech für die Neuzeitinternetstars, die werden nie ein Mythos sein und schneller vergessen sein als sie brauchten um ihr Bildchen mit Hashtags zu verzieren 😁

    Lg Aurelia

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    1. Da sagst du was… Social Media hätte das vermutlich im Keim erstickt oder die Blase wäre irgendwann geplatzt. Und jetzt hatte ich seit gestern Abend, über eine Antwort nachzudenken und ich habe keine. Nein, es gibt keine Schauspielerin, die es (für mich) inspirationstechnisch mit Marilyn aufnehmen kann. Klar, Meryl Streep mag ich wirklich gerne, Emily Blunt auch. Aber mir Bücher über die beiden kaufen oder Poster an die Wand hängen? Nein. 😉

      Und ich muss gerade sehr lachen über deinen letzten Satz. So wahr… 😎

      Lieben Gruß!

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  4. Wie schön dein letzter Absatz doch ist, ich würde es wahrscheinlich auch nicht lesen. Ich liebe Marilyn auch ❤ 🙂

    Wünsche dir einen angenehmen Abend Anna 🙂

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    1. Danke. Und das wird wahrscheinlich wirklich das einzige Buch werden, das ungelesen im Regal steht – allerdings so, dass ich es jeden Tag vor Augen habe. 😉

      Lieben Gruß!

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  5. Ein interessanter post. Da weiß ich mal wieder, weshalb ich kein Fernseh gucke und nur in Ausnahmefällen Biografien lese. Ersteres ist oft so niveaulos, dass ich einfach nicht darüber lachen kann und mich nur zu Tode langweile. Und Biografien sind wahrscheinlich entweder falsch, geschönt oder mit Dingen versehen, die nicht für die breite Öffentlichkeit gedacht sind.
    Danke für so viel weise Worte in der Oberflächlichkeit des www. Auch wenn nicht alles Tiefgang haben muss, so müssen wir auch nicht alles zeigen. Vielleicht bin ich dann weniger interessant oder Social Media-tauglich. Aber ich bewahre mir meine Privatsphäre. Ein hohes Gut in gläsernen Zeiten.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Glaube, ich habe früher so viel Fernsehen geschaut, dass es für ein Leben reicht. Angefangen von Biene Maja, Heidi, Captain Future und Sindbad über die ZDF-Weihnachtsserien bis hin zu McGyver, Ein Colt für alle Fälle, Trio mit 4 Fäusten, Denver Clan und was weiß ich. Eigentlich ein Wunder, dass ich bei dem Fernsehkonsum überhaupt lesen u. schreiben gelernt habe – andererseits gab’s ja „damals“ (OMG… Fossil! Ich sag’s ja!) auch nur den jeweiligen Sendezeitpunkt (der, weil eben nicht beliebig wählbar noch besonders war) und sonst keine Möglichkeit, sich mit youtube oder ähnlichem die Kante zu geben. *g*

      Und nee, wir müssen nicht alle ständig mit unserem (hoffentlich vorhandenen) Tiefgang hausieren gehen, Aber was daran reizvoll ist, über jeden quersitzenden Furz von irgendjemandem informiert zu werden, der nicht der Dalai Lama ist, das erschließt sich mir nicht. Und ich bin auch immer wieder darüber erstaunt, für wie wichtig man sich selbst halten kann, aber gut, das ist ja auch meine persönliche Baustelle und da ist meine Meinung nicht maßgeblich. 😉

      Lieben Gruß!

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  6. Stimmt Anna. Vielleicht gefällt es mir deshalb nur Blogs zu lesen. Und zwar Die die ich mir aussuche. Ich will gar nicht alles wissen, schon gar nicht über Stars.Verstehe Deine Probleme mit dem „Tagebuch“ und finde das sehr schön. Aber dass Du hier über Guido meckerst…. also weisste…. den mag ich ja gern.;) Bin glaub neidisch auf seinen Job bei SQ, das würd ich auch mal gern machen, grins. Ja ich guck das. Huch ich guck echt manchmal TV . Jap. Und ich steh dazu 😉 SQ holt mich in der Mittagspause runter, ja ich hab so spät Pause obwohl ich um 7 anfange und es hält mich bei Laune für den Rest des Tages. Menschen können nämlich soo anstrengend sein. Abends dann lieber ausgesucht Netflix.
    Ich wünsche Dir einen tollen Dienstag, liebe Grüße Tina

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    1. Oh ja… „meine“ Blogs suche ich mir mittlerweile auch sehr genau aus. Habe den Feedreader kürzlich erst wieder aufgeräumt. Ich will ja weiß Gott auch nicht nur diese Schickimicki-Lifestyle- oder „Heile Welt“-Blogs, aber wenn ich regelmäßig schlechte Laune bekomme, als Mülleimer missbraucht werde oder das Gefühl habe, manipuliert zu werden, dann bin ich weg.

      Hey, ich „meckere“ nicht nur über Guido, sondern über das Format an sich – wenn ich überhaupt meckern darf. Habe die Shopping Queen irgendwann schließlich selbst mal ein paar Folgen lang gesehen und hatte Spaß dabei. Bis ich dann keinen Spaß mehr hatte, weil es mir (ziemlich schnell) langweilig wurde. Aber Guido ist in der SQ schon ein Phänomen… lästern und dafür vergöttert werden? Sogar von denen, über die er lästert? Faszinierend. Ich will das auch können. 😎

      Lieben Gruß!

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      1. Ach jeh weisste was mir grad so richtig bewusst wird? Ich läster auch gern! Nein oder…. ich bin doch eigentlich tolerant, so jeder wie er will und ist echt auch so, aber wieso unterhält mich der Guido so gut?
        Liebe Grüße Tina

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        1. Tina, ich lästere nie. Mir sind meine eigenen schrägen Verhaltensweisen sehr bewusst und demzufolge fallen sie mir auch bei anderen auf. Also halte ich manchmal mit einer Vertrauensperson Rücksprache, um zu überprüfen, ob die das auch so sieht. 😎

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  7. Gudio Maria Kretschmer? Ich dachte, der macht was mit Mode. Ich habe ihn letztes Jahr beim Semperopernball als Moderator gesehen und fand ihn etwas überfordert. Aber gut, ist ja alles Geschmackssache.

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  8. Darüber habe ich noch nie nachgedacht… jetzt tue ich es. Was für eine Vorstellung: Marilyn auf Instagram 🙂 Herrlich.
    Ich gebe Dir Recht- zu viel Schrott ziehen wir uns rein. Bei Guido muss ich widersprechen, denn den mag ich sehr. Auch, wenn er lästert. Aber in Geschickt eingefädelt war und ist er einfach ein Schätzchen. Shopping Queen habe ich nicht gesehen.
    Ich konsumiere hin und wieder solche Sendungen, meist jedoch schauen wir Serien. Gute Serien. Schöne Serien (Downton Abbey… ). Und dazwischen stecke ich die Nase in ein Buch.
    Liebe Grüße Bine

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    1. Ich mag Guido auch – also irgendwie. Wobei ich dir nicht mal sagen kann, warum das so ist. Und das bezog sich wirklich nur auf die Shopping Queen, andere Sendungen mit ihm habe ich noch nicht angeschaut. 😉

      Bin ja (außer Sex and the City u. Ally McBeal) nicht so der Serienfan, aber zu Weihnachten lag Mr. Selfridge unter dem Baum (okay, ich habe ihn mir gewünscht *g*) und die Serie mag ich sehr. Tolle Schauspieler, wunderbare Kostüme und endlich mal wieder was, was ich nicht schon 1000x gesehen habe und worauf ich mich freue. 😉

      Lieben Gruß!

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        1. Muss gerade lachen, dass wir da wieder (wie auch bei Elizabeth von Arnim) auf einer Wellenlänge liegen. 😉 Ich kann dir gar nicht genau sagen, wer oder was mir da am besten gefällt – aber da stimmt einfach das Gesamtpaket: die Idee, die Umsetzung und natürlich die Besetzung.

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  9. bevor ich über den inhalt rede – das ist ein sensationeller text – daahlin´!
    tolle wortdrechseleien ❤
    ob du es glaubst oder nicht – ich habe noch nie eine dieser sendungen gesehen. ich lese auch all diese zeitungen/zeitschriften/blogs etc. nicht. ist wohl wie mit dem industriefrass – mein unterbewusstsein (meine 1000 jahre alte seele?) lehnt das alles ab bevor ich auch nur drüber nachdenken kann mich damit zu beschäftigen……….
    obwohl ich selbst gerne lästere – ha! – aber natürlich immer auf höchstem niveau mit feinen kulturhistorischen querverweisen. versteht dann nur keiner mehr ;-P
    das marilyn buch zu lesen würde ich mich auch nicht ohne weiteres trauen – dazu geht mir schon zu nah was ich ohnehin über sie weis. vll. sollte man das gemeinsam lesen, in einem mini-fan-camp 🙂
    xxxxxx

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    1. Danke. ❤

      Ich bemühe mich ja, mir erstmal meine eigene Meinung zu bilden und Zeug nicht voreingenommen in eine Schublade zu packen. Also habe ich vom aufgezählten Kram tatsächlich ein paar Folgen mit Guido angeschaut und vom Rest kurz in eine Folge reingezappt – einmal und nie wieder. 😉

      @Marilyn: das ist es, es geht mir zu nah. Gibt (nun auf nicht ganz so dramatischem Niveau) so einige Parallelen und es fühlt sich einfach falsch an, in den Aufzeichnungen zu blättern, die nicht für die Öffentlichkeit bestimmt waren. Und ich bin ja nun auch kein Engel u. kann (u. muss zur Seelengygiene) auch mal vom Leder ziehen, ehe ich platze, aber das nicht im großen Kreis und nur mit einer Vertrauensperson. Alleine die Vorstellung, dass das oder andere private Dinge dann mal ausgequatscht werden (aus übergroßem Respekt heraus *räusper*), ich glaub, da könnte ich echt unfei werden. Wenn ich das noch mitbekäme.

      Lieben Gruß!

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  10. Ich darf dann hier endlich mal gestehen, noch NIE Shoppingqueen geguckt zu haben. Aber ich gucke ganz selten Sendungen. Was mir nicht gefällt, das guck ich mir nicht an. 🙂 Von MM hatte ich schon als Teenie ein Poster im Zimmer und wenn ich in NY am Lee Strassburg Institute vorbeilaufe, das auf dem Weg zu meinem Hotel liegt, und einen Probenraum nach MM benannt hat, dann bekomme ich immer Gänsehaut. Das gibt mir was…anderen vielleicht nüschte. Aber das muss es auch nicht….LG Sabina

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    1. So halte ich das auch: was mir nicht gefällt, schaue ich nicht (mehr) an, auch auf die Gefahr hin, dass ich nie mitreden kann, wenn das Fernsehprogramm zur Sprache kommt. 😉

      Da hätte ich auch Gänsehaut….

      Liebe Grüße!

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  11. Na, endlich mal wieder ein „Fossil“, das ein gutes Buch (oder auch zwei) zu schätzen weiss! Ich selber finde, dass Dschungelcamp und Co. absolute Volksverblödung und zudem Zeitverschwendung sind.
    Ich lese etwa 100 Bücher pro Jahr und komme daher auch kaum zum fernsehen, habe allerdings auch nicht das Gefühl, was zu verpassen.
    Marilyn ist jetzt nicht so mein Fall, Audrey hingegen vergöttere ich. Würde sie heute noch leben, hätte sie mit Sicherheit einen Instagram-Account….und würde Duckfaces und Spiegelselfies verachten.
    Ja, wir werden dank diesem Internet tagtäglich von allen Seiten mit Informationen zugeschüttet, die wir gar nicht brauchen. Und das kann nerven. Aber dafür gibt es eine Lösung: Einfach mal offline sein! ….und zum Beispiel ein gutes Buch lesen.

    Herzliche Grüße von
    Kerstin

    P.S. Ich sitze übrigens gerade an einem Beitrag über Whatsapp. Das kann RICHTIG nerven und gestern war bei mir das Ende der Fahnenstange erreicht…

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    1. Bei dem Leseprogramm bleibt in der Tat wenig Zeit fürs Fernsehen. Besser ist es. 😉

      Regelmäßige Auszeiten vom Netz sind (für mich) extrem wichtig, um seelisch nicht zu kollabieren. Kämpfe gerade sehr mit mir, welche sozialen Netzwerke ich weiterhin nutzen werde, aber wenn es nicht nur privat ist, musst du halt mehrmals überlegen. Und ich verrate dir was: ich habe kein Whatsapp. Ich weigere mich nämlich schlichtweg, rund um die Uhr erreichbar zu sein. 😎

      Lieben Gruß!

      P.S: Aber auf deinen Post bin ich gespannt!

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  12. Moin, hier ist noch ein Fossil! Diese ganzen Hashtags gehen an mir vorbei, und Dschungelcamp und Co. haben mich nie interessiert. Allerdings gestehe ich, dass ich mir mal ein Buch von Herrn Kretschmer bestellt und auch teilweise gelesen habe. Wobei mir das „teilweise“ dann gereicht hat. Zu Whatsap, Twitter, Facebook und Co. konnte ich mich immer noch nicht durchringen, obwohl ich tatsächlich ab und an bei Instagramm rein linse, wenn mich die Dekowut überkommt. Und alles über die Stars (alle???) möchte ich auf gar keinen Fall wissen. Wozu auch?
    Danke für diesen Post!
    Ursel

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    1. Social Media geht an mir momentan auch voll vorbei – wenn ich überhaupt was nutze, dann Instagram, weil ich „hübsche oder motivierende Bildchen“ anschauen möchte. Derzeit sind das vor allem Fitnessaccounts, um meinem Schweinehund in den Hintern zu treten und das… äh… wirkt ziemlich gut. Aber ich werde das verbloggen müssen, weil es auch ein bisschen frustrierend ist, diese Sportpüppchen zu sehen. *seufz* (In mir schlummert ein ausgewachsener Masochist, es ist schlimm.)

      Und obwohl ich Marilyn wirklich vergöttere und auch ein Faible für die alten Stars (die die Bezeichnung wirklich verdienen) habe, ist mir dieser Starkult eher fremd. Ins Restaurant gehen, um „Promis anzuschauen“? Nee danke. Stelle mich lieber an die Pommesbude. 😉

      Lieben Gruß!

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  13. Ooooh, hiermit bekenne ich mich auch zu einem absoluten „Fossil“.
    Gerade erst vorige Woche „Frühstück bei Tiffany“ mit Audrey Hepburn geguckt. Tja, damals musste so eine „Ikone“ wirklich noch Schauspielern können.
    Und diese Filme haben alle ihren eigenen Touch. Es war ein anderes Hollywood. So, wie in dem Song von Waterloo „Das war Hollywood von Gestern“. Eine Scarlett o’Hara samt Rhett Butler aus „Vom Winde verweht“ findet man einfach nicht mehr.
    Aber eines sollte ich auch erwähnen. Hätte es damals schon Instagram plus Social Media Konsorte gegeben, so wären diese grandiosen Personen niemals zu den Ikonen aufgestiegen, die sie heute sind. Wenn ich mir vorstelle, dass eine Paris Hilton in diversen Filmen ihr Schauspieldebüt gab, dann gruselt es mich den Rücken runter.
    Und dann noch die diversen (sie nennen sich Stars *kotz* )Youtubestars. Platinblonde, aufgespritzte Silikonweibchen, die sich auf Youtube präsentieren. Jawohl, das hat die Welt gebraucht…..
    Hupps, jetzt rede ich mich in Rage…wo war ich eigentlich?
    Achja. -> Shoppingqueen mit Guido habe ich früher gerne geguckt. Aber irgendwie ist da auch die Luft raus. Und jaaaa ich gebe es zu, ich liebe auch Trashserien wie „Sex and the City“ seit die erste Folge. Momentan gucke ich jede freie Minute die Serie „The Tudors“ *rotwerde*. Die Serie hat mich irgendwie in ihren Bann gezogen.
    Gestern sogar bis 3 Uhr früh.
    Liebe Grüße
    Nila.

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    1. Trash?! Du bezeichnest Sex and the City als Thrash?! *Schnappatmung* Hömma, das ist Kult! Und Frühstück bei Tiffany ist großartig, muss gestehen, dass das überhaupt mein liebster Film mit Audrey ist. Wobei es schade ist, dass sie ihr so eine piepsige Synchronstimme verpasst haben, im Original hat sie eine richtig tolle Stimme. Und die Tudors mag ich auch, habe mir die Serie sogar mal auf DVD zugelegt, weil ich sie sonst nicht sehen kann. *hüstel* Ich muss die gruseligen Szenen (F*olterkeller) nämlich vorspulen, sonst wird das nix mit mir und den Tudors. 😛

      YouTube… pfft… für das, was es zu den „Stars“ zu sagen gibt, leite ich mal direkt zu ZDF_neo und Jan Böhmermann weiter (sehr sehenswert!): Tom Beck und andere You Tube-Manager

      Lieben Gruß!

      P.S: Wenn du die Tudors magst, schau dir mal „White Queen“ an. Quasi der Tudor-Vorläufer, basiert auf den Büchern von Philippa Gregory und ist schon alleine wegen Janet McTeer sehenswert! Ist aber halt wesentlich unblutiger als die Tudors, das muss man mögen.

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      1. Huhu Anna
        *Kicher* seit ich in Irland in dem Gefängnis war, in denen sie für „The Tudors“ die Folterszenen gedreht haben, gucke ich sie mir sehr interessiert an.

        Mittlerweilen bin ich fertig damit. Eindeutig war Staffel 2 mit Ann Boleyn die beste. So, jetzt habe ich noch Reign durch (wobei mir diese Serie erst am Mittel Staffel 1 zugesagt hat) und dein Tipp „The White Queen“ war auch genial.
        So, lol jetzt drehe ich Däumchen und brauche eine neue Serie. irgendwelche Tipps meine LIebe? ❤
        Ganz liebe Grüße von Nila mit 2 rechteckige Fernsehaugen

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        1. Du schaust dir diese Szenen sehr interessiert an?! Oh nee… ohne mich. Ich habe das einige Male versucht, weil ich mich „abhärten“ wollte, aber es hat nicht funktioniert. Bin und bleibe diesbezüglich eine Lusche, aber immerhin kann ich mir mittlerweile „Herr der Ringe“ anschauen, ohne zwischendurch wegschauen zu müssen. Mehr ist nicht drin. 😎 Sonst bin ich bei dir – die 2.Staffel der Tudors war auch mein Favorit. Und bei der „White Queen“ hoffe ich sehr auf die Fortsetzung, die ja nun wohl doch gedreht werden soll. Blöd nur: die Bücher von Gregory sind relativ schwach. Aber vielleicht lässt sich da ja noch was retten.

          Serien-Tipp habe ich leider nicht für dich oder interessierst du dich für die Geschichte von Mr.Selfridge? Die kann ich auch guten Gewissens empfehlen. Und das wären dann auch alle Serien gewesen, die ich in den letzten Jahren gesehen habe. Ich bin ja gar kein Serienjunkie. 😛

          Lieben Gruß! ❤

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  14. Naja, aber der Guido lästert doch zumindest sehr charmant! Und ich finde, der geht auch nie unter die Gürtellinie. Ausserdem mag ich, wie der sich selber manchmal auf den Arm nimmt!
    So. Und jetzt zu den Biografien. Ich hab noch nicht eine einzige gelesen. Weil ich dieses doch leicht Nebulöse, das diese „alten“ Stars umgibt, wahnsinnig gerne leiden mag und es bei diesem Angedeuteten gerne belassen möchte. (Ausserdem entsprachen diese Menschen der Definition des Wortes „Star“ wirklich noch! Denn ein Star ist „eine prominente Persönlichkeit“, ne? Und die Persönlichkeit, die suche ich bei den meisten der heutigen „Stars“ leider absolut vergeblich…..!). Ich möchte gar nicht alles so en detail wissen, möchte dem Vagen und Diffusen seinen Platz lassen. Das macht einen Menschen für mich nochmal so interessant!
    Und dann diese un-säg-lichen Fernsehformate! Ich frage mich seit jeher und bis heute: Wer guckt sich diesen Sch…. eigentlich an?? Wer erträgt es stundenlang mitanzusehen (immer noch unterbrochen von ellenlangen Werbepausen!), wie sich gewisse Menschen erblöden, jeden hirnverbrannten Mist mitzumachen, nur um irgendwie in die Medien und an die Öffentlichkeit zu gelangen? Das verlangt doch nach einer gehörigen Portion Masochismus, sich so durch die Kacke schleifen zu lassen, und DAS übersteigt meine Vorstellungskraft nun wirklich bei weitem…..(und meine Schmerzgrenze sowieso….). Bin ja schon völlig angenervt, dass jetzt auch diese Immobilienmaklerin mit dem herrlichen ostdeutschen Dialekt, (die immer in bunten Gummistiefeln durch die Gegend rennt!) und die ich bis jetzt sehr sympathisch fand, in der nächsten Staffel „Dschungelcamp“ mitmischt. Verdammt, das war’s dann mit „Mieten-Kaufen-Wohnen“, schluchz…..
    Yep, ich muss mir eingestehen: Ich bin ein Fossil. Fossiler geht kaum……
    Herzlichste Grüsse! Und merci, ich fühl mich jetzt grad gar nicht mehr so alleingelassen mit meiner Phobie vor solchen Formaten……. ;oD

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    1. Ja, ja, ja… der Guido ist schon sympathisch, weil er eben trotz allem Herz hat (und es auch zeigt) und sich auch selbst durch den Kakao zieht. Menschen, denen jegliche Selbstironie abgeht, schätze ich ja so sehr wie der Teufel das Weihwasser. Habe darum auch für einen Moment überlegt, ob ich Guido überhaupt in einem Atemzug mit dem Restkram nennen kann, aber letztendlich geht’s ums Lästern für die Quote und deswegen passt es dann doch. Hoffe, dass mir der Herr K. das verzeiht. 😉

      Mit der „Persönlichkeit“, da sagst du was. Nur: wo soll die herkommen, wenn wir doch alle „perfekt“ sein und ins Raster passen wollen? Ob Optik, Verkaufs- od. Vermarktungsstrategie (sex sells) und Präsentation (sex sells)… es ist so einheitlich, öde und vorhersehbar. Schnarch. Und bei den männlichen „Stars“ isses irgendwie auch nicht besser. So aufgepumpt und/oder in Form gegossen wie sie sind, so stromlinienförmig sind sie doch auch meist. Keine Ecken, keine Kanten. Austauschbar. Nichts, womit ich mich gedanklich länger beschäftigen möchte – aber gut, das dürfte auf Gegenseitigkeit beruhen. 😎

      Herzlichen Gruß!

      Nachtrag: Der schlimmste aller „Stars“ ist für mich übrigens dieser kleine Hochleistungsroboter aus dem Schlager-Bereich. Ich ziehe echt und ernsthaft meinen Hut vor dem, was diese Frau leistet – Knochenjob. Aber diese zur Schau getragene Perfektion ist beinahe unmenschlich.

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      1. Dat Heleeensche?? Ouuuuu. DAS ist ja ein Reizthema für mich! OhGottohGott…..Die ist so aalglatt, da schaudert mir. Da mag sie leisten, soviel sie möchte…… Menschen wie sie kann ich irgendwie einfach nicht ernst nehmen, da hab ich immer, immer das Gefühl: Das ist alles nur ein Teil der Show. Durchchoreographiert dieses Leben, bis ins klitzekleinste Detail. Brrrrr……
        Yep. Ich mag auch viel, viel lieber kantige, echte Typen. Da weiss man, was man hat.
        Schönen Tag noch!

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  15. Ich stelle mir gerade vor, dass Marilyn und Audrey ihren Lebensmitteleinkauf im Walmart per Insta-Stories in die Welt rausposaunen und anschließend ein Schminkvideo auf YouTube hochladen. Damit ist ja wohl alles gesagt, oder?
    Für das Dschungelcamp fehlt nur die Lebenszeit. Biografien lese ich allerdings gern. Allerdings nur politische Biografien. Die liebe ich. Eine der besten, die ich jemals las, ist die von Jehan Sadat.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Walmart? Sach ma…weißt du denn nicht, dass Audrey nur zu Tiffany geht? *kopfschüttel* Was die Biografien angeht: ich lese gerne Bücher mit biografischen Häppchen und wenn mich eine Person wirklich, wirklich interessiert, dann auch die Biografie. *hüstel* Muss leider zugeben, dass das neben Marilyn u. Audrey auch J.K.Rowling, Jackie O oder Coco Chanel waren und dass ich erstmal nach J. Sadat googlen musste. *seufz* Sicher, dass du ne Modebloggerin bist? 😎

      Lieben Gruß!

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  16. „Warum sollte ich mich über ein Stirnrunzeln hinaus mit Menschen beschäftigen, die sich grundsätzlich nur mit der verbalen Kettensäge durchs Gehölz kämpfen?“

    Göttlich dieser Satz, der ganze Artikel ist genial! 🙂

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