Ich detoxe, also bin ich?

Es kommt, wie es am Jahresanfang immer kommt: Reader und Newsfeed spucken im Sekundentakt Posts der Kategorie „Werde leichter als eine Feder und lasse alles los, was dich beschwert – also Krempel, Seelenballast, Darminhalt“ aus und das stresst mich. Weil ich derzeit lieber horten möchte – vor allem Bücher und Kalorien. Gestern gab es hinsichtlich der Kalorien einen Tiefpunkt, für den ich nichts kann, weil ich Opfer meiner Hormone war und bin und immer sein werde. [Randnotiz: Ja, das ist so und nein, das ist nicht immer nur eine blöde Ausrede. Es gibt einfach Tage, an denen es absolut unbefriedigend ist, nur an einem Möhrchen zu knabbern und morgens warmes Ingwerwasser zu süffeln. Bei mir sind das an die 365 Tage im Jahr – das allerdings ist in der Tat eine blöde Ausrede, könnte schließlich auch Sellerie knabbern und warmes Zitronenwasser trinken.]

Dabei fing es so gut an, denn gestern Morgen war ich noch extrem guter Dinge, sehr Detox-willig und nach einer leichten Frühstücks-Obstschale schwer im „Ich bin eine Feder, yeah!“-Modus. Angefixt durch diverse „Detox your life“-Posts habe ich meinen November-Vorsatz aus dem alten Jahr ins neue Jahr gezerrt und reanimiert. Idee: Ein bisschen an der Ernährungsschraube drehen und nen Tick basischer essen. Unter uns: Basisch essen klingt doch sehr viel besser und deutlich undogmatischer als vegan inspiriert, oder? Es ist nämlich so, dass ich einfach nur essen will – und nicht darüber diskutieren. Doch während vegan für Schnitzelliebhaber und Wurstersatzhasser irgendwas zwischen rotem Tuch, Ohrfeige und persönlicher Beleidigung ist, ist basisch die unsichtbare Eisenfaust im hübsch verzierten Samthandschuh. Weil nur wenige wissen, was es bedeutet.

Könnte natürlich auch schreiben, dass ich bei angepeiltem Verzicht von Fleisch- und Milchprodukten einfach mehr Gemüse und  Obst in mich reinstopfen möchte, aber mal ehrlich: Welcher ernstzunehmende Blogger schreibt denn das?! Ich habe neulich zugegeben, dass ich kein WhatsApp besitze und heute meinen Anrufbeantworter verteidigt, weil der für mich eben keine aussterbende Spezies ist. [Meine Handynummer bekommt schließlich nicht jeder und reden möchte ich auch nicht mit jedem, schon gar nicht zu jeder Tageszeit, sondern nur dann, wenn es mir in den Kram passt- also brauche ich einen zwischengeschalteten Bodyguard. Jajaja… wenn das die Karma-Polizei liest, bin ich am Ar… äh… geliefert, ich weiß. Aber das ist ohnehin nur die Spitze des Eisbergs.] Die Leser von Lifestyle-Blogs und ebensolchen Zeitschriften dürften außerdem bei der oben erwähnten „Frühstücks-Obstschale“ zusammengezuckt sein, weil schließlich jeder weiß, dass das Teil mittlerweile „Bowl“ heißt! Also eigentlich auch Schüssel, aber eben … ähm… ach was weiß ich. Man möge es mir daher bitte nachsehen, dass dieses im Lifestyle-Bereich weit verbreitete Bullshit-Bingo nicht spurlos an mir vorgeigeht, denn irgendwann isses auch mal gut und selbst ich habe meinen Stolz, Himmelherrgottnochmal. Also esse ich nicht einfach nur mehr Obst und Gemüse und reduziere Süßkram und anderes Zeug, sondern… na siehe oben. Basisch und so.

Gut, wo waren wir? Ah ja… ich bin eine Feder. Habe also gestern einen fantastischen und extrem gemüselastigen Einkaufszettel geschrieben, bis zum Nachmittag auch sowas von gesund gelebt – und mir dann um 18 Uhr eine Pizza in den Ofen geknallt. Nein, die war nicht selbst gemacht. Industriell hergestellter Tiefkühlfraß – wenn schon sündigen, dann richtig, alles andere ist Kinderkack. Doch damit nicht genug: es handelte sich nicht um irgendeine Pizza, sondern um eine Pizza Hawaii! Hawaii! Diese unsägliche Kreation, bei der zusammgefügt wird, was im Leben nicht zusammengehört und was niemals, aber auch niemals auf einer Pizza landen sollte, die ihren Namen verdient hat! Aber ich verrate euch was: Es war gut und ich bereue nichts. Denn wenn ich das bereut hätte, wäre die Pizza noch tausendmal ungesünder gewesen. Das weiß jeder, der genug Ratgeberliteratur gelesen hat. Außerdem sagt Sophia Loren nicht umsonst: „Ich bereue nichts, von Reue bekomme ich Falten.“ Und die Loren ist ja wohl wesentlich inspirierender als ein fanatischer Detoxer.  [Gibt’s das Wort überhaupt? Oder Detoxi?]

Und als wären Fett, Kalorien, Büchsenananasstückchen und Schinkenimitatschnitze nicht genug, musste es gestern auch noch Fruktose sein. Ja, Fruktose. Die volle Dröhnung aus dem Tetrapack. Nach 18 Uhr! Es ist nämlich so: Ungefähr zwei- bis fünfmal im Jahr brauche ich nicht nur eine Tk-Pizza oder einen Flammkuchen, sondern auch Grapefruitsaft. Aber nur Grapefruitsaft und keinen anderen, Orangensaft ist nicht akzeptabel. Dieser Saft-Flitz überfällt mich heimtückisch von jetzt auf gleich. Eben war meine kleine Welt noch in Ordnung, eine Sekunde später denke ich: ich brauche sofort Grapefruitsaft [aber nur 100% direkt gepresst und keinen anderen!], sonst werde ich…Punktpunktpunkt *hier bitte furchtbar melodramatisches Zeug nach Wahl einfügen*. Sobald ich  1-2 Gläser von dem Saft intus habe, ist meine spinnerte Welt dann auch wieder in Ordnung und ich kann ganz normal weiterleben, als wäre ich keine Quartalsspinnerin. Manchmal frage ich mich, was Herr Freud wohl zu diesen Macken sagen würde, aber andererseits… wen interessiert’s? Im Zweifelsfall ist es ein ausgeprägter Selbstzerstörungstrieb [Fruktose am Abend und überhaupt!], kombiniert mit einem noch ausgeprägteren Penisneid.

Aber zurück zu diesem Detox-Ding: Stelle fest, dass das irgendwie nichts für mich ist. Ich möchte – bis auf oben erwähnte Ausreißertage – natürlich gesünder essen, weil ich mich dann einfach besser fühle und infolgedessen auch besser aussehe. Außerdem ist mein Körper ja keine Müllkippe und hat gescheiten Treibstoff verdient. Aber Detox? Wozu? Wenn sich unsere Entgiftungsorgane von der Völlerei zwischen Weihnachten und Silvester in die Knie zwingen ließen, wäre das sicher ein Fall für den Arzt des Vertrauens und nicht für einen Smoothie. Und wie ist es nach Detox-Regeln überhaupt möglich, dass jemand wie Lemmy Kilmister 70 Jahre alt werden konnte? Denn was auch immer der sich reingezogen hat… Smoothies und Ingerwasser standen sicher nicht auf seiner Karte, da hieß es wohl eher: geräucherte oder in Alkohol eingelegte Ware hält sich länger. Gut, das soll nun kein Plädoyer für einen ungesunden Lebensstil werden und ich will weiß Gott nicht zum Lemmy werden. Aber in puncto Detox eben auch nicht zum Lemming.

Stellt sich mir nun die Frage: Wer oder was bin ich, wenn ich nicht detoxe? Sollte mich das in eine Sinnkrise stürzen? Werde darüber nachdenken, wenn ich die anderen Sinnkrisen abgearbeitet habe. Frau muss ja Prioritäten setzen… 😉

zitat-loren

[Beitragsbild: Gratisography, Grafik erstellt m. Pablo by Buffer]

47 Kommentare zu „Ich detoxe, also bin ich?

  1. Also jede Mensch braucht doch so seine Sinnkrise:)))) Schön und alles gesagt. Beim Entgiften denke ich immer an Magenauspumpen…gruselig. Übrigens ist es keineswegs zwingend, dass Menschen mit den Wechseljahren zunehmen. Schokomonster wie ich legen aber in jedem Alter zu. Aber da draußen spucken die abenteuerlichsten Glaubenssätze herum :))))) Deine Tiefkühlpizza-Schwester im Geiste! LG Sabina

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    1. Och lass mal, ich kann gerne ein paar Sinnkrisen abgeben. Wobei… huch…es werden weniger. OMG. Meine Sinnkrisen sind fast alle weg! (Verdammt, wann ist denn das passiert und worüber blogge ich jetzt?) Genau genommen habe ich nur noch diese eine fette Baustelle, mein persönlicher BER. Aber eines Tages… 😎

      @Zunehmen in den Wechseljahren: ich lasse mich überraschen. Aber ich weigere mich mir einreden zu lassen, dass frau ab da zwangsläufig zunehmen muss – wenn das so wäre, dürfte es ja keine schlanken Frauen jenseits der 50 geben und das ist definitiv nicht der Fall. 😉

      Lieben Gruß an dich, du Tiefkühlpizza-Schwester!

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  2. Oh ja, den Detox-Vorsatz kenne ich auch mimimi .. ich arbeite aber jetzt daran kein schlechtes Gewissen zu haben wenn ich nach Gelüsten esse, denn echt, das ist total unnötig. Wenn schon nach Lust und Laune essen, dann bitteschön auch gerne 🙂

    Liebe Neujahrsgrüße ❤

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    1. *g* Ich hatte mich bei zwei Yoga-Detox-Programmen angemeldet. Aber eigentich nur, um mal zu schauen, ob ich mir ein paar brauchbare und leichte Rezepte abschauen kann. Fazit: Einkaufsliste u. Rezeptvorschläge angeschaut – wieder in deinem Blog vorbeigeschaut. Da weiß ich, was ich habe. Und ich weiß, dass es schmeckt. 😉

      Lieben Gruß nach Wien! ❤

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  3. Lemmy!!!!!!! (R.I.P.) Alleine schon dafür, dass sie ihn erwähnt haben macht den Artikel gut 😉 aber mal das beiseite – ich bin immernoch der Meinung, dass man glücklicher mit sich ist, wenn man sich – essenstechnisch – auch mal nimmt, worauf man bock hat, so lange man nicht nur Müll in sich reinschaufelt. Und wenn es halt dann die TK Pizza is…pah! Detox hin oder her…manchmal saufe ich literweise Tee und esse gesunden Kram – manchmal aber auch paar Bier und ne Tüte Chips…ok…Bier jetzt länger nicht wegen des Zwarghes, aber dann halt Schoki 😋

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    1. Wenn ich Lemmy hier nicht erwähne, wann dann? 😉 Und jep, da bin ich ganz bei Ihnen und da wären wir wieder bei der Sache mit dem intuitiven Essen. Denke wirklich, dass einem der Körper signalisiert, worauf er Hunger hat (vorausgesetzt, dass das Essen keine Ersatzbefriedigung oder was auch immer ist) und dass Diäten nichts bringen. Vielleicht sind sie mal der Einstieg in eine gesündere Ernährung, aber mehr auch nicht.

      Lieben Gruß!

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  4. Ach ich dachte schon ich bin allein mit meiner Obstschale :). Ich dachte Du verführst mich jetzt zu eat clean delight, puh bin ich froh, Du detoxt nur… beinahe also vormittags, am abend eher ähm Hawaifood und Vitamin C :))
    Herrlich Anna ich hab so ein Dauergrinsen, geht gar nicht mehr weg.
    Wünsche Dir einen schönen Abend, geniess Deine Pizza, ganz liebe Grüße Tina

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    1. Bei dir gibt’s auch noch ne Obstschale? Tina, du treibst dich zu selten auf Instagram rum. 😛 Und ich detoxe tatsächlich! Aber mental.*g* Ich verpasse mir gewissermaßen selbst eine Gehirnwäsche (auf andere höre ich ja nicht) und immer, wenn ich mich selbst mal wieder in der Luft zerreiße, steuere ich gegen. Das ist das härteste Detox-Programm, das ich je gemacht habe, aber das ziehe ich durch. 😉

      Lieben Gruß!

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  5. Ich hasse diesen Detox Scheiss, oops, sorry. Echt jetzt, pseudowichtiger Unnützkram für die Gelangweiten der Überflussgesellschaft. (Und das schreibt einer, der sich Konsumkaiser nennt, haha).
    Sehr sympathisch, dass du der Pizzerverlockung erlegen bist. Bei mir ist´s ähnlich, nur nicht so oft. Nur jeden 2. Tag 🙂 , und dazwischen gibt´s Chips. Und einmal in der Woche BE-Toxe ich meine Leber mit ein paar Gläsern gutem Wodka in netter Runde.
    Liebe Grüße, KK

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    1. Passt schon, ich seh das ähnlich und „die Gelangweilten der Überflussgesellschaft“ trifft es auf den Punkt.Und wenn ich deinen Kommentar lese… hm… Lemmy wäre stolz auf dich und vielleicht solltest du eine Namensänderung in Erwägung ziehen? 😛

      Lieben Gruß!

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  6. ich lach mich schief!!!
    jetzt wissen wir wie wir schön garstige texte aus dir rausbekommen – einfach mit gesundem essen drohen ;-P
    nun fürchte ich dass ich gar nicht existiere – ich „detoxe“ nämlich auch nicht – auweia!
    allerdings bin ich wohl ernährungstechnisch auf dem weg zur heiligsprechung wenn ich so im supermarkt in fremde einkaufswagen linse……. nur mache ich das eben schon ewig so – weil mir dieser ganze industriefrass noch nie geschmeckt hat. und seit des BWs krankheits-breitseite vor 7 jahren einfach noch intensiver. nützt ja nüscht.
    und wenn man kein tiefkühlfach hat dann kann man sich auch keine fertigpizza reinpfeifen…….simpel oder?
    darauf ein stück schokolade – palmölfrei und ohne glukose-fruktose-sirup 🙂
    xxxxxx

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    1. Oh Mann, der Text ist gar nicht garstig! Insgeheim liebäugele ich ja damit, mich im neuen Jahr an herzerwärmenden Texten zu versuchen, die so flauschig wie eine Wolldecke sind. Ich habe schließlich auch ein Herz… ist nur ein bisschen stacheliger verpackt. 😎

      Wenn du dich mal daran gewöhnt hast, anders zu kochen, dann schmeckt der Industriefraß auch nicht mehr (so richtig). Gut, „an Tagen wie diesen“ ist sogar die TK-Pizza lecker. Habe neulich allerdings in einem Fall akuter Kochunlust eine Spargelcremesuppe in den Topf gehauen. Habe ich früher total gerne gegessen, aber mittlerweile finde ich das nur noch widerlich. Lag schwerer im Magen als alles, was ich je selbst fabriziert habe, aber den Erinnerungstritt in den Allerwertesten hat es wohl gebraucht. 😉

      Lieben Gruß!

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  7. Wie jetzt? TK-Pizza UND Tetra-Saft? Ich weiß nicht, ob ich hier noch weiter kommentieren kann. Das ist so pöse, pöse, pöse! Na, solange du auf Insta nur die Fruit-Bowl zeigst und in Sachen Hawaii bitte nur Strände.
    Aber zurück zum Detox. Manchmal möchte ich den Detox-Jüngern raten, in ihren Hirn mal zu detoxen. Andererseits – da ist vermutlich nix zum detoxen. Ja, das war böse. Sorry. Gehe jetzt schlafen. Quasi online-detoxen.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich kann meine Fruit-Bowl nicht zeigen, die ist peinlich. Apfel, Banane, Tk-Heidelbeeren. Keine Superfoods, kein Schnickischnacki. Und die Schale… äh… Bowl ist nicht mal von Greengate. Es ist hoffnungslos, unter den Lifestylern bin ich die Planschkuh unter Gazellen, da hilft auch der weiße Schreibtisch nüscht. *kopfschüttel*

      @Detox und andere Lifestyle-Absurditäten: Ich würde es ja gerne glauben können. Wirklich. Dann hast du immer ein neues Spielzeug, mit dem du dich beschäftigen kannst oder bekommst ständig den alten Kram serviert und freust dich trotzdem, als würdest du das Zeug zum ersten Mal sehen (schwere Lifestyle-Demenz). Außerdem bist du „voll inspirierend und zeitgemäß drauf“ und nicht so ein blöder Spielverderber, der immer nur dagegen ist. Würde mir das Leben auch schreibtechnisch sehr viel leichter machen, wenn ich den ganzen (in Frauenzeitschriften und ähnlich gelagerten Blogs propagierten) Kram wirklich glauben könnte, anstatt ständig „so ein Scheiß“ zu denken. Aber gut. Soll nicht sein. Offenbar ist es in meinem Bauplan nicht vorgesehen, ein Lemming zu sein. Mal schauen, wie ich mehr in Richtung Lemmy gehen kann. 😉

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  8. Ach du heilige Scheisse -> Detox!!!
    Diese Saft – Entschlackungsquälerei hatte ich im März. Das ist nichts für mich. Ich hatte Dauerhunger, war nur grantig und mein Tag war schon vor dem Aufstehen gelaufen.
    Hüstel, also bitte Anna. Wer will den schon leicht wie eine Feder werden. Wenn ich mir vorstelle, dass dann meine Falten immer mehr hängen würden, Die Augenlider keine Elastizität mehr hätten und auch meine Brüste Richtung Nabel wandern, behalte ich mir doch lieber froh und zufrieden meine Kilos auf den Rippen.
    (Wobei minus 5 kg wären auch nicht verkehrt) Lol
    Liebe Grüße von einer momentan sehr entspannten Schokorippchen mampfenden
    Nila

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    1. Ich! Ich will eine Feder werden! Nur mal für eine Woche! 😛 Und als ich neulich Sex and the City gesehen habe, dachte ich mir, dass Carrie schon eine tolle Figur hat. *g* Der kleine Masochist in mir hat sofort gesagt: „Das ist unser Ziel“, aber zum Glück war der Flitz schnell wieder vorbei – so zierlich (Gr.34?!) war ich mit 20 nicht und wenn ich nicht einen vierwöchtigen Magen-Darm-Infekt bekomme, werde ich das auch nicht schaffen. 😉

      Aber stimmt schon, zu dürr ist auch nicht schön, muss halt passen. Und da ich keine Waage mehr besitze, sind meine Lieblingsjeans (ohne Stretch oder Gummibund 😛 ) das Maß der Gewichtsdinge. Ich passe da seit 10 Jahren rein und das muss noch … hm… mindestens 10-15 Jahre so bleiben, sonst werde ich mich knallhart ins Nirvana detoxen, mir wurscht, ob das klug ist… :mrgreen:

      Lieben Gruß von einer ums „Kinder Country“ rumschleichenden Anna! 😉

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  9. Herrlich, wie du sowas durch den Kakao ziehst. 😂

    Wir haben’s ja auch immer wieder mal versucht mit der „gesünder ernähren“-Kiste…weniger dies, weniger das. Aber ich konnte mich weder mit Gerstengrassaft anfreunden (wuärch), noch mit basischer Ernährung (ist mir schon einfach viel zu anstrengend und streicht zudem alles vom Speiseplan, was ich supergerne esse), noch mit sonstwas.
    Kurzum: Wir essen wieder frei Schnauze, seit kurzem allerdings mit reduziertem Fleischanteil und dafür öfter mal Reis und Gemüse. Paar Tage ausgewogen, dafür 1-2 mal die Woche aber auch richtig sündigen (Hähnchen mit Pommes, nom nom nom).

    So. Jetzt habe ich Bock auf Pizza. Und du bist schuld. ^^

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    1. Ja klar. Ich bin schuld. Die alte Leier. *g* Gut, dann bin ich schuld – möchtest du noch nen Schokoriegel zum Nachtisch? 😎

      Gerstengras? Widerlich. Zu Anfang war ich ja begeistert von dem Zeug, aber letztendlich dürfte das nur ein Placeboeffekt gewesen sein. Und wenn das Zeug nur auf bestimmten Seiten gelobhuddelt wird, dann denke ich mich meinen Teil – in diesem Fall ein bisschen spät, aber besser spät als nie. Und jep, basisch lässt ziemlich viel wegfallen – ist halt die Frage, wie streng man das durchzieht. Ich gönne mir dieses Mal 1-2 Tage/Woche, an denen ich (theoretisch) alles essen kann, was ich mag. Dann habe ich auch nicht das Gefühl, Nahrungsergänzungsmittel einwerfen zu müssen. 😉

      Bon appétit!

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  10. Hahaha….großartig! Ja, seien wird doch mal ehrlich – dieses ganze Detoxen, Fasten, Paleo-Steinzeit-Eierdiät-Gar nichts essen – Ding….wer braucht denn sowas? Ich finde ja immer, jeder muss für sich selber wissen, was ihm gut tut. (In meinem Fall ist das übrigens fleisch- aber nicht fischlos, viel Dinkelvollkorn und natürlich Schokolade.) Und da muss eben auch mal ’ne Pizza Hawaii drin sein. Hat bisher noch keinen umgebracht. Glaube ich.
    Wer viel dringender was Detoxiges nötig hat, ist mein Wohnbereich. Und tatsächlich …. ich arbeite daran. Das Ergebnis gibt’s dann demnächst als Blogbericht….

    Dir ein schönes Wochenende und kurz mal mit dem ungesüssten Pfefferminztee ‚rübergeprostet (nix Detox – ich mag den wirklich!),
    Kerstin

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    1. Wer das braucht? Die, die daran verdienen. Und vielleicht die, die sich gerne an die (Gebots- u. Verbots)Leine legen lassen, weil sie sich selbst nicht (ver)trauen. Also nichts für mich. 😉

      Komplett fischlos kann und will ich auch nicht. Auf Fleisch kann ich zwar weitgehend verzichten, aber nur, solange keine Rostbratwurst meinen Weg kreuzt…

      Und nun hüpfe ich mal zu dir rüber. Bin derzeit offenbar wieder mit gigantischen Scheuklappen unterwegs, denn ich habe gar nicht mitbekommen, dass du auch bloggst! *kopfschüttel*

      Lieben Gruß!
      (Pfefferminztee kannst du aber behalten. Brrrr. Wobei es tatsächlich eine Kräuterteemischung gibt, die ich total gerne trinke… 😉 )

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  11. Ach was bin ich froh, dass ich deinen Blog im Abo habe.😄 tatsächlich habe ich im Januar 2016 fleissig detoxt. Was hat es gebracht? Tatsächlich hatte ich beständig schlechte Laune und Kopfschmerzen und habe das Ende meines Leids mit einem Besuch bei dieser einen bekannten Fastfood Kette mit diesem Clown gefeiert 😄 seit dem weiss ich das das definitiv nichts für mich ist. Etwas was ich allerdings übernommen habe und somit hat es wohl was gebracht: ich trinke mittlerweile jeden Tag brav meine 2 liter Tee oder Wasser und mein Kaffeekonsum beschränkt sich auf 2 Tassen am morgen.

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    1. Mit Wasser oder Tee schütte ich mich ja schon lange zu – nur Kaffee ist doch auch keine Lösung. 😆

      Heute muss ich allerdings sagen: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?“ Bin mehrmals -gestern auch wieder- über dieses intermittierende Fasten gestoßen und das ist extrem interessant- vor allem für mich als Kochmuffel. Noch nerviger als Detox und Fasten finde ich nur diese „kleinen Mahlzeiten“, die alle paar Stunden in den Tag integriert werden sollen. Nix für mich. Ich glaub, ich lege mir nen neuen Ernährungsspleen zu. 😎

      Liebe Grüße!

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  12. NICHT-MIT-MIR. Als bekennender Vielfrass kommt mir sowas überhauptgarnicht in die Tüte! Hab doch einen Ruf zu verlieren….. ;oD Ne, jetzt im Ernst: Mir sind all diese seltsamen Ernährungs-Trends a) meist sehr suspekt und b) viel zu anstrengend, da in einem aberwitzigen Tempo wechselnd. Das wird ja zu einem Fulltimejob, möchte man sich wirklich danach richten, was grade so angesagt ist diesbezüglich, entsprechend einkaufen, zubereiten, etcpepe. Ich esse, was mir schmeckt, und viel wichtiger im Bezug auf die Ernährung finde ich sowieso zu wissen, woher meine Lebensmittel kommen. Da zählen für mich die Schlagworte regional, saisonal und so nachhaltig wie möglich. Und: selberkochen. Zumindest ausserhalb der Zeit, die ich in der Klinik verbringe. Auch wenn das Kochen niemals zu meinen grossen Leidenschaften zählen wird, so habe ich doch inzwischen ein wenig Freundschaft geschlossen damit. Und weisst du, was das Beste ist? Dass ich, seitdem ich mich keinen Deut mehr darum schere, vieviele Kalorien, Fett oder Kohlehydrate in meinem Mampf enthalten sind, mein Gewicht halte. So einfach ist das…… :oD
    War mal wieder äusserst amüsant bei dir! Herzliche Grüsse!

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    1. Frau Hummel, das würde mich wirklich schockieren, wenn du dich plötzlich auf den Detox-Trip begeben würdest. 😉

      Ich seh das ähnlich wie du – handhabe es nur laxer. Und sonst habe ich schon im Januar wieder die Social-Media-Krise und hege diesbezüglich tatsächlich Detox-Ambitionen. Nicht nur, dass ich auf allen Kanälen mit ultimativen Ernährungskonzepten bombardiert werde, die nach 2-3 Monaten plötzlich von einem neuen – selbstverständlich auch wieder – ultimativen Ernährungskonzept abgelöst werden. Nee… die Tage flatterte mir schon wieder eine (gesponserte) Einladung zum Hyaluron „Boost your lips“-Event in den Reader. Nur 99€ und wenn du ne Freundin mitbringst, zahlst du für die neue dicke Lippe sogar nur 89Ocken. Das neue Jahr hat noch nicht mal richtig angefangen und ich habe schon wieder die Nase voll. Ich buddele mir jetzt ein Loch, nehme die Flow und Harry Potter mit rein und… gehe in mich. Fühle ich irgendwie, als hätte es mich in die falsche Zeit katapultiert…

      Herzlichen Gruß!

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      1. Ich bitte dich- wer will schon aussehen wie Chiara Ohoven?!? ;oD Hau die 89 Euronen lieber raus für ein richtig nettes Dinner mit deinem Schatz. Wahlweise mit deiner besten Freundin. Mit allem drum und dran. MIT Dessert. UND Wein. Genau.
        Und in das Loch rein sollst nicht du, sondern alle, die solchen Sch…. unters Volk bringen. Dann sind wir die mal los…..
        Und falls es dich beruhigt: Ich esse auch mal eine Pizza. Aber eine vom Lieblingsitaliener. DIE ist lecker……. :oD

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        1. Und ich hatte gerade ne Pizza à la Bahnwärterin. Okay…Lauchkuchen, aber sooo lecker. Und wenn ich von der zu heißen Pizza abbeiße, gibt’s gratis ne dicke Lippe. 😎

          Schönen Abend für dich! ❤

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  13. Also, ich verstehe nicht wieso man sich diesen ganzen Internet- und Frauenzeitschriftenkäse überhaupt antun kann. Jedesmal im Januar die gleiche Leier, irgendein Trend wird losgetreten und zum ultimativen Lebensstil ausgerufen. Diesmal also Detox. Und wir springen gleich voll auf den Zug drauf und geben 150%, weil wir ja alles noch viel besser machen wollen. Kein Wunder wenn dann irgendwann der große Frust kommt.
    Gesund essen ist ok, sollte aber nicht in Zwang ausarten. Mal ne Tiefkühlpizza oder ein paar Gläser Wein ist doch völlig ok.
    Liebe Grüße
    Claudia

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    1. Detox ist ja ein Klassiker, aber am Jahresanfang verkauft sich das noch viel besser. 😉 Und ich muss dir gestehen, dass ich es auch nicht verstehe – es sei denn, man nutzt so ein Detox-Programm als Einstieg in die bewusste Ernährung. Wirklich gruselig finde ich aber diese selbsternannten Experten, die nun ihre „Weisheiten“ unters Volk bringen und bei denen ich mich immer nur frage, was sie befähigt, plötzlich den Ernährungs-Guru zu geben. Aber gut… niemand wird gezwungen, sich bestimmte Zeitschriften/Magazine/Blogs reinzuziehen und es liegt an uns, welche Ratschläge wir für… weise halten. ;Dennoch… zum Jahrsanfang komme ich aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus… und darauf ein Glas Wein. 😉

      Lieben Gruß!

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  14. Detox, vegetarisch, vegan… basisch oder säurehaltig… LEUTE! Ich schaue in den Spiegel und es ist ganz offensichtlich, ob meine Art der Ernährung funktioniert oder ob ich umdenken sollte.

    Wenn ich im Spiegel nichts erkennen kann, dann frage ich mich wie oft ich krank bin oder wieviel Energie ich habe und wenn nötig, Schalter umlegen. Klingt so einfach😨
    Meine goldenen Regel: wenig Zucker, wenig fastfood, nicht immer zugreifen, sondern auch mal das Hungergefühl hinnehmen und leben, dass die Seele hüpft!

    Schönen Sonntag ♡♡

    Ach so… Wechseljahre und Gewicht halten ist wie „Dallas ohne J.R.“ – geht eigentluch nicht 😣

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    1. Das ist doch zu einfach. 😎 Aber wahr- von einigen immer mal wieder aufflackernden Ernährungsticks abgesehen halte ich das auch so. Blick in den Spiegel, seelisches u. körperliches Befinden u. ich weiß, ob ich so weitermachen kann oder was ändern muss. Mit dem intermittierenden Fasten mache ich aber weiter. Da hast du mich angefixt und ich stelle fest: passt gut in mein Leben, tut gut. Und ich sehe morgens besser aus, was einfach daran liegt, dass ich sonst gerne mal nach 20 Uhr gegessen habe, das mag mein Körper aber nicht mehr besonders gerne.

      @Wechseljahre: ich hoffe ja, dass es möglich ist, das Gewicht halbwegs zu halten, aber das klappt natürlich nur mit einer Anpassung der Lebensweise, sonst wird das nix. Befürchte ich. 😦

      Lieben Gruß u. schönen Sonntag dir auch! 💚

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  15. Sophia Loren ist eine SO schöne Frau – die weiß, was sie sagt. Guck Dir dagegen mal so einige der blassen bio-pseudo-vegan-schießmichnichttot-gesunde-Ernährung-Verfechterinnen an … – Kluger Spruch!

    Hast Du auch noch extra Käse auf Deine Hawaii-Pizza getan? Ich mach das immer! 🙂
    Und was Dir der Grapefruitsaft ist mir meine Schokolade. Wenn ich die WILL und nicht kriegen können soll, dann rette sich wer kann!

    Peinlich berührt muss ich an dieser Stelle übrigens zugeben, dass ich echt immer noch nicht weiß, was es mit diesem Wort „detox“ auf sich hat – also wo das herkommt und so. Aber Freund Google wird mir da sicher behilflich sein.
    Ein toller Post jedenfalls wieder einmal!!!

    Liebe Grüße
    Gunda

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    1. Sophia Loren finde ich toll. Wie gut, dass die nie die im Gymnastiktrikot rumhüpfende Jane Fonda gegeben hat. Und immer dran denken: 2 Liter Wasser am Tag. Blablabla. 😉

      *hüstel* Ich habe nicht gesagt, dass sich Schokolade u. Grapefruitsaft ausschließen. *g* Sie tauchen nur nie gemeinsam auf. Passt ja auch nicht zusammen. Und dass du mit Detox nix anfangen konntest, spricht für dich. 😉

      Lieben Gruß!

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  16. Mein Mann will jetzt mit einem Detox-Programm starten und ich sollte mitmachen. Hab jetzt schon Angst.
    Und ich kann bei Instagram und co. diese ganzen Smoothies und Ingwertee-Fotos nicht mehr sehen. Da krieg ich nur’n schlechtes Gewissen, dass ich mich nicht so gesund ernähre. Immer diese Klugscheißer Fitness-Accounts und Blogs und Websites und hastenichtgesehen.
    Ohne Internet war’n wir doch alle viel glücklicher, oder? Damals hatte ich auch noch kaum Gewichtsprobleme.
    Da hat man höchstens mal bei ’nem Arztbesuch ein paar Gesundheitstipps durchgeblättert und im TV turnte irgendeine Tussi beim „Aerobic“ rum, es kochte nur höchstens Alfred Biolek mit Promis, das sogar viel später. Da wurde man in Ruhe gelassen. Heute wird man überhäuft mit Kochsendungen und Rezepten und Foodblogs etc. , und auf der anderen Seite zugedonnert mit Zig-Tausend Diäten und mit Fitnesswahn. Ja watt denn jetz? Ein ewiger Teufelskreis. Ist doch wahr, hömma! 🙂

    LG
    Aysenputtel

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    1. Du hast einen Detox-willigen Mann?! Ich kann die richtigen Smileys nicht einbauen, aber glaub mir: die würden schockiert aus der Wäsche schauen! 😛

      Und jep, ohne Instagram wären wir vielleicht ein bisschen glücklicher oder würden uns zumindest weniger unter Druck setzen. Auf der anderen Seite ist das Gras immer grüner und die Perfektion ist nur nen Klick entfernt. Und wer weiß… einfach nur noch ein bisschen weitersuchen und dann „wartet“ da die perfekte Figur, die perfekte Wohnung, der perfekte Partner… hat ein bisschen was von einem gigantischen Kaufhaus, in dem du doch nichts kaufen kannst. 😉

      Lieben Gruß!

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    1. Oh ja! Schokopudding ist auch super! Schokolade in fast jeder Form ist super. *g* Komme aber ins Grübeln: Du detoxt nicht und bist trotzdem nicht vergiftet? Was hast du denn für Entgiftungsorgane?! 😎

      Lieben Gruß!

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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