Chakka, ich bin ein Einhorn!

Mit all der Konsequenz, die ein inkonsequenter Mensch besitzt, habe ich vor einiger Zeit den Frauenzeitschriften abgeschworen [Rückfälle bisher: drei, allerdings habe ich online drei Ausgaben der emotion gekauft, das zählt eigentlich anders]. Seither lese ich meine Bücherregale leer und schränke parallel dazu meinen Social-Media-Konsum erheblich ein und das ist auch besser so, denn sobald ich meine zwischen die Buchdeckel gepresste Welt verlasse, bekomme ich die Krise. Offenbar schlägt die Welt, die wir uns selbst geschaffen haben, mittlerweile vielen von uns so dermaßen aufs Gemüt, dass es an jeder Ecke Lebensweisheiten to go gibt.

Im Supermarkt leuchtet es auf dem knalloragenfarbenen Cosmopolitan-Cover: „Aufregend anders. Was unperfekte Frauen so unwiderstehlich macht.“ Und daneben rotzt die emotion: „Wir sind unperfekt – na und?“ Stellt sich mir allerdings die Frage: Wie unperfekt ist denn unperfekt… für die Cosmopolitan und die emotion? Vermutlich rangiert das bei denen eher in der Kategorie „Julia Roberts oder Megan Fox zeigen sich ungeschminkt auf Instagram!“ … woohoo… so was von unperfekt aber auch. Da kann ich doch gleich mal entspannt durchatmen. Online schießen ebenfalls überall kleine Motivationsgurus aus dem Boden, die uns für umme erklären, wie der Hase läuft. Vor allem der „Chakka, you go girl!“-Bereich ist überrepräsentiert und ich vermute, dass fleißige Heinzelmännchen über Nacht sämtliche Lebenshilferatgeber durch den Fleischwolf gedreht und die Häppchen anschließend feinsäuberlich eingescannt haben, so dass nun die mehr oder weniger verhackstückten Weisheiten fröhlich durchs Netz poltern, um in diversen Onlinemagazinen und sozialen Netzwerken wieder aufzuploppen. Dort werden sie dann wiedergekäut und wiedergekäut und wiedergekäut, immer schön gemäß dem Motto: A Sprüchlein a day keeps the Stimmungstief away – und nun krieg deinen Arsch hoch, du Schluffi und mach dir ja keinen Stress, während du die Weltherrschaft anpeilst, darunter läuft’s nicht.

Einige dieser Motivationssprüchlein mag ich sogar, vor allem dann, wenn sie auf hübschen Bildchen serviert werden, und ein Zitat von Diane von Fürstenberg strahlt mich seit kurzem jedes Mal an, wenn ich den Laptop hochfahre. Nämlich: „I never knew what I wanted to do, but I always knew the kind of woman I wanted to be.“ Spricht mich sehr an – ich wusste bisher ja nur, welche Art von Frau ich nicht werden wollte! Idiotischer Anfängerfehler, so was von saublöde, aber shit happens. Da ich also durchaus bemüht bin, die Art von Frau zu werden, die ich sein möchte und die ich meinen Möglichkeiten entsprechend sein kann, bin ich hinsichtlich motivationslastiger Sprüchlein und Texte überdurchschnittlich tolerant. Irgendwann isses aber auch mal gut. Nämlich dann, wenn ich – sobald ich „das Netz“ aufsuche – von einer Flut von infantilen Banalitäten überschwemmt werde, die ein Vorschüler nicht besser hätte formulieren können. Das nervt mich. Vor allem dort, wo es nichts zu suchen hat.

Nichts gegen entsprechend gelagerte Onlinemagazine oder Blogs, die ich selbst sehr gerne aufsuche, wenn ich mal wieder einen motivierende Tritt in den Allerwertesten brauche. Wenn allerdings ein Onlinemagazin, das sich selbst als Lifestyle-Business-Plattform für Frauen bezeichnet, auf diesen „Pippi Langstrumpf reloaded“-Zug aufspringt und es im „Verlass die Komfortzone“-Artikel  heißt: „Streu überall Glitzer drüber“, dann … äh… frage ich mich schon, ob das ne Satire sein soll?! Wenn ich so was lesen möchte, surfe ich gleich einschlägige Blogs an, die dieses Glitzerding so überzeugend vorleben, dass sogar ich mir eine Tonne Glitzer kaufen möchte und anschließend für mindestens 10 Minuten von meiner eigenen Großartigkeit überzeugt bin und mir auf Knien dafür danke, dass ich ich bin und nicht… äh… na wer auch immer.

Nicht minder inhaltsoriginell ist die einst halbwegs vernünftigen ZEITung, die dem gestressten Menschen mittels eines Clips im Poetry-Slam-Stil verrät, wie er „mal wieder von seinem Multitasking-Trip runterkommen und sein Leben erträglicher gestalten kann“. Das geht nämlich so: Studiert den Sitz in der U-Bahn, zählt die Locken der Dame vor euch und drückt eure Lieben ganz fest … hach ja… und schwupps seid ihr wieder geerdet und entstresst. Ist das nicht supi? Und jetzt gönnen wir uns einen großen Lolli und schaukeln eine Runde, wir krassen Hamsterradrevoluzzer.

Ich gehöre ja durchaus zu denen, deren Glas eher halb voll als halb leer ist. Und ich bin überzeugt von dem, was Neurowissenschaftler immer wieder verlauten lassen, nämlich dass die Inhalte unserer Gedanken unsere Wahrnehmung (und irgendwann auch unser Gehirn) verändern, woraus folgt, dass die, die ständig negativ gepolt sind, die Welt durch einen entsprechenden Filter wahrnehmen und über kurz oder lang zum motzenden Miesepeter werden, der das Glück nicht mal dann erkennt, wenn es ihm mit Anlauf ins Gesicht springt oder ihm eine scheuert. Aber: streu Glitzer drüber, spiel ein bisschen Pippi Langstrumpf und schon ist die Welt deine kleine Villa Kunterbunt? Na wenn das mal so einfach wäre, würde niemand mehr Psychologie studieren wollen und stattdessen wäre die Welt voll mit kleinen DIY-Cracks, die malend, töpfernd oder Bäume umhäkelnd ihre Villa Kunterbunt gestalten und in der Flow porträtiert werden.

Mir gehen diese „Chakka, you go girl!“ -Botschaften mittlerweile gehörig auf den Senkel, denn wenn sich das Leben mit all seinen Facetten so einfach auf dieses Chakka-Geseiere runterbrechen ließe, müssten die, die sich nicht für ein glitzerndes Einhorn halten, ja wohl irgendwo einen schweren Systemfehler haben und dem dürfte mit ein bisschen Chakka vermutlich ohnehin nicht beizukommen sein – nicht mal dann, wenn man eine Extraportion Glitzer drüberstäubt. Denke ich. Wissen tue ich es allerdings nicht und darum versuche ich’s vielleicht sicherheitshalber noch mal mit einer entsprechenden Weiterbildungsmaßnahme, weil ich nichts unversucht lassen möchte. Möglicherweise verhält es sich mit einer Seele, den dortigen Verkrustungen und den daraus resultierenden Fehlschaltungen ja so ähnlich wie mit den Ablagerungen in meiner alten und total verkalkten Kaffeepad-Maschine, die ich gerade wieder flottmache? Manche Dinge benötigen eben sehr viel mehr An- und Durchläufe als andere und vielleicht braucht es ja nur noch diesen einen Motivationskick?!

Kaufe mir daher demnächst eine Wagenladung schicker Partyhütchen – mit bunten Pünktchen und Glitzer drauf! – und dazu blinkende Clownsnasen. Anschließend zerre ich all meine Pannen, Psychomacken und sonstigen Spinnereien ans Tageslicht, serviere ihnen eine Tasse Kaffee und staffiere sie mit Hütchen und Blinkenasen aus. So aufgebrezelt schauen wir uns dann gemeinsam Harry Potter und der Gefangene von Askaban an – nämlich 21 Tage lang in Dauerschleife die Szene, in der die Irrwichte unter Anleitung von Prof. Lupin lächerlich gemacht werden – und dann… na schau’n mer mal. Wenn ich euch nach dieser Rosskur in jedem dritten Post um die Ohren knalle, wie überaus großartig und gelungen ich mich finde, dann hat’s funktioniert. Chakka… 😉

[Beitragsbild: gratisography]

31 Kommentare zu „Chakka, ich bin ein Einhorn!

  1. Chakka!
    Zu der Cosmo-Sache hatte ich ja neulich mal einen Kommentar da gelassen – deswegen hier keinen mehr. Ansonsten: sie sprechen mir aus der Seele. Glitzer am Arsch – so unperfekt, wie ich gerade aussehe (und mich fühle) müsste ich der Star der Unperfektion sein. Allerdings fühle ich mich weniger wie ein Einhorn, sondern mehr wie ein angeglitterter Wal (allerhöchstens) aber da muss ich jetzt durch. Hab vorhin in ihren Beitrag zur Weihnachtsolympiade verlinkt…weil ich auch da ihrer Meinung bin! Und jetzt gehe ich mein halbleeres Glas ganz austrinken und hau‘ mich in die Wanne. Chakka…

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    1. An Sie musste ich denken, als ich die Cosmo gesehen habe. Und ich habe wirklich für einen Moment schlechte Laune bekommen, als ich realisiert habe, wo jetzt überall diese „wir sind unperfekt“-Sau durchs Dorf getrieben wird. Da hätte ich mir fast gewünscht, meinen Post vorher nicht geschrieben zu haben. Und was Sie angeht: Sie laufen derzeit außer Konkurrenz. In den letzten Wochen der Schwangerschaft war ich auch so ein monströser Walfisch, der alle Frauen, die einfach so ihre Füße sehen konnten, mit Blicken getötet hat und der nur noch in ein Paar Latschen gepasst hat (Walfisch mit Latschen, auch eine Seltenheit…). Das ist wahrlich nicht so leicht zu toppen. 😉

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  2. Unperfekt perfekt, mit genau der richtigen Portion Glitzer und natürlich Pippi-Zöpfen, weil wir uns die Welt machen wie sie uns gefällt- isses nicht putzig? Ich frag mich da immer, warum all denen, die die Welt mit Glitzer verändern, noch nicht eingefallen ist, einfach mal ein Tütchen über Aleppo abzuwerfen. Nö, die kriegen immer nur die schröggeligen Bömbchen… Aber auch das ist ja so charmant unperfekt *hysterisch kicher*
    Ach weißte was: Ich wollte schon immer Annika sein. Ist zwar auch gelogen, aber das interessiert eh keine Sau 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. 😂😂😂 Alter Schwede, bist du garstig. Du brauchst Glitzer und ein Partyhütchen. Natürlich hast recht, aber das kannst du doch nicht so knallhart….also…da muss Glitzer rauf. 😉

      Annika?!? Aber warum? Ich wäre lieber Herr Nilsson… 😎

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  3. au weia!! ich fürchte bei mir ist es nicht nur ein systemfehler – die komplette software ist falsch!!!
    😉
    nachdem die leutchen nicht mehr fressen, saufen und rauchen dürfen ( is ja total von gestern! ) und die kirche nur noch anlässlich pompöser hochzeiten/taufen betreten – muss jetzt was anderes her um den vom kapitalismus gebeutelten seelchen das heil zu versprechen….
    lies lieber bei mir – da wird grad die melancholie gefeiert 🙂

    übrigens wieder super geschrieben – schön auf die 12!
    xxxxx

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    1. Danke! Aber ich will ja eigentlich gar nicht bewusst voll auf die 12 schreiben, das poltert nur manchmal einfach so raus und wenn es schon mal da ist, hat das bestimmt was zu bedeuten. 😎 Kirchen betrete ich übrigens nur aus (durchaus vorhandenem) architektonischem Interesse, da ist bei mir nichts zu holen. Und trinken u. rauchen tu ich auch nicht – meine Art von Anti-Aging. 😛

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  4. Hui, toll geschrieben Anna! Das mit dem Glitzer ist so ein alter Hut, es ist mir einRätsel warum das noch so widerwärtig oft verwendet wird. Hoffe das legt sich bald, denn ich mag eigentlich Glitzer, nur zur Zeit traue ich mich nicht mehr, möchte ja nicht von gestern sein 🙂
    Herrlich was du da wieder rausgehauen hast! Umarmung zu dir ❤

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    1. Danke! 🙂 Und das stimmt, es ist ein alter Hut. Und so ein bisschen Glitzer mag ich ja auch, aber wenn er dir an jeder Ecke entgegenkommt, dann verliert er irgendwann seinen Reiz. Ich mag ja auch nicht jeden Tag Torte essen – nur hin und wieder. 😉

      Herzlichen Gruß zurück! ❤

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  5. Ich will auch ein Partyhütchen. Tz. und Glitzer. Aber sowas von 🙂
    Schmeisste uns ne Runde? 😉
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

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    1. *gnihihi* Ich schmeiße eine Runde Partyhütchen, aber nur, wenn ich mal in deiner Accessoireschublade wühlen darf. (Oha….das klingt nach Erpressung. *g* Das liegt am ausklingenden Neumond, ich kann nix dafür!) 😛

      Lieben Gruß zurück!

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  6. Ich danke für den Artikel, manchmal zweifle ich ja schon an mir wenn alle anderen, außer ich, durchs Leben tanzen und überall Glitzer drüber streuen. Ich denke eine gesunde Mischung macht es, aber wie Du so schön beschrieben hast, nicht immer, nicht überall und schon gar nicht das es mir gebetsmühlenartig vorgekaut wird.
    So ich gehe jetzt mein Einhorn striegeln und kaufe mir eine Dose Konfetti zum Leben bunter machen 😄
    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Ich danke dir, denn du hast das perfekt auf den Punkt (auf meinen Punkt) gebracht. Die Mischung macht’s (für mich). Und bei allen Extremen werde ich misstrauisch, vor allem, wenn sie eben gebetsmühlenartig vorgekaut werden. Was mich wirklich inspiriert sind Menschen, die ihr Leben (auch unter schweren Bedigungen) einfach leben und das sind witzigerweise die, die nie darauf kämen, was von Glitzer und Chakka zu faseln und ebenso wenig würden sie mir erzählen, dass sie sich selbst für großartig halten. 😉

      Lieben Gruß und bring mir ein bisschen Konfetti mit! 😉

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  7. Einhörner waren ja mal was ganz Wunderbares und Einmaliges, sind aber schwer inflationär geworden. Wenn man jetzt schon mit Partyhütchen eines werden kann, dann ist klar, dass die Leute nicht mehr wissen, wie schwer das sonst war ein solches zu entdecken. Alles Fake!
    Einhörner findet man nur ganz ohne Glitzer und vielleicht findet sie dann eben doch am ehesten Annika…
    Ich würde es ihr – und uns – wünschen!
    Ganz ohne Chakka grüßt Sieglinde.

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    1. Da schreibst du was… Einhörner werden mittlerweile tatsächlich über Gebühr strapaziert. Es gibt eine wirklich herzige Folge von Ally McBeal, in der ein Einhorn eine Rolle spielte – die mag ich sehr, sehr gerne. Aber was mir derzeit in den sozialen Netzwerken an Einhörnern unterkommt, mag ich nicht mehr. Und das liegt nicht daran, dass ich nichts von der senstationellen Schokoladen-Einhorn-Edition abbekommen habe. 😉

      Lieben Gruß – auch ohne Chakka!

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  8. Stellt sich mir jetzt die Frage: Welche Art von Frau möchtest du denn werden?? ;oD Das würd mich jetzt aber wirklich mal so richtig interessieren, *ggg*!
    Leider taugt Glitter, auch wenn man ihn mit vollen Händen in die Luft wirft, nicht dazu, die Perspektive auf’s eigene Leben und die eigene Persönlichkeit zu verändern. Der mag im ersten Moment funkeln und leuchten, dass es eine Pracht ist. Aber wehe, das Leben niest mal kurz und kräftig- schon wirbelt wieder alles durcheinander! Reine Selbsttäuschung also. Aber die Sache mit der (Auto)Suggestion, die eigene Gedanken bewirken können, die hat was. Vielleicht sollte man mal daran arbeiten. Sich immer wieder vorbeten, dass man selber und alles rundherum soweit okay ist. Gebetsmühlenartig. In diesem Falle unbedint. Dann klappt das auch mit den Neuronen…..
    Übrigens mag ich keine Menschen, die sich selber ganz grossartig finden. Hab nämlich rausgefunden, dass die meist nicht wirklich viel zu bieten haben. Zumindest nichts, was ich selber als erstrebenswert empfinde und was mich wirklich beeindruckt. Und das ist, du ahnst es, nichts, was man kaufen kann…….
    Aber ich mag Menschen, die sich selber und das, was sie tun, gut leiden können. Die zu ihren Macken stehen und einfach ganz nonchalant unperfekt sind. Die es schaffen, über sich selber zu lachen. Denn die strahlen so eine erfrischende Ungezwungenheit aus und manchmal färbt die ein wenig auf andere ab. DAS ist doch klasse, oder?
    Die dürfen dann ruhig auch mal ein wenig rumglittern. Die tun das nämlich des schönen Funkelns wegen und nicht, weil der Glitter irgendwelche (vermeintliche) eigene Unzulänglichkeiten kaschieren soll…..
    Fröhlichen Abend noch, liebe Grüsse!!
    …PS: Der mit dem „krassen Hamsterradrevoluzzer“, der ist gut! *gg*

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    1. Welche Art von Frau ich werden möchte? Das ist sogar einer Quasseltasche wie mir zu persönlich, als dass ich’s hier verraten wollte. Aber sooo verkehrt bin ich schon nicht – es muss also kein Totalumbau werden. *g* Und die Autosuggestion hat definitiv was, allerdings nur, wenn sie nicht mit Selbsttäuschung einhergeht. Ein Schwein kann sich noch so oft einreden, dass es ein Einhorn ist – bringt nix. Aber sich so anzunehmen, wie man eben ist und auf dieser Basis aufzubauen – das hat was. Wobei ich fast glaube, dass es einem mit zunehmendem Alter immer besser gelingt, sich nun mal so zu nehmen, wie man ist.

      Ich mag auch keine Menschen, die sich selbst ganz großartig finden – wenn sich überhaupt jemand hinstellen und seine eigene Großartigkeit hätte preisen können, dann wären das Einstein, da Vinci, Edinson oder ähnliche Kaliber gewesen, aber die waren – vermute ich – wohl eher zu sehr damit beschäftigt, das zu TUN, wofür sie heute berühmt sind, anstatt darüber zu reden. Aber wer weiß, wo wir heute stehen würden, wenn es früher schon Blogs, Onlinemagazine, Social-Media etc. gegeben hätte. Vielleicht wären Einstein oder Kolumbus stattdessen auf Facebook oder in World of Warcraft versack… 😎

      Lieben Gruß ins Hummelland! ❤

      P.S: Bei deiner Glitter-Ausführung muss ich an eine Schneekugel denken. Passt schön zum Apfenz(glitzchen), oder? 😛

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      1. Ohja. Schneekugeln sind was wirklich Wunderhübsches (wenn sie denn gut gemacht sind und nicht Kitsch pur. Wobei ein biiiisschen Kitsch sein darf. In homöopathischen Dosen.) Und ja, das passt. Zum Apfenzglitzchen. Unbedingt!
        Übrigens: Wo ist denn der Unterschied zwischen einem Einhorn und einem Schweinchen? Beides sind ausgesprochen hübsche Tiere (guck mal dein Schweinchenbild oben! Sind die nicht zaubersüss??), und das Schweinchen darf sich rühmen, real zu sein, sehr intelligent noch dazu UND als Glücksbringer anerkannt. Ich seh da also keinen Mangel an positiven Attributen im Vergleich zum Einhorn. Wahrscheinlich wird das Einhorn auch einfach zu sehr glorifiziert. Und sein ganz grosser Minuspunkt ist der, dass den wenigstens von uns schon eines in Natura begegnet ist. Will uns WAS sagen? Dass wir uns eventuell nicht immer an Dingen messen sollten, die es u.U. noch nicht mal wirklich gibt. Oder die schlicht unerreichbar sind. Einstein lebte ein schwieriges Leben, das von Problemen mit dem Nationalsozialismus, der Ehe mit einer Frau, die seine Eltern ablehnten, und einem unehelichen Kind geprägt war, dessen Spur sich irgendwann verlor. Und da Vinci fand im jüngeren Michelangelo einen Rivalen, an dem sogar er sich gemessen hat. Irgendwie scheint nicht mal ein Genie, auf welchem Gebiet auch immer, gefeit zu sein vor einem hakenschlagenden Leben oder gewissen Selbstzweifeln. Das lässt einem doch hoffen, nichtwahr?? *ggg*
        Liebe Grüsse retour!

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        1. Wo der Unterschied zwischen Schwein und Einhorn liegt? Ach Frau Hummel… es ist das Horn! Und die Tatsache, dass Einhörner nicht aufm Teller landen oder verwurstet werden. Und wie jetzt… „den wenigstens von uns ist schon eines in Natura begegnet“?! Ally McBeal hat schon ein Einhorn gesehen und ich habe gesehen, dass sie das gesehen hat – also ist es… ähem… real. 😎

          Stimmt aber, dass Einhörner ein bisschen zu sehr glorifiziert werden. Warum bekommt das Wombat nicht ein bisschen mehr Einhorn-Glitzer ab? Habe gestern ein Wombat-Video gesehen und ich finde, dass Wombats die neuen Einhörner (ohne Horn) werden sollten -und die gibt es wirklich… also… noch wirklicher als bei Ally McBeal. *g*

          Was die Genies angeht: Ich glaube, die Selbstzweifel gehören bei denen in besonderem Maß zum Leben dazu und ich hüte mich vor Menschen, die keine Selbstzweifel kennen- es ist kein gutes Zeichen, nie an sich zu zweifeln und auf alle Fragen eine Antwort zu haben. (finde ich). 😉

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  9. Tja, ich stand letztens auch vor dem bunten Regal und hab es dann gelassen – überfordert… Aber immerhin habe ich jetzt eine Ahnung: die Punkte auf den Krankenhaushemdchen sind in Wirklichkeit Glitzerteile, die zu heiß gewaschen wurden. Danach rückt es einem den Kopf auch wieder gerade, auch die Sache mit dem Hamsterrad (das einem ja glatt als Karriereleiter verkauft wird).

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    1. Oh ja, danach rückt es einem den Kopf wieder gerade. Wobei es dazu nicht mal zu heiß gewaschene Glitzerhemdchen braucht. Eigentlich absurd, dass ein funktionierender Alltag so vermeintlich frei von Glitzer ist, denn wie schön so ein Alltag ist, weiß man oft erst zu schätzen, wenn man ihn (kurzfristig) nicht mehr hat. Und damit mir das nicht passiert, habe ich mir für eine E-Mail-Adresse den schönen Namen „alltagsgöttin“ verpasst. In besonderen Situationen glitzern kann ja jeder. 😉

      Lieben Gruß!

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  10. Puuh, in dem Text war wieder soviel drin! Folgendes fällt mir dazu ein: Heutzutage ist es in der digitalen Welt ja geradezu verboten, mehr als nur ein bisschen unperfekt zu sein. Und alle wollen anscheinend Perfektion erreichen und freuen sich natürlich über einfache Rezepte zur Selbstoptimierung.
    Mit den Motivationssprüchen geht es mir so, dass ich manche toll finde (nämlich dann, wenn ich sie nachempfinden kann) und manche ziemlich dämlich.

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    1. Stimmt, es scheint verboten zu sein, mehr als ein bisschen unperfekt zu sein – andererseits ist es aber auch verboten, zu jammern. Eine interessante Kombination… ;was bleibt da noch? Motivationssprüchlein. 😉

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  11. Alter Schwede, Respekt davor, dass du das durchackerst!!! 🙂 Mit dem Glas halbvoll hast du mich gleich abgeholt…und dem Fokussieren aufs Negative, wenn ich dich richtig verstanden habe. Ich frag mich manchmal, ob dieses ganze Getue ums gestresst sein nicht genau ebendies erst erzeugt….aber was weiß ich schon…hihi…Schönen 2. Advent und noch eine angenehme Vorweihnachtszeit! LG Sabina

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    1. *gnihihihi* Gute Frage. Man kann sich in manche Dinge auch reinsteigern. Und wie „cool“ kommt es rüber, wenn man sich mit dir einfach für die nächste Woche verabreden kann, weil dein Terminplan nicht für die kommenden drei Monate komplett belegt ist…

      LG Anna

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  12. Perfekt unperfekt war ich ja schon immer!!! Chacka ich bin ein Trendsetter oder ein Hipster oder diese Influenza 😉
    Aber so kluge Sprüche mag ich schon. Am liebsten Handgelettert.da übe ich ja noch.
    Liebe Grüsse Ela

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    1. Du bist absolut perfekt unperfekt! Und handgeletterte Sprüchlein sind toll, da verinnerlichst du wenigstens das, womit du dich beschäftigst. Muss auch handlettern. Sofort. 😛

      Lieben Gruß!

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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