Unfair. Der Klamotten-Post, der sich selbst schrieb.

Dies ist der klassische Fall eines Posts, der beim Schreiben ein komplettes Eigenleben entwickelt hat. Das passiert mir recht selten, aber es passiert. Eigentlich wollte ich ja darüber schreiben, dass ich vor einiger Zeit Secondhandshops für mich entdeckt habe – als Käuferin. Und dass ich mir nun quasi die andere Seite angeschaut habe – nämlich die der Verkäuferin. Ich habe, wie geplant, die Gründe aufgeführt, die meine naserümpfende Abneigung gegenüber Secondhandklamotten Stück für Stück aufgeweicht haben – nämlich u.a. die folgenden:

  • Die Billigfähnchen sind nicht billig und irgendjemand muss dafür zahlen.
  • Die Herstellungsbedingungen schädigen die Umwelt.Und die Gifte bleiben nicht vor Ort, sondern landen gelegentlich auch in unserem Kleiderschrank.
  • Und zu guter Letzt freut sich natürlich auch der Geldbeutel.

Doch dann entglitt mir der Post. Zack… weg war er. Und das lag an den oben erwähnten Billigfähnchen! Ich will nun ganz gewiss nicht für H&M, C&A, Tchibo & Co in die Bresche springen – obwohl sich in meinem Schrank diverse Kleidungsstücke dieser Hersteller finden. Allerdings ist es leider viel zu kurz gegriffen, lediglich die Hersteller der Billigklamotten an den Pranger zu stellen, denn die anderen sind auch nicht besser – mögen die Namen auch noch so edel klingen und einem die Preise die Tränen in die Augen treiben. Weil ich nicht unfair sein wollte, habe ich diesbezüglich ein klein wenig recherchiert und schon nahm der Post, der sich fortan quasi von alleine schrieb, seinen Lauf. Shit happens, da müsst ihr jetzt durch.

Warum Marken-Bashing nichts bringt…

Was mittlerweile jedem klar sein dürfte: Ein Shirt, das im Laden 5 Euro kostet, kann nicht fair hergestellt worden sein. Allerdings ist es viel zu kurz gegriffen, sich nur auf die Billigmarken einzuschießen, denn:

Mittlerweile lassen fast alle Markenhersteller ihre Waren in Fernost fertigen, sei es in China, Pakistan oder Bangladesh. Das betrifft längst nicht nur die offensichtlichen Günstigangebote. Denn der Verkaufspreis gibt noch lange keinen Aufschluss darüber, wo es produziert wurde. Auch mittelpreisige Markenkleidung, hochpreisige Outdoor-Kleidung und teure Nobelmarken stammen häufig aus denselben Fabriken, die Billigklamotten für den Discounter herstellen. (Quelle 3sat: Edelmarken zum Hungerlohn)

Auch im Wall Street Journal heißt es: Wie Armani & Co sich im Billigland Bangladesh bereichern. Und die Initiative Rank a brand, die Markenhersteller hinsichtlich Transparenz und Nachhaltigkeit auf die Finger schaut, kommt zu dem Fazit, dass der Preis der Kleidung nichts über die Herstellungsbedingungen aussagt. Rank a brand überprüft u.a.

Ob die Konzerne Kinder- und Zwangsarbeit verbieten. Ob sie einen Existenzlohn zahlen, der zum Leben reicht. Oder ob die Arbeiter sich in Gewerkschaften organisieren können. Luxuskonzerne schnitten bei der letzten Untersuchung besonders schlecht ab. Prada, Escada, Versace, Armani, Hermès, Marc Jacobs und Louis Vuitton: Sie alle stuft Rank a brand als „nicht empfehlenswert“ ein. (Quelle Tagesspiegel: Luxusmarken sind nicht fairer als Primark)

Kleiner Exkurs zur Preisgestaltung: 

Für „Edelmarken zum Hungerlohn“ [1] errechnete die „Kampagne für Saubere Kleidung“ (CIR) folgendes für eine in Asien genähte Jeans, die hier für 100 Euro verkauft wird:

  • Lohnkosten: 1 Euro
  • Werbung: 25 Euro
  • Gewinn für den Handel: 50 Euro

Kosten für den Import werden leider nicht aufgeführt, interessanten Bericht dazu findet ihr aber im Handelsblatt [Warum man T-Shirts für 5 Euro kaufen kann] und demzufolge zahlt H&M für ein Shirt kaum mehr als 1,40Euro – für Transport, Herstellung und Rohstoff. Das hat aber seine Richtigkeit, weil der Konsument nicht mehr als 4,95 Euro für das Shirt bezahlen möchte, denn genau da liegt die magische Preisgrenze.

zitat-einstein

Bangladesch ist überall…

Es ist auch zu kurz gegriffen, sich auf bestimmte Länder einzuschießen. Papst Franziskus hat im letzten Jahr ein Donnerwetter von der Kanzel gelassen. Im Visier: Ausbeutung und Korruption. Genauer: Zehntausende von Chinesen, die unter menschenunwürdigen Bedingungen in Textilfabriken schuften. In Textilfabriken, die in Italien stehen. Da staunt ihr? Ging mir auch so.

Auch das Label „Made in Europe“ ist nicht viel wert. Während die Billigmarken weiterhin auf Asien setzen, spekulieren die Luxusmarken auf „Made in Europe“ (Türkei u. Osteuropa – Bulgarien, Rumänien oder Kroatien), weil das kleidsamer ist als „Made in Bangladesch“. Die Arbeitsbedingungen sind allerdings nicht besser und existenzsichernde Löhne ebenso abwegig wie in Bangladesch. (Quelle Tagesspiegel: Luxusmarken sind nicht fairer als Primark). Nichtsdestotrotz ist Bangladesch – nach China – der zweitgrößte Zulieferer für den westlichen Textilmarkt und die Textilbranche der mächtigste Arbeitgeber des Landes.

Knapp vier Millionen Bengalen sind in Textilfabriken tätig, und schätzungsweise zwölf Millionen der 150 Millionen Einwohner des Landes leben direkt von der Branche. Da die meisten Beschäftigen in den Fabriken weiblich sind, hat die Arbeit auch ihren Status in der Gesellschaft gestärkt. Wären da nicht die teils miserablen Arbeitsbedingungen und der Raubbau an der Umwelt. (Quelle: 3sat –Edelmarken zum Hungerlohn)

Hinschauen hilft!

Winziger Hoffnungsschimmer: Der Druck von außen geht an den Herstellern nicht spurlos vor. Die Arbeitnehmer [sollte ich Sklaven schreiben, oder?] wehren sich langsam im ihnen möglichen Rahmen gegen diese Sklavenarbeit – wenngleich das nicht so leicht ist. Einige haben schlicht nicht die Möglichkeit, sich überhaupt zur Wehr zu setzen, weil sie keine Rechte besitzen. Andere haben aufgrund mangelnder Schulbildung keine Chance, außerhalb der Textilfabriken  jemals halbwegs „so viel“ Geld zu verdienen. Der Druck von außen trug auch dazu bei, dass der Mindestlohn der Näherinnen „erhöht“ wurde: von 28€/Monat auf um die 50Euro. Im Monat.  [1] Lassen wir vielleicht mal kurz sacken…

Kleines Gedankenspiel: Mal angenommen, ich zahle 50 Euro für eine Strickjacke. Würde sich die Frau, die dieses Teil für mich hergestellt hat, ebendiese Stickjacke kaufen wollen, müsste sie dafür unter strengsten Kontrollen und unmenschlichen Arbeitsbedingungen  13 bis 16 Stunden am Tag und sechs Tage die Woche arbeiten. Vermutlich würde sie diese derart teuer erkaufte Stickjacke – für die sie ja auch noch einen Monat lang auf das Essen hätte verzichten müssen – sehr, sehr schätzen. Und nie wieder eine andere tragen wollen, bis ihre teuer erkaufte Strickjacke auseinanderfällt… nehme ich an. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben und nicht in die Falle der einseitigen Berichterstattung zu tappen: Es gibt natürlich auch Spitzenkräfte an der Nähmaschine. Die bringen es durchaus auf 77 Euro im Monat – steht hier.

Den Investoren werden die Bangladescher übrigens langsam zu teuer und darum liebäugeln sie mit den überaus arbeitswilligen und billigen Arbeitskräften in Vietnam, Indonesien, Myanmar oder Kambodscha.

Wer nicht fragt, bleibt dumm…

Klingt ein wenig aussichtslos und als Konsument frage ich mich tatsächlich, was ich da noch machen kann, wenn ich nicht selbst nähen kann oder mir eben nur ein bestimmtes Budget zur Verfügung steht? Gisela Burckhardt, Vorstandsvorsitzende der Frauenrechtsorganisation Femnet [untersützt auch die Kampagne für saubere Kleidung], zeigt ein paar Möglichkeiten auf. Und sie verrät auch, was sie nicht für sinnvoll hält. Nämlich den Boykott bestimmter Handelsketten/Marken. Grund:

Wir von der Kampagne für saubere Kleidung rufen nicht zum Boykott auf, weil letztlich die Näherinnen leiden würden. Zudem lassen fast alle großen Kleidungsketten unter schlechten Bedingungen produzieren, darum ist es schwierig, eine herauszugreifen. (Quelle SZ: Faire Produktion erkennt man nicht am Preis)

Boykott ist also keine gute Idee, sagt eine, die mehr Ahnung von der Materie hat als ich. Was können wir stattdessen tun? Es gibt einige Gütesiegel und Rankings, die die Kaufentscheidung beeinflussen können:  

Wir können laut Gisela Burckhardt außerdem: 

  • Auf öko-faire Kleidung setzen.
  • Auf Secondhand-Ware setzen.
  • Den eigenen Konsum zu überdenken.

Und fragen, fragen, fragen. Wie in der Sesamstraße: wieso, weshalb, warum? Um zu zeigen, dass es uns nicht egal ist, was am anderen Ende der Welt passiert. Und hier schließt sich der Kreis und ich komme wieder zur Idee, die diesem Post zugrunde lag. Nämlich: Secondhand-Ware und bewusster Konsum. Denn ganz ehrlich? Hirnlos irgendwelches Zeug kaufen, ist doch… ähem…eben…. hirnlos. Und zumindest nicht mehr mein Fall, die Phase habe ich hinter mir.

Und wie zur Bekräftigung, nicht gleich wieder dem ersten Ruf irgendwelcher Klamottendealer nachzugeben, zeigte mir die Frau Bahnwärterin ein tolles Blog: Vintage Vixen. Zack. Schockverliebt. Die Frau kann Mode – die Bahnwärterin übrigens auch. [Anm.: Mit Mode meine ich nicht: Ein paar Basics mit einem tollen Teil aufzuwerten – auch wenn die Französinnen das vielleicht anders sehen und ich selbst genau diesen Stil trage. Kannste halt nix falsch machen und bist immer auf der sicheren Seite. Aber Mode? Geht anders und bewegt sich eben nicht immer auf der sicheren Seite und stößt auch nicht überall auf Gegenliebe.]

Vintage Vixen ist diesbezüglich eine wahre Ideenfundgrube – frei von „Kauf mich, ich bin nur einen Klick entfernt“-Links. Wer sich da vom Style hat inspirieren lassen, muss schon kreativ werden und die anschließend erbeuteten Teile werden garantiert anders gewürdigt, als die der letzten Shopping-Haul, Marke „War schön billig, da kann ich nichts falsch machen“. Jede Wette… 😉

Update 10.11.: Schöne Aktion läuft gerade wieder bei Lillika Eden. Nach diesem T-Shirt (#WearTheChange) geht es bei Lillika Eden in die zweite Runde. Wie viel ist euch ein „faires“ Beanie wert? Die Beanies (100% Bio-Baumwolle) werden in Berlin hergestellt – und zwar aus den Schnittresten anderer Stoffe. Die Eigenkosten (Stoff, Herstellung) liegen bei 8€, ein fairer Preis läge bei 20 €. Ihr könntet das Beanie für einen Euro kaufen… oder wie viel ist es euch wert? Hier geht’s zu Lillika Eden.

Zitat Handelsblatt.jpg

P.S: Damit das kein fieser Cliffhanger wird, gibt’s auch einen kurzen Bericht von der Verkäuferfront, der sich auf eBay Komfort und Percentil bezieht. Erstes Fazit: Sachen in einem Onlinesecondhanshop kaufen? Jederzeit. Aber verkaufen? Nein, nie wieder. Egal wo.

Bei Percentil habe ich erst 6 Wochen auf die Versandtüte (ohne geht’s nicht) gewartet, mit der ich die Klamotten einschicken kann und dann dauert es vier Monate, ehe das Zeug überhaupt gesichtet wird und der Verkäufer eine Angebotsmail bekommt. Befinde mich da also seit dem Sommer in einer Warteschleife, die mindestens noch zwei Monate dauert. Und dann heißt es wahrscheinlich: Sorry, aber Sommersachen können wir derzeit nicht annehmen, haha. Bei eBay Komfort renne ich seit dem 21.9. einem Paar neuer Velourslederstiefeletten [Preis: 89,90€, war leider ein Fehlkauf] hinterher. Der vorgeschlagene Preis lag mir zu niedrig – da trage ich die Schuhe lieber selbst – also habe ich die Stiefeletten zurückgefordert. Leider, leider kamen sie bisher nicht bei mir an und der Mailverkehr… na lassen wir das. Bericht folgt vielleicht irgendwann. Oder auch nicht. Und beim nächsten Mal stelle ich mich wieder direkt auf den Flohmarkt [wobei ich jetzt eigentlich nichts mehr zum Verscherbeln habe], suche mir eine gescheite Secondhandboutique vor Ort oder spende die Sachen gleich. Mir langt’s.

Quelle:  [1] Edelmarken zum Hungerlohn

[Bilder erstellt mit Pablo by Buffer]

52 Kommentare zu „Unfair. Der Klamotten-Post, der sich selbst schrieb.

  1. Gut geschrieben! Du hast völlig recht! 🙂 Seit ich selbst nähe, weiß ich erst, wie viel Arbeit in einem (noch so einfach genähten) Shirt steckt!
    Lieben Gruß
    Gisi

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    1. Danke! 😉 Genau das ist es – es steckt so viel Arbeit in den Sachen und wenn man nur konsumiert, hat man überhaupt keine Ahnung davon. Habe mal einen Bericht gesehen, wie ein Couture-Teil in Handarbeit erstellt wird. Faszinierend. Und logisch, dass das seinen Preis hat. Aber Luxusshirts neben denen vom Billigheimer produzieren zu lassen und dann absurde Preise zu verlangen? Armselig. Ebenso wie die Annahme, dass man für 4,95€ ein vernünftiges Shirt bekommt. Schwierig, das alles. Und irgendwann nähe ich mir auch mein Shirt. 😉

      Lieben Gruß!

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  2. Herr Argh und ich haben nach dem letzten Umzug haufenweise Sachen gespendet. Warum? Weil die Sachen alle noch gut und tragbar waren (zum Teil sogar ganze Anzüge von Herrn Argh, die er früher mal aus beruflichen Gründen tragen musste und die jetzt aber nicht mehr passen und halt nicht ganz up-to-date sind) und zum wegwerfen VIEL zu Schade…und, weil sich verkaufen nicht gelohnt hätte. Gelohnt in dem Sinne, dass man noch einen gescheiten Gegenwert bekommt und nicht ewig allem hinterherrennen muss. Im normalen Ebay verkloppe ich längst schon keine Sachen mehr, denn als ich da mal Palaver hatte, weil jemand 8 Kleidungsstücke + Stiefel für unter 10 Euro geschossen hat und dann noch reklamiert hat, dass die Stiefel ja ’ne Falte hätten (waren als getragen deklariert!) , hab ich keinen Bock mehr. Bevor ich Klamotten für solche Pissbeträge quer durch die Replublik schicke, kann ich sie auch gleich vor Ort im Diakonieshop abgeben. Da bekommt man zumindest ein Danke und ein Lächeln und weiß, dass sich noch jemand drüber freut…

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    1. Brrr… gegen das „normale eBay“ hege ich eine heftige Abneigung, hatte da auch mal sehr nervige Erfahrungen. Darum hielt ich eBay Komfort für eine gute Lösung. Oder eben Percentil oder den Kleiderkreisel (indiskutabel!). Nun ja. Man lernt dazu. *g* Und Flohmarkt… hm… das lief mal ziemlich gut – ehe es neue T-Shirts für 5 Euro gab. Mittlerweile wird da mit so dermaßen harten Bandagen gefeilscht, dass mir die Lust vergeht. Ehe ich Klamotten für 50Cent verhökere, verschenke oder spende ich sie. Und darum haben wir zig Kartons einer Wohnungsauflösung auch direkt gespendet. Den Stress tu ich mir auch nicht mehr an. *kopfschüttel*

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      1. Ach ja…der Kleiderkreisel…da habe ich mir mal einen Account angelegt, um dann…NIE was dort zu machen…arghl…Flohmarkt habe ich als Student auch öfters gemacht, damals lohnte das echt noch, aber jetzt hab‘ ich da auch keinen Lust mehr drauf. Aus den von dir genannten Gründen und weil ich vor allem die Zeit dann auch lieber anders nutze…

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  3. komm an meine brust!!!! 🙂
    wunderbar geschrieben!! und vor deinen recherchekünsten ziehe ich den hut!
    o.k. – ich wusste das ja schon alles – aber ich kanns eben nicht so toll niederschreiben wie du! ich kann nur vorleben 😉 danke für den link! ❤
    vix ist wirklich grossartig, ich verehre sie regelrecht. es sind ja nicht nur ihre klamotten, der ganze lebensstil den sie & jon praktizieren imponiert mir. und ich liebe deinen satz über das was mode ist! hachzzz….
    freufreufreu****
    xxxxxx

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    1. Oh Mann, Beate! Jetzt habe ich mich an meinem Kaffee verschluckt, weil ich so lachen musste. Zitat: „ich kann nur vorleben“ Ja toll… das ist doch VIEL besser!!! Ich kann’s nicht vorleben, aber ich fange langsan an, in eine Richtung zu leben, von der ich denke, dass es passt. Das mag für manche Menschen verwirrend wirken, so nach dem Motto: Wie? Ändert sie schon wieder ihre Meinung? Jep, das tue ich. Ich schaue mir Dinge an, bilde mir eine Meinung und dann schaue ich evtl. noch genauer hin und NOCH genauer und dann ändere ich meine Meinung wieder. That’s life. Mir wurde mal lange Zeit vermittelt, dass es ein Zeichen von Schwäche ist, seine Meinung zu ändern und den einmal eingeschlagenen Weg nicht beizubehalten. Sehe ich jetzt komplett anders: Es ist ein Zeichen von Stärke (und Lebendigkeit), seine Meinung ändern zu können – und dabei authentisch zu bleiben. (Mit Meinung ändern meine ich NICHT: heute für fair hergestelltes Zeug werben und schlüssig begründen, warum das eben teurer ist und morgen die Klamotten vom „Billigheimer“ tragen, der sich null um Fairness schert. 😉 ) Und ich bin gespannt, ob und wie sich das alles auf dieses Blog auswirkt. Denn das wird es… sich auswirken. 😉

      Vix IST großartig! Gestern die Bilder gesehen und zack… ❤ Sehr inspirierend, die Frau.

      Lieben Gruß!

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      1. Über Vix‘ Blog bin ich schon vor geraumer Zeit mal gestolpert und war auch sehr angetan. Die Frau ist einfach crazy! Aber in einem sehr positiven Sinne. Und ihre Klamotten (und ihre Wohnung!) so herrlich schön schräg und aussergewöhnlich! Gut, ich könnte jetzt nicht in einem 70er-Jahre-Overall (leider bin ich nicht Fachfrau und weiss jetzt auch nicht, wie die Dingens richtig heissen! ;oD) bei der Arbeit aufschlagen. Ich glaub, die würden direkt per Notalarm unsern Psychiater kommen lassen, *ggg*! Aber die Einstellung dahinter kann ich nur unterstützen. Weisste ja……

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  4. Es gab mal eine Zeit – und das ist gerade mal ca. 40 Jahre her – hier im Fränkischen und Thüringischen, da war eine blühende Textilindustrie. Die Menschen wurden ordentlich bezahlt, hatten eine Menge Know-how und die Textilien wurden einigermaßen umweltgerecht (so wie eben die deutschen Gesetze damals waren) hergestellt. Dann kam die sog. Globalisierung ins Spiel. Zuerst zogen die Produzenten ins Tschechische, dann nach Rumänien, dann nach Fernost… Die Gewinne wurden maximiert, die Preise für den Endverbraucher fielen, die Fabriken hier wurden geschlossen, das Know-how erlosch, die Umweltbedingungen wurden schlimm – zwar nicht hier, aber die Produkte enthalten sie ja auch und werden importiert.
    Im Bestfall blieb die Design-Abteilung noch hier.
    Nun kommt langsam ein Umdenken: Hersteller möchten wieder hier produzieren, da auch die Qualität oft eine andere war. Jedoch die Infrastruktur ist ja nicht mehr da.
    Doch es gibt Erfolge: Nächstes Jahr bekomme ich im meinem kleinen Shop wieder Schals aus Thüringen. Aus Hamburg habe ich schon welche, Stulpen aus dem Fränkischen, Seidenrosen aus dem Schwäbischen… Alles dort gefertigt.
    Textilindustrie, das waren auch fast immer Frauen-Arbeitsplätze. Das ist mir wichtig, dass Frauen ihren Lebensunterhalt verdienen können und auch ihre Rente. Deshalb achte ich auch darauf beim Einkauf für meinen Laden, wo in der Produktions- und Verkaufs-Kette sind Arbeitsplätze für Frauen?
    Super, dass Du mit viel Bewußtheit dieses wichtige Thema, das uns wirklich an die Haut geht – im wahrsten Sinne des Wortes – aufgreifst und umsetzt.
    Ich konnte noch nicht alle Links anschauen, aber tolle Recherche!
    Kann man nur hoffen, dass viele nachdenklich werden.
    Herzlichen Gruß von Sieglinde

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    1. Soll ich dir mal verraten, was mich wirklich stolz macht? Dass ich Leser(Innen) wie dich habe! Das zeigt mir, dass meine Texte von Menschen gelesen werden, die nicht nur auf dem „ist mir egal, Hauptsache mir geht’s gut“-Trip sind. Und es zeigt mir, dass es Menschen gibt, die sich auch mal mit weniger leichten Themen beschäftigen können und wollen.;)

      Und ich danke dir für deinen Kommentar und den Blick hinter die Kulissen. Ich hoffe sehr, dass da ein Umdenken erfolgt. Außerdem muss ich jetzt einfach mal sagen, dass ich deine Einstellung in vielerlei Hinsicht toll finde! Nicht minder inspirerend als Vintage Vixen. ❤

      Die Links, die ich so freigiebig in den Text geknallt habe, sind nur für die, die sich tiefer in die Materie einlesen wollen – ich glaube, du hast das schon längst getan. Und interessant sind sonst vor allem die Links die die Kaufentscheidung beeinflussen können, denke ich.

      Herzlichen Gruß
      Anna

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    2. Richtig, ich habe damals den Niedergang der oberfränkischen Textilindustrie in meiner Ausbildung hautnah miterlebt. Erst waren es die ganzen „Ostblockstaaten“, in denen man billig Fabriken bauen und dann produzieren konnte, später dann Fernost undsoweiter. Heute stehen die früheren Fabrikhallen (gilt übrigens nicht nur für Textil) leer und verfallen (selbst ein Abriss wäre noch zu teuer).
      Da hingen tausende von Arbeitsplätzen dran … gerade ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen konnten hier wirklich auch gut arbeiten, und wenn eine Näherin spezialisiert war – oh, die wurde von den Arbeitgebern echt umworben.
      Lieben Gruß, AnnJ

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  5. Moin Anna,
    toll geschrieben, du findest immer die richtigen Worte.

    Vor kurzem habe ich einen Bericht über die Chinesische Kleiderproduktion gesehen und ein Nähereiinhaber sagte dann, daß selbst in China nicht mehr so billig produziert wird wie es mal war und sie sich jetzt unter anderem auch nach Afrika orientieren. Paradox, ein Billiglohnland geht in eins was noch billiger ist. Ich war entsetzt, ausgerechnet Afrika, hat dieser Kontinent nicht schon genug Ausbeutung durch alle möglichen anderen Industriezweige?
    Es ist einfach nur schlimm wie die Ärmsten Länder von den Industrienationen ausgebeutet werden 😦

    Ein Zeichen von Schwäche wäre es nicht zu Denken und zu Hinterfragen, aber es ist niemals Schwäche seine Meinung zu überdenken und auch zu ändern.

    Und jetzt werd ich erst mal dem Link zu Vix folgen 🙂 bin sehr neugierig.

    Lg Aurelia

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    1. Danke dir. Ob ich die richtigen Worte finde, weiß ich nicht, aber ich wollte bei diesem Thema halt mal mehrere Seiten beleuchten – weil es nie nur eine gibt – und das ist mir gelungen, denke ich. 😉

      So läuft das. Die Karawane zieht immer dorthin, wo es noch billiger ist. Und letztendlich geht es uns nur so gut, weil es anderen richtig schlecht geht. Mir ist schon klar, dass man nicht die Welt retten kann, nur weil man vielleicht ein paar Klamotten weniger kauft und auf secondhand setzt oder selbst näht. Oder weil man den Müll ordentlich trennt (*hüstel* meine Schwachstelle) und was weiß ich. Aber es ist ein Anfang. Ein Anfang, diesen ignoranten „ist zu weit weg – geht mich nichts an, ich kann eh nichts machen, sollen „die da oben“ doch mal anfangen und überhaupt“-Yolo-Egohelikoptern die Stirn zu bieten. Ich habe keine Ahnung, ob es irgendwas bewirkt – aber es fühlt sich besser an. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Irgendwann wird es was bewirken. Wir müssen nur hartnäckig bleiben und nicht müde werden auf Misstände hinzuweisen und vorleben das es auch anders geht.

        Gibt son schönen Spruch:
        Die Spinner von heute
        werden die Retter von morgen sein.
        (So ähnlich ging der glaub ich)

        Ich bin gerne Spinner 🙂

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        1. Jaaaa! So isses! ❤ Ich bin auch ein Spinner und ich steh dazu. Gestern hatte ich für einen Moment Angst, weil ich gerade die erste Staffel von Ally McBeal schaue und das für… ähem… fast realistisch halte. *g* Egal. Bin ich eben ein Spinner. Immerhin blogge ich nur und möchte nicht die Welt regieren. 😎

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  6. Dann also doch lieber billigmarken! Oder mal dies, mal das, weil es eh egal ist! Also reich wird man bei Ebay sicher nicht , aber ab und zu kann man mal was los werden wenn man Geduld hat!
    LG

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    1. Welche Schlussfolgerungen du aus diesem Post ziehst, bleibt dir überlassen. und dass man bei eBay nicht reicht wird, ist schon klar. Aber verschenken kann ich die Sachen halt auch einfacher. 😉

      Lieben Gruß!

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    1. Danke! 😉 Ich hab beim Schreiben echt kurz überlegt, was ICH zum Thema gerne lesen würde. Schreckt mich ja massiv ab, wenn nur die Moralkeule geschwungen wird. Musste mich dem Thema selbst annähern, weil ich einfach nicht mehr wegschauen möchte – und wenn für euch der eine oder andere interessante Link rausspringt… umso besser. 😉

      Lieben Gruß!

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  7. Danke für die Links. Tja, wo kann ich mit gutem Gewissen einkaufen? Und das teuer nicht heißt, dass die Frau an der Nähmaschine mehr verdient, ist traurig aber wahr. Ein guter Post über die traurige Realität. Second Hand habe ich für meine Kinder jahrelang gekauft und für mich selbst in jungen Jahren auch. Ab und an sitze ich dann am PC und gucke durch virtuelle Weiterverkaufsläden, nur bestellt habe ich noch nie. Aber vielleicht sollte ich das mal ändern und gucken, ob ich zufrieden bin.
    EBay etc. nutze ich zum Kleiderverkauf nicht, weil es den Aufwand nicht lohnt 🙂 Da verschenke ich es lieber im Bekanntenkreis (Kinderklamotten) und Tochterkind.
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Mit gutem Gewissen kaufen? Hm… frag Beate, ob sie dir was näht. 😛 Und ich selbst habe mir bei dem Post oft an die eigene Nase gefasst. Ich habe eine Menge Zeug gekauft, ohne mir überhaupt Gedanken zu machen, woher es kommt und wie es hergestellt wird. Aber es ist nie zu spät, um diesbezüglich bewusster zu werden. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Stimmt, nähen ist eine Alternative. Allerdings glaube ich nicht, dass Stoffe in jedem Fall besser produziert werden. Ok, dann fällt zumindest der Druck für die Näherin weg aber leider auch ihr Gehalt. Auch zu kurz gedacht, wie im Artikel beschrieben. Die Lösung wäre eine faire Bezahlung, aber wie durchsetzen, wo doch jeder ein großes Stück vom Kuchen haben will.
        Was wieder zeigt, dass es einfache Lösungen für komplexe Probleme selten gibt. Weiter wie bisher ist sicher auch keine Lösung. Bewusst machen ist gut, Öffentlichkeit und Einsatz dafür ebenfalls. Aber ich fürchte, es wird lange dauern, bis sich für die Näherin im Billiglohnland wirklich etwas ändert.
        Schönes WE und liebe Grüße
        Andrea

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  8. Guter Text. Und ja, ich ich bekenne mich schuldig und ich habe sogar ein schlechtes Gewissen… Aber ich habe gerade vorgestern immerhin wieder mal einen Blick in meinen Lieblings-Second-Hand-Shop geworfen 🙂 Der wird mich wohl künftig öfter mal als Kundin sehen. Hoffe ich. Ich muss zugeben: Es fällt mir schwer, an einem Zara vorbeizugehen. Wirklich schwer. Bescheuert, oder?
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Danke. Und ja… ich bekenne mich – siehe Text u. Kommentare – auch schuldig. Aber richtig. Früher bin ich zur Entspannung und nur zum Spaß durch die Läden gezogen und klar kaufst du da auch was. Mittlerweile frage ich mich auch, wie ich mal drauf war. *g* Shoppen zum Spaß? Brrrr… heute ist das Stress und ich bin froh und dankbar, dass das Onlineshopping erfunden wurde und(!), dass es mittlerweile so viele tolle Online-Secondhandshops gibt. Und das mit Zara ist nicht bescheuert. Bei mir ist es amazon. Bücher, Bücher, Bücher…

      Lieben Gruß!

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  9. Toller Post man kanns gar nicht oft genug niederschreiben. Ich kenne die Fakten auch, deshalb kaufe ich, wenn ich kaufe, auch keine bestimmte Marke mehr. Na ja zu H&M gehe ich ja nicht mehr. Die wollen mich ja nicht. 😉
    Klar ist es super Second Hand zu kaufen, aber eigentlich auch nur wenn man was braucht.
    Wenn ich verkaufe dann bei Ebay ganz normal. Das klappt eigentlich gut.
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

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    1. Das stimmt. Man kann es gar nicht oft genug aufschreiben – dann idealerweise aber so, dass man als Leser nicht das Gefühl hat „nützt eh alles nix, ich kann ohnehin nichts tun“. Würde mich freuen, wenn derartige Themen mal ein wenig „leichter“ bearbeitet werden würden. Nicht, weil man es auf die leichte Schulter nimmt, sondern einfach, um mehr Menschen zu erreichen. Andererseits nützt „nur aufschreiben“ wahrscheinlich weitaus weniger als „direkt vorleben“. 😉

      Lieben Gruß und dir auch einen schönen Abend!

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      1. Vorleben jap da liegt der Hund begraben. Beate lebt es vor und ich habe mir schon viele Scheiben von ihr abgeschnitten 🙂 . Natalia lebt es auch vor, da wird nicht für jeden Post was geshoppt. Manchmal lese ich Blogposts und denke jetzt hat die Bloggerin schon wieder eine neue Hose oder eine Bluse oder sonstwas geshoppt. Womlandet all das Klamottenzeug? Habe ich früher nicht drüber nachgedacht. Habe meinem Mann kürzlich auch erklärt, dass die Kunst darin besteht, ein Outfit im Kopf zu haben, oder ein Thema und mich dann aus meinem Schrank zu bedienen! Nicht shoppen zu gehen. Er war sichtlich erleichtert. Hat zwar nix mit den Bedingungen der Herstellung zu tun. Aber er war erleichtert. Würde ich nicht so zugenommen haben wären Neukäufe oft auch gar nicht nötig.

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        1. Das stimmt – Beate lebt es vor, Frau Hummel auch. Ich suche ja auch noch ein paar (Blog)Vorbilder, weil mir dieses „kaufen, kaufen, kaufen!“-Gedöns mittlerweile wirklich auf die Nerven geht (Bücher zählen nicht!), aber es ist nicht so leicht. Okay, ich such auch noch nicht so lange. *g* Aber wenn ich mir größere Blogs anschaue, die in Richtung nachhaltiger (veganer) Lebensstil gehen, dann… hm… da geht’s mir auch zu oft darum, „die richtigen Sachen“ zu kaufen. Und ich bin von denen, die so missionarischen Eifer verströmen, auch schnell abgestoßen. Es ist nicht zielführend, den Lesern ständig vorzubeten, was sie FALSCH machen, das wissen die alleine, sonst wären sie nicht dort gelandet. Es geht darum, zu zeigen, was sie BESSER machen können. Schwieriges Thema. Schwierig.

          Natalia? Kommt in meinen Feedreader. Danke! 😉 Und ich bin da ganz bei dir: Die Kunst besteht nicht darin, ständig neue Teile zu kaufen, sondern darin, die vorhandenen Sachen einzusetzen. Und von deiner Kreativität – nicht nur die Accessoires betreffend – will ich mir auch ne Scheibe abschneiden. Ich schrieb’s ja: überwiegend auf Basics zu setzen, ist ne sichere Bank… aber langweilig. 😉

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  10. Da steckt wirklich viel und vor allem gute Arbeit drin in deinem Artikel. Mir scheint auch das sich doch immer mehr und mehr Menschen darüber Gedanken machen, wo denn alles herkommt, und wer dafür „bluten“ muss. Es sind leider noch nicht viele Lösungen da, wenig Alternativen. Aber je mehr Menschen über diesen Konsum-Zustand nachdenken, darüber reden, um so eher wird es Lösungsansätze geben.

    Schönen Abend zu dir Anna ❤

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    1. Ich hoffe, dass sich immer mehr Menschen über diese und andere Fragen Gedanken machen. Es ist ja schon ein Anfang, in einem Punkt bewusster zu werden. Und es muss ja nicht (gleich oder überhaupt) dieser vollumfassend korrekte Lebensstil werden, wer schafft das schon? Stück für Stück in die richtige Richtung, das wäre ein schöner Anfang. 😉

      Lieben Gruß!

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  11. Vor einigen Jahren arbeitete ich bei einer Modenkette als Geschäftsleiterin. Ich musste jeden Tag ein neues Outfit tragen. Anfangs machte es mir riesen Spass ständig neue Kleider zu tragen und ich hatte ja 40% auf die neusten Teile. Als ich mich aber mit der ganzen Materie anfing auseinanderzusetzen und zu hinterfragen, konnte ich nicht mehr hinter der Firma stehen. Kinderarbeit,gesundheitsgefährdende Textilfarbe, und noch einiges mehr… Mein Entschluss zu kündigen habe ich bis Heute nicht bereut!
    Daher finde ich es toll von dir, dass du auch solche Themen ansprichst.
    Liebe Grüsse
    Veronica

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    1. Danke auch dir für einen Blick hinter die Kulissen! Klingt ja im ersten Moment wirklich wie ein Traum für Shopaholics und Fashionistas. Im ersten Moment… Wenn man von den Herstellungsbedingungen mal absieht (was schwer möglich ist), ist das aber auch eine interessante Art, den Umsatz anzukurbeln… 😎

      Lieben Gruß
      Anna

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  12. Nicht-Konsumenten aller Länder, vereinigt Euch! 🙂
    Danke für den lesenswerten Artikel. Mir geht es auch so: Seit ich weiß, welchen Aufwand es braucht, um ein Kleidungsstück selbst herzustellen, schätze ich Waren (aller Art) ganz anders.
    Es wird uns aber auch mit der Keule eingehämmert (zumindest versucht 😉 ), dass nur KaufenKaufenKaufen der Weg zur Glückseligkeit ist, und Klamotten sind eben auch so unpersönliche Kleidungsstücke, dass man leichten Herzens zugreifen und wegwerfen kann.
    Nö, mit mir auch nicht mehr!
    Bei mir kommt allerdings hilfreich unterstützend dazu, dass die „Mode“ für mich nix Tragbares hergibt. Seit kurzem bekomme ich z. B. wieder die Kataloge von B*np*x – und frage mich ernsthaft: WER soll SO ETWAS anziehen?? Und nicht nur dort.
    Zum Thema verkaufen: Oft gibt es auch örtliche Tausch- und Verschenkemärkte im Netz (hier zum Beispiel der kommunale Abfallentsorger), wo es meist recht freundschaftlich zugeht. Oder die auf den eigenen Ort bezogenen ebay-Kleinanzeigen (da haben wir kürzlich einen supermegatollen gebrauchten, aber toppen Katzenkratzbaum erjagt).
    Lieben Gruß, AnnJ

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    1. Das glaube ich gerne! Ich weiß die Sachen ja schon mehr zu schätzen, nachdem ich mich nur mehr ins Thema eingelesen habe. Geschweige denn, ich würde selbst nähen… Das ist überhaupt der einzige Punkt, der für teure Klamotten spricht: sie werden vermutlich weitaus weniger schnell aussortiert als ein Shirt für 5Euro und in einen Konsumrausch kann man auch kaum verfallen – es sei denn, man ist Paris Hilton oder was weiß ich. 😉

      Dieses „Kaufen, kaufen, kaufen“-Ding geistert ja auch als noch zu schreibender Text durch meinen Kopf. Wie schön, dass ich früher… *hüstel* (okay, ist noch nicht sooo lange her) ein richtiger Konsumjunkie war. Und ein Werbeopfer. Und ein Blog- u. Instagramopfer. Kann da also aus einem reichen Erfahrungsschatz schöpfen… und ich kauf ja immer noch gerne dieses und jenes (allerdings mittlerweile mit sehr viel mehr Hirn), aber ich erwarte nicht mehr, dass es mein Leben schlagartig verbessert. Es sei denn, wir würden endlich ne Spülmaschine kaufen… und davor ne größere Küche. 😎

      Hm… und was die Mode angeht: ich schau sie mir unheimlich gerne an. Ich bewundere modeMutige Menschen – lande dann aber doch immer wieder bei altbewährten Klassikern/Basics. Und wenn du instinktiv immer wieder zu Jeans oder schwarzen Oberteilen ähnlicher Schnittmuster greifst, dann hast du irgendwann genug davon im Schrank und brauchst einfach keine neuen Sachen mehr. Und das ist gut so. 😉

      Lieben Gruß!

      P.S: eBay Kleinanzeigen! Stimmt… die hatte ich vergessen. Danke für die Erinnerung,Da waren die Erfahrungen (andere Sachen betreffend) ziemlich gut. 🙂

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  13. Erstens: Dicken Knooootscha für dich, Anna! Danke für diesen tollen Post, deine sicher sehr zeitaufwändige Recherche und diesen mal wieder so informativen Text! Auch so ein Thema, das man immer und immer wieder in Erinnerung rufen muss. Selbst wenn einige finden, dass es nun langsam langweilig wird. (Yep. Ich hab so’ne Aussage schon zu einem meiner etwas konsumkritischeren Posts bekommen….. ;oD ).
    Ich glaube, die ganze Chose fängt schon vor der eigentlichen Produktion an zu haken. Bei der Menge an Mode nämlich, die wir uns so jedes Jahr kaufen. Hab letzthin eine Reportage im Schweizer Radio darüber gehört, wonach jeder Schweizer pro Jahr im Schnitt 70 Stück an Klamotten kauft. SIEBZIG!! Wenn man bedenkt, dass ich z.B. ganz bestimmt keine 70 Stück Anziehsachen kaufe im Laufe von 12 Monaten und es also jemanden anderen geben muss, der die Differenz zu meinen- na, sagen wir mal: hööööchstens 5-7 Stück pro Jahr- ersteht, dann reibe ich mir schon die Augen. WAS TUT MAN MIT SO VIELEN KLAMOTTEN?? Und das jedes Jahr auf’s Neue? Wenn man jetzt mal ausser Acht lässt, WORAUS diese Klamotten bestehen, WO sie herkommen und WER dafür absolut unfaire, unterbezahlte und krankmachende Arbeit geleistet hat, so macht mich alleine die Vorstellung dieser „Altkleider“-Berge schwindelig, die da unweigerlich entstehen müssen. Kaufen- kurz tragen- entsorgen. Weil: Mode ist so schnelllebig, dass man doch praktisch 4 Mal im Jahr seinen ganzen Kleiderschrank überholen muss, will man irgendwie Schritt halten und zumindest in Ansätzen das tragen, was grade hip ist (oh, ich hasse dieses Wort….!)
    Also wäre ein Ansatz zur Lösung dieses Problems einfach, sich seine Klamotten so geschickt auszuwählen, dass man sie 1. in vielen verschiedenen Kombis tragen kann, dass es 2. gute Qualität ist, die lange hält und 3. (und das wäre die Kür, ne?) dass die Sachen relativ zeitlos sind und kein Jahrgang dransteht, sodass man sie gerne leiden mag und sie einem auch nicht fad werden. Ausserdem wäre es auch eine gute Idee, eben NICHT modische Sachen zu kaufen, sondern eher spezielle, aussergewöhnliche, die nicht jeder hat, sich im besten Fall selber was zu nähen (so man das denn kann!) oder sich von einer begabten Kollegin oder einer Schneiderin was nähen zu lassen. Ich hab die Erfahrung gemacht: Die Sachen kosten dann etwas mehr, sind aber von so guter Qualität und optisch so ansprechend (weil man ja was dazu zu sagen hat!), dass sich dieser finanzielle Mehraufwand über Jahre gesehen total lohnt! Alle wollen doch immer so authentisch, „anders“ und speziell sein, und doch lassen sich die meisten von der Industrie diktieren, was sie anzuziehen haben. Das versteh‘ ich einfach immer nicht. Du??
    Wenn also jeder Mensch nur noch die Hälfte dessen an Klamotten kaufen würde, was zur Zeit grade als der durchschnittliche Konsum errechnet wird, dann würden weniger Rohstoffe zur Herstellung, weniger Energie zur Herstellung und für den Transport, weniger Chemie für die Behandlung der Sachen (da kann man sowieso ein ganz grosses Fragezeichen hintersetzen!!) benötigt. Okay, und an dieser Stelle kommen die Menschen ins Spiel, welche die Teile nähen. Die hätten dann auch weniger zu tun und folgedessen NOCH weniger Einkommen. ABER! : Wären wir bereit, für unsere Anziehsachen tiefer ins Portemonnaie zu greifen, würden wir diese verdammte „Geiz ist geil!“-Mentalität ablegen und würden wir uns einfach mal vor Augen führen, dass auch wir hier irgendwann nicht mehr viel auf dem Lohnkonto haben werden, wenn alle immer mehr kaufen wollen, das aber, bitteschön, immer billiger sein soll…..ja dann wäre schon einiges getan. Deshalb finde ich auch diese Geschichten wie bei Lillika Eden so absolut genial. Firmen, die den „Puck“ sehen, die wertvolles Material upcyceln und Menschen im eigenen Land zu reellen Gehältern beschäftigen. Das sind die richtigen Ansätze! Das hat Vorbildcharakter, und ich hoffe, dass noch viele mehr auf diesen Zug aufspringen und von den Konsumenten unterstützt werden! Wir haben in Luzern einen Laden, den „Changemaker“, der funktioniert so in der Art, verkauft Dinge, die fair gehandelt werden, super Qualität haben, handgemacht oder „swiss made“ sind und aus ökologisch wertvollen Rohstoffen, z.T. re- oder upcycelt, hergestellt werden. Ich liiiiebe den Laden!! Muss demnächst mal wieder dahin. Ist ja bald Weihnachten…. ;oD
    Übrigens würde ich für so einen Beanie ohne mit der Wimper zu zucken 25 Franken bezahlen. Weil ich weiss, was dahintersteckt! Und wer so einen Beanie für einen Euro kauft, der hat einfach nichts begriffen……
    So, isch ‚abe ferddisch. Sonst artet das hier noch aus! ;oD
    Nochmals danke, und bis bald! Herzlichste Grüsse, du meine Sista im Geiste!

    Ach so: Second hand. DAS ist auch eine supergute Idee. Die Frau BWH & Co. machens vor! So man denn in sinnvoller Anfahrdistanz einen GUTEN Second-hand-Laden vorfindet….

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    1. Ich danke dir für dein Feedback! ❤

      Und das Thema ist nicht langweilig – es ist schwierig. Weil man einfach Sachen sieht, die man nicht sehen will. Und wenn man hinschaut, dann muss man schon sehr abgebrüht sein, um einfach so weiterzumachen wie bisher. Davon abgesehen bin ich momentan ohnehin eher konsumkritisch eingestellt. *g* Wie praktisch, so kurz vor Weihnachten. Will nun nicht sagen, dass ich zum Konsumverweigerer werde, ganz sicher nicht. Aber wie las ich neulich so schön: Je größer die Löcher in der Seele sind, desto größer müssen die Perlen an der Krone sein. Offenbar werden meine Seelenlöcher kleiner. 😉

      Den Kaufansatz bei Klamotten verfolge ich seit Jahren – bei Punkt 2 (Qualität) muss ich aber gestehen, dass manche der Billigklamotten erstaunlich haltbar sind. Die Basicshirts, die mich am längsten begleitet haben, waren von C&A und haben 4,50 gekostet. Und bei deinen Ausführungen wird mir ganz schwummerig und da ist auch die Lösung: Weniger ist mehr. Würde ich mir pro Jahr 70 Kleidungsstücke kaufen, dann bräuchte ich bald nen neuen Kleiderschrank und der passt hier nicht rein. Also sehe ich meinen eigentlich zu kleinen Beitrag als wertvolle Lernaufgabe an und schon sieht er sehr viel schöner aus. 😉

      Herzlichen Gruß ins Hummelland!

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  14. Anna -> Ein Post der mir persönlich total aus der Seele spricht.
    Tja, wo kaufe ich nun meine Klamotten. Zumindest nicht in den Läden, wo man schon lange weiß, dass Kinderarbeit dahinter steht.
    Im Nähen bzw. Handarbeiten bin ich eine NULL. Leider *seufz*
    Aber ich kann bewußt einkaufen. Damit meine ich, zu hinterfragen -> Brauche ich das wirklich?
    Sind wir doch mal ehrlich. Unsere Schränke sind überladen von Klamotten, die wir zum Teil gar nicht austragen können.
    Second Hand habe ich für meine drei Mädchen gekauft als sie noch klein waren. Ehrlich gesagt, gibt es in meiner Gegend nicht wirklich viele von diesen Second Hand Geschäften.
    Klamotten, die in unserer Familie nicht mehr getragen werden verschenken wir an die Volkshilfe. Oder wir geben sie meiner Arbeitkollegin mit. Die sammelt sie in einem großen Lager mit noch anderen Freiwilligen. Ein Mal im Jahr fahren sie damit in die Ukraine und verteilen sie persönlich an das arme Volk.
    Wie gesagt -> dieser Post ist mehr als lesenswert!
    Liebe Grüße

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    1. Danke dir! ❤ Ich bin froh und dankbar, dass die Auswahl an Secondhandshops online recht groß ist. Und ich gebe auch zu, dass ich erst vor einiger Zeit damit angefangen habe, mir wirklich bewusst Gedanken über dieses Thema zu machen. Vorher habe ich es schlichtweg verdrängt, weil es bequemer war. Und als ich die letzten Jahre mehrmals meinen Kleiderschrank entrümpelt habe (Flohmarkt! Das hat sich gelohnt), da war mich klar, dass ich in erster Linie mal mein Kaufverhalten überprüfen muss. Und zwar mit der einfachen Frage: Brauche ich es wirklich oder will ich es nur haben? Du glaubst ja gar nicht, WIE viele potenzielle Käufe sich mit DER Frage in Luft auflösen. Und das ist gut so… 😛

      Herzlichen Gruß!

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  15. Sachen im Second-Hand-Shop zu verkaufen, habe ich auch mal versucht. Keine Chance. Die Dame dort hat die Sachen begutachtet, als würde ich versuchen, ihr Lumpen anzudrehen. Auf Ebay hatte ich auch keinen Erfolg. Lediglich mit Stiefeln. Die gingen unverzüglich weg und sogar zu einem guten Preis für mich.

    Ich finde, dass das ein sehr schwieriges Thema ist. Jeder ist davon betroffen, weil wir alle Konsumenten sind. Es bleibt einfach nur der Griff zu wirklich fairer Mode. Aber da machen die meisten nicht mit, ich gehöre ebenfalls dazu. Und das kann man auch auf alle anderen Konsumbereiche übertragen. Auch beim Einkauf von Lebensmitteln sollte man sich die Frage stellen, ob man wirklich alles immer haben muss und ob auch da nicht der Griff zu fair gehandelten Produkten getan werden kann.

    Schwierig, sehr sehr schwierig.

    Danke für die Links.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Ist auch schwer, die Sachen weiterzuverkaufen, wenn du nur „normale Klamotten“ und keine tollen Marken hast. Zumal mein Secondhandladen hier Geschichte ist. Kein Wunder… mit Takko und anderen Billigketten ums Eck… wer kauft da noch gebrauchte Sachen, die teurer sind? Es sei denn, es sind echte Markenschätzchen? Schwierig.

      Ich kann es mir derzeit nicht leisten, mich nur mit wirklich fairer Mode einzukleiden. Ist traurig, ist aber so. Dafür trage ich meine Sachen eben lange – was voraussetzt, dass ich vorher genau überlege, welche Teile Langzeitstücke sind. Oder schaue secondhand. Und eben… nur mit der Kleidung ist es nicht getan. Schwierig… aber wenn man einmal hinschaut, kann man eben auch nicht mehr wegschauen…

      Lieben Gruß!

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  16. Das Schönste, was am meisten Spaß gemacht hat, war eine Kleidertauschparty. Wie ich sie kürzlich auf meinem Blog vorgestellt hatte. (Ist jetzt kein Wink oder so…) Das war ideal., Gute erhaltenen Klamotten, die man selbst nicht mehr will, machen einer anderen freude.

    Das ist echt ein komplexes Thema. Denn die politischen Bedingungen die den jeweiligen Ländern spielen ja auch noch eine Rolle. Aber je mehr Aufklärung, desto besser….LG Sabina

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    1. Stimmt! Kleidertauschpartys sind natürlich auch eine tolle Sache, wenn frau die geeigneten Tauschpartner hat. Und jep, das Thema ist echt komplex. So komplex, dass ich manchmal wünschte, mich nicht damit beschäftigen zu müssen, aber das ist ja auch keine Lösung…

      Lieben Gruß!

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  17. Liebe Anna,

    ich bin glücklich darüber, dass du hier dieses Thema aufgreifst und so deutlich dich äußerst. Das vermisse ich in den meisten Modeblogs. Umso erfreulicher ist, es wenn die Herstellung der Textilien themaitisiert wird und alternativen zur herkömmlichen Ausbeutung und Umweltzerstörung aufgezeigt werden. Ich bin ganz deiner Meinung und möchte dich bestärken in deinem Weg!

    Mit herzlichen Grüßen
    Monika

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    1. Ich danke dir für dein Feedback! Das Thema treibt mich schon länger um und ich überlege wirklich, wie ich für mich einen Weg finden kann, um halbwegs verträglich zu leben. Das wird und kann keine 100%-Lösung sein (dazu wird es irgendwann noch einen Text geben), aber jeder Weg fängt halt mit einem ersten Schritt an. 😉

      Und wenn du mal bei meinen Mitbloggerinnen Beate vom Bahnwärterhäuschen oder Frau Hummel vorbeischaust, dann findest du da zwei tolle Bloggerinnen, die mir diesbezüglich große Vorbilder sind und die das richtig toll und absolut authentisch vorleben. 😉

      Herzlichen Gruß
      Anna

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  18. Liebe Anna, toller Post und gut recherchiert, was ich besonders zu schätzen weiß 😉 Also daher: Gut, dass er entglitt und eine Eigendynamik entwickelt hat, manchmal muss man einfach flexibel sein. Das Thema beschäftigt mich auch schon länger, insbesondere, da ich in der Branche arbeite. Komplett moralisch zu leben ist natürlich ziemlich schwer und sehr normativ. Oft kommt man aber einfach nicht daran vorbei, Unterdrückung und Ausbeutung zu „unterstützen“… ich habe natürlich auch einen Schrank voller Zara & H&M.
    Eine super Erfahrung waren für mich auch Secondhand Shops. Die gab es bei mir früher in der Kleinstadt nicht, später in Berlin und München, bin ich dann richtig auf den Geschmack gekommen und heute zähle ich einige meiner Secondhand-Funde zu meinen Lieblingsklamotten. Was ich aber noch viel wichtiger finde: Weniger kaufen.
    Wir brauchen nicht jede Saison einen neuen Fundus an Kleidung. Dann kann man sich auch mal teurere Sachen leisten, weil man eben weiß, hey, den Pulli kann ich auch noch in 10 Jahren tragen.
    Ein Bewusstsein für dieses Ungleichgewicht in Herstellung und Preis, aber auch in der Tragedauer ist ja schonmal der erste Schritt. Und daher finde ich es auch so wichtig, darüber zu schreiben 🙂
    Liebe Grüße, Meike

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    1. Danke dir. 😉

      Seit diesem Post sind ja nun einige Monate vergangen und in der Zeit habe ich auch gemerkt, wie schwer es mir selbst fällt, diesbezüglich „moralisch korrekt“ zu leben. Es gibt einfach bestimmte Läden, die ich zuallererst ansurfe, wenn ich meinen Klamottenbestand aufstocken möchte und manchal denke ich dann hinterher, was hast du nun wieder gemacht? Du wolltest doch eigentlich anders(wo) einkaufen. Allerdings kaufe ich (nicht erst seit diesem Post) wirklich bewusster. Vor jedem Teil steht die Fragen: Brauchst du das wirklich oder ist das nur wieder ein Will-haben-Flitz? Anschließend frage ich mich, wann ich das Teil tragen möchte und welche Kombinationsmöglichkeiten es hergibt. Das ist die beste Shoppingbremse überhaupt und Klamotten, die diesen Filter durchlaufen, sind dann wirklich Langzeit-Lieblingsteile und so soll es auch sein. 😉

      Glaube, es gibt da nicht den einen richtigen Weg. Aber jeder kann auf seine Weise eben doch einen Schritt in die richtige Richtung gehen.

      Lieben Gruß!

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      1. Liebe Anna, das kenne ich… geht mir genauso und ich finde auch, dass es super schwer ist, etwas passendes in Bio und Fairtrade Qualität zu finden… Dachte ich zuerst nicht, aber ist leider wirklich so. Wollte zB einen grauen Winterpulli mit Rollkragen und Zopfmuster, und habe keinen fairen gefunden. Obwohl ich stundenlang online und einen Tag in der Großstadt gesucht habe… Deine Filterfragen in Bezug auf Kombinationsmöglichkeiten finde ich aber super, das werde ich mal ausprobieren 🙂 Liebste Grüße!

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        1. Sobald ich sehr genaue Vorstellungen von dem habe, was ich denn kaufen möchte, wird es überhaupt sehr, sehr schwer. Ich rücke da ja auch nicht von meiner Vorstellung ab, sondern suche dann halt ewig. Und ich kann warten. Lange warten. Dafür liebe ich die Teile dann umso mehr und trage sie ewig. 😉

          Herzlichen Gruß!

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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