Mit Glamour gegen den Weltuntergang.

Manchmal möchte ich über meine eigene Dummheit weinen. Als ich neulich schrieb, dass ich anfange das zu meiden, was mir schlechte Laune macht, hatte ich vergessen, dass ich im Oktober ein Mini-Abo der Glamour bestellt hatte. Drei Ausgaben der Glamour für 4,90€ – da machste nichts falsch, dachte ich. Auweia… wie kann man in diesem Alter nur so dämlich sein? Die erste Glamour kam an diesem unschönen Samstagmorgen an und beim ersten Blick aufs Cover zeigte sich: Hey, die Laune ist ja noch nicht ganz unten… es geht noch tiefer. Erstaunlicherweise entpuppte sich nicht die Coverstory „Bin ich zu jung für Botox & Co“ als Stimmungskiller, sondern: „Wir sind noch zu retten! Warum die Welt besser ist, als wir denken“

Ursprünglich wollte ich mich ja ein bisschen über diesen „Bin ich zu jung für Botox & Co“-Artikel auslassen, weil ich davon ausging, dass dieses „Botox, Filler & Co“-Thema mal wieder auf diese unvermeidliche „je früher, desto besser“-Leier runtergebrochen wird. So wie beim Kindergartenplatz: Den Termin unbedingt schon vor der Geburt machen, sonst ist es wirklich zu spät!!! Aber es kam anders. Denn tatsächlich ist der Artikel [in dem es um Botox, Filler, Kryolipolyse und Microneedling geht] gar nicht mal so übel und – für eine Frauenzeitschrift – weitaus weniger unausgewogen, als ich das erwartet habe. Einer der vier befragten Beauty-Docs weist tatsächlich darauf hin, dass es vor allem wichtig ist, die Haut vor Sonne zu schützen, um sich frühes Fillern zu ersparen – denn Sonne zerstört Eigenkollagen und elastische Fasern. Und um dem „Eine Spritze geht noch“-Flash Einhalt zu gebieten, setzt der Doc auf Vorher-Nachher-Fotos, denn (Zitat): „Man gewöhnt sich schnell an den Effekt und viele haben das Gefühl, dass nachgelegt werden muss, obwohl noch alles in Ordnung ist.“ Wie gesagt: Ich war positiv überrascht. Und dann blätterte ich weiter…

Highlight: Die Welt geht doch noch nicht unter…

Um zu erfahren, dass 2016 so viele gute Dinge passiert sind, dass wir Heulsusen mit unserem Gejammere vom Weltuntergang doch endlich mal aufhören sollten. Es gibt nämlich viele gute Nachrichten, man muss nur genau hinsehen. Und Grund zur Hoffnung gibt es laut Glamour. Denn: Die Paralympics waren cooler als die olympischen Spiele und wir haben Karies in Deutschland fast besiegt. Noch besser: Buckelwale und Pandas sind nicht mehr vom Aussterben bedroht. [Yeah, supi. Da werden sich Leoparden, Luchse, Löwen, verschiedene Orang-Utan-Arten, afrikanische Elefanten oder der Alaska Seelachs richtig freuen, die gehören nämlich zu den 841 vom Aussterben bedrohten Arten.] Außerdem: So wenig Arbeitslose wie jetzt – nämlich „nur“ 2,61 Millionen Menschen – gab es zuletzt vor 25 Jahren [ach? Wollen wir mal schauen, in was für Jobs oder Beschäftigungsmaßnahmen all jene stecken, die aus der Statistik gepurzelt sind oder passt das nicht ins Bild?]

Und richtig toll: Bis 2025 soll durch eine neue EU-Richtlinie der Plastiktütenkonsum in Deutschland von 71 Tüten jährlich pro Person auf 40 Plastiktüten reduziert werden. [Nur zur Erinnerung: Wir schreiben das Jahr 2016. Wir warten also noch 9 Jahre darauf, dass jeder Deutsche 31 Plastiktüten weniger im Jahr verbraucht und liegen dann immer noch bei 40 Plastiktüten pro Kopf?! Woohoo… und danach reduzieren wir den Plastiktütenverbrauch alle 10 Jahre um weitere 10 Tüten – Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut.]

Trinkwasser – die krasse Erfolgsgeschichte…

Mein persönliches Highlight innerhalb dieses Artikel-Highlights ist allerdings die Sache mit der Trinkwasserversorgung: 91 Prozent der Weltbevölkerung haben mittlerweile Zugang zu sauberem Trinkwasser – macht seit 1990 eine Steigerung von 15 Prozent, „auch wenn es auf dem Gebiet noch was zu tun gibt, die Richtung stimmt“, so heißt es. Genau da hätte ich am liebsten mit Wasserbomben um mich geworfen. Wollen wir uns mal in diese gesichtslose Masse derer reinversetzen, die leider noch ein paar Jährchen auf sauberes Trinkwasser warten müssen – darunter viele Kinder? Beim Auswärtigen Amt heißt es:

663 Millionen Menschen haben kei­nen Zugang zu verbesserten Trinkwasserquellen und 2,5 Milliarden Menschen keine angemessene Sanitärversorgung. An den daraus resul­tierenden Krankheiten sterben mehr Kinder als an Malaria, Masern und AIDS zusammen. Damit gehört dieses Thema zu den zentralen Herausforderungen unserer Zeit. (Quelle AA, Stand: 6.1.2015)

Und in folgendem Unicef-Bericht steht:

Sein Wasser aus einem Tümpel zu trinken oder für die Notdurft auf ein Feld gehen zu müssen – das sind stille Menschenrechtsverletzungen, die keine Schlagzeilen machen. Aber sie haben täglich für fast 1.000 Kinder weltweit tödliche Folgen“, sagt Christian Schneider, Geschäftsführer von UNICEF Deutschland. Durchfallerkrankungen, die durch verschmutztes Trinkwasser, fehlende Latrinen und mangelnde Hygiene verursacht werden, gehören zu den häufigsten Todesursachen bei Kindern unter fünf Jahren.

Wenn Ende dieses Jahres die sogenannten Millenniums-Entwicklungsziele auslaufen, gehört das Thema Trinkwasser insgesamt zu den Erfolgsgeschichten. Heute haben 91 Prozent aller Menschen Zugang zu sauberem Wasser – 2,6 Milliarden mehr als noch 1990. Die guten Durchschnittswerte verdecken jedoch große regionale und soziale Unterschiede: Acht von zehn Menschen ohne sauberes Trinkwasser leben auf dem Land. Von den 159 Millionen Menschen, die nur Oberflächenwasser aus Flüssen, Seen oder Tümpeln trinken können, leben zwei Drittel in Afrika. Und wohlhabendere Familien profitieren von den Fortschritten deutlich mehr als arme. (Quelle Unicef, Stand: 28.7.2015)

Da kann man sich doch entspannt zurücklehnen und dem Trinkwasser seinen Lauf lassen. Und währendessen fleißig via App kontrollieren, ob man selbst auch die täglich empfohlene Trinkmenge zu sich genommen hat [macht sonst so fiese Falten und dann muss der Filler doch schon mit 20 ran] oder schwerwiegende Entscheidungen treffen. Etwa: Soll ich lieber duschen oder ein Vollbad nehmen?

Widdewiddewitt…

Es kommt auch eine Medienpsychologin zu Wort, die uns erklärt, warum wir gute Nachrichten so selten mitbekommen und auf die negativen geeicht sind. Das ist nämlich so: Früher, in einer Zeit ohne Medien, erreichten schlechte Nachrichten lediglich das Nachbardorf, mittlerweile werden wir jedoch mit bad news aus der ganzen Welt geflutet. Noch schlimmer: Die, die uns die Nachrichten verkaufen, setzen auf die drei K’s: Kriege, Krisen und Katastrophen, weil die sich am besten verkaufen. Außerdem wären die sozialen Medien „so wahnsinnig schnell“,  dass Journalisten die Themen immer schneller aufgreifen müssten. Das gehe zulasten der Recherchequalität, weswegen immer öfter auf Gerüchtebasis informiert werden würde. Und indem wir selbst die schlechten Nachrichten via Social Media teilen, tragen auch wir unseren Teil zu diesem Weltuntergangsszenario bei. Besser: sich auf positive Nachrichten konzentrieren und sich über kleine Sachen freuen. Etwa über süße und lustige Videos auf Facebook. Sagt die Medienpsychologin.

Mannmannmann…

Ganz ehrlich? Macht mich sprachlos. Zum ersten Mal in meinem Leben kann ich mich ein wenig in militante Umwelt- u. Ökoaktivisten hineinversetzen – Extreme sind ja sonst eigentlich nicht so  meine Sache. So einfach ist das also? Schau einfach auf die 91 Prozent derjenigen, denen mittlerweile Trinkwasser zur Verfügung steht, freu dich darüber, dass es Buckelwalen und Pandas nicht mehr an den Kragen geht und dann… zieh dir ein paar Katzenvideos rein, hach… die Welt ist schön?!

Ja, es ist ein Erfolg dass immer mehr Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben. Allerdings finde ich es zynisch und unverantwortlich, oben genannte Zahlen so einseitig zu werten und daraus lediglich eine Erfolgsgeschichte drechseln zu wollen und dann ein „Ist doch alles gar nicht so schlimm, die Welt ist so schön, wie du sie dir machst“-Plädoyer anzustimmen. Warum? Weil dadurch knapp 250.000 Leserinnen unterschwellig folgendes suggeriert wird: Lehn dich entspannt zurück und beschäftige dich nur mit den leichten und erfreulichen Dingen – das ist besser für dein Seelenheil. Früher machte man sich ja auch maximal über das Geschehen im Nachbardorf Gedanken.  Die Welt ist schön, liebe Leserin, und wir sind ja ohnehin auf dem richtigen Weg, also zerbrich dir nicht dein hübsches Köfpchen über so hässliche Dinge und mach dir stattdessen lieber Gedanken darüber, ob du zu jung für Botox bist.

Schuster, bleib schön bei deinen Leisten…

Schön ist sie zweifelsohne, diese Welt. Und ich gehöre auch nicht zu denen, die ständig vom Weltuntergang faseln. Allerdings ist diese Welt vor allem dann besonders schön, wenn man das Glück hat, am richtigen Ort leben zu dürfen – und nicht am falschen. Wenn man ein Dach über dem Kopf und ein eigenes Bett hat. Wenn der Kühlschrank voll ist, fließendes und sauberes Wasser aus dem Hahn kommt und man sich überhaupt keinen Kopf darum machen muss, ob das Geld am Monatsende reicht. Aber wie schön bleibt diese Welt, wenn wir uns alle nur noch um unsere eigenen Belange kümmern? Und uns nur noch mit dem beschäftigen, was unserem zarten Seelchen keinen Schaden zufügt? Oder wenn wir vor der Berichterstattung gleich die Augen verschließen, weil die ja so furchtbar negativ ist? Und überhaupt: Warum selbst etwas tun, wenn „die da oben“ sich doch auch um nichts scheren? Wo kommen wir denn da hin? Ich sag euch, wohin wir dann kommen: Das ist der direkte Weg in eine Welt, in der ich nicht leben möchte. Und ich hoffe, dass ich das auch nie tun muss.

Was fällt mir sonst noch ein? Schuster, bleib bei deinen Leisten und ihr (Frauenzeitschriften)Schreiberlinge auch. Besonders, wenn eure Themen die anderen drei K’s sind, nämlich: Kleidung, Kosmetik und Kalorien. Brecht derart wichtige Themen nicht auf wenige Sätze runter und schreibt doch stattdessen einfach nur über das übliche Zeug, am besten nach bewährtem Schema…

Unnötig zu erwähnen, dass es bei dem Mini-Abo bleiben wird, oder? Die nächsten Frauenzeitschriften spare ich mir – das Geld kann ich sinnvoller einsetzen.Und ich werde 4,90 Euro draufpacken, Strafe muss sein…

frauenzeitschriften

Info & Leseklicks: 

Wem gehört das Wasser? [Doku 45 min] u. der dazugehörige Bericht auf 3sat.

[Beitragsbild: erstellt mir Canva, zum Bild inspiriert hat mich diese Vorlage]

37 Kommentare zu „Mit Glamour gegen den Weltuntergang.

  1. Die richtig guten Nachrichten sind doch die, dass Menschen mit großem Engagement und Klugheit etwas bewegen. Die „Ärzte ohne Grenzen“ oder „Medica Mondiale“ z.B.
    Da ist Dein Geld gut angelegt und der Glamour verwandelt sich in echten Glanz.
    Wir haben zu unseren runden Geburtstagen dieses Jahr (so wie auch schon vor 5 Jahren) zum Spenden für diese Organisationen aufgerufen, statt Geschenken. Und fühlten uns dann mehr als reich beschenkt, weil so viel zusammenkam, dass wir auf unsere Freunde richtig stolz waren.
    Bitte nicht missverstehen, ich will keine guten Gefühle damit erkaufen auf Kosten von armen Menschen.
    Aber dennoch hat diese Aktion uns alle noch ein Stück näher zusammengebracht und anderen geholfen, die es bitter nötig haben.
    Für mich ist dies ein kleiner Beitrag in die richtige Richtung.
    Hab noch ein schönes Wochenende und lies doch mal wieder was von der klugen Lizzy Bennett. Das gibt auf jeden Fall immer ein gutes Gefühl und stellt die Welt wieder ein bisschen in einen Rahmen.
    Herzliche Grüße von Sieglinde

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    1. Liebe Sieglinde, das hast du schön gesagt. Und nein, ich missversehe das nicht. Ich sehe das ähnlich wie du: Jeder Beitrag ist ein Schritt in die richtige Richtung und wenn er noch so klein ist. Wenn jeder auch nur einen kleinen Beitrag im Gegenwert eines Kaffees oder einer Zeitschrift leistet, kann einiges bewegt werden.

      Lizzy Bennett könnte ich wirklich mal wieder rauskramen. Oder Elisabeth von Arnim mit ihrem verzauberten April. Außerdem hat eine meiner Lieblingsautorinnen (Philippa Gregory) einen Roman über die letzte Frau von Heinrich VIII rausgebracht – der dürfte mich einige Zeit fesseln und mir keine Zeit für Rückfälle ins Frauenzeitschriftenland lassen. 😉

      Ein schönes Wochenende auch dir. Lieben Gruß!

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      1. Der „Verzauberte April“ ist auch immer ein richtiger Seelenwandler. So wunderbare Beispiele diese Frauen!
        Ja, Elizabeth von Arnim ist immer eine gute Alternative. Wie oft ich schon Bücher von ihr verschenkt habe, sie sind doch immer ein Gewinn für die Beschenkte.
        Und wie Du schon schreibst, in der Zeit liest frau schon keinen anderen Kram… ;-).

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  2. Toll geschrieben Anna, da steht vieles in deinem Artikel, über das ich auch oft grüble. Wenn ich mit meinen Einkäufen fürs Abendessen zur U-Bahn spaziere, fliegen meine Gedanke zu allen die nicht in Ruhe nach Hause gehen können. Noch dazu mit einer Tasche voll mit guten Lebensmitteln. Es fängt schon beim zu Hause an, wie weit sind wir davon entfernt, das jeder hier in Europa eines hat. Ein richtiges, kein Bett in einem Lager, mit einem Klo und Duschen, das sich viel zu viele teilen müssen. Es ist zum weinen, schon während man es aufschreibt. Manchmal scheint mir wir kommen keinen Schritt voran. Aber Augen zumachen gilt nicht, nein.

    Gute Nacht, ich grüße dich ganz lieb ❤

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    1. Danke dir. Und du beschreibst genau das, was mir auch immer wieder durch den Kopf geht, weil so vieles eben nicht selbstverständlich ist – immer noch nicht. Wahrscheinlich ärgert mich dieser Artikel auch deshalb so sehr. Ich bin ja nun wahrlich niemand, dessen Texte ständig vor Dankbarkeit überlaufen, aber tatsächlich bin ich jeden Morgen für einen Moment dafür dankbar, dass ich einfach so aufstehen und mir meinen Kaffee machen kann und [*hier bitte all die kleinen Selbstverständlichkeiten einfügen, die keine sind*]. Und ich bin mir sehr wohl bewusst, dass es sich bei vielem, womit ich mich – auch im Blog – befasse, um Luxusproblemchen handelt, das wird mir nicht nur klar, wenn ich die Nachrichten sehe. Gehöre auch zu denen, die die Nachrichten seelisch runterziehen – aber was ist denn die Alternative? Wegschauen und nur nette Videos ansehen? Das mache ich, wenn ich selbst in ein schwarzes Loch falle und mich entgiften muss, aber ich kann die Ungerechtigkeit doch nicht dauerhaft ignorieren…

      Lieben Gruß und gute Nacht! ❤

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  3. Tja, was nach viel klingt, muss nicht immer viel sein. Es ist immer eine Frage der Auslegung. Und während sich die einen Gedanken um gesunde Ernährung machen hoffen andere, überhaupt satt zu werden. Danke für das dran erinnern.
    Und dran erinnern macht die Welt vielleicht ein Stück weit besser. Vielleicht kein Großes aber „Kleinvieh macht schließlich auch Mist“ 🙂

    Hab ein schönes WE und liebe Grüße
    Andrea

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    1. Ganz genau darum ärgert mich dieses lapidare „die Richtung stimmt“, denn die Zahl, die hinter diesen 9 Prozent steckt, ist viel zu hoch. Und wenn dieser dumme Artikel irgendwen davon abhält, wichtige Arbeit vor Ort zu unterstützen, weil das ja alles „schon so viel besser ist“…. Ich schrieb es: unverantwortlich und zynisch. Denn wie du schreibst: Kleinvieh macht auch Mist. 😉

      Schönen Sonntag wünsche ich dir!

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  4. Köstlicher Artikel.
    Ich kann mir richtig vorstellen, wie du die Zeitschrift last und große Augen bekamst, und wahrscheinlich plusterten sich die „Backen“ auf, durch geschlossenen Mund daran gehindert, jeden Moment loszuplatzen… 😀

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  5. Ich habe just gestern die gleiche Ausgabe der Glamour in der Hand gehabt. Muss zu meiner Schande gestehen, dass ich sogar ein Jahresabo habe… Und ich war sprachlos. Sorry, aber dieses „Schau nur auf die positiven Dinge, dann geht es dir gut“ ist einfach nur dumm und letztlich ein Ausdruck der Richtung, in die es unsere Gesellschaft treibt. Letztendlich kann man es auch runterbrechen auf: „Was geht mich das Elend der Welt an. Mir geht es doch gut“. Blöd nur, dass das Elend der Welt uns irgendwann einholt.
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Ich wollte ja immer mal wieder ne Zeitschrift abonnieren, aber nach spätestens 3 Heften habe ich die Nase voll, darum nur versch. Mini-Abos. Außerdem nervt es mich, dass die Schreiberlinge jetzt für nahezu alle Zeitschriften schreiben (weil Freie das eben so machen müssen) – die Zeitschriften verlieren so einfach ihr Gesicht und werden austauschbar. Keine gute Idee, ganze Redaktionen an die Luft zu setzen, mich als Leserin vergrätzt das. Dumme Artikel wie dieser vergrätzen mich aber schneller.

      Ich versteh es ja: ich habe selbst Probleme, diese Ungerechtigkeiten zu ertragen und an manchen Tagen kann ich die Nachrichten tatsächlich nicht anschauen. Aber wegsehen und „das Leben ist schön“ singen, ist doch keine Lösung. Aber eine, die immer öfter vorgeschlagen wird. In der Huffington Post (lese ich sonst nicht, macht mir schlechte Laune) führte auch irgendein Coach aus, warum es besser ist, keine Nachrichten zu schauen. Bei soviel Dummheit und Ignoranz möchte ich brechen. Aber ich vergaß: Leiden, Krankheit und negative Zustände sind nur eine Illusion. Ist alles gar nicht da…. 😎

      Lieben Gruß!

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  6. also die glamour war ja schon immer unter „dussliges“ bei mir abgelegt. aber dieser „wohlfühl“artikel übertrifft alle negativen erwartungen!
    nun bin ich ja sehr dafür das, was wirklich schön an dieser welt ist, in vollen zügen zu geniessen und meinetwegen auch drüber zu schreiben. nichtsdestotrotz finde ich, dass wir alle höllisch aufpassen müssen auf unsere welt – die schönheiten werden nämlich immer weniger und mensch und tier und pflanze sind an vielen ecken bedroht. und zwar durch das was wir moderne zivilsation nennen – ich sag turbokapitalismus. der verdient nämlich noch am wassermangel – nestlé verkauft einfach sein flaschenwasser an hilfsorganisationen – für unser spendengeld…..
    die trockenmilch (sehr ungesund übrigens) für die hungernden kinder kommt aus gigantischen milchviehanlagen – wie die kühe da behandelt werden muss ich wohl nicht ausführen. doppelt bezahlt das ganze mit landwirtschaftssubventionen und spendengeldern……..
    undundund.
    danke für die weckrufe!
    xxxxxx

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    1. Nestlè habe ich seit der Doku „Wem gehört das Wasser“ „gefressen“. Und Konsequenzen gezogen, denn von denen kommt mir [bis auf eine Ausnahme, nach der ich süchtig bin] nichts mehr ins Haus.

      Und deinen Worten schließe ich mich an: nun bin ich ja sehr dafür das, was wirklich schön an dieser welt ist, in vollen zügen zu geniessen und meinetwegen auch drüber zu schreiben. nichtsdestotrotz finde ich, dass wir alle höllisch aufpassen müssen auf unsere welt – die schönheiten werden nämlich immer weniger und mensch und tier und pflanze sind an vielen ecken bedroht.

      So sehe ich das auch. Darum finde ich Berichte wie in der Glamour unverantwortlich. Punkt.

      Lieben Gruß!

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  7. also ich bin so ich selbst und Botox ist schon lange meine bff…..eißt du ja! Mensch Anna…..Strafe muss sein….hihi….allein bei deinem Bericht wurde mein Gehirn schon ganz weich. Und die zarte Seele lässt sich auch mit Balance schützen…..rgendwann mache ich die Ohren zu, bis uch Lust auf Neues habe! Schönen Sonntag noch und LG Sabina

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    1. Sach mal… schon bei meinem Bericht wurde dein Gehirn weich?! Pfft. Ich finde, da gibt es im Netz weitaus schlimmeren Kram zu lesen. 😎

      Lieben Gruß!

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  8. Also, ich kriege regelmässig die Krätze, wenn ich Derartiges zu lesen oder zu hören bekomme. Und bin manchmal wirklich mehr als konsterniert, wie locker-lässig manche liebe Mitmenschen mit dem Gedanken umgehen, was uns noch alles blüht im Bezug auf Umwelt und Menschenheil. Da habe ich doch wirklich schon Sprüche zu hören bekommen, vertont im heiligen Ernst, die da lauteten: „Ooch, das dauert noch seine Zeit, bis das alles (also z.B. der totale Umweltkollaps) wirklich eintrifft. Da gibt’s mich wahrscheinlich eh‘ schon lange nicht mehr!“ (Und, zwar nicht direkt ausgesprochen, zwischen den Zeilen aber deutlich hörbar: „Also wieso sollte mich das in irgendeiner Form beunruhigen??“)
    Aha. Auch eine Art, an die Sache heranzugehen…….
    Solche Augenwischereien, wie du sie oben beschreibst, sind ja eigentlich nur möglich, weil der heutige Durchschnittsmitbürger realtiv schlecht informiert ist. Weil er sich einfach nicht dafür interessiert, was wirklich so abgeht auf dieser unserer Erde. Und weil sich keiner selber verantwortlich fühlt, sondern die Verantwortlichkeiten gerne an andere übergibt. Immer das eigene Vergnügen und das eigene Wohlergehen vor Augen. Viel zu viele denken heute nicht mal mehr bis an den Gartenzaun ihres Eigenheims. Weil es unangenehm, oft sogar deprimierend ist, wenn man sich die eigene Rolle in diesem Trauerspiel vor Augen führt. Und weil es einem obendrein etwas abverlangt, wenn man dagegen tätig werden möchte: Man muss Stellung beziehen und des öfteren gegen den Strom schwimmen.
    Versteh mich nicht falsch: Es ist un-be-dingt nötig, all das Schöne auf dieser Welt zu begreifen und zu geniessen. Es gibt so viel davon! Das Meiste ist sogar kostenlos und von keinem Mainstream abhängig. Das Erkennen, wie kostbar das alles ist und wie fragil das Gefüge ist, auf dessen reibungsloses Funktionieren wir auf Gedeih und Verderb angewiesen sind gibt Menschen vielleicht den Elan, sich für dessen Erhalt einzusetzen. Jedes kleine Puzzleteilchen trägt zu einem grossen Ganzen bei. Keiner wird es alleine schaffen, die Welt zu verändern. Aber jeder, der Ursache und Wirkung erkennt und Zusammenhänge hinterfragt, der wird einen positiven Beitrag leisten können. In irgendeiner Form.
    Ich fürchte aber tatsächlich , dass man diese Erkenntnisse nicht in der Glamour findet…….. ;oD
    Danke für diesen Beitrag, Anna! Man kann gar nicht genug über diese Themen schreiben. Denn irgendwas bleibt immer hängen. Hoffentlich.
    Hab einen entspannten Sonntag noch, herzliche Grüsse!

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    1. Mir geht’s da wie dir und ich bin, was den Umweltschutz angeht, bestimmt weitaus weniger vorbildlich unterwegs als du. Aber ich kann doch nicht die Augen verschließen und so tun, als ginge mich das alles nichts an. Natürlich kann einer alleine nicht die ganze Welt retten, aber wir können diese Leihgabe doch nicht behandeln wie den letzten Dreck. Und wenn sich jeder seine Ecke raussucht, in der er aktiv wird, dann kann schon eine Menge bewegt werden. Mit dieser „ich kann mich damit nicht befassen, das ist alles zu schmerzlich und deprimiert mich“-Einstellung habe ich wirklich Probleme, diese Menschen sind mir suspekt. Habe das Gefühl, dass da immer mehr Egohelikopter durch die Welt sirren, das macht mich krank.

      Aber weißte, was mich wundert? Dass es bei diesem Thema keinen Aufschrei gibt. Vor einiger Zeit erschien in einer Frauenzeitschrift eine Kolumne, zum Thema „angemessene Kleidung im Sommer“ und es wurde gefragt, warum im Sommer so viele so verdammt schlecht angezogen sind. In der Kolumne hieß es u.a.:

      „Warum ziehen sich so viele Menschen so an, als hätten sei eine tadellose Figur? Als seien sie wohlgeformt und 17 und am Strand von Rimini, während sie doch wuchtig auf die 50 zugehen und in Köln-Nippes an der Ampel stehen. Ich habe nichts gegen Problemzonen, ich bin selber eine, aber ich verstehe den Trotz nicht, mit dem Leute sich weigern, ihre Schwachstellen zu kaschieren, ihre Vorzüge zu betonen oder einfach mal ein T-Shirt in der richtigen Größe zu kaufen. […]Mit 20 siehst du in allem gut aus. 25 Jahre später solltest du durch eigenen Stil und Eigenschaften wie Intelligenz punkten statt durch möglichst knappe Kleidung.“

      Der Aufschrei, den diese Kolumne verursaschte, war groß. Sehr groß. Ich habe kurz mitgeschrieen, bis ich die Kolumne gelesen habe und nicht nur die Berichte ÜBER diesen Text. Es scheint, dass es Themen gibt, die uns mehr bewegen. Und andere… tja… ist doch alles sooo weit weg – wen interessiert’s? Sollen doch die anderen [und am besten die, die dafür Geld bekommen] mal anfangen. Und überhaupt… es ist doch alles gar nicht so schlimm. Sagt die Glamour. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Ja kein Wunder, dass nicht aufgeschrien wurde! Denn eigentlich weiss doch jeder, dass er sich da vielleicht besser zuerst einmal an die eigene Nase packen müsste und dass es zu dieser Materie definitv keine Ausreden und fadenscheinigen Argumente gibt. Und es ist auch deutlich schwieriger, sich zu diesem Thema zu rechtfertigen und zu erklären, warum man sich nicht darum kümmern mag, als sich zu so Weltbewegendem wie einem allgemein vertretbaren Erscheinungsbild knapp Fünzigjähriger zu äussern. Und ausserdem pflegt man doch lieber hingebungsvoll sein zartbesaitetes Seelchen, welches man nun wirklich nicht mit den Abgründen, die sich da an allen Ecken unseres Planeten auftun, belasten darf.
        Ich weiss. Ich bin manchmal ein wenig böse. Aber mich macht diese egoistische Ignoranz mit schöner Regelmässigkeit so unglaublich zornig……Denn es IST schlimm- wir stecken alle schon bis zum Hals in der Sch….! (‚tschuldigung.)
        Ach, es ist doch manchmal zum aus-der-Haut-fahren……
        Schlaf gut!

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        1. Themen, bei denen man sich an die eigene Nase fassen muss, sind halt weniger spaßig als die, die bei denen man irgendwo draufhauen kann. Und wir wollen doch Spaß haben, nicht wahr? 😉

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  9. Und die Herde der Marionetten ist zufrieden, sie muss nicht mehr an die denken denen es trotz kleiner Fortschritte immer noch schlecht geht.
    Schlimm solche Artikel in Zeitschriften mit hoher Auflage. Dabei könnten sie mithelfen das viel mehr Menschen kritisch hinterfragen anstatt sich einlullen zu lassen.

    Aber das scheint nicht gewollt zu sein, lieber Glamor und Luxus und alles ist heile Welt.

    Danke für den Text liebe Anna
    Lg
    Aurelia

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    1. Genau das. Und genau deswegen dieser Post. Es ist eine Sache, wenn ein kleiner Blogger mit 10 Lesern so einen Schmarrn schreibt – obwohl das schon schlimm genug ist. Aber bei so einer Auflage hat man eine Stimme und somit auch eine Verantwortung.

      Lieben Gruß
      Anna

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  10. Anna! Wolltest Du nicht den Frauenzeitschriften abschwören? Also weisst, selbst schuld :))
    Ich hingegen lese ja immer die Gllamour, kaufe sie allerdings nicht mal, auch nicht im Miniabo, sondern nehme sie aus der Praxis übers Wochenende mit nach Hause, genau der Lesezirkel 🙂 Nachhaltig, kostet mich nix und legitimiert finde ich, dass ich nix lese sondern nur die Bilder gucke. Und fast nur die Fashionbilder. So jetzt hab ich mich als Dummie geoutet, kann ich aber mit leben. Bei den Bildern muss ich wenigstens höchstend mal schmunzeln. Über so einige Artikel würde mir vielleicht wieder mein Toffee Nut Latte hochkommen. Ne Ne, lieber nicht.
    Aber da ich grad oute, ich hab an Dich gedacht als ich tatsächlich vor 2 Wochen eine Elle gekauft habe weil da groß Paris draufstand und das Covergirl ein Streifenshirt trägt. Das wsr so ähnlich wie Dein Miniabo, ich bin voll drauf reingefallen.
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Wat? Du brauchst ein Wochenende, um die parr Bilder anzuschauen? Wir reden doch hier nicht von der Vogue und den Highlights von Grace Coddington. 😎

      Die Elle hat gerade Paris am Wickel? *Ommm… ich lese keine Zeitschriften mehr, ich lese keine Zeitschriften mehr… Ommmm*

      Lieben Gruß!

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      1. kauf sie nicht, kauf sie nicht, kauf sie…. Du ärgerst Dich drüber. Ich blätter sie nochmal und statt Tonne schicke ich sie zu Dir ?!

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          1. und gelesen 🙂 Ich hatte sie im Auto auf dem Weg nach England dabei, Mittlerweile ordentlich durchgenudelt. Na hör mal ich guck und lese nicht nur ich inhaliere das auch :)) PARIS! verstehst! ?
            Nun ich hab sie wieder mitgebracht, mein Angebot steht 😉

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  11. Und dann gibt es die eine Nachbarin, Die ALLES in ihre Mülltonne kloppt .. Dosen, Plastik, Papier…..usw.
    Wenn man sie darauf anspricht, dann kommt diese frotzelige Antwort zurück.

    „Was kümmert mich die Umwelt. Ich bin schon alt (sie ist 60 grmpf) soll sich die nächste Generation darum scherren. Ist ihre Aufgabe“…

    Liebe Anna. Du hast schon meinen vollsten Respekt, dass du überhaupt so eine Zeitschrift wie Glamur ohne Bauschmerzen zu Ende liest.
    Ich glaube, ich habe schön langsam eine Lifestyle-Zeitschriften Allergie. Überall stehen die gleichen Artikel in abgewandelter Form. Diese oberflächliche scheiß Heile-Welt Schreibe -> Entschuldige meines Ausdrucks.;)

    Liebe Grüße
    Nila

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    1. Huh, ich habe mal semi-versehentlich einen Gurkenzipfel in die Biotonne geworfen… der war noch in Folie gewickelt. DAS gab einen Skandal, als der gefunden wurde (wer durchwühlt denn den Müll?!) und es wurde rumspekuliert, von wem der Zipfel gewesen sein könnte. Ja, der war von mir. Nun isses raus. Ich schäme mich ja auch. Andererseits ist die Liste meiner Ökoverfehlungen – verglichen mit der von denen, die sich echauffiert haben – doch deutlich kürzer, von daher kann ich damit leben. 😛

      Weißt, ich kann den Zeitschriften beruflich bedingt ja nicht komplett abschwören, aber es tut mir einfach nicht gut. Wie du sagst: Lifestyle-Allergie. Vielleicht lass ich die Glamour als abschreckendes Beispiel hier liegen, falls mal wieder der Wunsch nach einer Zeitschrift aufkommt… 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Hui, wie kannst du nur einen Gurkenzipfel in die falsche Tonne befördern *zwinker* Lol, sag mal, wer um Himmels Willen hat die Zeit, dass er in Mülltonnen herumwühlt???
        Ich, als Mädel vom Lande kenne Gott Sei Dank keine Gemeinschaftstonnen.
        Jetzt verstehe ich deinen „Lifestyle-Koller“ umso besser. Wenn ich lese, dass du beruflich bedingt diese Zeitschriften lesen musst.
        Liebe Grüße

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  12. Ich kann diese Feelgood Magazine auch nicht mehr ertragen. Mittlerweile finde ich jedem Blättchen irgendwas, wo ich das Kotzen kriege. So unbefangen, wie man mit 20 mal war, wird man nie wieder, klar. Aber man muss sich ja nicht gleich ganz doof stellen. Und die „Journalisten“, die bei solchen Blättern arbeiten…was denken die eigentlich darüber? Wozu studiert man heutzutage eigentlich noch Journalismus, wenn es eh nur noch um Anzeigenkunden geht, und wie man diese bei der Stange hält?
    Das Alter ist schlimm! Man wird gar nicht wirklich altersmilde, man wird ungeduldiger, weil man das Stümpertum und die Gedankenlosigkeit vieler Menschen nicht mehr ertragen kann.
    So, ich komm dann mal wieder runter, sorry für den „Ausbruch“! 😉

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    1. Schön gesagt: „So unbefangen, wie man mit 20 mal war, wird man nie wieder. Aber man muss sich ja nicht gleich ganz doof stellen.“ Aber scheinbar ist das gerade „in“, sich einfach doof zu stellen. In Summe kamen (und kommen) mir verdammt viele Artikel unter, in denen es darum geht, warum vor allem Frauen keine Nachrichten mehr schauen (zu schmerzhaft, schlägt auf die Seele) und warum das absolut okay ist (unser zartes Seelchen muss geschützt werden). Auch gerne genommen: Schau dir nur die schönen Seiten an – negativer Kram ist ohnehin nur eine Illusion. Oder sinngemäß in Eso-Kreisen: Alles lernerfahrungen und die suchen wir uns ja unbewusst selbst aus (wenn du also sehr viel lernen möchtest, schaust du zu, dass du in Indien als Mitglied der untersten Kaste geboren wirst oder so). Da wird mir ganz anders, wenn ich das höre…

      Was eine gewisse Art von Schreiberlingen angeht: Wie man so einen Text mit seinem Gewissen vereinbaren kann, frage ich mich wirklich. Wir reden hier nicht von Bloggern, sondern von Menschen, die das gelernt haben und deren Artikel sicher mindestens von einer Person abgesegnet werden musste. Macht mich sauer.

      Lieben Gruß!

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  13. Die Zeitschrift ist was für die Tonne. Ich hatte auch mal besagtes Mini-Abo. Das Geld hätte ich besser für Eis oder si ausgegeben. Jetzt kaufe ich sie noch zweimal im Jahr, immer dann, wenn es die Shopping-Card gibt. Die benutze ich auch, aber die Zeitschrift wird selten durchgeblättert. Mir gefallen die Themen und die Aufmachung einfach nicht.

    Die Zeitschrift bringt wahrscheinlich deshalb mal einen etwas „anspruchsvolleren“ Artikel, damit die Leserinnen das Gefühl haben, sie hätten sich jetzt auch mal für Sachen interessiert, die über Mode und Kosmetik hinaus gehen. Vielleicht für das gute Gefühl. Wer weiß?

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Nee, der Artikel war NICHT anspruchsvoll. Im Gegenteil. Die Botschaft (siehe oben): Wir sind auf dem richtigen Weg, ist alles gar nicht so schlimm. Würden sie doch einfach nur bei seichten Themen bleiben und den Rest denen überlassen, die so ein Thema in seiner Komplexität erfassen…

      Lieben Gruß!

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  14. ich lese solche Zeitschriften ja überhaupt nicht.. 😉
    aber ich finde..es ist alles eine Sache der Balance.. man kann das Eine tun ohne das Andere zu lassen..
    jaa.. ich wünsch mir manchmal die Zeit zurück in der es nur Radio und Zeitung gab
    und ich nicht von jedem Gemetzel erfahren habe..
    ja.. ich schau keine Nachrichten..weil ich hier sitze und vor Zorn fast platze oder mir die Tränen die Wangen runter laufen..
    ich bekomme genug im Internet mit..
    und jaa.. ich suche nach jeder guten Tat .. nach jedem gelungenen Baustein für eine bessere Welt
    damit ich nicht verzweifele ..
    deswegen blende ich die schlimmen Sachen nicht aus..
    denn ich habe die Bilder auch so im Kopf.. wie zerbombte Städte und ertrunkene Kinder aussehen weiß ich ..
    aber ich will sie nicht jede Stunde vorgesetzt bekommen
    deswegen besuche ich Blogs die Balsam für meine Seele sind..
    mit wunderschönen Bildern..
    ganz ohne Terror
    wenn 90 % eines Projektes erreicht sind darf man es sicher sagen und sich freuen.. und sich weiter anstrengen bis zum Ziel 100 % .. das ist keine Aufforderung dafür die Hände in den Schoß zu legen.. sondern ein Ansporn..
    es zeigt dass man etwas erreichen kann ..
    und keiner wird in Sack und Asche gehen nur weil es Menschen gibt die eben keine guten Kleider oder ein Dach über dem Kopf haben..
    Jammern ist das Eine.. Anpacken das Andere ..
    denn wenn immer nur alles schlecht geredet wird kann sich mancher sagen.. es lohnt sich ja nicht etwas zu tun..es ändert sich ja doch nichts..
    so seh ich die Sache aus meiner Sicht 😉
    aber wie gesagt.. ich kenn den Artikel nicht
    liebe Grüße
    Rosi

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    1. Rosi, ich versteh sehr gut, was du meinst. Ich sitze manchmal auch vor Wut oder Ohnmacht heulend vor den Nachrichten, bin auch nur ein Mensch. Von einer guten Berichterstattung (die sicher nicht in der Glamour zu finden ist), erwarte ich allerdings Ausgewogenheit. Nicht schönreden, keine Panikmache. Darum kann ich mit diesen „Das Leben ist (m)ein Ponyhof“-Blogs ebenso wenig anfangen wie mit denen, die ständig mit dem Holzhammer und schockierenden Bildern arbeiten. 😉

      Lieben Gruß
      Anna

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  15. GLAMOUR – ja, kam mit in den Zug von Berlin nach Husum, weil es eine Büchse Kusmi Tee dazu gab. Zur Shoppingweek brauche ich die nicht, ich kaufe mir auch mit %en kein Erdöl auf den Leib. Ich bekomme in solchen Heften allerdings oft gute Ideen für den Blog. So nach dem Motto: das kann ich besser. Die Geschichten darin lese ich gar nicht, Du hast es geschrieben, zarte Seele und so 😛

    Zu Nestlé hat Beate alles gesagt, Man entkommt ihnen schwer und andere sind auch nicht viel besser. Ich bin dann mal ’ne Weile weg, mein Ponyhof heisst Sylt! Liebe Grüße – Bärbel ☼

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    1. Wenn ich ne Büchse Kusmi zur Glamour bekommen hätte, hätte ich deutlich mehr Spaß daran gehabt, das kannste glauben.

      Lieben Gruß nach….äh… Warschau, Husum, Sylt oder Berlin? 😉

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