Optimize yourself – aber dabei bitte immer schön lässig bleiben…

#kann Ironie enthalten

#muss aber nicht

Um meinen Horizont zu erweitern und mitzubekommen, wohin der Zeitgeist-Hase läuft, halte ich mich diesbezüglich auf dem Laufenden. Allerdings stresst mich das mittlerweile gewaltig, vor allem online ist es die Pest. Denn  wohin ich auch schaue: Ich habe ständig das Gefühl, dass das Leben zunehmend zum Projekt wird, bei dem es immer nur Optimierungsbedarf gibt. Zurücklehnen und das Erreichte würdigen? Klar. Abends bei einem Gläschen Wein oder einem schönen Bad – und tags darauf geht’s dann munter weiter. Da verkniffene Klassenstreber allerdings out sind, muss das alles total unangestrengt, lässig und easy peasy wirken  – und hier kommt die richtige Motivation ins Spiel, denn selbstverständlich stresst uns dieser Zwang zur Optimierung überhaupt nicht, da wir ja auch von Natur aus dafür brennen, die beste Version von uns selbst zu werden. Das wurde uns Frauen quasi in die Wiege gelegt – denn anderenfalls wären wir ja als Kuh zur Welt gekommen, die tagein und tagaus wiederkäuend auf der Weide steht und auf Persönlichkeitsentwicklung schei… äh… pfeift. Wissta Bescheid. Und so ist wohl auch die Urmutter aller Lügen nach Schatz, es ist nicht das, wonach es aussieht entstanden, nämlich: Ach, das ist alles total einfach – ich tue nur das, wofür ich brenne und schon läuft alles wie von selbst, ich muss mich gar nicht anstrengen… 

Superwoman Returns…

Der normalen Frau ist es also folglich ein Bedürfnis, die beste Version ihrer selbst freizulegen. Heißt: Sie sitzt völlig unberührt von allen Schönheitsidealen und Zeitgeistphänomenen dort, wo sie immer sitzt und ist mit sich und der Welt im Reinen – also in der werberesistenten Version, mit der man auch nicht wirklich werben kann. Die nicht-werberesistente und sehr werbewirksame Version sieht aus wie Megan Fox oder deren blondes Pendant, weil der liebe Gott es beim Herstellungsprozess extrem gut mit ihr gemeint hat [zwecks kosmetischer Instandhaltungsmaßnahmen sind selbstverständlich  lediglich ein bisschen Schlaf und 2 Liter Wasser am Tag nötig] und sie wuppt total locker Spitzenjob, Hund, Katze, Maus und Familie, geht regelmäßig zum Sport und hat selbstverständlich ein fantastisches Liebesleben. Und das Beste: Sie tut eben überhaupt nichts dafür, weil sie ja nur das tut, wofür sie brennt und wenn es mal läuft, dann läuft es halt. Superwoman hat sogar noch Kapazitäten frei [sie braucht halt nur 3 Stunden Schlaf, da kannste nix machen] und ist total unterfordert, weil ihr nun mal alles einfach so zufliegt.

Lediglich eine kleine, aber sehr sympathische Schwäche muss immer mal wieder mehr oder weniger subtil durchscheinen, damit Superwoman menschlicher wirkt. Etwa: Hach… ich kann die Finger nie von der Schokolade [alternativ Kaffee oder Kekse oder fettfreie Grünkohlchips] lassen oder komme… huch… an keinem Buch- oder Schuhladen vorbei. Oder: Ich bitte ja so ungerne um Hilfe, weil ich starke Frau keine Schwäche zeigen kann… hach. Und natürlich darf auch der Klassiker nicht fehlen, der da wäre: Ich hatte es im Lauf meines Lebens mal sooo schwer [ja… wer nicht?] aber nun stehe ich hier, strahlend schön wie nie und stärker denn je. Marilyn Monroe [die ich bewundere und sehr inspirierend finde] hat die Welt mit dieser „Ich bin ein waidwundes Rehlein“-Nummer sehr charmant um den Finger gewickelt. Das ist der Stoff, aus dem Idole geschnitzt sind – oder  Frauen, die ihr wahres Ich freigelegt haben.

 Slow Flow…

Wer sich blöderweise noch mit seinem falschen Ich rumschlägt, kann da ganz schön ins Schleudern geraten und sich ein wenig unter Druck gesetzt fühlen. Und so bringt dieser Optimierungswahn eine pseudo-relaxte Gegenbewegung mit sich, an deren Spitze kuschelige Wohlfühlmagazine stehen, die es auf eine Auflage bringen, von der andere Zeitschriften nur träumen können. Die Flows und Slows bieten scheinbar eine Auszeit von diesem „Optimize yourself“-Wahn, der offenbar nicht nur mich nervt – denn ich kaufe nicht 210.000 Flows [sondern nur eine] oder 123.211 Ausgaben der Happinez und 216.000 der Slow [sondern keine]. Und nachdem ich einige dieser Wohlfühlheftchen für die „überdurchschnittlich gebildet, beruflich engagierte, einkommensstarke und urbane Frau“ konsumiert habe, stelle ich für mich fest, dass ich wohl nicht zur Zielgruppe gehöre, weil ich nicht besonders gebildet… äh… nicht besonders einkommensstark bin.

Das „Komm mal runter“-Mäntelchen ist zweifelsohne ganz hübsch anzuschauen [darum lese ich ja auch gerne mal die Flow], aber letztendlich handelt es sich dabei auch nur um „Optimize yourself“-Kram mit mehr oder weniger ausgeprägtem Esotouch. Sei achtsam, höre auf dein Herz und deine Seele, lebe deinen Traum, wirf die Uhr weg und vertrödele den Tag und lege ganz entspannt und mit ganz viel Yoga und Meditation dein optimiertes Selbst frei, strahlend, schön und stark. Bla, bla, bla. Als Erinnerungsstütze gibt’s Postkarten, auf denen „Unvollkommen ist vollkommen O.K.“ oder „Nicht perfekt ist auch gut“ steht und für die achtsame Pause ein Malheftchen für Erwachsene. Wer hässliche Figuren ausmalt, grübelt nicht. Toll. Druck von zwei Seiten. Nämlich von der, die zu perfekt ist, als dass ich sie jemals erreichen könnte und wollte und von der, die mir Druck macht, mir doch einfach mal weniger Druck zu machen und endlich das loszulassen, was mich stresst. Na wenn das mal so einfach wäre und sich mit Postkarten  und Malheftchen in den Griff bekommen ließe…

Fakt ist: Wenn ich nicht extrem diszipliniert durch den Tag gehe –  was heißt, dass ich Optimizer jeglicher Couleur überwiegend meide –  habe ich irgendwann das Gefühl, in einem gigantischen Lifestyle-Kaufhaus zu stehen, in dem ich in meiner Währung leider nichts bezahlen kann. Stattdessen führt mir dieses Kaufhaus lediglich vor Augen, was ich verpasst habe, was ich nie haben werde und was ich nie sein kann. Da ist es nur bedingt befriedigend zu wissen, dass diese optimierungswahnsinnigen Meister der perfekten Selbstinszenierung eines Tages zwangsläufig ausbrennen werden, woraufhin sie dann laut und medienwirksam nach Digital Detox schreien und sich darüber wundern, dass kaum jemand den Menschen hinter der perfekten Fassade wahrnimmt. Tja, wie auch und warum? Der selbst aufgehäufte Berg an Glitzerstaub war einfach zu hoch, als dass irgendwer die Person dahinter hätte sehen können. Oder wollen.

Aus einem Nashorn wird nun mal kein Einhorn…

Ein Teufelskreis, der vor allem online permanent am Laufen gehalten wird. Nur wofür? Wer glaubt denn noch an diese Mär von der scheinbar mühelosen Perfektion, die bestenfalls für Instagrambildchen taugt? Und wer hängt noch diesem Irrglauben nach, dass man alles erreichen kann, wenn man sich nur ein bisschen mehr reinhängt? Ich glaube durchaus daran, dass es möglich ist, sich in einem gewissen Rahmen zu ändern und natürlich ist es wichtig, sich Ziele zu setzen. Aber aus einem Nashorn wird nun mal nie ein Einhorn werden – schnurzpiepegal, wie sehr sich das Nashorn auch reinhängt und wie gerne es ein Einhorn wäre.  Und je eher ich für mich auch  mal bestimmte Grenzen akzeptiere [womit nicht gesagt ist, dass ich einige davon nicht irgendwann sprengen könnte], desto eher kann ich mich mit meinem Leben arrangieren – oder es sogar lieben. Auch und gerade, obwohl es vielleicht nicht perfekt ist und sich ständig neue Baustellen auftun. In „Neuland“ [Klick zur Rezension] schreibt Ildikó von Kürthy sehr treffend:

„Ich fühle mich wie neugeboren“, sage ich, um Vera mit meinem neuen, entgifteten Ich zu beeindrucken. „Du bist aber nicht neugeboren“, antwortet sie nüchtern. „Letztlich musst du dich damit abfinden, dass du so bleibst, wie du von Anfang an gedacht warst. Aus einem Daihatsu wird nie ein Maserati und umgekehrt. Vielleicht kannst du ein paar kleine Korrekturen an dir vornehmen, aber bestimmt keine komplette Wesensveränderung. Weißt du noch, wie ich mir nach meinem Mental-Hygiene-Kurs vorgenommen hatte, positiv und stets sonnig zu sein, Sarkasmus und Ironie wegzulassen und keine vorschnellen Urteile mehr zu fällen? Damals hätte mich mein Mann fast verlassen, wei er es auf einmal so langweilig mit mir fand. Wir sind, wer wir sind, und es ist ein schlimmes Laster unserer Zeit, dass wir glauben, wir dürften nicht so bleiben, wie wir sind.

Wahre Worte: Es ist ein schlimmes Laster unserer Zeit, dass wir glauben, wir dürften nicht so bleiben, wie wir sind. Vielleicht sollten wir uns einfach mal von kleinen Kindern unterrichten lassen – das sind nämlich die perfekten Lebenslehrer, die auch ohne Postkarten wissen, dass „unvollkommen vollkommen okay ist“ und dass „nicht perfekt auch gut ist“. Allerdings nur, bevor ihnen beigebracht wird, dass man nicht über den Rand malt und dass Individualität nur bis zu dem Grad akzeptabel ist, der einen nicht aus der Herde ausscheren lässt.

Keine Optimizer mehr für mich…

Ich selbst fange endlich an, das zu meiden, von dem mir kluge Leser schon lange abraten und dazu gehören Lifestyle– und Motivationsterroristen ebenso wie andere Merkwürdigkeiten. Oder „Spirit Junkies“, die eigenen Angaben zufolge „total undogmatisch“ sind, sich dann aber streng makrobiotisch ernähren, ab 4 Uhr in der Früh auf dem Meditationskissen sitzen und zwischen Misosuppe und Smoothie die Zeit finden, um über andere Yogis zu lästern, die diesbzüglich „so dogmatisch unterwegs sind“. [Noch dogmatischer? Da muss man aber wohl sehr lange suchen, vermute ich…] In Absprache mit Kopf- und Bauchgefühl widme ich mich derzeit also überwiegend dem, was mir nicht das Gefühl gibt, ein Regionalligakicker zu sein, der zu Messi und Ronaldo aufsieht.

Digital Detox jeden Tag…

Meine Onlinerunde ist seither kürzer geworden. Sehr viel kürzer. Da halte ich es nun so ähnlich wie mit meinem Kleiderschrank und meinem Bücherregal: Es gehören nur noch Sachen rein, die mir gute Laune machen oder wenigstens kein verständnisloses Kopfschütteln hervorrufen [das bleibt den Nachrichten vorbehalten] und mit dem Rest können sich gerne andere rumschlagen. Das ist meine Art, digital zu detoxen –  jeden Tag. Nicht nur sonntags.

Die Gefahr, dass der Zeitgeist nun komplett an mir vorbeigeht, besteht nicht – Facebook und ausgewählte Blogs/Magazine machen es möglich. Bin allerdings gespannt, wie lange ich das durchhalte, denn natürlich bezahle ich einen Preis dafür: Wenn ich bestimmte Dinge meide, kann ich sie nicht mehr durch den Kakao ziehen, ergo gibt es vermutlich weniger Posts dieser Art. Aber irgendein Opfer muss ich auf dem Weg zu meinem optimierten Selbst wohl bringen und mit diesem hier kann ich ziemlich gut leben. Ommm…. 😉

Schönen Post zum Thema findet ihr (mal wieder) bei Sonja: Mit Bedeutung gegen den Optimierungs- u. Selbstverwirklichungswahn.

[Beitragsbild: gratisography.com]

46 Kommentare zu „Optimize yourself – aber dabei bitte immer schön lässig bleiben…

  1. Super erfasst! Ich stelle fest, Älterwerden hat auch seine Vorteile, man betrachtet vieles gelassener. Ich denke, es ist eine Frage der Entscheidung zu sagen: „Stop“. Ich für meinen Teil genieße es immer noch, mich von Zeit zu Zeit richtig aufzurüschen, aber ich habe auch kein Problem ungeschminkt und ohne mir Gedanken ums „richtige“ Outfit zu machen. Fünf Kilo zuviel? Shit happens, außerdem, wer bestimmt denn ob sie zuviel sind? Und ich liebe es ab und an, Wochenenden einfach sinnlos auf dem Sofa zu verbringen.

    Liebste Grüße Ela

    Gefällt mir

    1. Absolut! Mit zunehmendem Alter betrachte ich da auch vieles gelassener und das ist gut so. Denke auch, dass das eine Frage der Entscheidung ist und ich habe das damals schon mal mit einer Speisekarte im Restaurant verglichen. Fängt ja schon damit an, dass ich nur in Restaurants gehe, in denen ich das bekomme, was ich mag und dann die richtige Wahl treffe. Wer ständig nur am „all you can eat“-Buffet steht, verdirbt sich irgendwann den Magen.

      Ich liebe es auch, hin und wieder „sinnlos“ auf dem Sofa rumzuhängen, allerdings ist das gar nicht sinnlos, das lädt den Akku auf. 😛

      Lieben Gruß!

      Gefällt 1 Person

  2. gute vorsätze! 🙂
    und du wirst trotzdem themen zum drüberschreiben finden! ich guck mir das alles von dir hier geschmähte ja nie an und trotzdem könnte ich endlos „lästerartikel“ verfassen – wenn ich denn so gut schreiben könnte wie du!
    irgendwo im durchgangsbereich meines oberstübchen weis ich dass es diese ganzen komischen sachen gibt – aber wenn ich nicht bei dir drüber lesen tät dann kämen sie mir nicht wirklich zu bewusstsein. ich sitze irgendwie ungekämmt und ohne messbare erfolge am rand der gesellschaftsschüssel – gucke hin&wieder verdutzt hinein – aber meist träume ich nach draussen vor mich hin………..
    xxxxxx

    Gefällt mir

    1. Recht haste wohl… ich schaue auch nie diese Thrash-Formate à la „Dschungelcamp“, „DSDS“ und „Germany’s next Tompodel“ und was weiß ich und komme an der Berichterstattung trotzdem nicht vorbei – zumindest nicht, wenn ich meinen offizielleren web.de-Account nutze.

      Ich setze mich dann in einigen Punkten mal zu dir. An den Rand der Gesellschaft. Und ich glaube, dass dort sehr viel mehr Menschen sitzen, als man das für möglich hält – die erkennt man nur nicht auf den ersten Blick, weil die wenigsten von ihnen Wert darauf legen, sofort erkannt zu werden. 😉

      Gefällt mir

  3. „Stattdessen führt mir dieses Kaufhaus lediglich vor Augen, was ich verpasst habe, was ich nie haben werde und was ich nie sein kann.“ <– und auch nie sein will, weswegen ich finde, dass ich da auch gar nix verpasse. Ich kriege das kalte Kotzen, wenn ich vom optimierten ICH lese, dass all diese Medien so anpreise, denn es geht hier eben überhaupt nicht um das ICH. Es geht darum ein massentauglicher, konsumvernebelter, pseudoindividueller Goldesel zu sein, der seine Kohle dafür rausschmeisst jemand zu sein, von dem ihm gesagt wird, es wäre erstrebenswert. Pah…drauf gesch***! (sorry, das is so'n thema…da geht mir das Messer inne Tasche auf)

    Gefällt 1 Person

    1. Frau Argh, Sie bringen das noc deutlicher auf den Punkt als ich und ich bin da ganz bei Ihnen: bei dem Thema geht mir auch das Messer in der Tasche auf. Es geht nicht ums Ich, sondern… na Sie sagen es. Und so langsam steht es mir bis oben. Richtig absurd ist es, wenn die, die vorher „höher, schneller, weiter!“ gerufen haben, kurz vor dem Burnout stehen und daraufhin diesen Optimierungszwang beklagen und das Internet verteufeln. Die sind mir ähnlich sympathisch wie Frauen, die alles in ihre Fassade stecken und denen kein Mittelchen/keine Behandlung zu teuer/schmerzhaft ist und dann beklagen sie, dass Frauen auf Äußerlichkeiten reduziert werden.

      Gefällt mir

      1. …weil ich gerade die Werbung gesehen habe und dabei direkt an sie denken musste. Die neue Cosmo mit dem Superarghtikel zum Thema „Aufregend anders, was unperfekte Frauen unwiderstehlich macht“ – jetzt is also anders sein wieder in…

        Gefällt 1 Person

  4. Klar ist das Leben ein Projekt. Einmalig, in Abschnitte unterteilbar, endlich, es gibt Risiken, ein komplexes Unterfangen und damit nicht planbar. Du siehst, ich gehe das analytisch an. Zu viel Effizienz würde es inflexibel machen – und das sagt Mrs. Effizienz ;). Es bleibt also genug Raum für Spaß und Leben in den Tag.

    Für Deine besagten Feindbilder ist mir meine Zeit zu Schade.

    Auf das wahre Leben!

    Gefällt mir

    1. *gnihihi* Du gehst die Sache so völlig anders an als ich. Stell dir jetzt bitte vor, dass ich dich aus respektvoller Entfernung interessiert betrachte, während es in meinem Obertübchen heftig rattert. Diese analytische Denkweise ist mir ja eher fremd. 😛 Aber ich sollte mich wohl mal damit beschäftigen.

      Jep, auf das wahre Leben. Denn so sehr in bestimmten Onlinekreisen [mögen sich die den Schuh anziehen, denen er passt] auch darauf gepocht wird, dass dort das wahre Leben gezeigt wird… nee. Wird es nicht. Zwischen dem „wahren Leben“, das ich hier erlebe und dem wahren Leben, das z.T. online gezeigt wird, klaffen gewaltige Lücken und das fängt schon damit an, dass sich in meinem Lebensumfeld niemand literweise Smoothies hinter die Binde kippt und stundenlang sein Essen auf dem Teller arrangiert. 😉

      Gefällt 1 Person

  5. Hallo Anna 🙂
    Am besten gefällt mir der letzte Abschnitt deines Artikels, recht hast du ❤
    Ich kenne das alles natürlich auch, also das was du am Anfang schreibst. Einiges davon hat mich sogar motiviert, und ich meine dadurch etliches gefunden zu haben was mir richtig gefällt. Weil eh klar, wenn man nicht informiert ist, findet man oft nur schwer Neues und vielleicht auch Gutes. 🙂
    Und ja, die Kunst liegt wohl darin sich das für sich wertvolle rauszuziehen und den "Floskel-Müll" liegen zu lassen. Ich übe das, und werde darin immer besser, scheint mir.

    Liebste Grüße!

    Gefällt mir

    1. Mich hat das anfangs auch motiviert – vor allem in Verbindung mit diesem „du kannst alles schaffen, wenn du es nur willst und dich richtig reinhängst“, auf sowas springe ich ja voll an. 😉 Und richtig: wenn ich mich nicht informiere, finde ich auch nichts Neues und das bedeutet für mich Stillstand. Mittlerweile habe ich aber wohl den Punkt erreicht, an dem ich einfach übersättigt bin. Zu viel von allem, zu oft alter Wein in neuen Schläuchen (damit er sich besser verkauft)… es ist einfach genug und das Rad wurde nun mal bereits erfunden. Was aber nicht heißt, das nun alles blöd und das Internt böse ist – denn das wäre so, als ich ob ich tonnenweise Schokolade futtere und dann den Hersteller verklage, weil ich aus dem Leim gegangen bin. Es ist, wie du schreibst: die Kunst liegt wohl darin sich das für sich wertvolle rauszuziehen und den „Floskel-Müll“ liegen zu lassen. Nicht immer einfach, aber lohnenswert. 😉

      Herzlichen Gruß! ❤

      Gefällt mir

      1. und die kunst ist es die dinge und ratschläge zu finden die man prima haben bzw. umsetzen kann ohne in die konsumfalle zu tappen 🙂 denn wie frau argh schon schrieb – meist gehts in diesen medien nicht wirklich um unser kleines armes ich, sondern darum, uns etwas zu verkaufen – für möglichst viel geld!
        welches dann mit den sonderschichten, deren profit uns nicht zugute kommt, rangekarrt werden muss……

        Gefällt mir

        1. Das stimmt. Wobei ich ja nicht generell konsumfeindlich eingestellt bin. Ich besitze beispielsweise recht wenig Schmuck (was auch daran liegt, dass ich nicht auf dieses Tiffany-Zeug stehe, sondern eher auf Accessoires à la Tina oder auf Edel/Heilsteine) und dachte neulich, dass ich jetzt mal einen Glanzpunkt gebrauchen könnte, um meinen Alltag ein bisschen funkelnder zu gestalten. Da musste dann tatsächlich eine schlichte Kette mit glitzerndem Anhänger her, weil das einfach so sein musste. Nun denke ich beim Blick in den Spiegel immer: Schau mal, wie du funkeln kannst, und dann freu ich mich. 😎 Allerdings hat diese Kette meinen knallharten Test bestanden. Ich frage mich nämlich mittlerweile vor JEDEM (okay, vor fast jedem) Kauf: Brauchst du das? Brauchst du das wirklich? Dann setze ich es auf den Wunschzettel und frage mich nach ein paar Tagen nochmal, ob ich das wirklich brauche. Und dann wird’s evtl. gekauft.

          Gefällt mir

            1. Oh nein. Schlechtes Omen. Nachdem ich die letzte Kette auf Instagram gepostet habe, ist sie mehrmals hintereinander gerissen. Anhänger war offenbar zu schwer für die Kette und sie ging leider zurück. Ich zeig keine Kette mehr. 😎

              Gefällt mir

              1. ach nö, das ist aber unfair! ich war auch schon total neugierig auf dein glitza-dingens. ich mag tiffany nämlich auch nicht. nicht an mir, nicht an richtigen frauen. ansonsten weisst du ja schon, dass ich wenig analysiere, sondern das leben einfach lebe, wie es kommt. und für TV habe ich keine zeit. meine nachrichten kommen aus dem radio, die bilder dazu muss ich echt nicht sehen.

                Gefällt mir

                1. Du lebst das Leben einfach so, wie es kommt und analysierst wenig… hm… dann stelle ich dich vorerst zu Ines in die Ecke, damit ich euch respektvoll-interessiert betrachten kann. 😎 Vielleicht lerne ich was von euch. Ich kann das zwar auch, einfach so leben – aber nur bis zum ersten Kaffee am Morgen, danach… äh… na weißte ja. 😉

                  Gefällt 1 Person

  6. Gut, dass ich nicht die einzige unwürdige Frau oder gar Mensch bin, die sich nicht in aller früh auf ihr Meditationskissen hockt, um Miso-Suppe zu löffeln! Ich habe nicht mal einen optisch ansprechenden Organizer oder gar Blogplaner, obwohl ich mir letzteren auf mindestens 100 entsprechenden Blogs kostenlos herunterladen könnte.
    Eigentlich fühle ich mein Leben im Moment ganz gut „optimized“. Denn es muss einfach immer was zum meckern, ärgern, ändern, knabbern geben. Wenn man nämlich auf dem Gipfel der Perfektion befindet, dann geht es wieder bergab.
    LG
    Sabienes

    Gefällt mir

    1. Ich glaube, wir sind viele. Aber abhängig davon, wo wir uns rumtreiben, fühlen wir uns vielleicht manchmal wie eine Randgruppe. 😉

      Organizer und ich … ach je… eine tragische Geschichte. Jedes Jahr kaufe ich mir einen (sogar mal ein Filofax) oder mehrere und bin fest davon überzeugt, dass ich das Zeug endlich mal wirklich nutze. Um geplanter vorzugehen und effizienter (Gruß an Ines). Es klappt nicht. In diesem Jahr kam mir allerdings ein Vierteljahres-Planner unter, den ich seit September nutze und selbstverständlich habe ich mir gleich die Version von 2017 besorgt. Bisher liebe ich das Ding abgöttisch und werde wohl demnächst mal darüber berichten. *hüstel* Wobei ich es seit Mitte Oktober schleifen lasse, aber das werde ich nicht zulassen. Dieses Mal nicht. 😛

      Recht hast du! Auf dem Gipfel der Perfektion geht es wieder bergab. Normalerweise. Außer für die Menschen, die in anderen Sphären schweben und mit dem normalen Auf und Ab des Lebens nichts mehr zu tun haben… 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  7. Manchmal sitze ich am Compi/ vor’m Fernseher/ mit einem Magazin in der Hand da und führe mir zu Gemüte, was es dort zu sehen oder zu lesen gibt, oder ich beobachte einfach die Menschen um mich herum, und dann denke ich: Was zum Teufel treiben die da?? Oft wird mir ganz schummerig beim Gedanken, ich müsste mich an diesem Bemühen um Darstellung des eigenen Ichs nach aussen beteiligen. Am Aufbau dieser Kulissen, denn viel mehr ist es ja oft nicht, und dem Streben nach Ansehen. Das muss doch einerseits wahnsinnig mühsam, kostenintensiv und -ja!- auch sehr frustrierend sein. Denn es gibt andrerseits immer einen, der es noch besser kann, noch mehr hat, schöner oder intelligenter ist. Und vor allem: Es hat kein Ende. Man wird NIE ins Ziel einlaufen! Nichts ist einem schnelleren Wandel unterworfen als der Lifestyle. Was heute noch ungeheur angesagt ist und „man“ keinesfalls drumrum kommt, möchte man „dazugehören“, das kann man schon übermorgen in die Tonne kloppen.
    Was mir aber noch mehr Kopfzerbrechen bereitet: Wer bestimmt denn eigentlich, wie und was man zu sein hat? Antwort: Niemand anderes als wir selbst. Denn würden wir nicht so vorbehaltslos auf jeden Trendzug aufspringen, der am Perron unseres Lebens vorfährt, dann wäre auch kein Anreiz für die Wirtschaft da, diesen Zug immer noch mehr zu befeuern. Würden wir uns ein wenig mehr und ganz ehrlich damit befassen, was UNSERE EIGENEN Bedürfnisse sind, was uns wichtig ist und was unser EIGENES Leben wirklich ausmacht, dann hätte dieser Optimierungswahn schlicht keine Angriffsfläche mehr (oder zumindest sehr viel weniger).
    Es gibt kein falsches Ich. Es gibt nur eine ferngesteuerte Konzentration auf Werte, die nicht die eigenen sind. Die schlussendlich leider auch noch nichts für das eigene Selbstbewusstsein tun, sondern es, im schlechtesten Fall, sogar untergraben.
    Ein wenig Gelassenheit kann da nur Positives bewirken. Die Erkenntnis, dass man so, wie man ist, wirklich okay ist. Mag sein, dass diese Erleuchtung etwas Zeit in Anspruch nimmt und man sie wirklich erst ab einem gewissen Alter erlangt. Und trotzdem dient der Weg dahin der Ausformung der eigenen Persönlichkeit. Auf diesem Weg ändern wir immer mal wieder unsere Meinung, unser Aussehen, unsere Ansichten. Und das ist gut so! Persönlichkeit ist nichts Starres und Vorgegebenes, Persönlichkeit ist ein fliessender Prozess. Nur wenn wir im Geiste agil und unseren Werten treu bleiben haben wir auch die Chance, unser eigenes Ich zu finden. Und uns mit ihm anzufreunden.
    Ich lese die Flow übrigens gerne, und ich habe schon oft was aus diesen Texten rausgezogen, was mich positiv beeinflusst hat. Ich sehe die Gefahr nur darin, dass man nun auch aus diesen Inhalten einen neuen, konträren Lifestyle zusammenzimmert, der in seinen Werten nicht weniger beflissen versucht, unsere Persönlichkeit zu manipulieren, als der von dir oben zitierte.
    Öhmmja…. ich hoffe, man erkennt den Sinn meiner hier niedergeschriebenen Gedanken?? ;oD
    Wie auch immer: Schönen Aaaabend! Liebe Grüsse!

    Gefällt mir

    1. Ich lese die Flow auch ganz gerne – ich brauche aber auch regelmäßige Pausen davon. Zwecks Recherche hatte ich allerdings mal gebündelte „Wohlfühlmagazine“ von Flow über Happinez und Herzstück und was weiß ich… danach war ich wirklich genervt, aber vielleicht bin ich auch falsch gepolt. Bei Jazz, Blues oder „Schnulzenpop“ werde ich auch hochgradig aggressiv und kann nach wenigen Minuten förmlich spüren, wie mein Blutdruck steigt. Ich brauche zur Entgiftung sofort Disturbed oder Slipknot, um „wieder runterzukommen“. 😉

      Und genau so isses: „Es gibt kein falsches Ich. Es gibt nur eine ferngesteuerte Konzentration auf Werte, die nicht die eigenen sind […] Persönlichkeit ist nichts Starres und Vorgegebenes, Persönlichkeit ist ein fliessender Prozess. Nur wenn wir im Geiste agil und unseren Werten treu bleiben haben wir auch die Chance, unser eigenes Ich zu finden. Und uns mit ihm anzufreunden.“ Das könntest du direkt bei der Flow einreichen – musst nur noch ein bisschen mehr Text drumrumquirlen. 😉

      Herzlichen Gruß!

      Gefällt mir

      1. WAS zum Geier ist Disturbed und Slipknot??? Da siehste mal, ich lebe ziemlich out of alles, was grad so angesagt ist, *gggg*! Aber ich weiss, ehrlich gesagt, nicht, ob ich mich da bei der Flow in die Reihen der Redakteure und Schreiberlein einreihen könnte. Das wäre mir dann, wie dir auch, zuviel der Dröhnung. Immer alles mit Mass, sag ich! Das wirklich Gute rauspicken und sich den Rest den Buckel runterrutschen lassen……
        CiaoCiao!

        Gefällt mir

        1. Die müssen Sie nicht kenne, Frau Hummel. Und die sind auch gar nicht „angesagt“, sondern eher Klassiker. So wie … äh… Mozart… nur auf nem anderen Niveau. 😎

          Gefällt mir

  8. Mich nervt ja schon der Optimierungswahn in Unternehmen, den ich täglich mitbekomme! Da werd ich ’nen Teufel tun und auch noch privat damit anfangen – AUSSER bei Sachen, die mir persönlich tatsächlich wichtig sind (nicht zu sehr aus dem Leim gehen mit der von Dir schon angesprochenen Schokolade, Bewegung, halbwegs genug schlafen, mich nicht völlig ungeschminkt der Welt aussetzen etc.), aber die Motivation dazu findet ziemlich ausschließlich in meinem eigenen Kopf statt. Internet und Co. beeinflussen mich da tatsächlich wenig. Ich glaube, das könnten manche jetzt als recht gesund empfinden …?!? Andererseits kann man bei sooooo vielem nicht mitreden … – also hat mal wieder alles seine 2 Seiten.

    Liebe Grüße
    Gunda

    Gefällt mir

    1. Diese Art von Optimierungswahn ist ein ganz anderes Thema – und kein schönes. Ich habe mich für ein Fernstudium mal durch BWL- und VWL-Hefte quälen müssen und ich hätte sie am liebsten ständig an die Wand geworfen, weil ich in einer Tour gedacht habe, so geht das nicht. Wo bleibt denn da die Menschlichkeit?

      Und privat optimiere ich mich – wie du – in den Bereichen, die ICH für wichtig halte. Das muss reichen. 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  9. Optimierung, hm schon das Wort ist doch fürchterlich. Du hast recht, besser wir lassen das. Eine zeitlang vor Jahren dachte ich auch mal alles muss perfekt sein. Ich muss im Beruf alles perfekt machen, nach Hause in mein perfektes Zuhause, mühelos so nebenbei den Haushalt machen und mit meinen perfekten Kindern spielen. Schmutzwäsche wird gar nicht produziert, nein alles riecht immer nach Blumen. Sogar nach dem Sport, den ich schon vor meiner Arbeitszeit jeden Morgen absolviere. Natürlich muss ich auch schlank sein und perfektes Essen kochen, frisch gesund und sehr lecker. Immer gut gelaunt natürlich. Puh kannst Du das vorstellen? Ich auch nicht. Ich lebe, ich optimiere nicht. Man wird ruhiger mit den Jahren :))
    Du triffst es mal wieder voll auf die Zwölf, Anna;)
    liebe Grüße Tina

    Gefällt mir

    1. Jep, das Wort ist fürchterlich. Und es beruhigt mich ja ein bisschen, dass sich sogar so tiefenentspannte Menschen wie du (so wirkst du zumindest auf mich) zwischenzeitlich vom Optimierungswahn haben kirre machen lassen. Dass es mich auf dem falschen Fuß erwischt, ist logisch… ich liebe Ally McBeal und Sex and the City – ich kann also nicht wirklich tiefenentspannt sein, sonst würde mir das neurotische Gezappel von denen auf den Nerv gehen. *g*

      Und weißte… ich überlege gerade, was denn noch zu tun bliebe, wenn das Leben wirklich durchoptimiert wäre – ich ergo so eine Superwoman wäre, die andere in die Krise stürzt (*gnhihihi* alleine die Vorstellung… hach…) was willst du noch erreichen, wenn du alles erreicht hast? Bei mir ist da noch viel Luft nach oben. Das ist doch… ähem… fantastisch. 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

      1. Auf jeden Fall. Und vor allem bleibt doch Experimentierfreudigkeit erhalten. Wo kämen wir hin wenn alles perfekt wäre. Tiefenenspannte liebe Grüße Tina

        Gefällt mir

  10. Nachdem ein Bekannter am vergangenen Wochenende knapp drei Stunden das Projekt Misosuppe in der Küche verbrochen hat und anschließend einfach nur noch mies gelaunt war *aber auf Insta sah sie toll aus*, habe ich beschlossen, dass eine schlichte Gemüsesuppe es auch tut *kicher* Hat funktioniert 🙂
    Ach ja, der gute Optimierungsdrang. Ist doch prima, kurbelt die Wirtschaft an! Und sorgt dafür, dass sich auch ja keiner langweilt. Das zählt vermutlich sowieso zu den Todsünden. Es gibt Dinge, die ich tatsächlich optimiert habe. Die Bad-Reihenfolge am Morgen zum Beispiel 😉 Und es gibt Dinge, die will ich gar nicht optimieren. Die mag ich nämlich so, wie sie sind.
    Liebe Grüße
    Fran

    Gefällt mir

    1. Wer steht denn für eine SUPEE drei Stunden in der Küche?! Ich bin ja nun wahrlich keine Meisterin der Effizienz, aber das käme nicht mal mir in den Sinn. Bei mir gibt’s auch „nur“ Gemüsesuppe/eintopf. Schnippeln, in den Topf werfen, 20 Minuten machen lassen. Und hinterher noch ne Stulle essen, weil mich Suppe nicht wirklich sättigt. DAS ist… äh… effizient. 😛

      Ich kurbele ja gerne mal die Wirtschaft an – das Rad muss sich ja irgendwie weiterdrehen. Aber wenn ich für blöd verkauft werde und meine Ausstrahlung darunter leidet, dann ist Schluss mit lustig. 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  11. Optimieren ist aber auch nicht mehr das was es mal war finde ich. Heute beteuern ja die Leute auch gern wie echt sie sind und unperfekt. Aber weißt du was ich glaub, das ist auch echt verdammt anstrengend so zu tun als wäre alles so ein bisschen unperfekt, aber gerade soviel dass man cool, hip oder sonst was ist.
    Ein bisschen optimier ich ja an mir schon immer mal wieder rum. Mit Schokolade an meiner Laune, mit Schlaf an meinen Augenringen, … du siehst ich hab das drauf 😉
    Liebe Grüsse Ela

    Gefällt mir

    1. [hier bitte viele Lachsmileys einblenden]. Yep, du bringst das gut auf den Punkt, Ela. Genau das geht mir auch so auf den Senkel, diese Beteuerungen bzgl. Authentizität und was weiß ich. Ich habe ja einiges im Leben gelernt (auch wenn meine Blogtexte das nicht unbedingt vermuten lassen) und dazu gehört folgendes: Bei denen, die permanent ihre Vorzüge rausposaunen (ich bin so authentisch, wir halten zusammen, ich bin ehrlich/treu oder was auch immer), steckt am wenigsten dahinter. Wer authentisch, ehrlich, treu und was auch immer ist, der IST es und kommt überhaupt nicht auf die Idee, das zum Thema zu machen. Darum ist es manchmal schon erheiternd, zwischen den Zeilen zu lesen… 😛

      Ha, ich habe gestern auch meine Laune optimiert. Mit Croque Monsieur. Und wie bin ich darauf gekommen? Weil ich’s auf FB gesehen habe und dachte, ich brauche jetzt SOFORT Croque Monsieur, sonst werde ich nie wieder froh. 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

      1. Gnihihihiiiii…also, wenn dich ein Croque Monsieur froh macht, dann biste auf der richtigen Spur. Hat nämlich was mit Genuss zu tun und mit-Füssen-treten aller angesagten Diät-, Fasten-, Detox- und wasweissichsonstnoch-Soopadoopatrips! Und wenn der CM aus gutem Brot, echtem Käse und IP-Schinken besteht- na, Herz, wat willste mehr?? Nieder mit blödsinniger Kasteiung, sag ich da nur! :oD

        Gefällt mir

  12. Zufall oder Schicksal ? Ich hatte in letzter Zeit ähnliche Gedanken. Allerdings kann ich die oft nicht so schön in Worte fassen. Ich gehör auch mehr zur Kategorie Nashorn, das mal mehr oder weniger erfolgreich durch den Alltag stampft und schon geglaubt hat um es herum gibt es nur Super-Wonder-Einhorn-Frauen, die beschwingt durchs Leben hüpfen.
    Umso schöner das es noch eine ganze Bandbreite an „tierischen“ Individuen gibt , mit denen man mit genüßlicher Gelassenheit diese Wunderwesen aus LaLa-Land beobachten kann. Also ein Hoch auf uns die wir so sind wie wir sind und das ganz ohne „coaching“.
    Libe Grüße
    Susanne

    Gefällt mir

    1. Ich glaube, diese Gedanken treiben einige von uns immer mal wieder um. Und wenn ich sehe, was für eine Flut von Ratgebern, Blogs und Magazinen es gibt, die sich u.a. auch mit diesem Thema befassen, dann denke ich: wir sind viele. 😉

      Wobei sich vermutlich einiges davon (inkl. meiner Posts) auch erledigen würde, wenn man einfach weniger Zeit in der Onlineblase verbringt – vor allem da, wo es nur um den schönen Schein geht. Die ganze Bandbreite an „tierischen“ Individuen finde ich nämlich ehrlich gesagt eher offline. Und wenn man sich da mal ganz genau umschaut (ohne Smartphone oder MP3-Player zum Abschotten), dann merkt man, dass diese „schöne Onlinewelt“ eher eine nette Randerscheinung ist, die mit dem wahren Leben nicht viel zu tun hat. Verkehre allerdings auch nicht in der Bussi-Bussi-‚Gesellschaft und das ist gut so. 😛

      Herzlichen Gruß!

      Gefällt mir

  13. Ich finde es ja immer wieder amüsant solche Artikel in Zeitschriften zu lesen. Auch wenn man da durchaus mal gerne reinschaut, habe ich beim Lesen schon das Gefühl, dass selbst „slow down“ und „detox“ (in jeder Variante) ganz schön anstrengend wird. Man hat immer ein bisschen das Gefühl, dass viele Menschen irgendwie das Gefühl dafür verloren haben, was einem selbst gut tut. Und selbst zum Runterkommen oder Entspannen noch einen Leitfaden benötigen…

    Gefällt mir

    1. Wahre Worte. So empfinde ich das auch: Viele von uns scheinen völlig das Gefühl dafür verloren zu haben, was ihnen guttut. Und die, die ein Gespür dafür haben, suchen irgendwo in Zeitschriften oder Büchern eine Rückversicherung dafür, dass sie richtig liegen. Krank…

      Gefällt mir

  14. Schön formuliert haste das wieder. So gut könnte ich das nie in Worte fassen. Es ist wie bei der Ernährung, vor ein paar Jahren fand ich Ratgeber und Lifestyletipps echt noch sinnvoll und hab mir das ein oder andere auch angeeignet. Aber seitdem ist das ganze Thema so ausgeartet, dass es echt schon abartig ist. Da lob ich mir doch die alten Zeiten, wo man noch ganz normal sein konnte. Ohne Begriffe wie Detox, Liebe Dich selbst, schaukel Dein inneres Kind, Du kannst alles erreichen usw..
    „chillige Auszeit zum mentalen relaxen vom stressigen Alltag“ hiess früher einfach: „abgammeln“ 😉
    Wie Cristine schrieb: Es scheint kaum noch was ohne Leitfaden zu gehen. Und wenn ich mich so anschaue, „versage“ ich auf ganzer Linie 😉
    Lieben Gruß
    Bianca

    Gefällt mir

    1. *gnihihihi* Wie krass das klingt: abgammeln. Warum fällt mir da nur das Zitat von Lagerfeld ein? „Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren“ – dabei wäre die das perfekte „Abgammel-Ouftfit“. 😛 Habe ja früher diverse Ratgeber inhaliert, aber mittlerweile langt’s mir auch – und ich bin da eigentlich sehr leidensfähig.Vielleicht habe ich online einfach auch zu viel Ratgeberzeugs gelesen, heute kann ja jeder ungefiltert seine Weisheiten ins Netz blasen… *hüstel* Das, was ich anfangs noch genial fand (jeder kann sich zum Thema äußern), ist heute immer öfter Stress (jeder kann sich zum Thema äußern und du hast keine Ahnung, ob diese Person überhaupt Ahnung von dem hat,worüber sie schreibt und ob sie selbst danach lebt). Immer mehr Infos, immer mehr Müll und gequirlte Luft. Nee, weniger Leitfäden, mehr Intuition- und hin und wieder ne Flow. Das muss reichen. 😉

      Lieben Gruß
      Anna

      P.S: Danke dir! Dafür bekomme ich nie so tolle Fotos hin wie du/ihr. 😉

      Gefällt mir

  15. Ist das süß! Haha. Danke fürs Teilen. Ich habe mir irgendwann mal-ist schon eine Weil her und ich vergesse es auch gern immer mal wieder-gesagt, hey, ich bin tatsächlich glücklich mit dem Körper, den ich habe. Puff. aus Ende. Das mit dem Einhorn – da musste ich total lachen….ja, und vor längerer Zeit gab es doch dieses Buch: Ich bleib so Scheiße wie ich bin. Kennst du das? Lohnt sich total…Macht super Laune.

    Ist dir eigentlich aufgefallen, was da auf den Blogs teilweise für abenteuerliches Kram vebreitet wird. Von -mein ganz tolles Fitnessprogramm bis Abnehmtipps. *runzeltdiestirn*

    LG Sabina

    Gefällt mir

    1. Die Kleine musste ich einfach teilen – ob man da allerdings gleich wieder so ein „was wir Erwachsenen davon lernen können“ draus machen muss… na ja… aber es passt so schön. 😉

      Jep, das ist mir aufgefallen. Ich wundere mich, auf was für dünnes Eis sich manche Menschen begeben. Sei es, dass sie merkwürdige Tipps geben oder dass sie merkwürdige Tipps befolgen… *kopfschüttel*

      lieben Gruß!

      Gefällt mir

Kommentare sind geschlossen.