Einfach mal die Klappe halten?

Als ich neulich in meinem liebsten Café saß, musste ich leider feststellen, dass ich nicht alleine dort war. Die Rede ist nicht von anderen Gästen, sondern von dem Zeug, das ich allen Ernstes mitgeschleppt hatte. Und so habe ich mich nicht über den leckeren Cappuccino und die tolle Aussicht gefreut, sondern u.a. an die Mail an den Steuerberater gedacht, die ich dringend schreiben muss – seit 5 Wochen – und an einigen anderen Kram. Doch am meisten Raum nahm der Gedanke an eine Unterhaltung ein, die neulich online begonnen hatte und offline weitergeführt wurde. Es ging darum, dass ich meinen Stil und meinen Lifestyle nicht nur durch meine Kleidung, meinen Ernährungsstil oder meine Kosmetikprodukte zeige, sondern auch durch meine Haltung. Und Haltung zeigt man ja immer – sogar dann, wenn man keine Haltung zeigt – und besonders dann, wenn man den Mund aufmacht…

Warum kann ich nicht einfach mal meine Klappe halten?

 

Und genau das ist mein Problem, denn ich kann hin und wieder einfach nicht meine Klappe halten und schlage mich dabei scheinbar mit Themen rum, die für andere keine sind. Das nervt mich. Wie kann es sein, dass ich schon so lange an mir arbeite, dabei aber offenbar noch keinen Schritt weiter bin? Wo ist sie, die Erleuchtung, die sich nach jahrelanger Home-Yoga-Praxis endlich mal einstellen sollte? Außerdem bin ich Stier, Aszendent Waage [der Aszendent soll sehr viel aussagekräftiger sein, habe ich irgendwo gelesen] und habe zur einen Hälfte ein Gemisch aus schwäbischen [die haben ja teilweise diese stoische Ruhe weg] und österreichischen [sehr charmant!] Genen in mir – warum also bin ich nicht tolerant, gelassen und weise? Warum bin ich nicht so ein kleines Sonnensch(w)einchen, sondern die Kackbratze, die ich bin? Warum kann ich über Dinge, die mich irritieren, nicht einfach hinwegsehen und meine Klappe halten, ohne das on- oder offline in irgendeiner Form thematisieren zu müssen? Andere können das doch auch…

In einigen Bereichen klappt das wunderbar und da schert es mich überhaupt nicht, wer sich mit Chiasamen die Kante gibt und wer welchen Kleidungsstil favorisiert. Die Klamotte macht zu dick oder zu dünn? Verkürzt die Beine oder frisst die Taille? So what? Das geht mich doch nichts an und es steht mir nicht zu, ungefragt Kritik zu äußern – es sei denn, ich werde um ein Feedback gebeten. Es gibt allerdings auch immer wieder diese Situationen, in denen mein Laissez-faire-Modus außer Kraft gesetzt wird und das betrifft Themen, die weitreichender sind als die, welchen Kleidungs- oder Ernährungsstil jemand favorisiert. Es sind Themen, die mich – direkt oder indirekt – betreffen, weil sie die Gesellschaft betreffen, in der ich lebe.

Is mir egal. Oder das Ding mit den Antwortplacebos…

 

Theoretisch kommt jeder von uns in diese Situationen, in denen es mit Laissez-faire nicht getan ist – zumindest jeder, der mit offenen Augen und einer Portion Neugier durch die Welt geht und über ein Minimum an Empathie und Mitgefühl sowie über ein gewisses Maß an Selbstreflexion verfügt. Aber nicht jeder scheint sich an solchen Situationen zu stören – das merke ich an den Antwortplacebos, mit denen mein diesbezüglicher Themeneinwurf quittiert wird. Immer gerne genommen werden:

  • Schau’s dir nicht an, wenn’s dich stört.
  • Ist alles eine Frage der Sichtweise/Perspektive.
  • Es ist das, was du daraus machst.
  • Je mehr Aufmerksamkeit du darauf richtest, desto größer wird es.
  • Du bist doch nur neidisch, weil du das nicht kannst/hast/nie erreichen wirst.

Oder neulich: „Da will eben niemand drüber sprechen“, ja… und du offenbar auch nicht, habe ich gedacht, als nach dieser Feststellung flugs das Thema gewechselt wurde. Gut, das ist natürlich alles extrem themenabhängig – mich selbst tangiert es auch nur peripher, wenn beispielsweise der F.C. Arminia Adlersheim ein Spiel verliert, allerdings kann ich den Frust der Beteiligten durchaus nachvollziehen, weswegen ich mir Sprüche wie „Ist alles eine Frage der Sichtweise“ u.ä. verkneifen würde. Aber wenn man einen ähnlichen Background und ähnliche Interessen hat, irritiert es mich eben schon, wenn ein Thema, das ich für erwähnenswert halte und das über rein persönliche Angelegenheiten hinausgeht, so abgebügelt wird.

Ist alles Gold, was glänzt?

 

Obwohl die Antworten auf den ersten Blick ja nicht mal falsch sind – im Gegenteil, ich kann sie ehrlich nachvollziehen. Und sie klingen auch unglaublich gut! Beneidenswert und übermenschlich gut sogar! Daneben fühle ich mich sofort wie eine kleingeistige, missgünstige und giftspuckende Hexe, die noch nie im Leben was von Toleranz gehört hat und mit Argusaugen über das wacht, was andere machen. Menschen, die obiges sagen, scheinen ihr Leben hingegen auf eine sehr gelassene, harmonische und zentrierte Art zu leben und sich über profane Alltagsgefühle negativer Art zu erheben. Sie sind Vorbilder. Darüber hinaus sind sie – im Gegesatz zu mir – überall beliebt [weil sie ja alles verstehen und nie Kritik äußern], ein Quell der Inspiration [wie kann man nur so entspannt und „bei sich“ sein?!]  und randvoll mit good vibrations, weil kritische Themen in einem harmonischen und friedvollen Universum keinen Platz haben.

Willkommen im Wolkenkuckucksheim…

 

Wobei es kritische Themen ja gar nicht gibt, denn wir erinnern uns: Alles ist nicht nur eine Frage der Sichtweise, sondern auch das, was jeder daraus macht und mit der nötigen Gedankenakrobatik lässt sich fast allem eine positive Seite abgewinnen – vor allem dann, wenn man selbst nicht direkt davon betroffen ist. Klar, wir haben schließlich genug mit uns selbst zu tun, was sollen wir uns da noch Gedanken um anderer Leute Kinder oder Arbeitsbedingungen machen? Selbst schuld, wenn die ihre Kinder nicht im Griff haben oder so tief sinken, dass sie unsere Klamotten für einen „Verdienst“ von 40 Euro im Monat nähen, sollen sie sich halt im nächsten Leben einen Goldfisch anschaffen und in einem anderen Land (wieder)geboren werden [ups… das war jetzt selbst für meine Verhältnisse böse. Wasche mir nach dem Schreiben sofort den Mund mit Seife aus, sorry!] und gut is. Mit so einer „Betrifft mich nicht“-Einstellung könnte ich tatsächlich ziemlich gut in meinem fluffig-flauschigen Wolkenkuckucksheim leben. Nun lebe ich aber nicht in einem Wolkenkuckucksheim und viele Dinge betreffen mich eben doch – direkt und indirekt.

Wer genau hinschaut, wird Fragen stellen…

 

Blöderweise neige ich auch noch dazu, die Dinge verstehen zu wollen – besonders im zwischenmenschlichen Bereich und vor allem die, die mir völlig fremd sind. Das erweitert meinen Horizont nämlich weitaus mehr als ein „schau ich eben woanders hin“. Mich interessiert es brennend, wieso und warum jemand so tickt, wie er es tut. Oder warum bestimmte Verhaltensweisen plötzlich großräumig um sich greifen, sich aber scheinbar kaum jemand daran stört. Ich will Antworten haben und da gibt es kaum eine Frage, die mir zu blöd ist – vor allem nicht, wenn ich sie (mir) selbst stelle. Wer Fragen stellt, muss allerdings in der Lage sein, sehr genau hinzusehen und Dinge herausfiltern können, die hinterfragenswert sind – warum auch immer. Und wenn ich das tue, dann komme ich nicht umhin, mir eine Meinung zu bilden und eine bestimmte Haltung zu zeigen – es sei denn, ich gönne mir den Luxus, einfach mal keine Meinung zu haben. Kommt auch vor.

Die Kehrseite der Medaille…

 

Wahrscheinlich werde ich mich daher mit oben aufgeführten Antworplacebos nur selten abspeisen lassen – auch auf die Gefahr hin, dass ich dann wie eine missgünstige kleine Spaßbremse wirke, die täglich einen Korinthenkacker frühstückt. Wobei mich neulich ein kluger Mensch im Offline-Gespräch daran erinnerte, dass es ja immer zwei Seiten einer Medaille gibt. Und dass sich das, was ich für „tolerant und abgeklärt“ halte, auch ganz anderen erklären ließe…

  • Etwa mit der Unlust, mal über den eigenen Tellerrand zu schauen.
  • Und mit der Abneigung, die Komfortzone der Unverbindlichkeit zu verlassen, in der man sich alle Türen offenhalten kann.
  • Oder mit der Weigerung, die Realität aus dem Wolkenkuckucksheim mal mit der „anderen Realität“ abzugleichen – da klafft mit Sicherheit so manche Lücke.
  • Und wer anderen reflexhaft Neid in die Schuhe schiebt, ist fein raus, wenn es darum geht, sich mal seinen Anteil an der Sache anzuschauen.

Tja, da könnte was dran sein, an dem Verweis auf die Kehrseite der Medaille – muss aber nicht. Die Wahrheit liegt wohl mal wieder irgendwo dazwischen und ist – wie immer –  eine höchst individuelle Angelegenheit.

Und plötzlich ging meinem Thema die Luft aus…

 

Diese Gedanken machten sich also neben mir auf dem Stuhl breit und ich formulierte im Geiste einen kilometerlangen Post zum Thema „Lifestyle und Haltung zeigen“, der dank zahlreicher ironischer Spitzen sicher nett zu lesen gewesen wäre. Doch plötzlich verging mir die Lust, mich weiter mit diesem Thema zu beschäftigen und in meinem Kopf ploppte die Erkenntnis auf, dass es da kein Richtig oder Falsch gibt – weil jeder seine persönliche Herangehensweise hat, um sich die Welt und bestimmte Themen zu erschließen. Meine Herangehensweise ist für mich total richtig und es gibt derzeit keine Option, anders zu handeln. Ich habe ein Recht auf (m)eine Meinung – wann immer ich eine haben möchte. Und wenn ich es für angemessen halte, werde ich diese Meinung zum Ausdruck bringen und zwar überall dort, wo ich eine Stimme habe. Das wird nicht jedem gefallen, aber das muss es ja auch gar nicht. Ebenso wenig muss mein Gegenüber auf meiner Wellenlänge liegen und nachvollziehen können, warum ein bestimmtes Thema für mich eben ein Thema ist. Ich verstehe ja im Gegenzug auch nicht, warum bestimmte Themen für manche Menschen eben kein Thema sind, aber man muss ja auch nicht über alles miteinander reden können – friedliche Koexistenz ist auch nett.

Manchmal ist Schweigen tatsächlich Gold.

 

Tatsächlich sind mir Menschen, die ein Antwortplacebo aus der Tasche ziehen lieber als die, die online ihr Unwesen treiben und eine Spur der (Selbstwert)Verwüstung hinterlassen. Was da in manchen Kommentarsträngen für eine Hau-drauf-Mentalität herrscht, ist mehr als befremdlich. Ich muss nicht alle(s) mögen und ich muss nicht alles nachvollziehen können. Allerdings ist es eine Sache, interessiert und höflich nachzufragen oder (m)eine Meinung darzulegen und eine ganz andere, einfach nur ohne Hirn und bar jeder Selbstreflexion draufzuhauen. Was ich u.a. kürzlich an Kommentaren unter dem mittlerweile gelöschten Säure-Basen-Post einer semi-bekannten Yoga-Botschafterin [die, die uns jetzt alle ganz leicht machen will] gelesen habe, hat mich heftig schlucken lassen, obwohl ich bestimmt kein Fan der Dame bin. Von basischer Ernährung kann man ja halten, was man möchte, aber stellen sich diese Online-Giftspritzen, wenn sie chinesisches Essen blöd finden, auch vor das nächstbeste China-Restaurant, um alle anzupöbeln, die dort essen wollen? Und „argumentieren“ sie dann damit, dass das Essen mies ist, weil ihnen der Koch optisch nicht gefällt, da der sich bestimmt hat botoxen lassen?! Was geht in den Köpfen solcher Menschen vor?! Im ersten Moment wäre es wirklich reizvoll, einfach mal zu ergründen, wieso man online so die Beherrschung verliert, ohne persönlich angegriffen worden zu sein. Aber andererseits habe ich bereits eine Meinung zum Thema. Ich finde diese Art der Meinungsäußerung indiskutabel und das Draufhauen um des Draufhauens willen armselig. Mehr muss ich nicht wissen und mehr will ich in so einem Fall nicht wissen, denn es is mir egal.

Und nachdem ich diesen „Warum bin ich so eine blöde Kackbratze und warum sind andere scheinbar so gelassen und tolerant“-Wust für mich aufgedröselt hatte, verschwanden auf wundersame Art auch all die anderen mitgeschleppten Gedanken, die durch den Raum segelten und mir die tolle Aussicht verhagelten. Leider musste auch der nett zu lesende Post [Marke „Kann Ironie enthalten“] dran glauben und nun habe ich euch quasi mit 1800 Wörtern mitgeteilt, dass ich zum Thema eigentlich nichts zu sagen habe. Aber irgendwas ist ja immer und außerdem möchte ICH auch mal everybody’s darling sein und nicht immer nur die Pestbeule vom Dienst, die den Finger in die Wunde legt… 😉

Zitat Fontane.jpg

P.S: Das Thema „Kritik äußern“ treibt derzeit übrigens auch andere Bloggerinnen um. Bei Love T. lest ihr dazu Kritik mit Stil und bei Fran „Von Kommentaren und Sandkistenschlachten„.

[Beitragsbilder erstellt mit Pablo by Buffer.]

 

 

 

49 Kommentare zu „Einfach mal die Klappe halten?

  1. …vor allem war das ein 1800 Wörter (was gäbe ich drum, dass meine Schüler mal so viele Wörter zu Papier brächten – wobei, lieber nicht, ich muss das schließlich alles lesen, korrigieren und kommentieren) langer Teaser und nun bin ich völlig von der Rolle, weil ich wissen möchte, welche Themen es denn eigentlich sind, die Dir unter den Nägeln brennen, deiner Umwelt aber dagegen nicht.
    Der Vergleich mit dem Chinarestaurant ist toll! Genau das frage ich mich auch immer, was genau da in einigen Hirnen ausklinkt…

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    1. Welche Themen? Zu viele, als dass ich hier alle aufführen könnte u. wollte. Gelegentlich fließen einige davon aber durchaus ins Blog mit ein. 😉

      Jep…der Vergleich mit dem Restaurant…manchmal biste online nur am Kopfschütteln…

      Lieben Gruß!

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  2. Bleibt die Frage: Was es es denn für ein Thema, das Dir wichtig war?

    Falls es Dir hilft: Ich kann mich offline auch SEHR aufregen und verwende dabei Worte, die „man“ nicht mal denken „darf“ 🙂 .

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    1. Kein bestimmtes. Da bin ich thematisch auch zu breit aufgestellt, als dass es nur eine Sache gäbe, die mich…nachdenklich macht. Und siehe Kommentar an das Nordmädchen: manches fließt durchaus ins Blog mit ein. 😉

      Offline kann ich auch fluchen wie ein Bierkutscher. 😎

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  3. Liebe Anna du erinnerst mich manchmal an meine Mutter, die kann sich auch über jeden Sch… aufregen. Wir (also mein Vater und ich) sagen dann gerne „Ruhig, Brauner!“ Vielleicht hilft das ja auch bei dir 😉
    Als Mensch, der eher ruhig bleibt und sich nicht leicht aufregt, hat man allerdings auch manchmal einen schweren Stand, weil einem vorgeworfen wird: Dir ist ja alles egal! Also wie man’s macht, man macht’s verkehrt!

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  4. Zitat: „zumindest jeder, der mit offenen Augen und einer Portion Neugier durch die Welt geht und über ein Minimum an Empathie und Mitgefühl sowie über ein gewisses Maß an Selbstreflexion verfügt“

    Liebe Anna,
    ich glaube, genau das ist der Punkt. „Toleranz“ ist eben auch manchmal nur ein Mäntelchen für „juckt mich nicht.“
    Der Grat zwischen „Leben und leben lassen“ und „Haltung zeigen“ ist schmal …

    Ich versuche auch immer, mein Umfeld zu erziehen, nicht vorschnell zu beurteilen, sondern sich vielleicht erst einmal zu fragen, warum der/die andere so gehandelt haben könnte, wie er/sie das getan hat (bzw. auch einmal nachzufragen). Jemand hat ja vielleicht gute Gründe für sein Verhalten. So etwas erweitert ungemein den Horizont und fördert die Empathie.
    Andererseits: Ich tue auch kund, wenn mir jemandes Verhalten nicht zusagt. Das muss ja nun kein Draufhauen sein, aber man kann seinen Standpunkt auch haben, ohne ausfallend zu werden. Stichwort „Respekt“ und so.
    Das Haltung zeigen macht mich nicht immer beliebt (weil das Gegenüber ja nun nicht das erwartete „pattpattfeingemacht“ von mir bekommt), aber ich will auch nicht beliebig sein! So.
    Vielleicht ist es eben eine Frage des wertschätzenden Umgangs miteinander.
    Lieben Gruß
    AnnJ (Sternzeichen Waage)

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    1. Danke. Fürs Lesen (und das war ja doch ein ganz schöner Batzen) und für deinen Kommentar. Du hast genau verstanden, worauf ich hinauswollte, das freut mich gerade sehr. 😉

      Deinen Kommentar unterschreibe ich und ich musste bei folgendem Punkt grinsen: „Ich versuche auch immer, mein Umfeld zu erziehen, nicht vorschnell zu beurteilen, sondern sich vielleicht erst einmal zu fragen, warum der/die andere so gehandelt haben könnte, wie er/sie das getan hat (bzw. auch einmal nachzufragen). Jemand hat ja vielleicht gute Gründe für sein Verhalten.“ Ja – hier auch so. Aber auch damit macht man sich nicht gerade beliebt. Weil es ja so schön einfach ist, einfach mal verbal draufzuhauen und -siehe oben – im Zweifelsfall ist Neid DAS Totschlag“argument“ – das kannst du auch nicht widerlegen.

      Schwieriges Thema, das. Und eigentlich zu umfangreich für einen Blogpost. Aber da es jetzt weniger Posts hier geben wird, sind die, die es gibt, eben länger.
      Lieben Gruß zurück! 😉

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    2. Kann ich mit beiden Händen unterschreiben. Empathie, Mitgefühl, respektvoller Umgang miteinander gehen leider verloren. Das ist mir nicht nur bei Erwachsenen sondern auch bei Kindern aufgefallen. Selbstreflexion ist für die meisten Menschen ein Fremdwort. Das alles macht mich sehr traurig.
      LG
      Beata (Sternzeichen Waage)

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      1. Und das unterschreibe ich. 😉 Von mangelnder Selbstreflexion will ich gar nicht reden und Empathie und Mitgefühl stehen scheinbar auch nicht mehr so hoch im Kurs – also abhängig davon, mit wem man es zu tun hat. Nur gut, dass man es sich bis zu einem gewissen Grad aussuchen kann, mit wem man es zu tun haben möchte… 😉

        Lieben Gruß!

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  5. Mir geht es wie dir und ich dachte schon ich gehöre zu einer aussterbenden Rasse. Ich bin sensibel und habe einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und kann darum schlecht den Mund halten. Ich mag keine Menschen die vordergründig freundlich sind und wenn du ihnen den Rücken zukehrst die ein Messer rein hauen. Ich mag keine Menschen die ihr Fähnchen in den Wind hängen und sich mitziehen lassen. Ich mag Menschen die ehrlich sind auch wenn es manchmal weh tut. Kritik finde ich gut denn diese kann manchmal helfen sich positiv zu entwickeln. Es gibt aber auch Menschen die haben immer etwas zu meckern, aus Eifersucht und Mißgunst. Davon gibt es leider viel zu viele. Wünsche dir eine schöne Woche. LG Petra

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    1. Verstehe ich gut, @ „Ich mag keine Menschen die vordergründig freundlich sind und wenn du ihnen den Rücken zukehrst die ein Messer rein hauen. Ich mag keine Menschen die ihr Fähnchen in den Wind hängen und sich mitziehen lassen.“

      Aber ich habe auch noch nie gehört, dass jemand genau diesen Typ Mensch mag. 😉

      Lieben Gruß!

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  6. Öhemmm… und WARUM gibt es hier jetzt weniger Posts??? Aber okay, wenn die, die du raushaust, dafür länger sind, dann bin ich ja beruhigt!
    Ich gehöre ja auch zu der Sorte, die gerne seine Meinung loswird. (Stier! Aszendent Waage!!) Und mache mir damit nicht immer nur Freunde. (Auch hier im www nicht. Hab ich schon „leidvoll“ erfahren müssen. *ggg*). Trotzdem werde ich mich darin nicht einschränken (lassen). Wenn ich meine, dass ich zum Thema was zu sagen habe, dann möchte ich das auch loswerden. Ohne mir 3 Mal überlegen zu müssen, ob sich das nun schickt. Oder ob sich dabei jemand auf den Schlips getreten fühlt. Denn grade hier in der freien ww-Wildbahn muss man sich bewusst sein, dass man Reaktionen auslösen kann mit dem, was man so von sich gibt. Aber das ist doch gut so! Ganz bestimmt löst man oft auch Positives aus, regt die Leser zum Nach- und Überdenken an. Und sehen wir es mal realistisch: Es sind doch eher wenige, die sich nicht zu benehmen wissen. Irgendwann kennt man die und kümmert sich einfach nicht mehr drum.
    Und dann gibt es noch die, die hintenherum plärren, vornerum aber den Mund nicht aufkriegen. Und DAS finde ich bedenklich! Man darf doch jederzeit eine eigene Meinung haben und auch dazu stehen, aber wie sagt der Franzose so schön? „‚C’est le ton qui fait la musique!“. Genau. Man darf alles an den Mann/dieFrau bringen, wenn man den Ton trifft. Und die einfachsten Regeln des Anstandes sind ja nun nicht soooo schwierig zu verstehen, nüchwahr?
    Ich finde übrigens auch nicht, dass du eine Kackbratze bist. (Oh, dieses WORT! ;oD) Aber du bist ein Mensch, der hörend, sehend und fühlend durchs Leben geht und vieles von dem in sich aufsaugt, was um ihn herum passiert. Und das empfinde ich als ein Gütezeichen! Es gibt mit Sicherheit ganz viele, die das auch interessiert, die sich ebenfalls zu solchen Themen Gedanken machen. Das verdeutlichen doch die Kommis hier (und ich lese sie immer ALLE!). Aber leider gibt es auf dieser Welt zu viele Äffchen, die nichts sehen, nichts hören, nichts sagen, weil das so viel bequemer ist. Und man sich dann auch nicht mit andern Menschen (und vielleicht seinen eigenen Unzulänglichkeiten?) auseinandersetzen muss. Aber befriedigend ist das auf Dauer bestimmt nicht. Weil dann doch irgendwie die Tiefe fehlt in einem Leben. Der Anstoss und die Inspiration.
    Also bleib, wie du bist, schreib, was du denkst und wie du empfindest. In der Art und Weise, die wir alle hier doch so gerne leiden können!
    Und übrigens: In dem Moment, in dem du everybodys Darling bist, klinke ich mich hier aus. Ganz ehrlich. Du K…bratze, du! ;oD
    Dicken Drüücker und herzlichste Grüsse,
    FrauHummel (die ein wenig Raubritter-, etwas mehr Zigeuner-, viel deutsches und noch mehr eidgenössisches Blut in sich fliessen hat. Was DAS bedeutet, das kannst du dir selber an deinen Fingern abzählen, *ggg*!!)

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    1. Nee, du auch? Stier, Aszendent Waage? Hach… das gefällt mir! 😛 Und ich würde mal sagen: wir verstehen uns. Hätte ich aber auch sonst gesagt. *g* Darfst mich auch ruhig Kackbratze nennen, ich mag das Wort. Ich werde nur nervös, wenn man mich „Schatz“ oder „liebe…“ nennt. Das kann ich nicht leiden.

      Ich unterschreibe deinen Kommentar. Natürlich. Wie sollte es anders sein… Wobei ich mir manchmal tatsächlich wünschen würde, einfach mal meine Klappe halten zu können. Oder um des lieben Friedens willen Dinge zu tun, hinter denen ich nicht wirklich stehe/zu denen ich keine Lust habe, weil ich keinen Sinn darin sehe. Halt so Zeugs, das man (besonders als Elternteil/Familienmitglied) macht, weil man ein netter Mensch ist, aber das geht mir leider völlig ab.

      Was die Meinungsäußerung angeht: Im Netzt musst du tatsächlich mehrmals überlegen, ob sich dabei jemand auf den Schlips getreten fühlt- das Problem ist nur, dass du IMMER irgendwem auf den Schlips treten wirst. Die Möglichkeiten, sich angesprochen zu fühlen, sind einfach zu groß und abhängig davon, in welcher Dramaqueenphase sich der Empfänger (der vielleicht nicht mal gemeint war!) nun gerade befindet, kann das sehr stressig werden. Gibt aber auch Menschen, die zwanghaft ALLES gegensätzlich kommentieren müssen. Heute erlebt, dass jemand ein Zitat von Coco Chanel geteilt hat: „‚You can be gorgeous at thirty, charmimg at forty, and irresistible for the rest of your life.“ Könnte man einfach so hinnehmen und ich mag das Zitat sogar. Und wat is? Sofort findet sich jemand, der protestiert, weil er dagegen ist, dass „das Alter immer wieder in Verbindung mit Frauen gebracht wird“. Ich sag’s dir… je öfter ich in verschiedenen Kommentarsträngen mitlese, desto öfter… äh… schüttele ich den Kopf. 😉

      Herzlichen Gruß ins Hummelland! 😉

      P.s: Weniger Posts, weil 1-2 Posts/Woche reichen müssen. Mein Schreibfluss muss derzeit auch andere Quellen füttern. 😉

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      1. Yep, hab’s extra nochmal ausfindig gemacht im www! Tatsächlich Aszendent Waage. Das erklärt doch alles, nüchwahr??
        Also, wenns um die Familie geht: Das ist so ungefähr der einzige Moment, wo ich dann und wann mal mit meiner Meinung zurückhaltend bin. Allerdings hab ich es auch schon nicht geschafft, als ich wohl hätte sollen. Das Resultat war dann eine ziemlich lange Zeit „stille Messe“ mit meinem Schwager. Nüjaaa. Aber inzwischen können wir uns wieder leiden.
        Ach so. 1-2 Posts pro Woche gehen voll okay! ;oD Habs schon schlimmer erwartet….
        Schönen Aaaabend!

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        1. *gnhihihi* Da unterscheiden wir uns – bei allen Gemeinsamkeiten- sehr. Nein, da bin ich mit meiner Meinung nicht mehr zurückhaltend, weil… ähem… sich das im Lauf der Jahre so ergeben hat. Gelernt vom Leben, gelernt fürs Leben. Nicht immer schön, aber verdammt wichtig. 😉

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  7. Hallo Anna! Also für mich war da viel Aussage in deinem Artikel. Er hat mir mit jedem Wort immer mehr gefallen 🙂
    Vor allem der Teil mit dem, das nicht alles immer jeden gefallen muss, eben auch nicht alles immer in die richtig und falsch Schhublade gesteckt werden muss. Eine schöne Art das Thema anzugehen ❤ Denn jetzt, wo ich es gelesen habe, denke ich, das genau in diesem Umstand alles einteilen zu müssen, viele bösartige Kommentare ihren Ursprung haben. Wenn man etwas, erstmal ohne es zu beurteilen, zur Kenntnis nimmt, und gegebenenfalls seine Meinung dazu sagen will, ist die bestimmt netter formuliert.
    Danke fürs Verlinken, mache das jetzt bei mir auch. Ganz toller Post!

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    1. Frag nicht, WIE lange ich daran gearbeitet habe, das Thema auf diese Art anzugehen (und frag auch nicht, wie lange ich an diesem Post gefeilt habe, um das so zu formulieren, dass ich damit zufrieden bin). 😉

      Ich handhabe es mittlerweile übrigens (fast) immer so, dass ich Dinge (on- oder offline), bei denen ich sofort auf 180 bin und mich böse auf den Schlips getreten fühle, erst mal gar nicht kommentiere. Meist gibt es nämlich einen Grund, warum ich so reagiere und der sagt mir sehr viel über mich. Wenn ich dann – mit kühlem Kopf – immer noch der Meinung bin, „scharf kontern zu müssen“, dann tue ich das. Normalerweise. Es sei denn, ich habe PMS. Dann hilft eigentlich nur in Deckung gehen und Decke über den Kopf ziehen. 😉

      Lieben Gruß und dank dir für deinen Kommentar! ❤

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  8. „Blosses Ignorieren ist noch keine Toleranz“ – das Zitat mag ich sehr. Vielleicht sollte sich das mancher hinter den Spiegel klemmen. Mir geht es oft wie dir. Ich mache mir Gedanken und habe eine Meinung, wo viele andere die Notwendigkeit einer Meinung gar nicht sehen. Ich bin aber auf Meinung konditioniert *grins* und denke mir, lieber einmal zu oft eine haben als einmal zu selten 😉
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Na toll. War ja klar, dass das Zitat von Fontane besser ankommt als „Ich akzeptiere deine Meinung. Aber meine gefällt mir besser.“ 😎

      Schön gesagt. Sehr schön: „Ich mache mir Gedanken und habe eine Meinung, wo viele andere die Notwendigkeit einer Meinung gar nicht sehen.“ Das kommt mir sehr bekannt vor.“ Ich mache mir auch Gedanken… allerdings kam ich mir neulich dumm wie fünf Meter Feldweg vor. Im Lieblingscafé saß nämlich auch ein Mann mittleren Alters, der seiner Begleiterin (nicht seine Freundin!) detailliert erläutert hat, was für ihn eine Beziehung bedeutet – offenbar hatte er gerade keine. Viele Gedanken hat er sich gemacht. Sehr viele und sehr gewichtige. Ich musste zwischendurch laut lachen (ich musste zuhören! Er hat so laut geredet) und war froh, dass uns eine Wand getrennt hat… also nicht nur räumlich… da habe ich tatsächlich gedacht, dass man sich auch zu viele Gedanken um ungelegte Eier machen kann. 😛

      Lieben Gruß!

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      1. Na, das Ziel war vermutlich eine Beziehung zu ebenjener Begleitung 😉 Aber er musste erstmal klarmachen, was er von einer Beziehung erwartet. Nicht dass die Dame da ganz andere Erwartungen hegt. DAS wäre ja doof.

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        1. Um Himmels willen! Wenn man VOR dem Beginn der Beziehung schon so viel schwafelt, dann wird das im Lauf der Zeit ja nicht besser… Nein, ich möchte glauben, dass das seine Therapeutin war. 😎 [Was bin ich kackbratzig heute…]

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  9. Dass es kein Richtig oder Falsch gibt – weil jeder seine persönliche Herangehensweise hat……………..das finde ich gut. Da bin ich auch schon drauf gekommen, lach, verfalle aber dennoch immer wieder in „alte (Ver)Urteilungsmuster“.Böse, böse…!!
    So What? ;-))

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    1. Ich finde ja schon mal die Erkenntnis, dass es da (außer in speziell gelagerten Sonderfällen 😉 ) kein Richtig oder Falsch gibt, sehr gut. Darauf lässt es sich aufbauen. Und unter uns: ich neige gelegentlich auch zu vorverurteilenden Schnellschüssen. Vor allem, wenn mir jemand unsympathisch ist. Bin auch nur ein Mensch. 😉

      Lieben Gruß!

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  10. blosses ignorieren ist noch keine toleranz! recht hat er der theo!
    ich kann ja auch meine klappe nicht halten. habe dadurch schon „freunde“ verloren – denke aber im nachhinein dass es besser ist sie nichtmehr zu sehen als ständig das von mir angesprochenen aber von ihnen geleugnete elend miterleben zu müssen…….
    im netz sitz ich öfter auf meinen händen als man glauben möchte.
    reflektion ist mein thema – und wenn einer rumjammert aber sich weigert den tatsachen ins auge zu sehen und sich/sein leben zu ändern damit´s ihm besser geht – dann gehts mit mir durch!
    der bahnwärter sagt immer ich könne nicht alle retten. warum eigentlich nicht? 😉

    was anderes: bei loveT. schrieb ich ja schon dass ich das zeug zur bösen lästertante habe. manchmal möchte ich gern nicht nett sein. andererseits – wenn dann alle heulen halte ich´s auch wieder nicht aus.

    xxxxxxx

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    1. Ich glaube, dass fast jeder von uns das Zeug zur bösen Lästertante hat – warum sonst halten sich Formate wie „Germany’s next Topmodel“, „Dschungelcamp“ und was weiß ich so hartnäckig? Da geht’s doch fast nur ums Lästern. Bequem zu Hause auf der Couch sitzen und über die Deppen lästern, die sich da zum … äh… Deppen machen. Und während du im Alltag immer nett und höflich sein musst (ganz anders als Kinder, die bis zu einem gewissen Alter einfach sagen dürfen: „Ich finde dich blöd“), kannst du bei so einem Zeitvertreib mal die Sau rauslassen. Gesellschaftlich akzeptierte Lästerrunde, damit man Dampf ablassen und tags darauf wieder freundlich „guten Morgen“ sagen kann – anstatt „aus dem Weg du Kackbratze!“ 😉

      Lieben Gruß, du verhinderte Lästertante! 😛

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  11. Ich musste als Kind in der Schule immer in die Ecke, weil ich meine Klappe nicht halten konnte. Heute geht es mir immer noch so, dass ich meinen Unmut äußern muss. Auch wenn mich der ein oder andere dann nicht mehr lieb hat. Versuche es, mit viel Diplomatie auszugleichen. Sternzeichen Waage, Aszendent Krebs, also harmoniebedürftig und sensibel.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Oh weia. Vielleicht mache ich die Phase, dass ich meine Klappe nicht halten kann, erst jetzt durch? Als Kind konntest du mich angeblich irgendwohin setzen und ich blieb wie ein braves Püppchen sitzen. Und die Schuljahre, alle, verbrachte ich schweigend, wenn man mich ließ. Dafür wurde mir alle Jahre wieder mangelnde mündliche Mitarbeit bescheinigt. Hat sich also einiges angesammelt und das muss jetzt raus… 😛

      Schönen Abend für dich!

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  12. Toleranz ist Akzeptanz… oder so 🙂
    Ich sag gern meine Meinung, das Schlimme ist auch ungefragt. das macht nicht immer Freunde. Aber die die da sind wissen woran die sind. Aber Du steckst jetzt nicht den Kopf in den Sand, gelle. Wenn Du jetzt nur noch aus rosa Wolkenkuckucksheim berichtest fehlt uns was.
    Wünsche Dir einen schönen Abend, ganz liebe Grüße Tina

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    1. Also online bist du mir noch nicht als jemand aufgefallen, der ungefragt seine Meinung abgibgt oder andere vor den Kopf stößt. Soooo schlimm kann es da offline nicht sein….oder doch? 😛

      Lieben Gruß!

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  13. Ups, ich war auch ein stilles Kind in der Schule, mündlich mangelhaft (anscheinend hatten wir nicht nur dieselben Probleme im Sportunterricht 😉) und kann jetzt meine Klappe nicht halten. Ich nehme es mir täglich wieder vor und dann kann ich nicht an mich halten und es platzt aus mir raus. Das ist auch oft anstrengend und kostet Kraft. Wenn ich aber tatsächlich mal nicht viel sage, dann werde ich gleich gefragt, ob ich irgendwas habe. Merkwürdig 🤔 Ich bin auch Stier, den Aszendent weiß ich nicht. Kackbratze, gefällt mir 😬👍🏻 LG Andrea

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    1. Brrrr….die leidige Sache mit dem Schulsport und der mündlichen Mitarbeit…bin sehr dankbar, dass mein Sohn in keinem dieser Punkr nach mir kommt! 😎

      Jep…das ist anstrengend und kostet Kraft. Eigentlich bin ich auch darauf konditioniert, erstmal mit (fast) jedem gut auskommen zu wollen. Das erledigt sich aber in manchen Fällen schnell und in anderen weniger schnell. Was bleibt sind die, mit denen es passt. 😉

      Lieben Gruß!

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  14. Widder Aszendent Skorpion.
    Wenn ich meine Meinung nicht sage, dann bin ich krank…….
    Den Vergleich mit dem Chinarestaurant finde ich großartig.
    Ich glaube, dass jemand, der sich nicht selbst hinterfragen kann, sich auch keine echte Meinung bilden kann.
    Der haut drauf oder schickt ein Totschlagargument oder glänzt durch Ignoranz, weil er auch andere nicht hinterfragt.

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    1. Das hast du schön gesagt. Und mir tun Menschen, due sich null selbst hinterfragen können, auch ein bisschen leid. Denn dann hast du eigentlich nur Freund (der nur nie zu hinterfragen oder zu denken anfangen sollte) oder Feind. Aber jeder so, wie er es…äh….braucht und nötig hat. 😉

      Lieben Gruß!

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  15. Ich finde, es gibt schon genug „Baustellen“ im Leben, mit denen ich mich beschäftigen muss. Manches davon ist für andere vielleicht unbedeutend und das bekomme ich auch gesagt. „Ach, was regst du dich darüber auf. Das ist doch nicht so schlimm. Beschäftige dich doch gar nicht erst damit“, sind gern gesagte Sätze. Und es stimmt ja auch irgendwie. Wenn es sich nicht um ein Thema handelt, das mich so persönlich betrifft, dass ich es klären muss, ist manchmal so eine Haltung Gold wert. Ich muss mich nicht über jeden Mist aufregen und ab und zu einmal filtern, ob es sich lohnt, dazu eine Meinung zu äußern oder ob es nicht besser ist, das Thema lapidar mit der Aussage „Nö, ist mir egal, wozu Gedanken machen“, abzutun. Vielleicht ist das nicht immer richtig, aber gesünder. Für mich zumindest.

    Haut man dann selbst bei anderen solche Sprüche raus, kann es natürlich durchaus so angesehen werden, als wolle man die Gedanken des anderen als unwichtig abtun. Das muss aber nicht so sein, vielleicht will der andere den Meckernden einfach nur ein wenig runter holen.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Gibt dieses schöne Sprichwort: love it, change it or leave it. Genau danach versuche ich gerade zu filtern, ob und worüber ich mir Gedanken mache… und ob sich das überhaupt lohnt. Bei manchen Sachen – siehe auch dieses Thema 😉 – fällt es mir noch schwer, das einfach so hinzunehmen. Aber da ich ja niemanden ändern kann, sondern nur mich selbst, verblogge ich das und danach geht’s dann auch. Denn natürlich kann man sich nicht um alle Probleme dieser Welt nen Kopf machen und wenn du einen Pubertierenden hast, der zunehmend um die Häuser zieht, lernst du schnell, unschöne und nicht zielführende Gedanken auszublenden – man wird ja verrückt sonst. 😛

      Lieben Gruß
      Anna

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  16. Lach, das Statement: „Ich akzeptiere deine Meinung, aber meine gefällt mir besser“ trifft es gut 😉
    Am meisten ärgere ich mich immer über Leute, die meine wirklich stichhaltigen Argumente einfach mit blöden Sprüche vom Tisch hauen, ohne darauf einzugehen. Denn ich finde es durchaus spannend, wenn jemand Gegenargumente hat, die ich übersehen oder nicht bedacht habe.

    Liebe Grüße
    Bianca

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    1. Oooh…. über DIE ärgere ich mich auch. Aber richtig. Und da komme ich mit meinem „love it,change it or leave it“ (siehe Kommentar an Sabine) leider auch nicht weiter. Denn wenn ich jemanden richtig gefressen habe, dann kann ich mich ja auch mal in eine Sache verbeißen. *hüstel* Aber ich arbeite an mir. *g*

      Lieben Gruß
      Anna

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  17. Ich bin ja für gewisse Familienmitglieder quasi schon biblisch alt und hab für das Thema auch immer noch keine Lösung gefunden mit der ich mich nicht manchmal wie ein Rumpelstilzchen aufregen muss. Placebo hin oder her, nix kann mich dann mehr retten.
    Aber ich mache Fortschritte finde ich, denn langsam kann ich ganz unwichtiges doch auch abtrennen und das Rumpel bleibt in der Ecke.
    Liebe Grüsse Ela

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    1. Biblisch alt. Is klar. Dann stehe ich kurz vor …äh… na egal. 😉 Und ich überlege gerade, ob mich so ein hingerotztes „ist mir egal“ vielleicht deshalb auf die Palme bringt, weil ich zu einigen Dingen noch nicht den richtigen Abstand habe. Es wird zwar, aber es könnte noch sehr viel besser sein. Wenn ich mir ein Tattoo stechen ließe, wäre das wohl der schöne Spruch von Rambo „It’s not my business“. Ich glaub, ich brauch sofort ein Fake-Tattoo… 😛

      Lieben Gruß
      Anna

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  18. Gute Worte um ein schwieriges Thema, liebe Anna. In meiner Schulbeurteilung stand jahrelang derselbe Satz: „…hat ein fundierte und klare Meinung, äußert sie aber zu selten.“ Daran hat sich nicht viel geändert, signifikant aber der Grund meines gelegentlichen Nichtäußerns: war es damals eher Schüchternheit (die oft und besonders von den Lehrern für Arroganz gehalten wurde) versuche ich heute tatsächlich erst zu denken und dann zu reden/ zu schreiben. Das klappt mal mehr, mal weniger gut. Wenn nicht, kann es aber – je nach Tagesform und Aufregungsgrad meinerseits – für meinen Gegenüber schon mal unangenehm werden, denn ich bin im chinesischen Horoskop eine Schlange: wenn sie in die Ecke gedrängt wird, beißt sie zu und dann kann auch Gift wirken. (Manchmal tut es mir dann hinterher leid, aber nur manchmal.) Nichts auch gegen eine gepflegte Lästerrunde zur Seelenwäsche, wenn der Ton stimmt und es danach auch mal wieder gut ist.
    Ab und zu finde ich Schweigen aber wirklich o.k. – genauso, wie ich nicht bei jedem weltbewegendem Thema mitreden können muss (Fußball!!), muss ich nicht unbedingt zu jeder Sau, die durchs Dorf getrieben wird, meinen Senf abgeben. Wenn ich nichts dazu zu sagen habe, lasse ich es einfach, anstatt nur Phrasen zu dreschen.
    Der weise Herr Fontane hat natürlich – wie meistens – recht, aber den Eingangsspruch beherzige ich im Alltag viel mehr 😉
    Viele liebe Grüße! myladydewinter

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    1. Ich musste lachen, als ich das gelesen habe: „…versuche ich heute tatsächlich erst zu denken und dann zu reden/ zu schreiben. Das klappt mal mehr, mal weniger gut.“. Ja… das kommt mir sehr bekannt vor. Und das gelingt – abhängig von der Tagesform – mal mehr, mal weniger gut und manchmal gar nicht. 😉

      Allerdings hilft es wenig, wenn nur ich diesbezüglich meine Hausaufgaben mache. Habe neulich in den Twitterschnipseln bei Life40up folgendes gelesen, was mich zwar wirklich zum Lachen gebracht hat, das aber nur, weil es so bezeichnend für die Onlinekommunikation ist: „Ich hab im Mai 2014 mal auf FB „Guten Morgen“ gepostet. Ich diskutiere heut noch, wie das gemeint war und 9 Leute sind immer noch beleidigt.“ (Michael @einseinself) So ist das. Du kannst vorher noch so viel überlegen, was du schreibst und wie du es tust… irgendwer fühlt sich immer auf den Schlips getreten. Nun gut… es steht jedem frei, sich Schuhe anzuziehen, die ihm nicht passen… aber manchmal ist das schon echt anstrengend und da überlege ich mir dreimal, ob ich meine Meinung äußern möchte, wenn ich denn eine habe. Und die habe ich oft. 😎

      Herzlichen Gruß! 😉

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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