Kolumne| Lifestyle-Kollaps

Ich bin weit davon entfernt, ein minimalistisches Leben zu führen oder vor jedem Kauf genau zu überlegen, ob ich dieses und jenes nun „brauche“ oder nicht. Abhängig von meiner Seelenverfassung, dem Hormon- und Mondstand und dem Preis ist auch ein simples „ich will es“ ein vollwertiges Kaufargument. Momentan will ich allerdings nichts mehr und vor allem will ich nichts mehr kaufen. Grund für diesen kontofreundlichen Sinneswandel ist die Tatsache, dass ich in den letzten Wochen und Monaten surfenderweise einfach zu oft im Lifestyle-Bereich unterwegs war und das blieb nicht ohne Folgen. Aus ersten Lifestyle-Unverträglichkeitsanzeichen [hochgezogene Augenbrauen, Stirnrunzeln, Kopf auf Tisch knallen] wurden handfestere [das Schreiben ironischer Posts, die nur zum Teil den Weg an die Öffentlichkeit fanden, weil ich mir keinen Bodyguard leisten kann]. Mittlerweile leide ich an einer ausgewachsenen Social-Media-bedingten Lifestyle-Allergie und zittere schon beim Gedanken daran, Instagram oder verschiedene Lifestyle-Medien überhaupt aufzurufen, weil ich nicht weiß, was das mit mir anstellen wird.

Ich bin, wie eingangs erwähnt und man kann es bei so einem Text auch nicht oft genug sagen, dem Konsum durchaus nicht abgeneigt. Doch seit wann ist „Lifestyle“ lediglich ein Synonym für ein gigantisches Online-Kaufhaus, in dem ich rund um die Uhr Zeugs bestellen kann und soll ? Wenn ich all das kaufen würde, was mir da täglich auf allen Kanälen unter die Nase gehalten wird, wäre ich bis ins nächste Leben verschuldet und müsste mir ein paar großzügig unterkellerte Häuser bauen, weil das Zeug ja irgendwo untergebracht werden möchte. Und wenn ich von dem in den Lifestyle-Medien vorgestellten Zeug nichts kaufen möchte, weil ich derzeit gut versorgt bin oder einfach kein Geld für Shoppingexzesse habe … was bleibt dann inhaltlich noch übrig? Manchmal sehr wenig bis nichts [es gibt allerdings wirklich lobenswerte Ausnahmen!]. Außerdem zeigt das Bombardement an zeitgemäßer Lifestyle-Dokumentation in Echtzeit erste Folgen. Mein Hirn zersetzt sich langsam angesichts dessen, was „Leben“ darstellen soll, dabei aber eher eine sorgsam durchdesignte Magazin-Mischung aus „Fit for Fun trifft auf Flow und Happinez“ ist.  

Jeder Furz wird zelebriert, als gäbe es eine Jury, die den Preis für die am schönsten ins Bild gesetzte Breakfastbowl oder die perfekte Kaffeepause verleiht [ihr wisst selbst am besten, mit welcher Art von Bildsprache Lifestyle-Junkies gerne arbeiten, vor allem dann, wenn sie die Sache professioneller angehen]. Selbst das Essen, also die einfache Nahrungsaufnahme, wird immer mehr durch die Lifestyle-Mühle gedreht und zu einer mit Superfoods und Verzicht angereicherten Wissenschaft gemacht. Ein Thor, wer jetzt noch was von „Aber ich möchte das Leben doch genießen“, faselt. Wo bitte soll da der Genuss sein, wenn man sein System mit Kohlenhydraten, tierischen Fetten, Zucker und bösen Zusatzstoffen überschwemmt und sich ohne Not zur wandelnden Giftmülldeponie macht?! Das ist Tod auf Raten, allerdings sterben wir eben nicht gleich, sondern verwandeln uns vorher in verfettete Shar-Peis. Genuss und Spaß am Essen sind zwar nice to have, aber das Leben ist nun mal kein Ponyhof, da müssen schwere Geschütze aufgefahren werden.

Heute wird „Clean Eating“ betrieben [was zwar in großen Teilen an die vollwertige Ernährung erinnert, die von der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfohlen wird – allerdings klingt „ich eate clean“ sehr viel besser als „ich esse viel Obst und Gemüse sowie Vollkornprodukte, meide Zucker, ungesunde Fette und Fertiggerichte und achte auf eine schonende Zubereitung“] oder nach der DASH-Diät gegessen [bei der Obst, Gemüse, vollwertige Getreidesorten, Fisch oder eiweißreiche Lebensmittel wie Eier, Bohnen oder Linsen auf dem Speiseplan stehen. Klingt ein wenig nach Mittelmeerkost? Ach was… DASH-Diät hört sich sehr viel stylisher an und enttarnt auch gleich die alten Knacker unter uns, denn wer hat jetzt bei Dash ans gleichnamige Waschmittel gedacht? Tja… ich schon.] Und wenn wir dann, mittlerweile „clean gedasht“ und von Gluten und Weizen albträumend, das normale Essen verlernt haben, lassen wir uns das einfach wieder mit teuren Programmen beibringen. Das nennt sich dann intuitiv Essen und ist genau das, was Kinder noch beherrschen – ehe wir es ihnen abgewöhnen, weil wir der Meinung sind, alles besser zu wissen. Kinder brauchen übrigens auch keine App, die sie daran erinnert, wann es Zeit zum Trinken ist – die haben tatsächlich noch Durst und trinken dann so viel, bis sie keinen Durst mehr haben. Wahrscheinlich wissen sie noch nicht, dass sie einfach nicht wissen können, was wirklich gut für sie ist…

Die Lifestyle-Welt ist schillernd und bunt und ein bisschen so wie meine Vorstellung von Harrods zu Weihnachten. Aber ich bin eben nicht ganzjährig in Weihnachtslaune und selbst meine Vorweihnachtszeit geht nicht von August bis Dezember- egal, was die Lebkuchenhersteller mir erzählen wollen. Und darum bin ich es derzeit wirklich leid, mir ständig „the next big shit“ [bei dem es sich nicht selten um alten Wein in neuen Schläuchen handelt] oder absurd überteuertes Zeug als Must-have unter die Nase halten zu lassen. Zumal die Halbwertszeit dieser Must-haves ja auch verdammt kurz ist und da macht es leider auch gar keinen Unterschied, in welchem Metier ich unterwegs bin. Auf der einen Seite sind es der ultimative Duft für 150€ oder das weltschönste Kleid – für eine Woche, ehe in der Woche darauf neues und selbstverständlich wieder weltschönstes Zeug gezeigt wird. Auf der anderen Seite sind es Yogklamotten, Chakra-Schmuck und anderes Eso-Lifestyle-Gedöns [alles vegan, bio, fair, in Deutschland mundgeblasen und was weiß ich]. Nicht mal auf Herbst-Posts ist mehr Verlass, da die in sehr vielen Fällen [Ausnahmen bestätigen die Regel!] zu reinen Shoppinglisten à la „Dinge, die meinen Herbst schöner machen“ mutiert sind.

Muss das so sein? Warum?! Ich bin – siehe oben – wirklich die Letzte, die Konsumverzicht predigt. Wäre auch unglaubwürdig, da ich hier Bücher und Zeitschriften im Wert eines Kleinwagens horte [im Lauf der Jahre ehrlich erworben]. Aber so langsam führt dieser exzessiv zelebrierte Lifestyle, der eher eine hübsch verkleidete Dauerwerbesendung ist, bei mir zum Lifestyle-Kollaps. Was ist Lifestyle überhaupt? Der Duden sagt dazu: „Lebensstil; [moderne] charakteristische Art und Weise, das Leben zu gestalten“. So? Offensichtlich müssen die beim Duden umdenken, da es scheinbar gravierende Unterschiede zwischen dem Prä-Social-Media-Lifestyle und dem Lifestyle 2.0 gibt. In die „Lifestyle 2.0“-Definition gehört auf jeden Fall: Ich kaufe – und ich instagramme/verblogge mein New-in anschließend, also bin ich. Vielleicht ließe sich in die Definiton auch noch was über Lemminge einbauen. Und über Esel, die im Wochentakt einer neuen Möhre nachjagen und offenbar vergessen haben, dass man [Lebens]Stil nicht kaufen kann. Oder kann man es doch und ich bin nur zu blöd, um das zu erkennen? Quel malheur!!! Muss noch mehr Lifestyle-Influencern folgen, um das zu überprüfen – vielleicht habe ich ja bisher lediglich bei den falschen Vorbildern nach meinem eigenen Stil gesucht…

[Beitragsbild: erstellt mit Canva]

57 Kommentare zu „Kolumne| Lifestyle-Kollaps

  1. „Lebensstil; [moderne] charakteristische Art und Weise, das Leben zu gestalten“
    Für viele Leute scheint sich das in Shopping und Ausgehen zu erschöpfen. Insofern sind sie die passende Zielgruppe für die sog. Lifestyle -Medien.
    Jetzt bist Du ja nicht so der Typ „Shopping und Ausgehen“, da ist es ja klar, dass Du Deine Inspriationen in hohem Maße von anderswo beziehen musst. Und zum Glück gibts da ja ein weites Feld im Blogger- und Medienland.
    Und bei echten Menschen. Sowohl in der persönlichen Begegnung als auch in der bibliophilen.
    Ich bin ja ein Fan von Biografien. So manche haben meinen persönlichen Lebensstil auf jeden Fall beeinflusst.
    Natürlich kaufe ich auch gern ein – und natürlich verkaufe ich in meinem kleinen Online-Laden auch gern – aber was zählt ist doch, wieviel Lebensgewinn es einem bringt und wie lange dieser vorhält. Das ist für mich ein Gradmesser für meinen Lifestyle und im Innersten weiß ich das auch immer: Was gut für mein Leben ist, darf rein!
    Ich bin sicher, Du weißt es auch.
    LG Sieglinde

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    1. Oh doch, ich war absolut der Typ fürs Shopping – ich habe das nur nicht immer alles verbloggt (oder online geteilt). 😉 Aber in letzter Zeit wird sogar mir das viel zu viel. Und ich lasse mich ja auch durchaus von schönen Bildern inspirieren, aber richtig tolle Bildbände sind teuer – also schaue ich halt online, was ich finde. Nun ja… und deswegen gibt’s nun diesen Post. 😉

      Und dass jemand, der einen eigenen Shop hat, Werbung betreibt, ist doch völlig normal. Ist schwer genug, bei dieser Masse an Werbung jemandem ins Auge zu fallen…

      Das hast du schön formuliert: „Aber was zählt ist doch, wieviel Lebensgewinn es einem bringt und wie lange dieser vorhält“ – und genau darüber habe ich in den letzten Tagen nachgedacht und zwar immer, ehe ich was kaufen wollte. Dazu noch die Frage: „Was von dem Zeug, das du hier hortest, würdest du mitnehmen, wenn du umziehen würdest“ und schon sehe ich, dass es bestimmte Lieblingsteile aus allen Bereichen gibt, die immer im Einsatz sind. Wenn ich also absolute Lieblingsteile finden würde, würde ich sie auch kaufen. Aber sonst? Bin ich derzeit ziemlich gut mit fast allem (käuflichen) versorgt. 😉

      Lieben Gruß!

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  2. „Wenn ich all das kaufen würde, was mir da täglich auf allen Kanälen unter die Nase gehalten wird, wäre ich bis ins nächste Leben verschuldet und müsste mir ein paar großzügig unterkellerte Häuser bauen, weil das Zeug ja irgendwo untergebracht werden möchte.“…… einfach nur herrlich Anna!- und sowas von wahr.

    Auch ich bin von dem ganzen Lifestyle-Zeugs schon mehr als übersättigt. Dazu kommt noch, dass meine Töchter diverses Zeug das gerade „IN“ ist massenhaft nach Hause karren. So essen wir nun Chia- und Flohsamen in allen möglichen Gerichten. Müsli zum Frühstück, welches nur aus bestimmten „Eat Clean“ Teilen bestehen darf… und und und….
    Mich nerven diese Instagrambilder, in denen die Speisen tagtäglich sehr sauber und minimalistisch in einer gewissen Perspektive fotografiert werden.
    Diese „MustHave“ Produkte, die in Llifstyle Katalogen, Youtubekanälen und immer mehr Blogs angepriesen werden……usw.
    Dazu sportliche muskulöse Männer und Frauen, die einem weiß machen, dass man heutzutage genauso auszusehen hat.
    Ich glaube, wir sind momentan einfach von dieser Sparte nur noch gesättigt.
    Liebe Grüße
    Nila

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    1. Oh Mann, ich bin froh, dass ich hier niemanden habe, der unbedingt auf diverse Trendzüge aufspringen möchte, da bleibt mir Chia (nichts gegen Chia, steht nur exemplarisch für Superfoods) erspart … erSPART im wahrsten Sinne des Wortes. Ich komme hier (noch) mit vollwertiger u. tendenziell eiweißlastiger Ernährung durch… besser isses. 😉

      Jep, ich bin übersättig. Ist auch ein bisschen schade… die Onlinewelt war für mich tatsächlich mal eine Alternative zu Zeitschriften, weil es individueller, authentischer und mehr am Leser dran zu sein schien. Mittlerweile … tja… greife ich wieder verstärkt zu Zeitschriften [die Online-Ausgaben von denen sind leider ungenießbar, die lassen das Hirn nach kurzer Verweildauer schrumpfen!], denn da finde ich schöne Bilder und gar nicht mal so üble Texte. Manche sind richtig schön bissig-ironisch, wie ich gerne das mag, denn ich schätze es durchaus, wenn man (auch mal) Klartext schreibt. Ich bin für diese „alles so schön hell hier und wir haben uns alle ganz dolle lieb“-Lifestyle-Ecke nicht gemacht, da gerät mein Seelenfrieden massiv aus dem Gleichgewicht, weil das nicht der Realität entspricht. 😉

      Lieben Gruß!

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  3. In vielen Punkten gebe ich dir recht, aber andererseits ist es auch, ein wenig, ein veralteter Hut, oder? Denn es gibt diese Accounts schon gefühlt ewiglich. Und alles was es schon so lange gibt, wird irgendwann zur Gewohnheit, also bei mir zumindest. So richtig bewußt nehme ich das alles daher gar nicht mehr wahr, mehr als breite Masse.
    Das ein oder andere Rezept ohne weißen Zucker oder zu viel Mehl, nehme ich allerdings schon gerne mal mit, von diesen Lifestyle Accounts 🙂
    Vielen Dank für deinen schönen Beiträge, immer ehrlich und grade raus, das ist angenehm ❤ Liebe Grüße 🙂

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    1. Ich nehme das auch nur noch als breite Masse wahr, aber das macht es nicht besser. Und ich danke dir für das Kompliment. Ich kann ja nur ehrlich und geradeheraus, anderenfalls habe ich wirklich Probleme, in den Spiegel zu schauen und das wird mit zunehmendem Alter ja eh nicht leichter. 😛

      Lieben Gruß!

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  4. Hallo Anna,
    Bücher, Zeitschriften, Bilder und Design(klassiker) sind meines Erachtens tatsächlich ausgenommen. Sie verschönern mein Leben nämlich und dies nicht nur für wenige Stunden. Ist es nicht das, was den LifeStyle ausmacht? Ich habe mir angewöhnt „meinen“ LifeStyle zu sagen und somit weiß ich auch, losgelöst von aller Werbung und Influenzern, recht genau wer/was dazukommen soll! Zum Schutz unserer Kinder möchte ich allerdings, dass Werbung besser gekennzeichnet werden muss. Gerade auch unter den so vertrauenserweckenden Bloggern über 40 befinden sich so einige, die dies nicht korrekt handhaben. Was mich immer wieder extrem befremdet, da sie die Verantwortung für Kinder doch bestens kennen sollten.

    Beste Grüße
    Gabriele

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    1. Liebe Gabriele, das werde ich mal übernehmen und nur noch von „meinem Lifestyle“ reden. Und „mein Lifestyle“ setzt sich aus mehreren Puzzleteilchen zusammen. Dazu gehört nicht nur das, was ich kaufen kann oder die Art, wie ich mich kleide, sondern auch (m)eine Haltung. Manchmal auch eine glasklare Haltung – denn hin und wieder muss man Stellung beziehen (beispielsweise zum Thema der Werbekennzeichnung, habe das neulich erst thematisiert und ich bin da ganz bei dir und danke dir für deine klaren Worte!), auch auf die Gefahr hin, dass man damit jemandem auf die Füße tritt. Und – so geht es mir zumindest – die Art und Weise, ob und wie jemand Haltung zeigt (und dabei muss es nicht zwingend meine Meinung sein!), ist sehr viel aussagekräftiger und anziehender als der Rest des vorgelebten Lifestyles. Und darum sage ich einmal mehr: Stil kann man nicht kaufen. 😉

      Liebe Grüße!

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  5. genau! hau mal ordentlich auf den tisch – wenn´s geht aber nicht mit deinem kopp – der wird noch gebraucht! und vll. nimmste auch nicht den weissen schreibtisch – evtl. möchteste ja noch´n paar „lifestyle shoots“ knipsen………
    😀
    ich hab lieber lebenstil. und ich kann mich noch erinnern wie in den 90ern plötzlich „shopping“ als freizeitbeschäftigung in meinem bekanntenkreis auftauchte. fand ich sehr merkwürdig. heutzutage existiert man ja quasi nichtmehr wenn man nicht permanent konsumiert. und entsprechend damit angibt.
    am meisten nervt mich ja dieses pseudo-reduziert-gehabe: minimale garderobe, kahle einrichtung etc. – aber alle halbe jahre fliegt trotzdem alles auf den müll und wird wieder neu angeschafft – sonst guckt ja keiner mehr!
    war letztes wochenende übrigens auch „shoppen“: drei paletten briketts, eine katzenklappe und 10m holzlatten – lebenstil eben.
    ;-P
    xxxxxx

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    1. *gnihihihi* Der weiße Schreibtisch muss für Bilder erst leergeräumt werden – der ist so eine tolle Ablagefläche… ähem… sooo ein toller Arbeitsplatz. 😎

      Oh ja, du hast Lebensstil, absolut. Und zwischen 16-25 war das Shoppen auch mein liebstes Hobby… kann ich mir heute gar nicht mehr vorstellen. Andererseits habe ich die Phase somit hinter mir und das ist gut so. *hüstel* Dieses minimalistische Getue nervt mich auch – das konnte ich aber im Text nicht mehr unterbringen, der ist schon lang genug. Aber man merkt recht schnell, wer wirklich minimalistisch unterwegs ist und wer das nur für tolle Fotos macht… 😉

      Lieben Gruß!

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  6. Hallo Anna, ich schwöre ich hab alles gelesen, bin aber glaub wirklich zu doof zu verstehen was genau Du meinst. 🙂
    Allerdings bin ich kaum z.b. auf Insta unterwegs. Nur das Nötigste. Blogs lese ich viele, allerdings bestimme ICH welche ich lese. Da bin ich ja der Chef. Klar wenn ich einen Blog abonniere, der mir täglich etwas anderes anpreist, muss ich das weder kaufen, noch lesen noch abbonnieren. Wieder bin ich Chef. Ich guck mir diese Wishlistblogs schon gar nicht mehr an. Raus aus dem Abo. Ich bin auch übersättigt. Und mal ehrlich wir besitzen viel! Das muss jetzt nicht immer mehr werden, im Gegenteil. Und ehrlich ich überlege mir tatsächlich ob ich dies und jenes brauche. Ich muss es nämlich dann hegen und pflegen, aufbewahren und Platz dafür haben… jaaahrelang. Selbst bei Büchern überlege ich, die kosten viel Geld und brauchen auch Platz. Les ich das nur einmal? und nie mehr? dann lieber nicht. Filme? will ich den Film nur einmal gesehen haben, leih ich mir den und kauf mir nicht die DVD. Wirklich. Ich hab keine Lust auf einen riesen DVD Schrank. Ich bin gesättigt! ( und brauch den Platz für meine Accessoires :)) )
    Man sollte viel mehr tauschen, abgeben, leihen, gebraucht kaufen.
    Ich glaub Du bist auch soweit Anna. Gesättigt und nicht nur mit Superfood 😉
    Hab einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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    1. Aber klar verstehst du, was ich meine – das lese ich zumindest aus deinem Kommentar. 😉 Ich bin übersättigt und werde von Fastfood auf Superfoods umsteigen – meine Lesegwohnheiten betreffend. Und sonst habe ich in den letzten Jahren soooo oft entrümpelt (und die Sachen weitergegeben/verkauft), dass ich zum Großteil nur noch Bücher u. Klamotten besitze, die ich auch tatsächlich behalten möchte und die mir gute Lauen machen. Was Bücher angeht, lese ich die tatsächlich mehrmals – allerdings überlege ich vor dem Kauf mittlerweile wirklich sehr genau, ob ich das Buch lieben werde oder nicht und so ist die Quote der Bücher, die sich als Flop erweisen, extrem gesunken. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. ja dann hab ich kapiert 🙂 Puh ich will auh nur noch Sachen haben die mich glücklich machen oder nützlich sind. Der Rest? Weg damit sn jemsnd snderen. Ich leg oft Sachen ins Wartezimmer, mit Schild „zum mitnehmen“ Das mag ich. Jemand anderes ist glücklich damit, oder legts nach lesen, anschauen etc. wieder hin 🙂
        Ach was ich vergessen hatte, grins Dash ist Waschmittel!
        Drück Dich !

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  7. Oh, ich freue mich!! Denn es ist wohl müssig zu erwähnen, dass du mit diesem Thema bei mir offene Türen einrennst. Aber manchmal getraue ich mich schon gar nicht mehr, was darüber zu schreiben, denn ich musste mir schon vorwerfen lassen, dass „das langweilt“. Soso. Also, MICH langweilen genau die Blogs, die du beschreibst. ICH KANN DAS ZEUG NICHT MEHR SEHEN! Auf Schritt und Tritt begegnet einem der selbe Kram. Alle schreien nach Individualität, und doch rennen sie alle dem gleichen Mist hinterher. Weil der grade so wahnsinnig hip ist (und man ohne ja so gar nicht. Denken die.) Und noch viel, viel mehr ärgern mich jene, wie Beate sie angesprochen hat. Die grossartig so tun, als ob sie weiss wie reduziert daherkommen, und doch wird andauernd umgebaut (natürlich nur vom Feinsten!) und sich neuer Plunder zugelegt. Der dann in einem irren Tempo durch immer neuen Kram ersetzt wird. Ob die uns alle für blöd halten?
    Was mich aber ganz besonders irritiert: Dass intelligente, hoffentlich zu selbstständigem Denken erzogene Menschen sich überhaupt so „fernsteuern“ lassen! Dass sie einen solch gesteigerten Wert darauf legen, dazuzugehören (wozu denn eigentlich??). Und dass sie sich in diesem Masse über Dinge definieren, die jeder Zweite besitzt. Ist das nicht seltsam?
    Mir ist „Sein“ so viel wichtiger als „Haben“. Zeit, die ich für meine Interessen verwenden kann, ist für mich wertvoll. Beschäftigungen nachgehen zu können, die mich erfüllen. Und WENN ich Geld ausgebe, dann für Dinge, die wirklich eine Wertigkeit besitzen, von guter Qualität sind und mich lange, lange begleiten werden.
    (Ohja, auch Bücher! Um so richtig schöne, dicke Bildbände komme ich auch nicht herum. Aber die hole ich immer wieder aus dem Schrank und kann mich stundenlang darin vertiefen. Jedes Detail im Bild studieren. Und wenn ich mal wirklich eines genug oft betrachtet hab, dann kann ich es immer noch weiterschenken. So besehen sind sie eine wirklich gute Investition!) Und für gute Lebensmittel geben wir auch viel Geld aus. Wir essen, was uns schmeckt, und geniessen das. Egal, welche Foodwelle grade so an Land brandet. Ist uns doch egal! Und weisst du was? Seitdem ich keine Milisekunde mehr ans Kalorienzählen verschwende, halte ich spielend mein Gewicht. So als Notiz am Rande….. ;oD
    Also lebe ich mein wirklich herrlich einfaches, unkompliziertes, genussvolles und glückliches Leben einfach weiter, egal, was mir die mediale (und sonstige!) Umwelt weismachen möchte. Es geht mir verdammt gut damit.
    Danke für diese Worte, Anna. Bleib so schön gradeheraus. Ich mag das wirklich sehr.
    Hummelzherzensgrüsse!

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    1. Dachte ich mir, dass ich mit dem Post bei dir offene Türen einrenne. 😉 Ich bin ja – im Gegensatz zu dir – nicht wirklich minimalistisch unterwegs, ich mache einfach mein Ding und das passt in keine Schublade, soll es auch nicht. Aber das, was du dich fragst, frage ich mich auch: „Was mich aber ganz besonders irritiert: Dass intelligente, hoffentlich zu selbstständigem Denken erzogene Menschen sich überhaupt so „fernsteuern“ lassen! Dass sie einen solch gesteigerten Wert darauf legen, dazuzugehören (wozu denn eigentlich??). Und dass sie sich in diesem Masse über Dinge definieren, die jeder Zweite besitzt. Ist das nicht seltsam?“

      Jep, das ist seltsam und ich kann es nicht nachvollziehen. Seltsam ist auch das: „Die grossartig so tun, als ob sie weiss wie reduziert daherkommen, und doch wird andauernd umgebaut (natürlich nur vom Feinsten!) und sich neuer Plunder zugelegt. Der dann in einem irren Tempo durch immer neuen Kram ersetzt wird. Ob die uns alle für blöd halten?“ Ich weiß nicht, ob „die“ uns für blöd halten – manchmal habe ich schon das Gefühl, dass sie das tun und sie tun es, weil sie es können. WARUM sie das können, ist aber eine andere Frage. Sind „wir“ schon so abgestumpft, dass wir das nicht mehr registrieren? Oder registrieren wir es zwar am Rande, scheren uns dann aber nicht weiter drum, weil das ja für mangelnde Toleranz (heute darfst du ja eigentlich fast nichts einfach nur blöd finden, weil du dich damit als kleingeistig outest und als unfähig, dich einfach nur mit dem zu beschäftigen, was dir Freude macht, du bist also sehr weit entfernt von „dir selbst“ oder so) spräche? Irgendwann geht dieser aufgepumten Lifestyle-Blase die Luft aus, das kann allerdings dauern. Habe neulich auf web.de gelesen, dass „Germany’s next Topmodel“ in die 12. Runde geht. In die ZWÖLFTE!!! Ebenso wie „Bauer sucht Frau“ (wo nehmen die die ganzen Bauern her?!) und wenn ich DAS lese, dann weiß ich, warum ich zwar nen Fernseher habe, aber immer gleich ne DVD einwerfe. Und so, wie ich das Fernsehprogramm (bis auf sehr, sehr wenige Ausnahmen) aus meinem Alltag gestrichen habe, werde ich auch mit dem Lifestyle-Gedöns verfahren. Es geht. Ist alles nur eine Frage der Übung… 😉

      Herzlichen Gruß zurück! ❤

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      1. Ich habe eine Ahnung, warum so viele Menschen auf diesen Zug aufspringen: Es ist viel, viel einfacher, in der Masse mitzurennen und sich gleichzeitig recht mühelos das Prädikat „modern und zeitgeistig“ umzuhängen, als auszuscheren, sein eingenes Ding zu machen (was der Logik folgend mit Vorliebe gegen den Strom schwimmt) und seine Meinung dazu an den Mann (bzw. die Frau) zu bringen. Denn das hat nicht selten zur Folge, dass man im gnädigsten Fall ein wenig schief angeschaut, im Allgemeinen aber als ziemlich spinnert, wahlweise ökofuzzig, wahlweise abgedreht betitelt wird. Ich erlebe das ja selber so. Das muss einem dann ziemlich Wurscht sein (und ist es mir auch), aber man lässt sich mit Vorteil eine dicke Haut wachsen. Und ich lehne es übrigens ab, das Wort „Toleranz“ angesichts von Gleichgültigkeit, Egozentrik oder Selbstwertoptimierung anzuwenden….. ;oD
        Und ja, auch ich wundere mich, warum die von dir genannten TV-Formate so lange überleben. Deshalb vergnügen wir uns beinahe nur noch auf ARTE, 3Sat oder Servus-TV, wo’s wirklich spannende, ansprechende und horizonterweiternde Sendungen zu konsumieren gibt. Ansonsten weiche ich auf schöne Bücher (s.o.), das Bloggen oder Handarbeiten aus.
        So. Und dann jetzt üb mal schön! ;oD Ich versichere dir, es steigert dein Wohlbefinden!
        Schööönen Aaaabend, herzliche Grüsse nochmal!

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        1. Wahre Worte, Frau Hummel! So wahr! Die hier: „…„modern und zeitgeistig“ umzuhängen, als auszuscheren, sein eingenes Ding zu machen (was der Logik folgend mit Vorliebe gegen den Strom schwimmt) und seine Meinung dazu an den Mann (bzw. die Frau) zu bringen.“ Ob es leichter ist, weiß ich gar nicht mal – wahrscheinlich schon – aber du findest in der Masse halt auch Bestätigung dafür, dass du mit deiner Meinung nicht ganz falsch liegen kannst – die anderen finden es ja auch toll, also muss es gut sein. Ich freue mich wirklich über jeden Leser, der hier ist (außer er stänkert rum) und noch mehr freue ich mich, wenn ich jemandem aus der Seele spreche oder Menschen zum Nachdenken anrege. Das freut mich wirklich, aber das ist nice to have und kein Muss. Ich brauche da keine Bestätigung, dass ich “ mit diesem oder jenem richtig liege“, die einzige Instanz, die mir da was zu sagen hat, bin ich selbst. Kann sein, dass ich da mal grandios danebenliege, aber ich kann da ja jederzeit an verschiedenen Stellschrauben drehen, wenn ICH das möchte. 😉

          Und das „Und ich lehne es übrigens ab, das Wort „Toleranz“ angesichts von Gleichgültigkeit, Egozentrik oder Selbstwertoptimierung anzuwenden….. ;oD“ bietet ja direkt Stoff für einen weiteren Post und da freue ich mich tatsächlich, das auch mal von jemand anderem zu lesen. Ist mein ganz spezieller Triggerpunkt („Das stört dich? Schau einfach nicht hin, dann ist es nicht da“) und da bin ich möglicherweise sehr empfindlich. Aber so langsam reagiere ich schwer allergisch auf Sprüche wie „das ist eben so, ich registriere das schon gar nicht mehr“ oder „es ist alles das, was du draus machst“ (was ja nicht ganz unzutreffend ist) oder die Auffassung, dass man nur fluffig leichtes Zeug thematisieren „sollte“, weil man sonst schlechte Stimmung macht. Einfach nur wegsehen, wenn mich was nervt und das unter „leben und leben lassen“ verbuchen? Kann man – abhängig vom Thema – sicher so machen. Aber das ist – wieder abhängig vom Thema – eigentlich nicht die Welt, in der ich leben möchte. 😉

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  8. Also, ich weiß nicht so wirklich, welche Insta-Seiten du da meinst, liebe Anna. Ich folge auf Insta 329 Personen, bis auf ganz wenige Ausnahmen nur Frauen. Die posten natürlich Bilder von Einrichtungen, Kaffeetassen, Büchern, Kosmetik und Klamotten. Aber ich muss hier mal ganz ehrlich gestehen, dass das bei mir so gut wie noch nie irgendeine Begehrlichkeit geweckt hat. Vielleicht mal bei dem einen oder anderen Nagellack. Und auch ein Bild einer Chanel 2.55 lässt mich einen glasigen Blick bekommen, aber den hatte ich auch schon ganz lange vor Instagram und seitdem spare ich dafür. Ich sehe die ganzen Kleidungsfotos eher als Anregung und überlege mir dann, ob ich das zu Hause mit meinen Möglichkeiten nachmachen könnte, wenn es mir denn sehr gut gefällt. Wenn der Zeitpunkt gekommen wäre, wo ich das ganze Zeugs haben wollte, würde ich Instagram einstellen. Denn auf Dauer kann so ein Verlangen nach allem Möglichen ja nicht gut sein, wenn man das nicht erfüllen möchte oder es sich vielleicht auch gar nicht leisten kann. Dann wäre man ja nur noch unzufrieden man sähe nur noch all das, was man nicht (!) hat.

    Ich kaufe auch ganz gerne, auch gerne mal ganz viel. Aber es gibt auch Zeiten, da kaufe ich gar nichts. Mal übe ich bewusst Verzicht, und mal nervt es mich einfach nur, wenn ich in der Stadt als Einkaufsbegleitung bin und das Gewusel und Geraffe in den Geschäften sehe.

    Und diesen ganzen Food-Krempel braucht meiner Meinung nach auch kein Mensch. Oder vielleicht ja auch doch. Also ich zumindest nicht. Aber wenn jemand meint, dass er das braucht, um hip zu sein, dann ist mir das auch so ziemlich gleichgültig, so lange derjenige mich nicht missionieren möchte.

    Ich denke mal, wenn dich die Seiten nerven, dann einfach nur auf „nicht mehr folgen“ klicken und schon hat sich das Problem erledigt. 😉

    Lieben Gruß und einen schönen Abend
    Sabine

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    1. Handelt sich nicht nur um Instagram, darum schrieb ich ja „Lifestyle-Medien“ und da gehört weitaus mehr zu als nur Instagram. 😉

      Das mit den Anregungen funktioniert bei mir leider auch nur noch selten, weil nette Ideen halt sofort von vielen Seiten aufgegriffen werden und schon ist es ein einziges Déjà-vu. Ist ja auch logisch, da wir uns alle irgendwie von irgendwem nspirieren lassen und es immer nur EIN Original geben kann, nicht 5.000. Aber das ist mein Problem…wenn ich es zu einem Problem mache. Ich kann es auch einfach verbloggen und dann ein gutes Buch lesen und nur noch die (Lifestyle)Medien nutzen, die zu mir und meinem Lifestyle passen. 😉

      Lieben Gruß!

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  9. Ich fürchte, die DASH-Diät hat doch was mit dem Waschmittel zu tun, und das schäumt nun in diversen Hirnen vor sich hin 😉 Anders kann ich mir all diese Phänomene nicht erklären.

    Aber weil ich ein total toleranter (Frau Hummel, ich liebe Sie unbekannterweise 😉 Mensch bin, finde ich das alles irgendwie ein Stück weit total toll (positive Vibrations sind wichtig), bin unheimlich dankbar (das muss schon sein, sonst geht der Mensch verloren) und wenn ich mit irgendetwas nicht so glücklich bin, dann gucke ich da einfach nicht hin (was ich nicht sehe, ist es nicht da. Das weiß doch nun wirklich jedes Kind unter zwölf Monaten 😉

    Liebe Grüße
    Pippi Langstrumpf 😉

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    1. 😂😂😂 (Sieht man das? Sind lachende Smileys….ich kann gerade nicht mehr…)

      Mist, das habe ich vergessen. Das Ding mit den good vibrations. Aber unter uns: da ist eh Hopfen und Malz verloren, weil die Kackbratze in mir einfach zu groß ist. Dass ich irgendwann als Tiefkühlerbse wiedergeboren werde (böses Karma), war mir schon vor 10 Jahren klar. Wahrscheinlich bin ich deshalb immer geradeheraus, kannste eh nix mehr versauen. 😎

      Lieben Gruß!

      P.S: ich liebe Frau Hummel auch! 😛

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  10. Ich bin so froh, dass man bei mir auch sehr oft Verrisse zu Produkten lesen kann. Mir geht dieses erzwungene Supitollfinden auch auf den Keks. Viele Influencer schreiben über schlechte Produkte einfach nichts, weil sie sonst nicht mehr mit Samples versorgt werden. Ich halte das für eine Unterlassung – und für doof! Gerade bei den Flops hat die/der Leser/in doch den meisten Nutzen.
    Blöd ist nur, dass ich über dieses ganze Gesülze der Lifestyleshgoppinfraktion ebenfalls 100 Bücher schreiben könnte. Aber ich erspare mir diese Bitterkeit, schüttle aber besorgt den Kopf über all die Leute, die immer noch massenhaft darauf hereinfallen. Besonders Jugendliche und auch Kinder.
    Sollte es doch einen Knopf geben, mit dem man sein Gehirn erst einschalten muss, bevor es richtig arbeitet; und Hunderttausende haben vergessen draufzudrücken? Arrrgghhh… 😉
    Viele Grüße, KK

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    1. Oh ja, da bin ich auch froh, zumal es gar nicht leicht ist, Verrisse zu schreiben – von daher kann ich sogar die vestehen, die das nicht machen. Aber für mich als Leser ist es echt hilfreich, auch mal was über die Flops zu lesen.

      Stimmt, da könnte man Bücher drüber schreiben, aber das ist es nicht wert. Soooo viel Aufmerksamkeit will ich dem dann doch nicht widmen und vor allem bist du (oder ich oder wer auch immer das Buch schreibt 😎 ) dann der Ar***, der so manche Illusion zerstört. Weil es ja schön wäre zu glauben, dass es in dem Business (und da rede ich nicht von denen, die hin und wieder ein paar Affilate-Links setzen oder gelegentlich mal nen Werbepost schreiben) tatsächlich nur um die Leser geht, denen man mit den ganzen Produktvorstellungen was Gutes tun möchte. 😉

      Lieben Gruß!

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  11. Ich habe gestern Abend noch darüber nachgedacht, dass ich mich einfach durch viele Posts viel zu schnell zu vielen Einkäufen hinreißen lasse- mein Verlangen wird da leider (warum auch immer) soo stark geweckt und dazu kommt meine Geldallergie, die meine Mutter schon früh diagnostiziert hat 😉 Jedenfalls habe ich mir auch vorgenommen, mich erstmal dem Aufbrauchen zu widmen und jeden Muss-ich-haben-Gedanken zu hinterfragen. Da kommt dein Post also gerade recht! 🙂

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    1. Das kann ich so gut nachvollziehen – die Phase hatte ich vor einigen Monaten auch. Manchmal kommt mir nach Phasen, in denen ich relativ lange shoppingabstinent gelebt habe, aber auch dieses „jetzt gönne ich mir mal was, das habe ich mir jetzt verdient“, in die Quere. 😎 Habe nebenbei bemerkt lange überlegt, ob ich so einen Post überhaupt schreiben kann. Erstens ist es „unsexy“ und „uncool“ – einfach Geld raushauen und tolle Sachen kaufen oder scheinbar über den Dingen stehen und „von all dem nichts mitzubekommen“ ist viel, viel angesagter. So scheint es. Außerdem kann man in so einen Post ja ne Menge reininterpretieren, wenn man das möchte. Etwa: „Hat sie ihr Shoppingverhalten vielleicht nicht unter Kontrolle?“ (Kommt auf die Tagesforn an, ich kaufe tatsächlich nicht nur überlegt, sondern lasse mich an manchen Tagen auch mal zu Spontankäufen hinreißen – bin auch nur ein Mensch). Oder: „WAS? Sie muss auf ihr Geld achten?!?“ (Ja, muss ich tatsächlich… aber wer muss das nicht?) Aber wenn dich dieser Post dabei unterstützt, erstmal Sachen aufzubrauchen (das mache ich auch gerade! Neue Maske gibt’s erst, wenn die alte leer ist… nur bei den Shampoos werde ich schwächeln *g*), dann war es gut, dass ich ihn rausgehauen habe. 😉

      Lieben Gruß und frohes Aufbrauchen! 😉

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  12. Hallo Anna,

    als bisher stille Leserin wollte ich schon bei deinem letzten Post kommentieren, aber da hat es im Urlaub mit der Internetverbindung nicht geklappt.
    Jetzt aber !
    Ich liebe deine herrlich ironischen Texte und du verstehst es wunderbar die Dinge auf den Punkt zu bringen. Ich habe mein Instagramkonto, ich bin nur dort social media mäßig aktiv, kürzlich ausgemistet und werde dies noch weiterhin tun. Instagram ist z.T. tatsächlich eine Dauerwerbesendung geworden. Aber ich kann mir ja aussuchen wem ich folge und von wem ich mich „influencen“ lasse. Es gibt dort tatsächlich noch „normale“Leute. 😉Ich hab übrigens mal ein Jahr shoppingverzicht durchgeführt à la „Ich kauf nix“. Das Buch kennst du vielleicht. Das ging sehr gut und ich hab meinen vorhandenen Kleiderbestand neu zusammen gestellt. Seitdem bin ich auch sensibler wo ich kaufe. Mich nervten zuletzt schöne Leute, die nicht nur schöne Werbung,äh liebe Botschaften verbreiten, sondern auch noch auf Hobbypsychologe machen. Das brauch ich wirklich nicht. Wenn diese Kleidung vorführen, dann ist das ja Okay, alles andere wird eher unglaubwürdig.
    Als Sporttreibende bin ich auch mal auf den Chia, clean eat,overnightoat Zug aufgesprungen. Und wieder ausgestiegen. Teure Superfoods gibt es bei mir nicht mehr ( Ökotest lässt grüßen ) und das Porridge heißt bei uns Haferbrei !
    Werbung auf den Modeblogs, die ich gerne lese, schreckt mich ab und weckt mein Desinteresse. Schönheits OP Geschichten und Werbung dafür sowieso.
    Ich lese die am liebsten, die auch mal ältere ( Kleidungs)Lieblingsteile präsentieren. Das ist für mich Kreativität. Und in meinem Freundeskreis und bei meinen Kolleginnen gibt es keine Frau, die es sich leisten kann, ständig alles neu zu kaufen. Da sieht die shopping Ausbeute eher wie bei Beate Bahnwärterin, oben so lebensnah beschrieben, aus. Vielleicht bekommen wir tatsächlich auf Instagram und Co. manchmal eine Scheinwelt vorgegaukelt. Zum Glück gibt es die Realität des Alltags.

    Viele liebe Grüße und ich freue mich schon auf deinen nächsten Post,
    Claudia

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    1. *g* Auf diverse Ernährungszüge bin ich selbstverständlich auch schon aufgesprungen – darum „darf“ ich das jetzt auch durch den Kakao ziehen. 😛 Und mein Instagramkonto miste ich auch regelmäßig aus. Nach dem ersten „Oh, alles so schön neu und hell hier“-Flash folge ich jetzt (glaube ich) auch nur noch „normalen Menschen“. Bei den Blogs habe ich ebenso rigoros ausgemistet. Wenn ich nur schöne Bilder sehen will, habe ich ein paar Kandidaten, die ich separat ansurfe, da weiß ich dann aber auch vorher, dass fast jeder Post Werbung enthält und konsumiere das dann eben so, wie eine Zeitung.

      Musste lachen, denn für (hobby)psychologische Botschaften bin ich ja durchaus sehr empfänglich. 😛 ABER ich muss das Gefühl haben, dass es echt ist. Und dass die Person (welche auch immer – ich beziehe mich da gerade nicht auf eine bestimmte Person) das auch lebt. Wirklich lebt. Ob das so ist, bekommst du ja nach einer Weile mit… anhand der Themenauswahl und dem Subtext, der sich in manchen Texten versteckt oder an der Art, wie auf Kommentare reagiert wird oder wie anderswo kommentiert wird etc. Und wenn ich da das Gefühl habe, dass es nicht stimmig ist, dann bin ich raus und ehrlich gesagt… nun ja… greife ich jetzt lieber wieder zu Psychobüchern, wenn ich die denn mal wieder nötig habe. *g* Werbung auf Blogs hat mich, als es „damals“ anfing, nicht abgeschreckt. Mittlerweile… hm… nervt es mich zunehmend. Ich versteh das absolut, wenn man professionell bloggt und dann entsprechend Geld verdienen muss/möchte oder wenn man einen kleinen Nebenverdienst aus dem Blog ziehen möchte, aber so langsam schalte ich bei Werbung automatisch ab – es sei denn, sie ist gut geschrieben. Und wenn ich noch mal irgendwo so was lese wie „das Produkt wurde mir zwar zur Verfügung gestellt aber ich schreibe hier meine ehrliche Meinung“ oder „meine Meinung ist nicht käuflich“, dann schreie ich. Genau das ist es, weswegen Blogs mal angetreten sind: die Schreiberlinge haben ihre MEINUNG verbreitet und genau das erwarte ich, wenn ich ein Blog lese: eine ehrliche Meinung. Wenn ich nur seichtes und schwammiges Zeug lesen will, schaue ich mir die Top-Rezensionen bei ama*zon an – da musst du ja auch mit der Lupe nach Bewertungen suchen, die nicht bei 5 oder wenigstens 4 Sternen liegen. Ich lese viel, aber dass es so dermaßen viele literarische Meisterwerke gibt, ist mir doch neu. 😛

      Lieben Gruß!

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      1. Gruß zurück und ich lese auch gerne die Antworten auf Kommentare. 😉Die „Hobbypsychologie“ stößt mir auch deshalb auf,weil ich einen Profi auf dem Gebiet, mit Kassenzulassung zu Hause habe. Jedem das seine, aber manche und ich meine jetzt natürlich wirklich ernste Angelegenheiten, gehören eben in professionelle Hände.
        Klar, ich schaue mir auch gerne einfach mal schöne Dinge an. Das hat auch seine Berechtigung !
        Und ja, ich stimme dir zu, man bekommt leider viel Seichtes und Schwammiges serviert und es wäre tatsächlich mal gut, auch ein Produkt, Buch, Kleidungsstück, Kosmetik etc. kritisch zu bewerten. Ich hab auf Amazon von 1 bis 5 Sternen übrigens schon alles vergeben und auch immer begründet warum. Einfach,weil ich finde, die Leute,die das lesen bevor sie etwas kaufen, sollen sich eine echte Vorstellung von dem Produkt machen können. Und wo Stärken und Schwächen liegen.
        Wäre schön, wenn das mehr Leute so machen würden, auch die Blogs die Werbung verbreiten.
        Schönen Freitag Abend
        Claudia

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        1. Da stimme ich dir absolut zu – Hobbypsychologie schön und gut (und die zieht sich manchmal auch durch meine Texte), aber das kann lediglich ein Zeitvertreib sein- nie eine echte Hilfe. Dafür gibt es Profis. Zumal ein Profi niemals sagen würde: „Mach das so, wie ich es sage, anderenfalls musst du leider zurückbleiben“. Da verlieren die hobbypsychlogischen Botschaften ganz schnell den Glanz, wenn man sie mal genauer durchleuchtet….

          Jep, als ich noch Rezensionen geschrieben habe, habe ich mich auch quer durch alle Sterne gearbeitet. Eben deshalb, weil ich mich mehrmals maßlos über hochgelobtes Zeug geärgert habe und mich hinterher gefragt habe, wie es zu dieser extrem guten Bewertung gekommen ist. Klar… Geschmäcker sind verschieden, aber manchmal… denke ich mir meinen Teil. 😉

          Schönes Wochenende für dich! 😉

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  13. Hallo liebe Anna,
    wie schön deine Worte zu „früher hieß das vollwertige Ernährung“. Korrekt. Und intuitiv essen, mache ich tatsächlich (manchmal auch intuitiv zu viel 😉 ). Und bei all den Bildern von Mahlzeiten denke ich manchmal, ob das Essen den noch warm ist, wenn es verspeist wird. Aber Hauptsache, jeder kann neidisch drauf gucken. Obwohl, meine Tochter schickt solche Bilder dann an ihre Freunde mit den Worten „heute kein Mesaessen“. Das ist dann schon wieder lustig. Zumindest für die, die nicht in der Mensa essen müssen.
    Tja, Lifestyle scheint nur noch Shopping, Essen und Reisen zu sein. Zumindest für einige. Und Luxus sind nur noch monitär erworbene Dinge. Aber es geht auch anders. Und da lese ich dann 🙂

    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Mit meiner Wortwahl „früher hieß das“ disqualifiziere ich mich ja für den Lifestyle-Bereich, darum habe ich „Lifestyle“ auch aus meinem Titel entfernt. Würde einfach was suggerieren (Neu! Must-have!), was es hier nicht gibt. Intuitiv essen finde ich klasse, bin ich ein großer Fan von. Ich kann ja auch gar nicht anders essen – zumindest nicht dauerhaft. Wie ich aber gestern schon schrieb: Ich lasse jetzt mal intuitiv die Ritter Sport im Laden, denn die könnte mir echt gefährlich werden. 😎

      Lieben Gruß!

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  14. Mensch was für ein guter Post. Recht hast du. Wo man hinschaut nur Konsum um des Einkaufenwillens. Nicht das man das neuste T-Shirt noch bräuchte, schließlich platz der Kleiderschrank schon aus allen Nähten. Aber es wird nun einmal überall gehypt (habe ich das jetzt richtig geschrieben?) und deshalb machen die Leute es. *kopfschüttel*

    Liebe Grüße
    Hannah

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    1. Danke dir. Das musste mal raus. Teils, weil ich mich selber frage, wie ich so viel Zeug ansammeln konnte und teils, weil es oft wirklich nur noch darum zu gehen scheint, den Konsum anzufeuern. Ständig auf der Suche nach dem besten Shirt, den tollsten Schuhen oder dem ultimativen Zaubermittel für glatte Haut. Und letztendlich geht es – zumindest bei mir – nur selten lediglich um die Klamotte oder was auch immer, sondern darum, wie sich das Leben zum Positiven verändert, wenn nur erst… Was für eine Zeit- u. Geldverschwendung. Ich mach erstmal das Beste aus dem, was ich habe und das ist ne Menge… 😛

      Lieben Gruß!

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      1. Ja, vieles wird meiner Meinung nach einfach nur als Statussymbol gekauft… die Schuhe sind dieses Jahr in, MIST ich hab die gar nicht… das kann so nicht bleiben, muss ich gleich morgen kaufen. Sonst halten die anderen mich wieder für uncool…*kopfschüttel*

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        1. Stimmt. Wobei ich so ein Verhalten in einer bestimmten Altersklasse noch nachvollziehen kann – das gehört scheinbar einfach mal dazu… für eine gewisse Zeit. Aber wenn ich mir als Erwachsener immer noch sagen lasse, welche Klamotten ich zu tragen habe, weil Statussymbol oder Trend… hm… dann läuft da was falsch.

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  15. Ich lasse mich wie Sabine (Style up Petite) gern inspirieren. Zugegeben, ab und zu regt mich sowas auch zum Kauf an, aber meistens verkneife ich es mir. Ansonsten ist mir mein eigener Lifestyle wichtiger, also das wahre Leben mit der Familie und so 🙂

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ich glaube manchmal, wir wären erstaunt, wie wenig der „echte und eigene Lifestyle“ mit dem zu tun hat, was „influenced“ wird. Plötzlich wäre nicht mehr alles weiß und minimalistisch und „perfekt“, sondern bunt und vielfältig… so wie die Menschen, die es leben. 😉

      Lieben Gruß!

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  16. Ist ja schon alles gesagt, aber noch nicht von jedem, daher sage ich nochmal dazu: Ja! Bei Hobbypschologie, naja, Stammtische sterben halt nie aus. Aber ganz arg grenzwertig finde ich diese Fitness-Ernährungstipps auf Blogs. Ich werde auch nicht müde, das zu ins Internet zu tippen. Weil es doch was anderes ist, ob ich mir eine hässliche Kutte nachkaufe oder die übertriebenen und ideologischen „Detox“-Tipps befolge. Was ist das eigentlich? Lass einfach mal den Zucker weg. Ich habe mal irgendwo den schönen Satz gelesen: wenn wir den Körper entgiften müssten, wären wir schon längst dahin. Weil er nämlich vergiftet wäre…alles andere erledigt die Leber von ganz allein. Aber von Ernährungsverhalten zu einer Essstörung sind die Grenzen manchmal fließend! In diesem Sinne…schönes Wochenende und LG Sabina

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    1. Da bin ich bei dir. Fitness-, Ernährung- u. Gesundheitstipps finde ich grenzwertig, so sie über allgemeine Hausmittelchen hinausgehen. Was diesen ganzen Detox-Kram angeht: Ich betreibe ja selbst gerne mal den einen oder anderen Ernährungsspleen, aber das ist mein Privatvergnügen. Aber ich habe neulich einen großartigen Text über diese Ernährungshypes gelesen und darin hieß es: „Es reicht! Kein Guru darf mit pseudowissenschaftlichen Argumenten an meinem Stoffwechsel herumdoktern. Wer weiß, was so ein geschäftstüchtiger Start-Up-Nerd noch alles mit meiner Biochemie anrichtet.“ (Quelle: http://www.stern.de/genuss/essen/steinzeitdiaet-im-selbstversuch–bis-die-fontanelle-platzt-7086940.html) Bringt es ziemlich gut auf den Punkt. 😉

      Lieben Gruß
      Anna

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  17. Tja, eine Tages werden eben doch wieder normale Blogs gelesen… weil das ganze Werbezeugs auf Dauer todlangweilig ist, genauso wie die TV-Werbung und all das nur, weil damit Geld verdient werden kann. Doch wem will man’s verdenken? Wer schaut und klickt ist eben selber schuld! 🙂 Mich nervt da gar nix, weil ich nur das angucke, was ICH will und WANN ich es will. Doch so weit muß man oder frau wohl erst einmal kommen. 🙂
    Seit sogar der Lebensunterhalt von privaten Leuten durch Blogs verdient werden kann, ist das eben eine legitime Möglichkeit. Andere machen’s hauptberuflich. Dann dürfte es all die Zeitschriften, TV-Sender etc. etc. nicht geben … die leben doch auch nur davon, daß viele von uns sich diesen Mist angucken, auch wenn viele es abstreiten würden. Und in welche Nischen sollte man all diese Leute dann stecken, wenn all die tollen Magazine etc. abgeschafft wären??? 😉 🙂

    Und minimalistisches Getue, wie Du es nennst, nervt mich auch, aber nur dann, wenn es unecht ist! Denn was ist Minimalismus, wenn ich meine Kronleuchter verscherbele oder womöglich in den Müll gebe und mir stattdessen teure Industrielampen hinhänge und komische Stühle mit unmmöglichen Drahtgestellen kaufe, die potthässlich aber designet sind??? Nächstes Mal kommt wieder was anders dran – Hauptsache von einem angesagten Designer … Durchschaut jedes kleine Kind! Ich glaube allerdings gar nicht mal, daß es bei allen unehrlich ist, denn einige wollen vielleicht wirklich, können nur nicht. Ich kenne das – in Teilen zumindest – selber auch und bin sogar überzeugt, daß die meisten von uns das hin und wieder haben, daß sie irgendwas unbedingt kaufen „müssen“ und sich doch – eigentlich – vorgenommen haben, eher ab- als anzuschaffen …. weil das viele Zeug auf Dauer wirklich nervt, wie Du es selbst ja auch beschreibst …
    Kann mich im Übrigen Tina nur anschließen!

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. Ich fange gerade wieder damit an, überwiegend „normale“ Blogs zu lesen und das ist sehr entspannend. 😉 Vielleicht sind Texte wie dieser (oder die, in dem ich mich mit dem leidigen Werbethema auseinandersetze) auch der Tatsache geschuldet, dass ich es ein bisschen schade finde, wie sich die Blogosphäre gewandelt hat. Aber so ist das halt und ich werde es nicht ändern können. Als ich vor ca. 15 Jahren meinen ersten Text ins Netz entlassen habe, war an Geld, „berühmte Blogger“ oder Influencer noch nicht zu denken. Heute kann man damit Geld verdienen, Goodies u. PR-Sample abgreifen und das… verändert. Und da ich diese Veränderung nicht aufhalten kann, muss ich mich – wie ihr ja ganz richtig sagt – eben anpassen. Beim Fernsehprogramm habe ich das schon getan – der Fernseher bleibt überwiegend aus oder ich werfe gleich eine DVD ein. Und meine Abolisten (Blogs u. Instagram betreffend) habe ich aufgeräumt, dafür wird meine Bücherliste bei amazon wieder länger und länger. 😉

      Lieben Gruß
      Anna

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      1. Ich lese die ganze Zeit „normale“ Blogs – einige wandelten sich tatsächlich zu rein Kommerziellen, da kam irgendwann keinerlei Feedback mehr und die besuche ich dann nicht mehr oder sehr sehr selten schaue ich mal aus Neugier rein, was sich da noch tut. Meist haben sich alle alten Leser (die, als es noch persönlich war) abgewandt … Aber ich kann es niemandem verdenken, wenn er die große Chance nutzt, Geld über seinen Blog zu verdienen! Mann kann auch zweigleisig bloggen, einen Profit-Blog und einen privaten – es gibt auch Blogs, die haben die Kommentarfunktion abgeschaltet und leben dennoch davon. Alles ist möglich.
        Denn davon haben, um ehrlich zu sein, viele ja schon im Web 1.0 geträumt …. ich hab‘ die Blogosphäre ja damals in ihren Anfängen schon beobachtet und weiß, daß da viele Rentner, Hartz IVler dabei waren, auch Kranke, die nicht mehr erwerbstätig außer Haus gehen konnten. Die schon erste zaghafte Versuche mit „Spenden“ auf ihren Blogs wagten … Affilate gibts ja schon viel länger! Um 2000 herum gab es das schon von Amazon. Das alles wirst Du ja selbst auch wissen, wenn Du auch schon so lange dabei bist. – Oder auch Mütter, die ihre Kinder selbst zuhause betreuen wollten. Da ist der Erwerb über einen Blog doch ideal. Ich finde das auch nicht schlimm. Wer Glück hat, braucht keinerlei Kapital und kann aus „nichts“ viel machen. Einige handarbeiten ja auch und machen ihre Arbeiten über den Blog noch publik. Glück gehört hier wie in allen Bereichen des Lebens aber auch dazu. Hast du ein schönes oder interessantes Gesicht und die passende Kleidung und bewegst dich so, wie die Leute das haben wollen, hast du gute Karten, anderenfalls eher weniger. 😉 🙂 Mit Jungsein hat das – entgegen vieler Vorurteile so gar nichts zu tun! Übrigens auch nicht im Showbiz! Das sind die Minderwertigkeitsgefühle mancher Mittelklasse-SchauspielerInnen und Möchtegern-Sternchen …. die sich leider viele andere dann ebenfalls anziehen. Der einzige Unterschied, wenn man jung ist, hat man oft noch SEHR viel Zeit und viel mehr Energie …. schafft folglich mehr …
        Habe selbst spaßeshalber nun mal so ein paar Links und AdSense geschaltet, um das alles mal zu analysieren. Ist aber anstrengend und so wie manche das betreiben, könnte ich das, glaube ich, gar nicht mehr. 😉 Dennoch interessant …. da ließe sich evt. mal ein Buch drüber schreiben.
        Also ich verfolge Instagram ja gerade erst ein wenig …. ist ja nicht verkehrt, die kleinen grauen Zellen auf dem aktuellen Stand zu halten. Denn sonst käme man irgendwann womöglich nicht mehr mit. 😉 🙂 Wenn ich da an die Generation meiner Mutter denke …. sicher gibts auch da Ausnahmen …. doch denen fällt es ja schon schwer, den Fernseher zu programmieren, geschweige denn eine moderne Kamera zu bedienen. Viele lehnen es gleich von vornherein ab (können sich vielleicht auch aus gesundheitlichen Problemen nicht mehr hineindenken) und sind dann immer auf Andere angewiesen. Aber ich schweife ab …..
        Ich lese also nach wie vor gerne Blogs, sofern ich die Zeit dafür finde, noch lieber schreibe ich selbst, besonders in Tagebuchform über eigene Erlebnisse und meinen Garten. Bücher schaffe ich nur noch Fach- und Sachbücher zu lesen. Um ehrlich zu sein, interessieren mich Romane auch nicht sonderlich, bis auf sehr wenige Ausnahmen, denn ich bin vielmehr am realen Leben der Menschen interessiert (im TV wären das Dokus, aber TV schaue ich fast nie) und das finde ich oft doch immer noch in den Blogs.

        Danke für Deine Aufmerksamkeit und Antwort!

        Liebe Grüße
        Sara

        Gefällt 1 Person

  18. Wundervoller Text und genau auf den Punkt getroffen:
    „Aber so langsam führt dieser exzessiv zelebrierte Lifestyle, der eher eine hübsch verkleidete Dauerwerbesendung ist, bei mir zum Lifestyle-Kollaps…“

    Danke für diesen tollen Hinweis und Augenöffner 🙂

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Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

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