Über ein Rattenrennen, das niemand gewinnen kann, der damit kein Geld verdient.

Je mehr ich mich mit Medien befasse, deren Zielgruppe Frauen meines Alters sind, desto öfter werde ich mit folgender Überlegung konfrontiert: „Was machen lassen“ oder nicht? Und gemeint sind logischerweise nicht längst fällige Renovierungsarbeiten Küche oder Bad betreffend, sondern Restaurierungsarbeiten am eigenen Gesicht. Denn was auch immer ich lese: die Botschaft lautet nie, dass ich gut genug bin – im Gegenteil. Je älter ich werde, desto dringender, so wird mir suggeriert, muss ich was an mir und mit mir machen, um nicht vollends zu verfallen. Manche arbeiten da ganz klar mit der unmissverständlichen Ansage „Lifting, Botox, oder…? Was Beauty-Docs ihren Freunden raten“ (da sind sie wieder, die Freunde). Andere setzten – vorerst – auf die Kraft von Seren und Cremes oder Liftingfluids und lassen Damen (zwischen 53- 73 Jahre) zu Wort kommen, die wunderschöne Sachen sagen. Etwa: „Jahre zählen weniger als die Körpersprache“ oder „Forever young ist für mich nicht erstrebenswert. Ich finde, dass Frauen in jedem Alter schön sind und Schönheit nicht von straffen Gesichtskonturen oder von einem schlanken Körper abhängig ist“. Anderswo lassen mich Frauen, die natürlich altern wollen, an ihren Schönheitsgeheimnissen teilhaben. Hoch im Kurs stehen: vegane Ernährung oder Clean Eating sowie Verzicht auf Zucker, Kohlenhydrate, Weizen und Gluten (obwohl es da keine Unverträglichkeit gibt). Ich würde mich nicht wundern, wenn mir plötzlich eine erzählt, dass sie vor 10 Jahren das Lachen eingestellt hat, weil das Lachfalten macht.  Und irgendwann stellen wir vielleicht noch das Denken ein, damit das Hirn nicht verschleißt. Mannmannmann…

Auch nicht wirklich hilfreich ist es, wenn Medien angesichts einer Frau, die mit Mitte 40 noch faltenfrei ist – siehe Anastasia Zampounidis, die übrigens vor Jahren Zucker von ihrem Speiseplan gestrichen hat – schier hyperventilieren. Ja, Frau Zampounidis sieht toll aus. Aber Entschuldigung?! WIE sollen wir mit 47 Jahren und einem halbwegs intelligenten Lebenswandel denn aussehen? Wie ein Shar Pei?! Muss gestehen, dass das alles nicht spurlos an mir vorübergeht und ich beim Blick auf Frau Zampounidis sogar schon überlegt habe, ob ich nicht mal konsequent auf Zucker verzichten sollte. Bisher kam mir aber immer irgendwas dazwischen – im Zweifelsfall ein Schokoriegel oder eine Marmeladenbrot.

Aber mal im Ernst: Ich gebe zu, dass ich es an manchen Tagen durchaus gewöhnungsbedürftig finde, mein neues älteres Gesicht im Spiegel anzusehen – besonders, wenn ich zuvor 20 Jahre alte Fotos ausgekramt habe und mit meinem jüngeren Ich konfrontiert wurde. Das sah nämlich gar nicht so übel aus, das jüngere Ich,  habe ich früher nur nie bemerkt. Es muss ja auch nicht zwangsläufig schlechter sein, was im Lauf der Zeit mit einem geschieht – es ist halt einfach nur anders und an alles, was anders ist, muss zumindest ich mich erstmal gewöhnen. Was den natürlichen Alterungsprozess angeht, habe ich dafür allerdings genügend Zeit und ich bin sehr froh, dass die Natur das so klug eingerichtet hat. Denn wenn du eines Morgens aufwachst und deine Wangen plötzlich… holterdipolter… eine Etage weiter unten hängen, ist das sicher nicht witzig.

Wie gewichtig ist der Glücksfaktor Schönheitseingriff überhaupt?

Mittlerweile muss frau sich mit dem, was die Natur für sie vorsieht, ja auch nicht mehr zwangsläufig abfinden, denn „dagegen“ kann man was machen. Und da rede ich nicht von Zuckerverzicht und dem Einsatz von Make-up oder Haarfarbe [nutze ich beides], sondern von Beauty-Eingriffen. Da hat sich einiges getan und so stehen grotesk verunstalteten Damen [bei Bedarf googelt einfach mal nach Meg Ryan, Jackie Stallone oder Jocelyn Wildenstein, mit denen ich euch, shame on me, extreme Negativbeispiele nenne] mindestens ebenso viele gegenüber, bei denen man nichts sieht – außer dass sie plötzlich ein bisschen frischer und glatter aussehen und so soll es im Idealfall ja auch sein. Die Crux: Je mehr ich mich mit vollen Lippen, beneidenswert ausgeprägten Wangenknochen (die ich leider selbst mit 20 nicht hatte, aber immer gern gehabt hätte) oder anderen Beauty-Bonuspunkten beschäftige, die plötzlich im Rahmen des Möglichen liegen würden, desto öfter frage ich mich, wie gewichtig der Glücksfaktor Beauty-Eingriff für mich überhaupt wäre.
Es mag ja sein, dass ich überhaupt keine Ahnung davon habe, dass es der verführerische Schmollmund ist, der mir zu meinem Glück fehlt. Oder dass es die mittlerweile leicht abgesackte Wagenpartie ist oder die Nasolabialfalte, die ein glückliches und zufriedenes Leben leider unmöglich machen. Aber wie wahrscheinlich ist das? Für mich? Und nun bin ich wahrlich kein Kaliber wie Megan Fox, aber dennoch fällt mir partout keine Körperpartie oder Einzelfalte ein, die ich einfach so rausgreifen wollte, weil sie meinem Glück, meiner Zufriedenheit oder was auch immer im Wege steht. Wenn mir was im Weg steht, dann bin das immer nur ich – egal wie ich dabei gerade aussehe. Außerdem: Wie viel glücklicher kann ich anschließend sein, wenn ich vorher tatsächlich dazu in der Lage war, mich selbst auf meine vermeintlich zu optimierenden Einzelteile zu reduzieren und dabei das Gesamtbild außer Acht lasse? Und wenn ich nicht relaxt genug bin, um sagen zu können: „Die Lippen werden zwar ein bisschen schmaler oder meine Nasolabialfalte sieht heute besonders unausgeschlafen aus, aber pfeif drauf!“ Zumal es mit einem Eingriff ja selten getan ist… dauerhaft.

Die Geister, die ich rief…

Was ist, wenn das frisch verjüngte Gesicht eines Tages nicht mehr so recht zum älter werdenden Hals, den Händen oder dem restlichen Körper passt? Was ja irgendwann zwangsläufig der Fall ist, wenn man sich ständig nur einen Teilabschnitt vornimmt – der Rest wird währenddessen nicht jünger und sieht irgendwann ganz schön alt aus. Gut möglich, dass genau das der Zeitpunkt ist, an dem frau sich dazu entschließt, noch ein paar Eingriffe nachzulegen, weil sie das Gesamtbild verständlicherweise egalisieren möchte (und hierfür wäre ich wahrscheinlich der Typ, denn das muss schon irgendwie alles aus einem Guss sein, sonst sieht’s einfach blöd aus). Fakt ist, dass es eine Botschaft gibt, die auf mein Hirn so fatal wirkt wie Zucker auf Zähne. Und je öfter diese Botschaft durch mein Hirn wabert und subtil ihre Sprengkraft entfaltet, desto versunsicherter werde ich, weil  selbst ich als beratungsresistente Frau mittlerweile kapiert habe: Mit Zornesfalten, einer hängenden Wangenpartie, ersten Fältchen oder anderen Alterserscheinungen muss frau sich nicht zufriedengeben.

Die Wahrheit liegt irgendwo zwischen Karrikatur und Wellnesstrip.

Und sie wird unsere Wahrnehmung verändern.

Dauerhaft.

Stimmt. Muss sie nicht, wenn sie das nicht möchte – aber sie kann, wenn sie es denn kann. Das habe ich mir zumindest bis auf weiteres versprochen, als ich während der abendlichen Pflegeroutine in den Spiegel sah und meine Wangenpartie ein bisschen nach oben hievte, um zu schauen, wie das aussieht. Noch sticht mein Gesicht nicht negativ aus der Masse raus, bilde ich mir ein. Allerdings würde ich meinen Kaffee jetzt auch nicht dort trinken wollen, wo die „Ich war mal eben beim Gesichts-Wellness“-Dichte besonders hoch ist und mich zauberhaft ausgeprägte Wangenknochen und perfekte Schmollmünder in die nächste Krise stürzen. Besser für mich allerdings, wenn ich mich nicht nur an mein älter werdendes Gesicht gewöhne, sondern auch an die anderen, die mit zunehmendem Alter diese typisch alterslose Möchtegern-Perfektion ausstrahlen, die ich (in Anlehnung an Charity-Queen Ute Ohoven) gerne den Ohoven-Style nenne. Denn:

„Für unvollkommene Körper schwindet die Akzeptanz“, schreibt Waltraud Posch in Projekt Körper. „Die sogenannte Creme der Gesellschaft ist heute nicht immer, aber tendenziell fit, schlank und attraktiv. Mit anderen Worten: Die Elite des beginnenden 21. Jahrunderts oder wer zu ihr gehören will, ist tendenziell schön. Heute ist ein dicker Bauch Ausdruck falschen Konsumverhaltens falscher Lebensweise, falscher Entscheidungen, mangelnder Kontrollfähigkeit und damit mangelnder Managementfähigkeiten. (Quelle: „Neuland“, Ildikó von Kürthy, S. 263)

Die Dauerstimulation durch schöne Gesichter, schöne Körperteile und seidiges Haar ist etwas völlig Neues in der Menschheitsgeschichte. Unsere jagenden und sammelnden Vorfahren lebten in kleinen Gruppen zusammen. Sie lernten in ihrem Leben nicht mehr als fünfhundert unterschiedliche Gesichter kennen und darunter nur sehr wenig schöne. Wir lieben, was wir sehen. Mogli findet Affen schön. Eidechsen stehen auf Eidechsen, Opossums auf Opossums. Und ich bin kurz davor, Ugg-Boogs nicht länger für eine absurde Geschmacksentgleisung zu halten. So weit ist es schon gekommen!  „Sie können nicht verhindern, dass Sie mit der Zeit Toleranz entwickeln gegenüber gebotoxten und gelifteten Gesichtern“, hat mir Ulrich Renz prophezeit. […] „Natürlich setzt es jeden von uns unter Druck, wenn es normal ist, mit fünzig auszusehen wie mit vierzig. So alt auszusehen, wie man ist, wird dann zum Stigma, und das Alter zu einem behandlungsbedürftigen Zustand. Ein Hängebusen wird uns vorkommen wie früher ein Kropf. Wir steuern auf ein Rattenrennen zu, in dem es keine Sieger geben wird.“(Quelle: „Neuland“, Ildikó von Kürthy, S. 275)

Tja… Arschkarte für Normalos, oder? Noch bilde ich mir ein, „einfach so“ altern zu können. Aber wie sieht das aus, wenn diese alterslosen Gesichter in der Überzahl sind und einem ständig Frauen im Ohoven-Style gegenüberstehen?! Will ich dann doch „was machen lassen“, weil ich einfach „dazugehören“ möchte?

Die Herausforderung nehme ich an, den Wettkampf nicht.

Andererseits: warum dieses Theater? Irgendwann ist Schluss mit lustig, denn der Alterungsprozess lässt sich meines Wissens nach mit keiner Spritze dieser Welt aushebeln und dann wird es Zeit, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen. Zumal es irgendwie auch absurd ist, zwar intensiv leben zu wollen – das aber wiederum soll einem niemand ansehen. Also stelle ich mich – was bleibt mir auch übrig? – zwar der Herausforderung des Älterwerdens, dabei habe ich aber nicht die Absicht, mich  auch noch auf einen Wettkampf einzulassen, den ich nur verlieren kann. Und da bin ich ausgesprochen dankbar dafür, dass ich ein Leben führe, das es mir erlaubt, so zu altern, wie ich es tue. Wenn ich mein Gesicht ständig in Großaufnahme über einen Bildschirm oder eine Leinwand flimmern sehen würde oder es ständig mit Geschlechtsgenossinnen der Gattung „Ohoven“ zu tun hätte, wäre ich sicher sehr daran interessiert, mein 25-jähriges Gesicht für die nächsten 40 Jahre zu konservieren – mit allen Mitteln. Weil es grausam ist, in einer Welt zu altern, die zwar einerseits auf misslungenen Eingriffen rumhackt, aber andererseits ein völlig überzogenes Schönheitsideal auf den Thron setzt, dem kaum jemand gerecht werden kann. Nicht mal 25-Jährige.

Role-Models verzweifelt gesucht…

Tja, was bleibt? Da ich noch keinen Jungbrunnen entdeckt habe, bin ich derzeit auf der Suche nach Role-Models jenseits der 40. Aber nicht nach solchen, die gerne mit „40 ist kein Alter – 40 ist sexy“ verschlagwortet werden und denen man ansieht, dass sie mehr Geld für Personal Trainer und Beauty-Eingriffe ausgeben, als ich im Jahr verdiene. Ich suche mir – im Real Life und in den Medien (z.B. auch auf Pinterest)- Frauen, die so interessant sind, dass ich gar nicht auf die Idee komme, überhaupt darüber nachzudenken, ob sie „vielleicht [noch] was an sich machen lassen sollten“ oder ob sie faltenfrei und glatt gezurrt besser aussehen würden. Es gibt nämlich Frauen, die tatsächlich alterslos wirken, weil sie eine so fantastische Ausstrahlung haben, dass alles andere daneben verblasst und diese Art der Ausstrahlung hat nie etwas mit faltenfreier Haut zu tun. Außerdem setze ich mittlerweile grundsätzlich lieber auf Filme, in denen ich nicht auf die glattgebügelten und „zurechtgeschnitzten“ Gesichter von 60-jährigen Film-„Omis“ treffe, die von hinten aussehen wie ihre Enkeltochter, von vorne wie eine groteske Version ihrer Tochter und wie ein Zerrbild ihrer selbst. Und ich würde es wirklich zutiefst bedauern, wenn Gesichter im Stil einer Monica Bleibtreu, Diana Körner,  Emma ThompsonSigourney WeaverJodie Foster oder Judi Dench * eines Tages komplett von der Bildfläche verschwänden und wir von Ohoven-Lookalikes überrannt werden würden.

Gut, so viel also zum derzeitigen Stand meiner Überlegung, ob ich „mal was an mir machen lassen könnte“. Welche Meinung ich in 10 Jahren dazu habe, kann ich heute beim besten Willen noch nicht sagen – wer weiß schon, was morgen ist? Aber bei einer Sache bin ich mir ganz sicher: ehe ich mir ein Gesicht im Ohoven-Style schnitzen lasse, ziehe ich mir lieber eine Brötchentüte über den Kopf und ritze da zwei Sehschlitze rein. Dann sehe ich zwar dämlich aus, besitze aber wenigstens noch einen gewissen Wiedererkennungswert, der anderen Damen mit zunehmendem Alter leider völlig abgeht. Und das, finde ich, ist sehr viel trauriger, als einfach nur ein paar Falten zu haben… 😉

 zitat-tolstoi

[*Wobei ich natürlich nicht weiß, ob oben genannte Ladys wirklich nichts an sich haben machen lassen. Ich  bin nicht Botox-Polizei und die möchte ich auch gar nicht sein. Das gibt nur Falten und so einen verkniffenen Zug um den Mund und das wäre dem Projekt „natürlich altern“ definitiv nicht zuträglich.]

P.S: Greift mir beim Alterungsprozess übrigens auch viel zu kurz, mich lediglich auf die Optik festnageln zu lassen, denn jetzt gilt mehr denn je: Schönheit kommt von innen und damit meine ich nicht das „schöne Innenleben“. Mit zunehmendem Alter werden u.a. Muskel- u. Knochenmasse abgebaut – auch im Gesicht, weswegen nun mal alles „nach unten rutscht“. Und da hilft es mitnichten, nur auf aufpolsterndes Zeug zu setzen, denn damit tue ich nichts für Muskelaufbau und den Erhalt der Knochensubstanz. Sollte es allerdings eine Spritze geben, die genau da ansetzt [selbstverständlich ohne Risiken und Nebenwirkungen!], wäre ich wahrscheinlich sofort dabei.

Nachtrag: Schönen Post dazu findet ihr auch bei Corinne von/im makellos mag: Das war alles leichter mit 23. So wahr, so wahr… 😉

[Beitragsbilder erstellt mit Pably by Buffer]

36 Kommentare zu „Über ein Rattenrennen, das niemand gewinnen kann, der damit kein Geld verdient.

  1. Schönes Zitat von Anais Nin ❤
    Zum anderen möchte ich gar nicht viel sagen. Ich habe im Bezug auf das Zufriedenheit gefunden, fühle mich wohl 🙂

    Wünsche dir einen schönen Tag, liebste Grüße!

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  2. Meine Güte Anna, davon könnte ich ein Liedchen singen. Das Thema Schönheit wird und wurde in unserer Familie sehr groß geschrieben. Meine Mutter konnte und kann nicht altern. Beizeiten lies sie sich an Bauch und Beinen Fett wegsaugen, Die Gesichtsfalten mit einer Laserbehandlung weglasern, und die Augenfältchen mittels Straffung wieder in aalglatte Position bringen.
    Ok, jedem seine Sache -> aber sie vermittelt uns Kindern noch heute, wie wichtig Schönheit ist. Sie vergleicht sich immer mit mir. Und hat auch keine Skrupel zu sagen dass ich wieder zugenommen habe, und es „gesundheitlich“ besser wäre abzunehmen.
    Fatal, wenn sich die eigene Mutter immer wieder mit der Tochter in Konkurrenz stellt
    Ein schwieriges Thema in unserer Familie. (meine Schwester ist schwer Magersüchtig)
    Und auch ich kann mich erst in den letzten Jahren so annehmen wie ich bin. Dazu haben einen großen Teil meine 3 Mädchen beigetragen. Die mir immer wieder einen Spiegel vorhalten und erklären wie stolz sie auf ihre „schöne“ Mutter sind…..
    Langsam werde ich immer zufriedener.
    Das Zitat von dir ist in der Tat wunderschön.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Tag
    Nila

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    1. Jedem das Seine – das stimmt. Aber nur, wenn mich die Person mit ihrem Kram nicht belastet. Und wie willst du bei so einem Vorbild entspannt mit diesem Thema umgehen? Ein Ding der Unmöglichkeit. Und die eigene Mutter als Konkurrentin zu haben… macht mich gerade sprachlos. *kopfschüttel*

      Ich hatte hier einen ganz anderen Zugang zum Thema und bin trotzdem nicht minder „verkorkst“. Hier hieß es immer „nur nicht auffallen und schön unscheinbar bleiben“. Und wenn ich mich später mal „in Schale geworfen habe“ (halt meinen Möglichkeiten entsprechend, ich hasse ja den großen Auftritt… 😛 ) kamen abfällige Blicke oder blöde Kommentare. Habe jahrelang ein völlig verzerrtes Selbstbild gehabt und auch erst mit 40 gerafft, dass ich doch nicht die „fette und hässliche Kuh“ bin, die ich an vielen Tagen in mir gesehen habe. Schade um die verschenkten Jahre. Aber noch blöder wäre es, jetzt das nächste Fass aufzumachen und die zweite Lebenshälfte wieder nur mit dem Äußeren zu hadern. Nö. Sorry, aber das ist mir zu dumm – an den meisten Tagen zumindest. 😉

      Was lernen wir daraus? Dass das Älterwerden auch Vorteile haben kann – für die, denen es gelingt, sich mit sich (und einigem anderen) auszusöhnen. 🙂

      Lieben Gruß! ❤

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  3. Im Gegensatz zu anderen Dingen bin ich beim Thema Jungbrunnen absolut immun. Ich lebe in friedlicher Koexistenz mit meinen Falten und habe glücklicherweise in der realen Welt lauter Menschen um mich rum, die das ebenso tun. Da hat der Ohoven-Faktor wohl noch nicht gegriffen 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

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    1. Der Jungbrunnen schert mich auch wenig, aber wenn’s an die Gesundheit geht, DA werde ich verdammt hellhörig. Ich hätte sooo gerne mit 50 Jahren noch meine 25-jährigen Gelenke. 😛 Und ich werde mir ein Umfeld schaffen, in dem der Ohoven-Faktor keine Rolle spielt. Also keine Charity-Galas für mich, ich spende dann online. 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Her mit den 25-jährigen Gelenken! Mein rechter Fuß würde sich sehr freuen. Dass ein dämlicher Bruch mit 50 plötzlich solche Probleme machen kann, hätte ich mir auch nicht träumen lassen.
        Ich fürchte ja, etwa in 20-30 Jahren werden uns sämtliche Falten der Welt sowieso egal sein. Dann geht es an die Substanz. Und die kann man nicht mal eben so aufspritzen.

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        1. Jep, genau das denke ich auch – siehe mein P.S. – denn Falten werde ich (vermutlich) mit Fassung tragen. Aber wenn meine Beweglichkeit eingeschränkt ist oder die Leistungsfähigkeit… dann ist Schluss mit lustig.

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  4. Danke für den tollen Artikel. Klar begrüße ich auch nicht jeden Tag meine Falten jubelnd im Spiegel , aber das bin ich , ganz echt und in Farbe. Ich will keine glattgebügelte Karrikatur meines 20 jährigen ichs sein weder außen noch innen. In den 1950er Jahren sollten Frauen das Schmuckstück an der Seite ihres Mannes sein , dann kämpften die Frauen für das Recht selbst zu entscheiden was sie wollen und heute können Frauen alles machen was sie wollen Hauptsache sie sehen aus wie Supermodels aus dem Hochglanzmagazin. Es lebe die Emanzipation. Wenn es für meine Gesundheit ist , lass ich mich operieren und mir auch Spritzen geben , aber ansonsten bleibt mir weg mit dem Skalpell.
    Liebe Grüße
    Susanne

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    1. Danke dir für diesen Kommentar. Ich habe gerade einige Minuten überlegt, was ich darauf antworte – aber du hast alles gesagt, ich habe deinen Worten nichts mehr hinzuzufügen. ❤

      Lieben Gruß!

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  5. Die arme Frau Ohoven – nur weil sie es einmal übertrieben hat – ich verstehe aber, was Du meinst. Allerdings bin ich der Meinung, dass man um die 40 heute so sanft nachhelfen kann, dass es nicht auffällt und sich bestimmte tiefe Furchen dann eben erst später bilden. Wäre ich heute 4o – ich würde es tun! Also Filler benutzen. Aber genau das ist mein Problem: vor 15 Jahren wäre es sanft möglich gewesen – aber die Technik war noch nicht so weit wie heute 🙂 Jetzt lasse ich halt hängen statt gründlich raffen zu lassen. Und mein 2. Gedanke: wenn ich mit 40 begonnen hätte, wäre ich heute in diesem Kreislauf: mehr, öfter, teurer…. davor habe ich Angst! Wenn man nämlich einmal damit angefangen hat und plötzlich wacher, praller, schöner, jünger aussieht, dann macht man doch weiter, wenn die Wirkung nachläßt, dann hängt man an der Nadel! Und irgendwann sieht man es – auch bei sanften Fillern. Die bauen sich nicht gleichmäßig ab, guck mal in die Gesichter, ich sehe da neuerdings öfter verräterische Dellen, die es „früher“ nicht da gab und dann ist es nicht mehr schön. ☼

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    1. Das mit der Frau Ohoven tut mir auch ein bisschen leid, aber viele von den Hollywood-VIPs sind schon wieder so verunstaltet, dass sie nicht als Beispiel taugen und die Frau O. trifft es da (leider) ganz gut.

      Siehste, genau das ist mein Gedankengang: Sollte ich was machen wollen, wäre es früher wohl sinnvoller – wehret den Anfängen und so. Aber dann? Denn wie du sagst: Plötzlich siehst du wacher, praller, schöner und jünger aus… darauf willst du doch nicht plötzlich verzichten. Und schon hängst du drin oder dran – an der Nadel. :/ Darüber, dass sich Filler nicht gleichmäßig abbauen (logisch eigentlich…), habe ich noch gar nicht nachgedacht. *räusper* Okay… dann bleib ich einfach so, wie ich bin. 😉

      Lieben Gruß!

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    1. Da muss ich nachher mal zu dir rüberhüpfen, um das zu lesen. 😉 Aber richtig: Den Alterungsprozess kann keiner aufhalten und ich denke, dass es schon genug Windmühlenflügel gibt, geben die man kämpfen kann- da mache ich dieses Fass gar nicht erst auf.

      Lieben Gruß!

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  6. Puh, was soll ich sagen? Habe das Denken nicht aufgegeben, davon zeugt meine Denkerfalte. Das Lachen werde ich niemals verlieren…..hoffe ich. Und das ich ein schwaches Bindegewebe vererbt? bekommen habe, dafür bin ich meiner Ma nicht böse. Zuckersünden begehe ich ständig u d ich schlafe auch nicht auf dem Rücken um weitere Falten zu vermeiden.
    Im Herzen bin ich 25. Das zählt.😁

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  7. Oh nein ich hab ja voll Angst vor Eingriffen jeglicher Art. Sicher ein Selbstschutz. Was nicht muss will ich nicht. Ich denke nicht dass ich da meine Meinung mit zunehmendem Alter ändern möchte. Ich akzeptiere aber auch den Wunsch nach Schönheitsreparaturen und Ops. Jeder wie er möchte. Für mich isses nix und ich bin da so gefestigt, dass ich mir nix suggerieren lasse 🙂
    Wie immer sehr interessant Anna.
    Liebe Grüße Tina

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    1. Da bin ich ganz bei dir – jegliche Eingriffe sind mir ein Graus, da lasse ich freiwillig niemanden ran.Es sei denn, es ist genau diese eine Spritze, die den Alterungsprozess stoppt. Dann bin ich dabei. 😉

      Lieben Gruß!

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  8. eins weis ich sicher – DAZU will ich nicht gehören. menschen die mich nur wegen einer schönen aka jugendlichen fassade toll finden kann ich in meinem leben nicht brauchen. sollen sie mich doch blöd anglotzen wenn ich irgendwann mit stiefmütterchen-gesicht in dem café rumsitze und mir die dicke torte schmecken lasse ohne anschliessend zum kotzen auf klo zu gehen – pah!
    tolstoy hat so recht – meine geliebte omi fand ich sogar im siechenheim noch wunderschön!
    wahre schönheit kommt nämlich wirklich von innen und wer die nicht sehen kann ist ein armes würstchen.
    man kaufe statt teurer kosmetik oder einem „eingriff“ lieber eine fahrkarte in ein schwellen- oder drittweltland und gucke dort den alten leuten ins gesicht – das rückt die proportionen wieder gerade! (komischerweise sind die deutschen wohlstandsrentner, die z.Z. die touristischen hotspots bevölkern, selten schön in meinen augen – woran das wohl liegt wäre sicher einen eigenen post wert)
    xxxxxx

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    1. Frau Bahnwärterin, von dir hätte ich keine andere Antwort erwartet. Und weil du das „Siechenheim“ erwähnst, fallen mir gleich wieder diese grandiosen s/w-Portraits ein, die ich in einem Altersheim gesehen habe. Die Gesichter dieser alten Menschen waren so dermaßen ausdrucksstark, dass ich mir die Bilder stundenlang hätte ansehen können. Oder noch besser: mir die Geschichten zu den Gesichtern hätte erzählen lassen können. Wenn ich diese künstlich auf alterslos getrimmten Gesichter sehe, habe ich das Bedürfnis nicht, denn wenn du so aussiehst, gibt es (Achtung! Pauschalisierung!) vermutlich ein Thema, um das deine Gedanken ständig kreisen – dein Aussehen, in welcher Form auch immer. Das ist dann doch ein bisschen öde auf Dauer, aber sicher schön anzuschauen. 😉

      Lieben Gruß!

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  9. Nie im Leben wäre mir eingefallen, schönheitsmäßig „was machen zu lassen“. Bei Unfällen oder kosmetischer Chirurgie wegen Krankheiten finde ich das jedoch für die Betroffenen einen Segen.
    Ich habe nie unangenehm ausgesehen und das tue ich noch. Nun bin ich 65, sehe in etwa so aus und fühle mich wohl.
    Wenn es mir körperlich schlecht ginge, also Hüfte & Co., dann würde ich wohl was machen lassen. Denn mein Leben will ich so selbstbestimmt wie möglich verbringen.
    Das kann Frau Ohoven nicht. Und das Schlimmste für sie ist, dass sie das weiß.
    Herzliche Grüße von Sieglinde

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    1. Ach Sieglinde, ich freu mich immer sehr über deine leisen, aber weisen Kommentare. Vor allem das hat’s mir angetan: „Denn mein Leben will ich so selbstbestimmt wie möglich verbringen. Das kann Frau Ohoven nicht. Und das Schlimmste für sie ist, dass sie das weiß.“

      So wahre Worte…

      Herzlichen Gruß zurück!

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  10. Diese Artikel lese ich in Zeitschriften gar nicht mehr. Ich will mich mit dem Thema gar nicht befassen.

    Ich denke dabei daran, dass man meist ein paar Jahre später froh wäre, das Gewicht von vor ein paar Jahren zu haben, mit dem man damals aber unzufrieden war. Man ersetze Gewicht durch Gesicht und es passt auch.

    Ich sehe aktuell sogar deutlich besser aus als vor ein paar Jahren. Kommt auch vor. Ist aber eigentlich auch egal.

    LG Ines

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    1. Werde das ab jetzt auch überfliegen, wann immer es mir unterkommt. Zumal ich gerade das Gefühl habe, dass „uns beratungsresistenten Frauen“ dringend die Botschaft vermittelt werden soll, dass … na lassen wir das. Jede so, wie sie mag und dein Spruch ist sehr wahr: In ein paar Jahren wäre man froh, das Aussehen zu haben, mit dem man damals unzufrieden war. Also schätzen wir doch jetzt einfach das, was wir gerade haben. Und übrigens: du hast vor ein paar Jahre auch toll ausgesehen, ich hab deine „alten/jungen“ Fotos gesehen. 😎

      Lieben Gruß!

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  11. Herrlich geschrieben, grandios!
    Unsere ganze Familie war im Sommer auf einer Hochzeit von Freunden eingeladen.
    Die meisten Damen (zw. 20 und 70) trugen Kleider, die sehr viel (gebräunte) nackte Haut offenbarten. Ich bin absolut kein Kleidertyp, trug eine schwarze Bluse mit beiger Leinenhose mit dazu passenden offenen Sandaletten. Genau mein Stil, ich fühlte mich wohl. Meine Tochter, 24, machte mir ein einzigartiges Kompliment: „Mama, ich bin so froh, dass du meine Mutter bist, und dich nicht so zwanghaft auf jung trimmst.“
    Ich gönne mir den Luxus, in Ruhe und Würde vor mich hin altern zu dürfen – das ist alles.

    Faltige Grüße,
    Salanda

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    1. Wow, das Kompliment deiner Tochter kann einem aber auch zu denken geben – sagt eine Menge aus über diesen Krampf, immer jung bleiben zu wollen. Oder zu müssen?

      Ich weiß nicht, ob ich nicht gerade sehr leicht reden habe, weil ich grundsätzlich ein paar Jahre jünger geschätzt werde. Das ist ja nett, aber es ist mir wurscht, denn – siehe Kommentar von Martina – im Herzen bin ich immer 25 und so jung seh ich nun doch nicht mehr aus. *g* Und ich habe ja vor einigen Jahren selbst noch heftig mit dem Kopf genickt, wenn ältere Schauspielerinnen moniert haben, dass sie nur noch „alte Rollen“ bekommen würden. Bis ich neulich eine Passage im Buch von Ildikó von Kürthy las, in der sie genau DAS aufs Korn nahm und gefragt hat, welche Rollen die Damen mit fortgeschrittenem Alter denn spielen wollten…die der jugendlichen Liebhaberin?* Das ist hart und böse. Aber steckt schon mehr als ein Körnchen Wahrheit drin. Alles hat eben seine Zeit und du kannst nicht immer 25 sein (außer im Herzen) und das ist auch gut so. 😉

      Lieben Gruß!

      *Das Fass, das man den Herren Eastwood oder Stallone eine Frau an die Seite stellt, die ihre Tochter sein könnte, lassen wir jetzt mal zu, das ist ein anderes Thema. 😎

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  12. Vorab, ch habe lauthals gelacht. Wunderbar. Das macht zwar Lachfalten um die Augen, zieht aber den Mund schön glatt. Und nur auf Zucker verzichten und dann viel trinken, ja man. Es kann so einfach sein……und wie hast du zuletzt geschrieben? im Himmel ist Jahrmarkt.
    Was soll ich sagen? Klar war meine Haut mal glatter und ich würde niemals nie sagen, wenn mich etwas massiv stören würde. Andererseits finde ich die ganzen künstlichen Gesichter so unecht. Nein danke. Allerdings verstehe ich auch die Personen, die nachhelfen lassen. Vor allem, wenn man im Fernsehen zu bewundern ist. Die Branche verzeiht nix und ist mit Sicherheit sehr unnachgiebig bei „alternden“ Frauen.
    Mein Tipp: die ganzen blöden Sprüche, dass das alles echt sei, nicht glauben und am besten gar nicht hingucken bei all den retuschierten Bildern etc. oder hast du schon mal einen Fertigpudding gesehen, der im Original aussieht wie auf dem Bild?
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Andrea, danke! You made my day! Der Vergleich mit dem Fertigpudding ist großartig… 😂😂😂 Muss so lachen und es ist heute wahrlich nicht leicht, mich zum Lachen zu bringen. 😛 Der Junior stellte das damals übrigens bei bösem FastFood fest und war sauer, dass die Burger von MacDoof auf dem Bild ganz anders aussehen als auf’m Teller und das ist dann wirklich ärgerlich… 😉

      Lieben Gruß!

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  13. Wenn jemand meint, er/sie müsse an seinem Gesicht herumdoktorn lassen, um Falten und Co. zu entfernen, dann interessiert mich das eigentlich überhaupt nicht. Ich finde es ziemlich bemitleidenswert, wenn Leute sich aufgrund gesellschaftlichen Drucks diesem Faltenfrei-Diktat unterwerfen. Aber das ist ein so enormer Markt, der auch nicht mehr zurückgehen wird. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. Überall gibt es Praxen und Kliniken für ästhetische Chirurgie.
    Unsere Kinder sind die Kunden von morgen. Da könnte man vielleicht ansetzen, indem man den Kinder Selbstbewusstsein gibt und ihnen auch sagt, dass sie schön sind, so wie sie sind. Vielleicht ist das in unserer Generation irgendwie zu kurz gekommen.

    Ich möchte auch nicht aussehen wie ein Faltenhund, mich aber auch nicht operieren lassen für so etwas. Daher würde ich das ablehnen. Auch Botox würde ich nicht ausprobieren. Wahrscheinlich bleibt man dann auch dran, wenn man erst einmal damit anfängt. Wer will schon einige Zeit glatt und faltenfrei werden und nach gewisser Zeit wieder eine Hängepartie im Gesicht haben. Nee nee… das ist doch alles Murks. So was braucht kein Mensch. Das Geld dafür kann man auch sinnvoller ausgeben.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Da sagst du was… „unsere Kinder sind die Kunden von morgen“. Jep, denke ich auch. Ich „befürchte“ aber auch, dass es für unsere Kinder ganz normal sein wird, „mal eben was machen zu lassen“ (wenn das Geld denn da ist) und es kein großes Ding mehr ist, ob du dir nun die Haare färben lässt, zum Bleaching gehst oder dir eben ein bisschen Filler & Co. geben lässt. Da wird momenentan auf allen Kanälen Aufklärungsarbeit betrieben und während wir uns (abhängig vom Job) noch den Luxus gönnen können, uns dem Kram zu verweigern, wird es, denke ich, in ein paar Jahren immer schwerer werden, sich dem Druck nicht zu beugen. Und wenn ich noch mal in eine andere Branche reinrutschen wollte, dann würde ich irgenwas „mit Schönheit“ oder was in Richtung „Coaching/Psychologie“ machen – ich denke, das werden – vor allem in ein paar Jahren – krisensichere Jobs sein. 😉

      Lieben Gruß!

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  14. Toller Artikel, wie immer. Ich habe mir schon dreimal das Gesicht lasern lassen. Allerdings ging es nicht im Falten, sondern um Pigmentflecken. Davon habe ich so viele, wie sie meine Mutter mit 70 nicht hatte. Ja, genau, ich habe nicht jeden Tag Sonnenschutz benutzt, wie es einem tagtäglich doch ständig gepredigt wird und mittlerweile nervt mich das ständige Sonnenschutzgehampel auch ein wenig 😖
    Zurück zum Thema, sie störten mich sehr. Ich fand sie schlimmer als jede Falte, die noch kommen mag. Man kann es sich bereits denken, dass die Biester immer wieder zurückgekommen sind. Ich werde das nie wieder machen lassen, weil es sehr schmerzhaft ist und man danach einfach die ersten Tage aussieht wie ein Zombie. Nun sind sie eben da und gehören dazu 😊 Es hat sowieso danach jeder gefragt Welche Pigmentflecken?! Es stellt sich ja auch nicht immer bei allen Frauen die Frage des Wollens, sondern auch des finanziellen Könnens. Ich möchte mein mühsam verdientes Geld jedenfalls nicht für irgendwelche Spritzen sparen, sondern lieber für einen schönen Urlaub usw. Aber jeder wie er mag 😉

    Zu Anastasia kann ich nur sagen. Was habe ich denn vom Leben, wenn ich nie Schokolade, Kuchen oder Eis essen darf? Ist undenkbar für mich. 🍧🍰🍫😬 LG Andrea

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    1. Uff… mit dem „Sonnenschutzgehampel“ hast du mich ja voll ertappt – ich hab’s da über die Jahre auch arg schleifen lassen und nutze erst jetzt eine Tagescreme mit LSF, allerdings war ich auch nie ein Freund von Sonnenbädern, das war wahrscheinlich mein Glück. Habe lediglich einen Pigmentfleck neben dem Auge und der ist die perfekte Ermahnung, es beim Sonnenschutz nicht mehr schleifen zu lassen – den kann ich gar nicht entfernen lassen. 😛

      Und stimmt, es ist nicht immer nur eine Frage des Wollens, sondern auch eine des Könnens – wobei wir dann genau bei dem sind, was Waltraud Posch in „Projekt Körper“ schreibt (s. Zitat oben): „„Die sogenannte Creme der Gesellschaft ist heute nicht immer, aber tendenziell fit, schlank und attraktiv. Mit anderen Worten: Die Elite des beginnenden 21. Jahrunderts oder wer zu ihr gehören will, ist tendenziell schön. Heute ist ein dicker Bauch Ausdruck falschen Konsumverhaltens falscher Lebensweise, falscher Entscheidungen, mangelnder Kontrollfähigkeit und damit mangelnder Managementfähigkeiten.“ Und wenn man dir dein Alter ansieht, du (als Frau!) mit grauen Haaren rumläufst (oder nur eine billige Haarfarbe vom Discounter nimmst) oder eben nicht mit Botox, Filler & Co arbeitest, dann hast du die doppelte Arschkarte. Nee, das ist nicht die Gesellschaft, in der ich leben möchte. Ebenso wenig möchte ich mir ständig alles verkneifen müssen und bei nem Schokoriegel oder Bruschetta die Krise bekommen, weil’s mich vermeintlich fett und hässlich macht. Aber gut… jeder, wie er’s mag. Mir fällt da nur der schöne Spruch ein, der mir neulich auf Instagram unterkam: „Sei Pippi, nicht Annika„. Und nun stellen wir uns mal vor, was Pippi uns wohl erzählt hätte, wenn wir sie in Annikas Klamotten hätten stecken wollen oder ihr die Kekse verboten hätten… :mrgreen:

      Lieben Gruß!

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  15. Spontan kommt mir bei solchen Themen of die Frage in den Sinn „Für wen machen diese Frauen das eigentlich?“

    Schritt zurück.
    Ich spreche nicht von etwas machen lassen wenn eine körperliche Beeinträchtigung besteht. Sagen wir Brustverkleinerung, Haut entfernen nach großer Gewichtsabnahme oder Augen Lasern lassen. Ich rede von Falten unterspritzen, Schlauchbootlippen usw…

    Und nun wieder die Ausgangsfrage … für wen?
    Ich kann nur für mich sprechen, aber berechne ich die Zeit in der ICH mich sehe (Zähneputzen, kämmen usw) ist die doch verschwindend gering zu meiner restlichen Lebenszeit gemessen.

    Was ich sagen will, ich bin ich. Ob mit oder ohne Falten. Mit Lippen oder ohne.
    Würde es für MICH etwas ändern wenn ich „etwas machen“ lasse? Oder eher für meine Umwelt?

    Beispiel: an einem Bad Hair Day habe ich das Desaster bald vergessen und bewege mich im Kosmos wie immer, ich sehe mich ja nicht und schlimme Haare fühlt man ja auch nicht, oder? 🙂

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    1. Wow… du kannst sogar das Desaster an einem Bad Hair Day vergessen? Unfassbar. Mit dir kann man da also keine Kohle machen… 😎 [Bad Hair Day finde ich ja viel schlimmer als meine kleine Nasolabialfalte, da bin ich so eine Tussi.]

      Für wen diese Frauen das machen? Na für sich selbst natürlich. Weil es ja – wenn es gut gemacht ist – sonst auch niemandem auffällt. Ein bisschen machen sie das vielleicht auch, weil sie ein gutes Herz haben und die Beauty-Branche unterstützen möchten – und da du ja du relativ früh anfangen musst (am besten, ehe erste Reparaturarbeiten nötig sind), hängst du entsprechend lange an der Spritze. Ich hoffe nicht, dass sie es tun, weil sie Probleme mit diesem Jugendwahn haben. Das wäre ein bisschen kontraproduktiv für uns alle, weil man da ja wunderbar ein Zeichen setzen könnte, um zu zeigen: mit mir nicht. Und genau aus diesem Grund kommt das für mich auch nicht infrage. Weil ich es befremdlich finde, sich einerseits über den Jugendwahn zu mokieren und sich andererseits fillern und botoxen zu lassen, weil einem „das jugendliche Aussehen“ so wichtig ist. Aber … ähem… die Toleranz gebietet es, dass ich schreibe. Jede so, wie sie mag. Ommm… 😉

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  16. Tja…ich bin nicht immun bei diesem Thema. Bin schwer am überlegen meine (zugegeben kleinen) Pigmentstörungen im Gesicht behandeln zu lassen…
    Liebste Grüße
    Juniwelt

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