Gelesen| Der Berliner Stil: (k)ein Verriss. Oder: Sind wir nicht irgendwie alle Französinnen?

#kannSpurenvonIronieenthalten

Und: Warum ich keine echte Berlinerin bin. [Oh mein Gott, ich habe es wirklich nicht gewusst!!!] Irgendwann ist immer das erste Mal und nun hat es tatsächlich ein Buch geschafft, mit einem Satz bei mir untendurch zu sein. In „Der Berliner Stil“ heißt es in der Einführung „Die neue Berlinerin“:

Die meisten Berliner sind „Zugezogene“. So wie ich […]

Ach ja? Ist das so? Und nun soll ich mir  *arroganter Großstadtzickenmodus an* von einer Zugezogenen [sorry, ich habe das nicht ins Spiel gebracht, hätte ich von mir aus auch nie getan!] erklären lassen, wie „wir Berliner“ modisch ticken? Es ist mir wohl bewusst, dass es an Majestätsbeleidigung grenzt, das zu schreiben, weil die Autorin eine große Nummer ist und Berlin kennt wie kaum eine andere. Aber ich darf ja wohl ein bisschen biestig werden, wenn ich erfahre, dass ich Frau Taschens Style Guide zufolge keine echte Berlinerin bin, [und glaubt mir: nach 44 Jahren, in denen ich mich für eine gebürtige Berlinerin hielt, ist das ein echter Schock! Gut möglich, dass ich ein sehr persönliches Buch schreiben muss, um dieses Trauma zu verarbeiten!] , denn merke: „Die Berlinerin geht ungeschminkt, sie trägt allenfalls roten Lippenstift. Ihr Blond kommt aus der Sprühflasche…[…]“

Arschkarte. Ich bin nicht blond und ich besitze keinen Lippenstift. Auch keinen roten. Nur Lipgloss. Und ich benutze immer BB-Creme, Mascara und Kajal, wenn ich aus dem Haus gehe. Schon habe ich eigentlich keine Lust mehr, das Buch zu lesen. Tue ich aber trotzdem, weil ich es bezahlt habe [warum eigentlich?! Andere bekommen Rezensionsexemplare!]  und wenigstens mal einen Blick reinwerfen möchte und weil es ja leider auch stimmt. Denn: Gebürtige Berliner sind in der Minderheit und jeder zweite wurde woanders geboren. Und so viele tolle Rezensionen auf amazon und in diversen Blogs können ja auch nicht irren. Oder?

Blick ins Buch…

Beim ersten Durchblättern mit Blick auf die Kapitelgestaltung gibt’s dann allerdings ein Déjà-vu:

  1. Der Berliner Stil – ein modischer Leitfaden (S. 6 – 108)
  2. Natürlich schön! (S. 108 – 132)
  3. Die Berlinerin zuhause (S. 132 – 170)
  4. Angelikas Berlin (S. 170 – 229)

Habe ich doch so in der Art alles schon mal gelesen?! Natürlich. Werfen wir doch mal einen Blick auf den Pariser Chic von Ines de la Fressange:

  1. Was trägt die Pariserin? (S. 9 – 115)
  2. Wie pflegt sich die Pariserin? (S. 115 – 129)
  3. Chez moi – die Pariserin zuhause (S. 129 – 161)
  4. Ines‘ Paris (S. 161 – 233)

Keine Frage, das Buch von Ines de la Fressange ist inspirierend. Finde ich auch und ich habe es bereits ausführlich rezensiert: Gelesen|Pariser Chic von Ines de la Fressange. Und: Was hat es mit diesem „Je ne sais quoi“ auf sich? und mag es ziemlich gerne. Ich vermute mal, dass der Knesebeck Verlag hier auf den Französinnen-Zug aufspringen und einen weiteren großen Wurf landen wollte – aber dann muss sich der Berliner Stil wohl oder übel auch den Direktvergleich mit dem Pariser Chic gefallen lassen. Und dabei schneidet er nicht gut ab. Der Aufbau der Kapitel ist – wie es die Namensgebung schon vermuten lässt – nahezu identisch und in weiten Teilen könnte man statt „die Berlinerin“ einfach „die Pariserin“ einfügen,  die Markennamen ändern und die Passagen über das Radfahren (angeblich typisch für Berlin) streichen und schon stünde der der Text ebenso gut für den Pariser Stil. Vergleichen wir doch mal ein wenig…

Die Basics in Paris und Berlin…

Was die Basics angeht, muss es – vor allem in Berlin! – die richtige Marke sein! Und während die Pariserin wenigstens bei der Wahl von Jeans, Lederjacke und kleinem Schwarzen freie Hand hat und sonst eben die Namen Klassiker genannt werden, gibt es in Berlin strengere Vorgaben. Es darf nicht irgendein Parka sein, es muss das Original der US Army oder ein Bundeswehrparka sein. Auch gibt es in Berlin nur eine zulässige Jeansmarke: Acne – und hier die Röhrenjeans. Und die weiße Bluse von Acne gehört auch in den Schrank. Stellt sich mir die Frage, warum es gerade ein schwedisches Label sein muss, wo die Berlinerin doch angeblich die besten Läden der Stadt kennt, mit den Ladenbesitzern per Du ist und zugleich lokale Designer untersützt?! [Geständnis von mir: Ich habe noch nie im Leben eine Jeans von Acne besessen und auch keinen Bundeswehrparka.  Es wird immer schlimmer. Wahrscheinlich wurde ich adoptiert und stamme in Wirklichkeit aus irgendeinem Kaff, das so winzig ist, dass es in keiner Karte verzeichnet ist!]

Basics des Pariser Stils: 

  • Kleidung: Jackett (evtl. den Klassiker von YSL), Trenchcoat (am besten den Klassiker von Burberry), unifarbenes Tanktop (Klassiker ist von Petit Bateau), kleines Schwarzes, Jeans, Lederjacke (beste Wahl ist braun)
  • Schuhe: Ballerinas, offene Sandalen (z.B. den Klassiker), schwarze Pumps, Mokassins, Reitstiefel – außerdem liebt die Pariserin ihre Converse
  • Taschen: Tote Bag, Clutch, Umhängetasche, Damenhandtasche (neutrale Farbe wie beige, braun, schwarz), Strohtasche

Basics des Berliner Stils:  

  • Kleidung: Parka (s.o.), Jeans (s.o.), Blazer (YSL od. Stella McCartney), Strickpullover (nie verkehrt: schwarz mit V-Ausschnitt, sonst Grobstrick à la DIY), Lederjacke (schwarz, Biker-Stil), weiße Bluse (s.o.), Sneaker (Nike, Adidas, Converse)
  • Schuhe: rote Ballerinas, Ankle Boots, Wedgepumps, Fancy High Heels, spitze Pumps, Cage Pumps
  • Taschen: kleine Umhängetasche, Clutch, Artsy Clutch, Alltagshandtasche, Shopper, Jutebeutel mit intelligenter Herkunft

[Hm… meine Lederjacke ist nicht schwarz – sondern braun! Und ich würde niemals nie mit einem Jutebeutel rumlaufen – Herkunft egal. Aber ich liebe Strohtaschen! Ha! Ich bin gar keine Berlinerin, sondern eine Pariserin! Wow… ich hatte ja keine Ahnung!]

Lässig geht’s besser…

Die Pariserin mag den effortless style und den erreicht sie nicht nur mit einem Lächeln und dem nötigen Selbstvertrauen, sondern auch mit ein paar Tricks. So trägt sie zum Abendkleid niemals eine Stola, sondern wirft einen Wollpullover über. Und zum Chiffonkleid kombiniert sie einen Parka – das nennt sich Stilbruch. Gerne trägt sie auch Männerhemden.

Die Berlinerin schätzt den ungezungenen Chic. Und dafür kombiniert sie beispielsweise elfenhafte Maxikleider mit Lederjacken oder Boots und feine Wolloberteilchen mit zerrissenen Jeans. Das nennt sich Stilbruch. Gerne trägt sie auch ein weißes Herrenhemd oder ein kariertes Flanellhemd – aus seinem Schrank. Übrigens: Die Pariserin steht auf Flohmärkte und Secondhand-Klamotten. Die Berlinerin auch. Schau an…

Die No-Gos in Paris und Berlin…

Markengeprotze sowie Bling-Bling oder ein von Kopf bis Fuß durchgestyltes Outfit verabscheut die Pariserin. Die Berlinerin auch.

Die No-Gos des Pariser Stils sind u.a.: 

  • BHs mit durchsichtigen Trägern oder gar keinen BH tragen, Stringtangas plus Hüftjeans, sichtbare Strapse
  • Halskette plus Ohrringe, Ringe an jedem Finger oder kurz: den Weihnachtsbaum spielen oder: zu viel Bling-Bling
  • Piercings
  • weiße Stiefel mit Fransen
  • Gürteltaschen
  • Riemchensandalen aus Plastik
  • Rucksack (nach Beendigung der 4. Klasse)
  • Strumpfhosen, Schuhe und Tasche farblich aufeinander abstimmen
  • zu enge Bluse, zu kurze Shirts, Leggins, Netzhemden
  • Leder all over (entweder Hose oder Jacke, nie beides zugleich)
  • T-Shirts mit „witzigen“ Sprüchen

Die No-Gos des Berliner Stils sind u.a.: 

  • Funktionskleidung
  • sichtbare Panty Line
  • Push-up-BH
  • zu viel Bling-Bling
  • Omas Ansteckbrosche
  • Perlenschmuck
  • Piercing
  • zu nackig
  • Gürtel mit Designer-Logo
  • Fakes
  • Pashmina-Stola mit Fransen
  • Cowboy-Boots
  • T-Shirts mit „witzigen“ Sprüchen

[Nach dem Konsum diverser Style Guides und der Inhalation der dort breit ausgewalzten No-Gos frage ich mich übrigens, ob es überhaupt einen Ort gibt, an dem Bling-Bling, weiße Stiefel, zu enge/zu sexy Klamotten, Pelz, Markenprotzerei und plastische Chirurgie hoch im Kurs stehen? Irgendwie fällt mir da nur Playboy Mansion ein…]

Botox für den Style in zwei Metropolen

Wenn die Pariserin ihrem Style schnell einen Kick verpassen will, krempelt sie einfach die die Ärmel der Bluse über den Pullover. Die Berlinerin krempelt auch die Ärmel hoch und nicht nur die, sondern sogar die Hosenbeine – weil Knöchel das neue Dekolleté sind.

Botox für den Style in…

  • Paris: Neugier bewahren, nicht blindlings Trends folgen, chic & cheap mischen, niemals Girlie spielen, Stilbruch wagen, Klischee-Falle meiden, öfter mal den Schmuck wechseln, nicht nur außergewöhnliche Teile kaufen.
  • Berlin: Be yourself, bleiben Sie natürlich, Wasser, Sonnenschutz, gut essen, genügend Schlaf, Sport, keine plastische Chirurgie, angemessener Look (nicht so aussehen wollen wie die Tochter, auch wenn die Figur es erlaubt), sich sexy denken, Bücher lesen (Esprit für den Geist).

Mein höchst subjektives Fazit unter Berücksichtigung der Tatsache, dass mir der Pariser Chic ziemlich gut gefallen hat: 

Klingt alles ein bisschen sehr ähnlich und zwei Bücher dieser Kategorie sind mir definitiv too much. Aufgrund der Gestaltung tappt der Berliner Stil logischerweise auch in die Falle, die bei mir persönlich schon beim Pariser Chic zum Punktabzug geführt hat. Denn der reine Style Guide beschränkt sich aufs erste Viertelchen – wahrscheinlich, weil die Nummer mit den Basics eben nicht so viel hergibt – während der Rest eher ein mit reichlich Werbung und Namedropping durchzogener Reise- u. Shopping-Guide ist.

Hätte ich den Pariser Chic nicht gelesen, hätte der Berliner Stil wohl durchaus punkten können – so aber leider nicht. Und obwohl die beiden Bücher sehr ähnlich aufgebaut sind, hat das von Ines de la Fressange bei mir die Nase vorn: Das Layout sowie die Fotos gefallen mir einen Tick besser und außerdem punktet das Original mit den liebenswert schrägen Illustrationen von Ines de la Fressange. Für wen ist der Berliner Stil also lesenswert? Vielleicht für alle, die…

  • den Pariser Chic nicht gelesen haben,
  • ein paar Berliner Shopping-Tipps haben möchten
  • oder das Buch schlicht als (Shopping)Reiseführer für den nächsten Berlin-Trip nutzen wollen – denn dafür ist es wirklich gut geeignet.

Anmerkung einer gebürtigen Berlinerin: Möglicherweise hat es einen Grund, dass eine gebürtige Berlinerin kein Buch über den Berliner Stil schreiben würde. Es gibt ihn nämlich schlichtweg nicht – ebenso wenig wie es den Stil „der Pariserinnen“ gibt – und das, was manche für den Berliner Stil halten, lässt sich nicht in einen Style Guide pressen… zumindest nicht dann, wenn ihn einer kaufen soll. Statt des stadtübergreifenden Stils gibt es  in Berlin 12 Bezirke und 96 Ortsteile – und ich gebe euch Brief und Siegel drauf, dass frau sich in Frohnau, Wannsee oder Zehlendorf ganz anders kleidet als in Marzahn, Hellersdorf, Wedding oder Prenzlauer Berg. Und wenn es eine Moderegel gibt, dann die, dass es keine Regeln gibt, weil hier nämlich kleidungstechnisch alles aufeinandertrifft, was aufeinandertreffen kann und das ist auch gut so.  Immerhin: Mit den in der Berliner Stil beschriebenen Tipps fallt ihr zumindest schon mal nirgendwo negativ auf und das ist ja auch eine Menge wert. Allerdings könnt ihr ebenso gut mittags im Abendkleid an der Currywurstbude stehen, in der Jeans in die Oper gehen oder im Elvis-Gedenklook durch die Stadt spazieren – juckt hier niemanden. Und wenn doch, dann ist es kein Berliner… 😉

P.S: Und wer sich jetzt fragt, warum ich überhaupt so viele „How to be Parisian“-inspirierte Style Guides kaufe, obwohl ich doch behaupte, dass es „den Stil der Französinnen (oder eher: der Pariserinnen) so nicht gibt, dem sei gesagt, dass ich das  in Minimalismus im Kleiderschrank bereits erklärt habe. Denn: Das hat nicht wirklich was mit „den Französinnen“ zu tun, sondern eher damit, dass diese Style Guides Fashion-Minimalismus in Reinkultur lehren – aber mit sehr viel mehr Stil und Lässigkeit als diese drögen „Wirf alles weg und werde glücklich“-Bücher. 

Infos & Leseklicks: 

[Beitragsbild: erstellt mit Canva u. privat]

32 Kommentare zu „Gelesen| Der Berliner Stil: (k)ein Verriss. Oder: Sind wir nicht irgendwie alle Französinnen?

    1. Also das Buch ist ja nicht schlecht. Aber wenn man – siehe Rezension – Pariser Chic gelesen hat und dann wirklich in einer Tour das Gefühl hat, das alles schon mal gelesen zu haben, dann macht es einfach keinen Spaß und ich finde es mehr als unklug vom Verlag, sich so extrem auf das Fressange-Buch zu beziehen. Ist aber logischerweise meine Meindung. Empfehungen? Die, die ich rezensiert und für gut befunden habe. *g* Ines ist da weit vorne dabei und natürlich auch das Buch von Garance. 😛 Auch Paris in Style finde ich gut – aber wenn man sich schon ein bisschen mit der Materie beschäftigt hat, dann braucht man diese Bücher eigentlich nicht wirklich, finde ich. Nice to have und ein netter Zeitvertreib, aber… na ja… 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  1. Danke Dir, dass Du die beiden Bücher nicht nur beschrieben, sondern auch Deine Beschreibung zu einem lesenswerten Stück Text gemacht hast! Wobei diese ,,Stil“-Beschreibungen ja in jedem Fall subjektive Empfindungen der Autoren sind… Alles Liebe, Nessy von Salutary Style

    Gefällt mir

    1. Danke dir. 😉 Und absolut richtig: Das,was die Autorinnen da ins Buch pressen, sagt teilweise mehr über die Autorinnen als über die beschriebenen Personen aus.

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  2. danke für die rezension! sonst hätte ich das buch vll. noch gekauft – um dann festzustellen dass es rausgeworfenes geld ist. 🙂
    der bahnwärter arbeitet ja in berlin – „in der kultur“ – und klagt bitter über den „assi-look“ der leute! nix mit stil und so – höchstens die abwesenheit eines solchen. ausser man findet dass leute, die aussehen als würden sie in ihren klamotten pennen, irgendwelchen stil verkörpern…..
    individualität und die früher oft gesehene modische flamboyance ist wohl verschwunden aus der stadt – vertrieben von reichen erben und touristen vom dorf.
    ich weiss schon warum ich mich vor 5 jahren verdrückt hab.
    lieben grüss! xxxxx

    Gefällt mir

    1. Nein! DU hättest das gekauft? Das hätte ich echt nicht gedacht. Aber ehrlich: Wenn eine das Buch nicht braucht, dann du – zumindest nicht vom modischen Part her. Aber wie geschrieben: Ein netter Shopping- u. Travel-Guide isses. Und der Bahnwärter liegt da richtig. Klar gibt es – wie überall – auch Menschen, die sich auffallend gut anziehen. Aber hier einen Berliner Stil sehen zu wollen… na ja… für mich ist „der Berliner Stil“ irgendwas zwischen Assi-Schick, abgeranzt bis seeehr lässig und Hipster-Style und dazwischen stinknormale Klamotten. Zumindest in dem Stadtumfeld, in dem ich mich bewege. 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  3. Hach Anna, ich überleg die ganze Zeit woher Du tatsächlich stammst, wenn Du keine Acne Röhre hast. tztz
    Auf jeden Fall weisst Du ja jetzt was Du tun musst um Berlinerin zu sein, so eine richtige echte Berlinerin :p
    Ich kauf das Buch auf keinen Fall. Ich spare gerade für was auch immer 😉
    Danke für Deinen schönen Text.
    Liebe Grüße Tina

    Gefällt mir

  4. *lach*

    Ich habe das Buch vor einiger Zeit auch vorgestellt im Blog. Wie Du lese ich ja bekanntlich jedes Buch in der Art, das mir in die Finger kommt.

    In Hamburg ist es mit den Stadtteilen ähnlich. Geh 10 km weiter und Du erkennst nix mehr vom anderen Stadtteil.

    Ich hatte mal eine ACNE Jeans uns besitze einen Original M-51 US-PARKA, Erbstück von meiner Mutter, die ihn in den 1960ern gebraucht gekauft hat. Bin ich jetzt ein bisschen Berlinerin?

    Wo BlingBling und too much immer geht? Düsseldorf!

    Amüsierte Grüße
    Ines

    Gefällt mir

    1. Oh, da muss ich gleich mal schauen, wie es dir gefallen hat. Und in Ddorf geht das? Gut zu wissen. Für den Fall, dass ich da mal aufschlagen sollte. 😉

      Huch. Diese Kleidungsstück besitzt du? Oh Ines… das dürfte für uns beide ein Moment des Erwachen sein. 😛

      Lieben Gruß!

      P.S: Habe dein Blog mal in deinem Kommentar verlinkt, ist das okay für dich? Ihr sollt ja schließlich auch eure Links hier posten, damit die Leser zu euch rüberhüpfen können. 😉

      Gefällt mir

  5. Manchmal bin ich ja froh, keine Berlinerin zu sein. Weder Zugereiste noch seit 350 Jahren da ansässig… da darf ich doch tatsächlich anziehen, was ich will. Allerdings bin ich dann vermutlich die Touristin vom Dorf, die Beate meint. Tse, wie man es macht, macht man es falsch.
    Ach, und könnte irgendjemand dem Kaffeeröster mal den Tipp geben, dass Sprüche auf Shirts nix für die Pariserin in uns allen ist? Der hat das nicht gelesen, scheint mir. C´est la vie… 😉
    Liebe Grüße
    Fran

    Gefällt mir

    1. Ach was. Du kannst nie einfach anziehen, was du willst. Sonst wären die Redakteurinnen der Modezeitschriften arbeitslos, denn DIE sagen dir, was du anziehen darfst. Und die wissen das von Anna Wintour. 😎

      *räusper* Wenn du wieder mal in Paris bist, wirst du bitte einen auf Streetstylefotografin machen und wenn du eine Pariserin (eine echte, keine zugezogene!) triffst, die ein Shirt mit „Bonjour“-Schriftzug o.ä. trägt, dann fotografiere sie unbedingt! Ich überlege gerade, wie die Berliner „Bonjour“-Shirtvariante ausshen würde, aber es gibt wohl keine. Hier wird nicht einfach grundlos gegrüßt. 😎

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  6. Danke fürs Lesen, liebe Anna.
    Nun werde ich mal auf jeden Fall endlich den „Pariser Chic“ lesen müssen.
    Auf den „Berliner“ werde ich verzichten.
    Einmal im Jahr bin ich ja immer für ein paar Tage dort und sehe, dass es wirklich alles gibt von sehr edel bis zu heruntergekommen und das ist ja auch normal für eine so große Stadt.
    Wir gehen gern mal da in die Oper und ich finde es schade, dass es dort soviel Alltags-casual zu sehen gibt. Ich fände es schön, wenn sich die BesucherInnen als Teil der Inszenierung auch in Szene setzten. Aber das Farbigste ist da der Aperol Sprizz in der Pause!
    Herzliche Grüße aus der fränkischen Provinz sendet Dir Sieglinde.

    Gefällt mir

    1. Den Pariser Chic kann ich dir wirklich empfehlen, mir zumindest hat es als leichte Unterhaltung gut gefallen. Oh… sogar in der Oper geht’s casual zu? Das wundert mich nicht, aber ich muss dir gestehen, dass ich zum ersten (und letzten) Mal während der Schule in der Oper war. Zauberflöte. Wenn aber mal irgendwas von Metallica oder Disturbed in die Oper kommt, gehe ich hin – sogar im kleinen Schwarzen. 😛

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  7. Aber, aber! Wie kannst Du nur so eine kritische Konsumentin sein? Bücher vergleichen und Gleich-, äh Ähnlichkeiten feststellen – geht ja gar nicht! 😉
    Der eine kleine Vorteil von aufm-Dorf-Leben: Man kommt nicht so einfach in der Fußgängerzone an Buchläden vorbei und kauft und kauft.

    Zum Stil der Französin: Vor langer Zeit las ich einmal, dass die stilbewusste Französin auch den Winter hindurch ihre Fußnägel lackiert, auch wenn das in dicken Winterstiefeln und Strümpfen keiner sieht. Nur für sich und ihre Selbstschätzung. Naja … seitdem … soviel Französin gönne ich mir! 🙂

    Gefällt mir

    1. Schlimm mit mir, ich weiß. Ich säge mir ja so auch meinen eigenen – sehr dünnen – Ast ab, weil du in dem (Blog)Bereich eigentlich tendenziell alles toll findest, anderenfalls bist du eine olle Meckerziege. *seufz*

      Wie bitte? Die Französinnen lackieren sich auch im Winter die Fußnägel, obwohl das in Strümpfen und Stiefeln keiner sieht? Dann ist die Sache klar: ich bin Französin (warum und wieso auch immer,eigentlich habe ich väterlicherseits zu schwäbischen Einschlag und mein Opa stammt aus Österreich, aber wer weiß das schon so genau… 😎 )! Und ich dachte, ich mach das nur, weil ich mir so besser gefalle… 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  8. Schon nach den ersten Absätzen in Deinem Text dachte ich: Berlin und EINEN Stil??? Wo doch in jedem Bezirk ein anderer Stil vertreten ist? Und dann las ich Deine Zeilen dazu… genauso isses nämlich. Ich frag mich sowieso oft, was für unsinnige Bücher da teilweise verkauft werden. Ich hatte mal eins über Anti Aging. Von einer Dermatologin und noch irgendeiner anderen Frau. Der Inhalt war so mager, nichts neues, nichts was man nicht schon wüsste oder kannte und am meisten haben sie sich selbst beweihräuchert. Wahrscheinlich braucht ein Buch heute nur noch einen schlagkräftigen Titel und ein aktuelles Thema, dann scheint der Inhalt nebensächlich zu sein. Hauptsache die Kunden greifen erstmal zu und kaufen.

    Aber was ich noch nicht wusste ist, dass Du auch aus Berlin bist 🙂 Das ist ja schön!

    Liebe Grüße
    Bianca

    Gefällt mir

    1. *gnihihi* Ich glaube, das Buch ist auch nicht für Berlinerinnen geschrieben und es ist ein bisschen mies, dass ich es rezensiere. Gut möglich, dass die Pariserinnen beim Buch von Ines de la Fressange auch die Hände über dem Kopf zusammenschlagen – mir gefällt’s. Es wundert mich ehrlich gesagt, dass es überhaupt ein Buch über „den Berliner Stil“ in den Verkauf geschafft hat und ich denke, das liegt wirklich vor allem an der Machart, denn nett durchzublättern ist es und wenn du Adressen und Shopping-Tipps brauchst, wirst du auch fündig. Aber „den“ Berliner Stil finde ich nicht im Buch. 😉

      Lieben Gruß!

      P.S: Jep, bin ich. Aber ich hänge das normalerweise nie an die große Glocke, hier ließ es sich aber nicht vermeiden. 😛

      Gefällt mir

  9. Wieder ein sehr schöner Artikel. Und ich stimme dir als echte Berlinerin vollkommen zu! Und deshalb (natürlich nicht nur) ziehe ich auch wieder in meine Heimat zurück. Denn dort kann ich mich ausleben wie ich es gerne möchte. Zurzeit muss ich in einer Kleinstadt leben, in der ich mir oft wie ein Paradiesvogel vorkomme. Ich lass es dich wissen, wann ich zurück komme! 😀
    Liebste Grüße
    Jacki

    Gefällt mir

    1. Danke dir. 😉 Hm… ich liebäugele ja immer mal wieder damit, Berlin den Rücken zu kehren. Es ist mir einfach zu voll, zu groß, zu dreckig, zu laut und (!) ich leide an chronischem Meerweh und brauche zwingend viel Natur. Aber tatsächlich hat die Stadt bei allen Nachteilen den entscheidenden Vorteil, dass du hier wirklich beinahe tun und lassen kannst, was du willst. Das schätze ich wirklich. Und wenn ich schon in einer Großstadt lebe, dann hier.

      Lieben Gruß! 😉

      Gefällt mir

  10. Danke für den Zickenmodus: *lach* Da hatte ich gleich Lust weiterzulesen. Es leben die Klischees. Das Paris Buch habe ich und es ist nett als Anregung und zum Blättern. Das Berliner Buch? *hüstel* Nein. Danke für die Rezension daher! Ich denke, es funktioniert allein deswegen schon nicht soooo gut, weil wir in Deutschland zwar eine dicke Hauptstadt haben, aber viele andere Städte auch- da gucke ich nicht so nach Berlin, bitte nicht falsch verstehen. Und sehr feine Analyse dafür, dass du so viele Paralllen siehst. Die Klischees mit dem französischen Stil verkaufen halt den Mythos. Schönen Tag noch und LG Sabina

    Gefällt mir

    1. Das stimmt. Es leben die Klischess. *g* Ich habe ja auch dieses sehr lässige „Caroline de Maigret“-Ding im Kopf, wenn ich an „die“ Französinnen denke – aber immerhin weiß ich, dass es Blödsinn ist. Aber ich tauche ja auch gerne in die Welt von Harry Potter ab und träume ein bisschen rum, ohne am nächsten Tag auf meinem Besen durch die Stadt reiten zu wollen. 😎

      Nee, ich versteh das ganz richtig. Berlin wird ja sehr gehypt (ob zurecht oder nicht, lasse ich mal außen vor), aber ne Modemetropole ist das für mich nicht. Gar nicht. Hier wirfst du irgendwelche Klamotten über und bist so gut wie nie underdressed – das mag ich. Aber Mode geht echt anders. 😉

      Lieben Gruß!

      Gefällt mir

  11. Oh ja, finde mich in dem ganzen auch mit Wien wieder. Man könnte prinzipiell schon ein Buch über die Mode hier schreiben. Aber es würde halt auch sehr viel in die Schublade passen. Und dann wären wir wieder da, das die Bücher und Titel austauschbar sind. Vielleicht haben auch größere Städte ihren eigen Stil, Stadtmode sozusagen. Denn ich glaube sehr wohl in der U-Bahn zu erkennen, wer vom Land zu Besuch bei uns ist .. Klischees 😀 .. aber ja, ich würde es wagen 😀

    Liebsten Gruß meine fb-Freundin ❤

    Gefällt mir

    1. Ich glaube, das passt für jede Stadt – also dass es keinen speziellen Look gibt und wenn, dann eher einen Stadtlook. Aber weniger einen (vor allem einen!) Style, bei dem du sagst: das ist typisch Berlin/Wien/Paris. Allerdings hast du die Messlatte für die Wienerinnen auch ganz schon hoch gelegt. Wenn es mich jemals nach Wien verschlagen sollte (so weit weg!), dann würde ich auch ein paar schönere Sachen mitnehmen und nicht nur meinen Berliner-Rumschlumpflook. 😛

      Lieben Gruß zurück! ❤

      P.s: Ich wusste ja gar nicht dass ich dich dort finde! Aber als mir der Vorschlag angezeigt wurde, war ich sehr begeistert. 😉

      Gefällt mir

  12. OmG
    Ich bin gar keine Hamburgerin.
    Ich bin Berlinerin….
    Ich hatte mal einen echten Bundeswehr-Parka.
    Ächt.
    Da war ich 12.
    Ich muss mit meinen Eltern sprechen…. sofort.

    Gefällt mir

Kommentare machen das Bloggen bunter und ich freue mich, wenn ich hier keine Selbstgespräche führen muss. ;)

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s