Social Media|Bin ich jetzt berühmt und verdiene mir eine goldene Nase? Oder muss ich dafür Social Model werden?

Neulich durfte ich erfahren, dass es überhaupt nichts bringt, folgendes ins Impressum zu schreiben: Der Nutzung von im Rahmen der Impressumspflicht veröffentlichten Kontaktdaten zur Übersendung von nicht ausdrücklich angeforderter Werbung und Informationsmaterialien wird hiermit widersprochen. Hm. Das ist schade, weil ich das ja nicht zum Spaß reingeschrieben habe, sondern weil ich nicht möchte, dass man mir unaufgefordert etwas zuschickt. Darauf reagiere ich sogar höchst allergisch. Ich weiß jetzt auch nicht, was man von mir erwartet, wenn man  mir aufgrund dieses Posts Zeug zuschickt [in diesem Fall Vitamin E und Magnesium. Warum? Kann ich ohne Laboruntersuchung ja wohl schlecht testen und beurteilen, es sei denn, ich beschränke mich auf die Form und das Aussehen der Kapseln, was hirnverbrannt wäre], das ich nicht haben möchte. Ich tue einfach mal so, als hätte ich nichts bekommen. Und kleiner Tipp am Rande: Hier gibt es ein Kontaktformular. Das kann man nutzen.

Gut, mein Ruhm für einen Tag ist auch schon wieder verpufft. Der Kleinbloggeralltag hat mich wieder und so habe ich auch genug Zeit, um mal zu überlegen, wie es wohl wäre, ein großer Blogger zu sein. Ziemlich furchteinflößend, glaube ich. Muss man ja auch lernen, so im Mittelpunkt zu stehen. Es wundert mich immer noch, dass es überhaupt jemanden interessiert, was ich zu schreiben habe und die Frage, warum ich so ein übergroßes Sendungsbewusstsein habe, konnte ich mir auch noch nicht zufriedenstellend beantworten. Die Antwort lautet immer nur: Ich schreib halt gerne. Und solange ich gerne schreibe und es jemand lesen möchte, mache ich halt weiter.  Punkt.

 

Und damit verdient man Geld?

 

Nun hüpfte mir neulich die Allegra in die Hand. Und das nicht nur, weil sie in den 2000ern schon mal da war und ich nostalgiegeflasht zugreifen musste, sondern wegen des Titelthemas: „Und damit verdient man Geld? Erstaunliche Einblicke in die Blogger-Branche„. Tja, ich blogge (nun nicht am Stück und mit diversen Blogumzügen) seit über 10 Jahren und frage mich schon lange, ob man damit Geld verdienen kann – logisch, dass ich das Heft kaufen musste. Habe ja damals auch die InStyle nur wegen Chiara Ferragni gekauft, deren Blog „Blonde Salad“ [mittlerweile 500.000 Besucher/Monat und ein Verdienst von 6 Mio. im Jahr, heißt es im Artikel] ich noch aus Anfangszeiten kenne und den ich jetzt nur noch alle Jubeljahre ansurfe, weil ich mich davon erschlagen fühle – aber ich gehöre auch nicht zur Zielgruppe.  [Liebe Werbetreibende, diesen Tipp gibt’s gratis: Blogger kaufen Zeitschriften, in denen sie was über andere Blogger lesen können. Aber das wusstet ihr schon, oder? Das vermehrte Auftauchen von Bloggerinnen in Frauenzeitschriften legt das nahe.;)] In der Allegra heißt es:
„Aus der Bloggerwelt, die mal so ungezwungen und extraflockig als die neue Hobby-Hüpfburg für schreibfreudige Menschen mit mannigfachen Interessen aufpoppte, ist längt eine Branche geworden. Die Spaßprojekte polieren sich zu professionellen Kleinstunternehmen, und Hobbyblogger diskutieren über Cross-Promotion und Product-Placement.“ Quelle: Allegra 1/2016
Die zunehmende Professionalisierung von Blogs dürfte niemandem entgangen sein und ich überlege noch, wie mir das gefällt. Bei manchen passt es und wirkt stimmig, bei anderen nicht. Und wenn ich in einer Tour über Werbeposts und (nicht gekennzeichnete) Affilate-Links stolpere oder mir sogar in Werbeposts noch (nicht gekennzeichnete) Affilate-Links untergejubelt werden, dann habe ich da keine Lust mehr drauf – aber das ist mein persönliches Ding.  Es ist nicht so, dass ich keine Werbung mag. Im Gegenteil. Ich liebe den kleinen Darth Vader von VW oder die Toom-Werbung [„Die ist doch reingekommen, die muss doch rauskommen“, da werden Erinnerungen an die Monstercouch wach, die aus Verzweiflung über die Balkonbrüstung gefeuert wurde, weil sie plötzlich nicht mehr durch die Tür passte….], aber ich hasse schlechte Werbung, Dauerwerbesendungen oder das Gefühl, manipuliert zu werden. Und nebenbei bemerkt gibt es klare Regeln für die Kennzeichnung von Werbung und Affilate-Links.

 

Wie viel Werbung ist zu viel Werbung?

 

Die Idee, mit dem was ich liebe [dem Schreiben] Geld zu verdienen, die hat schon was – besonders, wenn ich bei den Texten und Ideen wirklich freie Hand habe.  Die Idee ist aber auch nur reizvoll, wenn sie nicht in drei Werbeposts pro Woche mündet. Oder in Posts, die alle zwei Tage rausgehauen werden und deren einzige Aufgabe es ist, möglichst viele Affilate-Links unterzubringen. Denn ganz ehrlich: dafür liegt mir mein Blogbaby viel zu sehr am Herzen. Wenn ich von einer Sache/einem Produkt begeistert bin, dann teile ich meine Begeisterung mit euch, weil ich nicht anders kann und setze, so es passt, auch einen entsprechenden Link rein. Wäre das hier ein Fashion-Blog, dann gäbe es auch den Service [denn als solchen betrachte ich das und dafür deaktiviere ich sogar meinen AdBlocker] „Shop my Style“  in Wort und Bild. Denn wer oft in Blogs oder auf Instagram unterwegs ist, der weiß, dass es eine Frage gibt, die andauernd gestellt wird: „Woher hast du das?“ Also ist „Shop my Style“ für mich einfach eine logische Konsequenz.  Und wenn ich bewusst für etwas werben wollen würde, dann würde ich vorher sehr genau überlegen, ob das für euch von Interesse ist. Aber reden wir nochmal darüber, wenn ich ein großer Blogger bin. 😉

Wobei das Bloggen an sich ja wohl auch nicht  mehr das ultimative Geschäftsmodell ist, wie ein Artikel in der SZ vermuten lässt. Im Gegenteil. „Modeblogger ist jetzt ein Schimpfwort„, denn:

Von den Modebloggern hieß es vor zehn Jahren hoffnungsvoll, sie würden den Modejournalismus mit ihrer kecken, kritischen Schreibe revolutionieren und früher oder später Anna Wintour, die Chefredakteurin der amerikanischen Vogue, aus der Front Row verdrängen – was dann doch nicht passierte. Weil kritische Blogger nicht mehr eingeladen wurden oder so lange mit Goodie-Bags gepampert wurden, bis sie alles nur noch toll, toll, toll fanden. Quelle: SZ

Wer richtig Kohle machen will, wird jetzt nämlich Social Model und macht sich selbst zur Marke. Das geht ganz einfach und zwar, so steht’s in der SZ, mit „radikalem Fokus auf die eigene Person, dafür mit wenig Text. Schlanker Inhalt, Überaffirmation von Luxus. Man muss sehr gut aussehen, um Social Model zu sein, klar.“ Nach diesem Artikel sah ich übrigens einige Instagram-Accounts mit anderen Augen, ich stehe ja manchmal beklagenswert lange auf dem Schlauch. 😉

 

Über Geld und den schönen Schein

Aber zurück zu den Bloggern. Verdienen die in der Allegra erwähnten Blogger (Beautyjagd, Stadtlandmama, Smaracuja) sich nun nur durch Werbung und Kooperationen eine goldene Nase? Nein. Es kommen auch Jobs „hinter den Kulissen“ dazu oder Aufträge, die sie sich durch ihr Know-how als Blogger an Land ziehen, sonst wäre es ja auch zu einfach. Und wie jeder Job bringt allerdings auch das Bloggen Tücken mit sich

 

Diese Kluft zwischen Realität und aufgerüschter Bloggerwelt kann gefährlich werden, das zeigt die steigende Zahl von Bloggern aus allen Bereichen, die über burn-out-änliche Symptome klagen. Vor allem bei Lifestyle- und Modebloggerinnen kann das Aufrechterhalten der Fassade zum Kraftakt werden. Quelle: Allegra 1/16

 

Einen ehrlichen Blogpost darüber findet ihr bei der ebenfalls im Artikel erwähnten Modebloggerin Angela Doe in I’m a loser, Baby. Ich glaube, das ist auch ein Grund, warum ich in den Jahren davor Blog um Blog versenkt habe. Die Kluft zwischen Schein [Hey, ich bin gut drauf] und Sein [nun ja… ich bin eben doch nicht immer gut drauf und manchmal sogar ziemlich neben der Spur] war einfach zu groß und ich kam mir wie eine Schauspielerin vor. Also habe ich, um zu zeigen, dass nicht alles eitel Sonnenschein ist, bisweilen mehr von mir erzählt, als ich es hinterher vertreten konnte. Ein Teufelskreis. Mittlerweile habe ich mir da eine andere Sichtweise erarbeitet

 

Es ist mehr als naiv ist zu glauben, dass jemandem, der 30, 40 oder 50 Jahren auf dem Buckel hat, bisher nur Puderzucker in den Allerwertesten geblasen wurde und er frei von Problemen, Sorgen und Ängsten jeglicher Art auf einer rosafarbenen Wolke schwebt. Jeder schleppt sein Päckchen mit sich rum – meist sogar mehrere und einige von ihnen sind so hässlich, dass wir sie eigentlich niemandem zeigen wollen. Während einige jedoch den Inhalt der Päckchen wieder und wieder vor versammelter Mannschaft inspizieren, tun andere das im Verborgenen und widmen sich vordergründig Teetassen oder Shampoos und Gesichtscremes. Das mag mich im ersten Moment irritieren – allerdings bin ich raus aus der Phase, in der wir uns beim Versteckspiel die Hände vors Gesicht hielten und dachten, dass uns keiner sieht, weil wir ja auch nichts sehen. Und es besteht ja auch überhaupt keine Notwendigkeit, sich eigenhändig ein Loch in die Fassade zu meißeln und alle durchschauen zu lassen, als wären wir beim Tag der offenen Baustelle. Wenn ich der Meinung bin, dass es nur das gibt, was ich sehe, dann sagt das mehr über mich aus, als über die Person, die nur bestimmte Facetten von sich zeigt. Quelle: WeibsWort. (Das zeugt von Größenwahn, sich selbst zu zitieren, oder? Zlatan Ibrahimović wäre stolz auf mich.)

 

Es ist nicht nötig, en detail all meine traumatischen/mich prägenden Erlebnisse oder meine Misserfolge auf den Tisch zu packen, um zu zeigen, dass ich ein normaler Mensch bin, dem nicht jeden Tag die Sonne aus dem Allerwertesten scheint. Wenn das im Umkehrschluss allerdings Leser verleitet zu glauben, dass ich mir nur über den Glanzfaktor meiner Haare Gedanken mache… nun ja… wie sagt Rambo? „It’s not my business.“

Dass das Bloggen allerdings so ein Business werden würde, hätte ich mir nicht träumen lassen, als ich vor über 10 Jahren meinen ersten Post ins Netz stellte. Wäre ich da mal konsequenter geblieben, anstatt krisengeschüttelt viele Blogs einzudampfen,  dann wäre ich jetzt eine ganz große Bloggerin und keine, der man ungefragt Vitamine und Mineralstoffe schickt. Shit happens…  😉

Und nun seid ihr dran, denn ich habe Fragen, Fragen, Fragen… 😉

 

Werbung auf Blogs – was haltet ihr davon?  Und was haltet ihr von der Kennzeichnung von Affilate-Links? Ist euch das wichtig oder wurscht, weil ihr es gar nicht registriert? Und reicht euch ein Sternchen als Kennzeichnung hinter dem Link oder hättet ihr es gerne deutlicher, so wie es Conny z.B. hier (bisschen runterscrollen) echt vorbildlich macht?

 

Ich bin gespannt auf eure Antworten… 😉

Mehr zu diesem Thema bei Conny in: „Leder und Streifen passt immer und ein bisschen Bloggeralltag„.

Infos & Leseklicks:

Styleranking.de: Erste Blogger-Studie: Wie viel Geld Mode-Blogger verdienen
Styleranking.de: Mode-Blogger-Umfrage: Wie viel Werbekooperationen kosten[2]

Rechtliche Anforderungen – Kennzeichnung von Werbung in BLOGs – Schleichwerbung

 

P.S: Dieser Beitrag wurde weder von der Allegra noch von der InStyle gesponsored. Schade eigentlich. Denn kluge Blogger lassen sich selbst die Produktnennung bezahlen [2]. 😉

RePost: Dieser Beitrag erschien zuerst am 21.04. 16 auf WeibsWort.

[Beitragsbild: erstellt mit Canva u. privat]

73 Kommentare zu „Social Media|Bin ich jetzt berühmt und verdiene mir eine goldene Nase? Oder muss ich dafür Social Model werden?

  1. Hast Du auch ungefragt Vitamine bekommen? Ich war ebenfalls sehr überrascht. Gegen Werbung und Affiliate Links habe ich nichts, solange es nicht übertrieben wird und sie als solche gekennzeichnet werden, was ja gesetzlich vorgeschrieben ist. Ich bekomme ja auch manchmal gesponserte Artikel zugeschickt und schreibe darüber. Das steht dann aber dick darunter.

    Trotzdem bin ich froh, dass ich mit meinem Blog kein Geld verdienen muss und eher eine kleine Nummer bin. Das muss man einfach mal so sehen wie es ist. Dafür würde ich niemals meinen gut bezahlten Bürojob aufgeben. Wenn ich mal keinen Bock auf Blog habe, dann lasse ich es eben. Das kann sich aber keiner leisten, der dafür bezahlt wird.

    Liebe Grüße Sabiine

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  2. Jepp. Vitamine und Magnesium. Womit haben sie es bei dir begründet? Bei mir mit meinem „Superfoods“-Artikel. Ist ja nett gemeint und ich fühle mich auch geehrt, aber ich kann das nicht testen. :/

    Ha, wenn du eine kleine Nummer bist, dann bin ich…ein Niemand. *jammer*

    LG Anna

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  3. Ich glaub ich hab jetzt tatsächlich nie gedacht, dass ich mal ein Top-Blogger werde. Dafür fehlt mir einfach der Ehrgeiz, der Biss und die witzigen ansprechenden Themen. Aber es ist glaub für mich ein schönes Hobby.
    Manche Werbung find ich übrigens Hammer. Aber kaufen tu ich es trotzdem nicht. Und wie du denkst die werfen denen die Luxus Handtaschen nicht hinterher? Schon wieder blauäugig gewesen *g*

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  4. Siehste mal, doch nicht alles supi;-) Denn ich kann z.B. mit Beautyblogs gar nichts anfangen. Rein gar nichts. Dazu benutze ich zu wenig und zu selten etwas.
    Und wie Fran oben schon sagte, zu affilites und WErbung auf dem Blog gibts ja klare rechtl. Regeln. Wer wie ich aus dem Journalismus kommt, oder einige andere von uns, für den dürfte das nicht so neu sein.
    Mit dem schlechten Ruf der „Modebloggerinnen“ war ich auch schon konfrontiert, nämlich dann, wenn ich auf einer Messe bin und mit Leuten ins Gespräch komme. Wenn die dann erfahren, dass ich Modebloggerin sind, sind sie immer ganz erstaunt und erzählen mir von den anderen, die sie tierisch nerven, weil sie nur kostenlose Produkte abgreifen wollen. Tja und dann irgend wann mal feststellen, das Selbstständigkeit so ihre Tücken hat. Das nennt man dann wohl den Realitätscheck, was meist du? *grins*
    Aber das professionelle Bloggen habe ich ja ausführlich auf meinem Blog als Serie schon diskutiert. http://oceanbluestyle.blogspot.de/2015/11/lasst-sich-mit-bloggen-geld-verdienen.html

    So, ich habe fertig und danke dir für die gedankliche Anregung und Weiterdiskussion! (Huch, ist das ein Weort???) LG und schönes Wochenende! Sabina

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  5. Das find ich allerdings auch! Und wir profitieren doch auch voneinander, der Horizont wird erweitert, man kommt auf Ideen und Gedanken, die einem sonst vorenthalten blieben. Und das ist doch ein wertvoller Teil von dem, was das Bloggen ausmacht!
    Schöööönes Wochenendeeeee!

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  6. *g* So geht es mir auch, dass ich Werbung zwar total ansprechend finde, das Zeug aber trotzdem nicht kaufe. 😉 Gut gemachte Werbung mit Witz ist für mich irgendwie schon eine Kunstform (so wie toll bearbeitete Bilder) und die Mechanismen dahinter finde ich spannend.

    *hüstel* Wenn du mit Luxusgedöns zugeschüttet werden möchtest, MUSST du ein Top-Blogger werden. oder Social Model. Am besten ziehst du den Papa mit rein, denn so ein cooles Gespann habe ich auf Instagram noch nicht gesehen. Da fliegen dir die Herzen zu! Und dann halt auch die Taschen. ;D

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  7. Rechtliche Regelungen… hm…jeman(n)d an meiner Seite sagt gerne: „Wer zu ehrlich ist, ist der Blöde“ und mitterweile neige ich dazu, ihm zuzustimmen. Aber offenbar scheint diese Einstellung weit verbreitet zu sein. 😉

    Ich überlege gerade, was für Blogs ich am liebsten mag und das sind tatsächlich die mit breit gefächerten Themen. Alternativ die, bei denen ich selbst immer wieder dazulerne, z.B. Konsumkaiser. Und sonst kommt es sehr auf die Person hinter dem Blog an, denn mal ehrlich…ein Blog, auf dem ein Thema beackert, das sonst noch nirgendwo verbloggt wird? Irgendwie gibt's doch schon alles.

    Danke dir für den Link! Ein echt spannendes Interview und wahre Worte: „Die große Freiheit der freien Berufe muss man sich auch erst einmal verdienen…“

    Lieben Gruß und dir auch ein schönes WE! 😉

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  8. Nee, ich meine noch eine Stufe höher (und hab wahrscheinlich wieder was verpasst…). Ich glaube, den Blog verfolge ich offiziell schon länger als wir uns kennen nicht mehr.
    Das hat nichts damit zu tun, es nicht gönnen zu können. Ist nur nicht mehr der Stil, den ich so mochte – lustig, locker geschrieben und ein paar gute Musik- und Kunsttipps. Für ihn persönlich freue ich mich total, bin nur nicht seine Zielgruppe.

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  9. Ich versteh, was du meinst. Und doch, wir reden von einem Blog. (Ich liebe IG für schnelle Nachfragen. *g*) Mir fällt da noch ein Blog(azine) ein, das mittlerweile nur noch ne Werbeschleuder ist. Schade drum, für die Leser. Aber wahrscheinlich kommen stattdessen andere, denn irgendwie muss es sich ja rechnen. :/

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  10. Liebe Anna,

    das freut mich außerordentlich, dass dir das Montagsinterview viele Klicks gebracht hat!! Sehr verdient wie ich finde. 🙂 Du schreibst toll und solltest deine Blogs vielleicht nicht ständig löschen … ;-))))) Ich selbst würde Texterella übrigens nie als „großen Blog“ bezeichnen, das mag aber auch daran liegen, dass meine Messlatte immer sehr sehr hoch ist. (Deshalb gab es ja auf Texterella sehr viele Jahre gar keine Outfitposts, weil ich keine schlechten Fotos zeigen wollte. Die Aktuellen sind zwar immer noch weit entfernt von dem, was ich mir vorstelle, aber … ich bleib dran. :-)) Manche Blogs haben Zugriffszahlen, da wird einem schwindelig …

    Werbung: Finde ich absolut okay – so lange sie gekennzeichnet ist, passt und gut gemacht ist. Ein Blog kostet sehr viel Zeit und Arbeit, warum soll da nicht ein bisschen was zurückkommen? Ich bin da aber sehr wählerisch und auch nicht billig. (Eine Kennzeichnung als „Werbung“ vor dem Text ist übrigens ein Muss, der Hinweis auf „Kooperation“ irgendwo im Abspann ist nicht ausreichend, auch wenn das einige auch große Blogger anders handhaben.)

    Affiliate-Links: Ach Gott, die paar Cents … 😉 Ich sehe eine Verlinkung als Service am Leser. Auch, wenn ich mir die Mühe mache, lediglich Ahnliches zu finden. Auf die Idee, das andere das doof finden könnten, bin ich bislang noch nie gekommen. Ts. 😉

    Liebe Grüße,

    Susi.

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  11. Ich denke, dieses Blog hat gute Chancen, älter zu werden. Immerhin zeige ich schon mal (gruselig unprofessionelle) Selfies. Es wird also…;D

    Das war mal interessant. Danke! Da das Werbethema für mich derzeit nicht relevant ist, habe ich mich erst nur um die korrekte Kennzeichnung der A-Links gekümmert und deswegen widerwillig ein Impressum/Disclaimer&Co reingesetzt und da auch den von amazon vorgeschriebenen Passus eingefügt, um nicht evtl. aus dem Programm gekegelt zu werden. Ich stelle auch fest, dass die Leserinnen (nur Leserinnen, keine Bloggerinnen) weitaus weniger Probleme mit diesen Links haben und sie tatsächlich als Service betrachten – solange es nicht zu viel wird.

    Eigentlich auch ein bisschen unsinnug, diese Diskussion und ich glaube, Nicht-Blogger können das nur schwer nachvollziehen. Alle, die bloggen, wagen sich aus der Anonymität und gehen an die Öffentlichkeit. Natürlich möchtest du da dann auch was erreichen (Leser) und freust dich, wenn deine Arbeit anerkannt wird. Sei es durch „unentgeltlich zur Verfügung gestellte Sachen“, ein paar Cents via Affilate, Einladungen zu PR-Events oder die Auszeichnung, dass jemand auf deinem Blog werben möchte. Muss jeder selbst vertreten, was er macht und die Leser werden unmissverständlich via Klick (oder Wegbleiben) zeigen, was ihnen gefällt. 😉

    Lieben Gruß,
    Anna

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  12. Nachtrag: Und reine Hobbyblogger sind, siehe von Sabina verlinktes Interview mit der Modeflüsterin,eh nur die, die KEINEN Cent verdienen und die machen sich um Themen wie diese wohl echt keinen Kopf. 😉

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  13. hey, das ist ein sehr guter beitrag zum einem top thema! ich für mich glaube, dass ich weiterhin in der kleine liega spiele und ich kann auch, auf grund meines jobs, gar nicht mehr tippen und mich stresst mein jetziger zeitplan schon ab und zu. aber wichtig: das bloggen macht weiterhin freude und das am wichtigsten. geld verdienen wir sicherlich alle damit, aber davon leben werde ich sicherlich nie können.
    liebe grüße an dich!

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    1. Ha, ich spiele auch in der kleinen Liga. (Ergängzung: die liegt ein paar Ligen unter deiner) *g* Mein Blog ist ja noch ganz frisch. 😉

      Davon abgesehen ist es Wahnsinn, aus welchen „Rohren du heute feuern musst“ oder welche Kanäle du bedienen musst, wenn du wirklich weit oben mitspielen möchtest. Das ist nichts für mich. Darum peile ich dieses Ziel auch gar nicht an und freue mich, wenn ich Spaß am Bloggen habe und schaue, was aus meinem Blogbaby wird. 😉

      Lieben Gruß!

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  14. Zuerst…. zur Kennzeichnung, eigentlich gibt es da kein Diskussionsspielraum, sondern gesetzliche Vorgaben. Wenn sich kaum ein Blogger daran hält, ist es deren Problem. Da muss jeder selbst entscheiden, ob er Abmahnungen in Kauf nimmt oder nicht, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.
    Und dann wird’s schwieriger. Das mit dem Blog-Einstampfen kommt mir bekannt vor. Mit einem angefangen, hatte ich relativ schnell drei Blogs. Nur leider mit einem Full-Time-Job nebenher, gab es ein Hauptblog und zwei “
    Stiefkinder“. Nur leider hab ich meine Stiefkinder mehr geliebt. Nun bin ich bei der Blogvereinigung. Auch wenn mir die Kooperationen flöten gehen und vermutlich auch viele Leser verschwinden, freue ich mich total auf meinen neuen Blog. Ich hoffe, dass es mir den ursprünglichen Spaß am Bloggen bringt. Ich glaube, Erfolg wünscht sich jeder, in unterschiedlicher Ausprägung allerdings. Sicher wünsche ich mir Erfolg, aber das ist Arbeit und dafür fehlt mir der Ehrgeiz. Ich bin nicht gut im Netzwerken, das kommt noch dazu.
    In letzter Zeit war Bloggen manchmal eine Last, Druck…. das will ich nicht mehr.
    Aber eins weiß ich… egal in welche Richtung mein neuer Blog gehen wird, ich bin nicht diejenige, die die Probleme bekauen wird oder will. Das würde ich nie in der Öffentlichkeit machen.

    Wünsche Dir ein schönes Wochenende!

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    1. Stimmt, da gibt es klare Vorgaben. Mehr muss man dazu eigentlich auch gar nicht sagen. Und ich bin gespannt auf das, was sich blogtechnisch bei dir tun wird und ich wünsche dir, dass sich der Spaß wieder so richtig einstellt. Denn ehrlich…ohne ist es doch blöd. Und mag sein, dass alte Leser abspringen, aber dafür kommen neue dazu, denn Spaß am Bloggen ist so ansteckend, dass das gar nicht anders geht. So meine Vorstellung, weil ich auch eine hundsmiserable Netzwerkerin bin. 😛 Und dazu kann und will ich auch nicht alle Dos u. Don’ts auf dem Weg zum „erfolgreichen Blog“ sklavisch befolgen. Mit Spaß und Herzblut bloggen und das geben, was ich geben kann- das muss reichen. 😉

      Lieben Gruß!

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