Leben|Wenn Frauen über Frauen reden…

Ich lese ja fast alles und schrecke vor den Bekenntnissen eines Aufreißers ebenso wenig zurück wie vor Osho oder Kinderbüchern. Allerdings weiß ich ab sofort, was ich nicht mehr lesen möchte: Nämlich Bücher von mehr oder weniger prominenten Frauen, die mal mehr und mal weniger tränendrüsig/selbstmitleidig/supiwitzig davon erzählen, wie schwer es ist, in dieser Welt in Würde zu altern. Warum möchte ich das nicht lesen? Weil es mir nichts bringt. Auch dann nicht, wenn dem Ganzen eine pseudowitzige Note verpasst wurde, die Verzweiflung und der Frust aber trotzdem aus jeder Zeile schreien. Ich will das nicht lesen, denn was geschieht, wenn man an eine Sache total voreingenommen rangeht oder sich ihr mit einer Einstellung nähert, die … na sagen wir mal… so negativ ist, dass Lord Voldemort daneben wie ein Glücksbärchi erscheint? Richtig: Es wird zur Katastrophe und im Sinne der Selffulfilling Prophecy wäre ich ein Vollidiot, wenn ich mir literarische Ergüsse dieser Art weiterhin freiwillig reinziehen würde.
Das ist zwischen zwei Buchdeckel gepresstes Gift, das langsam und schleichend jeglichen Optimismus zersetzt und einem mit fortschreitendem Verlauf mindestens ein paar graue Haare und Frustfalten beschert und außerdem den Verlust jeglicher Gelassenheit nach sich zieht. Genau das sind aber einige der entscheidenden Vorzüge, mit denen ich irgendwann zu punkten gedenke. Also mit Optimismus und Gelassenheit – weil Pfirsichteint und Knackarsch leider aus sind. Ebenso geht es mir gewaltig gegen den Strich, dass Frauen ab 40 in diesen Büchern gerne in Gruppen eingeteilt werden, von denen eine blöder als die andere ist. Ich versuche mal, das in eigenen Worten wiederzugeben:
  • Die hyperaktive Ziege: Klappert dürr und sehr angestrengt auf hip getrimmt durch die Weltgeschichte und knallt ein Selfie nach dem nächsten raus. Beliebtes Motiv:  In Spitzenfummelchen, kuscheligem Cardigan und Overknees auf dem Bett liegend und mindestens eine Tasse Tee/Kaffee, eine Modezeitschrift sowie Markenteilchen (idealerweise Chanel) in Griffweite. Hat große Angst vor der rätselhaften Krankheit, die alle Ü40erinnen befallen soll: Sie werden unsichtbar! Steuert dem entgegen, indem sie diverse kosmetische und schönheitschirurgische Maßnahmen nutzt, da es keinen noch so winzigen Körperteil gibt, bei dem frau sich mit Halbheiten oder Abnutzungserscheinungen zufriedengeben muss – so sie schmerzresistent genug ist und darüber hinaus dazu bereit, so viel Geld bei der Kosmetikerin und den Beauty-Docs zu lassen, dass es umgerechnet für ein Châteaux an der Loire reicht.

  • Die Öko-Trude: Verwandelt sich ab 40 schlagartig in ein batikendes und töpferndes Yoga-Spirit-Monster, das von einem Klangschalen-Workshop zum nächsten reist und ständig was sucht: nämlich sich selbst. Sie hat sich irgendwann und irgendwo verloren und weiß nun nicht mehr, wer sie ist. Und darum hofft sie, sich irgendwo zwischen selbstgetöpferter Teetasse und nach untem schauenden Hund wiederzufinden.
  • Die Kuh: Zieht ungestylt und gemächlich durch die Walachei und lässt alles an sich abprallen. Hüllt sich gerne in polyesternes Einheitsbeige oder eine ähnliche, von der Bestuhlung in Ämtern oder Krankenhäusern inspirierte Farbe. Wundert sich gelegentlich darüber, dass sie gerne mal übersehen wird und ärgert sich, dass es in dieser Welt überhaupt um Äußerlichkeiten geht.

Das ist logischerweise ein bisschen überspitzt formuliert, lehnt sich aber sehr an das an, was mir in geschriebener Form unterkam. Ist bisweilen zwar witzig zu lesen, wie immer, wenn jemand in die Pfanne gehauen wird, aber ich vermute mal, dass es einen ordentlichen Aufschrei geben würde, wenn uns ein Mann in derlei Gruppen einteilen würde? Und wenn ich sowas lese…

„Manchmal gehe ich mit meinen Freundinnen Mittagessen, und wenn ich mich dann am Tisch umschaue, stelle ich fest, dass wir alle Rollkragenpullover tragen. Manchmal haben wir auch alle Schals umgelegt wie Katharine Hepburn in „Am Goldenen See“. Manchmal tragen wir auch alle Stehkragen und sehen aus wie die weiße Version der chinesischen Damen in dem Buch „Töchter des Himmels“. Es ist komisch und traurig zugleich, denn wir gehen alle nicht neurotisch mit unserem Alter um. Keine von uns macht sich jünger, als sie ist, und wir ziehen uns auch nicht zu jugendlich an. Wir sehen alle gut aus für unser Alter, abgesehen von unseren Hälsen. Oh, die Hälse! Es gibt Hühnerhälse. Es gibt Truthahnhälse. Es gibt Elefantenhälse. Es gibt dünne Hälse und dicke Hälse, faltige Hälse und Hälse mit Jahresringen, schwabbelige Hälse und fleckige Hälse. Es gibt Hälse, die eine erstaunliche Kombination aus all dem oben Genannten sind. Laut meiner Hautärtzin verabschiedet sich der Hals mit 43, und daran lässt sich nichts ändern.“[1]

… dann krieg ich echt Hals und vermute, dass die arme Autorin an erster Stelle mal ordentlich Probleme mit ihrem eigenen Hals hatte und arg mit ihrer selektiven Wahrnehmung kämpfen musste. Nichtsdestotrotz war ich sensibilisiert und habe ich seither mal auf weibliche Hälse aller Altersgruppen geachtet. Überraschung: Es verhält sich – so zumindest meine Beobachtung – mit den Hälsen ebenso wie mit dem Rest des Körpers. Die Vielfalt ist riesengroß und jede hat ihren eigenen Hals.

Wenn ich Bücher lese, in denen Frauen so über Frauen reden, drängt sich mir eine Frage auf: Ob Frauen in anderen Kulturkreisen vielleicht wesentlich weniger Probleme mit dem Älterwerden haben, weil sie dort nicht als kurz vor dem Kollaps stehende und hormonell austickende Schreckschraube dargestellt und trotz ihres Alters geschätzt werden? Unmöglich wäre es nicht.

Gut. Was lerne ich also daraus? Dass ich bestimmte Bücher künftig meiden werde und stattdessen lieber zur DVD greife, denn: mehr Miss Marple braucht diese Welt. Die alte Lady ist nämlich ein völlig unterschätztes Vorbild, finde ich. Außerdem zitiere ich zum Abschluss einen Donnerhall aus meinem aktuellen Lieblingsbuch. Ildikó von Kürthy schreibt in „Neuland“, nachdem sie das die ersten vier Zeilen des Gedichts „Stufen“ von Herman Hesse zitiert hat, folgendes:

„Also nehmen wir doch die nächste Stufe, statt uns verzweifelt am Geländer festzuklammern und uns in die Scheiß-Zero-Jeans unserer Töchter zu zwängen. Ich lese immer wieder, dass alternde Schauspielerinnen sich darüber beklagen, dass sie nur noch alternde Frauen spielen sollen. Ja und? Was wollt ihr stattdessen spielen? Pippi Langstrumpf? Ihr seid nicht mehr die jugendliche Liebhaberin, überlasst anderen die Rollen, die nicht mehr zu euch passen. Das Leben geht weiter. Spielt doch, verdammt noch mal, die Rollen, die es jetzt zu spielen gilt. Und spielt sie gut! Seid wunderbare alte Frauen, seid für uns alle Vorbilder, an denen es so deutlich mangelt.“ 

Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen. 😉

RePost: Beitrag erschien zuerst auf WeibsWort am 25.02.16, lediglich das Zitat von I.v.Kürthy habe ich neu reingesetzt, weil es einfach zu gut zum Post passt.
 [1] Nora Ephron: Der Hals lügt nie

[Beitragsbild: erstellt mit Canva u. privat]

55 Kommentare zu „Leben|Wenn Frauen über Frauen reden…

  1. Dito …. Bücher mit Jammer-Lappen-Inhalt und oder gerne mit Beweihräucherung finde ich überflüssig und selbige zu lesen finde ich reine Lebenszeit Verschwendung 😉 Da bin ich ganz bei Dir *gg
    LG Heidi

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  2. du bist in hochform!!!!
    und margaret rutherford als miss marple ist einfach nur genial!
    ich glaube in der westlichen welt herrscht ein äusserst chauvinistisches frauenbild – und leider machen die frauen da selbst mit. *eine frau ist nur was wert wenn sie sie „f…able“ ist.* und f…able ist nur wer aussieht wie der centerfold im herrenmag.
    deswegen halten sich auch diese schrecklichen engen hosen seit jahr und tag – irgendwie erinnern die mich immer an die grellfarbigen hinterteile mancher affen…..
    wegen anderer länder – ich fürchte da hat die globalisierung via internet-porno schon angefangen die guten sitten zu zerstören. was vorher der tourismus nur in den badeorten geschafft hatte ist jetzt wohl bis in die letzte oase/dschungeldorf/südseeinsel vorgedrungen.
    neben der bequemlichkeit sind meine dirndlröcke auch ein persönlicher protest.
    und wenn schon viele männer nur einen tunnelblick auf frauen haben dann sollten wenigstens die frauen drauf bestehen dass sie menschen sind und nicht spielzeuge!!!
    emanzipation bedeutet nicht sich seine hochhackigen mit selbstverdientem geld zu kaufen ;-P
    xxxxx

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  3. Jetzt hast du aber gut gebrüllt. ;))

    Der Drang, gut aussehen zu müssen und irgendwie in dieses „Fu**able“-Schema zu passen, macht aber vor Männer nicht halt. Selbst da wird spätestens ab der Pubertät geschaut, dass man alles tut, um diesem Bild zu entsprechen. Aber die Frauen werden schon noch stärker auf das Äußere festgenagelt, das stimmt wohl.

    Weißt, bis jetzt haben es diese ganzen „Wir werden älter“-Bücher vor allem geschafft, dass mir ganz mulmig wird. Weil du dann – sieht Text – angeblich zur kollabierenden Schreckschraube wirst und unansehnlich und unsichtbar wirst du obendrein. Und wenn nicht tränendrüsig über den Verlust der Jugend salbadert wird, wird frau zur Witzfigur. Muss doch nicht sein. Wer mit offenen Augen durch die Straßen geht oder sich mal bei den Ü40/Ü50-Blogs umschaut, sieht so viele tolle Frauen, die überhaupt nicht diesem gruseligen Bild entsprechen. Und das macht Mut. ;))

    Lieben Gruß,
    Anna

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  4. meine liebe – lass dich nicht ins bockshorn jagen von dieser schund-literatur! lies lieber márquez oder christie 🙂
    oder eben blogs von frauen die sich nicht in die schubladen stopfen lassen…
    kopf hoch – dann gibts dann auch keine falten am hals ;-P
    xxxxxx

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  5. Sowas würde ich auch nicht lesen und übersehe das auch in der Bücherei bzw. gehe da einfach dran vorbei.

    Schlimm finde ich, dass Frauen anderen Frauen so einen Murks auch noch erzählen – scheinen ja alles Autorinnen zu sein. Ob die das Geld so dringend brauchen?

    Miss Marple ist toll!

    Liebe Grüsse 🙂

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  6. *g* Nee, das ist richtig. Ab 40 passen wir in keine Schubalde mehr. Und wenn überhaupt, dann sind das Schubladen, die in die Villa Kunterbunt passen würden. 😉

    Miss Marple (M. Rutherford) finde ich sooo genial. Ich kann die Filme auswendig mitsprechen, aber das macht nichts. 😉

    Lieben Gruß,
    Anna

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  7. Ich hatte da mal eine Phase, in der ich … hm… vorbereitet sein wollte. Auf das, was da noch kommt. Nun ja. War eine blöde Idee. 😉

    Warum Frauen anderen Frauen so einen Murks erzählen… gute Frage. Ich hoffe nicht, dass ich eines Tages zu so einem „Die Wechseljahre sind so gruselig“-Blog werde und wenn, dann stoppt mich bitte! ;D

    Lieben Gruß,
    Anna

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  8. Ja, so sind Frauen. Die haben das Bedürfnis, anderen Frauen ständig und in jedem Alter sagen zu müssen, wie sie zu sein haben. Das fängt als Teenie an, setzt sich mit dem ersten Kind fort und hört mit 50 noch lange nicht auf. Und ja, manchmal erwische ich mich dabei, wie ich ganz kurz glaube, was ich da lese. Bescheuert, oder? Gottseidank dauern solche Phasen aber wirklich nicht lang. Ich bin ich. Egal wie alt ich bin. Und egal wie mein Hals aussieht. Die Rollkragenpullis hat sich übrigens meine Tochter unter den Nagel gerissen. Die ist 16. Und hat einen wunderschönen Schwanenhals. So what.
    Liebe Grüße
    Fran

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  9. Mich beruhigt das wirklich, dass auch andere diesen Worten kurzfristig auf den Leim gehen. Fühlt man sich schlagartig nicht mehr so alleine. ;))

    Dass man sich von anderen sagen lassen muss, wie man zu sein hat, hört auch mit über 70 nicht auf. Selbst gehört. Von wegen Altersweisheit oder Altersmildheit … ;D

    Lieben Gruß,
    Anna

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  10. Okay, ich bin für das letzte Buch 🙂
    Habe aber ehrlich gesagt ebenfalls schon ein bisserl was durch von oben genannten Lektüren :/ Meine Phase war da so um die 44 herum. Jetzt mit 50 bin ich etwas entspannter, einstweilen .. auf Holz klopfe 🙂

    Liebe Grüße ❤

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  11. Na das passt ja. ;D Ich werde auch bald 44 und irgendwie scheint einen dieses Alter ganz wuschig zu machen. *kopfschüttel*

    Bin gerade sehr froh, dass es so viele tolle Ü40/Ü50-Blogs gibt, die dieses arg einseitige Bild korrigieren. 😉

    Lieben Gruß,
    Anna

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  12. Ich persönlich finde es so schade. Aber dies ist leider unser dämliches Schönheitszeitalter. Überall von der Werbung bis zu den Lektüren wird einem gesagt, wie man als ERFOLGREICHE Frau auszusehen hat. Und wenn was nicht passt -> kein Problem dann wird es passend gemacht. Gucken wir doch bitte einmal auf Instagram oder Facebook. Da werden wir nur so von Selfis mit schönen Profilen überschwemmt. Wenns geht noch mit Duckface, viel nackter Haut und perfekten „Titten“. grmpf….Dann kommen noch diese „blöden“ Promifrauen (Alias Heidi Klum usw…)dazu, die dir zeigen, dass du im Nu nach einer Geburt eine durchtrainierte Figur haben kannst/musst.
    Und der Druck auf die Frauen wächst und wächst.
    Auch ganz toll, wenn dann Männer auch noch ihren Senf dazu geben, wie eine Frau auszusehen hat. Obwohl bei vielen dieser Kerle vom Doppelkinn abwärts einiges selber schlappert, baumelt und tief schwingt.
    Genau wie du habe ich in letzter Zeit einige Ü40/Ü50 Blogs im Internet entdeckt, mit wundervollen, selbstbewußten Frauen.
    Also Anna, leg diese „Wie soll eine Frau sein-Bücher“ auf die Seite. Bringt eh nix. Gucken wir lieber in diese Blogs und lesen Miss Marple 😉
    Liebe Grüße
    Nila (*flüster* die auch alles andere als perfekt ist)

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    1. nila! du hast so recht!
      allerdings bezweifle ich dass es um SCHÖNHEIT geht. denn schönheit hat etwas mit gefühlen – speziell liebe – zu tun. liebe aber kann ich in all dem „ich bin toller, reicher, erfolgreicher als du“ nicht erkennen…….
      xxxxx

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  13. Liebe Anna, ich mag deinen Blog jetzt schon, obwohl ich ihn gerade erst entdeckt hab! Ja, hier fühle ich mich wohl. Bin ja inzwischen sogar schon Ü50, und ich fühle mich dabei, ganz ehrlich, einfach phantastisch! Okay- die Schulter knirscht, das Hüftgelenk motzt, ich hab eine fortgeschrittene Arthrose in der Halswirbelsäule…… aber sonst geht's mir sehr gut! ;oD Nein, im Ernst: Ich würde im Leben nicht nochmal 20 sein wollen! Man mag mich für verrückt erklären, aber es ist wirklich so. En contraire: Wenn ich mir was wünschen dürfte, dann würde ich gerne haben wollen, dass die Zeit jetzt einfach mal für die nächsten 10 Jahre stehenbleibt. Denn JETZT weiss ich, wer ich bin, was ich will (und was nicht sowieso!) und lasse mir kein X mehr für ein U vormachen. Und soweit hat mich nicht eines dieser oben beschriebenen Druckerzeugnisse gebracht, sondern einzig und alleine das Leben. Man muss seine Zeit leben, mit allen Erfolgen und Miseren, mit allem, was es zu bieten hat. Das Leben formt einem, bringt einem weiter und macht einem zu dem, was man ist. Mich hat es gelehrt, dass man die Dinge einfach zulassen soll. Auf Biegen und Brechen funktioniert nämlich gar nix! Und somit habe ich mich vor einigen Jahren auch mit meinem Aussehen angefreundet, und heute mag ich mich sehr gerne leiden! Das war nicht immer so. Aber inzwischen ist es mir ja sowas von Wurscht, welches Schönheitsideal grade propagiert wird! Und ich kann manchmal einfach nur noch hämisch grinsen, wenn ich sehe, wie sich manche Frauen abrackern, um ihm zu entsprechen. Bei mir löst sowas höchstens exakt das Gegenteil aus: Ich will genau NICHT so sein wie alle andern. Ich ziehe an, was mir Spass macht und worin ich mich wohlfühle, ich esse das, was mir schmeckt, und gerne auch soviel, wie ich möchte. Im Moment züchte ich mir eine Vokuhila, wohlwissen, dass die zur Zeit ganz bestimmt nicht en vogue ist- und es macht mir totalen Spass! Und wenn wir Spass haben, dann tragen wir das auch zur Schau und färben damit vielleicht sogar auf andere ab. Wenn mir eine Arbeitskollegin also sagt, dass ich immer so ausgeglichen und entspannt bin, dann weiss ich, dass ich irgendwas richtig mache.
    Und bleibe auch gerne dabei.
    Also, liebe Ü40er und Ü50er, die ihr hier mitlest: Freut euch des Lebens! Der Rest ergibt sich von selbst.
    Isch abbe ferddisch! ;oD
    Liebe Grüsse!

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  14. Also echt, was es alles für Bücher gibt … ich stehe ja nach wie vor auf alles aus dem „wahren“ Leben. Nachdem ich nun doch meine Nordkorea-Phase was Lektüre anbelangt, abgeschlossen habe, sind es zur Zeit wieder Bücher über Blockhausleben in Kanada oder wahlweise Auswanderungen nach Norwegen 🙂 Ansonsten liegt da noch die Biographie von Diane von Fürstenberg auf meinem sehr sehr hohen Bücherstapel, in welche Deiner Kategorien fällt Diane?
    xx Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

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  15. Zitat: „Und wenn was nicht passt -> kein Problem dann wird es passend gemacht.“ Diese Einstellung macht mir auch ein bisschen Angst. Weil alles, was dann nicht dieser „optimierten Norm“ entspricht, immer negativer auffällt. Das ist so ein Machbarkeitswahn, der da losgetreten wird und das finde ich gruselig.

    Jepp, so machen wir das. Wir schauen uns lieber tolle Blogs an und beschäftigen uns mit Miss Marple. Ein guter Plan. 😉

    Lieben Gruß,
    Anna

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  16. Das freut mich, liebe Frau Hummel! Habe mich auch schon ein wenig durch deine Hummelwelt gelesen und kann das Kompliment nur zurückgeben. ;))

    Uff. Gebe zu, dass ich gerade zusammengezuckt bin. Mir zwickt die Schulter ja auch immer mal, aber ich schiebe das auf blödes Training. Alles andere blende ich mal aus. *g*

    Ach Frau Hummel, das ist ein toller Wunsch. Der hat was. Für die nächsten 10 Jahre in diesem Alter bleiben. Und nein, ich möchte auch auf keinen Fall mehr 20 sein – selbst wenn die Gelenke da noch nicht geknackt haben. 😉 Unterschreibe auch, dass einen das Leben lehrt, dass auf Biegen und Brechen nichts funktioniert. Manchmal vergisst man das ja, aber schon kommt ein neues Lerngeschenk ins Haus und schon erhält man die nächste Gelegenheit, um sich in Gelassenheit zu üben. 😉

    Bin gerade sehr froh, dass ich diesen Post veröffentlicht habe – erst war ich mir nicht sicher, ob das so eine gute Idee ist (immer nur biestig auf den Tisch hauen muss ja auch nicht sein). Aber wenn ich eure Kommentare lese, dann weiß ich, dass das die richtige Entscheidung war. Und wenn sich wieder irgendjemand von diesen Büchern hat ins Bockshorn jagen lassen, dann hoffe ich, dass er genau hier landet: in diesem Kommentarstrang. Das ist wie eine Detox-Kur. ;))

    Lieben Gruß zurück! 😉

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  17. Kicher, liebe Anna, ich meinte den Satz sarkastisch 🙂 Denn genauso läuft es in unserer oberflächlichen Zeit. Alles was nicht passt, wird einfach passend gemacht. Und so erscheint die Sekretärin mit neuer Nase, die Empfangsdame mit neuem Busen und der Chef mit neuem Haaransatz…..
    Liebe Grüße
    Nila

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  18. *g* Na dass das nicht deine Eintellung ist, denke ich mir. ;D Glaube sogar, dass das immer schlimmer wird. Fehler/Makel/sonstige Probleme? Nicht akzeptabel. Wir bekommen alles in den Griff. Und wer nicht mithalten möchte, fliegt eben vom Spielfeld. Brr… (Wäre glaubwürdiger, wenn ich mir nicht die Haare färben würde, oder? ;D )

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  19. Liebe Anna,
    zuerst, dass Du am Ende eine Dame ganz ohne Hals gewählt hast, finde ich sehr konsequent. Miss Marple hat's richtig gemacht, sie hat sich zugegebener Zeit einfach davon verabschiedet und mit ihrer messerscharfen Intelligenz ihre Umwelt beeindruckt. Das ist auch mein Plan, wenn ich Hals bekomme… welchen auch immer das Älterwerden für mich bereithält. Diese Lebensweisheiten-Bücher mag ich nicht – vor allem nicht von Prominenten. Bei den meisten wage ich auch zu bezweifeln, dass diese Stories von der Prominenz selbst verfasst worden sind. Das andere ist, dass ich am Ende einer solchen Lektüre oft das Gefühl habe, irgendwie nicht normal zu sein. Entweder, weil alles auf mich zutrifft oder eben gar nix. Also lese ich lieber Blogs wie Deinen … da spielt mein Hals keine Rolle und Deiner auch nicht. Ich wünsche Dir einen tollen Freitag, lieber Gruß – Conny

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  20. Musstest du mir das verraten? Miss Marple verzaubert mich so mit ihrer Ausstrahlung, dass ich noch gar nicht darauf geachtet habe, dass sie überhaupt keinen Hals hat! ;D Nur gut, dass sie das nicht gemerkt hat und sich lieber auf wichtige Fälle konzentrierte – anstatt ein Buch über Halsprobleme zu schreiben. 😉

    Interessant. So geht's mir nach derartigen Büchern auf oft: Ich fühle mich schlagartig unnormal und makelbehaftet. Da es aber anderen ganz offensichtlich auch so geht, liegt das dann vielleicht doch weniger an uns und mehr an dem Geschriebenen. Das ist gut zu wissen. 😉

    Lieben Gruß! 😉

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  21. Was Du so liest!?
    Meine Phase, in der ich „Frauenliteratur“ las, war mit Mitte Dreißig und mit dem „Tod des Märchenprinzen“ abgeschlossen. Seither lese ich Krimis und Romane wie „das Lavendelzimmer“, bei dem auf jeder Seite in Zitat steht, das ich mir merken will.
    Margret Rutherford ist eine Stilikone, schau Dir bloß Ihre Hüte an. Ich finde sie großartig. Wenn man den richtigen Hut trägt, braucht man keinen Rollkragen, um den Hals zu verstecken.
    Lieben Gruß
    Sabine

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  22. Ich lese beinahe alles. Vor mir ist kaum was sicher. Nicht mal Bücher von Handball-Torhütern oder Pick-up-Artists. ;D Aber „Das Lavendelzimmer“ mochte ich auch. Noch besser gefallen hat mir allerdings „Die Mondpsielerin“ – auch von Nina George. Danch habe ich mir nur gewünscht, so schreiben zu können. 😉

    Jepp, Rutherford ist Vorbild und Stilikone und einfach großartig! <3

    Lieben Gruß,
    Anna

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  23. Natürlich habe ich in meinem Leben auch schon jede Menge dieser Art Literatur gelesen. Manches fand ich hilfreich, manches zum Kopfschütteln. Hilfreiches nehme ich aber immer gern in mein Leben auf.
    So bin ich nun 65 und selbstständige Rentnerin mit einem Online-Shop für besonders schöne Frauensachen. Den Shop habe ich mir vor 9 Jahren aufgebaut als ich noch angestellt berufstätig war, denn ich wollte ein gutes Rentenprojekt, das meine kleine Rente aufstockt (habe leider zu lange ausgesetzt als die Kinder klein waren). Mein Tag ist ausgefüllt mit Arbeit, die mir total Spaß macht und ich habe Kundinnen im Alter von ca. 40 bis über 80 – alle sind online. Ich selbst werde arbeiten, solange ich kann und das ist hoffentlich noch lange.
    Seit 10 Monaten bin ich auch Oma einer wirklich wunderbaren Enkelin.
    Zum Älterwerden kann ich nur sagen, dass es einfach kommt. Frau macht weiter mit dem, was ihr gut tut und gefällt und überlegt sich, was ihr die nächsten Jahre gut tun wird. Vorausgesetzt frau ist gesund. Aber das ist die Voraussetzung für jede wirklich schöne Lebensphase. Jung und krank ist auch nichts.
    Wirklich gut tut, wenn frau nicht arm ist. Arm und alt, das ist keine gute Mischung. Das wusste schon Miss Marple. Hier geht es nicht um Reichtum, aber immer etwas mehr Geld zu haben, als frau zum Leben wirklich braucht, ist einfach wunderbar und macht frei. Das ist mein Rat an jüngere Frauen: Schaut Eure Altersversorgung kritisch an und tut etwas dafür. Dann macht Älterwerden Freude, niemand muss neidisch sein (so wie es oft in den entsprechenden Büchern durchschimmert) und ein faltiger Hals ist Null Problem.
    „Neuland“ habe ich noch nicht gelesen, kommt aber jetzt auf die Wunschliste!
    LG Sieglinde

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    1. Das finde ich vorbildlich und das ist eine Idee, die mich inspiriert, denn dass meine Rente aufgrund langer Ausfallzeit und mickriger Löhne winzig ausfallen wird, weiß ich jetzt schon. Da muss ich also dringend einen Plan B aus der Tasche ziehen.

      Ich habe mir neulich auch gedacht, dass das Älterwerden wohl einfach so geschieht und je mehr frau mit spannenden und interessanten Dingen beschäftigt ist, desto besser – bleibt weniger Zeit, um sich über die unabänderlichen Gedanken zu machen. So die Theorie. Mal schauen, wie sich das in der Praxis gestaltet. 😛

      Was Neuland angeht: Ich werde da die Tage nochmal eine Rezension veröffentlichen – beim ersten Durchgang fand ich das Buch nämlich furchtbar, mittlerweile mag ich es sehr, weil ich es in einer anderen Lebenssituation lese. 😉

      Herzlichen Gruß!

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    2. Dann freu ich mich auf die Rezension und warte noch mit dem Kauf.
      Ein Plan B ist überlebensnotwendig! Nicht zu lange warten damit, zumindest mit dem Ideen sammeln beginnen. Ich hatte das persönlich völlig unterschätzt.
      LG Sieglinde

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    1. Danke! Und vor allem den neu eingefügten „Donnerhall“ finde ich so treffend. Ich habe früher ja auch gerne mal darüber gemeckert, was für eine Sauerei es ist, dass ältere Schauspielerinnen nur noch ganz andere Rollen bekommen. Aber stimmt. Was sollen sie denn spielen? Da fiel mir auf, wie reflexhaft ich selbst in manche Jammertiraden einstimme, das gab mir zu denken. 😉

      Lieben Gruß!

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  24. Schön, dass durch den Umzug auch ältere Beiträge wieder zu Wort kommen.

    Bei diesen Frauentypen frage ich mich immer, was ich davon sein soll. Eine kleine bunte Kuh?

    LG Ines

    P.S. Warum kann ich nicht mit meiner URL kommentieren?

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    1. Nachtrag1: Nee, an Gravatar kann das nicht liegen. Ich habe da auch ein Profil und kann trotzdem mit meiner URL kommentieren.

      Nachtrag2: Hab die URL mal eingefügt.

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  25. Das ist in der Tat praktisch. Manche der alten Posts verdienen es einfach, noch mal rausgeholt zu werden, zumal sie für die durch den Umzug hinzugekommenen Leser ja sogar neu sind. 😉

    Lieben Gruß!

    P.S: Das ist mir ein Rätsel. Sollte eigentlich funktionieren und bei T. oder Sieglinde – also den heute neu hinzugekommenen Kommentaren- funktioniert das auch. Hm… ob’s daran liegt, dass du bei Gravatar registriert bist und man da auch den Link für die Website hinterlassen kann? Wobei das damit eigentlich nichts zu tun haben dürfte…

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  26. Schön, dass du den Artikel hier noch mal veröffentlicht hast, der ist mir nämlich im alten Blog wohl durchgerutscht….
    Ich kenne keine einzige Frau meines Alters, die auch nur ansatzweise so ist wie die oben beschriebenen…. lach… zum Glück! Offenbar umgebe ich mich gern mit vernünftigen Menschen, sowohl Männern als auch Frauen. Meine Freundinnen und ich werden älter, bekommen Falten und Krampfadern, graue Haare und Kniebeschwerden. Alles ganz normal. Und da wird nicht gebotoxt und Fett abgesaugt, sondern die nächste Hose wird halt eine Größe größer gekauft. Oder man macht halt ein bisschen Sport, das geht auch. Und wir lesen alle diese Bücher nicht.. 😉
    Das Buch von Frau Kürthy muss ich mir aber trotzdem besorgen, das scheint wirklich gut zu sein. Und Miss Marple aka Margaret Rutherford ist wirklich spitzenmäßig! Ich bin für mehr Miss Marple, denn für Pippi bin ich ein bisschen zu alt.. *grins*
    Liebe Grüße!

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    1. Hihi, ich habe ja wohl wirklich die besten LeserInnen, die man sich wünschen kann. Freuen sich über recycelte Posts. 😛

      Wie bitte? Da wird nicht gebotoxt und die nächste Hose halt eine Nummer größer gekauft?! Um Himmels willen! Lest ihr keine Lifestyleblogs oder Zeitungen?! So geht das nicht! 😎

      Das Buch von der von Kürthy gehört nicht in die Reihe der genannten Bücher, ist aber sehr lesesnwert (Rezension folgt). Die liegt momentan einfach sehr auf meiner Wellenlänge und bringt die Dinge herrlich auf den Punkt. Würde ich das, was sie da raushaut, so verbloggen, hätte ich die halbe Blogosphäre gegen mich. *g*

      Lieben Gruß!

      P.s: Für Pippi ist man nie zu alt. Ich habe gestern im Altersheim eine Pippi kennengelernt, die mit 99 wieder mit dem Rauchen begonnen hat. Und wer sollte es ihr verbieten und warum? 😉

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  27. Nochmal 20 sein? Ach du Schreck, bloß nicht! Erstens war ich in dem Alter häßlich (faktum est) und hatte vom Leben keine Ahnung, zweitens muss man heute im zarten Alter von 20 Jahren dermaßen am Lifestyle-Ball bleiben und mithalten und rumhektiken – och nö. Um ein bekanntes Zitat abzuwandeln: Ich bin Mitte 40 und das ist gut so! Wem will ich denn auch mit Jugendwahn was vormachen? Ich kann mich doch nicht selbst belügen?
    Mein Po ist eben keine XS oder 36/38 mehr – aber für kneifende Unnerbüxen bin ich mir auch zu schade. Meine T-Shirts sind sowas von absolut gar nicht modern? Tja, aber dafür schmeicheln sie meiner Figur und ich gucke gern in den Spiegel … Beispiele gibt es genug – Du weißt, was ich meine. Lasst uns Frauen sein und dazu stehen.

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    1. Hm… ich überlege gerade, ob ich heute mehr Ahnung vom Leben habe als damals. *räusper* Ich sage jetzt einfach mal ja, sonst wird’s zu peinlich. 😉 Manchmal (ziemlich oft sogar) komme ich mir genauso spinnert vor wie vor 20 Jahren und bilde mir ein, noch so viel Zeit zu haben. Tja… vielleicht ist es gut, die Zeichen der Zeit nicht mit aller Gewalt auszumerzen, sonst gibt das nachher ein böses Erwachen.

      Und das hast du schön gesagt und das unterschreibe ich absolut: Lasst uns Frauen sein und dazu stehen. Punkt.

      Lieben Gruß!

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  28. Was du so alles liest. Da kann ich mich Sabine nur anschließen. *lach* Ach und diese komischen Sachen, wie Frauen auch über sich selbst reden, das hat mich sehr erstaunt als ich zu bloggen anfing. Sehr. Neuland habe ich keine 2 Seiten durchgehalten. Sorry. 😉 Aber bei Miss Marple bin ich volle Pulle bei dir. Liebe Grüße Sabina

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    1. Ja, ja… ich werde nur noch anspruchsvolles Zeug lesen. 😛 Zu Neuland sage ich jetzt mal nüscht, da habe ich gerade die zweite Rezension rausgehauen, die der ersten völlig widerspricht. Ich sag’s mal so: das Buch polarisiert (s. Rezis bei Amazon) und man kann es nicht immer lesen. Manche wohl auch gar nicht. 😉

      Liebe Grüße!

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  29. Ok, mein Hals hat sich also vor 3 Jahren verabschiedet. Gut, dass ich das auch endlich weiß. Bis eben fand ich ihn noch ganz in Ordnung, aber da habe ich wohl durch eine rosa Brille geguckt. Oder meine Sehkraft hat stark nachgelassen 😉
    Ich frage mich ebenfalls, zu welchem Frauentyp ich wohl zähle – scheinbar zu keinem . Stellt sich die Frage: Bin ich schon tot? Oder unsichtbar? Oder wollte sich mal wieder jemand verewigen, der nicht wirklich Ahnung hat. Ich tippe auf letzteres. Und mache weiterhin einen großen Bogen um Selbsthilfebücher, die mir sagen, dass ich gefälligst sch**** auszusehen habe.
    In diesem Sinne noch einen schönen Tag
    Andrea

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    1. Puh, na was für ein Glück, dass du nun weißt, dass sich dein Hals verabschiedet hat! Nicht auszudenken, wenn du weiterhin gedacht hättest, dass du da kein Problem hast. Aber schön, dass ich dir da auf die Sprünge helfen konnte.*g*

      Du machst einen Bogen um Selbsthilfebücher? Machst du gut. Ich mache das ab sofort auch – zumindest wenn mir jemand erkläre möchte, wie ich in welchem Alter zu sein habe. Ich bin einfach, wie ich bin. Das muss reichen. 😛

      Lieben Gruß!

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