Post-Umzugskater und ein bisschen Wehmut.

Das Bloggen machte mal richtig Spaß. Wer der Meinung war, schreiben zu können und/oder sich schreibenderweise Luft machen zu wollen oder whatever, eröffnete ein Blog und ließ die Welt an seinen Gedanken, seinen DIY-Projekten oder seinen Kochrezepten teilhaben. Die Bloggerei steckte noch in den Kinderschuhen und es ging weder um Klickzahlen noch um Vermarktung oder das Design. Nur ums Schreiben und den Spaß an der Sache. Meine ersten Gehversuche machte ich damals bei myblog. Ich schrieb lediglich privates Zeug in Tagebuchform und war erstaunt, wie schnell ich damals Gleichgesinnte fand und ich finde es faszinierend, dass noch immer Blogger meiner ersten Onlinestunden unterwegs sind – mittlerweile auch auf Instagram [herzlichen Gruß an dieser Stelle an Frau Vau, Nila und Herrn Berlin]. Ich hüpfte zu WordPress und später zu Blogger und nun wieder zu WordPress. Währenddessen wurde die Blogosphäre reifer und änderte ihr Gesicht. Ein bisschen Hyaluron hier, ein bisschen Botox dort.

Die einfachen Tagebuchschreiber wurden weniger und auch ich hatte irgendwann keine Lust mehr, meine privaten Familienstorys mit der Öffentlichkeit zu teilen, zumal die Beteiligten keine Lust hatten, Bestandteil einer Blog-Soap zu sein, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Währenddessen kamen gestyltere Blogs auf – und irgendwann stellte sogar ich als bekennende Frauenzeitschriftenleserin fest, dass sich die Zeitschriftenmacher mächtig ranhalten müssen, wenn ihnen die Blogs nicht den Rang ablaufen sollen – so viel Inspiration in Wort und druckreifem Bild wurde da frei Haus geliefert und das [im Gegensatz zu den Zeitschriften] werbefrei und nur aus Spaß an der Sache. Scheinbar dachte nicht nur ich so, sondern auch die Werbetreibenden. Plötzlich waren Blogger die neuen Stars, denen sogar Suzy Menkes ein paar weniger nette Worte widmete. Blogger waren die, die frech aufschrieben, kein Blatt vor den Mund nahmen und Journalisten scheinbar den Rang abliefen. Oder die, die plötzlich von den Werbetreibenden umworben wurden. Und so reifte die Blogosphäre weiter und gönnte ihrem Gesicht noch ein paar größere Eingriffe, weil’s ja immer noch ein bisschen besser geht.

Aus Blogs wurden magazinähnliche Blogazines, die es mit einem Lifestylemagazin aufnehmen können – auch von den Kooperationen her. Da wird ein Mix aus Anti-Aging, Probefahrt mit dem neuen SUV oder schönheitschirurgischen Eingriffen uvm. serviert. Weil es, wie es heißt, ein Herzensbedürfnis ist. Und das ist ja auch in Ordnung so, weil jedes Herz unterschiedliche Bedürfnisse hat. Da stellt sich mir allerdings die Frage: Was ist mein Herzensbedürfnis, das Blog betreffend? Mit dem „Höher, schneller, weiter“-Virus wurde ich durch den Langzeitkonsum durchgestylter Lifestyleblogs ja offenbar schon infiziert, sonst hätte ich mein kleines Bobbycar [aka Blogspot-Blog] nicht gegen einen niegelnagelneuen Fiat 500 [fragt nicht, ist halt (m)ein Traumauto] getauscht. Ich bereue den Umzug nicht, denn die Handhabung ist wirklich komfortabel und vom Design her gibt es viel mehr Spielraum. Ein durchgestylteres Blog ist allerdings auch ein Signal, wenn auch ein unbewusst gesetztes. Etwa: Hallo, ich möchte jetzt gerne mal in einem anderen Sandkasten mitspielen.

Doch… möchte ich das überhaupt? Möchte ich mich in den Sandkasten setzen, in dem keine einfachen, mit Steinchen und Muscheln verzierten Sandburgen mehr gebaut werden, sondern der Burj Khalifa? Spricht es mich an, wenn eine einfache Schokolade [okay, die Milch stammt von lilafarbenen Kühen, aber trotzdem…] in einem großen Lifestyleblog mit über 100 Hochglanzbildern und ein bisschen weniger Text beworben wird?  Oder das „innovative“Deo mit 50 Bildern am lebendem Objekt, dem bei jeder Aktion die Sonne aus dem Allerwertesten scheint, weil das Leben durch diese Schokolade und dieses Deo scheinbar mindestens doppelt so schön ist – ach was, überhaupt erst lebenswert wird?! [Antwort: nein! Es spricht mich nicht an, ich finde es befremdlich.] Wie viele dieser perfekt inszenierten Food-Bilder von normalen Bloggern [keine Foodstylisten!] möchte ich noch sehen? Und wie viele Berichte aus eintausendundeiner Perspektive über ein Bloggerevent lesen und in wie viele Beautyboxen schauen? Wie oft noch lesen, dass Snapchat ebenso ein Muss ist wie perfekte Breakfast- u. Lunchbowls oder Achtsamkeit 24/7 – mindestens?!

Fakt ist: Wenn ich in meinen Feedreader schaue, kann ich anhand der Überschriften immer seltener erkennen, welchem Blog ich welche Überschrift zuordnen kann. Und wenn ich neue Blogs aus dem Lifestylebereich durchstöbere, denke ich an die Cover der Fernsehzeitschriften, die im Supermarkt neben der Kasse  aufgereiht sind: Auf allen prangt eine VIP-Beauty [die ich zum Teil tragischerweise nicht mal mehr erkenne, weil da großzügigst mit Photoshop gearbeitet wurde], die – so schön wie sie ist – austauschbar ist. Gesehen und vergessen, es gibt so viele davon. Auf den Zeitschriften-Covern.  Und es gibt so viele magazintaugliche Fotostrecken und Wohlfühltexte. In Blogs. Es ist, bei aller Perfektion, so aufregend wie ein „Rosamunde Pilcher“-Filmmarathon. Jeden Abend.

Das und die Tatsache, dass es in der Bloggerwelt zweifelsohne Gepflogenheiten gibt, die einen Post wert sind oder zwei oder drei, hat in den vergangenen Wochen zu einer interessanten Gemütslage bei mir geführt: Auf der einen Seite wollte ich unbedingt an meinem Design schrauben, was ich zu meiner Zufriedenheit erledigt habe. Auf der anderen Seite überfiel mich allerdings eine so heftige Blogunlust, wie ich sie schon lange nicht mehr hatte und dummerweise hat das Bloggen auch ein bisschen die Ventilfunktion verloren, die es einst für mich hatte. Es ist nämlich nur bedingt bis gar nicht ratsam, sich schreibenderweise Luft zu machen – es sei denn, es handelt sich um ein mehrfach versiegeltes Tagebuch.

Blöd. Weil ich ja ein Mensch bin, mit dem schnell mal die Pferde durchgehen und der dann auch nicht die Klappe halten kann.  Doch logischerweise bieten die Posts, in denen man sich Luft macht, denen Futter, die im Modus der Konträrfaszination unterwegs sind. Oder jenen, die zeigen wollen, dass sie „total anders drauf sind“. Lässiger. Cooler. Tiefenentspannt und dem Zeitgeist immer einen Sprung voraus. Und schwupps folgen von anderer Seite Posts, in denen die vermeintlichen „Meckerposts“ [merke: Klartext schreiben ist immer meckern, es sei denn, es ist der eigene Klartext, da wird dann nicht gemeckert, sondern… äh… na was auch immer] auseinandergedröselt werden – gerne auch zeitgleich in mehreren, miteinander vernetzten Blogs. Es wird nämlich, finde ich, entgegen der Behauptung, dass in der Bloggerwelt mittlerweile überwiegend von Konkurrenzdenken zerfressene Einzelkämpfer unterwegs sind[1], durchaus genetzwerkt, aber eben nicht gruppenübergreifend, sondern in sehr begrenztem Rahmen.

Und so führte meine merkwürdige Gemütslage in den letzten Wochen dazu, dass ich relativ oft die Augenbrauen nach oben zog. Was blöd ist, schon im Sinne der zu erwartenden Falten, denen ich lieber vorher aus dem Weg gehe. Ich möchte mich nämlich nicht wirklich mit dem beschäftigen, was mich zum Hochziehen der Augenbrauen nötigt – zumindest nicht bei den auf ihren schönen Schein pochenden Lifestyleblogs, das Weltgeschehen reicht mir da völlig aus. Und ich möchte auch nicht so oft über das Bloggen bloggen [was für Nicht-Blogger eh uninteressant ist, vermute ich]. So wichtig ist das nämlich nicht, das Bloggen.

Kaum den Umzug zu WordPress vollbracht, stand ich plötzlich da und fluchte: „Die Bloggerei nervt mich, aber richtig. Ich hätte nicht umziehen, sondern das Blog an den Nagel hängen sollen.“ Und dann ging mir das Licht auf, dass ich mal wieder gewaltig auf dem Schlauch stehe. Weil es ja doch ein wenig einfältig ist, die Bloggerwelt über einen Kamm zu scheren. Und sich vorrangig im Kreis der Lifestyleblogs rumzutreiben und sich dann über das ständige Wiederkäuen der Themen und die dort herrschende Seichtigkeit zu wundern, die ja in der Natur der Sache liegt. Vielleicht einfach mal über den Lifestyleblog-Tellerrand schauen und neue Blogs aus anderen Sparten entdecken? Die gibt es nämlich. Und zum Glück ist es in der Blogosphäre ja auch relativ leicht, sich auf inspirierende Dinge zu fokussieren. Ein Aufräumen des Feedreaders sowie ein der Situation angepasstes Leseverhalten und die Entdeckung von neuen Blogs genügen. Wäre das mal im Real Life so easy… 😉

 

Kater

 

P.S: Mir ist es tatsächlich gelungen, im zweiten Anlauf einen Schwung noch ausstehender Posts zu importieren. Blöderweise herrscht nun bei den Kommentaren Kraut und Rüben. Mal schauen, ob ich das noch per Hand ändere, verspüre dazu aber wenig Lust derzeit. Gut, ich schalte jetzt noch Stück für Stück ein paar der älteren Posts frei (damit eure Feedreader nicht von 5 Posts/Tag gespamt werden, wie es derzeit der Fall ist) und hoffe, dass sich die Ideen für einen netten Themenmix  schnell wieder einstellen – einiges gärt zumindest schon. 😉

Schöner, allerdings schon 2 Jahre alter Post dazu auch bei Neontrauma: Stirbt die Individualität in der Blogosphäre aus?

[1] langweiledich.net/blogger-vereinigt-euch/

[Beitragsbilder: erstellt mit Canva]

47 Kommentare zu „Post-Umzugskater und ein bisschen Wehmut.

  1. Das hast du schön gesagt und klasse geschrieben! Und mich gleich am Montagmorgen zum Lachen gebracht – mit lila Schokolade bei Bloggern, die noch vor wenigen Monate postulierten, dass Billigschokolade Verschwendung von Lebenszeit ist und Klartext, der nicht sein darf, weil er ja im Grunde nur zeigt, dass man selbst pöse ist und deshalb muss die Welt quasi immer schön sein, andernfalls ist man selbst hässlich.
    Ich freue mich trotzdem über Posts wie diesen, weil es mir manchmal genauso geht. Los, suchen wir uns den passenden Sandkasten. Aber nicht ums Förmchen und um die rote Schaufel streiten, gelle?
    Liebe Grüße
    Fran
    P.S. Ich hätte da ein Deo…. aber das ist im Koffer *grins*

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    1. Ja, ja, ich weiß… „picken wir uns nur die Rosinen raus, das Leben ist zu kurz für Schrott“ (da gärt ja auch gerade ein weiterer Post), bla, bla, bla. Ich mag es nicht mehr lesen und es hat auch wenig mit meiner Realität zu tun. Oder mit der Realität der Menschen, die ich zu meinem Umfeld zähle. Natürlich ist die Welt schön und ich bin oft genug einfach nur dankbar, dass ich hier leben darf und nicht an einem anderen Ort festhänge. Aber wer vor all dem Elend in der Welt (oder in der eigenen Stadt) und den hässlichen Seiten die Augen verschließt, der ist entweder sehr naiv oder hängt im letzten Kuhkaff ohne Zeitung und Internetanschluss fest. Die Kunst besteht für mich nicht nicht darin, all das auszublenden, und gut drauf zu sein. Eine Kunst ist es viel eher, all das zu sehen und trotzdem eine gewisse Leichtigkeit an den Tag zu legen. 😉

      *hüstel* Ich gehöre ja tatsächlich auch zu denen, die sich bei einem Problem [also, eine Person oder eine Sache nervt mich extrem] IMMER erstmal an die eigene Nasenspitze fassen, weil mir meine Reaktion sehr, sehr viel über mich aussagt. Aber wenn das Problem bspw. darin besteht, dass jemand sein Auto grundsätzlich vor meiner Einfahrt parkt, im Straßenverkehr alle Regeln missachtet oder andere die Hundeschei**e einfach dort liegengelassen, wo sie halt hinfällt (gerne auch mitten auf dem Weg), dann liegt das Problem definitiv nicht bei mir und diesen Schuh ziehe ich mir dann auch nicht an. Der ist mir zu klein. 😉

      Wir könnten uns einen neuen Sandkasten bauen. Und derweil taucht dann auch euer Gepäck wieder auf. 😛

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  2. Ich wollte nur sagen: Liebe Anna, bitte mach weiter! „WeibsWort“ war immer so gut geschrieben und hat einige spannende Themen (auch über das Bloggen) aufgegriffen, sodaß ich denke dass, wenn du das auch mit dem neuen Design so beibehältst, du auch weiterhin viele interessierte Leser(innen) haben wirst! Und die erwarten von dir genau das, was du machst – und keine Schoki-Werbung und auch nicht den 100. Bericht von einem Beauty-Event.
    LG
    T.

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    1. Stimmt. Wenn ich so durch andere Blogs hüpfe, könnte ich glatt vergessen, wo meine Wurzeln sind und weswegen ich überhaupt schreibe. Aber so langsam geht es wieder. Danke dir für deinen Zuspruch! 😉

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  3. Liebe Anna, hier die „nur“ lesende Nicht-Bloggerin!
    Ich bekam gerade einen Mordsschreck, weil ich dachte, du wolltest mir heute schonend beibringen, dass du beinen Blog schließt! Mach das ja nicht! Ich bin ja erst seit ein paar Jahren auf Blogs unterwegs und freue mich noch immer so, dich gefunden zu haben! Ausser deinem lese ich ja nur noch 2 – 3 andere Blogs einigermaßen regelmäßig und das sind keine hochglanzpolierten, gebotoxten Lifestyle-Blogs, sondern Blogs von echten Menschen, die auch mal einen schlechten Tag und ein paar Monster im Schrank haben. Also, ich kanns nur immer wieder sagen: bleib da und bleib wie du bist!
    Liebe Grüße von Marion

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    1. *hüstel* Also wenn ich ein Blog an den Nagel hänge, bin ich da weniger zart besaitet und mache einfach dicht. Mehr oder weniger. Aber da ich mich jetzt für eine eigene Domain entschieden habe, soll das tatsächlich auch eine längerfristige Sache werden. Frau wächst ja an ihren Aufgaben. 😉

      Ich werde mich deinen Lesegewohnheiten mal anschließen und wieder weniger Hochglanzblogs lesen. Davon wird mir übel.

      Lieben Gruß! 😉

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  4. ach Anna mir gings grad auch so. Hab mich an die eigene Nase gefasst. Aber sie fühlte sich nicht Hochglanz durchgestylt an und ist auch nicht schön operiert oder photogeshoppt. Okay bissi glänzt sie aber es ist auch heiß hier musst Du wissen. Ich sortiere immer mehr Hochglanzblogs aus meinem Reader, die mir wie Hochglanzwerbemagazine, die ich immer noch lese, vorkommen. Ich lese auch gern mal kritisch. Hoffe nicht dass Du erwägst Deinen Sandkasten jetzt in die Ecke zu stellen und was anderes zu spielen:)
    Liebe Grüße Tina PS: Ich will auch lila Schokolade 🙂

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    1. Nein! Du gehörst doch nicht zu der Hochglanzfraktion! (Mit dem Design eher ich!) Dein Blog ist wunderbar und du bist nach wie vor die Königin der Accessoires. Mag ich sehr. ❤

      Aber es beruhigt mich, dass nicht nur ich den Hochglanzkater habe. 😉

      Lieben Gruß!

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  5. Stimmt, die Bloggerwelt hat sich verändert, wobei ich immer noch da lese, wo ich auch schon vor 3-4 Jahren zu finden war 🙂 Neue Blogs kommen selten dazu, mein Tag hat eben auch nur 24 Stunden. Die Blogs, wo ich vorbei gucke, haben sich zwar weiterentwickelt sind aber immer noch authentisch. Deshalb lese ich dort so gerne. Und deshalb werde ich meinen Blog auch nicht verändern, um in Rankings etc. (wieder) weiter nach oben zu rutschen. Weil ich von Maschinen gescannte Rankings in Frage stelle ( die Maschine liest eben nicht), weil ich scheinbar einen Personenkreis anspreche, den ich angenehm finde und weil ich halt nicht ein Massenblogger sondern eine Nische sein möchte. Mit meiner Persönlichkeit. Und ich hoffe, dass du noch lange hier sein wirst, deine Einträge würden mir sicherlich fehlen.
    So, ich könnte noch ewig schreiben aber die Waschmaschine ruft. Hab es fein Anna-Sabine 😉
    Liebe Grüße
    Andrea

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    1. Na ich habe da in letzter Zeit versucht, meinen Bloglesekreis zu erweitern, aber das ist nicht so leicht. Und wie du sagst: Der Tag hat nur 24 Std. Dazu kommt noch Instagram. Und das echte Leben… nee,die Zeit möchte ich nicht mit Dingen vergeuden,die mich nerven, so es sich vermeiden lässt. Da schließe ich mich lieber dir an und bleibe in einer kleinen, aber hoffentlich feinen Nische (auch schwachsinnig formuliert, weil ich ja kein Nischenblogger bin, sondern einer, der die Mainstreamthemen beackert, aber gut). Das macht mehr Spaß und dann kommt auch der Spaß am Bloggen wieder. Es läuft auch langsam wieder an… 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Nische im Sinne von „Ich mache nicht jeden Mist mit, nur um meinen Leserkreis zu erweitern“ finde ich genau die richtige Bezeichnung, auch wenn die Themen eher Mainstream sind. Aber eben nicht die Sätze so anpassen, dass frau im Ranking ganz oben ist, irgendwelche sinnbefreiten Links setzten, nur damit der Blog beim automatischen Scannen von Rankings besser da steht und sich einfach mit dem auseinander setzten, was uns wirklich interessiert. Das ist unsere Nische.
        Liebe Grüße
        Andrea

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  6. Oh Mann -> du sprichst mir aus der Seele.
    Ich bevorzuge eigentlich fast nur private Blogs, aus denen man die „Seele“ des Autors herauslesen kann.
    Hie und da ist auch ein Lifestyle-Blog dabei, der mich in seiner Schreibweise fesselt. Das ist aber eher die Seltenheit. Mir fällt auf, dass in den letzten Jahren der Trend zum professionellen Bloggen geht. Und genau da verlieren die einzelnen Blogs ihren eignen ganz besonderen Charme,
    Ich persönlich ändere außer ab und zu das Design sicher nichts an meinem Blog. Mir ist SEO, Ranking und Status so egal (als ob in China ein Reissack umfällt).
    Wie eine Königin freue ich mich, wenn ich durch Zufall ein neues Blogschätzchen in den unendlichen Weiten des WWW finde.
    So, und jetzt zu dir:
    Ich kenne dich und deine Blogs schon sehr sehr lange. Auch die lustigen und nachdenklichen Artikel über deine Familie und dein Leben ;)Ich liebe deinen ganz eigenen Schreibstil plus die Bandbreite von Themen, über die du schreibst.
    Also du kannst -nein du sollst – auch weiterhin in deiner Sandkiste buddeln. Und ab und zu teilen wir uns ein Stücken lila Schokolade *sabber*
    Liebe Grüße
    Nila

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    1. Nilaaaaa! Ich hab dich mal gleich oben im Text verlinkt. Du bist doch auch eine Leserin der ersten Stunden. Mensch. *blush*

      Jep, das ist so. Der Trend geht zum professionellen Bloggen und ich sehe es auch so, dass der Charme dadurch flöten gehen kann – nicht muss, aber kann. Es gibt auch relativ werbelastige Blogs, die ich trotzdem gerne weiterlese, weil mir die Person hinter dem Blog einfach sympathisch ist. Aber da lese ich auch lange mit und nehme die Veränderung halt hin. Entdecke ich neue Blogs, die arg werbelastig unterwegs sind, schau ich nur sporadisch rein und irgendwann dann gar nicht mehr. Und wenn ich Blogfrischlinge entdecke, bei denen ich 90% des Contents um „Erfolgreich bloggen, SEO & Co“ dreht, dann schaue ich da kein zweites Mal rein.

      Jut, danke dir für deine Worte. Ich werd mal schauen, was für hübsche Sandburgen ich hier demnächst fabrizieren werde. 😛

      Lieben Gruß!

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  7. He, wir haben es doch gut. Ich verfolge auch auf Instagram eher selten auf Hochglanz polierte Profile. Dass man sich auch als „Hobbyblogger“ weiter entwickelt, finde ich dabei ganz normal. Es ist allerdings schwierig, hier die Balance zu halten. Ich möchte nämlich nicht, dass mein Blog als reine Werbeplattform missbraucht wird. Und das geht schneller als man denkt, weil einem Honig um den Bart geschmiert wird. Nee, nee.

    Also nicht gefrustet sein, sondern nur die Blogs lesen, die Dir am Herzen liegen. Dann macht es auch wieder mehr Spaß.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Das hast du gut gesagt. Es ist schwierig,die Balance zu halten. Nur gut, dass Balanceübungen schon immer zu meinen liebsten gehört haben. 😛 Und ich möchte hier auch auf keinen Fall Werbung auf Blogs verteufeln. Letztendlich werbe ich ja selbst ständig, wenn ich irgendwelche Sachen vorstelle, obwohl ich das völlig unentgeltlich mache, weil ich die Idee/die Sache spannend finde. Aber wenn dann halt exzessiv geworben wird, bin ich auch weg. Weil ich die Werbeseiten in den Zeitschriften ja auch überblättere. 😉

      Lieben Gruß!

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  8. Du glaubst gar nicht, wie gut ich das nachempfinden kann, was Du da schreibst. Mich nervt es auch immer wieder, diese Heile-Welt-Sprüche, als ob man immer nur dankbar sein müsste und nie einfach mal Klartext reden dürfte. Vorallem ist es doch auch so, dass man eben nicht immer nur projiziert (Herrgott nochmal!) sondern manchmal einfach sehr klar sieht (man is ja nicht ganz doof!), was da wirklich abgeht. Aber die Menschen, die aufmerksam machen auf die unschönen Seiten, die werden heutzutage gerne abgestempelt und in eine „Negativ-Ecke“ gestellt. Das kenne ich und deshalb bin ich so offen, wie ich es bin – weil zu meinem Leben alles gehört. Auch die nicht so tollen Geschehnisse, selbst wenn es einen dann bisweilen auch mal selber nervt, wenn man gerade zur „Blog-Soap“ (wie passend!) mutiert. Manchmal isses eben, wie es ist.

    Und Hochglanzmagazine ertrage ich nur in seeeehr begrenzter Menge und deshalb lese ich auch solche Blogs nicht. Und ja – manchmal muss man mit einer Sache solange hadern, bis sich der Blick über den Tellerrand schiebt. Kenne ich auch 🙂

    Schreibe, wie es Dir über die Feder kommt – wer damit nicht klar kommt, kann ja woanders lesen.

    Liebe Grüsse
    Clara

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    1. Danke, danke, danke. Sprichst mir mit deinem Kommentar aus der Seele – siehe auch den heutigen Post. Ich schaue wirklich fast immer zuerst, was mein Anteil an der Sache ist und überlege, was ich aus der Situation für mich lernen kann – darum schreibe ich auch oft und gerne von Lerngeschenken. Aber irgendwann isses dann auch mal gut. Und ich kann deine Worte nur unterschreiben. Menschen, die anderen permanent Negativität unterstellen oder Projektionen wittern, sind für mich auch einfach nur nicht bereit, sich mal IHREN Anteil an der Sache anzuschauen. Aber wenn du das sagst, bist du wieder so negativ. 😉

      Wahrscheinlich solltest du auch dankbar für deine lärmunempfindlichen Nachbarn sein, die … äh… in Wirklichkeit ein Lerngeschenk sind. *Ironie off* 😉

      Lieben Gruß!

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      1. Heute in der Ergotherapie „Können Sie den Lärm nicht ausblenden? Ihre Nachbarn können Sie ja nicht ändern, aber…“ Boah, ich fang gleich an zu brüllen. Glaubstes denn? Ja, so „negativ“. Genau. Nein – es ist ein großer Unterschied zwischen Negativität und der Wahrheit und sorry, aber die Wahrheit ist nicht immer schön. Und sie besteht aus Fakten und was kannst Du dafür, wenn Dir manchmal einfach diese Fakten auffallen? Nee Anna, wer auch schonmal einfach die Wahrheit sagt bzw. sieht, der hat es in dieser verlogenen Welt nicht einfach.

        Hab trotzdem einen schönen Abend :))

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        1. Na ich hoffe, DU hattest einen schönen Abend – vor allem ruhig(er)! 😉

          Da sagst du was… „Es ist ein großer Unterschied zwischen Negativität und der Wahrheit“ – jep, sehe ich auch so. Und im Lauf der Jahre habe ich mir auch einen Floskeldetektor zugelegt, der immer dann Alarm schlägt, wenn mir „meine(!) Wahrheit“ als Negativität oder ähnliches ausgelegt wird. Gerne genommen wird „Mach dir nicht so viele Gedanken“, „du bist aber auch empfindlich/sensibel“, „stell dich nicht so an“ oder „das siehst du falsch“. Nein. Sehe ich nicht. Es ist meine Sichtweise. Anderen billige ich logischweise ihre eigene Sichtweise zu, aber wenn man mir meine absprechen möchte, werde ich grantig. 😉

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  9. Guten Abend Anna! Lass dich mal knuddeln ❤
    Glaube wenn du dich hier eingelebt hast, dann macht es dir auch wieder Freude, und dann flutschen die coolen Texte wieder nur so in die Tastatur 🙂
    Liebe Grüße zu dir!

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    1. Danke. Das hoffe ich auch, dass ich mich einfach nur eingewöhnen und vielleicht ein bisschen mein Leseverhalten überarbeiten muss und dann läuft es wieder. 🙂

      Lieben Gruß!

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  10. So eine Zäsur, wie Dein neues Blog-Design und damit der Einstieg in einen neuen Sandkasten, sind schon die richtige Zeit für einen kleinen Bloggerinnen-Kater.
    Doch mir scheint, Du hast es geschafft in den neuen Sandkasten viel von Deinem guten, alten Sand mitzunehmen. Bravo! Also, so kannst Du prima mitspielen in der neuen Kiste.
    Ich freu mich sehr drüber, denn ich lese gern bei Dir.
    Herzliche Grüße von Sieglinde.

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    1. Klingt logisch, wenn du das schreibst. Einen Blogger-Kater hatte ich ehrlich gesagt gar nicht eingeplant. Aber mit den Plänen ist das ja eh so eine Sache. 😉

      Und danke dir für deine Worte! Ich glaube auch, dass ich meinen ganzen Sand mit rübergeschaufelt habe und das ist gut so.

      Herzlichen Gruß zurück!

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  11. liebe anna!
    ich habs schon oft geschrieben und hier noch mal: nur angucken was einen glücklich macht! nur lesen was einen klüger macht!
    so wie du dir keine „fernsehzeitschriften“ kaufst und ich mir keine „frauenromane&historienschinken“ so muss man es eben auch mit blogs halten. geistige hygiene 🙂
    das leben ist zu kurz um sich über all die scheinheiligen möchtegerns und konsumopfer zu ärgern – einfach mal rumgucken was es sonst so gibt – hast du ja auch schon als lösung erkannt!
    und den satz von suzy menkes zum thema „fäschn-blooger“ : **“It isn’t good because you like it; you like it because it’s good.” Slim chance of that idea catching on among the fashion bloggers.** kann ich nur unterschreiben 🙂 danke für den link!
    hau rein 🙂 xxxxx

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    1. Der Satz von Suzy Menkes ist wirklich klasse. Und darum bin ich froh, dass ich kein „Fäschn-Blogger“ bin. Zieh lieber das an, aber das ist nicht Fäschn. Ich mag’s, ich trag’s. Fertig. 😉

      Jepp, da liegst du wohl richtig – und ich ja jetzt auch wieder. Das Leben ist zu kurz, um sich ohne Not mit Sachen zu befassen, die einen zum Kopfschütteln verleiten. Sache ist halt die, dass ich meinen Horizont erweitern möchte und mir viele Dinge dann auch eine gewisse Zeit anschaue. Bei einigen merke ich gleich: Lass die Finger davon, ist nichts für dich. Bei anderen frage ich mich, wo jetzt der Fehler liegt: bei denen oder bei mir? Aber wahrscheinlich gibt’s überhaupt keinen Fehler, manche Dinge passen nur einfach nicht zusammen. 😉

      Lieben Gruß!

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  12. Hey Anna,

    ich blogge ja auch schon ziemlich lang. Seit 2002, um genau zu sein. Den Textblog gibt es immer noch, auch wenn er ziemlich … brachliegt. Ja, die Bloggerwelt hat sich verändert. Aber ey: Was sie uns für Chance eröffnet?! Man kann mit diesem wunderbaren vormaligen „Nur“-Hobby Geld verdienen! Und ich bin mir sicher, dass das in einem verträglichen Maße möglich ist.

    Mir persönlich geht es nach wie vor so, wie in der ersten Stunde: Ich liebe es zu schreiben, zu veröffentlichen, der Welt etwas von mir zu geben (PATHOS!). Wenn abends mein Posting fertig ist, kann ich es kaum erwarten, dass es morgens online geht! Da ist immer noch so viel Herzblut. HERZKLOPFEN! Und den meisten anderen geht es doch genauso! Dass manche Links nun Affiliate sind und ab und zu ein Werbeposting auftaucht – WTH! Ist das wirklich so wesentlich? Und ja, es gibt die „großen“ Blogzines, die Angestellte haben und ganz anders wirtschaften müssen. Hat aber doch auch seine Berechtigung. Und: Muss man ja auch nicht lesen. Auch nicht die Glücksblogger, die die ganze Zeit strahlen und lachen und jubeln. Leben und leben lassen. Bloggen und bloggen lassen.

    Mach dir doch einfach nicht so viel Gedanken. Blogge einfach. Der Rest findet sich. Ist doch wurscht, was andere tun. Oder?

    Ich will einfach nur meinen Weg gehen: Bloggen. Glaubwürdig bleiben. Und ja, auch damit Geld verdienen.

    Ich weiß, dass das geht.

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    1. Leben und leben lassen? Immer gern. Aber manchmal muss man Dinge auch thematisieren dürfen und dann ist es schön zu lesen, dass es andere ähnlich empfinden. Und wenn ich aufhörte, mir Gedanken zu machen, gäbe es meine Blogs nicht. Die leben von Gedanken. 😉

      Und ich schrieb ja: Werbung und A.-Links stören mich nicht -bis zu einem gewissen Maß. Denke, dass es da sehr schwierig ist, die Balance zu halten. Anfangs mag es gut klappen, aber je größer ein Blog wird oder wenn es dann wirklich zu einem von mehreren Bloggern betreuten Blogazine wird, desto schwieriger wird es. Aber das mag meine persönliche Meinung sein. Und darum gilt für mich: nicht mehr alles lesen, was mich zum Kopfschütteln bringt- es gibt genug tolle Blogs, mit denen es richtig Spaß macht. 🙂

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      1. Klar darfst du es thematisieren und dir Gedanken machen (ist ja dein Blog! ;-)). Aber ändert es was? Ich meine: nein. (Wenn man mal vom zustimmenden Nicken einiger absieht.)

        Ändern wirst du es nur dadurch, wenn du dein tolles (!!!) neues Blog mit eben besseren Inhalten füllst. Anstatt die alten Zeiten zu beklagen und sogar das Bloggen aufgeben zu wollen. ;)) Sorry, wenn nun diese Haltung hier nicht erwünscht. Dann schalte meinen Kommentar einfach nicht frei.

        Die Welt wird nicht durchs Klagen besser. Sondern durchs Besser machen.

        Das klingt jetzt sicher sehr belehrend. Aber das ist nun mal meine Einstellung. Macht vieles schwerer. Manches aber auch einfacher.

        (Ein innovatives Deo???????? Das habe ich wohl überlesen. Wo gibt es das denn??? :-)))

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        1. Das stimmt. Besser machen ist immer besser. Aber für mich gibt’s schon nen Unterschied zwischen „klagen“ und „ein (Zwischen)Fazit ziehen“. Da gibt es sehr viel mehr als nur schwarz oder weiß – aber jeder Jeck ist anders. Und wenn ich alles immer nur supi finden oder nicht hinschauen (weil zu negativ) soll, dann höre ich wirklich mit dem Bloggen auf. 😉 Und nebenbei sind die Posts, in denen man über das Bloggen bloggt, auch die, die am meisten gelesen werden. Vielleicht auch ein Grund, warum es so viele Blogs gibt, die sich dem Thema „erfolgreich bloggen“ widmen. 😛

          (Das innovative Deo trägt drei Streifen und wurde – ebenso wie die Schokolade – in einem Blogazine beworben. Ich bin ja viel im Netz unterwegs und beziehe mich – auch wenn einige hier vielleicht anderes vermuten – tatsächlich nicht nur auf „die üblichen Verdächtigen“. 😉 )

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  13. Das ist allerdings richtig: Blogbeiträge übers Bloggen gehen am besten. 😀 Wobei ich dass Phänomen ehrlich gesagt noch nie verstanden habe. Außer es bedeutet, dass wir in erster Linie von Bloggern gelesen werden. Und das will ich ehrlich gesagt nicht hoffen. 😀

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    1. Da bin ich ganz bei dir. Es ist mir ein Rätsel und ich hoffe wirklich nicht, dass das bedeutet, dass wir in erster Linie von Bloggern gelesen werden. Also, nichts für ungut, ich mag Blogger und bin selbst einer, aber ich hoffe schon, auch noch andere Leser zu erreichen. 😉

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      1. Ganz genau. Deshalb schreibe ich solche Beiträge auch eher selten. Denn für den Nicht-Blogger haben solche Posts ja eher weniger Mehrwert. Denke ich zumindest.

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        1. Hm…bin ich mir nicht so sicher. Die sind, weil sie so schön polarisieren, wahrscheinlich interessanter als der 10. Weichspülbericht über ein Bloggerevent. 😉

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  14. Hm, mir ist ehrlich gesagt nicht ganz klar, warum es so unglaublich verpönt ist, irgendwo Kritik zu üben. Klar, ich muss die Blogs nicht lesen, die ich kritisiere. Aber wenn eine Entwicklung gen Y mir nicht gefällt, darf ich das dann nicht trotzdem artikulieren?
    Um das mal auf eine andere Ebene zu bringen: Ich muss auch nicht in Länder fliegen, wenn ich den dortigen Umgang mit Menschenrechten nicht mag. Aber muss ich dann auch gleichzeitig die Klappe halten? Oder darf ich trotzdem Amnesty unterstützen? Wenn hier in der Kommunalpolitik etwas mächtig stinkt, weil wieder irgendein Provinzfürst nicht genug kriegen kann (ein Beispiel, das ich häufig erlebe), muss ich dann weggucken? Weil ich andernfalls schlechte Stimmung verbreite? Oder darf ich das thematisieren?
    Ja, ich darf. Und wer mir im Gegenzug vorwirft, dass ich doof bin, der mag das tun. Ich muss das ja nicht verstehen 🙂 Und ich muss das nicht einmal verstehen wollen.

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    1. Hi, klar darf man Dinge kritisieren. Aber man darf doch auch die Kritik kritisieren, oder? 🙂 Jetzt einfach mal grundsätzlich gesprochen.

      Wobei zumindest mein Kommentar nur eine andere Meinung war, und keine Kritik. Was sollte ich denn auch kritisieren – kann doch jeder halten wie er will. Ich persönlich sehe es halt anders. Das möchte ich dann aber auch sagen dürfen, ne? 😀

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      1. Aber sicher darf man die Kritik kritisieren. Das heißt dann Diskussion, glaube ich 🙂 Und eine eigene Meinung ist oft kritisch. Was sie ja auch sein soll. Ich vermisse ganz oft eigene Meinungen und freue mich über jeden, der eine hat!
        Vielleicht hat Anna Recht. Ich bin vermutlich zu viel Journalistin und zu wenig Bloggerin – und ich sehe zwischen beiden Professionen, so sie denn Ernst gemeinte sind, sehr große Unterschiede. Zu viel Meinung, zu wenig Lifestyle, und massig Glitzer drüberstreuen ist auch nicht mein Ding, denn das Zeug hinterher wieder wegzukriegen ist echt ne Heidenarbeit 😉

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        1. Na, das will ich hoffen, dass Bloggen und Journalismus zwei Paar Dinge sind, zumal im Lifestyle-Bereich. 🙂 Und eine eigene, gerne auch kritische Meinung zu haben, finde ich super. Nur – von einer Meinung alleine ändert sich nichts. Nichts anderes wollte zumindest ich oben sagen. Von daher formuliere ich noch mal neu:

          Die (Blog-)Welt wird nicht durchs Kritisieren besser. Sondern durchs Besser machen.

          (Deinen letzten Satz verstehe ich übrigens nicht, muss ich aber vielleicht auch nicht. ;))

          Egal. Ich bin jetzt raus! Habt einen schönen Abend!

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          1. Hm…ich wollte eigentlich nichts mehr dazu schreiben, aber die Quintessenz deiner Worte wäre dann: hab eine Meinung, aber behalte sie für dich? Warum? Mein Blog ist mein Sprachrohr. 😛

            Und dass ich parallel dazu an der Qualität meiner Posts arbeite, versteht sich von selbst, das tue ich immer. Weil es mir ein Herzensbedürfnis ist, Texte mit Mehrwert zu schreiben, aus denen die Leser was mitnehmen können und sei es nur ein Lächeln oder das Gefühl, dass ihnen jemand aus der Seele schreibt oder die Dinge auf den Punkt bringt. Aber momentan bin ich mit dem Textniveau durchaus zufrieden und das sage ich als extrem selbstkritischer Mensch nicht oft. Da darf ich dann auch einfach nur mal meine Meinung äußern. Wenn nicht hier, wo sonst? 🙂

            Schönen Abend dir auch!

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        2. Okay, das sage ich jetzt doch noch schnell. 🙂

          Nein, ich habe nicht und niemals gesagt, dass du deine Meinung für dich behalten sollst. Und das ist auch nicht die Quintessenz meiner diversen Kommentare. 🙂 Aber dein Posting klang so, als würde deine Meinung dazu führen, dass sie dir das Bloggen vergällt. Das fand ich schade – und deshalb habe ich geschrieben, du sollst dich nicht um andere kümmern, sondern einfach dein eigenes Ding machen/bloggen.

          Mit „nicht so viele Gedanken machen“ meinte ich auch nicht, dass du keine Meinung haben sollst (ich habe wirklich unklar formuliert, sorry dafür). Sondern ich wollte sagen: Wie andere bloggen, kannst du nicht beeinflussen. Was du aber beeinflussen kannst, ist dein eigenes Blog. Damit wollte ich aber auch wieder nicht sagen, dass hier Verbesserungsbedarf besteht (habe ich das irgendwo geschrieben? :-)), sondern lediglich, dass das dein Einflussbereich ist. Eigentlich wollte ich dich motivieren! Sorry, dass das ganz offenbar so daneben gegangen ist. (Wobei ich – mal von dem „Gedankensatz“ abgesehen – nicht weiß, wo und wie man mich so missverstehen konnte. ;-))

          Puh, Schachtelsatzkommentar galore! Uuuups.

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          1. Ups. Oh…okay…dafür bin ich zu schlicht gestrickt oder ich stand voll aufm Schlauch. Wäre nicht das erste Mal. Mir reicht doch ein einfaches „gefällt mir, was du machst, mach weiter so“ oder so ähnlich. 😛

            Danke dir herzlich für die Motivation! Die nehme ich immer gerne. 😉

            Lieben Gruß!

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    2. Tja, ich versteh das ehrlich gesagt auch nicht. Vielleicht ist das zu sehr Journalismus und zu wenig Bloggerei – hier aber auch bezogen auf den Lifestylebereich? Es gibt ja gerade auch bei WordPress tolle Blogs, in denen durchaus Klartext geredet wird und da fragt auch niemand, warum man denn nicht einfach wegschaut.

      Dieser Spruch „Love it, change it or leave it“ hat natürlich seine Berechtigung und ich versuche schon, mich so weit möglich daran zu orientieren. Aber immer nur die Klappe halten und woanders hinschauen ist echt auch keine Lösung. Und wenn ich im Lauf meiner Blogger“karriere“ was gemerkt habe, dann ist es das, dass meine Leser auch dazu neigen, Dinge zu hinterfragen. Wenn ich denen nur noch erzählen würde, wie toll ich alles finde, würden die denken, dass mich irgendjemand gekauft hat. 😉

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  15. Hallo Anna,
    als ich mit meinem Blog im März 2016 anfing, bzw. angefangen bin. Ja,, Du liest richtig, habe ich es schon zwei Jahre lang vorgehabt. Ich blogge, weil ich gern meine Freunde an meinen unternehmungen Teilhaben möchten. So ungefähr wie Du anfingst. Wenn sich andere Leser mit daran erfreuen und mir folgen, dann freut es mich natürlich und macht mich schon stolz. Ich bin relativ schnell nach WordPress umgezogen und sehe noch nicht so wirklich die Vorteile. hmmm, schon etwas. Aber ich bin da so etwas pingelig. Mir hat jemand geholfen, den Blog so aufzuauben wie er ist. Aber mir gefällt es persönlich nicht, das ich mich nicht mit gewissen Dingen auskenne und immer wieder fragen und bitten muss. Aber ich wohne irgendwie am A …. der Welt und finde keinen Kurs/ Workshop im bereich WordPress. Für Tipps und Adressen, gerne…. Bitte die nicht so horend kosten. Ich mag beide Blogs von Dir.
    Liebe Grüße, Elke
    einfachnurelke.de

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    1. Mit Kursen oder Workshops kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Ich mach das alles „learning by doing“ und manches bekomme ich dann schon irgendwie hin, weiß hinterher aber nicht mal mehr, wie ich das geschafft habe. 😛 Das ist übrigens der Grund, warum ich lange, lange bei Blogspot war. Ich hätte für jede Aktion fragen müssen und das wollte ich nicht. Entweder schaffe ich es selbst oder ich lasse es. Und so ist dieses Blog auch nicht selbst gehostet, das würde mich nämlich wieder überfordern. 😉

      Lieben Gruß!

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