Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…

Dass der britische Starkoch Jamie Oliver (41) ein Herz für Kinder hat und sehr kreativ ist, lässt sich nicht leugnen. Denn im August kann der 4-fache Vater erneut unter Beweis stellen, dass er und seine Frau Jools (41) ein Faible für eine… na nennen wir es mal unkonventionelle Namensgebung haben. Mit ihnen freuen sich nämlich Poppy Honey Rosie (14), Daisy Boo Pamela (12), Petal Blossom Rainbow (6) und Buddy Bear Maurice (5) auf den Familienzuwachs. [Edit 24.8: Der Familienzuwachs ist mittlerweile auch da und hört auf den kreativen Namen River Rocket.]  Wer Jamie nun allerdings aufgrund dessen bei den überkandidelten Promis verorten möchte, liegt falsch. Denn der Mann hat eine Mission und so schreibt er auf seiner Seite Jamie’s Food Revolution:

„Access to good, fresh, nutritious food is every child’s human right, but currently we’re failing our children. Millions of kids are eating too much of the wrong food, while millions more don’t get enough of the good stuff to let them grow and thrive. We need to unite as one strong, single voice to force governments and businesses to create a healthier, happier world for the future. “

Davon sind wir noch weit entfernt. Denn in Entwicklungsländern leiden 162 Millionen Kleinkinder an chronischer Unterernährung, während andererseits laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) 41 Millionen Kinder fettleibig sind. Aus diesem Grund rührt Jamie nicht nur alljährlich kräftig die Werbetrommel für den von im initiierten Food Revolution Day, der das Bewusstsein für eine gesunde Ernährung schärfen soll. Er legt auch anderweitig soziales Engagement an den Tag.  

Jamie goes social

Das Kochen – und hiermit ist nicht das Zusammenwerfen verschiedener Tiefkühlkomponenten gemeint – sollte wieder selbstverständlicher werden, so Jamie. Darum plädiert er für Kochunterricht an Schulen und so bringt ein Projekt (Kitchen Garden) seiner 2002 gegründeten Jamie Oliver Foundation Grundschullehrern die Kunst des Kochens nahe. Außerdem eröffnete Jamie Oliver seit 2002 Restaurants in London, Amsterdam und Newquay, in denen benachteiligte Jugendliche Fuß in der Gastronomie fassen können. Nebenbei gehört der umtriebige Brite nicht nur in die Riege der weltweit erfolgreichsten Fernsehköche  (u.a. The naked Chef, Jamie’s Kitchen), auch seine 17 Bücher verkaufen sich wie geschnitten Brot. Und dann wäre da ja auch noch die Familie, so dass man meinen könnte, der Brite wäre ausgelastet. Doch stattdessen steckt er mit seinem Kochlöffel schon wieder im nächsten Projekt.

Alle wollten ihn – HelloFresh hat ihn

Dass Jamie Oliver ein interessanter Kooperationspartner ist, liegt auf der Hand. Dass er bei der Auswahl seiner Partner ebenso wählerisch ist, wie bei bei der Auswahl seiner Zutaten, ebenfalls. Da gleicht es einem Ritterschlag mit dem Kochlöffel, dass Jamie sein Ja-Wort dem Berliner Unternehmen HelloFresh gegeben hat. Was ihn an der Zusammenarbeit reizt, erklärt er selbst:

„Alle Zutaten werden vorportioniert zu Euch nach Hause geliefert, so dass Ihr direkt mit dem Kochen loslegen könnt. Eine wunderbare Sache wie ich finde, denn es hilft vielbeschäftigten Menschen dabei, wieder öfter selbst zu kochen.“

Dem ist nichts mehr hinzuzufügen. Denn natürlich wissen Ernährungsbewusste, dass eine frisch gekochte Mahlzeit aus besten Zutaten optimal wäre. Aber was ist im Alltag schon optimal?

Das Essen entstressen…

Die Techniker Krankenkasse (TK) stellte in ihrer 2013 erschienenen Ernährungsstudie nicht umsonst fest, dass jeder zweite Herd kalt bleibt. Und dass vier von zehn jungen Erwachsenen mit der Gabel in der einen und dem Smartphone in der anderen Hand essen.

Leidenschaftliche Hobbyköche, die weder Zeit noch Mühe scheuen und sich beim Kochen entspannen, dürften  angesichts der Kochboxen den Kopf schütteln. Und wer an 365 Tagen im Jahr mühelos ein spannendes Rezept nach dem nächsten aus dem Hut zaubert, ohne verzweifelt nach der Tiefkühlpizza zu schielen oder leidenschaftlich gern über den Wochenmarkt schlendert, um sich inpirieren zu lassen, wird ebenfalls dankend abwinken.

Aber Kochmuffel wie ich, die das Kochen einfach mal entstressen und nicht täglich auf der zähen „Was essen wir heute?“-Frage rumkaufen wollen, die könnten Spaß an Jamie meets HelloFresh haben. Portionsgenau dosierte Zutaten, die direkt nach Hause geliefert werden und das mit einer „Step by Step“-Anleitung von Jamie Oliver – entspannter kann die Zubereitung der Mahlzeiten kaum laufen. Ich persönlich zumindest finde die Idee, mir als kleines Schmankerl für besonders stressige Wochen mal eine Kochbox zu ordern,  ziemlich spannend – könnte nur dadurch getoppt werden, dass der Koch gleich mitgeliefert wird. Und selbstverständlich besitze ich auch einige von Jamies Kochbüchern, aber die nehmen mir eben leider nicht die Arbeit des Kochens ab. 😉

Anmerkung: Dieser Post enthält keinerlei Sponsoring. Ich esse ich zwar gerne, bin aber leider kein wahnsinnig kreatives Kochgenie. Dafür aber ein Fan von Menschen, die gut kochen können – so wie Jamie. Und da ich mich in den vergangenen 10 Jahren alleine mittags dreitausendsechshundertfünzig Mal (in Zahlen: 3650!) gefragt habe „Was koche ich jetzt?!“ und dazu das jeden Abend geblökte „Was gibt’s zu essen?!“ an meinen Nerven sägt [macht in 10 Jahren insgesamt 7.300x „Was gibt’s zu essen?“], war es mir ein Bedürfnis, diesen Post zu schreiben. Auch wenn mir klar ist, dass sich die Probleme der Welt nicht mit einer Kochbox lösen lassen.

Hello Fresh Box

 

P.S: Mehr zum Thema HelloFresh findet ihr auch auf KochundKueche – klickt ihr hier.

Bildnachweis: Fotos mit freundlicher Untersützung von Hello Fresh. 

2 Kommentare zu „Food| Wenn Jamie Oliver zweimal klingelt…

  1. Das Problem „Was koche ich heute?“ ist mir wohl bekannt. Eine Kochbox wäre wohl trotzdem nichts für mich, weil es mir zu teuer ist. Das Problem ist auch nicht das Einkaufen, sondern vielmehr der Ideenmangel an einfachen Gerichten, die alle halbwegs mögen. 😀

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    1. Ganz genau das ist auch mein Problem. Irgendwann gingen mir einfach die Ideen aus. Darum treibe ich mich jetzt auch gerne mal auf Kochblogs rum. 😉 Und stimmt… die Boxen wären aus Preisgründen für mich auch nur ein besonderes Schmankerl außerhalb der Reihe. 😉

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