Interessante Secondhandshops im Netz

Wie steht ihr zu Secondhandkleidung? Bisher hatte ich damit ehrlich gesagt meine Probleme. Denn wer von uns kann schon wie Carrie in  Sex and the City sagen: „Die Tasche ist Vintage, von Chanel.“ Glamour war so ziemlich das Letzte, was ich mit Secondhandware in Verbindung brachte. Und dann kam eine Tasche, in die ich mich auf den ersten Blick verliebte. Blöderweise stammte die aber aus einem Secondhandshop. Wie von selbst fielen auch gleich noch drei Kleider in den Warenkorb. Und als ich die Sachen zu Hause akribisch untersuchte, warf ich meine Vorurteile über Bord. Secondhand und ich, das war definitiv keine Liebe auf den ersten Blick. Aber manche Sachen brauchen eben etwas länger.  Reden wir mal über Marken und Preise. Obwohl ich das normalerweise nicht mache und ein Label, so es denn überhaupt vorhanden ist, gerne so trage, dass man es nicht sieht. Aber ohne das Wissen um Labels und deren reguläre Preise ergibt das weniger Sinn. Erbeutet habe ich:

  • 1 Kleid von Marc O’Polo (35€)
  • 1 Kleid von S.Oliver (26€)
  • 1 Kleid von Comma (26€)
  • 1 Tasche von Etro (69€)

Dazu  gab es noch einen 40%igen Geburtstagsrabatt. Und ich sag’s mal so: Das  hat sich wirklich gelohnt und ich war angefixt. Geht ja schnell bei mir. Also habe ich mich mal ein bisschen durchs Netz gekämpft, um nach weiteren spannenden Secondhandshops zu schauen. Die Links habe ich weiter unten für euch zusammengetragen. Na gut… ein bisschen auch für mich. Als Gedächtnisstütze. 😉

Secondhandklamotten: Gewöhnungsbedürftig. Aber gut.

Wie eingangs erwähnt, hatte ich es zuvor nicht so mit Secondhandklamotten. Zu viele unschöne Flohmarkterfahrungen (als Käufer und Verkäufer) sowie grabbelige Secondhandläden, in denen Sachen verkauft wurden, die ich nicht mal verschenkt hätte, haben mir den Spaß verleidet. Und außerdem: Secondhandklamotten… die hat doch schon mal jemand getragen. Schon eine gewöhnungsbedürftige Vorstellung, mit der ich ehrlich gesagt am meisten Probleme hatte. Dann fiel mir allerdings ein, dass ich ja eine Waschmaschine besitze und dass es durchaus möglich ist, die Sachen eben zwei- oder dreimal zu waschen, wenn der Kopf das braucht. Und plötzlich ging es. Weil es eben einfach Dinge gibt, die sich nicht mehr verdrängen lassen und die ich auch nicht mehr verdrängen wollte. Mir war schon lange klar, dass ich mein Einkaufsverhalten ändern muss, weil ich mit dem alten einfach nicht  mehr glücklich werde. Und das u.a. aus folgenden Gründen:

Spannend ist der Blick in die Secondhandshops außerdem.

Da rücken nämlich plötzlich die Kreationen von Manolo Blahnik oder Jimmy Choo in erschwingliche Regionen – wenn man sich denn überwinden kann, in bereits getragenen Schuhen zu laufen. Bin wirklich froh, dass Absätze bei mir derzeit ein No-Go sind, denn sonst geriete mein Nein so sehr ins Wanken, wie ich auf zu hohen Manolos. Sogar die Kelly Bag kostet nicht viel mehr als ein Sommerurlaub in der Hautsaison – zumindest diese hier. Es geht aber auch anders und bei dem Preis blieb mir für einen Moment das Herz stehen… ähm… ach nein. Es war hier. Bei dieser Birkin Bag. Vielleicht bin ich ein Banause und ich bin mir durchaus bewusst, dass es sich hierbei um die Taschen aller Taschen handelt. Aber es sind eben … nun ja… nur Taschen. Und außerdem habe ich jetzt ja auch schon eine. Glück gehabt. 😉

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10 Secondhandshops im Netz

Kleine Anmerkung vorweg – der Duden schreibt: Secondhandshop. Nützt nur nicht viel, wenn sich sonst kaum einer dran hält. Darum verwende ich hier einfach die Bezeichnungen, die sich die Shops selbst verpasst haben.
1. Vite en Vouge: Der Shop bezeichnet sich als „Premium Shop für Second Hand Designer-Fashion“ und dort findet ihr u.a. das, was bei Buddy und Selly verkauft wird. Neben absoluten Luxusteilen lässt es sich dort aber auch im absolut erschwinglichen Bereich einkaufen und ab 25€ für ein Oberteil seid ihr dabei.
2. Rebelle.com: Rebelle bezeichnet sich als „Marktplatz für geprüfte Designer Second Hand Kleidung“ und verweist auf eine 100% Echtheitsprüfung, die alle Teile durchlaufen müssen. Wie zuverlässig diese Prüfung durchgeführt wird, kann ich allerdings nicht sagen und verweise mal auf Bärbel, die da wohl im Bereich der Taschen Negativbeispiele nennen kann. Wer hier dabei sein möchte, muss ein bisschen tiefer in die Tasche greifen, dafür liest sich die Liste der Designer wie ein einziges Who’s Who. 
  • Website: www.rebelle.com
  • Sonst: Versand innerhalb Deutschland 5,90€. Retouren sind möglich, wenn der Artikel von einem gewerblichen Verkäufer stammt.
 
3.Vide Dressing: Vide Dressing bezeichnet sich als „der Nr. 1 Designer Second Hand Mode Online Shop“ und verspricht ebenfalls 100% garantierte Echtheit. Videdressing ist vor allem dann interessant, wenn ihr Wert auf Designerteile legt. Dann findet ihr dort beispielsweise ein Top von Dior für 55€ oder ein ( um 88% reduziertes!) T-Shirt von Gucci für 70€. 
  • Website: www.videdressing.de
  • Sonst: Versandkosten ab 6,90€ innerhalb Deutschlands. Retouren sind möglich.
4.Just Second: Bei Just Second gibt’s „Zeitlose Second-hand-Ware“ für jeden Anlass. Und neben den große Marken finden sich dort auch wirklich günstige Oberteile für weniger als 20€.
  • Website: www.justsecond.de
  • Sonst: Kostenloser Versand. Außerdem ist von einer „einfachen Rückgabe“ die Rede – was genau das bedeutet, habe ich allerdings nicht herausfinden können.
 
5.Mädchenflohmarkt: Der Mädchenflohmarkt bezeichnet sich als „Online Second Hand Marktplatz“ zum Kaufen und Verkaufen von hochwertiger gebrauchter Designermode. Tatsächlich tummelt sich dort ein Markenmix von Louis Vuitton, Prada, Gucci oder Chanel über Asos, Primark bis hin zu H&M oder Zara. Ist also für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas dabei.
  • Website: www.maedchenflohmarkt.de
  • Sonst:Versandkosten gibt’s, aber wie hoch? Ich habe keine klare Angabe gefunden. Rückgabe: Ist nicht möglich da es sich um Privatverkäufe handelt. Die Sachen können allerdings auf dem Marktplatz zum Wiederverkauf eingestellt werden.
6.Ubup: Ubup bezeichnet sich selbst als „Deutschlands größten Second-Hand-Shop“. Dort findet ihr „hochwertige Mode aus 2.Hand“ und das zum Teil um bis zu 90% unter dem Neupreis. Ubup ist Teil der Momox GmbH, die allen ein Begriff sein dürfte, die bei amazon schon mal gebrauchte Bücher erstanden haben und den Schulengel unterstützen die Berliner auch noch. Ich selbst habe bereits bei Ubup zugeschlagen und bin wirklich begeistert.
  • Website: www.ubup.com
  • Sonst: Versand innerhalb Deutschlands kostenlos, ebenso die Retouren.

Und noch ein paar Secondhandshops…

Tipps, wie ihr offline einen guten Secondhandladen findet, gibt es bei Style & Vintage: Wie und wo finde ich gute Designer-Secondhandläden?

[Infos abgerufen am 20.2.2016. Wichtig: Solltet ihr einen der Shops nutzen wollen, informiert euch bitte vorher noch einmal selbst über die AGBs! Und überlegt euch ebenfalls gut, ob ein Onlinekauf ohne die Möglicheite der Retoure für euch aktzeptabel ist. Für mich selbst wäre das ein No-Go, aber jeder Onlineshopper ist anders. ;)]
Gut, das war’s von mir. Ihr könnt euch in Ruhe durch die Links arbeiten und ich probiere derweil noch ein paar Outfitkombinatinen aus. 😉
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Anmerkung: Es handelt sich hierbei übrigens weder um einen gesponserten Post noch verstecken sich Affilate-Links im Text.

[Beitragsbild: erstellt mit Canva u. privat]

2 Kommentare zu „Interessante Secondhandshops im Netz

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