Beauty| Hautsache: Reden wir über Silikone, Parabene, Tenside und (Natur)Kosmetik

Ich schmiere mich täglich mit Silikon und Erdöl ein. Und nutze für die Haarwäsche ein Tensid, das auch in Putzmitteln enthalten ist. Was die berechtigte Frage aufwirft, ob ich vielleicht ein wenig verwirrt bin?  Tja, hätte ich in einem Moment der Langeweile doch lieber Schokolade gegessen, anstatt meine neue Bodylotion genauer unter die Lupe zu nehmen und mich mit den Inhaltsstoffen (INCI) zu beschäftigen. Anschließend wusste ich nämlich etwas, was man nur wissen will, wenn man sofort handlungsbereit ist.

Die erste Frage, die sich beim Überfliegen der Inhaltsstoffe stellt: Was hat Silikon (in diesem Fall: Dimethicone) in meiner Bodylotion zu suchen? Nächste Frage: Steckt das nur dort drin oder lasse ich – mal abgesehen vom Shampoo – noch mehr Silikon an meinen Körper? Ernüchternde Feststellung:  Das Zeug steck überall drin. Vor allem in Cremes und Lotions, die die Haut schöner, reiner, feinporiger und glatter machen sollen.

INCI – Der kleine Chemiebaukasten

Ich bin verwirrt und gebe zu, dass ich bei meiner Kosmetik voll auf den „guten Namen des Herstellers“ setzte. Auch winkte ich Cremes von Herstellern, die sich plakativ und sehr werbewirksam „Natur“ auf die Fahnen schreiben, nahezu ohne Blick auf die Inhaltsstoffe durch. Okay, das ist naiv, aber an irgendwas muss man ja glauben.  Allerdings wäre ich auch im Traum nicht auf die Idee gekommen,  dass irgendwer Silikon in Cremes und Bodylotions mischt.

Zugegeben: Es ist nicht leicht, diese viel zu klein gedruckten Angaben zu verstehen, die unter INCI = International Nomenclature of Cosmetics Ingredients [übersetzt: Internationale Namensbezeichnung für kosmetische Zutaten] geführt werden. Und wer von euch kann mit diesen verklausulierten Bezeichnung von Silikon was anfangen? Silikonöl oder Silikonwachs wird u.a. nämlich gerne wie folgt bezeichnet:

Dimethicone, Polysiloxane, Cyclomethicone, Methicone, Dimethiconol, Stearyl Dimethicone, Cetyl Dimethicone.

Alles klar? Generell gilt: Augen auf bei fachchinesischen Unverständlichkeiten mit der Wortendung „-cone“ oder „-xane„.

Weitere fragwürdige Inhaltsstoffe: Mineralöle,  Parabene, Emulgatoren

In zahlreichen Kosmetikprodukten stecken überhaupt Inhaltsstoffe, an denen sich die Geister scheiden. Die einen verteufeln sie. Die anderen bekräftigen ihren Nutzen oder streiten zumindest ihre Schädlichkeit ab.

  • Mineralöle: Ein günstiger Ersatz für hochwertige Pflanzenöle, liefern der Haut keinerlei Nährstoffe. Zudem können sie die Haut ebenso abdichten wie Silikone, sodass es den Wirkstoffen unmöglich ist, überhaupt noch in die Haut zu gelangen. Mineralöle erkennt ihr u.a. an folgenden Bezeichnungen: Mineral Oil, Petrolatum, Paraffinum Liquidum/Subliquidum, Cera Microcristallina, Microcrystalline Wax. 
  • Parabene: Ein Konservierungsstoff, der im Verdacht steht, hormonell (Östrogen-ähnlich) wirksam zu sein.  Parabene erkennt ihr an der Wortendung „-paraben“(z.B.Methylparaben, Butylparaben)
  • Emulgatoren: Sind nötig, damit sich die verschiedenen Cremebestandteile (Wasser u. Fett) vermischen können. Problematisch dabei: Emuglatoren können auch hauteigene Fette binden, sodass diese bei der nächsten Gesichtswäsche buchstäblich in den Ausguss gespült werden. Mit dem Reslutat, dass die Haut austrocknet, die Hautbarriere durchlässiger wird und Schadstoffe leichter eindringen können. Emulgatoren erkennt ihr u.a. an der Bezeinung PEG.
  • Palmöl:  Steckt in fast 50% der bei Codecheck registrierten Cremes (Augen-u. Gesichtspflege). Warum? Weil es günstiger ist als andere Fette. Aber ist es wirklich so günstig? Zitat: „Für die Palmplantagen wird in Asien stündlich Regenwald in der Größe von 300 Fußballfeldern gerodet, Menschen und Tiere vertrieben.“ (Quelle)

Das ist nur ein kleiner Auszug des Inhaltsstoffcocktails. Gut dran seid ihr, wenn ihr ein Smartphone besitzt. Denn dann könnt ihr euch kostenlos die Apps von ToxFox (BUND) oder  Codecheck.info runterladen und mit dem Barcode Scanner alle Produkte vor dem Kauf durchleuchten.


 

Was mein Problem mit Silikon in Cremes ist? 

Bei den Shampoos bin ich nicht ganz so pingelig, schaue aber, dass in den INCIs keine Latte von Silikonen gelistet wird und dass ich für ein silikonfreies Shampoo-Gegengewicht sorge. Eincremen möchte ich mit dem Zeug allerdings nicht. Denn:

Silikone sind künstliche, aus Erdöl hergestellte Öle, die von der Haut nicht aufgenommen werden können, sodass sie einen Film bilden, der sich auf der Hautoberfläche ablagert. Im ersten Moment fühlt sich die Hautoberfläche tatsächlich glatt, aufgepolstert und gepflegt an, weswegen Silikone natürlich gerade in Anti-Aging-Cremes eine Rolle spielen. Leider kann die Haut unter der Silikonschicht nicht richtig atmen und wird in ihrer Regenerationsfähigkeit behindert. Zudem haben es Wirkstoffe schwer, die Silikonbarriere zu durchbrechen. Ich muss kein Dermatologe sein, um zu ahnen, dass ich meiner Haut keinen Gefallen tue, indem ich ihr die Luftzufuhr abdrehe und sie mit einem luftundurchlässigen Film überziehe. Die Haut ist ein Atmungs-, Regulations- und Entgiftungsorgan. Wo aber sollen Schweiß und Talg hin, wenn die Haut luftdicht verschlossen ist?

Das ist ja alles wasserlöslich… 

Shampoohersteller verweisen mittlerweile darauf, dass ihre Silikone wasserlöslich sind. Das Zeug landet also bei der nächsten Haarwäsche im Abfluss, so dass die Haare nicht mit einer immer dicker werdenden Silikonschicht überlagert werden (Build-up-Effekt).

Okay. Heißt das im Umkehrschluss fürs Gesicht, dass bis zur Abschminkprozedur eben doch alles luftdicht versiegelt ist? Immerhin sollen Silikone erst ab einer bestimmten Menge hautverkleisternd wirken. Gescheite Mengenangaben gibt’s meines Wissens nach allerdings nicht und selbst wenn, wie sollte ich die alltagstauglich umsetzen? Wie viel von dem Zeug steckt denn im einzelnen Produkt? Wenn mein  porenverfeinerndes Serum, die dazugehörige Tagescreme und die BB-Creme Silikonöle enthalten, wie sieht’s da wohl mit der Hautatmung aus? Darf da noch eine Make-up-Schicht rüber oder arbeite ich da beim Eincremen besser kleine Luftlöcher ein?

Die Cremefrage: Inhaltsstoffe – teuer gleich besser? Jein.

Nun könnte man ja naiv sein und davon ausgehen, dass nur die Billigcremes suboptimal zusammengemischt sind. Dem ist allerdings nicht so. Nehmen wir eine ultimative Luxuscreme oder besser: die ultimative Luxuscreme. Von den 61 bei codecheck.info bewerteten Inhaltsstoffen gelten laut Öko-Test zwar 43 als empfehlenswert – dazu kommen jedoch 10 eingeschränkt empfehlenswerte, 3 weniger empfehlenswerte und 2  nicht empfehlenswerte. Irritierend: Auch diese Luxuscreme enthält Silikonöle. Nun zu einer günstigen Pflegecreme aus dem Discounter: Von 22 bewerteten Inhaltsstoffen gelten 19 als empfehlenswert. Silikonöle kommen gar nicht zum Einsatz.

Ich möchte hiermit jedoch ausdrücklich nicht sagen, dass teure Cremes nicht besser als günstige sind! Nehme gerade selbst die Augencreme von Cicé aus dem hochpreisigen Segment und die schafft tatsächlich Sachen, die günstige Cremes nicht geschafft haben. Auch probiere ich gerade das Radiant Night Peel von Teoxane aus und bin ziemlich begeistert. Diese Produkte funktionieren für mich und meine Haut besser als das, was ich bisher an günstiger Vergleichskosmetik ausprobiert habe.  Aber es gibt da eben keine allgemeingültige Regel, weil jede Haut anders ist und anders reagiert. Ich habe auch genug Geld in hochpreisige Cremes gesteckt, das ich ebenso gut in die Tonne hätte werfen können, wohingegen günstige Cremes nicht schlechter waren. Ihr merkt also, dass Verallgemeinerungen nicht funktionieren. Hier nicht und auch sonst nirgendwo.

Wirkstoffe und INCIs: Vergesst die Werbung! Auf die Platzierung kommt es an.

 

Gerne wird mit fantastischen Inhaltsstoffen geworben, so dass frau immer wieder glaubt ‚Aber diese Creme, die ist es! Steckt ja dieses oder jenes drin!‘. Doch schaut  ihr euch mal die ersten aufgelisteten Inhaltsstoffe an, gibt’s da erstaunlich wenig Unterschiede.

Aqua, Glycerin, Alcohol, evtl. Silikon, verschiedene Konservierungsstoffe oder Emulgatoren – immer in ähnlicher Reihenfolge. Irgendwann taucht dann auch mal der werbewirksame Wunderwirkstoff auf. Dumm nur, dass die ersten 4-8 Stoffe bis zu 70% des vollständigen Produkts ausmachen.[1]

 Naturkosmetik und alles gut?

Bleibt also nur der Griff zur Naturkosmetik? Das wäre zu einfach. Auch hier ist ein Blick auf die INCIs zwingend nötig. Die Frage lautet nämlich: Wie viel Natur steckt in der Flasche – und was steckt noch drin? Ein Beispiel aus dem Shampoo-Bereich:  Auch wenn es heißt „auf pflanzlicher Basis„, „aus biologischem Anbau“ o.ä., können Konservierungsstoffe, Emulgatoren und andere Inhaltsstoffe im Shampoo enthalten sein. Und schon entpuppt sich das vermeintlich „milde Natur-Shampoo“ als eine hochprozentige Chemiekeule. Habe mich unlängst selbst aufs Glatteis führen lassen. Mein neues Shampure… ähm… Shampoo, so ein spontaner Intuitivkauf, kommt total natürlich daher und lockt mit einer Mischung aus 25 reinen Blumen- und Pflanzenessenzen.  Nach dem ersten Waschen stelle ich fest: Haare super! Sitzen toll. Aber die Kopfhaut zwiebelt – und zwar nicht unerheblich.

Dechiffrierender Klick – den ich leider erst nach dem Kauf tätigte – zeigt, dass das Zeug nicht nur 25 reine Blumen- und Pflanzenessenzen enthält, sondern u.a.:

  • Ein Tensid, das auch in Putzmitteln enthalten ist und zu den am stärksten entfettenden überhaupt gehört.
  • Verschiedene Emulgatoren, die die hauteigenen Lipide angreifen, wodurch die Schutzfunktion der Haut geschwächt wird und die (Kopf)Haut überhaupt trockener, empfindlicher und durchlässiger für Schadstoffe wird. 

Dumm gelaufen, aber wieder was gelernt: Obwohl sich die EU durch besondere Reglementierungswut hervortut, ist gerade der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt! Daraus folgt: Natur steckt nicht in den Fläschchen, die die schönsten Blätter, Blüten, Bio-Embleme und Werbeversprechen tragen. Sondern nur in denen, die sich mit dem richtigen Label schmücken. Und das sind bei der Naturkosmetik laut Greenpeace derzeit folgende:

  • BDIH – Kontrollierte Naturkosmetik
  • NaTrue
  • Ecocert
  • Naturland
  • Demeter

Ob Naturkosmetik nun besser oder schlechter ist, kann und möchte ich nicht beurteilen – das muss jeder für sich selbst tun. Es gibt da – wie auch bei der Ernährung – einfach keine Regel, die für alle gleichermaßen gilt.

Was heißt das für meine Beautyroutine?

Ich habe mir meinen Teil gedacht und vor ca. anderthalb Jahren bei meiner pflegenden und reinigenden Kosmetik einen kompletten Besetzungswechsel vorgenommen. Mit der Pflegemaxime: Weniger ist mehr! Das heißt: Weniger Produkte. Und was Silikon & Co angeht: Die haben vorerst in meinem Pflegeprodukten nichts mehr zu suchen. Vor allem nicht am Abend. Nachts laufen die Zellen auf Hochtouren, so dass sich die Haut regenerieren kann und da ist es sicherlich nicht förderlich, alles abzudichten. Die einzige Silikonschicht, die ich mir wissentlich überziehe, gehört zur dekorativen Kosmetik und entstammt meiner BB Creme. Bei der Handpflege haben Handcremes jetzt das Nachsehen:  Hier setze ich auf Öl. Ebenso im Gesicht.

Pflege für Mischhaut: An mein Gesicht lasse ich jetzt Öl. Traubenkernöl.

Fürs Gesicht nehme ich neben oben erwähnter Augencreme seit anderthalb Jahren reines Traubenkernöl und nein, ich war zuvor definitiv kein Hardcore-Naturkosmetikfan, sondern jemand, der eine Creme nach der nächsten angeschleppt hat. Meine Befürchtung, dass die Entscheidung gegen herkömmliche Cremes meine Haut ruinieren wird und ich zur faltigen Rosine werde, hat sich nicht bestätigt. Ich liebe mein Traubenkernöl und es gibt derzeit kaum eine Creme, die da mithalten kann. Außerdem pflege ich meine Haut in Anlehnung an Masako Mizutani, indem ich:

  • Auf Alkohol und Nikotin verzichte und im Sommer nicht das in der Sonne brutzelnde Grillhähnchen spiele. (Bewegung an der Sonne:  ja. Sonnenbaden: nein. Zu langweilig.)
  • Mich überwiegend ausgewogen ernähre und auf genügend Schlaf achte.
  • Regelmäßig an die frische Luft gehe, weil Sauerstoff (nicht aus der Cremetube) ein Beautybooster ist.

Klingt spießig, oder? Entspricht aber einfach mir und meiner Lebensweise, ohne dass ich mich einschränken oder auf liebgewonnene Verhaltensweisen verzichten müsste. 😉

Die Mischung macht’s…

Was dieser Post bewirken soll. Und was nicht…

Ich möchte mit diesem Post keinesfalls „herkömmliche“ Kosmetik verteufeln und alles über einen Kamm scheren. Vielleicht sind Silikone, Mineralöle & Co ja nur „die nächste Sau, die gerade durchs Dorf getrieben wird“, ehe es dann andere Inhaltsstoffe erwischt, die gestern noch total unbedenklich waren. Möglicherweise bewirken all die hier aufgeführten Stoffe ganz großartige Dinge und bekommen manch einem ganz wunderbar.  Aber die Haut ist eben keine Einbahnstraße, die nur Schweiß und Talg absondert. Es gibt nicht umsonst Medikamente, die über die Haut die Haut wirken (Hormoncremes, Nikotinpflaster).

Neu entdeckt hat man seit einiger Zeit auch die Wirkung der ätherischen Öle. Diese Pflanzenessenzen steigern durch ihren Durft nicht nur unsere Stimmung und unser Wohlbefinden, sondern dringen auch in therapeutischer Menge durch die Haut in unsere Körpersysteme ein. Laut der Experten wird bis zu 60 Prozent von allem, was wir auf die Haut auftragen, in den Blutkreislauf aufgenommen. [2]

Alles hat eine Wirkung. Manchmal eine unerwünschte. Und so manch wirksamer Stoff gelangt wohl nie ans Ziel, weil er an einer undruchlässigen Cremeschicht klebenbleibt. Es lohnt sich also, einfach mal einen Blick auf die INCIs der favorisierten Produkte zu werfen – vor allem dann, wenn das Zeug irgendwie so gar nicht richtig wirkt und die Probleme verschlimmert. Ein bisschen querdenken hat noch niemandem geschadet – vor allem nicht in diesem Bereich. Mir selbst ist es übrigens nicht gelungen, alle fragwürdigen Stoffe zu meiden. Denn manche Sachen, die ich derzeit einfach nicht missen möchte, erhalten von Codecheck kein durchweg grünes Licht.

Dieses Thema ist zu umfangreich, um es in nur einem Post behandeln zu können. Auch stößt der Laie da recht schnell an seine Grenzen. Wie schön, dass es Menschen gibt, die sich mit der Materie richtig gut auskennen und das auch noch in absolut lesenswerter Form vermiteln können. Absolute Leseempfehlung daher für:  http://www.incipedia.de und den http://www.konsumkaiser.com

Nachtrag von mir zu diesem Thema: mir|teilens|wert: Über Halbwissen, Aluminium und andere „böse Inhaltsstoffe“.

Info & Leseklicks
Produktcheck im Netz und als App: 

Quellen und weitere Infos:

platinnetz.de: Kosmetik – welche Inhaltsstoffe sind wirklich drin?
BUND: Studie – hormonell wirksame Stoffe in Kosmetik
utopia: Die schlimmsten Inhaltsstoffe in Kosmetik 
Umweltbundesamt: Cyclische Siloxane sollen raus aus der Kosmetik

[1] Alles klar mit Haut & Haar von Susanne Kehrbusch

[2] Natürliche Schönheitspflege von Josephine Fairley

P.S: Mit diesem Post nehme ich an der von Rostrose ins Leben gerufenen Aktion A New Life teil.


 

22 Kommentare zu „Beauty| Hautsache: Reden wir über Silikone, Parabene, Tenside und (Natur)Kosmetik

  1. wow! fleissig recherchiert!
    meine haut incl. kopfhaut reagiert super mimosig auf alles mögliche. also habe ich bodylotion und gesichtscreme komplett durch bio-kokosfett (aus der lebensmittelabteilung) ersetzt. das bügelt zwar meine falten nicht mit silicone aus aber es schützt meine haut gegen wind, kälte und trockene luft – und zwar besser als alles was ich jemals vorher benutzt habe. und auch wenn ich nicht schmiere ist die haut viel weniger trocken und gar nicht mehr gereizt….. natürlich benutze ich auch kein duschgel sondern ausgesuchte seifen.
    beim shampoo ist es natürlich schwieriger allen ungewünschten zutaten zu entgehen – aber ich arbeite dran.
    übrigens können auch pflanzenauszüge die haut reizen – bei mir ist es citrusöl.
    xxxxxx

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  2. Die Ursprungsversion hiervon hatte ich vor ca. einem Jahr geschrieben, als meine Kopfhaut auch übel zu zicken anfing. Und genau da fing ich an, mal ein bisschen zu recherchieren und einiges umzustellen. 😉

    Kokosöl ist großartig! Ich liebe das und habe zwei Näpfe hier. Fürs Gesicht nehme ich es (noch) nicht, aber für den Körper und die Haare. Besser als jede Bodylotion.

    Und ja, auch Pflanzenauszüge/Naturkosmetik können reizen und/oder Allergien/Unverträglichkeiten auslösen. Darum hüte ich mich auch bewusst davor, Naturkosmetik nun als den Heiligen Gral hinzustellen. Jeder muss schauen, was er verträgt und was er vertreten kann. Das ist nicht einfach und manchmal mühsam, aber warum soll auch alles leicht sein? 😉

    Lieben Gruß! 😉

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  3. Wir achten auch ziemlich drauf. Toller Post Anna. Sarah kennt sich gut aus, ich gebe ihr meist die Produkte in die Hand zum Inhaltsstoffe studieren 🙂
    Silikone hatte ich auch bis vor kurzem in einer Anti Age Gesichtscreme. Ich hab irgendwann mal gemerkt dass ich mir eine Schicht abrubbeln kann vom Gesicht und daraufhin erst nachgeschaut was drin ist. Ein Apothekenprodukt mit gutem Ruf.
    Ich brauch es jetzt für die Hände auf. Ins Gesicht kommts mir nicht mehr.
    Für die Haare hatten wir eine zeitlang Haarseife, die Sarah bei Dawanda bestellt hat. die war echt klasse. Wenn ich nicht so eine unbändige Lockenmähne hätte würde ich immer nur Haarseife nehmen.
    Wünsch Dir einen schönen Tag, liebe Grüße Tina

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  4. In mein Gesicht kommt seit 45 Jahren nur Babycreme 🙂 früher war das Nivea aus dem Westpaket, jetzt seit 20 Jahren mindestens die Bübchen Babycreme… kann ich nur empfehlen auf Babyprodukte umzusteigen. In der Babycreme ist kein Silikon, zumindest nicht in der von Bübchen, allerdings Palmöl… naja… hab noch keine nennenswerte Falten 😀 (leider gibt es keine Babyschminke :P)

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  5. Ich schwöre auf die Konkurrenz. ;D Die Baby- Wundcreme von Penaten hat sich hier als genialer Helfer bei Akne gezeigt. Ne kleine Dose davon haben wir immer im Haus. ;))

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  6. Haarseife? Nun hast du mich neugierig gemacht! Ich muss sofort googeln. ;D

    Ich find's klasse, dass immer mehr Menschen auf die Inhaltsstoffe achten, wenn manchmal auch erst gezwungenermaßen. Aber vielleicht hört man eines Tages auf, uns in gewissen Punkten für blöd zu verkaufen. Gebe die Hoffnung da nicht auf. 😉

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  7. Schockierend ist ja eigentlich wie viele Produkte bedenkliche Inhaltsstoffe enthalten. Muss es so? Is das billiger? Waren die Tenzide noch übrig und einer dachte sich, die müssen jetzt mal weg? Da tun sich bei mir ja immer Unmengen an Fragen über Fragen auf. Wenn ich in meinen Schrank guck, find ich sicher noch ein paar böse Bewohner. Die brauche ich nun aber auch auf. Wegwerfen fühlt sich falsch an. Aber bei neuen Käufen Scan ich auch gern nun und leg dann auch schon mal wieder was zurück. So schön kann mich das nicht machen, wenn ich vor Sorge immer die Stirn runzeln muss.
    Ich fand es jedenfalls wieder sehr spannend was du alles Wissenswertes zusammen getragen hast. Liebe grüsse Ela

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  8. Toller Post, sehr informativ!
    Habe auch schon, so wie viele Frauen, einige Cremen durch. Bin immer froh wenn ein Tiegel im Bad steht, wo ich den Inhalt auch vertrage.
    Am wichtigsten ist für mich eine guteAugencreme. 🙂

    Liebe Grüße ❤

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  9. Ach Ela, so geht's mir auch. Fragen über Fragen. Ich kann die hier auch gar nicht gescheit formulieren, weil das sonst bösartig werden würde. Hast halt als Konsument zu oft das Gefühl, dass du schlicht und einfach für blöd verkauft und/oder verar***t wirst und das ist ärgerlich.

    Ich danke dir, dass du dir die Zeit hierfür genommen hast -das gilt für euch alle. 😉 Und eigentlich ist das ein suboptimaler Blogpost. Viel zu lang, zu viel Infos und nichts nicht zum „mal eben lesen“, aber vielleicht speichert sich der eine oder andere das im Hinterkopf ab, um bei Bedarf noch mal nachzulesen oder den Links zu folgen. 😉

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  10. Es ist ja nicht so, dass ich nicht auch schon einiges gelesen hätte. Oder ausprobiert hätte. Wenn Du also z. B. ein Mittel gegen immer trockener werdende Hände hast – immer her damit 🙂
    Ich hab schon so vieles ausprobiert, bis hin zu selbst gerührten Masken aus Quark (oder Naturjoghurt), Honig & Avocado. Von diesem Mix hatte ich übrigens mal bei elle.de gelesen – und es ausprobiert. Anschließend musste ich feststellen, dass meine Haut im Gesicht und auch die auf den Händen sich nicht nur trockener, sondern auch stumpfer anfühlte. Ähnlichen Effekt nach einem Mix mit Quark (oder Joghurt), Eigelb und Olivenöl. Also alles reine Naturprodukte, weil mit den Jahren meine einstige „Elefantenhaut“ sich derart zickig anstellt, dass ich kaum noch etwas aus „Kunst“ ertragen kann. Nicht nur, was Hautpflegeprodukte betrifft. Auch Modeschmuck oder Klamotten aus Kunstfaser machen mir mehr und mehr zu schaffen 😦

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  11. Na und ob ich ein Mittel gegen trockene Hände habe. 😉 Ich habe das im Text verlinkt. Folge mal dem Link im Absatz „Was heißt das für meine Beautyroutine?“ Da gelangst du dann zu „Angeschmiert: Eingecremt und ausgetrocknet“. Beschäftigt sich mit Handcremes und (trotzdem) knochentrockenen Händen. 😉

    Oder nimmst den hier:

    http://blogweibswort.blogspot.de/2016/01/beauty-angeschmiert-eingeschmiert-und.html

    Ich glaube beinahe, dass die Unverträglichkeiten mit dem Alter zunehmen. Früher ging hier auch beinahe alles (außer Nickel, das ging noch nie). Aber im Lauf der Zeit hat sich das echt geändert.Sei es Lebensmittel (Milch), die plötzlich anders im Magen liegen oder Wolle, die plötzlich kratzt und Cremes, die einfach unangenehm auf der Haut liegen. Habe neulich gelesen, dass sich der Körper ca. alle 7 Jahre komplett erneuert und das u.a. Auswirkungen auf Stoffwechsel, Hormone, Verdauung, Beweglichkeit, Gehirntätigkeit, Durchblutung u. Immunsystem hat. Vielleicht hängt das damit zusammen?

    http://www.naturheilkunde-fitschen.de/die-entwicklungphasen-unseres-organismus.html

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  12. Ich versuche vieles aus dem Kühlschrank selbst her zu stellen . Achte schon lange auf die Inhaltsstoffe. Und über das selber Seife sieden bakommt man natürlich mit was man braucht und auf was Frau verzichten kann . Was mich allerdings sehr nachdenklich macht , wenn Heute noch viel Chemie in den Tiegeln ist , Und Firma XYZ bei Ökotest schlecht bewertet wird . Wie es dann sein kann , das sie es in der nächsten oder übernächsten Ausgabe nicht mehr tun ??
    Oftmals mache ich es mit ler Weile auch so , weil ich mir dieses Fachchinesisch gar nicht merken kann . Das ich den Code-Check vor dem Kauf mache . Das geht recht gut 😉
    Klasse Post :))
    LG heidi

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  13. Danke! Traubenkernöl habe ich auch recht lange als Gesichtsöl verwendet, ich denke, das ist ein Produkt, das man wirklich guten Gewissens verwenden kann. Und dank Dir habe ich jetzt direkt ein gutes Gefühl, dass ich mittlerweile immer wieder auf die Körperlotion verzichte (die nicht unter die von Dir als unbedenklich eingestuften Produkte fällt) – das habe ich wohl intuitiv gemacht 🙂
    xx Rena
    http://www.dressedwithsoul.com

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  14. Das Traubenkernöl steckt ja in vielen fertigen Hautöl-Mischungen drin. 😉 Kurz nachdem ich auf reines Öl umgestiegen bin, schwappte auch eine Hautöl-Werbewelle durch Zeitschriften/Läden. Da habe ich mich verführen lassen, ein teures Hautöl, das u.a. auch Traubenkernöl enthielt, zu kaufen. Was soll ich sagen… es war nicht(!) besser als mein einfaches Salatöl. Nur um ein Vielfaches teuer. Aber die Pipettenflasche eigent sich prima für meine aktuelle Ölmischung. 😉

    Bodylotion nehem ich auch nur noch selten. Nach der ersten „Entwöhnungsphase“ fühlt sich die Haut ohne wesentlich besser und entspannter an. Nur ich greif hin und wieder dazu, aber das ist eher eine „Kopfsache“. 😉 Und Bodylotion ist nicht per se böse. Kommt halt nur auf die INCIs an.

    Lieben Gruß! 😉

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  15. Einen ähnlichen Effekt hatte ich mal beim Brotbacken. Da siehst du, wie wenig Zutaten eigentlich benötigt werden und die Liste der Inhaltsstoffe ist sooo lang. Ist bei der Kosmetik nicht viel anders, denke ich.

    Das frage ich mich auch. Wie kann es sein, dass so viele Dinge schädliche Stoffe enthalten. Dann legt mal jemand (Ökotest o.ä.) den Finger in die Wunde, alle schreien kurz auf und sind empört und dann geht's weiter wie bisher. Andererseits fühle ich mich als Verbraucher auch schlicht überfordert, auf alles zu achten. Also pickse ich mir ein paar Themenfelder raus und blende den Rest vorläufig aus…

    Lieben Gruß! 😉

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  16. Ist schon irre, was man sich im Dienste der Schönheit ohne zu überlegen ins Gesicht, an den Körper und in die Haare schmiert. Ich glaube, da mal was zu ändern, wird mein Projekt für März. Wobei ich damit auf Anhieb echt überfordert bin. Ich glaube, ich fange einfach mit den Haaren an. Shampoo, Conditioner, Kur, Schaumfestiger, Gel… da ist schon jede Menge zu beachten, fürchte ich.
    Trotzdem finde ich es klasse, dass ich mal mit der Nase auf das Thema gestoßen werde. Ich werde den Post sicherlich noch einige Male lesen. Danke 🙂
    Liebe Grüße
    Fran

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  17. Gerne! Genau so war es gedacht. Ein paar Infos mitnehmen (u. verdauen) und immer mal wieder nachlesen oder den Links folgen. 😉

    Ich war am Anfang so frustriert, dass ich verschiedene Cremes gleich in den Müll geworfen habe. Und der grüne Kosmetikpapst ist seither auch ein No-Go für mich, denn dort habe ich – nachdem ich auf die Inhaltsstoffe geachtet habe – eine „supidupi und sooo natürliche“ Creme bestellt. Blick auf die INCIs war auf der Website nicht möglich, aber wird schon gut sein. Creme kommt und was is? Gleich an vorderer Stelle Silikon und andere Stoffe, die ich nicht wollte. Also Kundenservice angemailt und gefragt, warum es nicht möglich ist, die Inhaltsstoffe transparent auf der Website einzustellen (dann hätte ich mir das nämlich erspart). Antwort: Ich soll den Kundenservice gerne anmailen, wenn ich Fragen zu einem Produkte habe. Das war's. Und ganz ehrlich… wer so ein Geheimnis um seine INCIs macht, der hat mich als Kundin verloren. Ist aber nicht tragisch, denn das spart ne Menge Geld. ;D

    Lieben Gruß! 😉

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  18. Habe gerade deine Berlinale-Bilder gesehen… hach. Machst dich gut auf dem Roten Teppich. 😉

    EIGENTLICH weiß ich das alles auch und habe versucht, da eine gewisse Konsequenz an den Tag zu legen. Aber bei Spontankäufen schau ich auch gern mal drüber weg. So ein Einkauf dauert halt auch echt lange, wenn du nicht nur Kosmetikgedöns, sondern dann auch noch die Lebensmittel „durchleuchtest“. Ganz ehrlich: Ich bin auch nur ein Mensch, aber ich schau, was ich tun kann. 😉

    Lieben Gruß! 😉

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  19. Ich war vollkommen schockiert, als ich letzte Jahr erst entdeckt habe, dass in Lippenstiften Nickel drin ist. Von daher ist so ein Beitrag wie deiner so wichtig, um darauf aufmerksam zu machen. Danke dir für deine Mühen! 🙂

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  20. Siehst du, das wusste ich wiederum nicht. 😉 Vielleicht, weil ich keinen verwende und mich deswegen nicht so sehr dafür interessiert habe. Aber es ist schon erstaunlich, was überall drinsteckt. Schlimm finde ich, dass es so viel ist und das in beinahe jedem Bereich, dass man völlig überfordert ist. Und wenn du dich informieren willst, findest du wahlweise Verharmlosungen (ist alles gar nicht schlimm) oder Panikmache. Echt schwer, sich da seinen Weg zu suchen.

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