Food| Meerrettich-Shake, der Virenschreck

Aus gegebenem Anlass möchte ich euch meinen derzeitigen Lieblingsshake vorstellen. Lecker, würzig und gesund, denn er hat es wirklich in sich. Und das Beste: Erkältungserreger mögen ihn nicht. Ich würde sogar behaupten, dass sie ihn wie die Pest hassen, weil er Meerrettich und Kurkuma enthält. Die Meerrettichwurzel hat es wirklich in sich und wurde bereits von den Kräuterheilkundigen des Mittelalters geschätzt. Kein Wunder: Meerrettich wirkt nämlich u.a. antibakteriell, antimikrobiell, antioxidativ, antiviral und mild antibiotisch.[1] Auch Kurkuma rückt zunehmend in den Fokus naturheilkundlich Interessierter. Diverse Studien listen an die 70 Krankheiten von A-Z auf, bei denen der Einsatz von Kurkuma präventiv oder therapeutisch denkbar wäre, womit dieser Wunderknolle ein Spitzenplatz in der Liste der „Superfoods“ gebührt. Aber genug der Vorrede und hin zum Shake. 😉

Man nehme:

  • 1 Glas Gemüsesaft nach Wahl (bei mir gab’s „nur“Saft aus dem Tetra-Pack)
  • 1 TL Meerrettich aus dem Glas (frisch geriebene Wurzel geht natürlich auch)
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Messerspitze Kurkuma (so vorhanden, geht aber auch ohne)
Alles schön verrühren und dreimal täglich einen Shake trinken.
Wohl bekommt’s.

 

 

Man beachte bitte, dass der Strohhalm buchstäblich im Glas steht. Das passiert, wenn beim Umrühren geschlampt wird und der Meerrettich klumpt. 😉 Nebenbei bemerkt lässt sich Kurkuma auch wunderbar in der Schönheitspflege anwenden – demnächst mehr dazu, denn ich habe das in einem heldenhaften Selbstversuch für euch getestet.

Tipp: Allen, die sich ausgiebig in die Thematik der „heilenden Gewürze“ einlesen oder mehr über Kurkuma wissen wollen, lege ich das Buch Heilende Gewürze: 50 alltägliche und exotische Gewürze zur Gesunderhaltung und Heilung von Krankheiten ans Herz. Zwecks Recherche und eigenem Interesse habe ich vor einiger Zeit diverse Kräuter- und Gewürzbücher auf Herz und Nieren überprüft und das Buch von  Dr. Bharat B. Aggarwal ist in der Gewürz-Kategorie klarer Sieger. Sehr informativ, trotzdem unterhaltsam und leicht verständlich geschrieben und ansprechend bebildert. Sein Kurkuma-Plädoyer umfasst umfasst übrigens 17 Seiten – das meine ich mit informativ. Sehr gut gefällt mir allerdings auch, dass sich Aggarwal eben nicht nur aktuell gehypten Gewürzen widmet, sondern eher den Klassikern wie Anis, Chili, Kümmel, Knoblauch, Rosmarin, Sesam oder Zimt. Wer in diesem Buch blättert und hinterher nicht mit Gewürzen jongliert, ist wirklich selbst schuld. 😉