Yogalosophy mit Mandy Ingber

Habt ihr euch schon immer gefragt, wo euer Selbst liegt? Ich sage es euch: Das liegt direkt hinter dem Bauchnabel. Woraus folgt: Wer sein Selbst formen möchte, fängt am besten mit ein paar ordentlichen Bauchmuskelübungen an. Und wer im Leben vorankommen möchte… na?! Genau, der beginnt mit einem gescheiten Workout der Beine. So – zumindest sehr vereinfacht zusammengefasst – die hinter Yogalosophy stehende Philosophie die es zugleich ganz schön in sich hat. Wer hier nur entspannt rumsitzen und meditieren möchte, ist falsch am Platz, denn ( Zitat Mandy Ingber): „Viele Menschen glauben, dass es beim Yoga darum geht, ganz still zu sein. Aber ich muss mich richtig verausgaben, damit mein Körper sich wirklich entspannt.“ Und so kombiniert sie in ihrem Programm, das sich Hybrid-Yoga nennt, klassische Yogaübungen mit bewährten Workoutelementen. Übersetzt: Sonngengruß, Krieger, Boot oder Hund treffen auf Kniebeugen, Liegestützen und Crunches. Wie wirksam das ist, kann man nicht nur an Mandy selbst, sondern auch an Jennifer Aniston sehen. Die trainert nämlich mit dem Yogalosophy-Workout und hat als netten Gag einen kleinen Gruß auf der DVD hinterlassen.

Perfekt für Eso-Muffel

Gleich vorweg: Als reine Yoga-DVD sehe ich Yogalosophy nicht, dafür ist mir der Yoga-Part viel zu kurz und auch nicht intensiv genug. Und alle, die den spirituellen Aspekt wirklich so richtig ernst nehmen, könnten sich hier leicht veräppelt fühlen. Daraus folgt, dass Yogalosophy das perfekte Programm für alle ist…

  • … denen herkömmliche Yoga-DVDs zu „esoterisch“ sind.
  • … die Spaß an einem anspruchsvollen Workout für Körper und Geist haben.
  • … die bei einem Mix „kunterbunter Weisheiten“ à la „Wenn der Blick ruht, ruht der Geist“ [Stimmt wirklich! Probiert’s mal aus…] oder „Der Zen-Teil hierbei ist, sich einfach nicht darum zu kümmern, wenn es zieht“, nicht kollabieren.

   

Muskelkater erwache…

Ingber macht einem ordentlich Feuer unter dem Hintern und am Tag nach meinem ersten Workout hatte ich so einen Muskelkater in den Oberschenkeln, dass ich kaum noch die Treppen runtergekommen bin. [kl. Anmerkung: Und das, obwohl ich jeden Tag Kundalini Yoga mache und mindestens 5-6 Std. pro Woche eine Stunde wogge = Walken + Joggen]. Aber dafür spürt man definitiv, dass man am Vortag was gemacht hat und das schätze ich. 😉 Wenn es mal ein bisschen „esoterisch“ wird und Mandy Mantras ausgibt, dann klingen die wie folgt: Ich habe einen schönen Po. Ich habe einen wirklich schönen Po. Bisschen tiefgründiger wird es netterweise auch und so sagt sie an einer Stelle: „Ich brauche keinen Guru und muss nicht an etwas Bestimmtes glauben, um zu wissen, dass draußen etwas ist, was größer ist.“ Perfekt. Das ist genau meine Einstellung. Von so jemandem lasse ich mich gerne trainieren.

Workout fully loaded

Ich schalte grundsätzlich nur das komplette Workout [mit Musik und Anweisungen] ein, weil das einfach alles beinhaltet, was ich brauche, um mich auszupowern. Die Musik ist chillig und entspannend, die Anweisungen spätestens nach einem „Musterdurchgang“ gut nachzuvollziehen. Empfehlenswert ist es, die deutsche Version anzuwerfen und da sind wir auch schon beim einzigen, winzigkleinen Manko der DVD. Mandys Originalstimme ist… nun ja… ich sag’s mal so: Die Frau ist super sympathisch, hat eine traumhafte Lockenmähne und eine Wahnsinnsfigur, geformt durch viel Training. Das reicht ja auch. Nobody’s perfect.  😉  Die deutsche Synchronisation gefällt mir besser, weil sich die Stimme einfach nicht so ins Ohr fräst, nichts desto trotz ist sie unfreiwillig erheiternd, weil die Synchronstimme schon längst schweigt, während Mandy tonlos quasselt, gestikuliert und strahlt. Das ist jedoch der einzige Minuspunkt und wer damit partout nicht klarkommt, wählt halt die Variante ohne Instruktionen.

Übungsablauf…

Das 55-minütige Workout beginnt mit Yogaelementen: Sonnengruß-Varianten in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen folgen verschiedene Krieger-Posen und die Balance Challenge (Waage/Krieger). Nach dem entspannten Auftakt [Länge ca. eine Viertelstunde] machen klassische Toning-Übungen für Beine und Po mit Kniebeugen, Ausfallschritt etc. richtig Feuer unterm Hintern und das Workout für den restlichen Körper hat es ebenfalls in sich. Das Brett ist die ideales Ausgangslage für Liegestützen, der Tisch leitet Übungen für den Trizeps ein und aus dem ohnehin schon fordernden V-Sitz macht Mandy eine Bauchmuskelübung, die es in sich hat. Abschluss des Workouts bildet ein extrem entspannender Stretchteil. Was die verschiedenen Programme angeht: Da ist die Produktbeschreibung ein bisschen blumig. Die Rede ist von:  

  • Zwei 30-minütigen Routinen
  • Sechs weiteren Yogaübungen
  • Einem 55-minütigem Komplettworkout

Also ging ich natürlich (?) davon aus, aus mehreren Workouts mit unterschiedlichen Übungen wählen zu können. Letztendlich enthält das komplette Workout jedoch bereits alles an Übungen, was die DVD zu bieten hat – das ist allerdings auch genug.

Die Extras…

 … beinhalten noch einmal die Yogaübungen Sun Salutation, Strength, Balance und Stretch aus dem Komplettworkout sowie eine kurze Erklärungen bezüglich der Atmung und einen Einblick in die Yogalosophy-Philosopie. Wirklich nettes Extra: Der Einschub, in dem Mandy ihre Vision Mat vorstellt und bekennt, dass es ihr während des Workouts nicht darum geht, den Geist „zu leeren“, sondern sich auf die Ziele zu fokussieren. Auch das eine tolle Idee, wie ich finde.

Fazit: Für mich ein rundum gelungenes Workout. Ich bereue es nicht, dass ich mir diese DVD vor knapp einem Jahr zugelegt habe und liebe sie noch wie am ersten Tag – was natürlich daran liegen kann, dass ich nicht jeden Tag damit trainiere…

Mandy Ingber ist mir mit ihrer herzlichen Art wirklich durch und durch sympathisch und zudem ist die Location mit Blick aufs Meer traumhaft entspannend. Entscheidend ist jedoch, dass die Übungen wirklich klasse sind und der Erfolg – bei regelmäßigem Training – nicht lange auf sich warten lässt. Die Übungen sind fordernd, nichts desto trotz muss mein keine gestählte Trainingsmaschine sein, um das durchzuziehen, denn hier kommt eben die gelungene Mischung aus Yoga und Workout ins Spiel.  Zudem weist Mandy immer wieder darauf hin, dass man nicht auf den Trainer, sondern auf seinen Körper hören soll. Finde ich sehr angenehm und sogar mein Schweinehund lässt sich davon einlullen. 😉


 

Info & Leseklicks

[Beitragsbild: erstellt mit Canva u. privat]