Sick and tired…

#kannSpurenvonIronieenthalten

#LesenaufeigeneGefahr

Liebe kann man nicht erzwingen, Sympathie auch nicht. Und darum muss ich leider Konsequenzen ziehen, auch wenn das im Sinne des Netzwerkens mal wieder äußerst unklug ist. Aber wenn mir irgendwas überwiegend schlechte Laune macht, dann hat es in meinem Leben einfach nichts verloren. Die Rede ist von Facebook. Werde schon beim Einloggen grantig, weil mir das Design nicht gefällt – damit könnte ich mich allerdings noch arrangieren. Nicht arrangieren  mag ich mich hingegen mit dem, was in verschiedenen Kommentarsträngen abgeht und darüber hinaus heißt es für mein Seelenleben leider einen Tacken zu oft: Only bad news are good news!

Wobei bad ja auch die Untertreibung des Jahrhunderts ist, denn wenn ich zwei Minuten auf FB unterwegs bin, dann bin aufgrund der geballten Ladung an Bad News davon überzeugt, dass das Ende nah ist. Ganz nah! Es linst schon um die Ecke und hebt die Grube aus. Grenzt ja schon an ein Wunder, dass wir überhaupt noch leben. Es ist nämlich so, dass wir alle vergiftet werden sollen. Seit Jahren schon! Die Lebensmittelindustrie möchte uns alle um die Ecke bringen – wobei mir noch nicht ganz klar ist, was sie davon hat, so lange sie gut an uns verdient, aber was weiß ich schon. Fakt ist, dass es in Supermärkten gar keine Lebensmittel mehr gibt – sondern nur noch in Tüten gepresstes Gift. Wenn ich mir Fertigfraß aus der Tiefkühltruhe in die Pfanne haue, kann ich ebenso gut den Giftschrank in der Krankenhausapotheke auslecken, käme aufs Gleiche raus.

„Sick and tired…“ weiterlesen

(Alternativer) Fakt ist: Ich bin eine Diva.

Es gibt Menschen, die sich unglaublich gut verkaufen können. So gut, dass aus dem mickrigen Wichtel plötzlich ein Ehrfurcht gebietender Napoleon wird, der sich von seinen Küchensklaven [Monsieur Thermomix und Madame Mikrowelle] keine Bratkartoffeln mehr zaubern lässt, sondern Pommes de terre rissolées à l’ail. Ich gäbe einiges drum, wenn ich auch so lässig mit Blendgranaten hantieren könnte. Aber leider ist mir das nicht gegeben – bis jetzt. Denn im Rahmen meines Ja-Experiments sehe ich mich gezwungen, neue Wege zu gehen. Weil die alten Wege mich nicht dorthin geführt haben, wohin ich möchte. Was natürlich auch daran liegt, dass ich nie so richtig wusste, wohin ich gehen wollte, aber das würde jetzt zu weit führen und vor allem zu tief in seelische Abgründe, die… äh… ich ja gar nicht besitze. [Ich lerne verdammt schnell, seht ihr?] Na wie auch immer: Ich bin fest davon überzeugt, dass ich heute anderswo wäre, wenn ich immer mal wieder mit ein paar hübschen Blendgranaten jongliert hätte. Erst hätte ich nämlich mich selbst von meiner eigenen Großartigkeit überzeugt [meine Güte, was bin ich doch für ein großartiges kleines Ding, ich würde mich glatt selbst heiraten, wenn ich nicht schon vergeben wäre…*] und dann…. tadaaa… hätte ich eine Mischung aus Lara Croft und Marilyn Monroe gegeben. Oder so ähnlich.

Wat’n Glück, dass es noch nicht zu spät ist, um den souveränen Umgang mit Blendgranaten de luxe [INCIs: Glitzer, Feenstaub, Einhornpupse und Fliederduft] zu erlernen und deswegen fange ich sofort damit an. Und unter uns: Es ist ja auch schon fünf vor zwölf! Die Sache ist nämlich die, dass Zahlen und ich eine wahrhaft chaotische Beziehung miteinander führen. Ich finde sie abstrakt und wenig greifbar und sie sind beleidigt, dass ich sie nicht mit dem gebührenden Respekt behandele und dass sie mir so wenig bedeuten. War schon immer so und wird sich vermutlich auch nicht mehr ändern – wobei es zu den großen Rätseln der Menschheitsgeschichte gehört, dass meine Mathenoten dieses gestörte Verhältnis nie widerspiegelten, die lagen nämlich stets zwischen gut und befriedigend. Schert mein Hirn aber wenig, denn sobald es mit Zahlen konfrontiert wird, macht es dicht und das ist nur bedingt witzig. Ohne meinen Taschenrechner bin ich aufgeschmissen und ich käme nie auf die Idee, zum Einkaufen Fäustlinge zu tragen. Darüber hinaus vergesse ich je nach Tagesform und Stresslevel Kontostände, Preise, Telefonnummern [inkl. meiner eigenen Handynummer], Hausnummern, Postleitzahlen, Hochzeitstage und Geburtstage. „(Alternativer) Fakt ist: Ich bin eine Diva.“ weiterlesen

Ich hasse dieses Altersmimimi…

Es gibt Menschen, die felsenfest davon überzeugt sind, dass es ab Vierzig nur noch bergab geht und die förmlich auf die ersten Wehwehchen warten, aus denen dann zwangsläufig ernsthafte Gebrechen werden, weil es nun mal nicht anders geht. Gut. Bitteschön. Wenn’s Spaß macht… Aber ich sag’s ganz ehrlich: Mich macht der Umgang mit solchen Menschen krank. Meine Mundwinkel schlackern um die Knöchel und ich werde hochgradig aggressiv. Sobald das Gespräch auf dieses Altersmimimi kommt, schalte ich auf Durchzug und höre einfach nicht mehr richtig zu. Unhöflich? Ja, natürlich. Na und? Ist nicht weniger unhöflich, mir die Laune zu versauen und immerhin stelle ich mich ja nicht breitbeinig hin, stopfe mir demonstrativ die Finger in die Ohren und singe: „Lalala… ich kann dich nicht höööören.“ Außerdem: Was ich nicht höre, muss ich hinterher nicht mühsam aus meinen Hirnwindungen kratzen. Verkorksen kann ich mich schon alleine, da brauche ich diese nölenden „Walking Dead“-Wannabees nicht, die feindlichen Optimismus sofort in die Tonne treten, weil nicht sein kann, was nicht sein darf.

„Ich hasse dieses Altersmimimi…“ weiterlesen

Tief „Anna“ hat das Blog im Griff…

Es ist unschwer zu erkennen, dass ich gerade unter einer kleinen Blogflaute leide. Oder eher: mein kleines Blog leidet unter meiner etwas größeren Flaute. Und die rührt schlichtweg daher, dass sich der normalerweise stets zum Jahreswechsel eintretende Motivationsschub [Marke: „Ich kann alles schaffen, ich muss es nur wollen und mich noch ein bisschen mehr reinhängen“ – übrigens das perfekte Mantra für alle, die sich einen hübschen Burnout einfangen wollen] in diesem Jahr nicht eingestellt hat.

Was ehrlich gesagt auch nicht verwunderlich ist – faszinierend war es eher, dass dieser Januar-Flash bisher stets pünktlich auf der Matte stand. Genau genommen ist es ja einfach nur ausgesprochen dämlich, immer wieder mit der alten Schrottkarre ins neue Jahr zu starten und dabei fest davon überzegt zu sein, dass der Fahrspaß ohne weiteres Zutun plötzlich außergewöhnlich hoch sein wird. Oder um es mit Albert Einstein zu sagen: „Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.“ Noch dämlicher wäre es allerdings, diesen Januar-Schub ohne Not zu hinterfragen und bei aller Verhaltensoriginalität: Das bringe nicht mal ich fertig.

In diesem Jahr gestaltet sich das jedoch alles ein bisschen holpriger und prompt habe ich in meiner Jahresanfangsorientierungslosigkeit den absoluten Anfängerfehler gemacht. Und mir gedacht, dass mir Menschen, die mich noch nie zuvor im Leben gesehen haben, erklären könnten, wo es bei mir hakt. Ach hätte ich doch einfach nur lethargisch in der Ecke gehangen. Zu ermattet, um ein Buch in den Händen zu halten und den Inhalt auch nur ansatzweise erfassen zu können. Aber selbst das größte Tief bietet noch die Möglichkeit für einen weiteren Absturz…

„Tief „Anna“ hat das Blog im Griff…“ weiterlesen

Das Ja-Experiment…

Wie ein kleines Wort dein Leben ändern kann!“ und wie dich ein eigentlich amüsantes Buch in einer Tour darüber nachdenken lassen kann, was für eine blöde und durch und durch langweilige Kuh du doch bist. Preisfrage: Wovon könnte ein Buch handeln, das den Namen Das Ja Experiment trägt? Ja, da gerät das Hirn ins Rotieren, denn das ist eine wirklich schwere Frage, ich weiß.

Das Ja-Experiment ist ein typischer Fall von „instagramamademebuyit“, denn ohne Instagram hätte ich nicht gewusst, dass Shonda Rhimes [Schöpferin von Grey’s Anatomy, Private Practice oder Scandal] ein Buch geschrieben hat. Wäre mir ehrlich gesagt  auch egal gewesen, denn ich habe keine dieser Serien länger als ein paar Folgen angeschaut – wenn überhaupt. Mit Arztserien kann man mich jagen, da kollabiert der latent in mir schlummernde Hypochonder und alpträumt von Excalibur-großen Eiszapfen, die ihn heimtückisch erdolchen oder von todbringenden Krabbelviechern, die sich durch den Verzehr einer exotischen Frucht [Mango, Banane?] häuslich in seinem Inneren einrichten, ihn langsam von innen her aushöhlen und irgendwann,wenn nur noch eine Hülle übrig ist… na lassen wir das. Ihr seht also, dass es in unserer aller Interesse ist, dass ich keine Arztserien anschaue und nun lasst euch den Obstsalat schmecken.

„Das Ja-Experiment…“ weiterlesen

Fast genial: (m)einen neuen Ernährungsflitz gib mir heute…

Zum Glück gibt es in diesem Blog keine Werbung, denn sonst wäre jetzt die Frage erlaubt, wie ich erst Ernährungkonzept A lobhuddeln kann und nur wenige Wochen später Ernährungskonzept B. Da ich ein schlauer Fuchs bin, würde ich mir das logischerweise schon so hinbiegen, wie es mir in den Kram passt – da ich aber auch schlaue Leser habe, wäre das gar nicht so einfach geworden und hätte mich möglicherweise ein paar Sympathiepunkte gekostet. Wat’n Glück und was für ein Luxus, dass ich also einfach schreiben kann: Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern? Ich bin eben geistig flexibel. Und darum präsentiere ich euch heute meinen neuen Ernährungsflitz.

War vor nicht allzu langer Zeit das intuitive Essen mein Favorit, esse ich nun immer noch intuitiv und erhöhe um Essen nach Zeit, auch Fasten genannt. In diesem Fall: intermittierendes Fasten (s.u.), denn das ist eine Fastenvariante ganz nach meinem Geschmack, weil ich dabei auch essen darf. Fasten für Dummies quasi. Und ja, wenn wir dieses Lifestyle-Bullshit-Bingo mal weglassen, dann könnte man das Ding wohl auch schlichtweg „Friss die Hälfte (FdH)“ oder „Dinner-Cancelling“ nennen, allerdings klingt das nicht so gut, man muss da schon mit der Zeit gehen.

„Fast genial: (m)einen neuen Ernährungsflitz gib mir heute…“ weiterlesen

Zum Glück hatte Marilyn kein Internet.

Schrieb ich neulich noch, dass mein Alter für mich selten ein Thema ist, weil ich schlichtweg nicht ständig darüber nachdenke, muss ich das nun ein wenig korrigieren. Fühle mich nämlich gelegentlich doch wie ein aus der Zeit gefallenes Fossil. Alle, die keinen Bock auf Text haben, folgen jetzt einfach mal diesem Link, der wunderbar die heutige Art der Selbstdarstellung aufs Korn nimmt: Schatz ich hab ein Bild von deiner Oma gefunden – 2016 u. 2090. Der Rest kann weiterlesen. Ich bewundere Audrey Hepburn, Grace Kelly oder Jane Russell und ich liebe Marilyn Monroe. Ich möchte nun nicht zum platinblonden Männertraum werden, aber Marilyn inspiriert mich aus verschiedenen Gründen in vielerlei Hinsicht.

Stellt sich die Frage: Würde ich Marilyn auch bewundern, wenn sie mich auf Instagram, Snapchat, youtube und auf ihrem Blog an ihrem Leben hätte teilhaben lassen? Morgens ein #nomakeup-Schmollmund, dann ein #healthybreakfast. Im Lauf des Tages ein paar #fromwhereistand-Posts mit Blick hinter die Kulissen und ein paar #meandmyfriends-Bildchen mit den berühmten Kollegen. Auch immer  mit dabei: das #yummy #healthyfood vom #lunch und abends natürlich ein vermutlich etwas alkohollastiges #Duckface und das #cozy-Gedöns auf Satin. Dazu gäbe es intime Details, gerne auch mit entsprechenden Bildern garniert, denn Marilyn hätte viel zu erzählen gehabt. Und viel zu zeigen. Selbstverständlich hätte sie auch den einen oder anderen Seelenstriptease hingelegt, denn die seelenkatergebeutelte Marilyn hätte vermutlich und verständlicherweise auch immer mal wieder ihre traumatische Pflegefamilien-Vergangenheit thematisiert. Oder darüber sinniert, wie frustrierend es für sie war, permanent das „blonde Dummchen“ geben zu müssen, weil das nun mal der Kunstfigur entsprach, die sich so gut verkaufte. Vielleicht hätte Marilyn uns zwischendurch auch immer mal wieder ein paar Produkte ans Herz gelegt, etwa #chanelno5, ihre neuen #valentinoshoes oder ihre eigene Schmuckkollektion.

„Zum Glück hatte Marilyn kein Internet.“ weiterlesen

Ich detoxe, also bin ich?

Es kommt, wie es am Jahresanfang immer kommt: Reader und Newsfeed spucken im Sekundentakt Posts der Kategorie „Werde leichter als eine Feder und lasse alles los, was dich beschwert – also Krempel, Seelenballast, Darminhalt“ aus und das stresst mich. Weil ich derzeit lieber horten möchte – vor allem Bücher und Kalorien. Gestern gab es hinsichtlich der Kalorien einen Tiefpunkt, für den ich nichts kann, weil ich Opfer meiner Hormone war und bin und immer sein werde. [Randnotiz: Ja, das ist so und nein, das ist nicht immer nur eine blöde Ausrede. Es gibt einfach Tage, an denen es absolut unbefriedigend ist, nur an einem Möhrchen zu knabbern und morgens warmes Ingwerwasser zu süffeln. Bei mir sind das an die 365 Tage im Jahr – das allerdings ist in der Tat eine blöde Ausrede, könnte schließlich auch Sellerie knabbern und warmes Zitronenwasser trinken.]

Dabei fing es so gut an, denn gestern Morgen war ich noch extrem guter Dinge, sehr Detox-willig und nach einer leichten Frühstücks-Obstschale schwer im „Ich bin eine Feder, yeah!“-Modus. Angefixt durch diverse „Detox your life“-Posts habe ich meinen November-Vorsatz aus dem alten Jahr ins neue Jahr gezerrt und reanimiert. Idee: Ein bisschen an der Ernährungsschraube drehen und nen Tick basischer essen. Unter uns: Basisch essen klingt doch sehr viel besser und deutlich undogmatischer als vegan inspiriert, oder? Es ist nämlich so, dass ich einfach nur essen will – und nicht darüber diskutieren. Doch während vegan für Schnitzelliebhaber und Wurstersatzhasser irgendwas zwischen rotem Tuch, Ohrfeige und persönlicher Beleidigung ist, ist basisch die unsichtbare Eisenfaust im hübsch verzierten Samthandschuh. Weil nur wenige wissen, was es bedeutet.

„Ich detoxe, also bin ich?“ weiterlesen

Howgh. Die Sterne haben gesprochen.

Neues Jahr, neues Glück. Und ich kann euch schon mal versichern, dass das ein großartiges Jahr werden wird – zumindest für alle, die an ihrer Persönlichkeitsentfaltung interessiert sind. Woher ich das weiß? Das haben mir die Sterne geflüstert. Habe im alten Jahr noch schnell einen Vorsatz [keine Frauenzeitschriften mehr für mich] gebrochen und mir die emotion gekauft. Außerdem läuft das Mini-Abo der Glamour noch und das Beste einer jeden Dezemberausgabe ist zweifelsohne das Jahreshor(r)o(r)skop und derer besitze ich nun gleich zwei. Die emotion verspricht uns allen in ihrem Jahreshor(r)o(r)skop:

„Howgh. Die Sterne haben gesprochen.“ weiterlesen